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Verwandelte Altstadt
Greiz gibt Broschüre zu 20 Jahre Stadtsanierung heraus Von Katja Grieser Greiz. Die Greizer Altstadt hat sich in den 20 Jahren nach der Wende an vielen Stellen zum Besseren gewandelt, kann sich getrost als attraktives Zentrum bezeichnen. Grund genug für die Stadt, die Entwicklung in einer attraktiv bebilderten Broschüre Revue passieren zu lassen. Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) stellte das Heft mit dem Titel „20 Jahre Sanierung Altstadt Greiz“ gestern auf dem Kirchplatz vor. Der Ort wurde bewusst gewählt, wie der Rathauschef deutlich machte. Der Kirchplatz, um den sich Kirchenund Diakoniegebäude in ein Ensemble einreihen mit privaten Immobilien, Unterem Schloss und Bibliothek, sei beispielhaft für die Stadtsanierungsmaßnahmen der letzten Jahre. Durch das Engagement der Gebäudeeigentümer, ob nun öffentliche oder privat, und mit Hilfe von Fördermitteln von Bund und Land sei es möglich geworden, das Stadtbild so zu entwickeln, wie es sich heute präsentiert. Fast 30 Millionen Euro Fördermittel seien seit der Wende - den ersten Fördermittelbescheid habe es im Mai/Juni 1992 gegeben - für städtebaulichen Denkmalschutz sowie Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen nach Greiz geflossen. „Das Areal, auf dem wir hier stehen, wurde mit 3,6 Millionen Euro unterstützt“, so Grüner. Somit wurde das Ensemble um den Kirchplatz mit über zehn Prozent der Gesamtsumme für Greiz von Bund und Land gefördert. Da zu Städtebaumaßnahmen ein Eigenanteil von rund einem Drittel der Gesamtkosten gehört, dankte der Bürgermeister den Eigentümern der Gebäude für ihr Engagement. „Es geht hierbei auch immer um Arbeitsplätze“, betont Grüner und denkt dabei zuerst an Bauhaupt- und -nebengewerbe. Der Rathauschef ermutigte Hauseigentümer, auch weiterhin Geld in die Hand zu nehmen, um ihre Immobilien zu sanieren. „Die Fördermittel, die es auch künftig geben wird, sollten genutzt werden. Auch wenn die Hürden größer werden“, forderte Grüner auf. Empört ist er zugleich über die Kürzung der Stadtsanierungsmittel mvon Seiten des Bundes, weil er befürchtet, dass das Land nachziehen könnte und somit den Kommunen weniger Geld zur Verfügung stehen würde. Doch gerade die Gemeinden im Osten hätten in puncto Stadtsanierung noch Nachholebedarf, so Gerd Grüner. Kommentar Versteck-SpielVon Katja Grieser Die Broschüre zur Altstadtsanierung in Greiz ist hübsch anzuschauen und informativ. Kein Grund also, sie zu verstecken. Den Eindruck hat man allerdings, wenn man versucht, an die Broschüre heran zu kommen. Naheliegend wäre die Tourist-Information. Sie ist zentral gelegen und für Einwohner sowie Gäste erste Anlaufstelle, wenn es um Wissenswertes über die Stadt geht. Aber weit gefehlt. Zwar bekommen die Stadtführer die Broschüren für ihre Arbeit, aber die Tourist-Info kann Interessierten damit nicht dienen. Dann eben im Rathaus, schließlich hat die Stadt die Broschüre herausgegeben. Aber auch hier wird es das Heftchen nicht geben. Auf Nachfrage erfährt der Wissbegierige, dass er ins Bauamt muss. In der Marstallstraße - dort sitzen auch die Stadtplaner - hat man dann endlich Erfolg. Verständlich ist, dass Stadtplaner stolz sind auf das in 20 Jahren Erreichte und im Heft Dokumentierte. Aber muss man deswegen Interessierte extra im eigenen Amt antreten lassen? Definitiv keine gute Entscheidung. |
