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Countdown läuft bis Jahresende
Kleeblatt im Elstertal muss Weichen für Zukunft stellen - zur Einheitsgemeinde? Von Kathrin Schulz Teichwolframsdorf. Berga, Teichwolframsdorf und Mohlsdorf sind verlobt. Die Verwaltungen sind über das Prinzip der erfüllenden Gemeinde vernetzt, spielen sich gemeinsam ein, die Bürgerbüros garantieren den Einwohnern kurze Wege. Doch die Entscheidung, ob das kommunale Kleeblatt im Elstertal künftig gemeinsame Wege geht, fällt Stadt- und Gemeinderäten schwer. Der Countdown aber läuft bis zum Jahresende. Bis dahin müssen die Weichen für die Zukunft gestellt sein, wenn die Vorteile der Freiwilligkeitsphase in Thüringen genutzt werden sollen. Wer will sich schon zwangsverheiraten lassen? Im Wesentlichen, das erklärte Christian Günzel, Geschäftsbereichsleiter Kommunalaufsicht am Greizer Landratsamt, Dienstagabend in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates Teichwolframsdorf im Hof „Zum grünen Tal“, könnten die Stadt Berga und Teichwolframsdorf über eine Eingemeindung zueinander kommen und Mohlsdorf später aufnehmen in diese Einheitsgemeinde. Oder, die Stadt und beide Einheitsgemeinden lösen sich zunächst auf und schließen sich neu zu einer Landgemeinde zusammen. Die Stadt Berga,
stolz auf ihre fast 800-jährige Geschichte, kann sich mit einer Auflösung nicht anfreunden, weil sie Bedenken wegen des Stadtrechts hat. Sie favorisiert den ersten Weg. Christian Günzel allerdings verweist darauf, dass der zweite Weg, der zur Landgemeinde, für den neuen Ort auch das Stadtrecht beinhalte. Ob es die gleiche Wertigkeit habe, wie das historische Stadtrecht sei noch offen. „Auch in einer Landgemeinde spielt die Musik im Stadtrat“, betont er. Finanziell habe die Freiwilligkeitsphase einiges zu bieten, gibt Günzel zu bedenken. Zum einen steht die Hochzeitsprämie im Raum - 100 Euro pro Einwohner, maximal eine Million Euro vom Freistaat - solange der Fördertopf sie noch her gibt. Andererseits bestünde auch die Chance, dass der Stadt Berga rückzahlpflichtige Überbrückungshilfen erlassen werden könnten. Landtagsabgeordneter Horst Krauße (CDU) allerdings warnt, diesen Aspekt nicht überzubewerten. „Ob es das Hochzeitsgeld 2011 noch gibt, ist momentan reine Kaffeesatzleserei. Wir haben noch keinen Haushaltsentwurf.“ „Chancen und Risiken müssen auf den Tisch, eine Phase der Meinungsbildung ist wichtig“, betonen Christian Häckert, Bürgermeister Mohlsdorf, und Wolfgang Herold, Teichwolframsdorf, die beide für die Landgemeinde voten. Intensiv werde man sich nach der Sommerpause mit der Frage befassen, kündigt Herold an. Und vor allem die Bürger mit einbeziehen. Kommentar Jetzt aber zügig Von Kathrin Schulz Die Debatte zur Zukunft der drei Kommunen im Elstertal warf mehr Fragen auf, als sie beantwortete. Ein Zusammenschluss mit jetzt über 9 000 Einwohnern in Berga, Teichwolframsdorf und Mohlsdorf garantiert auch bei der düsteren demografischen Entwicklung in einigen Jahren noch rund 7 000 Einwohner und damit tragfähige Strukturen. Gemeinsam Chancen aufspüren und neue Wege gehen, bevor sie von oben aufoktruiert werden - das bedeutet natürlich auch einen gesunden Blick auf die Risiken. Ob Hochzeitsgeld oder ein möglicher Schuldenerlass infrage kommen - Antworten auf diese Fragen gleichen derzeit einem Blick in die Glaskugel. Doch die Stärken der Kommunen, ihre Pfunde, mit denen sie wuchern können und beispielsweise beim Tourismus im Trio punkten könnten, die kennt man auch heute. Ganz abgesehen davon, dass die Bürger in Berga, Teich’dorf oder Mohlsdorf durchaus ein gutes Gespür haben, wo sie hingehören. Sie sollten unbedingt gefragt werden - jetzt aber zügig. |
