16. Juli 2010 /OTZ

Greizer Kindern Urlaub geschenkt

18 Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren brachen gestern Mittag zusammen mit Betreuern des Greizer Café OK zu einem viertägigen Zeltlager nach Tschirma auf.
18 Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren brachen gestern
Mittag zusammen mit Betreuern des Greizer Café OK zu einem
viertägigen Zeltlager nach Tschirma auf.
Foto: OTZ/Susann Grunert

18 Jungen und Mädchen fahren mit dem Café OK ins Zeltlager nach Tschirma

Von Susann Grunert Greiz (OTZ).

Aufbruchstimmung herrschte gestern Mittag im Greizer Café OK auf dem Kirchplatz. Die Rucksäcke sind gepackt, die Schlafsäcke zusammen gerollt - es kann also losgehen für 18 Kinder aus einkommensschwachen Familien, die mit Betreuern des Café OK für vier Tage ins Zeltlager nach Tschirma fahren. Doch zuvor wird sich noch einmal ordentlich gestärkt. Bei Nudeln mit Tomatensoße wächst die Vorfreude auf die Kinderfreizeit. „Ich freue mich am meisten aufs Flaschendrehen und das Waikiki“, sprudelt es aus Minaya heraus. Die kleine Russin ist zum ersten Mal mit dem Café OK unterwegs, oder Kontaktschwierigkeiten. „Ich fahre zusammen mit meiner Schwester, habe aber auch schon Freundinnen gefunden“, erzählt die Zehnjährige. Zum zwölften Mal organisiert Ursula Rudorf, Leiterin des Kontakttreffs Café OK, zusammen mit ihren Mitarbeitern die Kinderfreizeit in Tschirma. „Jedes Mal machen wir schöne, neue Erfahrungen“, erzählt sie. Finanziert werden die erlebnisreichen Tage für die Jungen und Mädchen von Spenden und der Aktion Kindern Urlaub schenken“ der Diakonie Mitteldeutschland. „Ich finde es bewundernswert, wie toll sich hier für die Kinder engagiert wird“, erzählt Gudrun Dreßel, Geschäftsführerin des Diakonievereins Carolinenfeld, Träger des Café OK. „Viele kennen Urlaubsreisen von zu Hause nicht“, berichtet Ursula Rudorf. Neben Spiel und Spaß soll aber auch das Motto der Fahrt „Ich bin o.k. - Du bist o.k.“ verinnerlicht werden. „Dazu zählen zum Beispiel Regeln, die wir zusammen aufstellen und an die sich jeder halten muss“, erklärt Rudorf, „oder wie man Konflikte gewaltfrei löst“. Dabei, fährt sie fort, stehe im Zeltlager aber nicht die Disziplin im Vordergrund, sondern, dass


Man macht bei jeder Kinderfreizeit schöne, neue Erfahrungen.

Ursula Rudorf, Leiterin Café OK


jedes einzelne Kind als Individuum wahrgenommen wird. Für Marcella, die schon zum fünften Mal dabei ist, ist der Abschlussabend ein Höhepunkt. „Dann wird eine Talenteshow gemacht, bei der jeder vorführt, was er am besten kann“, erzählt die Elfjährige. Bis dahin gilt es aber erst einmal, auf dem Pfarrgelände in Tschirma die Zelte aufzuschlagen, jede Menge Blödsinn zu treiben und sich im Waikiki, auf dem Reiterhof in der Bretmühle oder dem Kletterwald in Gera richtig auszutoben. Nachdem die größte Hürde vor Reisebeginn, die ganze Rasselbande samt Gepäck auf die Autos zu verteilen, gestern erledigt war, steht ein paar schönen Ferientagen nun nichts mehr im Weg.

Kommentar

Kind sein dürfen

Von Susann Grunert

Nach Angaben der Diakonie Mitteldeutschlands lebt jedes vierte Kind in Thüringen, Sachsen und Sachsen- Anhalt unterhalb der Armutsgrenze. Wenn die Küche zu Hause immer öfter kalt bleibt, die Eltern Kinobesuch, Klassenfahrt oder das neueste Trendspielzeug nicht finanzieren können, klopft die Existenzangst vieler Familien auch an die Kinderzimmertür und macht viel zu früh aus kleinen Leuten sorgenvolle Erwachsene. Wenn das Geld kaum für das Nötigste reicht, steht Ferienerholung natürlich ganz unten auf der Liste. Doch Kinder brauchen Urlaub, um neue Kraft für die Schule zu schöpfen oder einfach ihrem Alltag für kurze Zeit zu entfliehen. Dank des Engagements von Ursula Rudorf und ihrer Kollegen des Cafés OK und der zahlreichen Spender können 18 Kinder aus einkommensschwachen Familien ein paar Tage ausspannen, toben, lachen, spielen und miteinander eine unbeschwerte Zeit verbringen. Darüber hinaus kommen sie ganz nebenbei in Kontakt mit erfahrenen Sozialbetreuern und die Gespräche mit ihnen helfen, ein bisschen länger Kind sein zu dürfen.


16. Juli 2010 /OTZ

Große Gebietsstrukturen nicht seligmachend

Hohenleuben: Sommerreise des FDP-Fraktionsvorsitzenden Uwe Bart nach Hohenleuben, wo seine Parteikollegen, wie Matthias Lindig und Dirk Bergner auf ihn warteten sowie Jörg Panse, Dr. Horst Gerber, Jürgen Eisner und Anton Darburger. (v.l.)
Hohenleuben: Sommerreise des FDP-Fraktionsvorsitzenden Uwe Bart
nach Hohenleuben, wo seine Parteikollegen, wie Matthias Lindig
und Dirk Bergner auf ihn warteten sowie Jörg Panse, Dr. Horst
Gerber, Jürgen Eisner und Anton Darburger. (v.l.)
Foto: OTZ/Heidi Henze

Vom Chemiewerk in Bad Köstritz führte gestern die Sommerreise des FDP-Fraktionsvorsitzendenden des Thüringer Landtages, Uwe Barth, direkt nach Hohenleuben.

Heidi Henze / 16.07.10 / OTZ-Hohenleuben.

Allzu verständlich, denn wohl auch so ein Fraktionschef fühlt sich am wohlsten unter seinen Parteikollegen, die die einzigen Gesprächspartner von Barth in Hohenleuben waren. Die Parlamentsferien nutzte der FDP-Politiker dazu, um sich im Freistaat im Gedächtnis zu halten. Und was könnte bei der FDP-Sommerreise unter dem Motto: "Sicherung des Fachkräftebedarfs in Thüringer Betrieben" also näher liegen, als das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden. Hohenleuben und die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Leubatal bieten sich da für einen Besuch geradezu an. Sind doch Bürgermeister Dirk Bergner und Verwaltungschef Matthias Lindig beide in derselben Partei wie Barth. Trotz dieser parteilichen Einheit wurden die vielfältigen Probleme durchaus unterschiedlich gesehen. Vom Fachkräftebedarf und den Chancen für Auszubildende in Thüringen über das Thema wie sich Kommunen versuchen am Leben zu erhalten, der Gebietsreform bis hin zur Funktionalität einer Hackschnitzel-Heizung ließen die Parteifreunde nichts aus. Als positiv wertete es Barth, dass sich die Zahl der Schulabgänger und der benötigten Fachkräfte in den Firmen die Waage halten würden. Negativ hingegen sei, dass viele Berufe unter den Ausbildungsplatz-Suchenden nicht bekannt seien. Als gutes Beispiel konnte da das zuvor besuchte Chemiewerk in Bad Köstritz gelten, wo man es laut Barth besonders gern sehe, wenn die Eltern Interesse an der Ausbildung ihrer Sprösslinge zeigen. Vielen Schülern würde die Motivation fehlen, für einen guten Schulabschluss mehr zu tun als gefordert, stellte die Runde mit dem Hohenölsener Bürgermeister, Jürgen Eisner (CDU/FDP), den Kreistagsmitgliedern Anton Daburger und Dr. Horst Gerber (FDP) und dem Pressesprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jens Panse, fest. Stetig andere Schulstrukturen seien da ebenso wenig dienlich wie ausgebildete Berufsschullehrer, die ohne Perspektiven sind. Beim Thema Gemeindegebietsreform schieden sich dann die Geister. Gerber ist der Ansicht, dass eine VG nicht flexibel genug arbeiten könne. "Zehn Haushaltspläne erstellen, für die am Ende keine Gemeinde wirklich finanzielle Mittel zur Verfügung hat, sind unrealistisch", sagte er. Barth hingegen lehnt stetig größer werdende Gemeindestrukturen ab. "Der Gedanke, groß ist billig, stimmt so nicht und stetig größer werdende Strukturen können nicht die seligmachenden sein", so Barth.


16. Juli 2010 /OTZ

Küsschen für Papp-Schweini

So groß kann Fußball-Liebe sein: Beim Public Viewing auf dem Westernhagenplatz verteilten diese drei Fans nach dem Argentinien-Spiel Küsschen an Papp-„Schweini“.
So groß kann Fußball-Liebe sein: Beim Public Viewing auf dem
Westernhagenplatz verteilten diese drei Fans nach dem
Argentinien-Spiel Küsschen an Papp-„Schweini“.
Foto: Sven Lippert

Drei Gewinnerfotos und weitere kreative Bilder von euphorischen Fußballmomenten

Von Katja Grieser Greiz.

