21. Juli 2010 /OTZ

Kein Trauer-Ocker

Im Innenhof der Polizeiinspektion (PI) Greiz informiert sich Innenminister Peter M. Huber (3.von rechts) über den Stand der Sanierung. PI-Leiter Mike Schramm (links), André Röder (2. von links), Direktor der Polizeidirektion, Landrätin Martina Schweinsburg, der Greizer Bürgermeister Gerd Grüner und Baubetreuerin Dorit Schmidt (rechts) begleiten ihn.
Im Innenhof der Polizeiinspektion (PI) Greiz informiert sich
Innenminister Peter M. Huber (3.von rechts) über den Stand der
Sanierung. PI-Leiter Mike Schramm (links), André Röder (2. von
links), Direktor der Polizeidirektion, Landrätin Martina
Schweinsburg, der Greizer Bürgermeister Gerd Grüner und
Baubetreuerin Dorit Schmidt (rechts) begleiten ihn.
Foto: OTZ/Kathrin Schulz
Die Putzprobe für die Fassadengestaltung ist der Stein des Anstoßes.
Die Putzprobe für die Fassadengestaltung ist der Stein des
Anstoßes.
Foto: OTZ/Kathrin Schulz

Innenminister schüttelt bei Greiz-Visite den Kopf über Fassadenfarbe für Polizeigebäude

Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ).

Als gestern Thüringens Innenminister Peter M. Huber (CDU) das erste Mal seit seinem Amtsantritt auch die Greizer Polizeiinspektion ansteuerte, brachte er nicht nur die beruhigende Nachricht mit, dass es im Rahmen der Polizeistrukturreform nicht darum gehe, „irgendwelche Gebäude zu schließen“. Vielmehr wolle man Effizienzreserven erschließen, um die Strukturen für die nächsten 10 bis 15 Jahre zukunftssicher zu machen. „Manche Schilder werden sich ändern, aber keine Stelle wird geschlossen“, versichert Huber, was sich, wie auch Andrè Röder, Chef der Geraer Polizeidirektion, bekräftigte, ja auch in der laufenden Sanierung am PI-Gebäude in Greiz zeige. Allerdings, und damit setzte Röder eine Diskussion in Gang, die noch fortzuführen ist, habe er etwas gegen den „hässlichen Fassadenanstrich, den der Denkmalschutz für das Greizer Polizeiund Gerichtsgebäude fordert“. Auch Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) empfindet den mittels Gutachten festgelegten Farbton in relativ dunklem Ocker als „missliebiges Proletarier-Grau“, das diesem Gebäude in stadtbildprägender Lage nicht gut zu Gesicht stünde. „Einen solchen Farbton, der sich schnell ins Alltagsgrau verwandelt, wollen wir nicht zulassen“, stimmt auch der Greizer Bürgermeister in die allgemeine Ablehnung ein. Dorit Schmidt, die in der Wirtschaftsverwaltung der Polizeidirektion Gera tätig und für die Baubegleitung der Sanierungsarbeiten in Greiz zuständig ist, erläuterte, dass das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr ein Gutachten für den farblich authentischen Fassadenputz in Auftrag gegeben habe. Eine Putzprobe in dunklem Ocker ist an der Außenwand gegenüber der herrenlos gestellten Ruine des einstigen Logenhauses zu sehen. Das Polizei- und Justizgebäude in Greiz ist 1902 erbaut und steht seit 1996 unter Denkmalschutz. „Die Farbe des Fassadenputzes“, das bekräftigt auch Innenminister Huber gleich vor Ort, „ist nochmals zu überprüfen.“ Martina Schweinsburg setzt noch einen drauf: „Eine solche Trauerfarbe ist die reinste Verstümmelung.“ Eine Festlegung, die die Greizer Landrätin ihrerseits an Huber die Bitte richten lässt, er möge eine Übersicht über sämtliche Sonder- und Fachbehörden schaffen und an dieser Stelle mal kräftig den Rotstift ansetzen. Damit renne er bei ihr offene Türen ein, erwidert der Minister, der den Vorschlag umgehend an die Haushaltstrukturkommission der Landesregierung weitergeben will. Zwei dieser Behörden habe er schon auf seiner Streichliste, die bis 2011 ihre Arbeit einstellen sollen. Welche das konkret sind, wollte er auf OTZ-Nachfrage aber noch nicht sagen. Mike Schramm, Leiter der Polizeiinspektion in Greiz, hatte den 850 Quadratkilometer umfassenden Wirkungsbereich der vorgestellt. Schwerpunkte sind die Kreisstadt Greiz und Zeulenroda-Triebes mit der dortigen Polizeistation. Gearbeitet werde nach bedarfsorientiertem Schichtmanagement im Streifendienst, Ermittlerbereich, Verkehrsdienst und Zentralem Dienst mit gegenwärtig 92 Polizisten, von denen 70 Prozent im Außendienst unterwegs sind. 107 Mitarbeiter stehen im Stellenplan. Neun Kontaktbereichsbeamte verstärken das Team. Als eher friedlich schätzt Schramm den Wirkungsbereich der PI ein, in dem vornehmlich Eigentumsdelikte und Sachbeschädigungen das Gros der 3000 Vorfälle ausmachen. „Sicherheit ist im ländlichen Raum auch Wachstumsfaktor“, unterstrich der Geraer Polzeidirektor Röder. Novellen zum Polizeiorganisationsgesetz und zum Thüringer Beamtengesetz kündigte Innenminister Huber ebenfalls an. Mit Jahresbeginn 2011 werde die Wochenarbeitszeit für die Beamten auf 40 Stunden reduziert, während die Lebensarbeitszeit um zwei Jahre verlängert werden soll. Damit sind die Arbeitszeiten denen der Angestellten, die oft im Büro nebenan sitzen, angeglichen.

