28. Juli 2010 /OTZ

Verhaltene Schnäppchenjagd

Bis zu 50 Prozent reduzierte Sommermode gibt es derzeit im KBK Shop in Greiz.
Bis zu 50 Prozent reduzierte Sommermode gibt es derzeit im KBK
Shop in Greiz.
Foto: OTZ/Katja Grieser

Geschäfte locken mit Rabatten bis zu 50 Prozent - Käufer zurückhaltend

Von Katja Grieser Greiz.

Von einer Schnäppchenjagd kann in der Region derzeit nicht gesprochen werden. Die Käufer sind zurückhaltend, trotz Sommerschlussverkauf (SSV). Im „KBK Shop“ in der Greizer Schloßbergstraße beispielsweise seien die Kunden weniger hinter SSVAngeboten her. Vielmehr sei es die neue Ware, die sie interessiere. Zwar machen die großen roten Schlussverkauf-Werbeschilder neugierig, doch gekauft werde letztlich meist die nicht gesenkte Ware. Dass die Kundschaft auch nach Abschaffung des offiziellen Sommerschlussverkaufs regelmäßig danach fragt, konnte Silvia Biering aus der Greizer Brückenstraße feststellen. Dort hat sie zwei Modegeschäfte, „Italo-Fashion“ und „Natur pur“. „Meine Stammkunden bekommen aber immer, unabhängig vom Schlussverkauf, kleine Rabatte“, sagt sie. Klagen kann sie in diesem Sommer nicht, die Kleidung habe sich gut verkauft. „Es sind zwar ein paar Sachen übrig geblieben, aber ich musste auch nachbestellen. Sonst wäre ich schlecht über die heißen Tage gekommen“, so Silvia Biering. Dass die Einzelhändler die Frühjahrs- und Sommermode in diesem Jahr gut an den Käufer gebracht haben, bestätigt auch Knut Bernsen, Landesgeschäftsführer des Thüringer Einzelhandelsverbandes. „Deshalb wird jetzt im Schlussverkauf auch nicht mehr jede Ware in jeder Größe zu bekommen sein“, sagt er. Bisher seien die Thüringer Einzelhändler mit dem Verkaufsjahr zufrieden und ein ebensolches Ergebnis erwarte Bernsen auch für den seit Montag laufenden SSV. Dass gerade bei Kleidung dieUmsätze wetterabhängig sind, konnte Bernsen wieder beobachten. Die sommerlichen Temperaturen der letzten Wochen seien einerseits verkaufsfördernd gewesen. „Wenn es allerdings 35 Grad Celsius und mehr sind, entscheiden sich dann doch viele lieber fürs Freibad als fürs Einkaufen“, so der Landesgeschäftsführer. Da


Die Herbst- und Winterware drückt bereits.

Knut Bernsen, Landesgeschäftsführer des Thüringer Einzelhandelsverbandes


sich das Wetter jedoch wieder etwas normalisiert habe und es immer noch Ferien- und Urlaubszeit ist, blickt er optimistisch auf den Schlussverkauf. Da es beim SSV in erster Linie darum geht, die Lager leer zu räumen - „die Herbst- und Winterware drückt bereits“ -, sind die Rabatte entsprechend hoch. „Bundesweit liegen sie bei bis zu 70 Prozent“, weiß Bernsen. In der Region haben die Einzelhändler die Ware laut Verbandsumfrage um die 50 Prozent reduziert. Bis zu 50 Prozent hat „KBK“ gesenkt, bei Lederwaren Langer in der Brückenstraße kann der Kunde Sommertaschen und weitere Einzelteile ebenfalls zum halben Preis bekommen. „Die Händler wollen die Ware einfach loswerden, ein Top oder Sandalen lässt man ungern ewig liegen“, erklärt Bernsen die teils hohen Preisnachlässe. Die Mode sei nun mal so schnelllebig, dass manches Kleidungsstück im nächsten Jahr eben buchstäblich nicht mehr tragbar sei und somit zum Ladenhüter wird. Vor allem für Bekleidungsgeschäfte ist der SSV noch immer eine gute Möglichkeit, Platz zu schaffen. „Die Teilnahme ist hier deshalb auch recht geschlossen“, so Knut Bernsen. Aber selbst Bau- oder Elektromärkte würden die Schlussverkaufszeit nutzen. Zum Vorteil für den Kunden, bei dem die Schlussverkäufe in der Regel immer noch gefragt seien - wenn sich der Käuferansturm hier auch in Grenzen hält.