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Talsperrenrückbau mit Spätfolgen
Kleinreinsdorferin zieht gegen Thüringer Fernwasserversorgung vor Gericht Von Katja Grieser Kleinreinsdorf (OTZ). Die Krebsbachtalsperre ist längst zurückgebaut, doch Doris Schädlich hat noch immer mit den Spätfolgen zu kämpfen. Die Kleinreinsdorferin hat ihr Haus direkt am Krebsbach, an dem in Folge des Rückbaus der Talsperre Hochwasserschutzmaßnahmen notwendig wurden. Baubeginn war im Sommer 2007. Zwischen den betroffenen Grundstückseigentümern und der Thüringer Fernwasserversorgung sei damals vor Start der Bauarbeiten eine Gestattungsvereinbarung getroffen worden. „Darin hieß es, dass alle Kosten, die zur Beseitigung von Schäden, die beim Bau entstehen, erstattet werden“, erinnert sich Schädlich, an deren Haus Schäden aufgetreten sind, die sie mit den Bauarbeiten in Verbindung bringt. Und die Liste ist lang. So seien überall Risse im Haus aufgetaucht, die teils durchgehend von innen und außen sichtbar sind. Auch im Anbau seien Risse, ebenso im Kellergewölbe und auch die Fliesen im Bad seien kaputt. „Es gibt keinen Raum, in dem nichts ist“, so Doris Schädlich. Sie führt die Risse auf das wochenlange Abpumpen des Grundwassers bei gleichzeitigem Einsatz von Rüttelplatten und anderen großen Baugeräten direkt am Haus zurück. Natürlich habe das ältere Haus bereits Risse gehabt, doch seien neue hinzu gekommen und die vorhandenen breiter und länger geworden, so Schädlich. Auch dass ihre Kleinkläranlage im vergangenen Winter eingefroren ist, sei eine Folge der Bauarbeiten direkt vor ihrem Haus, meint sie. Gezahlt habe die Fernwasserversorgung inzwischen auch. 7050 Euro habe die Kleinreinsdorferin bekommen. „Das ist aber nur ein Drittel von dem, was gebraucht wird“, sagt sie. Denn mittlerweile hat sie sich von allen notwendigen Gewerken Kostenvoranschläge geholt, kommt dabei auf eine Summe von rund 20 000 Euro. „Ich will ja keine Vollsanierung haben, sondern die Schäden sollen wieder in Ordnung gebracht werden“, betont die Kleinreinsdorferin. Mit dieser Forderung ist sie auch an die Thüringer Fernwasserversorgung heran getreten, die jedoch höchstens bereit sei, nochmal 3000 Euro nachzulegen, so Schädlich. Doch darauf will sie sich nicht einlassen, hat sich inzwischen einen Anwalt genommen und ist gegen die Fernwasserversorgung vor Gericht gezogen. Gestern, beim bereits zweiten Termin vorm Landgericht Erfurt, sei erneut kein Vergleich zustande gekommen. „Wir bedauern das sehr“, sagt Sten Schmidt, Pressesprecher der Thüringer Fernwasserversorgung (TFW). Zwar will er sich mit Verweis auf das laufende Verfahren zur Sache selbst nicht äußern, beteuert aber, dass die Fernwasserversorgung versucht habe, eine gütliche Einigung herbei zu führen. „Wir wollten beiden Seiten einen langen Gerichtsprozess ersparen“, so Schmidt. Und er fügt an: „Als TFW müssen wir versuchen, alle Anrainer gerecht zu behandeln. Wir können jetzt nicht einen bevorzugen“, so der TFW-Sprecher. Und das wäre aus Sicht der Fernwasserversorgung der Fall, wenn sie sich auf die Forderungen von Doris Schädlich einlassen würde. Für Ende August ist ein weiterer Termin vor dem Erfurter Landgericht angesetzt. |