Nach Ende der Fußball-Weltmeisterschaft bleiben nur noch Erinnerungen an die euphorischen Momente. Da ist es am besten, wenn man diese im Foto festgehalten hat. Dass Fußballeuphorie viele Gesichter hat, wurde bei den zahlreichen Einsendungen zu unserem Fotowettbewerb sichtbar. Und die drei Gewinner, die sich über das Buch „Football’s coming home“ freuen können, stehen nun fest. Den Preis gibt es für das Bild der drei verrückten Fußballfans, die auf dem Westernhagenplatz zum Public Viewing sogar Bastian Schweinsteiger mit dabei hatten. Auch wenn es nur ein Papp-Schweini ist, verteilten sie trotzdem Küsschen an den Nationalspieler nach dem überaus erfolgreichen Argentinien-Spiel der Deutschen. Vielen Dank an Sven Lippert, der uns dieses klasse Foto geschickt hat. Begeistert waren wir auch von den tierischen Fußballfans, die Peter Reichardt im Bild festgehalten hat. Nicole Steinbach und Janine Hilscher begnügten sich nicht damit, sich selbst im besten Fußballoutfit zu präsentieren, sondern sogar ihre Pferde wurden zu Fußballfans. Dritter Gewinner ist Kuno Grützmann aus Berga, der uns mit dem Bild von

entspannter Euphorie überzeugen konnte. Kuno und Heinz aus Berga sehen in gemütlicher Runde das WM-Spiel Deutschland und Ghana, natürlich fangerecht gekleidet. Herzlichen Glückwunsch den drei Gewinnern. Schwer gefallen ist uns die Auswahl, denn etliche Fotos haben uns ebenfalls ausgesprochen gut gefallen. So die von Gabi Vogl, die mit Freunden gemeinsam in der Greizer „Ho- Ga-Arena“, also Hofgartenarena, die Spiele gesehen hat. Auch das Bild von Familie Schlehahn, das Jannik und Moritz beim „Home Viewing“ und Vuvuzela-Blasen zeigt, ist toll. Die fußballbegeisterten Kinder aus dem Hohndorfer Kindergarten, fotografiert von Gabriele Wetzel, fanden wir auch gut. Künstlerisch ist das Bild von Klaus Tiller, der buchstäblich den Fußball im Blick hat. Wir bedanken uns bei allen Einsendern für die Fotos, die uns viel Freude bereitet haben.


16. Juli 2010 /OTZ

Leserbriefe/Leserdank

Greizer Tisch 1

Zum Tonhallen-Treff:

Es war vor 45 Jahren, da trafen sich Greizer Jugendliche in der Tonhalle Reichenbach am „Greizer Tisch 1“, um Bands der Beat-, Rock- und später auch der Underground- sowie Soulszene aus der DDR zuzuhören. Nach 45 Jahren war dies Anlass für den „harten Kern“ vom Greizer Tisch, sich in Greiz zu treffen und so manche Story aus der Tonhallenzeit in die Gegenwart zu holen. Die Biermesse am „Greizer Tisch 1“ in der Tonhalle wurde natürlich nochmals wie in alten Zeiten zelebriert. Aber auch an so manche Greizer Band wie Eldorados oder Media nox wurde sich gern erinnert, über anpassungsfähige Amateurtanzkapellen gelästert. Vielleicht könnten wir zum „50.“ eine große Tonhallenfete starten, leider aber nicht mehr in der Tonhalle, denn diese ist jetzt ein Wellness-Center.

Bernd Just, Greiz


Tolles Programm

Zu 65 Jahre Kita Hohndorf:

Was für ein strahlend blauer Sommertag zur Abschlussveranstaltung anlässlich des 65- jährigen Bestehens der Kindertagesstätte „Am Froschteich“ Hohndorf. Die Mädchen und Jungen, die Erzieherinnen, Eltern, Großeltern und Geschwister feierten gemeinsam ihr Jubiläum mit vielen Höhepunkten und Überraschungen. Neben den Begrüßungstänzen der Kinder boten die Froschteichmuttis tolle sportlich- tänzerische Einlagen. Zur Freude der Kids übergaben sie eine Torwand für die Einrichtung. Die Hüpfburg, das Glücksrad, Reiten auf Pferd und Pony, das Schminken - alles kam gut an und wurde ausgiebig genutzt. Als Gäste waren auch die ehemaligen Erzieherinnen Irmgard Jung, Brigitte Ritter, Elke Biedermann und Gisela Suhr in der Kita und waren begeistert von der jetzigen Einrichtung. Allen Eltern und Sponsoren gilt ein Dankeschön.

Gabriele Wetzel, Hohndorf


Vorher sprechen

Zum 2. Industrieforum-Cup:

Der Bericht über das Vorhaben zeigt gute sportliche Aspekte über die Zusammenarbeit der Wirtschaft und unserer Sportvereine. Meine Kritik richtet sich gegen die Feststellung, dass die Auswahl des Landratsamtes nicht hätte detailliert werden können. Es ist bekannt, dass Kreissportbund und Landratsamt Greiz eine gemeinsame Auswahl aufgebaut hat, die bereits seit zwölf Jahren aktiv tätig ist. Sie hat sogar am Egro-Cup erfolgreich teilgenommen und ihr letztes Spiel am 4. Juni gegen die Kreisauswahl Plzen-Sever bestritten. Wenn man mit dem Leiter gesprochen hätte, wäre die Teilnahme zustande gekommen. Wir könnten ja beim 3. Cup durch ein Gespräch im Voraus den Wert erhöhen.

Werner Saller, Zeulenroda


Die Redaktion behält sich das Recht vor, Zuschriften sinnentsprechend zu kürzen oder auszugsweise abzudrucken. Leserbriefe sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Briefe per E-Mail an die Lokalredaktion Greiz bitte an lrgreiz@ otz.de.


16. Juli 2010 /OTZ

Sandra Mittag ist beste Geraerin

Zeugnisse für Floristen-Jahrgang

Von Uwe Müller Gera.

Mit ihrem Gedenkkranz für ein Familiengrab krönte Stefanie Lippmann gestern in Gera ihre dreijährige Ausbildung zur Floristin. Die Kahlaerin ist die Jahrgangsbeste unter 20 Absolventen aus Ostthüringen. Beste Geraerin wurde Sandra Mittag vom Christlichen Jugenddorfwerk Gera. Sie sieht bereits voller Hoffnung für ihre berufliche Zukunft einer Probearbeit nächste Woche in den Gera-Arcaden entgegen. Die große Hitze machte zur praktischen Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer den Auszubildenden und den Pflanzen gleichermaßen zu schaffen. Am Mittwoch hatten die angehenden Floristen sorgsam ihre Arrangements eingesprüht, um gestern dann doch feststellen zu müssen, dass die eine oder andere Pflanze nachgesteckt werden muss. Vor der Prüfungskommission mussten die Jugendlichen ein komplexes Thema, wie Brautoder Trauerschmuck umsetzen, eine Pflanz- und Steckschale sowie einen Strauß anfertigen. Gut beraten war, wer sich bereits ab dem zweiten Lehrjahr gemeinsam mit seinem Ausbildungsbetrieb auf diese Herausforderung einstellte. Fazit von IHK-Prüfungssachbearbeiterin Cornelia Schlaak: Es war ein durchschnittlicher Floristenjahrgang, der gestern Abend seine Zeugnisse erhielt. Wobei die Leistung von Stefanie Lippmann positiven Seltenheitswert hat. IHK-Geschäftsführerin Ingrid Weidhaas will die Unternehmen ermutigen, in die Floristen- Ausbildung zu investieren. Nur wenn jährlich eine Klasse mit 15 Teilnehmern zustande kommt, ist der Fortbestand dieses Berufsschulzweiges in Gera gesichert - ansonsten droht der Umzug nach Erfurt. Und damit eine Abwärtsspirale für die Branche in Ostthüringen, können es sich doch die kleinen Betriebe kaum leisten, ihre Lehrlinge nach Erfurt zu schicken. In der aktuellen Lehrstellenbörse sind jedenfalls noch drei freie Plätze verzeichnet. Berufsschullehrerin Anita Schmidt setzt auf die gute Zusammenarbeit mit den Betrieben, die sich mit dem Flora-Cup entwickelt hat.


16. Juli 2010 /OTZ

28 Gesellenbriefe überreicht

Kfz-Gewerbe investiert in Nachwuchs

Von Uwe Müller Gera.