Kommentar

Stimmung gut, alles gut

Von Katja Grieser

Das Einzelhandelsgeschäft ist stimmungsabhängig. Geht es den Leuten gut, müssen sie weniger um ihre Arbeitsplätze bangen, wird auch mehr gekauft. Das leuchtet ein. Knut Bernsen, Landesgeschäftsführer des Thüringer Einzelhandelsverbandes, konnte aber noch etwas feststellen. Offenbar ist auch die Fußball-WM buchstäblich ein Kassenschlager gewesen. Und zwar nicht nur bezüglich Fantrikots. Während des vierwöchigen fußballerischen Ausnahmezustands habe auch das Einzelhandelsgeschäft geboomt. Bernsen führt das auf die gute Stimmung im Lande zurück, für die vor allem das Abschneiden der deutschen Elf verantwortlich gewesen sein dürfte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass die Männer, um in Ruhe Fußball gucken zu können, den Frauen einfach ihre Kreditkarten überlassen haben. Den Händlern dürfte der Grund egal sein - Fußballfans sind sie nun aber gewiss alle.

In der Region gefragt

Sind Sie ein Schnäppchenjäger?

Umfrage: Diana Ruder und Ute Flamich

Katrin Köber (44), Zeulenroda- Triebes:
Ich bin keine Schnäppchenjägerin, auch wenn gerade Sommerschlussverkauf ist. Ich muss jetzt nicht auf den Wühltischen stöbern und zwangsläufig in den Geschäften nach reduzierter Ware suchen. Was kommt, kommt. Wenn ich etwas Günstiges sehe, dann überlege ich schon. Aber eigentlich kaufe ich mir meine Bekleidung, wie ich sie brauche.

Doris Oschatz (30), Greiz:
Ja, ich bin eine Schnäppchenjägerin. Egal, ob Klamotten, Schuhe, Schmuck oder Taschen - ich gehe gern mal shoppen und stöbern. Wenn es günstig ist und mir gefällt, umso besser. Auch in Zeulenroda findet man einige schöne Schnäppchen derzeit. Es lohnt sich auf jeden Fall, mal in die Geschäfte zu schauen. Ich kaufe aber auch gern und günstig übers Internet.

Markus Feustel (29), Greiz:
Früher war ich sehr oft auf Schnäppchenjagd. Aber nun sind meine Kleiderschränke mehr als voll. Da besteht einfach nicht der Bedarf, dass ich mir jetzt unbedingt etwas Neues zum Anziehen kaufe. Ich werde also dieses Jahr die vielen angebotenen Rabatte ausschlagen. Eher muss ich wohl mal zu Hause ausmisten, bevor ich mir etwas kaufen werde.

Romy Rothmeyer (51), Langenwetzendorf:
Nein, ich würde mich nicht als Schnäppchenjägerin bezeichnen. Ehrlich gesagt, habe ich dafür gar keine Zeit. Es lohnt sich sicher, mal in den Geschäften nach guten Angeboten zu stöbern, aber extra in eine Großstadt fahren und den Sommerschluss so richtig zu nutzen, das mache ich nicht, da bin ich zu faul und habe auch einfach keine Zeit.

Gisela Ludwig (70), Greiz:
Nein, ich bin keine Schnäppchenjägerin. Erst vorige Woche habe ich mir ein neues Kleidungsstück gekauft - aber da waren die Händler noch nicht so stark mit den Preisen runter gegangen wie in dieser Woche. Ich schaue schon aufs Geld und freue mich dann auch, wenn ich zufällig etwas Günstiges finde. Aber bei mir muss vor allem die Qualität stimmen, sonst hat man ja nichts davon, auch wenn es schön billig war.