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Göltzschtalbrücke erhält breitere Fahrbahnwanne Bahn startet mit Streckenelektrifizierung Netzschkau (ddp). An der Göltzschtalbrücke in Netzschkau ist gestern der offizielle Start für die Elektrifizierung der Bahnstrecke Reichenbach-Hof erfolgt. Damit kommt der Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale als eines der wichtigsten Verkehrsprojekte weiter voran, wie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke (FDP), sagte. Die Bundesregierung stehe hinter dem Ziel, dass die Bahn eines Tages durchgehend elektrisch von Dresden bis Nürnberg fahre. Laut Mücke soll der elektrifizierte Abschnitt Reichenbach- Hof im Dezember 2013 in Betrieb gehen. Dafür würden 120 Millionen Euro investiert, davon 42 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Der Freistaat Sachsen habe mit der Finanzierung der Vorentwurfsplanung einen zügigen Baubeginn ermöglicht. Nach Bahnangaben ist die Aufnahme des elektrischen Zugverkehrs bis Plauen im Dezember 2012 geplant. Allein der erste Bauabschnitt Reichenbach-Herlasgrün einschließlich der Göltzschtalbrücke dauere bis Ende 2011. Das fast 160 Jahre alte Viadukt erhalte eine neue Fahrbahnwanne. Darin würden die Fundamente für 22 Oberleitungsmasten eingebracht. Der Zugverkehr werde während der Bauarbeiten im Wesentlichen eingleisig aufrechterhalten. |
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Urlaubsfund wird Schmuckstück
Edelsteinschleifer aus Hohenleuben bearbeitet Mineralien, Achate, Fossilien und mehr Von Ute Flamich Hohenleuben (OTZ). Stephan Quosdorf ist steinreich. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht aber Unmengen an Geld häufen sich auf seinem Konto, sondern mehr als zwei Tonnen Rohsteine lagert er in seinem Schuppen und in der Garage im heimischen Hohenleuben. Die sind selbst gesammelt oder beim Rohsteinhändler gekauft. Doch nur Sammler von Mineralien und Steinen ist Stephan Quosdorf nicht. Sein Geld verdient er sich als Edelsteinschleifer. Kann er Achate, versteinertes Holz, Fossilien und Mineralien aller Art bearbeiten, ist er ganz in seinem Element. Sein Können und den Umgang mit den Steinen hat er sich selbst beigebracht. „In den 90-er Jahren habe ich damit begonnen, Achate zu bearbeiten“, sagt er. Dann habe eines das andere ergeben. „Mein Interesse an der Edelsteinschleiferei ist immer größer geworden, so dass ich ’Betriebsforschung’ betätigte: Was brauche ich für Maschinen, welche Kosten kommen auf mich zu, was muss ich über Steine und ihre Beschaffenheit wissen?