18 Kfz-Mechatroniker, vier Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik und sechs Kfz-Servicemechaniker erhielten gestern ihre Gesellenbriefe. Die Feierstunde der Kfz-Innung Ostthüringen fand im Autohaus Auto-Scholz AVS Gera statt. Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) gratulierte den Jugendlichen. „Der Gesellenbrief ist Auftakt zur Weiterbildung“, legte sie ihnen ans Herz, lebenslang dazuzulernen. Die Kommunalpolitikerin dankte den Ausbildungsbetrieben für ihr Engagement und der Innung bei der Vermittlung der Junggesellen. Bis auf einen haben bereits alle einen Arbeitsvertrag erhalten. In den Prüfungen mussten die Lehrlinge nicht nur theoretisches Wissen unter Beweis stellen, sondern auch im Stationsbetrieb zeigen, dass sie mit moderner Prüf- und Diagnosetechnik umgehen können und in der Lage sind, immer komplexer werdende Reparaturen und Wartungen zu meistern und zu dokumentieren. Vier Lehrlinge haben aufgrund mangelhafter Leistungen die Prüfung nicht bestanden. Unterm Strich bleibt ein positives Gesamtergebnis der Gesellenprüfung, das trotz der hohen Prüfungsanforderungen dank des Engagements der Ausbildungsbetriebe, der Berufsschullehrer und Ausbilder des Berufsbildungs- und Technologiezentrums Aga der Handwerkskammer Ostthüringen erreicht wurde. Mit den neuen Berufen Kfz- Mechatroniker und Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik begann 2003 eine qualitativ neue Stufe der Ausbildung, die der immer stärkeren Verschmelzung von Mechanik, Hydraulik und Elektronik und der modernen Karosseriebauweise mit hochfesten Stählen, Aluminium und Kunststoffen Rechnung trägt. Anerkennung zollt die Kfz-Innung dem großen Engagement, das viele Betriebe aufbringen, in dem sie über ihren eigenen Bedarf ausbilden. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Situation im Kraftfahrzeuggewerbe werden den Jugendlichen durch eine solide Ausbildung zum Facharbeiter und dem Nachweis der erreichten Qualifikation in nunmehr acht Berufen oder Berufsspezialisierungen eine Chance für den Einstieg am Arbeitsmarkt gegeben.


16. Juli 2010 /OTZ

Junges Greiz

Die Provinz ist durchaus rockbar

Bereits 2009 enterten „Mojoman“ aus Plauen die Bühne im Cossengrüner Bürgerhaus. Als zweite Band des Abends wollen sie auch am 14. August mit ihrem Blues-Rock das Publikum zum Feiern bringen.
Bereits 2009 enterten „Mojoman“ aus Plauen die Bühne im Cossen-
grüner Bürgerhaus. Als zweite Band des Abends wollen sie auch
am 14. August mit ihrem Blues-Rock das Publikum zum
Feiern bringen.
Foto: Konstantin Richter

Konstantin Richter aus Cossengrün bringt zum zweiten Mal einen Abend voller Livemusik ins Bürgerhaus des Dorfes

Von Marcel Hilbert Cossengrün (OTZ).

Dass ländliche Dorfidylle und laute Live-Musik durchaus gut miteinander kombinierbar sind, ist spätestens seit dem Popularitätsschub des Heavy-Metal- Festivals „Wacken Open Air“ in den letzten Jahren bekannt. Auch Konstantin Richter mag diesen scheinbaren Widerspruch zwischen dem vermeintlich „verschlafenen Nest“ und den kreischenden Gitarren auf der Bühne. „Ich will Live-Kultur ins Dorf bringen“, umschreibt der 20-Jährige kurz die Idee, die ihn vor fast genau einem Jahr veranlasste, im Bürgerhaus seines Heimatortes Cossengrün den ersten „Rockbar“-Konzertabend zu veranstalten. Und da Richter mit den über 150 Gästen der Erstauflage 2009 mehr als zufrieden war, heißt es am Sonnabend, 14. August, zum zweiten Mal „Rockbar Cossengrün“. Erneut haben sich drei Bands angekündigt, die um die Gunst des gemischten Publikums buhlen werden. Denn, und das betont Richter, „der Konzertabend soll nicht nur die Jugend ansprechen, sondern durchaus auch Bewohner aus Cossengrün und den Nachbarorten, und zwar aus allen Altersklassen.“ Um die Besucherzahlen weiter zu steigern, steht mit „Dollface“ auch internationaler Besuch ins Haus. Das Indie-Rock- Quintett aus Malmö in Schweden wird den Abschluss des Abends bestreiten. „Ich habe die Band vor Kurzem in Plauen gesehen und fand sie cool“, sagt Richter. So habe er die Band angesprochen und diese reist nun extra für den Gig in Cossengrün nach Deutschland. Bevor der Schweden-Fünfer allerdings die Bühne stürmt und mit tanzbaren Rockklängen dem Publikum einzuheizen versucht, stehen zwei Plauener Bands im Rampenlicht. Die Rolle der Eröffnungsband übernehmen die Hardrocker von „Mother Engine“. Um 20 Uhr eröffnen sie den Rock- Reigen. Nach 2009 bereits zum zweiten Mal bei „Rockbar Cossengrün“ dabei sind die Blues- Rocker „Mojoman“ aus Plauen. Im Anschluss an „Mother Engine“ wollen sie den Saal weiter zum Kochen bringen. Inwieweit der persönliche Geschmack die Bandauswahl beeinflusst, erklärt Konstantin Richter so: „Natürlich gefallen mir alle Bands auch persönlich sehr gut, aber würde es nur nach mir gehen, käme hier nur Heavy Metal.“ So achte er schon darauf, mit der Musik ein möglichst breites Spektrum abzudecken, auch wenn es zumindest bei der groben Einordnung keine Kompromisse gibt. „Hauptsache, es ist handgemacht“, handgemacht“, so Richter weiter. Bei der Organisation seines Abiballes habe der Cossengrüner Gefallen an der Planung von Veranstaltungen gefunden und so mit „Rockbar Cossengrün“ 2009 erste Stehversuche unternommen. Und auch, wenn er die Organisation weitestgehend allein stemmt, kann er dennoch auf Unterstützung bauen: „Das Dorf steht auf jeden Fall hinter mir. Die Leute freuen sich ja auch, dass hier neben Feuerwehrfest und Sportfest noch andere Dinge passieren.“ Der Name „Rockbar“ gehe dabei, so Richter zum Abschluss, auf ein Lied der Ärzte zurück und passt ganz gut: „Ich will zeigen, dass die Provinz durchaus rockbar ist.“
myspace.com/rockbarcossengruen

Rockbar Cossengrün: Bands: Mother Engine (Hardrock/Plauen), Mojoman (Blues-Rock/Plauen), Dollface (Indie- Rock/Malmö) Ort: Bürgerhaus Cossengrün Zeit: Sonnabend, 14. August, 20 Uhr

Vier Spielkarten verändern sein Leben

Dein Tipp

Katharina Wolfrum (17), Greiz

Falls ein paar Regenschauer den nächsten Sommerbadbesuch ins Wasser fallen lassen, wäre es nicht verkehrt, zu folgendem Buch zu greifen. „Der Joker“ von Markus Zusak ist ein Roman, der zum Nachdenken und Lächeln anregt. Das Buch handelt von Ed Kennedy, einem Verlierertypen, der die Schule abgebrochen und keine Ausbildung begonnen hat. Ihm fehlt es an Selbstvertrauen und sein einziger Rückhalt sind seine drei Freunde und sein Hund Türsteher. Zusätzliches Problem ist, dass Ed sich in das einzige Mädchen der Clique verliebt hat, sie aber nicht in ihn. Oder doch? Eines Tages werden Ed und seine Freunde in einen Banküberfall verwickelt. Im Anschluss bekommt Ed eine Spielkarte, das Karo-Ass, zugesendet. Darauf findet er drei Adressen, die ihn zu Menschen verschiedenen Alters führen. Es folgen drei weitere Asse mit neun weiteren Adressen. Doch mit den einfachsten Dingen kann Ed den Leuten meist helfen. Ob und wie Ed Kennedy mit seinen Aufgaben wächst, wie sich sein Verhältnis zu seinen Mitmenschen und seine Einstellung zum Leben verändert, erzählt Markus Zusak auf 445 Seiten. Doch von der Vielzahl der Seiten sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn durch die authentische Erzählweise, die Selbstironie und die ständige Situationskomik fällt es dem Leser schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Es gibt viele überraschende Wendungen und es ist spannend, Ed auf der Suche nach dem Sinn des Lebens zu begleiten. Ein Buch, das nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene zum Lachen bringt.

Mit Freunden nach London

Anika Martinetz (17), Schülerin, Kurtschau
Ich möchte im nächsten Jahr mein Abitur bestehen. Danach hoffe ich auf einen guten Ausbildungsplatz, bei dem ich Spaß habe und auf eigenen Beinen stehen kann. Natürlich möchte ich danach auch einen guten Job bekommen. Außerdem ist es mein großer Traum, einmal mit meinen Freunden nach London zu reisen, denn von der Stadt wurde mir schon viel berichtet, aber ich habe sie selbst noch nie gesehen.

Zu wenig für die Jugend

Stefanie Niklas (17), Schülerin, Berga
Ich habe einen schlechten Eindruck von der Stadt und bin auch nicht sehr oft hier. Es ist eine sehr alte Stadt, da die meisten jungen Leute nach der Schule aus Greiz weggehen. Vor allem Pohlitz ist keine schöne Gegend. In Greiz gibt es meiner Meinung nach wenig Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche. Dennoch gibt es sehr viele Cafés und Restaurants, in denen man sich mit Freunden treffen kann.