Kommentar

Ist und reales Ist

Von Kathrin Schulz

Was Angestellte in 40 Stunden pro Woche schaffen, sollte auch von Beamten zu machen sein. Und wenn man ohnehin an der zukunftssicheren Polizeistruktur tüftelt, kann man Aufgaben optimieren und Abläufe effizienter machen. Der Innenminister findet, zwei Stunden Arbeitszeit in der Woche weniger bei zwei Jahren länger bis zum Ruhestand, das ist ein fairer Ausgleich. Inwieweit diese Rechnung aufgeht, wird die Zukunft zeigen. Denn schon jetzt sind nicht alle Soll-Stellen in der Greizer PI besetzt, wie gestern zur Sprache kam. 107 im Soll, 92 Einsatzkräfte im Ist - auch wenn Mike Schramm noch zwischen Ist und tatsächlichem Ist im polizeilichen Stellenplan unterscheidet. Eigentlich sind 101 Stellen besetzt, darunter länger Erkrankte, Erziehungsurlauber usw. Bleiben sechs Stellen, die vakant sind, tatsächlich aber Arbeit von 15 Kollegen, die das Team im Wirkungsbereich von 850 Quadratkilometern abfangen muss.


21. Juli 2010 /OTZ

Vereine kämpfen auf Ergometer für ihre Stadt

Frauen-Thüringenrundfahrt morgen in Greiz

Von Katharina Wolfrum Greiz (OTZ).

Morgen führt die Thüringenrundfahrt der Frauen durch Greiz und Umgebung. Nach 129 Kilometern werden die Radsportlerinnen kurz vor 17 Uhr in derCarolinenstraße,die das Ziel der dritten Etappe ist, erwartet.Natürlich gibt es wieder ein Rahmenpro-gramm für Groß und Klein. Ab 13 Uhr werden die Zwickauer Stadt-musikanten die Wartezeit bis zum Zieleinlauf mit Blasund Tanzmusik verkürzen. Für die Kleinen gibt es zwar keine Hüpfburg, aber für ausreichend anderen Kinderspaß wird gesorgt sein. Ein Höhepunkt ist das Ergometerfahren. Dies ist ein Wettbewerb zwischen den sechs Zielstädten der Etappen. Altenburg, Gera, Greiz, Schleiz, Schmölln und Zeulenroda radeln so viele Kilometer wie möglich, um Geld für einen gemeinnützigen Zweck in ihrer Stadt zu gewinnen. Die Siegerstadt erhält das meiste Geld, aber auch der Verlierer geht nicht leer aus. Der Gewinn wird von den Krankenhäusern Greiz und Altenburg gesponsert. In Greiz soll das Geld dem Sport zugute kommen, da vor allem die Vereine zahlreiche Kilometer fahren. Für den Wettbewerb haben bereits einige Vereine zugesagt. Der Leichtathle-tikverein Greiz wird mit zirka zehn Erwachsenen und Kindernvertreten sein. Die Leichtathleten sehen dies als zusätzlichesTraining und als erste Vorbereitung für die Wettkämpfe im Ausdauer-bereich, die im September beginnen. Auch der RC Schloßbike will sich einsetzen. „Wer da ist, macht mit“, so Bernd Bauer vom Verein. Ähnlich äußerte sich der 1. RSV Greiz. Die beiden Radsportvereine können aufgrund der Sommerferien keine genauen Teilnehmerzahlen nennen. Auch der 1. Schwimmklub Greiz wird mit einigen Sportlern vertreten sein und Trainerin Renate Rausch will sich ebenfalls auf das „Fahrrad“ setzen. Aber auch alle anderen Greizer können die Stadt mit ihren gefahrenen Kilometern unterstützen.


21. Juli 2010 /OTZ

Tradition der Rundfahrt liegt in Ostthüringen

Reiner Spanner sponsert Team Jenatec

Von Heidi Henze Mehla (OTZ).

Zeulenroda kann sich nicht nur auf die Fahnen schreiben, Geburtsort der Thüringen Radrundfahrt der Frauen zu sein. In diesem Jahr startet auch eine Art Regionalteam der Rad-Amazonen. Reiner Spanner, Brennstoffhändler und IHK-Vizepräsident aus Mehla, sponsert eine Mannschaft: das Team „Jenatec Spanner- Brennstoffe“. Sportlicher Leiter der Mannschaft ist Torsten Wittig aus Neustadt/Orla. Die Fäden im Hintergrund zieht Friedensfahrt- Promi Thomas Barth, der in Zeulenroda geboren ist und jetzt in Arnsgrün im Vogtländischen Oberland lebt. Doch für den Mehlaer gab es weitere wichtige Gründe, warum er im Rahmen seiner Möglichkeiten die Mannschaft unterstützt: „Es geht um die Tradition der Rundfahrt, die aufrecht erhalten werden soll“, so Spanner und ergänzt: „Die begeisterte Atmosphäre am Dörtendorfer Berg und an den Straßenrändern dürfen wir nicht uns nicht nehmen lassen.“ Er will dafür kämpfen, dass die Doppelstadt Zeulenroda- Triebes bei den Fahrerinnen stets ein lohnenswertes Ziel bleibt und sich nicht größere Städte die Rundfahrt als Werbungspotenzial aneignen, so Spanner. „Wenn die Firmen in Ostthüringen die Rundfahrt unterstützen, dann haben wir eine Chance.“ Ein ebenso glücklicher Umstand ist, dass Barth zum engeren Verwandtschaftskreis der Spanners gehört und somit die Entwicklung des Rad-Profis genau beobachtet wurde. Mittlerweile gibt es auch guten Kontakt zur Tourleiterin Vera Hohlfeld.