Heike Stößel (46), Triebes:
Ich würde sagen, dass ich eine halbe Schnäppchenjägerin bin. Ich schaue nicht nur nach den Preisen, sondern auch danach, was dahinter steckt, nach der Qualität eines Produktes. Also ich kaufe kein Schnäppchen um jeden Preis. Wenn ich nach Angeboten Ausschau halte, dreht es sich dabei meistens um Anziehsachen. Leider fehlt mir oft die Zeit, um einkaufen zu gehen.


28. Juli 2010 /OTZ

Spektakel an der Göltzschtalbrücke

Voriges Jahr erlebten 3500 Zuschauer die Glanzlichter auf der Freilichtbühne in Zwickau.
Voriges Jahr erlebten 3500 Zuschauer
die Glanzlichter auf der Freilichtbühne
in Zwickau.
Foto: Kultur Z. GmbH

Glanzlichter 2010 bietet eine Mischung aus Musik, Laser, Feuer und Projektion

Von Katja Grieser Netzschkau.

Zufrieden stellend sei der Vorverkauf für Glanzlichter 2010 gelaufen, schätzt Jürgen Flemming, Prokurist der Kultur Z. GmbH Zwickau ein. Die veranstaltet am Sonnabend gemeinsam mit der Vogtland Kultur GmbH und der Laser Event Company Eibenstock das Multimediaspektakel an der Göltzschtalbrücke. Flemming hofft jedoch, dass sich trotzdem noch zahlreiche Musikfans aus der Region am Sonnabend kurzentschlossen auf den Weg machen. Mit rund 2000 Besuchern rechnet er. Im vergangenen Jahr in Zwickau auf der Freilichtbühne hatten 3500 Zuschauer die Glanzlichter gesehen. Mit Glanzlichter 2010 erlebt das Göltzschtalbrückengelände im sächsischen Netzschkau wieder eine große Kulturveranstaltung. Nachdem Philharmonic Rock am gleichen Ort einst große Erfolge feiern konnte, soll nun Glanzlichter die Zuschauer wieder an das Brückenbauwerk locken. Musikalisch wird die Band „Invisible Touch“ mit Hits von Genesis und Phil Collins für Unterhaltung sorgen. In den Abend starten wird zuvor die Gruppe Abalance, eine Abba-Revival- Combo. Einlass ist ab 18.30 Uhr, das Programm bewerden ginnt 20 Uhr. „Die Vorband“, so Jürgen Flemming, „wird etwa eineinhalb Stunden spielen.“ Danach wird es eine halbe Stunde Umbaupause geben, bevor „Invisible Touch“ rocken werden. Doch nicht nur akustisch, sondern auch visuell sollen die Zuschauer verwöhnt werden. Die Laser Event Company plant eine nach eigenen Angaben gigantische Mischung aus Laser, Feuer und Projektion. Das Besondere daran sei, dass die Göltzschtalbrücke nicht nur als Kulisse dient, sondern die Laser- und Pyrotechniker bewerden sie richtig in ihre Show einbinden. Mit der neuen Technik, die aus dem Hause Jenoptik stammt, sei es möglich, mehr aus den örtlichen Gegebenheiten rauszuholen. Das etwa zweieinhalbstündige Hauptkonzert wird also von 3D-Laserraumfiguren, 2D- und 3D-Lasergrafikanimationen sowie Lichtsequenzen untermalt. Der Veranstalter verspricht ein faszinierendes Konzerterlebnis. Vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse zur Loveparade in Duisburg weist Jürgen Flemming darauf hin, dass es auf dem Veranstaltungsareal zahlreiche Möglichkeiten gibt, das Gelände zu verlassen. „Die Loveparade in Duisburg ist in keinster Weise mit unserer Veranstaltung zu vergleichen“, betont er. Seit Jahren organisiert Flemming nun schon Veranstaltungen, könne überhaupt nicht verstehen, wie man ein solches Großevent mit nur einem Ein- und Ausgang, der noch dazu durch einen Tunnel führt, planen kann. „Das ist mir völlig unklar“, sagt er. Parkplätze am Veranstaltungsgelände sind rar, so dass die Besucher einen kleinen Fußmarsch in Kauf nehmen müssen. Einen Shuttleservice gibt es nicht. Karten gibt es unter anderem im Pressehaus der OTZ Greiz, Burgplatz 10.


28. Juli 2010 /OTZ

Erstmals einheitliches Gastgeberverzeichnis

Tourismusverbände arbeiten zusammen

Greiz (OTZ).