Nach dem Festival ist vor dem Festival

Auch 2011 soll vor der Göltzschtalbrücke wieder gerockt werden.
Auch 2011 soll vor der Göltzschtalbrücke wieder gerockt werden.
Foto: Marcel Hilbert

„Rock für ein buntes Vogtland“ zieht positive Bilanz der Zweitauflage und denkt schon über 2011 nach

Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ).

Gerade einmal einen Monat ist es her, dass über 2000 Menschen an der Göltzschtalbrücke eine farbenfrohe und friedliche Party feierten, da laufen schon wieder die Vorbereitungen für das dritte „Rock für ein buntes Vogtland“- Festival im Juni 2011. Bevor hier die Planungen aber wieder volle Fahrt aufnehmen, nutzen die Organisatoren Andreas Böttger und Daniel Kertscher die Gelegenheit, das diesjährige Festival auszuwerten. Worüber sich Kertscher besonders freut, ist, dass aus den Hauptfehlern der Premiere 2009 gelernt werden konnte und so mit einer verknappten Bandliste der dennoch vollgepackte Abend eine optimale Länge hatte. „Damals hatten sich auch Anwohner über Lautstärke und Dauer des Konzertabends beschwert, das war 2010 nicht der Fall“, so Kertscher. In seinen Augen hätte der Ablauf des gesamten Tages, mit Rahmenprogramm am Nachmittag und vier Bands am Abend auf der Hauptbühne, kaum besser laufen können: „Das werden wir auf jeden Fall 2011 so beibehalten.“ Besonders gut kamen die beiden Headliner-Bands „Trashmonkeys“ und „Smooth Lee“ an. Einen wichtigen Punkt, der für das Gelingen des Festivals maßgeblich war, ist das Sponsoring. „Wir wollen uns noch einmal ausdrücklich bei allen Geld- und Sachspendern bedanken“, sagt Andreas Böttger. Doch bei allen positiven Aspekten, es gab auch wieder Kritik, wie Böttger weiter berichtet: „Was überhaupt nicht gut funktioniert hat, ist der Shuttle- Betrieb zum Festival.“ An der Idee wolle man festhalten, doch an der Umsetzung müsse noch gearbeitet werden. Ein weiterer Kritikpunkt kann dann doch noch in dem ansonsten guten Ablauf des Abends gefunden werden. So überschnitt sich der Auftritt der „Trashmonkeys“ etwa zehn Minuten lang mit der Vorführung des Dokumentarfilmes. „Viele Leute wollten beides sehen“, sagt Böttger. Die Organisatoren überlegen, den Film eventuell in Kooperation mit dem Greizer Filmclub „Casino“ ein weiteres Mal aufzuführen. Zwei große Herausforderungen warten für 2011 auf die Festival-Macher. Zum einen muss ein neues Förderprogramm gefunden werden, denn den bisherigen Hauptsponsor „Vielfalt tut gut“ gibt es nicht mehr. Außerdem wird noch über die Trägerschaft des Festivals nachgedacht. In diesem Zusammenhang wird derzeit geprüft, ob sogar ein eigener Verein gegründet werden sollte. Wie auch immer hier in den kommenden Wochen entschieden wird, eines ist sicher: Auch 2011 wird es ein „Rock für ein buntes Vogtland“ geben und dafür sind wie immer fleißige Helfer gern gesehen. Wer die Festivalmacher unterstützen möchte, kann am Donnerstag, 2. September, zum ersten Treffen für das Festival 2011 um 19 Uhr in den Club 2000 in der Zentastraße in Greiz kommen.
www.rock-vogtland.de


16. Juli 2010 /OTZ

Auftaktveranstaltung zum Projekt Oskar-Sala-2010 im Greizer Theater

Oskar Sala 2010 Musik zum Selberbauen! ist ein Projekt von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar zum 100. Geburtstag von Oskar Sala unter der Leitung von Jan Sieber.
Oskar Sala 2010 Musik zum Selberbauen! ist ein Projekt von
Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar zum 100. Geburtstag
von Oskar Sala unter der Leitung von Jan Sieber.

Oskar Sala 2010 Musik zum Selberbauen ist ein Projekt von Studenten der Bauhaus-Universität Weimar zum 100. Geburtstag von Oskar Sala unter der Leitung von Jan Sieber.

Redaktion / 14.07.10 / OTZ-Greiz.

Die Filmemacher Ingo Rudloff und Oliver Rauch haben vor zehn Jahren den Künstler und Erfinder Oskar Sala besucht und eine beeindruckende Dokumentation eines außergewöhnlichen Sohnes der Stadt Greiz geschaffen. Mit dieser Dokumentation soll im Rahmen des Projektes das Sala-Jahr am Sonnabend, 17. Juli, eröffnet werden. Der nur selten zu sehende Film wurde u. a. auf Filmfestivals in Berlin, Sao Paulo, Quebec, Stockholm und Solo aufgeführt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Der Eintritt zur Veranstaltung im Greizer Theater an diesem Sonnabend um 19.30 Uhr ist frei. Das Projekt wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Greiz und ist Ende September mit einem mobilen Ausstellungspavillon erneut vor Ort präsent. Oskar Sala wurde am 18. Juli 1910 in Greiz geboren. Er gilt als Pionier der elektronischen Musik; seine Erfindung, das Mixtur-Trautonium, bildete eine entscheidende Grundlage für die Entwicklung der heute allgegenwärtigen Synthesizer. Den internationalen Durchbruch erlangte Sala mit der Vertonung von Alfred Hitchcocks Thriller "Die Vögel". Oskar Salas elektronisch erzeugte Klangkulisse verlieh dem Film die nötige furchterregende Atmosphäre. Anfang der 1960-er Jahre war kein anderes Instrument und kein anderer Klangkünstler in der Lage, derlei ungewöhnliche Geräusche zielgenau zu erzeugen. Bis zu seinem Tod im hohen Alter von 91 Jahren war Oskar Sala mit Kompositionen und Weiterentwicklungen für seine Erfindung beschäftigt.


16. Juli 2010 /OTZ

Ehrenamtliches Stadtoberhaupt Klaus Köhler in Hohenleuben mit Empfang gewürdigt

Empfang zum Abschied von Hohenleubens Bürgermeister Klaus Köhler (links) im Bürgerhaus Reußischer Hof. Hier Dank und Geschenke von Christian Roßram und Klaus Schwolow (r.) im Namen der Froschparkgesellschaft und der TSG.
Empfang zum Abschied von Hohenleubens Bürgermeister Klaus
Köhler (links) im Bürgerhaus Reußischer Hof. Hier Dank und
Geschenke von Christian Roßram und Klaus Schwolow (r.) im
Namen der Froschparkgesellschaft und der TSG.

Als er kam, war er kommunalpolitisch ein unbeschriebenes Blatt. Jetzt, wo er geht, wird dem ein oder anderen nochmal klar, was man an ihm hatte. Zu Ehren von Klaus Köhler, 2004 bis 2010 ehrenamtlicher Bürgermeister in Hohenleuben, fand ein Empfang mit Stadträten und Vereinschefs statt.

Steffen Beikirch / 15.07.10 / OTZ-Hohenleuben.

Wo sonst, wenn nicht im "Reußischen Hof" jenem Objekt, für das Klaus Köhler, ehemaliger Bürgermeister, sich von Anfang an stark gemacht hatte. Unter seiner Ägide wurde das ehemalige Gasthaus zu einem Bürgerhaus. Die Sanierung scheint ganz gut gewesen zu sein, meinte Köhler nun kess. Denn sonst hätten sich "nach all den Lobhudeleien" von Dienstag sicher die Balken gebogen. Ein besonders herzliches Dankeschön kam folglich vom Förderverein Reußischer Hof. "Sie sind nicht der Altbürgermeister, Sie sind der Kulturbürgermeister von Hohenleuben", würdigte Vorsitzende Elke Zuber das Wirken des 73-Jährigen. Grüße und Geschenke auch von den Vereinsführungen der TSG und der Froschparkgesellschaft (Klaus Schwolow und Christian Roßram). "Ohne Ihre Unterstützung wären wir wahrscheinlich jetzt noch in Triebes", sagte Mona Pfeifer, Vorsitzende des Carnevalsvereins. Eingereiht hatten sich auch die Luther-Liedertafel (Reiner Zuber), die Rassekaninchenzüchter (Uwe Kühn) und der schon länger nicht mehr aktive Stadtclub (Ulrich Masur). Feuerwehr-Chef Uwe Dick und Vereinschef Michael Spitzmüller luden Köhler ein, die erste Fahrt im neuen Einsatzleitwagen mitzumachen. Grundschulleiterin Carmen Schiller trug eine Lebensweisheit vor. Und für den "ältesten Verein hier" sprach Pfarrer Friedhard Kummer ein paar Worte. Für die politischen Weggefährten ergriff als erstes der Gastgeber, der neue Bürgermeister Dirk Bergner (FDP) das Wort. Rückblickend schätzte er die Ruhe und Sachlichkeit, aber auch Beharrlichkeit, mit der Köhler allen Differenzen begegnet sei. Mit dem Reußischen Hof habe er "ein ganzes Stück Gemeinsinn" erreicht, dass es vorher so nicht gab. VG-Vorsitzender Matthias Lindig (FDP) nannte Köhler "einen, der Brücken baut". In seiner Amtszeit sei ebenso das Klärwerk eingeweiht und der Ruf des städtischen Bauhofes deutlich verbessert worden. Lindig übergab ein Geschenk von Langenwetzendorfs Bürgermeister Kai Dittmann (CDU). "Wer?" hatte Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) nach Köhlers Wahl 2004 noch unwissend gefragt. Jetzt steht für sie fest: "Sie sind das Beste, was Hohenleuben in den letzten Jahren passieren konnte." Als "absolut zuverlässiger Partner in allen Richtungen" habe Köhler zielorientiert gearbeitet und die Menschen zusammengebracht. Der Zeulenroda-Triebeser Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) kam als Nachbar und als Vorsitzender des Zweckverbandes WAZ, in dem Köhler engagiert mitgewirkt habe. "Es ist für mich eine Ehre und Freude gewesen, mit Ihnen zusammenzuarbeiten." Einen Wermutstropfen sah der WAZ-Chef dennoch: Eine weitere Mitarbeit Köhlers im Verband sei leider nicht möglich, weil dies von Amts wegen dem Bürgermeister vorbehalten sei. Dafür warnte er Köhlers Frau vor: "Der hat jetzt Zeit und muss beschäftigt werden."