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Bett für den Pöltzschbach wird gemacht
Ersatzbrückenbau unter der Kreisstraße K 209 mit Tücken - Schon drei Mal Land unter Von Kathrin Schulz Berga (OTZ). Der Ersatzbau für die marode Pöltzschbachbrücke unter der Bergaer August-Bebel-Straße hat von Anfang an seine Tücken. Erst konnte es wegen des langen, kalten Winters ewig nicht losgehen. Mit zwei Monaten Verzug fiel dann der Startschuss. Auch die notwendige Umverlegung der Medien, vor allem die Umschaltprozesse, haben sich als kompliziert erwiesen. Gasleitung, Elektro, Telekom und Straßenbeleuchtung mussten per Bachdüker und jenseits der Eisenbahnbrücke, also Oberstrom, im Stützmauerbereich untergebracht werden. Seit Baustart im April kommt hinzu, dass die Baustelle inzwischen drei Mal „Land unter“ vermelden musste. Erst am jüngsten Wochenende habe man nach Abfluss der Wassermassen die verschlammte Sohle wieder reinigen müssen, bestätigt Bauleiter Christian Voigt von der Heinrich Wassermann GmbH & Co. KG, Niederlassung Crossen. „Natürlich bringt das Bauverzug, aber wir liegen dennoch gut im geltenden Plan“, versichert Voigt. Die Mitarbeiter des Nachauftragnehmers Caspar Bau Greiz pflastern gegenwärtig die Sohle des Bachbettes mit Grünstein. Insgesamt soll sie fünf Meter breit ausgebaut werden. Die Brückenflügel und Widerlager für die Pöltzschbachbrücke stehen. „Problematisch ist, dass der kleine Pöltzschbach so viel Wasser bringt“, so Amtsleiterin Kerstin Jäger und Bauleiterin Martina Pohl vom Kreisbauamt. Deshalb musste eine kleine „Wasserstraße“ abgetrennt werden, um das Bachbett etappenweise pflastern zu können. Der dazu notwendige Verbau kann voraussichtlich nächste Woche gezogen werden, sodass der Pöltzschbach wieder in seinem eigentlichen Bett fließt. Sobald das Pflaster komplett ist, kann die Deckenplatte auf die Brücke, die bald wieder unter der Kreisstraße 209 „verschwinden“ wird. Dann folgt die Dichtungsschicht und der Asphalt kann aufgebracht werden, blickt Kerstin Jäger voraus. „Wenn alles gut läuft, kann die August- Bebel-Straße in Berga zum 1. Dezember 2010 wieder freigegeben werden“, sagt sie. Jenseits der Eisenbahnunterführung - Oberstrom - ist die 14 Meter lange und 2,60 Meter hohe Stützwand errichtet. In dieser Woche wurde die Kappe dafür betoniert. Auch hier wird das Bachbett auf einer Länge von 20 Metern gepflastert. Insgesamt sind die Baukosten mit 382 000 Euro veranschlagt. |
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Informieren über Wohnungsbauförderung Sprechtag am 19. August in Greiz Greiz (OTZ). Zu einem gemeinsamen Sprechtag „Bauen - Kaufen - Modernisieren“ laden die Thüringer Aufbaubank und das Landratsamt Greiz am 19. August ein. Aktuell können im Landratsamt Greiz, Bereich Wohnungsbauförderung, Darlehensprogramme der Thüringer Aufbaubank beantragt werden. Neben den Darlehen für die Modernisierung stehen Darlehen zum Erwerb von Eigenheimen und Eigentumswohnungen sowie zu deren Neubau und Um- und Ausbau bereit. Obwohl für alle Programme Einkommensobergrenzen - für eine Familie mit zwei Kindern rund 61 000 Euro - gesetzt sind, verzeichnen die