21. Juli 2010 /OTZ

Künstliche Sonne bevorzugt

In der Sauna im Greizer Schwimmbad mussten Latten ausgewechselt werden, auch die Lampe wurde erneuert. Badchef Michael Lebek sowie Wolfgang und Diethard Machold (von links) von der Tischlerei Machold begutachten das Ergebnis der Arbeiten.
In der Sauna im Greizer Schwimmbad mussten Latten ausgewechselt
werden, auch die Lampe wurde erneuert. Badchef Michael Lebek
sowie Wolfgang und Diethard Machold (von links) von der
Tischlerei Machold begutachten das Ergebnis der Arbeiten.
Foto: OTZ/Katja Grieser

Solarien auch im Hochsommer gefragt - Stammgäste bleiben 95-Grad-Celsius-Sauna treu

Von Katja Grieser Greiz (OTZ).

Auch wenn die Sonne in den letzten Tagen erbarmungslos schien, zieht es nach wie vor Leute in die Sonnenstudios. Thomas Böhm, Geschäftsführer von 15 Sonnenstudios in Thüringen und Bayern, darunter das „Karibik Sun“ in der Greizer August-Bebel- Straße, weiß, warum: „Zum einen ist es ein zeitliches Problem. Viele haben nicht die Zeit, sich stundenlang in die Sonne zu legen“, sagt er. Im Solarium könne das Bräunen in wesentlich kürzerer Zeit erledigt werden. Weiterer Vorteil der künstlichen Sonnenbäder sei, dass „Karibik Sun“ auch dann noch geöffnet hat, wenn die Sonne längst verschwunden ist. „In der Regel haben wir von 7 bis 23 Uhr geöffnet“, so Thomas Böhm. Wer also erst so spät von der Arbeit kommt, dass er von der Sonne nicht mehr viel abbekommt, holt sie sich eben im Sonnenstudio. Hier werde zudem noch dafür gesorgt, dass die schädlichen Bestandteile herausgefiltert werden, so dass ein Besuch im Solarium - verantwortungsvollen Umgang vorausgesetzt - sogar gesünder sei als das Sonnenbad im Freien. „Viele Kunden haben keine Lust, sich stundenlang in der Sonne braten zu lassen und zu schwitzen“, weiß der Geschäftsmann. Die Sonnenbänke seien jedoch klimatisiert, so dass der Sonnenfan hier nicht so ins Schwitzen komme. Zudem gebe es aromatisierte Feuchtigkeitsnebel, mit denen der Sonnenbader besprüht wird. Somit könne der Wunsch nach Bräune zugleich zu einem Wohlfühlerlebnis werden. Die aromatisierten Aufgüsse sind auch in der Sauna im Greizer Hallenbad beliebt, wie Leiter Michael Lebek weiß. Die Düfte Karibik, Sommernachtstraum, Eisminze, Limone oder Grüner Apfel kommen gut an, Latschenkiefer dagegen wenige. Je nach Jahreszeit sind Herbstbrise und Winterzauber gefragt. Obwohl im Hochsommer weniger Leute kommen als in kühleren Jahreszeiten, gibt es trotzdem Stammgäste, die selbst bei über 30 Grad Celsius Außentemperatur den Weg zur Sauna suchen. In der finnischen Trockensauna erwarten sie dann satte 95 Grad Celsius. „Viele kommen aus


Viele Kunden haben keine Lust, sich stundenlang in der Sonne braten zu lassen und zu schwitzen.

Thomas Böhm, Geschäftsführer von „Karibik Sun“


gesundheitlichen Gründen“, so Lebek. Einige Besucher sind ganz regelmäßig zu bestimmten Tagen und Uhrzeiten in der Sauna, wollen sich so abhärten, erklärt der Badchef. So ist Michael Lebek sicher, dass ganz eifrige Saunagänger es kaum erwarten können, bis am Montag nach zweiwöchiger baubedingter Zwangsschließung die Sauna in Aubachtal wieder öffnet. In den letzten Tagen wurde beispielsweise im Ruheraum eine Holzvertäfelung angebracht, die die bisherige Tapete ersetzt. Das sei günstiger beim Säubern des Raumes, wofür Hochdruckreiniger eingesetzt werden. Darüber hinaus wurden geflieste Stellen neu verfugt, in der Sauna selbst Latten ausgetauscht und die Lampe erneuert. Die durch den Aufguss weiß gewordenen Steine werden durch neue schwarze ersetzt. Danach steht noch die Grundreinigung an und ab Montag kann die Sauna wieder genutzt werden.

In Greiz gefragt

Nutzen Sie Sauna und Solarium im Sommer?

Umfrage: Katharina Wolfrum und Diana Ruder

Kerstin Milke (49), Greiz:
Ins Solarium gehe ich weder im Sommer noch im Winter. Das gefällt mir einfach nicht. Da finde ich eine natürliche Bräune viel schöner. Die Sauna nutze ich auch in den warmen Sommermonaten regelmäßig. Das ist eine ganz andere Wärme, als wenn man im Schwimmbad auf der Wiese in der Sonne liegt und sich bräunt. Der Saunabesuch ist für mich pure Entspannung und ich tu gleich was für meine Gesundheit.

Sven Pflieger (31), Neumühle:
Nein. Ich bin auch im Winter kein Saunagänger und ein Sonnenstudio habe ich auch noch nie von innen gesehen. Da bin ich einfach nicht der Typ dafür. Ich habe ganz andere Interessen, wie zum Beispiel Motorradfahren, und eigentlich auch überhaupt keine Zeit, um ins Solarium zu gehen. Für mich ist das einfach nicht wichtig. Ich bin lieber an der frischen Luft und genieße den Sommer auf natürliche Art und Weise.

Martinus Markus van den Anker (61), Gouda:
Nein, im Sommer nutze ich weder Sauna, noch Solarium. Auch im Winter gehe ich nicht ins Sonnenstudio. Ich war auch noch nie ein großer Saunagänger. Das ist mir einfach zu warm - egal zu welcher Jahreszeit. In so einem heißen Sommer wie dieses Jahr genieße ich die Sonne. Gerade bin ich zu Besuch in Greiz und gehe bei dem tollen Wetter mit meiner Tochter Sariah gemütlich einkaufen.