“ Schließlich musste Stephan Quosdorf nach einem Bandscheibenvorfall und seiner daraus resultierenden Entlassung eine Entscheidung fällen: Wie will er zukünftig sein Brot verdienen: als Goldschmied - was er nicht gelernt hat, ihn aber interessiert - oder als Edelsteinschleifer? Eine Lösung war schnell gefunden. „Ich bin den Steinen verfallen“, sagt der Hohenleubener, der die Handfertigkeit wohl in die Wiege gelegt bekommen hat. „Bei meinem Opa, der Ölgemälde malte, habe ich zeichnen gelernt. Mein Vater baute Weihnachtspyramiden und Schwibbögen. Da habe ich oft mitgeholfen“, sagt Quosdorf, der sein Hobby seit dem Jahr 2000 zum Nebenerwerb und seit dem 1. April dieses Jahres zum Beruf machte. Seitdem verwandelt er Urlaubsfunde in kunstvolle Schmuckstücke, bohrt Löcher in Steine, bringt Ösen an ihnen an, stellt Pendel, Windspiele und Pokale her, schneidet, schleift, poliert und identifiziert Mineralien. „Das schöne an meiner Arbeit ist, dass jeder Stein ein Unikat ist. Ihn gibt es nur ein einziges Mal in dieser Form, Farbe und Aufmachung“, sagt Stephan Quosdorf und erklärt grob die Arbeitsschritte: „Als erstes wird der Rohstein geschnitten.“ Danach wird er an einen Kit-Stock aufgekittet. Jetzt kann geschliffen werden - von der groben bis zur ganz feinen Schleifscheibe.“ An vier Silicium-Schleifscheiben bearbeitet der Handwerker zunächst den Stein, bevor es zu zwei Diamant- Schleifbändern weitergeht. Am Ende wird an einer Filzscheibe poliert. Wird der Stein zum Kettenanhänger, muss ein Loch gebohrt werden - und fertig, sagt Stephan Quosdorf, dessen Hauptsammelgebiet der Steinbruch in Loitsch ist. Dort gibt es vor allem Kristalle und Mineralien. Etwa 1000 seiner Fundstücke seien aus Loitsch. Zu sammeln gebe es fast überall etwas auf beackerten Feldern, in Kiesgruben oder Steinbrüchen, so der Edelsteinschleifer, der viele Messen besucht, um sich bekannt zu machen und andere Steinliebhaber und -bearbeiter kennenzulernen. |
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Drei Tage Festrummel in Elsterberg
Programm des Ruinenfestes steht Elsterberg (OTZ/j. st.). Das Programm steht, der Flyer mit den Programmtipps zum 32. Ruinen- und Heimatfest in Elsterberg, das vom 27. bis 29. August stattfindet, ist fertig. Zwölf Höhepunkte an drei Tagen warten auf die Besucher. Zudem gibt es zum Fest Möglichkeiten, die Stadt aus verschiedenen Perspektiven zu erleben, wie bei Stadtrundfahrten mit der Kleinbahn, aus 75 Metern Höhe aus dem Krankorb oder auf dem Bungee-Trampolin. Los geht es am Freitag mit dem Eröffnungskonzert des sächsischen Klarinettenensembles unter Leitung des Ex-Elsterbergers Frank Klüger in der Laurentiuskirche. Ein Skatturnier gibt es an diesem Abend im Burgkeller und der Festbetrieb auf der Burgruine beginnt. Der Sonnabend bietet bereits ab 10 Uhr Festbetrieb und Rummel auf dem Marktplatz. Ab 15 Uhr startet auf dem zentralen Platz ein buntes Programm mit Clown Balli aus Markranstädt, einer Modenschau mit dem Modeund Show-Team Greiz, Kampfkunstsport und Musik von der Reichenbacher Schalmeienkapelle. Musikalisch geht es am Nachmittag auch auf der Burgruine zu. Da treten ab 15 Uhr die Jagdhornbläser aus Buchwald, die Grünbacher Folkloristen, die Elsterberger Trachtengruppen und die Original Hirschstein-Musikanten auf. 18 Uhr wird der neue Elsterberger Schützenkönig proklamiert und ab 20 Uhr bitten „Die Prinzenberger“ aus Adorf zum Tanz. Mit dem Feldgottesdienst