aktuellen Neubauund Erwerbsprogramme eine hohe Nachfrage. Sie richten sich speziell an frisch Verheiratete, Familien mit Kindern und Familien mit schwerbehinderten Angehörigen bei mittlerem Haushaltseinkommen. Zurzeit erhalten sie diese Darlehen bei einer zehnjährigen Zinsbindung und einer Tilgung von 1,7 Prozent zu einem aktuellen Nominalzinssatz von 3,19 Prozent. Einsetzbar sind sie für den Kauf, Neubau und Um- und Ausbau von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen sowie den Erwerb von Bestandsimmobilien mit bis zu zwei Wohnungen. In den Modernisierungsprogrammen gilt keine Einschränkung bei der Antragsberechtigung. Diese werden besonders aufgrund der geringen Darlehenshöhen von 10 000 Euro bis 50 000 Euro gern genutzt. Die Möglichkeit von kostenfreien Sondertilgungsmöglichkeiten innerhalb der Zinsbindungsphase erleichtert besonders alteingesessenen Eigenheimbesitzern den Entschluss, ihre altersschwache Heizungsanlage, undichte Fenster oder ein ungedämmtes Dach unter energetischen Gesichtspunkten zu erneuern. Für diese Darlehen gilt die einfache Formel: „Je höher die Energieeffizienz, desto niedriger der Zinssatz“. Besonderen Anreiz bietet das über den Freistaat Thüringen aufgelegte Programm zur Schaffung von Wohneigentum in der Stadt, das Wohneigentumsprogramm WEP. Mit Darlehenszinsen von jährlich zwei Prozent während einer Zinsbindung von zehn Jahren und zwei Prozent Tilgung bietet es Bauherren und Käufern in Zeulenroda-Triebes, Weida, Ronneburg und Greiz günstige Darlehen für den Neubau/Ersterwerb; Um- und Ausbau sowie Bestandserwerb. Angesprochen sind besonders junge Ehepaare, die nicht länger als fünf Jahre verheiratet sind, Haushalte mit einem Kind, Haushalte ab zwei Haushaltsmitgliedern, von denen mindestens einer mit einem Grad von 80 schwerbehindert ist.
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Ein Leben lang Augen im Blick
Augenoptiker Gisela und Adelbert Schaarschmidt feiern gemeinsam 60. Meisterjubiläum Von Katja Grieser Greiz. Kurios ist es schon: Nur zehn bis zwölf Handwerksmeister pro Jahr feiern in Ostthüringen ihr 60. Meisterjubiläum. In Greiz konnte gleich zwei Meistern gestern gratuliert werden. Das Ehepaar Gisela und Adelbert Schaarschmidt hat am gleichen Tag vor 60 Jahren die Augenoptikermeisterprüfung abgelegt. Kennen gelernt haben sich die Greizer bereits vor 1950, in dem Augenoptikgeschäft von Gisela Schaarschmidts Großvater. Dort begann ihr künftiger Mann seine Lehre. Anders als seiner Frau wurde ihm dieser Beruf nicht schon in die Wiege gelegt. „Mit der Optik hatte in meiner Familien keiner etwas zu tun“, sagt der 80-Jährige. In dem Greizer Unternehmen, das es seit 1875 gibt, lernte Adelbert Schaarschmidt das Handwerk. Nachdem das Paar ausgelernt hatte, ging es nach Jena. „1949 sind wir beide zum Studium gegangen“, erinnert sich Gisela Schaarschmidt. In Vollzeit und somit in nur zwei Jahren konnten die beiden Greizer ihre Meisterprüfung machen. Gleich danach übernahm Gisela Schaarschmidt das Geschäft in Greiz, hielt seit 1951 die Fäden in der Hand. Nachdem Adelbert Schaarschmidt zwischenzeitlich bei einem anderen Optiker tätig war, arbeitete er seit 1954 wieder mit seiner Frau zusammen. Heute führt Sohn Karsten Schaarschmidt, Optometrist und Augenoptikmeister, das Geschäft. Trotzdem ist das seit 2. August 1955 verheiratete Ehepaar noch häufig bei „Augenoptik Ebert“ in der Bruno-Bergner-Straße zu sehen. „Wir