16. Juli 2010 /OTZ

Reudnitzer Handballer mit positiver Bilanz

Handball, Frauen, Reudnitz (rot) gegen Eisenberg (schwarz).
Handball, Frauen, Reudnitz (rot) gegen Eisenberg (schwarz).
Foto: Silke Groß

Saisonrückblick der TSG Concordia Reudnitz: Mit fünf Teams im Spielbetrieb

G. Bölke / 16.07.10 / OTZ-Reudnitz.

Während sich die Reudnitzer Handballer in die Sommerferien verabschiedeten, läuft bereits die Vorbereitung auf die Hallensaison 2010/2011. Die am Punktspielbetrieb teilnehmenden Mannschaften sind gemeldet, Hallentermine wurden beantragt, und es werden zur Zeit die Spielpläne abgestimmt. Die TSG Concordia startet mit zwei Erwachsenen- und drei Nachwuchsteams in die Saison. Den größten Erfolg verbuchte die weibliche B-Jugend. Hinter dem Thüringenmeister HSG Nordhausen erkämpfte das Team in der abschließenden Oberligarunde den zweiten Platz. Die Silbermedaille war verdient, denn das Gros der Mannschaft hätte eigentlich noch in der C-Jugend spielen können. Die gemischte D-Jugend platzierte sich am Ende auf Rang vier. Angesichts der spielstarken Teams aus Altenburg und Ziegelheim eine ordentliche Leistung, wobei selbst gegen diese beiden Mannschaften und auch gegen Stadtroda mehr drin gewesen wäre. Die gemischte E-Jugend absolvierte zwölf Punktspiele und erkämpfte den dritten Platz. Ein schöner Erfolg, über den sich die jüngsten Spieler und die Trainerin freuen konnten. Lediglich Ziegelheim und Stadtroda musste Reudnitz den Vortritt lassen. Die Frauenmannschaft startete in der Freizeitliga. Die vier teilnehmenden Mannschaften richteten jeweils in eigener Halle Tuniere aus. Nach insgesamt zwölf Spielen, 101:50 Toren und 21:3 Punkten belegte die Concordia den ersten Platz. Die Männer spielten in der Verbandsliga Ost. Das Ziel, einen der ersten drei Plätze in der Vorrundenstaffel eins zu belegen, wurde verfehlt. In einer Endrundengruppe mit Ziegelheim III und Rothenstein ging es um die Plätze sieben, acht und neun. Ein Unentschieden gegen Rothenstein war zu wenig, es reichte für die Concordia nur zu Rang neun von zwölf Mannschaften. Leider ist das TSG-Team über einige gute spielerische Ansätze nicht hinausgekommen. Außerhalb der Punktspiele bestritten alle Mannschaften Pokal- und Freundschaftsspiele. So starteten die drei Nachwuchsteams im Jugendpokalwettbewerb des Handballfachausschusses Ost (HFA Ost). Die Männer spielten Mitte November in Plzen gegen den langjährigen tschechischen Partner TJ Sokol Borek 23:23. Diese 40-jährige Partnerschaft zwischen Reudnitz und Borek/Rokycany ist in der Region einmalig und wird in diesem Jahr vom 17. bis 19. September in Reudnitz eine besondere Würdigung erfahren. Die Teilnahme der TSG an der Bestenermittlung der Senioren über 36, Mitte Juni in Sonneberg, fand Anerkennung und wird bei den Spielern in guter Erinnerung bleiben. Zuletzt sei das Sportfest erwähnt, an dem sich alle Aktiven im Groß- und Kleinfeldhandball auf dem Sportplatz Reudnitz beteiligten. Vereinsvorstand und Abteilungsleitung sagen Danke an alle Trainer, Übungsleiter, Eltern und Großeltern der jungen Handballer, überhaupt allen Unterstützern des Reudnitzer Sports und des Handballs.


16. Juli 2010 /OTZ

Hitzeschlacht in Oschersleben

Michael Meyer hatte in Oschersleben mit seinem BMW 130i im ersten Lauf zunächst technische Probleme, kämpfte sich aber im zweiten Durchgang vom letzten Startplatz auf Rang sieben vor.
Michael Meyer hatte in Oschersleben mit seinem BMW 130i im
ersten Lauf zunächst technische Probleme, kämpfte sich aber im
zweiten Durchgang vom letzten Startplatz auf Rang sieben vor.
Foto: Jörn Helmrich

Motorsport: Team Meyer Motorsport aus Reudnitz mit zwei Autos am Start

Von Jörn Helmrich Oschersleben (OTZ).

Bei tropischen Temperaturen und einer Asphalttemperatur von 58 Grad Celsius fanden am vergangenen Wochenende der 5. und 6. Wertungslauf des ADMV GTÜ Tourenwagencup in der Motorsportarena in Oschersleben statt. Dabei waren auch wieder die Reudnitzer Motorsportler vom Team Meyer Motorsport. Das Team ging diesmal mit zwei Fahrzeugen an den Start, und die beiden Fahrer Michael Meyer (BMW 130i Cup) und Tobias Müller (Lada) hatten sich viel vorgenommen, sollte doch die Charakteristik der Rennstrecke den eingesetzten Rennwagen entgegenkommen. Im Qualifying konnten sich beide Fahrer in ihren Klassen eine sehr gute Startposition sichern. Im ersten Rennen fuhr Tobias Müller einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg in seiner Klasse heraus, während für Michael Meyer bereits in der ersten Rennrunde nach einem technischen Defekt an der Hinterachse frühzeitig Schluss war. Mit tatkräftiger Unterstützung der anderen Teilnehmer gelang es, den BMW innerhalb von einer Stunde wieder für das zweite Rennen startklar zu machen. Es war eine Meisterleitung in Sachen Technik und Improvisation und zeigt, dass man sich hier im Breitensport noch gegenseitig unterstützt. Im zweiten Rennen konnte Müller seinen Erfolg vom ersten Lauf wiederholen, Meyer hingegen musste aufgrund des Ausfalls vom letzten Startplatz ins Rennen gegen. Nach einer fulminanten Aufholjagd, die die Zuschauer begeisterte, konnte er nach 14 Rennrunden den siebenten Platz des Gesamtklassements und Platz zwei in seiner Rennklasse bejubeln. Jedoch verlor das Team mit dem Ausfall im ersten Lauf die Gesamtführung der Klasse 7 im ADMV Tourenwagencup. Teamchef Peter Meyer zeigte sich aber insgesamt zufrieden: „Der Ausfall in der ersten Rennrunde war zwar sehr ärgerlich, jedoch hätte nach dem Bruch der Hinterachse auch wesentlich mehr passieren können. Beide Fahrer haben eine tadellose Leistung gebracht und konnten das Potenzial der Autos auf der Rennstrecke umsetzen.“ Die beiden nächsten Wertungsläufe finden Anfang September in Luxemburg statt.


16. Juli 2010 /OTZ

Leistungsgerechter fünfter Tabellenplatz

Saisonauswertung 2009/10 des Greizer SV

Greiz (OTZ/R. Hilbert).