beginnt der Festbetrieb am Sonntag bereits 9 Uhr auf der Burgruine. Um 10 Uhr startet der Festbetrieb auf dem Marktplatz. Höhepunkt des dreitägigen Festes ist der große Festumzug (Thema: 20 Jahre Wiedervereinigung) am Sonntag ab 14 Uhr. Über 50 Bilder werden mehr als 500 Beteiligte beim Umzug von der Plauenschen Straße über die Karl-Marx-Straße zum Bahnhof und zurück zum Markt darstellen. Olaf Berger, die Gruppe „Piraten Mega Herz“ aus Plauen und die Elsterberger Band „LRT-live“ gestalten das Programm auf der Burgruine. Mit dem Feuerwerk endet das Stadtfest am Sonntagabend. Zudem sind am Sonnabend bis17 Uhr und am Sonntag von 13bis 17 Uhr die Geschäfte geöffnet. Gesucht werden noch freiwilligeHelfer als Kassierer zum Fest. Dazu sollten sich Interessentenbei Jürgen Claus im Rathaus unter der Telefonnummer (036621) 88 130) melden. Karten gibt es in den Geschäften bei Wolfgang Krumm am Markt, bei Anke Krahn in der Karl-Marx-Straße und in der Stadtverwaltung (Kasse). |
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Kinder aus dem Gebiet Tschernobyl haben erlebnisreiche Ferien in Zeulenroda -Triebes
Zehn Jahre gibt es die Ferien-Aktionen für Kinder und Jugendliche aus Weißrussland. Drei Wochen weilen die Gäste im Schullandheim Wellsdorf und können sich erholen. Eine Brücke der Hilfe, die sich vom Vogtland ins Gebiet um Tschernobyl spannt verlässlich, belastbar, greifbar für die Menschen. Heidi Henze / 22.07.10 / OTZ Zeulenroda. Spasibo, spasibo (Danke, danke ), rufen die 15 Mädchen und Jungen am gestrigen Vormittag zur Verabschiedung im Rathaus der Doppelstadt Zeulenroda-Triebes dem stellvertretenden Bürgermeister Holger Stößel zu. Die Kinder und Jugendlichen kommen aus dem 1700 Kilometer entfernten Gomel und Narowlja in Weißrussland und sind hier, um einen dreiwöchigen Erholungsurlaub zu verbringen. Mittlerweile ist es der zehnte Ferienaufenthalt, den die Mitglieder des Erfurter Vereins Tschernobyl 1986 Kinder in Not e. V. geplant haben. Organisiert werden können diese Erholungsreisen für die Kleinen aus dem Gebiet Tschernobyl dank stetiger Spenden, die auch immer wieder von Firmen aus der Doppelstadt Zeulenroda-Triebes kommen. Die Mädchen und Jungen sind im Schullandheim Wellsdorf untergebracht und schon hier beginnen die ereignisreichen Ferienwochen. Im Schullandheim ist viel Zeit für Kreativität, bevor sie dann von hier aus täglich zu neuen Unternehmungen starten. Dazu zählt auch ein Wochenende bei Gasteltern. Gerade diese Erlebnisse, der Spaß und die Freude vor allem mit den Menschen, gestalten diesen Aufenthalt so unvergesslich. Doch nicht nur die Mitglieder des Erfurter Vereins Tschernobyl 1986 sind die Heinzelmänner im Hintergrund, sondern auch Helfer aus Zeulenroda-Triebes und dem gesamten Landkreis Greiz, die den Neun- bis 14-Jährigen die Tage in Wellsdorf mit tollen Erlebnissen ausfüllen. Die Kinder aus Weißrussland, die in Gomel eine Förderschule besuchen, haben kein Problem mit der fremden Sprache. Verständigt wird sich mit Gesten, ein paar Wortfetzen und schließlich gibt es auch noch Dolmetscher. Ursula Pauly freut sich seit Jahren auf diese Wochen. "Es ist schön zu sehen, mit