sind ja schon kürzer getreten, aber Spaß macht uns die Arbeit noch“, gesteht Adelbert Schaarschmidt. Und solange sich die beiden Augenoptiker fit fühlen, werden sie wohl noch mitarbeiten. Wenn die Schaarschmidts auf die 60 Jahre in ihrem Beruf zurückblicken, sind sie dankbar für die Möglichkeiten, die sich heute in der Augenoptik bieten. „Es ist nicht zu vergleichen mit damals“, sagt die 82-Jährige. Heutzutage wird mit modernster Technik gearbeitet, die Gläser werden nicht mehr per Hand geschliffen, die Augen elektronisch vermessen. In der DDR kam noch hinzu, dass sie mitunter monatelang auf Gläser warten mussten. An Gleitsichtbrillen, die es seit 1959 gibt, war in der DDR nicht zu denken. Noch kurz vor der Wende haben die Greizer Augenoptiker ein Schreiben bekommen, in dem stand, dass in den nächsten 20 Jahren mit Gleitsichtgläsern nicht zu rechnen sei, erinnert sich Gisela Schaarschmidt amüsiert. Beobachten konnten Gisela und Adelbert Schaarschmidt, dass sich die Menschen oftmals nur stiefmütterlich um ihre Augen kümmern. „Die tun halt nicht weh“, so die Jubilarin, die sich wünscht, dass die Leute sorgsamer mit ihren Augen umgehen. |
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Vom Wetter fasziniert und an Zahlen interessiert
Hobby-Meteorologe Heinrich Popp erzählt Clodra (OTZ/Diana Ruder). Zweimal täglich kontrolliert Heinrich Popp aus Clodra die Tagestemperaturen und Niederschläge an seiner kleinen Wetterstation im Garten. Seit Juni 1993 vermerkt er akribisch alle Werte und die Charakteristik des Geschehens am Himmel. In diesem Jahr war es bis Mai ziemlich kühl und niederschlagsreich. „Erst ab Juni stellte sich das Sommerwetter ein“, erklärt der Hobby-Meteorologe. Im Monat Juli habe der Sommer dann so richtig zugeschlagen, so Popp weiter. Bei Temperaturen weit über 30 Grad nahm die warme Jahreszeit unangenehme Ausmaße an. Nach der großen Hitze kam dann der große Regen. Heinrich Popp verzeichnete innerhalb von zwei Tagen 58 Liter Regen pro Quadratmeter. In einer weiteren Wetterstation in Gommla, mit der Popp seine Messergebnisse abgleicht, wurde mit 106 Litern beinahe doppelt so viel Niederschlag gemessen. „Solche enormen Wassermengen innerhalb von zwei Tagen sind wirklich außergewöhnlich“, meint Popp. Die Differenzen erklären sich durch einen Unterschied von etwa 100 Höhenmetern. So ist es in Gommla durchschnittlich ein bis zwei Grad kühler und es fällt mehr Niederschlag als in Clodra. Die Regenmengen, die im Juli des vergangenen Jahres fielen, seien bereits jetzt um ein Vielfaches überstiegen, so Popp. Die höchste Tagestemperatur betrug vor einem Jahr in Clodra 29 Grad. In diesem Jahr stieg das Quecksilber schon weitaus höher. Heinrich Popp erklärt, dass der im Dorf bekannte Satz „Clodra ist die Goldene Aue“ eine Wetterweisheit sei, die auch er schon beobachtet habe: Die Winde wehen meist aus westlicher Richtung und treiben die Wetterfronten vor sich her in die Greizer Region. Auf Höhe der Ortschaft Hohenleuben würden sich diese Fronten aufteilen und in Richtung Gera und Greiz abziehen, so Popp. Die Lage von Clodra in diesem Wettergeschehen ist beinahe zentral, so dass der Ort von schweren Unwettern verschont bleibt. „Ich habe mich schon immer fürs Wetter interessiert und für Zahlen kann ich mich sowieso begeistern“, sagt der frühere Mathematiklehrer. Angefangen hatte alles damit, dass er einen Regenmesser geschenkt bekam. „Man muss bei Wind und Wetter raus, aber das macht einem Meteorologen nichts aus“, fügt der Clodraer an. Ohne Geduld und Ausdauer funktioniere Wetterkunde nicht. Wie gefragt sein Wissen und seine Messungen sind, erfährt er immer dann, wenn Bürger bei ihm das Wettergeschehen nachfragen, weil sie etwa Blitzschäden an Versicherungen melden müssen. In einer Sache bleibt der Hobby-Wetterfrosch eisern: „Ich sage nichts voraus. Ich schreibe nur auf, wie das Wetter war. So bleibe ich ein ehrlicher Mensch.