Die neue Saison 2009/2010 in der ersten Kreisklasse - nach dem Abstieg aus der Kreisliga im Vorjahr - begann für die Fußballer des Greizer SV mit einem neuen Trainer. Die erste Halbserie übernahm Ullrich Zeuke den Trainerstuhl, in der zweiten Saisonhälfte Roland Hilbert. Die zum Saisonbeginn vorgegebene Minimalzielstellung mit Platz drei bis fünf konnte ohne Probleme schon vorzeitig realisiert werden. Mit dem Aufstieg hatte man letztlich nichts zu tun und war auch nicht in der Lage, in den entscheidenden Begegnungen mit den Spitzenmannschaften mitzuhalten. Vor allem in konditioneller, aber auch spielerischer Hinsicht hatte der Greizer SV kaum Nachteile. Großes Manko war hier eineutig die mangelhafte Chancenverwertung. Der erreichte fünfte Platz entspricht deshalb genau der Leistungsstärke der Mannschaft. Obwohl durchaus noch sieben bis acht Punkte mehr drin waren und leichtfertig verschenkt wurden wie beispielsweise mzweimal gegen Berga II und Hohenölsen, wäre trotzdem wahrscheinlich nicht mehr als der fünfte Platz herausgekommen.Dies zeigt auch das Ergebnis von 16 Punkten Vorsprung auf Platz sechs und elf Punkten Rückstand auf Platz vier. Erschwerend kamen noch Ausfälle und Langzeitverletzungen hinzu. Dies betraf vor allem C. Berauer, J. Grunert, G. Krakau, M. Fischer, D. Geier, S. Thomas, J. Kattler und M. Franke. In Punkto Disziplin und mannschaftlichen Zusammenhalts sind weitere Fortschritte erkennbar. Ein Aufstieg ist mit dem momentan vorhandenen Spielerstamm kaum möglich und wäre auch nicht im Sinne der Spieler und des Vereins. Um dieses Ziel in der Zukunft angehen zu können, bedarf es weiterer Leistungststeigerungen der jungen Spieler und zielgerichteter Verstärkung der Mannschaft aus anderen Vereinen. In der zurückliegenden Saison waren in dieser Hinsicht schon erhebliche Leistungststeigerungen bei S. Kattler, C. Harpeng und D. Geier zu erkennen. Aber auch ältere Sportfreunde wie J. Herrling und D. Scharr konnten eine Leistungssteigerung nachweisen. Diesen Weg gilt es für die neue Saison mit Knut Damm als neuen Trainer fortzuführen. Nachdem solche spielstarken Mannschaften wie Cossengrün, Rüdersdorf und Blau-Weiß 90 Greiz die 1. Kreisklasse verlassen haben und aufgestiegen sind, kann die Zielstellung für die neue Saison nur Aufstieg heißen. Die stärksten Konkurrenten werden SG 1. FC/ Chemie Greiz II und SG Hohenleuben/Hohenölsen sein. Es sind also von Saisonbeginn an alle Anstrengungen zu unternehmen, um dieses Ziel zu realisieren und nicht noch weitere Abgänge des Vereines bei Nichtaufstieg zu riskieren. Es bleibt zu hoffen, dass alle Spieler im Verein bleiben und keine weiteren Abgänge außer Markus Franke (Hohndorfer SV) und Steven Thomas (Hainberger SV) zu verzeichnen sind. Verstärkt werden die Greizer Fußballer durch Alexander Zischka (vom FSV Mohlsdorf), Oliver Schmidt (von SpVgg Heinersdorfergrund 02), René Langmesser (vom Elsterberger BC), Sören Langmesser und Felix Pohle (eigener Nachwuchs). Außerdem hofft der Greizer SV, mit dem neuen Trainer Knut Damm Ruhe auf dieser Position zu bekommen.

Saisonabschluss des Greizer SV (1. Kreisklasse): 5. Platz, 26 Spiele, 16 Siege, 3 Remis, 7 Niederlagen, 66:38 Tore, 51 Punkte Heimbilanz: 9 Siege, 1 Remis; 4 Niederlagen; 34:15 Tore, 28 Punkte Auswärts: 7 Siege, 2 Remis, 3 Niederlagen, 32:23 Tore; 23 Punkte Höchster Erfolg: 6:0 Wünschendorf II (A) Höchste Niederlage:1:6 Cossengrün (A). Torschützen: 1. Hamann - 18 Treffer 2. Herrling - 11 3. Scharr - 9 4. Franke - 8 5. Thomas, Reichhardt - je 5 7. Berauer, S.Grunert, Herold, Pfeifer, Geier, Harpeng, S.Kattler u. Jetschke - je 1. Gelbe Karten: 36 (Vorjahr 55) Gelb-Rote Karten: 2 (3) Rote Karten: 2 (3)


16. Juli 2010 /OTZ

Bewährungsprobe Sportfest

Die neuen Übungsleiter Manuel Schädlich (links) und Frank Spörl (r.) mit den Zugängen (v. l.): Heiko Eichhorn, Matthias Paul, Andreas Degelmann, Markus Franke.
Die neuen Übungsleiter Manuel Schädlich (links) und Frank Spörl
(r.) mit den Zugängen (v. l.): Heiko Eichhorn, Matthias Paul,
Andreas Degelmann, Markus Franke.
Foto: Jürgen Stefaniak

Hohndorfer SV begeht mit neuem Trainergespann und neuen Spielern das Traditionsfest

Hohndorf (OTZ/Stefaniak).

Ihre erste Bewährungsprobe haben am Wochenende zum Sportfest des Hohndorfer SV das neue Übungsleitergespann und vier neue Spieler in den Hohndorfer Farben. Neu gebildet wurde das dreiköpfige Trainerteam, zu dem Manuel Schädlich, Michael Strauß und Frank Spörl gehören. Alle waren auch bisher Mitglied im Verein. Neu sind auch vier Spieler in Hohndorf. Heiko Eichhorn, der von der SG FC/Chemie Greiz kam, Matthias Paul der bisher beim Plauener Kreisklassevertreter TSG Ruppertsgrün spielte, Torwart Andreas Degelmann kam vom SV 60 Untergrochlitz und Markus Franke (ehemals Greizer SV). Die Namen aller vier Akteure standen bereits beim Spiel gegen den VFC Plauen auf dem Spielformular. Auch zum Hohndorfer Sportfest zeigen sie ihr Können. Den Auftakt des dreitägigen Festes bilden am Freitag die Freizeitfußballer. Sie treten am 16. Juli ab 17 Uhr in einem Kleinfeldturnier um den Sportfestsieg an. Eine Mannschaft besteht hier aus einem Torwart und fünf Feldspielern. Am Sonnabend empfangen die Hohndorfer beim Männerturnier um den Sportfest-Pokal den SV Stahl Unterwellenborn, den Elsterberger BC, die SG Reuth und den SV 60 Untergrochlitz. Gespielt wird ab 13 Uhr jeder gegen jeden über zweimal 20 Minuten. Ab 19 Uhr gibt es ein Abschiedsspiel für Daniel Jäger. Dann trifft die SG FC/Chemie Greiz II auf das Jagger-Allstar-Team. In diesen spielen ehemalige Mitspieler des früher für Chemie Greiz aktiven Daniel Jäger. Am Abend sorgt wie schon am Freitag DJ Zippi aus Elsterberg für die Musik. Für die kleinen Festbesucher macht das Spielmobil aus Greiz Station auf dem Sportplatz. Mit einem Volleyball-Turnier, zu dem Mannschaften aus Greiz, Naitschau und Moschwitz anreisen, sowie dem Turnier der Alten-Herrenteams vom TSV Nema Netzschkau, SC Syrau, Hohndorfer SV und vom SV Blau-Weiß 90 Greiz endet das Sportfest am Sonntagmittag. Beginn am Abschlusstag ist 9.30 Uhr, und nach gemeinsamem Frühschoppen wird es dann sportlich.


16. Juli 2010 /Antje-Gesine Marsch

Oettersdorfer Open Air lockte wieder hunderte Fans

Engerling brachte die Stimmung zum Kochen
Engerling brachte die Stimmung zum Kochen

Drei Tage Musik satt - 13 Bands rocken bei teils glühender Hitze

Text & Bild Antje-Gesine Marsch

OETTERSDORF. Hochsommerliche Temperaturen, Bier en masse und beste Musik - was kann es für junge und jung gebliebene Fans besseres geben? Am vergangenen Wochenende steppte in Oettersdorf wieder der Bär. Bands , wie sie unterschiedlicher nicht sein können, bestimmten das Programm, das für jeden Musikgeschmack das Passende dabei hatte. Am Freitagabend zelebrierten die Jungs von Engerling um Wolfram „Bodi“ Bodag Blues vom Feinsten. Gegründet im Jahr 1975, haben die Musiker in all den Jahren nichts von ihrer Lebendigkeit und Authentizität verloren. Von Beginn an heizten die „Engerlinge“ die Stimmung im Zelt an und schafften es, den Platz vor der Bühne in eine riesige Tanzfläche zu verwandeln. Alte Hits, wie „Da hilft kein Jammern“, der „Engerling-Blues“, aber auch altbekannte Stones-Titel, wie „Little red rooster“ oder „She‘s like a rainbow“ sorgten für Feeling wie in guten, alten Zeiten. Ganze zwei Stunden Stones-Musik brachte „Engerling“ dann am Samstagnachmittag zu Gehör. Musik ganz anderer Coleur hatte Pothead im Gepäck. Brad und Jeff Dope überzeugten einmal mehr mit wuchtigen Bassläufen und Brads ziemlich charismatischen Gesang. Am Samstag wurden am Morgen auch die Jüngsten Open-Air-Besucher bedacht: ein Kinderpuppentheater sorgte mit „„Kasperle & die verzauberte Prinzessin“ für Spannung und Unterhaltung. Während die Kleinen sich dem Spiel widmeten, konnten sich die Großen beim Frühschoppen im Bierzelt mit Kurz & Lang gut auf den anstrengenden Tag vorbereiten. Seemannsbraut, Granmasdarlehen, Kirsche & Co., Speiches Monokel Band, De Krippelkiefern, King Kreole, Fiddlers Green, Bunzel und last but not least die Freygangband - die Liste der Bands liest sich wie das Who is Who der deutschen Musikszene. Seinen Abschluss fand das Oettersdorfer Open Air am Sonntagmorgen, wobei die ganz Hartgesottenen um 10 Uhr bereits den nächsten Frühschoppen ins Auge fassten. Veranstalter Dirk Pasold schaut dabei mit einem Auge schon in Richtung Zukunft. Im nächsten Jahr feiern die Oettersdorfer Rockfreunde ihr 20-jähriges Bestehen und haben sich für das Konzertwochenende 2011 etwas ganz Besonderes einfallen lassen. „Ein Votum“, so Pasold. Aus den in den Jahren 129 aufgetretenen Gruppen kann man das Programm mitbestimmen.