welcher Dankbarkeit die Kinder jedes Erlebnis wahrnehmen und ganz nebenbei frische ich stets mein Russisch wieder auf", so die Zeulenrodaerin. Besonders dankbar ist man der Doppelstadt, die es zur Tradition gemacht hat, drei Tage des Aufenthaltes in eigener Regie zu gestalten: Waikiki-Besuch, Tiergehege- und Feuerwehr-Stippvisite und ein Tag mit dem Spielmobil des Freizeitzentrums. Kein Wunder also, dass Holger Stößel auf die Frage nach noch offenen Wünschen keine Antwort erhielt. Wunschlos glücklich seien sie und selbst das Heimweh sei kein Thema für die Kleinen. |
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Trikotfreuden und Spielersuche in Triebes
Fußball-D-Junioren des Triebeser SV erhalten neue Spielbekleidung von OTZ und Fielmann. Holger Zaumsegel / 22.07.10 / OTZ Triebes. Freud und Leid liegen oft dicht beieinander. So auch bei den D-Junioren des Triebeser SV. Groß war die Freude bei den Mädchen und Jungen, als sie die neuen Trikots von der Fielmann AG und der Ostthüringer Zeitung in den Händen hielten. Auch die Eltern, Trainer Matthias Schneider, Vereinspräsident Jürgen Podnecky und Ortsteilbürgermeister Hartmut Strobel, die sich die Übergabe nicht entgehen ließen, waren begeistert. Neben der neuen roten Spielbekleidung erhielten die Nachwuchs-Fußballer noch einen original WM-Ball "Jabulani" und ein Paar Torwarthandschuhe. Werner Saller hatte die Triebeser D-Jugend bei der Gemeinschaftsaktion "100 x Traumtrikots" von der Fielmann AG und der Ostthüringer Zeitung angemeldet und prompt Losglück gehabt. Doch wo die schönen neuen Trikots zum Einsatz kommen, konnte noch niemand sagen. Zu wenige Nachwuchs- Kicker hat der Triebeser SV in der neuen Spielzeit, um eine eigene Mannschaft in der D-Jugend auf die Beine zu stellen. In der vergangenen Saison sah das noch anders aus. Das Team landete auf dem achten Platz in der Kreisliga. Ein 17:1-Sieg gegen Blau-Weiß Auma war der größte Erfolg, erzählt Paulina Schneider. Die 13-Jährige kickt seit fünf Jahren und stellt gemeinsam mit Jenny Oertel den weiblichen Anteil im Team. Paulina, die in der Abwehr als Libero eingesetzt wurde, weiß auch noch nicht, wohin der Weg führt. Die Spieler, die noch in der E-Jugend spielberechtigt sind, könnten eine Spielgemeinschaft mit Langenwetzendorf bilden, sagt Vereinspräsident Podnecky. Was aus den D-, C- und B-Jugendlichen wird, steht noch in den Sternen. Denkbar sei, dass sie als Gastspieler nach Zeulenroda, Hohenleuben oder Langenwetzendorf gehen. So blieben die Spielerinnen und Spieler wenigstens im Verein. Leben erhalten", weiß Podnecky. Nicht nur den Triebesern geht es so. Die geburtenschwachen Jahrgänge und die Abwanderung aus der Region machen vielen Vereinen zu schaffen. Zudem sei die sportliche Vielfalt heute größer als früher. "Am Anfang ist eine Spielgemeinschaft immer schwer, da bist du fremd. Doch nach einer Weile entwickelt man sich gemeinsam weiter", wirbt der Vereinschef für das Modell, das schon längst im Ostthüringer Raum Schule gemacht hat. Auch die Triebeser Männer, die in der vergangenen Saison aus der Bezirksliga abgestiegen sind, schließen sich in der neuen Spielzeit mit der