“ Die monatlichen Wetter-Zusammenfassungen veröffentlicht Heinrich Popp seit Oktober 1995 in der „Bergaer Zeitung“ und seit Februar 2007 im Greizer „Heimatboten“ zu lesen. |
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Jauchzet dem Herrn
Erhebender Gesang des Chores „Les amis du chant“ aus Luxemburg in Greizer Stadtkirche Text & Bild Antje-Gesine Marsch Minutenlanger Beifall und stehende Ovation krönten am Dienstagabend das Konzert des Chores „Les amis du chant“ aus Luxemburg, das über zweihundert Gäste in die Greizer Stadtkirche „St.Marien“ zog. Morgens Frühstück in Eisenach, Auftritt und Übernachtung in Greiz, am Mittwoch Konzert in der Dresdner Kreuzkirche, Donnerstag in Potsdam – die Liste der Tournee-Stationen ist lang, wie Stadtkantor Oliver Scheffels einleitend sagte, der sich über die Veranstaltung „sehr glücklich schätzte“. Wenn geistliche Chormusik eine Möglichkeit der Begegnung mit Gott ist, dann war dies eine ganz besondere. Die dreißig Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Fränz Theis boten in ihrem Programm einen Querschnitt durch das einzigartige Repertoire, das von „Jauchzet dem Herrn“ von Heinrich Schütz (1585-1663) über das „Abendlied“ von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) bis hin zu dem zeitgenössischen „Magnificat“ von Arvo Pärt (geb. 1935) reichte. Einfühlend und getragen interpretierten die Choristen im gemischten Chor, aber auch in solistischen Ensembles die Stücke, die gut artikuliert und homogen im Klang vorgetragen wurden. Vor allem der stimmliche Bogen, der vom feinsten Pianissimo bis zum kräftigen Forte gespannt wurde, zeugte vom Können der Sänger. Besonders ergreifend erklang das „Miserere mei“ von Gregorio Allegri (1582-1652), eine berühmte Vertonung des 51. Psalms. Das Stück ist ein Satz für neun Stimmen, die sich auf zwei abwechselnde Chöre verteilen. Der fünfstimmige Chor begann im Altarraum mit einer einfachen Version, der vierstimmige sang von der Empore eine verzierte, die von der Sopranistin sogar das Hohe C abverlangte. Das von Komponisten aller Epochen vertonte „Ave Maria“ wurde gleich in zwei Fassungen intoniert: Die Frauen sangen das berühmte musikalische Gebet von Engelbert Humperdinck (1854-1921), die Männer eine Komposition von Franz Biebl (1906-2001). Instrumental konnte man an diesem Abend den 31-jährigen Gilles Leyers erleben, der auf der Kreutzbach-Jehmlich-Orgel virtuos Stücke von Johannes Brahms (O Gott, du frommer Gott) und Sigfried Karg-Elert (Valse mignonne) zu Gehör brachte. Ein besonderer Dank gebührte an diesem Abend Dr. Thomas Jäger, der den Konzertabend organisierte. Einen Sänger des Chores, Marc Jacqué, kannte der Greizer Arzt noch aus gemeinsamen Zeiten an der Homburger Universität. Da der Kontakt auch nach Jägers Weggang nie abbrach, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Anruf aus dem Großherzogtum kam, ob man nicht einmal im vogtländischen Greiz auftreten könne.