Madeline Grünler (19), Greiz:
Nein, ich gehe überhaupt nicht ins Solarium. Ich lasse mich nur von der Sonne bräunen. Da sollte man zwar aufpassen, dass man keinen Sonnenbrand bekommt, aber den Gang ins Sonnenstudio finde ich wesentlich ungesünder. In die Sauna gehe ich auch im Winter nicht, egal, wie kalt es ist. Bei den hohen Temperaturen in diesem Sommer verbringe ich meine Zeit am liebsten im Freibad, um mich abzukühlen.

Katharina Schmidt (34), Greiz:
Ich genieße am liebsten die Sommersonne und lasse mir die wärmenden Strahlen aufs Gesicht scheinen. Egal, zu welcher Jahreszeit, ich nutze weder Sauna noch Solarium. Da gehe ich lieber mit meinem Sohn ins Freibad und verbringe einen sonnigen Nachmittag. Das ist viel besser als die heiße Luft in Sauna und Solarium. Im Gegenteil, man kann sich erfrischen bei den hohen Temperaturen.


Jetzt im Sommer gehe ich weder in die Sauna, noch ins Sonnenstudio. Im Winter nutze ich ab und zu das Solarium. Da genieße ich dann die Wärme und sehe auch in der kalten Jahreszeit immer schön braun aus. Momentan ist aber Baden bei mir angesagt. Ich bin fast täglich nach der Arbeit im Freibad, um mich bei der Hitze abzukühlen.


21. Juli 2010 /OTZ

„Ferien-Abenteuer-Kinderträume“

Die Kinder sind gespannt auf tolle Ferientage.
Die Kinder sind gespannt auf tolle Ferientage.
Foto: Ruder

Ferienlager der Volkssolidarität für sozial schwache Kinder gestern eröffnet

Greiz (OTZ/Diana Ruder).

Das Kinderferienlager des Volkssolidarität-Kreisverbandes Greiz für sozial schwache Kinder wurde gestern von Kreisgeschäftsführer Thomas Gerling in der Jugendherberge Greiz-Obergrochlitz eröffnet. 21 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren verbringen hier bereits seit Montag unter dem Motto „Ferien-Abenteuer-Kinderträume“ ihren Urlaub. Damit soll ein Zeichen gegen Kinderarmut gesetzt werden. „Die Jungen und Mädchen sollen ihre Ferienerlebnisse nicht erfinden müssen“, erklärt Gerling. Über zehn Tage hinweg bekommen sie ein abwechslungsreiches Programm geboten, darunter Grillabende, Lagerfeuer und eine Nachtwanderung. An den ersten beisuch den Tagen des Ferienlagers ging es auf einer Entdeckungstour durch das historische Greiz. Heute ist ein Besuch im Sommerbad geplant. Romy (9) sagt: „Darauf freue ich mich bei der Wärme am meisten.“ Nico (12) ist gespannt auf einen Besuch der Greizer Feuerwehr. Finanziell ermöglicht hat dieses Ferienlager die Stiftung „ETL Kinderträume“, die über die Greizer Steuerberatungsgesellschaft „Zietan & Kollegen“ kontaktiert wurde. Über 5000 Euro erhielten die Initiatoren um Thomas Gerling so für das Projekt. „Bis auf das Taschengeld ist für die Kinder alles kostenfrei“, erklärt der Kreisgeschäftsführer. Die Betreuung der Kinder durch Ingrid Güther und Claudia Hinz erfolgt ehrenamtlich. Ob das Ferienlager auch im kommenden Jahr stattfinden wird, hängt davon ab, ob ein Sponsor gefunden wird, der für 20 Kinder Vollverpflegung und Ferienprogramm finanziert. Thomas Gerling ist da zuversichtlich: „Das Ferienlager soll Tradition werden.“


21. Juli 2010 /OTZ

Sport, Tanz und vier Turniere in Hohndorf

Auch die Volleyballer hatten zum Sportfest in Hohndorf ihr Turnier. Neben den Siegern des SV Chemie Greiz nahmen auch der Turnverein Moschwitz (links vom Netz) und BSF Turbine Naitschau teil.
Auch die Volleyballer hatten zum Sportfest in Hohndorf ihr
Turnier. Neben den Siegern des SV Chemie Greiz nahmen auch der
Turnverein Moschwitz (links vom Netz) und BSF Turbine
Naitschau teil.
Foto: Jürgen Stefaniak
Dorothea Backhaus schminkt Kinder.
Dorothea Backhaus schminkt Kinder.
Foto: Jürgen Stefaniak

Fußball, Volleyball und am Abend Musik zum Tanz, das gab es am Wochenende zum Sportfest in Hohndorf. Freizeitkicker, Männerteams und die Altenherrenmannschaften sowie Volleyballer kämpften dabei um den Sportfestsieg.