zweiten Mannschaft von Motor Zeulenroda zusammen. Vielleicht findet ja doch der eine oder andere Akteur den Weg zur Triebeser Spielwiese, hofft Trainer Matthias Schneider noch auf ein eigenes Team. Der Trainingsauftakt der D-Junioren findet am 12. August um 16.30 Uhr statt. Danach wird immer donnerstags von 16.30 bis 18 Uhr trainiert. Für die neuen Trikots werden die Triebeser auch Verwendung finden, ob nun in einer Spielgemeinschaft oder falls noch ein kleines Wunder geschieht in einer eigenen Mannschaft. |
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Greizer Fabian Thiel holt Bronze
Radsport, Deutsche Meisterschaften auf der Bahn Von Margit Otto Cottbus (OTZ). Vom 7. bis 11. Juli fanden in Cottbus die 124. Deutschen Radsport- Meisterschaften auf der Bahn statt. Vom 1. RSV 1886 Greiz waren drei Sportler am Start. Jonathan Dinkler erfuhr sich in der 2000 Meter Einzelverfolgung mit einer Zeit von 2:35,791 Minuten den 28. Platz. Mit seinen Mannschaftskameraden Jacob Höfer, Nikolai Hoffmeister und Sebastian Meinhardt konnte er in der 3000-Meter-Mannschaftsverfolgung mit der Zeit von 3:33,930 den 8. Platz erreichen. Beim Punktefahren wurde Jonathan Dinkler im Vorlauf Sechzehnter. Mit guten Aussichten auf vordere Platzierungen fuhr auch Monique Klatt nach Cottbus. In der Qualifikation der 2000-Meter-Einzelverfolgung wurde sie in 2:42,091 Vierte. Im Finale um Platz drei gegen Mieke Kröger (RV Teutoburg Brackwede) wollte Monique alles daran setzen, die zwei Sekunden Differenz von der Qualifikation wieder wettzumachen. Doch klappte dies nicht ganz, und sie wurde sehr gute Vierte. Beim Punktefahren konnte sie dann den 10. Platz belegen. Der dritte Starter, Fabian Thiel, begann zum Auftakt mit dem 1000-Meter-Zeitfahren. Hier reichten seine 1:12,158 Minuten für den 8. Platz. Mit den Sportlern Fischer, Predatsch und Zabel (alle Erfurt) startete er in der 4000-Meter- Mannschaftsverfolgung. Doch hatte Fabian nach etwa 2000 Metern der Qualifikation einen Hinterraddefekt und musste aufgeben. Die Mannschaftsleistung von 4:37,127 Minuten reichte aber dennoch für das kleine Finale. Dort musste das Quartett gegen die Cottbuser antreten, die ebenfalls 4:37 gefahren waren. Diesmal konnte Thiel mit dem Team Thüringen sein volles Leistungsvermögen abrufen. Die Thüringer belegten mit 4:29,718 Minuten den Bronze-Rang. Die Zeit des Zweitplatzierten aus Baden mit 4:35,94 belegt, was ohne Defekt in der Qualifikation möglich gewesen wäre. |
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Interessante Broschüre erschienen
20 Jahre Stadtsanierung Altstadt Greiz Wolfgang Simon Am vergangenen Mittwoch wurde durch den Greizer Bürgermeister auf dem Kirchplatz die Broschüre „Greiz Stadtsanierung“ vorgestellt. Unter den etwa 40 Interessierten waren neben Vertretern der Stadt auch Stadtführer und Bürger gekommen. Auch der Kirchplatz mit den umliegenden Gebäuden Unteres Schloss, Stadtkirche, Bibliothek und Diakonie sind ein Ergebnis der Sanierung in den letzten 20 Jahren. Zahlreiche Texte, Bilder und Interviews bilden eine interessante 56-seitige Broschüre. Sie ist kostenlos im Bauamt in der Marstallstraße erhältlich.