Erstmals wird es ein einheitliches Gastgeberverzeichnis der beiden Tourismusverbände „Tourismusverband Vogtland e. V.“ und „Thüringer Vogtland Tourismus e. V.“ geben. „Das ist ein weiterer und wichtiger Schritt hin zu einer gemeinsamen Urlaubsregion Vogtland“ sagt Sabine Casper, Geschäftsführerin des Thüringer Vogtland Tourismus e. V. Für 2011 sollen alle Vermieter des Vogtlandes die Möglichkeit haben, sich im gemeinsamen Print-Produkt der beiden Tourismusverbände zu präsentieren. „Die hohe Nachfrage über die Internetseiten des Tourismusverbandes Vogtland e. V. (www.vogtlandtourist.de) und des Thüringer Vogtland Tourismus e. V. (www.thueringenvogtland.de) sowie auf Messen und Präsentationen seien Beleg dafür, wie gefragt das Gastgeberverzeichnis sei. Um die regionale Zugehörigkeit der Vermieter innerhalb des Vogtlandes transparent darstellen zu können, planen die Macher im neuen Gastgeberverzeichnis die einzelnen Orte nicht mehr von A bis Z zu listen, sondern auf regionale Teilgebiete des Vogtlandes umzustellen. Ansprechpartner und Koordinator des Gastgeberverzeichnisses „Gastgeber im Vogtland 2011“ wird der Tourismusverband Vogtland e. V., Tel.: (03744) 18 88 60, Fax (03744) 1 88 86 59, E-Mail info@ vogtlandtourist.de.


28. Juli 2010 /OTZ

Weida im Weltrekordfieber

Bei der Generalprobe für den Weidaer Domino-Tag. Auch wenn der neue Weltrekord schon so gut wie sicher ist, stellt sich die Stadt das ehrgeizige Ziel, dass am Sonnabend 1000 Menschen samt Matratze beim Matratzen-Domino mitwirken. Ernst wird es ab 17 Uhr auf dem Sportplatz „Roter Hügel“.
Bei der Generalprobe für den Weidaer Domino-Tag. Auch wenn der
neue Weltrekord schon so gut wie sicher ist, stellt sich die
Stadt das ehrgeizige Ziel, dass am Sonnabend 1000 Menschen
samt Matratze beim Matratzen-Domino mitwirken. Ernst wird es
ab 17 Uhr auf dem Sportplatz „Roter Hügel“.
Foto: Stadtverwaltung

Spannung steigt vor dem Matratzendomino am Sonnabend auf dem Roten Hügel

Von Uwe Müller Weida.

Sonnabend ist Domino-Tag in Weida: In der Osterburgstadt soll der Weltrekord im Matratzendomino geknackt werden. Die Stadt träumt vom Sommermärchen, das auf dem Fußballplatz „Roter Hügel“ wahr werden möge und die Wiege des Vogtlandes ins Guinnessbuch der Rekorde bringt. Beim Bier hatten Matratzenfabrikant Gerd Breckle und Bürgermeister Werner Beyer (parteilos) zur 800-Jahr-Feier der Stadt die Idee ausgeheckt: 1000 Menschen mit 1000 Matratzen fallen wie Dominosteine um. Den Rekord haben die Weidaer schon so gut wie in der Tasche. Mehr als 400 Anmeldungen liegen bereits vor. Kommen sie alle, ist der bisherige Rekord von 256 Matratzen im Handumdrehen überboten. Doch die Weidaer wollen sich nicht ausruhen und in Sicherheit wiegen. Denn das Startgeld - es ist volkstümlich und beträgt einen Euro -kommt dem Weidaer Vereinssport zugute. Den Betrag verdoppelt Breckle. Beyer hofft, dass zudem die Kombination aus Matratzendomino und Fußballfest die Sportvereine in der Stadt etwas zusammenschweißt. Bürgermeister Beyer kann sich kaum vorstellen, dass angesichts dieser Aussichten ein Sportverein abseits steht. Und so ist mindestens halb Weida bereits im Weltrekordfieber. Jeder Domino-Teilnehmer erhält seine Weltrekord-Urkunde sowie freien Eintritt zur anschließenden Oldie-Party und kann eine Jubiläumsmatratze zum Schnäppchenpreis erwerben. Gestern gab’s die Generalbesprechung vor dem Großereignis. „Wir haben in den letzten Tagen vor allem Mundpropaganda gemacht, um möglichst viele Leute für Sonnabend zu mobilisieren“, erzählt der Bürgermeister. Beyer ist beeindruckt, wie es Breckle schafft, für so ein Spektakel eintausend Matratzen bereitzustellen. „Das zeichnet eben die Firma in ihrer Größe und Stabilität aus“, freut sich der Rathauschef über das Engagement des größten Arbeitgebers, der heuer sein 20-Jähriges feiert. Am Sonnabend wird Notar Curd-Stefan Zeiler auf dem „Roten Hügel“ sorgfältig die Teilnehmer am Weltrekordversuch registrieren, um das Ergebnis beglaubigen zu können. „Der Rasen ist wie ein Teppich“,