Jürgen Stefaniak / 21.07.10 / OTZ

Hohndorf. Am Freitag gelang dies beim Freizeitturnier den "2minman" vor dem 1. FC Horst und den Kickern von "Rakete Örschdorf", einem Team, das von Spielern aus Irchwitz und Waltersdorf gebildet wurde. Bei dem Gastgebern blieb der Pokal der Männermannschaften, die am Sonnabendnachmittag um den Sportfestsieg stritten. Untergrochlitz, Elsterberg und Reuth folgten auf den Plätzen. Keines der Teams blieb ohne Niederlage. So entschied das Torverhältnis über die Platzierungen. Die Hohndorfer erwischte es nach einem Startsieg von 6:0 gegen Elsterberg und dem 1:0 über Reuth im letzten Spiel gegen die Untergrochlitzer. Die blieben dank eines Last-Minute-Tores mit 2:1 siegreich. Da hatte aber Untergrochlitz schon gegen Elsterberg gepatzt; Endstand 1:0 für die Sachsen. Diese wiederum schlugen mit dem gleichen Resultat die am Ende ohne Pluspunkt bleibenden Reuther. Der Cossengrüner Jörg Steinbrich und Ronald Patzer aus Langenwetzendorf leiteten am Sonnabend die Spiele der vier Männerteams. Kurzfristig hatte Landesklassevertreter SV Unterwellenborn abgesagt. Turnierleiter Johannes Reiher stellte so den Spielplan auf das System jeder gegen jeden in zweimal 20 Minuten um. Unterhaltsames für die Kinder boten Heike Haußner und die Mitarbeiter vom Spielmobil des Stadtjugendringes Greiz. Am Abend sorgte, wie schon am Freitag, DJ Zippi für die Musik zum Tanz. Mit zwei Turnieren im Volleyball und bei den Alten Herren im Fußball fand das Sportfest am Sonntagmittag seinen Abschluss. Beim Volleyball gewann der SV Chemie Greiz das Vierer-Turnier. Chemie gewannn seine Partien gegen die Altersturner Greiz, Turnverein Moschwitz und Ballsportfreunde Turbine Naitschau, die in dieser Reihenfolge die weiteren Plätze belegten. Beim Altherrenfußball blieb der Turniersieg in Hohndorf. Der SC Syrau 1919 als Zweiter und der SV Blau-Weiß 90 Greiz kamen auf die weiteren Plätze. Gespielt wurde auf Kleinfeld und zweimal jeder gegen jeden. Zu guter letzt dankte Johannes Reiher im Namen des Hohndorfer Vereinsvorstandes allen, die die Aurichtung des Sportfestes ermöglichten und unterstützten.


21. Juli 2010 /OTZ

Zeulenroda: Geschichte der Stadt digitalisiert

Gottfried Thumser aus Zeulenroda fertigt in monatelanger akribischer Arbeit Nachdrucke von vergriffenen Büchern zur Stadtgeschichte von zeulenroda.

Heidi Henze / 21.07.10 / OTZ

Zeulenroda. "Das war eine immense Arbeit. Glück hatte ich, dass der Winter lange dauerte und ich viel Zeit hatte", resümiert Gottfried Thumser aus Zeulenroda. Er hatte sich in der kalten Jahreszeit einer wahren Sisyphusarbeit gewidmet. Insgesamt rund 1600 Seiten scannte er, beschwerte jede einzelne, blätterte in den Vorlagen und scannte wieder. Das Ergebnis: Die vergriffenen Bücher Geschichte der Stadt Zeulenroda Band I und Band II/1 von Friedrich Lorenz Schmidt oder besser bekannt als F. L. Schmidt, erfuhren einen Nachdruck (Reprint). Nachdrucke sind Ausgaben eines Werkes in der gleichen Form und werden, falls es sich um unveränderte bzw. nur unwesentlich veränderte Ausgaben handelt, mit der Originalausgabe beschrieben. In einer Reprint-Ausgabe können auch nur einzelne Bände des Originals sein. Der Buchverfasser des Bandes "Geschichte der Stadt Zeulenroda" war in Zeulenroda Lehrer, Stadtarchivar, Schriftsteller und Historiker. Als Stadtarchivar und Historiker erlangte er Ruhm in der Stadt und war geradezu dafür prädestiniert, sich mit der Geschichte von Zeulenroda ausgiebig zu beschäftigen. Seine Ergebnisse veröffentlichte er in den Jahren von 1935 bis 1953 in vier Bänden. F. L. Schmidt, so Thumser, arbeitete sehr tiefgründig und ausführlich. Nun sind, dank des Zeulenrodaers, wenigstens zwei Bände wieder erhältlich. Die Genehmigung hatte sich der Geschichtsinteressierte natürlich vorab geholt. Ein zweiter Nachdruck folgte mit der "Geschichte von Zeulenroda" von 1840 von Dr. Johann Gottlieb Stemmler. Seit 1832 war Stemmler Bürgermeister der Stadt Zeulenroda für 24 Jahre bis zu seinem Tod. 1840 hatte er das Buch die "Geschichte der Stadt Zeulenroda" verfasst. Thumser widmete sich auch diesem Werk und digitalisierte es. Auch wenn nach Thumsers Meinung die Stadtgeschichte von Stemmler einige Lücken enthält, so sind doch alle drei Bücher eine unverzichtbare Hilfe bei der geschichtlichen Aufarbeitung, so Thumser. Auf die Frage, warum sich der Ingenieur für Baustatik eine solche Sisyphusarbeit auf sich genommen hat, kommt spontan die Antwort: "Ich interessiere mich für die Geschichte und Entwicklung unserer Stadt". Auktionen bei einem Online-Anbieter, bei dem genau diese Bücher für 80 bis 100 Euro die Besitzer wechseln, hält er für übertrieben. Er hat die Geschichtsbände digitalisiert, ausgedruckt und erste Bände in der heimischen Druckerei von Katharina Oberreuter binden lassen. Doch kann man sie auch nur als Papierstapel erhalten, so Thumser. Um eine Voranmeldung wird unter Telefon (036628) 62483.


21. Juli 2010 /OTZ

Meistertitel für Taucherinnen aus Greiz

Berit Viehhäuser trifft die letzten Startvorbereitungen, bevor es auf Tauchgang geht.
Berit Viehhäuser trifft die letzten Startvorbereitungen, bevor
es auf Tauchgang geht.
Foto: Gunther Viehhäuser
Mit einem Meistertitel sowie zahlreichen Podestplätzen lieferten die Taucher des TC Greiz eine gute Leistung ab.
Mit einem Meistertitel sowie zahlreichen Podestplätzen liefer-
ten die Taucher des TC Greiz eine gute Leistung ab.
Foto: Gunther Viehhäuser

Berit Viehhäuser und Nadine Reichbodt gewinnen in der Kategorie weibliche Jugend

Von Gunther Viehhäuser Berlin (OTZ).