Service: VOTEN

20 JAHRE OPEN AIR OETTERSDORF

2011 UND IHR BESTIMMT DAS PROGRAMM!

Liebe Leute lasst euch sagen, es hat bald zum Zwanzigsten geschlagen. Wir danken euch für die Treue.
Das Programm zum 20. Jubiläum könnt ihr nun in den nächsten Monaten mitbestimmen. Klickt einfach auf den Link und ihr erreicht das Bandvotum. Alle Bands die in den 20 Jahren bei uns aufgetreten sind, sind hier aufgelistet. Ihr habt nun 5 Stimmen, mit welchen ihr eure Lieblingsband unterstützen und das Programm für 2011 mitbestimmen könnt.
Info: www.wotufa.de Ende des Votums 01.12.2010


16. Juli 2010 /Vogtland-Anzeiger

Was wurde aus Enka-Betriebsrat Klaus Wirth?

Elsterberg – Nichts glauben, alles für möglich halten – und gut Bescheid wissen: Das empfiehlt Klaus Wirth allen Betriebsräten der hauptsächlich seine Berater-Tätigkeit in Sachsen, Thüringen und in Sachsen-Anhalt anbieten möchte.

„Die Geschäftsführung bedient sich eines Unternehmensberaters. Die alle vier Jahre zu wählenden Betriebsräte brauchen ebenfalls Hilfe, um Schaden von der Belegschaft abzuwenden, bei Insolvenz und Stilllegungen, bei Zusammenschlüssen oder Verlagerungen. Dann geht es um Dinge wie Interessenausgleich und Sozialplan“, sagt Wirth, der nach eigenen Angaben auch als Referent an Gewerkschaftsschulen tätig sein wird und als freier Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei. „Meine ,Kunden“ muss ich mir selbst suchen – durch Zeitungsinfos, Nachrichten und Kontakte.“ Dabei wird ihm helfen, dass er seit 34 Jahren der Gewerkschaft angehört und gut vernetzt ist als Mitglied des Landesvorstandes Nordost der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie. „Unter anderem war ich dabei, als Tarifverträge ausgehandelt wurden.“ Enka, Nema Netzschkau, Man-Roland, Narva-Phillips – Wirth hat eine unheilvolle Entwicklung ausgemacht: „Die Vernichtung von Industriearbeitsplätzen hat katastrophale Züge angenommen. In solchen Zeiten sind Betriebsräte besonders gefordert.“ Der 50-Jährige hat jahrelang für den Erhalt des Elsterberger Viskose-Produzenten Enka gekämpft: Er wurde zum Symbol dieses Kampfes, der leider verloren ging. Fast 400 Arbeitsplätze gingen flöten. „Sicherlich können meine Erfahrungen anderen helfen“, sagt Wirth. 1976 hatte er eine Elektromonteur-Lehre in der Enka begonnen, die damals noch VEB Kunstseidenwerk „Clara Zetkin“ hieß. Bis 1989 arbeitete Wirth als Betriebselektriker. Nach der Wende wechselten Betriebsnamen und Eigentümer – die Arbeiter blieben, wenn auch ihre Zahl von 1200 auf 400 sank. Und Wirth wurde Betriebsrat, bald Chef des Betriebsrates in Elsterberg und des ganzen Konzerns – eine hauptberufliche Funktion. „Ich bekam viele Einblicke, konnte aber nicht verhindern, dass die Konzernspitze, den Standort Elsterberg auf Grund kurzsichtiger Erwägungen geopfert hat.“ Ihm tut es weh zu sehen, wie das Werk an der Weißen Elster ausgeschlachtet wird: Der Insolvenzverwalter habe einem Schrotthändler aus Essen den Zuschlag erteilt. „Mich würde es nicht wundern, wenn die Maschinen bald in Indien laufen.“ Ein Teil seiner ehemaligen Kollegen ist in den Westen gegangen – „die kommen nicht wieder“, sagt Wirth traurig. Einige haben Arbeit in der Region gefunden („nicht viele und manche zu höchst fragwürdigen Bedingungen“) und viele seien chancenlos auf dem Arbeitsmarkt.
ufa


16. Juli 2010 /Vogtland-Anzeiger

Neuer Naturpfad mit 33 Infotafeln eröffnet

Reichenbach - Ein neues Erholungsgebiet für Touristen im Göltzschtal ist eröffnet. Dieter Käppel und die Interessengemeinschaft Fließgewässerschutz Sachsen (IGFS) hatten an die Schotenmühle geladen.

Reichenbach – Entstanden ist ein 800 Meter langer Naturlehrpfad, 33 liebevoll gestaltete Tafeln geben viele Informationen entlang des romantischen Göltzschabschnittes. Besucher können auf den Tafeln des „Fischweges an der Göltzsch“ viel über die Tier- und Pflanzenwelt lernen. Auch die Goldsuche wird auf zwei Tafeln beleuchtet, der Pfad führt schließlich an einem alten Goldgräberstollen vorbei. Bei Niedrigwasser in der Göltzsch lohnt es sich durch das Gewässer zu waten und dem Stollen einen Besuch abzustatten. In Geschichten heißt es, man habe die Arbeiten damals eingestellt, kurz bevor man auf die Goldader stieß. Lediglich zehn Zentimeter sollen noch fehlen. Der Naturlehrpfad beginnt in der Nähe des „Alten Teichwärterhauses“ von Dieter Käppel und endet an Käppels neuem Naherholungsgebiet. Der Tourismusunternehmer hat zwei Teiche, die seit zehn Jahren trocken lagen, reaktiviert. Auf dem größeren Teich laden Floße zu einer Fahrt übers Wasser ein, später soll man in dem zwei Meter tiefen Gewässer auch baden können. „Das Gebiet steht Touristen und Einheimischen offen“, betont Dieter Käppel. „Man muss die Bewohner und Vereine mit eibeziehen, wenn man erfolgreich sein will.“ Für seine Urlauber schwebt Käppel etwas Besonderes vor. Nächstes Jahr sollen Hausflöße auf dem Teich entstehen. Die Gäste können dann mitten auf dem Wasser übernachten und so die Natur hautnah erleben. Der zweite Teich ist indessen den Tieren vorbehalten, hier soll ein Biotop entstehen. Die Tierwelt freut sich indessen schon jetzt über die Wasserflächen. Brutpaare von Stockenten, Reiherenten und Blesshühnern ziehen mit ihrem Nachwuchs Runden auf dem Teich. Für das Projekt „Fischweg Göltzsch“, haben sich Tourismusvereine, Privatleute und Naturschutzverbände zusammengetan um etwas Besonderes zu schaffen. Ob nun der Verein Tropfsteingrotte Mühlwand, das Buchwalder Goldmuseum, die IGFS, die Landestalsperrenverwaltung, der Bund für Umwelt und Naturschutz, der Verband der Ornithologen oder Landurlaub Käppel, alle haben tatkräftig geholfen. Ein Thema, das diskutiert wurde, trennt die Organisatoren. Es geht um den Kormoran, einen Vogel, der sich hauptsächlich von Fischen ernährt und laut IGFS die Bestände in der Göltzsch dezimiert hat. Besonders sensible Fischarten, wie die Äsche seien leichte Beute für die Vögel, deren Bestände verringert werden sollten, meint Bernd Sträubel von der IGFS. Eberhard Fröhlich, Naturschutzbeauftragter des Vogtlandes widerspricht und meint, auch der Kormoran habe im Flora-Fauna-Habitat Gebiet Göltzschtal seine Lebensberechtigung. Trotz dieses Streitthemas saßen am Samstagmittag alle Beteiligen bei einem Kesselgulasch vom Lagerfeuer und kühlen Getränken zusammen und Christa Trommer, Chefin des Fremdenverkehrsvereins „Nördliches Vogtland“ meinte, hier sei etwas besonderes entstanden, über das man 40 000 Touristen, die vom Verein pro Jahr an der Göltzschtalbrücke betreut werden, informieren wird.
mr


16. Juli 2010 /Vogtland-Anzeiger

Kein Geld für Reichenbacher Kreisverkehr

Reichenbach – Der Kreisverkehr an der Kreuzung von Dr.-Külz- und Klinkhardtstraße in Reichenbach wird dieses Jahr nicht gebaut. „Kein Geld“, sagt Matthias Opitz, Sachgebietsleiter im Straßenbauamt Plauen.