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| 22. Juli 2010 /OTZ | ||||||||||||||||
Kurz notiert: |
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Jürgen Kerth morgen im Kulturhof Zickra
Blues und Rock mit Jürgen Kerth (links) gibt es am Freitag, 23. Juli, ab 20 Uhr im Kulturhof Zickra. Der Gitarrist steht seit nunmehr 45 Jahren auf der Bühne. Sein Stil ist der Schnittpunkt zwischen Santana, Johnny Winter, B. B. King und Hendrix. Seit seinem 16. Lebensjahr spielt Sohn Stefan Kerth als Bassist mit in der Gruppe des Gitarristen. Mit ihm und Schlagzeuger Alexander Bätzel stehen Kerth zwei exzellente Musiker zur Seite. Karikatur des Tages
Greizer Stadtauswahl gegen Polizei-Kicker Benefizfußballspiel am 4. September Greiz (OTZ/KG). Ein Fußballerlebnis der besonderen Art erwartet die Greizer am Sonnabend, dem 4. September, auf der Sportanlage Kurt Rödel. An diesem Tag werden sich u. a. eine Stadtauswahl und die Polizeikicker auf dem Fußballplatz gegenüber stehen. Wie Ines Wartenberg, Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins, der das Fußballereignis organisiert, verrät, wird mes auch ein Prominentenfußballspiel geben. Zweimal sieben Minuten wird die lokale Prominenz um Tore kämpfen. Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) habe bereits mein Team, so Wartenberg, will sich aber in bester Bundestrainermanier noch nicht zur Aufstellung äußern. Bevor dann das richtige Zweimal-45-Minuten-Spiel ansteht, werden die jüngsten Fußballer ihr Können unter Beweis stellen. Dann sind Stadtauswahl, bestehend aus Fußballern verschiedener Vereine, und die Polizei- Kicker gefragt. Fußball ist aber nur ein Teil des Familiennachmittags, der mit Unterhaltungsangeboten für Kinder und Informationsständen der Polizei Abwechslung bietet. Höhepunkt wird sicher der Polizeihubschrauber sein, der auf der Sportfläche landen soll und die Polizei-Hundestaffel mitbringt. Die Einnahmen des Benefizfußballspiels kommen Kinderprojekten zugute. U. a. soll eine Schaukel für den Moschwitzer Kindergarten finanziert werden. Mit 2,82 Promille Polizei erwischt volltrunkenen Radfahrer Greiz (OTZ). Bei einer Verkehrskontrolle am Dienstag, 22 Uhr, wurde in der Reichenbacher Straße ein Radfahrer kontrolliert, der ohne Beleuchtung am Rad unterwegs war. Der 33- Jährige war stark alkoholisiert, der Test erbrachte einen Wert von 2,82 Promille. Es wurde Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr erstattet und eine Blutentnahme durchgeführt. Wolfersdorf wird aufgenommen in die Dorferneuerung Berga/Wolfersdorf (OTZ/-lz). Die Wolfersdorfer Bemühungen um Aufnahme in das aktuelle Dorferneuerungsprogramm tragen Früchte. Am 28. Juli 2010 wird Bergas Bürgermeister Stephan Büttner die Urkunde für den Bergaer Ortsteil Wolfersdorf als „Anerkannter Förderschwerpunkt in der Dorferneuerung“ aus den Händen des Thüringer Landwirtschaftsministers entgegen nehmen können. Damit sind die Wege geebnet, um Fördermittel für geeignete Projekte im Ort beantragen zu können. Arge am 30. Juli nur eingeschränkt arbeitsfähig Greiz (OTZ). Die Arbeitsgemeinschaft SGB II des Landkreises Greiz informiert, dass am Freitag, 30. Juli, der Dienstbetrieb im Leistungsbereich nur stark eingeschränkt möglich ist. Davon sind auch telefonische Anfragen betroffen. Hintergrund sind Installationsarbeiten an den Computerprogrammen für die Leistungsberechnung. Die Geschäftsführung der Arge bittet um Verständnis für die Einschränkungen. Für Kunden mit unüberbrückbaren Notsituationen ist an diesem Tag eine persönliche Vorsprache dennoch möglich. Die Kunden, die einen Termin mit ihrem Arbeitsvermittler oder Fallmanager vereinbart haben, sind von den Einschränkungen nicht betroffen. Alle anderen Anfragen zur Leistungsgewährung können erst ab dem 2. August wieder geklärt werden. Termine hierfür können persönlich in der Eingangszone der Arge oder telefonisch übers Servicecenter unter (0180) 100 295 450 700 oder (03661) 623 250 vereinbart werden. |
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