Im Juni fand im Störitzsee bei Berlin der zweite Teil der Deutschen Meisterschaften im Orientierungstauchen statt. Es standen drei Disziplinen auf dem Programm. Los ging es am Sonnabend früh mit der Mannschaftsorientierung nach Karte. Die Mannschaften gehen in Zweierteams in der jeweiligen Kategorie in den Wettkampf. Am Start im Wasser bekommen diese eine Karte überreicht und müssen sich alle Werte unter Wasser selber ausrechnen. An den verschiedenen Punkten wird mit einer Lochzange ein mitgeführtes Plättchen gekennzeichnet. Nur der letzte Punkt ist über Wasser sichtbar und mit dem Berühren wird die Endzeit genommen. Es gibt also viele Möglichkeiten, Fehler zu begehen. So hatten auch einige favorisierte Teams ihre Probleme auf dem Kurs, zumal die Sichtweite nur etwas mehr als einen Meter betrug. Nach Auswertung aller Karten gab es in der Greizer Mannschaft große Freude. Berit Viehhäuser und Nadine Reichbodt holten sich den deutschen Meistertitel in der Kategorie weibliche Jugend. Komplettiert wurde dieses hervorragende Ergebnis von Rafael Hempel und Lucas Grimm, die den zweiten Platz in der Klasse männliche Jugend ertauchten. In der Klasse Damen wurden Antje Viehhäuser und Heike Reinhold Vierte. Bei den Herren kamen keine Greizer zum Einsatz. Am Nachmittag stand der Fünf-Punkte-Kurs auf dem Programm. In der weiblichen Jugend konnte sich Berit Viehhäuser den zweiten Platz hinter einer Rostocker Taucherin sichern. Nadine Reichbodt zollte der aufkommenden Strömung Tribut und schied am ersten Punkt aus. So erging es auch Lucas Grimm in der männlichen Jugend. Rafael Hempel, ebenfalls männliche Jugend, kam damit besser zurecht und landete auf dem guten vierten Platz. In der Klasse Damen konnte Antje Viehhäuser die Disziplin gut durchbringen und den sechsten Platz erkämpfen. In der Klasse Masters Damen sicherte sich Heike Reinhold den zweiten Rang. Als letzte Disziplin stand am Sonntag der Sternkurs auf dem Programm. Dabei muss eine Boje umrundet und anschließend ein Punkt gefunden werden. Bedingt durch die vielen Kurswechsel ist dabei die ganze Aufmerksamkeit des Sportlers gefragt. Dabei kam die Greizer Jugend nicht in den Medaillenbereich. Berit Viehhäuser erzielte Platz fünf, Nadine Reichbodt Platz sechs, Lucas Grimm Platz sieben. Antje Viehhäuser kam auf Platz sechs an. Dafür konnte Heike Reinhold in der Damen-Masterwertung Silber aus dem Wasser fischen. In der Kombination weibliche Jugend belegte Berit Viehhäuser den dritten, Nadine Reichbodt den zehnten Platz. Bei der männlichen Jugend kam Lucas Grimm auf Platz fünf und Rafael Hempel auf sechs. In der Damenwertung lag Antje Viehhäuser auf dem sechsten Platz. Die Masterdamen belegten mit Heike Reinhold den zweiten und Andrea Schobert den dritten Rang.


21. Juli 2010 /OTZ

Blau-Weiß bricht Widerstand des FSV

Tino Eisentraut
Tino Eisentraut

Fußball, Saisonvorbereitung
SV Blau-Weiß 90 Greiz - FSV Mohlsdorf 9:1 (1:1)

Greiz (OTZ/Reichardt).

Als Abschluss des dreitägigen Trainingslagers beim SV Blau-Weiß 90 Greiz sollte gegen die Langenwolschendorfer Kicker der erste Härtetest erfolgen. Diese sagten aber kurzfristig ab. So war es dem FSV Mohlsdorf und hier speziell Matthias Pätz zu verdanken, das für die Zuschauer doch noch ein Testspiel zustande kam. Mit dem Spielergebnis konnte man zufrieden sein, der SV Blau-Weiß 90 Greiz gewann mit 9:1 Toren, doch spielerisch ist noch einiges zu tun. Insbesondere bei den Laufwegen, dem blinden Verständnis untereinander und der Spielübersicht gibt es noch Handlungsbedarf. Das zeigte sich insbesondere in der ersten Halbzeit dieser Begegnung. In der 10. Minute war es der FSV Mohlsdorf, der durch Benjamin Richter mit 0:1 in Führung ging, da sich die Abwehr der Gastgeber nicht einig war. Doch in Minute 19 darauf klingelte es im Kasten des FSV Mohlsdorf zum 1:1-Ausgleich, den Abdel Bakr, nach schönem Zuspiel von Neuzugang Tino Eisentraut, erzielte. In der 2. Halbzeit ging es dann besser. In der 54. Minute bereits das 2:1 durch Ronny Poltsch und in der 63. Minute das 3:1, ebenfalls durch Poltsch. Das 4:1 fiel in der 64. Minute durch den Neuzugang Christian Schönberger, der diesen Treffer im Doppelpassspiel mit Norman Fonfara erzielte. In der 68. Minute erzielte Bakr das 5:1, in der 75. das 6:1. Dann war wohl der Widerstand des FSV Mohlsdorf endgültig gebrochen, denn in der 77. Minute besorgte Mirco Seidel das 7:1, in der 79. Minute Martin Ortel das 8:1 und in der 82. Minute Norman Fonfara den 9:1-Endstand dieser Begegnung. Ein Sieg des SV Blau-Weiß 90 Greiz, der zwar zufriedenstellend ist, aber doch noch Lücken und Defizite aufzeigte, die es in den nächsten Tagen auszuräumen gilt.
Greiz: Naundorf, Schmiedel, Schneider, Oertel, Hedler, Schönberger, Fonfara, Poltsch, Kögler, Eisentraut, Bakr, Kaufmann, Pfau, Seidel, Poetschlag.
Mohlsdorf: Reiher, Gneupel, Pätz, Reichmuth, Thomas, Neupert, Hollstein, Richter, Jungk, Oelschlegel, Weiß, Petri.