Es tut nicht weh und es passiert nichts. Unser Rasen ist wie ein Teppich.

Weidas Bürgermeister Werner Beyer


schwärmt der Bürgermeister - und will damit auch Kurzentschlossene ermuntern, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Denn entgegen ersten Ankündigungen sind auch am Veranstaltungsort noch Nachmeldungen möglich. Die Teilnehmer am Matratzendomino finden sich am Sonnabend um 17 Uhr an den Kassenhäuschen zwischen dem Hart- und dem Rasenplatz auf dem „Roten Hügel“ ein. Um 19 Uhr erfolgt der Aufruf, sich an die Matratzen zu begeben. Um 20 Uhr startet das Matratzendomino und spätestens eine halbe Stunde später wird das Ergebnis verkündet. Ab 21 Uhr ist dann Yester- Dance-Party im Festzelt. Übrigens: Matratzen muss niemand mitbringen, sie werden vom Veranstalter gestellt.


28. Juli 2010 /OTZ

Radelnde Schwimmer

Eine Ringelnatter, die sich gehäutet hat, haben Ina und Helge Gabriel aus Clodra an ihrem Teich entdeckt (oben). Dieses Foto hat Danny Drechsler in Gera geschossen (Mitte). Simone Hofmann und Kay Voß auf den Ergometern.
Eine Ringelnatter, die sich gehäutet hat,
haben Ina und Helge Gabriel aus Clodra an
ihrem Teich entdeckt (oben). Dieses Foto
hat Danny Drechsler in Gera geschossen
(Mitte). Simone Hofmann und Kay Voß auf
den Ergometern.

Leserbriefe und -dank sowie Schnappschüsse

Aufwachen

Zu „Einkaufserlebnis mit Rabatten und Prosecco“, OTZ vom 20. Juli:

Warum soll dieses Event nicht ein voller Erfolg werden, denn Hamburg und Greiz sind doch so ähnlich. Hamburg ist eine der attraktivsten Städte in Deutschland und die Greizer fahren seit 20 Jahren nach Plauen, Gera und Zwickau, um auch einmal das Gefühl des Shoppings zu erleben. Greiz hat eine wunderschöne Altstadt, aber an Lebensqualität kaum etwas zu bieten. Wo sind die Förderprogramme der Stadt und des Landkreises, um in unserer Region neue Arbeitsplätze zu schaffen, um damit die Stadt attraktiver werden zu lassen? Gerade für die Jugend wird nichts geboten und somit kann dem Abwandern kein Einhalt geboten werden. Wir sanieren in Greiz mehrmals die Schulen, bezahlen die Schulbildung und das Studium, um danach perspektivlose junge Menschen in die alten Bundesländer bzw. ins Ausland abwandern zu sehen. Ein Abend mit „Prosecco und Snacks“ stoppt diesen beängstigenden Trend nicht und auch der Bau der Vogtlandhalle ist nicht hilfreich dabei. Bitte aufwachen, denn eine attraktive Stadt lebt nicht nur von Seniorenveranstaltungen.