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Trinkwasser-Badern droht saftiges Bußgeld Die Thüringer Fernwasserversorgung (TFV) will verstärkt gegen das Baden in Trinkwassertalsperren sowie das Grillen an deren Ufern vorgehen. Wie TFV-Pressesprecher Sten Schmidt am Mittwoch erklärte, beobachte man seit Beginn der Hitzeperiode mit Sorge immer mehr illegale Badende in den Trinkwasser-Stauseen. Jens Voigt / 29.07.10 / OTZ Erfurt/Zeulenroda. Absoluter Schwerpunkt seien dabei in Ostthüringen die Talsperren Weida und Zeulenroda, wo etwa nahe der benachbarten Feriensiedlungen täglich ganze Schwimmer-Kohorten und Kindergruppen im Wasser anzutreffen seien. "Auch wenn mancher glaubt, ein Badender könne kaum Schaden anrichten, zumal 2012 dort ohnehin der Trinkwasser-Status entfällt es gilt nun einmal das absolute Verbot in Trinkwasserschutzzonen", unterstrich Schmidt. Verunreinigungen könnten nicht nur von Menschen im Wasser ausgehen, sondern würden häufig durch ebenso illegal abgestellte Fahrzeuge verursacht. "Austretendes Kühlmittel von Auto-Klimaanlagen ist der größte Schrecken für uns", erklärte Schmidt, die Wirkung sei mit der von Ölen vergleichbar. Zwar würden die Wasserwerke jegliche Verschmutzung aus dem Trinkwasser entfernen, doch mit jeder Belastung verteuere sich auch die Aufbereitung. Zudem gefährdeten illegale Badende sich selbst, so Schmidt. "Talsperrenufer sind häufig steil und wenig bewachsen, die Wasserentnahme kann Strömungen verursachen, mit denen niemand rechnet." Da andererseits die Talsperren nicht wie offizielle Badeseen überwacht würden, gingen Trinkwasser-Schwimmer ein doppeltes Risiko ein. Auch das Picknicken oder Grillen am Ufer berge Gefahren: "Glimmende Zigarettenkippen und zurückgelassene Grillutensilien haben in den vergangenen Jahren bereits Waldbrände an Stauanlagen ausgelöst", verdeutlichte der TFV-Sprecher. Bade- und Grillsündern im respektive an Trinkwasser-Reservoirs drohen laut TFV Bußgelder im dreistelligen Euro-Bereich. Man sei in Kontakt mit den jeweils zuständigen Ordnungsbehörden der Kommunen, damit diese ihre Kontrolltätigkeit noch intensivieren, gerade auch an den Talsperren Weida und Zeulenroda, betonte Schmidt. An anderen Talsperren, etwa Heyda bei Ilmenau, würden Polizei und Ordnungsämter bereits "ziemlich streng" vorgehen. Beim Ordnungsamt der Stadt Zeulenroda-Triebes als größter Talsperren-Kommune war vom verschärften Vorgehen gegen illegale Bader und Picknicker noch nichts bekannt. Amtschef Dietmar Reich signalisierte, eine genaue Prüfung vorausgesetzt, schon mal grundsätzlich Entgegenkommen: "Im Zuge von Routinekontrollen achten unsere Beschäftigten natürlich auch auf die Einhaltung der Regeln in der Trinkwasserschutzzone." So würde der Mitarbeiter, der sommers für die Aufsicht über die Liegeflächen am ehemaligen Strandbad zuständig sei, auch ein Auge darauf haben, dass die Sonnenhungrigen an Land bleiben. Bußgelder wegen schwerer Badesünden seien freilich bisher noch nicht verhängt worden. Anders hingegen bei illegal am Ufer abgestellten Fahrzeugen: "Da ist schon einiges zusammen gekommen", so Reich. |
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Acht neue Kanaldeckel in der Hohen Straße Zeulenrodas