21. Juli 2010 /OTZ

Anspruchsvolle Region für Radsportler

Margit Otto
Margit Otto
Foto: Susann Grunert

Margit Otto zur Thüringen-Rundfahrt

Es fragte: Marcel Hilbert

Die Greizerin Margit Otto trainiert den Nachwuchs beim 1. Radsportverein (RSV) 1886 Greiz. Im Gespräch äußert sie sich über die gestern begonnene Internationale Thüringen- Rundfahrt der Frauen.
Wie verfolgen Sie die Thüringen-Rundfahrt?
Eigentlich folge ich der Tour nur über die Zeitung und Rundfunkberichte. Zur Greiz-Etappe bin ich aber mit einigen meiner Sportler auf jeden Fall dabei.
Wo werden Sie sich das Geschehen anschauen?
Da wir eh in der Carolinenstraße sind und beim Ergometer-Fahren mitmachen, werden wir uns dort auch sowohl Start als auch Zielankunft ansehen.
Welche ist Ihrer Meinung nach die schwerste Etappe?
Ich glaube, man darf keine der Etappen unterschätzen, denn sie sind alle sehr schwierig. Diese Region hier ist für jeden Radsportler anspruchsvoll. Ich würde die Tour nicht fahren wollen. Auch die Etappe Rund um Greiz verlangt den Starterinnen einiges ab, da geht es ja schon zu Beginn mit dem Berg nach Obergrochlitz los.
Haben Sie eine Favoritin?
Das lässt sich jetzt noch nicht sagen, da zur Thüringen-Rundfahrt ein sehr ausgelichenes Starterfeld ins Rennen geht. Sie trainieren ja den Nachwuchs.
Sehen Sie einige Ihrer Schützlinge in ein paar Jahren bei der Tour?
Schwer zu sagen. Wir haben wirklich einige vielversprechende Nachwuchs-Fahrerinnen. Es gibt aber viele Faktoren neben der sportlichen Leistung, die hier ausschlaggebend sind, zum Beispiel die Schule. Wenn der Nachwuchs am Ball bleibt, kann ich mir vorstellen, auch bald mal wieder Greizer Starter bei der Rundfahrt zu sehen.
Wieder?
Ja, mit Mandy Hampel und Sandra Mießbach hatten wir vor einigen Jahren zwei Eigengewächse des 1. RSV 1886 Greiz mit dabei. Mit der Tour de France läuft derzeit ein weiterer Radsport-Höhepunkt.
Interessiert Sie die Frankreich-Tour auch?
Naja, ich verfolge noch einige der Bergetappen, aber nicht mehr in dem Maße wie vor ein paar Jahren. Die ständigen Querelen um Doping schaden dem Sport und besonders der Nachwuchsarbeit. Viele schicken ihre Kinder deswegen nicht mehr zu den Vereinen.


21. Juli 2010 /Vogtland-Anzeiger

Vogtlandbahn fährt mit klimatisierten Zügen

Hof/Plauen – Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) müssen sich in diesen Tagen mitunter harsche Kritik von einigen Reisenden anhören.

„Funktionieren bei Ihnen im Zug die Klimaanlage und die Toilette“, fragte ein aufgebrachter Fahrgast einen Hofer Eisenbahner beim Zusteigen in den Franken-Sachsen-Express am Nürnberger Hauptbahnhof. Erst nachdem der Triebfahrzeugführer dem Fahrgast dies versichert hatte, beruhigte sich der Reisende, der unmittelbar zuvor schlechte Erfahrungen in einem Fernverkehrszug der DB gemacht hatte. Die Franken-Sachsen-Express-Züge nach Nürnberg und Dresden sowie die Regionalexpress-Züge nach Würzburg, Regensburg, Gera und Saalfeld sind klimatisiert. Allerdings haben die Neigetechnikzüge der Baureihe VT 612 seit ihrer Auslieferung vor zehn Jahren ein jahreszeitlich unabhängiges Problem bei der Regulierung der Klimaanlagen. Es ist schier unmöglich, alle vier Großraum-Abteile des Triebwagens auf die gleiche Temperatur zu bringen.

Problem mit Zug-Sensoren

So kommt es mitunter vor, dass es den Fahrgästen in einem Zugteil zu warm ist, während andere bereits zu frieren beginnen. Als sich jüngst ein Reisender an den Triebfahrzeugführer wandte und um eine Temperatur-Regulierung bat, verwies dieser achselzuckend auf den elektronischen Bildschirm. Dort zeigte eine Grafik vier unterschiedlich hohe Säulen, die die jeweiligen Temperaturen in den Abteilen anzeigen. Wie der Triebfahrzeugführer erklärte, könne er die Klimaanlage nur für den gesamten Zug stärker oder schwächer einstellen, nicht jedoch für einzelne Großraum-Abteile. Die DB-Mitarbeiter machen die Sensoren in den Abteilen für diese Abweichungen verantwortlich. Zudem ist das Wärme-Empfinden der Reisenden unterschiedlich. Die Neigetechnikzüge der Baureihe VT 612 verfügen zwar über Kippfenster an einigen Sitzplätzen, diese Fenster sind jedoch grundsätzlich verschlossen, weil die Klimaanlage bei geöffneten Fenstern nicht funktionieren würde. Nur im Notfall – beim Ausfall der Klimaanlage – würden die Zugbegleiter diese Fenster mit Hilfe eines Spezialschlüssels öffnen. Bei den ICE-Zügen, in denen es in den vergangenen Tagen bis zu 50 Grad Celsius heiß geworden war, ist dies unmöglich, denn diese Triebzüge müssen wegen den Tunnelfahrten auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken druckdicht sein und verfügen deshalb über keinerlei Fenster.