Udo Gürtler, Greiz

Schwimmer aktiv

Zu „Mit vollem Einsatz“, OTZ vom 23. Juli:

Dass Schwimmer nicht nur schwimmen können, bewiesen sie im Rahmen der 23. Thüringen-Rundfahrt der Frauen. Zwei Stunden mussten sie mit fünf Vereinen auf dem Ergometer für die Stadt Greiz radeln. Mit 321 Kilometern erreichten sie einen dritten Platz. Wir freuen uns, dass wir zum Kauf eines Ergometers mit beigetragen haben. Danke an D. Fröbisch, K. Voß, S. Hofmann, K. Fülle, L. und H. Schneider, F. Pohle und R. Rausch.

R. Rausch, Greiz

Mit großer Freude

Zu „Im Wirtshaus für guten Zweck gesammelt“, OTZ vom 8. Juli:

Am 6. Juli konnte ich im Gasthof „Schweizerhaus“ mit Freude eine Spende von 604,54 Euro in Empfang nehmen. Zu diesem hohen Betrag kamen zwei Einzelspenden von Stammtischlern hinzu, so dass 827,14 Euro den Bewohnern des Carolinenfeldes zugute kommen. Bewohner und Mitarbeitende danken den Gastwirten, Stammtischlern und allen, die zur Höhe dieses Betrages beigetragen haben. Wir werden diese Spende für die Arbeit und Förderung mit den Bewohnern einsetzen, die mit einer schweren und zum Teil mehrfachen Behinderung in unserer Einrichtung leben.

Gudrun Dreßel, Geschäftsführerin Diakonieverein Carolinenfeld

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Zuschriften sinnentsprechend zu kürzen oder auszugsweise abzudrucken. Leserbriefe sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Briefe per E-Mail an die Lokalredaktion Greiz bitte an lrgreiz@ otz.de.


28. Juli 2010 /OTZ

Nach deutlicher Führung nur ein Remis erreicht

Fußball, Alte Herren
SG 1. FC/Chemie Greiz - Neustädtler SV 90 4:4 (1:1)

Greiz (OTZ/MS).

Nach einjähriger Pause stellten sich die Neustädtler Löwen, Schwarz-Gelb 90, wieder auf der Schaltis zum Vergleich mit den Greizer SGOldies vor. Mit Beginn des von Schiedsrichter Höfer geleiteten Matches setzte strömender Regen ein, der den Aktiven bis zum Schlusspfiff alles abverlangte. Die Anfangsviertelstunde war zunächst geprägt von verteiltem Spiel mit zeitweise leichten Feldvorteilen für den Gastgeber. Auf Pellmanns 20-m-Schuss, knapp am Neustädtler Kasten vorbei, antworteten die Gäste mit einem Distanzschuss, den Krieglstein nur mit Mühe ans rechte Lattenkreuz lenken konnte. Der darauf folgende Eckball brachte nichts ein. In der Folge wartete die Spielgemeinschaft mit den klareren Möglichkeiten auf. Pellmanns Abschluss nach Solo über die linke Seite landete neben dem Tor. Doch in der 27. Spielminute war er mit Flachschuss erfolgreich, nachdem zuvor zwei Abwehrspieler das Nachsehen hatten. Als Kasenow in 32. Minute regelwidrig von den Beinen geholt wurde, entschied Schiedsrichter Höfer auf Elfmeter. Den von Jürgen Bauch ins rechte Eck getretenen Strafstoß parierte der Neustädtler Schlussmann. Nur drei Minuten später erkämpfte sich Neustädtel einen Eckball von rechts. Zum Entsetzen der SG zappelte die Kugel hinter Kriegstein im Netz. Ein Verteidigerbein hatte den Ball unglücklich abgefälscht. Unmittelbar nach Seitenwechsel eroberte sich Greiz die Führung zurück. Rico Pellman schickte in der 45. Minute Andreas Kasenow über die linke Seite, der aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 2:1 einschoss. Schon drei Minuten später sahen die Zuschauer einen von Frank Brettfeld getimten Freistoß auf Pellmann, der sich die Channce zum 3:1 nicht entgehen ließ. In der 55. Minute ein technischer Leckerbissen durch den gleichen Spieler. Mit Hackentrick düpierte er den Neustädtler Schlussmann mit Treffer vier. Neustädtel gab nicht auf und konnte nach einer Unaufmerksamkeit in der 57. Minute auf 2:4 verkürzen. Danach wieder ausgeglichenes Spiel bis zur 69. Minute, in der nach Pass durch die Greizer Abwehr zur Überraschung aller der Anschlusstreffer für die Gäste fiel. Eine Minute vor Ultimo glich der Neustädtler SV überraschend noch aus. Ein langer Ball wurde von der Greizer Abwehr, die sehr nah am Mittellinienbereich stand, unzureichend abgewehrt, so dass am Ende zwei Neustädtler Spieler auf Krieglstein zuliefen. Nach deutlicher Führung nur ein Remis für die Spielgemeinschaft. Hier sind zukünftig Verbesserungen im taktischen Bereich umzusetzen.
Greiz: Krieglstein, Knarr-Schütte; Brettfeld, Jung, Beyse, Schröck, Pellmann, Bauch, Blöthner- Teichmann, Kühnert, Kasenow; ab 41. Min. Schlegel für Blöthner-Teichmann; ab 41. Min. Zürnstein für Knarr-Schütte