„Wir planen den Bau des dreiarmigen Kreisels für nächstes Jahr“, sagt er. Die Gesamtkosten setzen sich nach seinen Angaben aus 163 000 Euro (Stadt Reichenbach) und 450 000 Euro (Straßenbauamt) zusammen. Opitz rechnet nach eigenen Worten mit einer Bauzeit von bis zu fünf Monaten. „Im Winter schreiben wir den Auftrag aus.“ Im Reichenbacher Rathaus bedauert man den Bauverzug, denn eigentlich sollte schon im April mit den Arbeiten begonnen werden. Und die Stadt hat ihren Eigenanteil auch im Haushalt eingestellt. Nun muss die Verwaltung die Gelder um-beantragen und somit ins nächste Jahr hinüber retten. Bis vor einigen Tagen war das städtische Bauamt sogar noch im Ungewissen, wann der Kreisverkehr tatsächlich gebaut werden soll. Dabei besteht das Baurecht bereits seit einiger Zeit. Darüber hinaus gilt die Kreuzung derzeit als Unfallschwerpunkt, an dem sich in der Vergangenheit mindestens zehn Unfälle im Jahr ereignet haben. Meistens resultierten sie aus Vorfahrtsfehlern. Neben dem Straßenbau werden auch Trinkwasser-, Fernmelde- und Gasleitungen erneuert sowie Stromleitungen verlegt. Der Bau erfolgt in zwei Abschnitten, wobei in der ersten Bauphase die Bundesstraße zweispurig befahrbar bleibt. In der zweiten Phase rollt der Verkehr nur in Richtung Mylau und wird in Richtung Greiz weiträumig über die Umgehungsstraße umgeleitet. Dass Ortskundige sich aber Schleichwege suchen werden, ist den Verantwortlichen im Rathaus durchaus bewusst. Joachim Edelmann vom städtischen Verkehrsamt rechnet daher auf der Bahnhofstraße und Am Graben mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen.
ina/ ufa


16. Juli 2010 /Vogtland-Anzeiger

Blinder Telefonist geht in den Ruhestand

Lengenfeld - Fast 18 Jahre lang war Helmut Hoinkis die gute Seele in der Telefonzentrale des Bildungsinstitutes Pscherer in Lengenfeld.

Gestern wurde er von Unternehmensgründer Herbert Pscherer und zahlreichen Mitarbeitern in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Es war eine außergewöhnliche Erfahrung, die der blinde Mann vor 18 Jahren erlebte. Nach kurzer Arbeitslosigkeit stellte Pscherer ihn als Telefonisten in seinem Unternehmen ein. „Das war für mich ein überaus glücklicher Moment“, erinnert sich Helmut Hoinkis noch heute an die Zusage und vergleicht die Situation mit der Nachricht, „wenn man erfährt, dass man keinen Krebs hat“. Zuvor hatte er fast 30 Jahre lang als Telefonist in der Baumwollspinnerei gearbeite. Seit 1992 leitet der freundliche Herr die Telefonate im Bildungsinstitut Pscherer an die richtige Adresse und hat die Schule durch seine höfliche Art auch nach außen würdig vertreten. Dafür dankte ihm der Chef gestern ausdrücklich. Er hob Hoinkis Lebensmut hervor, denn trotz seiner Benachteiligung sei der Telefonist „nie schlecht drauf“ gewesen und habe immer versucht, „mehr als 100 Prozent zu bringen“. Dazu hätten auch seine Sprachkenntnisse beigetragen. Einen solchen Mitarbeiter, der zuverlässig, pünktlich und hoch motiviert sei, könne sich jeder Chef nur wünschen, sagte Pscherer. Daneben erinnerte er an flapsige Sprüche des blinden Mannes, die anfängliche Unsicherheiten im Umgang miteinander schnell beiseite geschoben hätten. So habe Helmut Hoinkis beispielsweise, wenn man ihn nach der einen oder anderen Person fragte, geantwortet: „Den habe ich heute noch nicht gesehen.“ Und als er vom Kauf eines neuen Fernsehers berichtete, sagte er: „Das Bild ist gestochen scharf.“ Mit 66 Jahren geht der Lengenfelder nun in Rente. Er wolle sich künftig ausruhen, erklärte er gestern und natürlich seinen Hobbys nachgehen. Dazu zählt das Lesen, aber auch Musik hören, das schöne Wetter genießen und Reisen. In diesem Zusammenhang erwähnte er, wie wichtig für ihn die Erfindung der Blindenschrift sei. Bei den Mitarbeitern bedankte sich Hoinkis für das gute Arbeitsumfeld und dass man ihn in alle den Jahren so gut aufgenommen habe. „Die Kollegen haben sich immer um mich gekümmert. So konnte ich auch an Weihnachtsfeiern teilnehmen und mit meinen bescheidenen Mitteln dem Unternehmen dienen“, sagte er voller Rührung. Zum Abschied überreichte ihm Herbert Pscherer im Namen der Mitarbeiter einen Fresskorb, der auch viel flüssige Nahrung enthielt, und einen Stoß CD´s mit Jazz- und Dixielandmusik.
ina


16. Juli 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Soviel Zeit muss sein…
Soviel Zeit muss sein…
Zeichnung: OTZ/Bruns


Neue Förderrichtlinien für Solaranlagen

Verbraucherzentrale Thüringen informiert

Greiz (OTZ).

Der Förderstopp beim Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien wurde aufgehoben. Seit kurzem können wieder Förderanträge nach der neuen Richtlinie gestellt werden. Die vor dem Programmstopp am 3. Mai gestellten und noch nicht bewilligten Anträge werden jetzt abschließend nach den alten Förderkonditionen bearbeitet, heißt es in einer Mitteilung. Im Zeitraum vom 4. Mai bis 11. Juli beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangene Anträge werden abgelehnt. Für nach den neuen Richtlinien förderfähige Anlagen ist eine erneute Antragstellung möglich. Dazu wurden die Antragsfristen für Anlagen, die länger als sechs Monate betriebsfertig sind, verlängert. Nach den neuen Richtlinien gibt es nicht mehr für alle bislang förderfähigen Anlagen Geld. So fallen Neubau-Anlagen heraus. Das gilt auch für Solaranlagen, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen sowie luftgeführte Pelletöfen und Scheitholzvergaser. Für Wärmepumpen gelten höhere Effizienzanforderungen. Einzelne Fördersätze und Boni wurden gekürzt. Wie eine neue Heizungsanlage effizient arbeitet, unter welchen Bedingungen sie in das Marktanreizprogramm fällt und wie Anträge richtig gestellt werden, dazu berät die Energieberatung der Verbraucherzentrale in Greiz im Bürgerbüro am Karl-Liebknecht- Platz 1, Tel.: (03661) 70 37 23.


Unfall unter Alkoholeinfluss

Greiz (OTZ).

Zu einem Unfall unter Alkoholeinfluss kam es am Mittwoch, gegen 17.25 Uhr, auf der Äußeren Zeulenrodaer Straße in Greiz. Ein Opelfahrer wollte aus Richtung Naitschau kommend nach Kurtschau fahren. An der Einmündung Wüstenteichstraße kam ihm ein Audi entgegen, der aus Richtung Moschwitz kam und nach links in Richtung Naitschau abbiegen wollte. Dabei stießen beide Fahrzeuge im Einmündungsbereich zusammen. Bei der Unfallaufnahme durch die Polizei wurde bei dem 35-jährigen Opelfahrer Alkoholgeruch bemerkt. Eine Kontrolle ergab einen Wert von 1,43 Promille. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt und der Führerschein sichergestellt. Beide Fahrzeugführer verletzten sich bei dem Unfall leicht. Der Schaden an beiden Fahrzeugen beträgt zirka 9500 Euro.


137 Fahrer in Dölau zu schnell

Greiz (OTZ).

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 92 in Greiz-Dölau überschritten insgesamt 137 Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Trauriger Spitzenreiter war ein Pkw Suzuki mit 105 km/h. 128 Verwarngelder, neun Bußgelder mit Punkten in Flensburg und vier Fahrverbote sind das Resultat der Kontrolle.


Anmeldung zum Sommerflohmarkt

Greiz (OTZ).

Zu einer bunten Flohmarktmeile verwandelt sich am Sonnabend, dem 14. August, wieder der Greizer Markt, die Marktstraße und der Bereich Am Markt. Von 10 bis 15 Uhr können interessierte Besucher an zahlreichen Ständen bummeln. Hauptanbieter des Flohmarktes sind Privatpersonen. Wer sich seinen Standplatz sichern möchte, sollte sich schnell anmelden. Händler mit Gewerbe können auf Anfrage und mit gesondertem Vertrag ebenfalls teilnehmen.
Die Anmeldung nimmt der Stadtmarketingverein Greiz, von- Westernhagen-Platz 5, 07973 Greiz, Fax: (03661) 70 32 82, E-Mail: stadtmarketing@greiz.de entgegen.


Zum 12. Gipfeltreffen

Zum 12. Gipfeltreffen auf dem Schneekopf: Robbi Möhre und Heike Opitz vom MDR verteilten Autogramme, u. a. an Egbert Mittenzwei (r.) aus Greiz.
Foto: Matthias Klinner

Zum 12. Gipfeltreffen auf dem Schneekopf: Robbi Möhre und Heike Opitz vom MDR verteilten Autogramme, u. a. an Egbert Mittenzwei (r.) aus Greiz.


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