Vogtlandbahn zuverlässig

Bei der Vogtlandbahn (VBG) sind nur die „Desiro“-Triebwagen (VT 642) klimatisiert, die seit rund zehn Jahren auf der Linie zwischen Hof und Regensburg, zwischen Marktredwitz, Eger, Plauen und Zwickau sowie auf der Elstertalbahn eingesetzt werden. Wie ein VBG-Triebfahrzeugführer erklärte, ist es bei diesen Fahrzeugen bislang nur selten zum Ausfall einer der beiden Klima-Anlagen gekommen. Wie ein Test auf dem VBG-Betriebshof im sächsischen Neumark gezeigt habe, liege der Treibstoffverbrauch für die Klimaanlage beim Stillstand der Züge bei etwa 30 Litern pro Tag.

„Rollende Gewächshäuser“

Dagegen wird es in den älteren VBG-Triebwagen vom Typ „Regio-Sprinter“ („VT 654“), die zwischen Hof und Plauen sowie zwischen Neuenmarkt-Wirsberg und Lichtenfels verkehren, mitunter sehr warm. „Nur in der Hälfte der Regio-Sprinter sind die Führerstände klimatisiert, die Fahrgasträume überhaupt nicht“, kritisiert ein VBG-Mitarbeiter. Kein Wunder also, dass Bahnfans diese Fahrzeuge mittlerweile als „Rollende Gewächshäuser“ bezeichnen. Bei den Alex-Zügen nach München, die unter der Regie der VBG fahren, haben die Reisenden die Wahl: In jedem Zug ab Hof befindet sich ein Doppelstock-Waggon mit Klimaanlage. Bei den anderen drei normalen Abteilwagen können die Fahrgäste jederzeit die Fenster öffnen und den Fahrtwind genießen.


21. Juli 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Zeichnung: OTZ/Bruns
Zeichnung: OTZ/Bruns


Lunziger Bauern- und Trödelmarkt am Wochenende

Am kommenden Wochenende laden der Feuerwehrverein Lunzig/Hain und die Gemeinde Lunzig zum Bauern- und Trödelmarkt. Letzterer beginnt offiziell am Sonntag um 7 Uhr. An beiden Tagen ist Festplatzbetrieb angesagt mit unterhaltsamen Überraschungen. Bisher haben bereits zahlreiche Trödler für den Markt zugesagt, so dass Besucher beim Stöbern gewiss auf so manchen verborgenen Schatz stoßen werden.
Archivfoto: Marcel Hilbert

Am kommenden Wochenende laden der Feuerwehrverein Lunzig/Hain und die Gemeinde Lunzig zum Bauern- und Trödelmarkt. Letzterer beginnt offiziell am Sonntag um 7 Uhr. An beiden Tagen ist Festplatzbetrieb angesagt mit unterhaltsamen Überraschungen. Bisher haben bereits zahlreiche Trödler für den Markt zugesagt, so dass Besucher beim Stöbern gewiss auf so manchen verborgenen Schatz stoßen werden.


Noch immer keine heiße Spur

Greiz (OTZ/KG).

Noch immer gibt es keine heiße Spur zum Brand der ehemaligen Canatex- Lagerhalle in Greiz am 1. Juli. Wie Polizeisprecher Michael Schwenzer informierte, ermittle die Kriminalpolizei weiter in alle Richtungen. Auch Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden. Gesucht werden weiterhin Zeugen. Wer Hinweise zum Brand geben kann, wird dringend gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion in Gera unter Telefon (0365) 8 23 44 04 oder bei der Polizeiinspektion Greiz (03661) 62 10 zu melden.


Geldbörse beim Einkauf gestohlen

Greiz (OTZ).

Nach dem Einkauf im Penny-Markt am 16. Juli, 12 Uhr, in Greiz, Neustadtring vermisste eine 71-jährige Frau ihr Portemonnaie. Sie hatte die Geldbörse in ihrem Einkaufsbeutel gelassen, der am Einkaufswagen hing. An der Kasse bemerkte sie, dass die Geldbörse nicht mehr dort war. Ein Täter hatte die Geldbörse vermutlich in einem unbeobachteten Moment aus dem Beutel genommen. In der Geldbörse befanden sich neben Bargeld ein Ausweis und Kreditkarten. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Greiz unter Telefon (03661) 62 10 zu melden.


Container brennt lichterloh

Greiz (OTZ).

Lichterloh brannte gestern 2.40 Uhr ein Plastikcontainer in der Beethovenstraße, Höhe Sportschule Kurt Rödel. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Im Container befanden sich keine Gegenstände, die ein Selbstentzünden hätten hervorrufen können. Der Container war nach dem Löschen zu einem Drittel abgebrannt. Zeugen melden sich bitte unter (03661) 62 10.


Mit 128 Sachen bei erlaubten 50 km/h

Greiz (OTZ).

Am Montag führten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Gera in der Plauenschen Straße eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Die zulässige Geschwindigkeit von 50 km/h überschritten 57 Fahrer, von denen 44 jeweils ein Verwarngeld und 13 jeweils ein Bußgeld bezahlen müssen. Davon müssen vier Fahrzeugführer mit einem Fahrverbot rechnen. Spitzenreiter war ein Krad mit 128 km/h bei erlaubten 50 km/h.


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