Acht Kanaldeckel erneuert werden noch bis vorraussichtlich Donnerstag früh in der Hohen Straße, Abschnitt Elsterberger Straße bis Seelingstraße. Ute Flamich / 28.07.10 / OTZ Zeulenroda. Die Baumaßnahmen werden von den Wasserversorgungs- und Abwasserbehandlungswerken Zeulenroda (WAZ) seit vergangenem Montag durchgeführt. Lkw dürfen in dieser Zeit den Bauabschnitt nicht passieren, für Pkw ist der Verkehr freigegeben. Drei Arbeiter sind derzeit noch dabei, acht mindestens 70 Kilogramm schwere Kanaldeckel aus DDR-Zeiten gegen neue eines anderen Bautyps auszutauschen und in die Straße einzupassen. "Die neuen Deckel werden in den Asphalt eingewalzt und passen sich den Temperaturen und dem Asphalt an. Sie bewegen sich quasi mit dem Asphalt", sagte gestern Matthias Schenker, Meister im Abwasserbereich der WAZ, auf Nachfrage. Von Anwohnern sei der Zweckverband auf die Lärmbelästigung hingewiesen worden, die entstehe, wenn Autos über die lockeren Kanaldeckel gefahren sind. Natürlich habe man auch an den kommenden Winter gedacht und die damit verbundenen Gefahren, wenn sich das Material zusammenziehe, sagte WAZ-Werkleiter Udo Gerstenberger. "Wir haben auch den Bauzeitraum gewählt, weil jetzt noch Ferien sind und keine Schulbusse verkehren. Sonst wäre das so nicht möglich gewesen." Die Kosten der Betonierarbeiten in der Hohen Straße belaufen sich auf etwa 4000 Euro. |
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Mohlsdorfer Parcours für gut befunden
Sachsens Landestrainer im Gespannfahren Steffen Scholz zur Stippvisite beim Reit- und Fahrverein (RFV) Mohlsdorf. Peter Reichardt / 29.07.10 / OTZ Mohlsdorf. Wie stellt sich der Vorbereitungsstand der Thüringer Landesmeisterschaft 2010 im Gespannfahren dar ? Welche Probleme und Besonderheiten des Parcoursgeländes in Mohlsdorf gilt es zu beachten und zu bewältigen? Diese und noch mehr Fragen stellte sich der sächsische Landestrainer im Gespannfahren, Steffen Scholz, vergangene Woche bei seiner Stippvisite beim RFV Mohlsdorf, der erneut mit der Austragung der Thüringer Landesmeisterschaft im Vierspänner- und Einspännerfahren vom Thüringer Reit- und Fahrverband betraut wurde. Am kommenden Wochenende vom 30. Juli bis 1. August will man diese Herausforderung wieder meistern, so Hubert Jäschke vom RFV Mohlsdorf. Natürlich nutzten die Pferdefreunde des RFV Mohlsdorf die Gunst der Stunde, um unter Anleitung des sächsischen Landestrainers eine Trainingseinheit zu absolvieren und seinen fachmännischen Rat sowohl zum Leistungsstand der Gespanne wie auch des Könnens der Fahrer zu hören und zu beherzigen. Insbesondere Hubert Jäschke aus Mohlsdorf mit seinem neu zusammengestellten Vierspänner war an der Einschätzung von Steffen Scholz sehr interessiert, aber auch Jana Schaller mit ihrem Einspänner bekam noch manch guten Rat aus berufenem Munde. Spannung in den Zügeln, gehen lassen bei der Tempoerhöhung, Haltung der Pferde beachten und vieles mehr Steffen Scholz er stammt aus Langenbernsdorf und startet selber am kommenden Wochenende bei den offenen Thüringer Landesmeisterschaften in Mohlsdorf gab so manch guten Rat. Er zeigte sich begeistert vom anspruchsvollen Parcoursgelände, da dieses ein ideales Areal auch und insbesondere für junge Pferde sei. Interessant, dass sich nach seiner Einschätzung in den vergangenen Jahren das Niveau dieser Meisterschaft sowohl qualitativ als auch quantitativ ständig verbessert habe und damit auch in diesem Jahr mit einem spannenden Wettkampfgeschehen an den drei Wettkampftagen zu rechnen sei. Erfreulich ist die Breite der gemeldeten Vierspänner, die den anspruchsvollen Parcours meistern wollen, wobei das spektakulärste Hindernis wohl die