28. Juli 2010 /OTZ

Neuparth führt Motorsportler bis 2014

Vorstand des MSC Globus Pausa, von links: Petra Löwe (Beisitzerin), Mario Horn (Kassenprüfer), Egbert Rüdiger (Schatzmeister), Michael Undeutsch und Udo Neuparth (Beisitzer) sowie Vorsitzender Günter Neuparth.
Vorstand des MSC Globus Pausa, von links: Petra Löwe
(Beisitzerin), Mario Horn (Kassenprüfer), Egbert Rüdiger
(Schatzmeister), Michael Undeutsch und Udo Neuparth (Beisitzer)
sowie Vorsitzender Günter Neuparth.
Foto: Jürgen Stefaniak

Pausaer haben neuen Vorstand gewählt

Pausa (OTZ/j. st.).

Bis 2014 führt Günter Neuparth den Motorsportclub Globus Pausa im ADAC als 1. Vorsitzender. Arndt Rudolph ist der 2. Vorstand und Egbert Rüdiger der Schatzmeister. Als Beisitzer fungieren Petra Löwe, Michael Undeutsch und Udo Neuparth. Kassenprüfer sind Michael Horn und Heiko Elias. Diese Personalien bestimmten die Vereinsmitglieder einstimmig zur Wahlversammlung am Freitagabend in Pausa. Zuvor hatte der bisherige Vereinschef Günter Neuparth den Bericht über das Vereinsgeschehen seit 2007 gegeben. Dabei nannte er die Veranstaltungen im Automobilturniersport oder Orientierungsfahrten auf Vereins- oder Landesebene. Höhepunkt war die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft im Automobilturniersport 2007 in Treuen. Eine Neuauflage dieses Ereignisses gibt es an gleicher Stelle am 9. Oktober. Aber auch Kritik brachte der Vorsitzende an, so ärgerte er sich über die fehlenden jugendlichen Mitglieder, die trotz Einladung nicht anwesend waren. Der Chef des Ortsclubs, wie sich die Pausaer nennen, dankte dem ADAC Sachsen, dem Landesfachverband Motorsport sowie den Stadtverwaltungen Pausa und Treuen für die Unterstützung. Es wurden an diesem Abend die Kartmeister des Vereins gewürdigt. Hier hatte Christian Löwe vor Arndt Rudolph und Helfried Hering die Nase vorn. Gefahren wurde im Verkehrssicherheitszentrum auf dem Sachsenring in Hohenstein- Ernstthal. „Dort hatten wir am 11. Juli eine Stunde acht Karts zur Verfügung“, erklärte Günter Neuparth bei der Pokalüberreichung. Es war ein Dankeschön für die acht Pausaer, die beim Trabanttreffen 2009 auf dem Ankerberg ein Automobilturnier ausgerichtet hatten.


28. Juli 2010 /OTZ

Kahlaer lassen am 1. August altes Bergrennen aufleben

Roland Prüfer nimmt 2010 wieder beim Bergrennen in Kahla teil
Roland Prüfer nimmt 2010 wieder beim Bergrennen in Kahla teil

Einen Klassiker des DDR-Rennsports lassen seit 2009 Motorsport-Begeisterte in Kahla wieder aufleben: Unter dem Titel Ost-Legenden unter der Leuchtenburg wird an das von 1965 bis 1979 regelmäßig ausgetragene Kahlaer Bergrennen erinnert. Der Greizer Roland Prüfer ist dann wieder dabei.