Wasserdurchfahrt beim Marathonfahren am Sonnabend darstellt, so Steffen Scholz. Auch für die Einspänner wird der Wettkampf nicht einfach, schätzte er ein. Stellt doch die Thüringer Landesmeisterschaft für viele Sportfreunde die letzte Möglichkeit für die Qualifizierung zum Bundeschampionat im Einspännerfahren in Moritzburg (Schweres Warmblut) bzw. in Warendorf (Deutsches Reit- und Fahrpferd) dar. Ein spannendes pferdesportliches Wochenende steht den Pferdesportfreunden in der Region ins Haus, schätzte Steffen Scholz diese Thüringer Landesmeisterschaft 2010 vom 30. Juli bis 1. August ein und freut sich schon auf seinen Start in Mohlsdorf. |
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Mit Übungsleiter-Kollektiv in neue Saison Fußball: Hohndorfs Trainer Frank Spörl gibt alleinige Verantwortung ab Von Jürgen Stefaniak Hohndorf (OTZ/j. st.). Platz sieben mit 43 Punkten und 13 gewonnenen Partien - so sieht die Bilanz des Hohndorfer SV nach 28 Punktspielen in der Fußball-Kreisliga-Saison 2009/ 2010 aus. Es war die erste Spielzeit mit Frank Spörl als verantwortlichem Mann auf der Trainerbank. Zu den 28 Punktspielen kamen zwei Pokalspiele hinzu. Nach dem Freilos in der ersten Runde wurde beim Greizer SV mit 4:2 gewonnen und in der dritten Runde beim FSV Ronneburg 2:3 verloren. Der 37-jährige Zerspanungsmechaniker Spörl setzte insgesamt 27 Spieler ein, davon zwei Torleute. Alle 30 Pflichtspiele absolvierte keiner von ihnen. Libero Mario Bindig spielte 28 Mal. Es folgten Marcus Lang (Rechtsverteidiger) mit 26 Einsätzen und die Routiniers Michael Strauß (Sturm - 25) sowie Stefan Krauß (Mittelfeld- 24 Spiele). Mit dreizehn Treffern war Kapitän Strauß der beste Torschütze. Hinter ihm rangierten mannschaftsintern Matthias Floß (zwölf Tore) und Stefan Krauß (neun Treffer). Neben dreizehn Siegen stehen auch elf Niederlagen auf dem Konto des Hohndorfer Teams. Trotzdem gelang diesem gegen drei Mannschaften so genannte Sechs-Punkte-Spiele. Das heißt, sowohl zu Hause als auch auswärts wurde gegen diese Kontrahenten gewonnen. Praktisch gelang dies gegen die SG Braunichswalde (2:1-A/ 1:0-H), gegen die Langenwolschendorfer Kickers (4:3-H/7:1-A) und den SSV 1938 Großenstein (1:0-H/4:2-A). „Negativ in unserer Saisonbilanz wirken die 59 gelben sowie die je drei gelb-roten und roten Karten. Das ist eindeutig zu viel“, bilanziert Spörl. In dieser negativen Liste nennt er den Namen Matthias Floß mit elf gelben und einer gelb-roten Karte zuerst. Dahinter folgen Michael Strauß mit sieben gelben und einer roten Karte sowie Jens Kuderer mit sieben gelben und einer gelbroten Karte. Aus beruflichen Gründen hat Frank Spörl die alleinige Trainerverantwortung für die Mannschaft abgegeben. Er wirkt jetzt im dreiköpfigen Übungsleiterkollektiv als Torwarttrainer mit. Zu diesem gehören Manuel Schädlich (Trainer) und Michael Strauß (Co-Trainer). |
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| 29. Juli 2010 /OTZ | ||||||||
Kurz notiert: |
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In Schule eingebrochen Greiz (OTZ). Unbekannte Täter brachen in der Nacht zum Dienstag in das Gebäude des Staatlichen Gymnasiums in der Heinrich-Fritz-Straße ein. Sie entwendeten aus dem Sekretariat Computertechnik im Wert von rund 1300 Euro. Es werden Zeugen gesucht. Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Greiz, Tel.: (03661) 62 10. Karikatur des Tages
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