Marcel Hilbert / 28.07.10 / OTZ

Am Sonntag, 1. August geht das wiederbelebte Traditionsrennen hinauf auf den Kahlaer Berg in die zweite Runde. Teilnahmebedingung für alle Rennsportler war dabei, dem Motto des Bergrennens entsprechend mit einer Ost-Legende, also einem Ost-Fahrzeug, an den Start zu gehen. Mit von der Partie wird dabei auch ein alter Bekannter beim Kahlaer Bergrennen sein: Der ehemalige Greizer Rennsportler Roland Prüfer konnte den Originalwettbewerb einige Male für sich entscheiden, schaffte es sogar, nach drei Siegen in Folge mit seiner MZ ETS 250 den Wanderpokal aus Kahla zu entführen. Für ihn ist es etwas ganz Besonderes, dass die Traditionsfahrt wiederbelebt wurde: "Im letzten Jahr habe ich davon noch nichts gewusst, aber als ich 2010 angeschrieben wurde, wusste ich, dass ich da mit mache." Gemeldet hat er mit seinem Dacia. Mit diesem will er die beiden Wertungsläufe der Präsentationsfahrt bestreiten, die den Greizer und seine Konkurrenten entlang der Originalstrecke führen. Die Fahrzeuge, neben dem Dacia auch ein Lada-Zugfahrzeug, wurden Prüfer von dem Wünschendorfer Wolfgang Braun zur Verfügung gestellt, der damals als Prüfers Rennmonteur verantwortlich zeichnete. Neben diesen beiden Läufen etwa 8.30 und 12.30 Uhr, die es in möglichst gleicher Zeit zu absolvieren gilt, findet außerdem eine Rundfahrt statt. Diese startet 10 Uhr vom Parkplatz unter der Leuchtenburg und führt über Neustadt/Orla, Pößneck, Freienorla bis zum Kahlaer Gries. Die Rundfahrtteilnehmer können den zweiten Präsentationslauf bestreiten.
www.ostlegenden.de


28. Juli 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Stellmäcke am Freitag im Kulturhof Zickra

Am Freitag um 20 Uhr gastiert Stellmäcke im Kulturhof in Zickra. Begleitet wird der Musiker an diesem Abend von Michael Meikel Müller. Das Programm heißt „Lieder und andere (All-)Gemeinheiten“.
Foto: Agentur

Am Freitag um 20 Uhr gastiert Stellmäcke im Kulturhof in Zickra. Begleitet wird der Musiker an diesem Abend von Michael Meikel Müller. Das Programm heißt „Lieder und andere (All-)Gemeinheiten“.


Karikatur des Tages

Mehr Licht.
Mehr Licht.
Zeichnung: OTZ/Bruns


Anhänger vom Viehhof gestohlen

Langenwetzendorf (OTZ).

Unbekannte entwendeten in der Zeit zwischen Sonnabend, 10 Uhr, und Sonntag, 11 Uhr, einen Anhänger vom Viehhof in Langenwetzendorf, Im Hausstich 1. Der Anhänger wurde nur zu innerbetrieblichen Transporten genutzt. Die Täter haben den Hänger im Wert von rund 200 Euro vermutlich mit einer Zugmaschine abtransportiert. Zeugen gesucht, Tel.: (03661) 62 10.


Schon wieder Leergut geklaut

Greiz (OTZ).

Zum wiederholten Mal entwendeten unbekannte Täter am Sonntag gegen 23.35 Uhr Leergutkästen aus dem Getränkehandel in der Feldschlößchenstraße. In diesem Zusammenhang wird nach einem roten Opel Astra F des Baujahres 1991 bis 1994 gesucht. Der Pkw hat im Heckbereich eine deutlich sichtbare Eindellung und verursacht während der Fahrt sehr laute Motorgeräusche. Zeugen, welche sachdienliche Hinweise zur Aufklärung der Straftat geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Greiz zu melden, Tel.: (03661) 62 10.


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