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Heiße Phase am kühlen Abend
Biergärten füllen sich bei der Hitze erst später - Alkoholfreie Getränke bevorzugt Von Katja Grieser und Susann Grunert Greiz. Biergartenbetreiber müssen momentan länger auf die Gäste warten. Durch die enorme Hitze zieht es Durstige erst in den späteren Abendstunden zum Plausch ins Freie. „Gegen 20 Uhr, 20.30 Uhr kommen die Gäste derzeit“, sagt Torsten Fökel, der den „Schwarzen Engel“ auf dem Greizer Kirchplatz betreibt. Zwar zieht es Touristen auch am Nachmittag in seinen Biergarten, aber die Stammgäste warten lieber ab, bis es sich etwas abgekühlt hat. Glück hat der Wirt, dass auf dem Platz die große Linde steht, die Schatten spendet, und es somit nicht ganz so unerträglich ist. Kaffee ist bei der „Engel“- Kundschaft im Moment überhaupt nicht gefragt, dafür die hausgemachte Holunderlimonade, die Fökel mit Eiswürfeln serviert. „Da stehen die Leute drauf“, freut er sich. Zwischen 20.30 und 21 Uhr füllt sich auch der Biergarten der „pm lounge“ in der Brückenstraße. „Normalerweise haben wir bis 22 Uhr geöffnet, aber jetzt sitzen die Leute länger, denn gemütlich wird es erst später“, so Mitinhaber Patrick Kießling. Am Nachmittag gehe dagegen nicht viel, weil sich die Brückenstraße so sehr aufheizt. Da nützt auch die Markise nicht viel. Die tropischen Temperaturen machen sich auch bei den Bestellungen bemerkbar. Alles, was kalt ist, sei gefragt, vor allem die fruchtigen alkoholfreien Cocktails. „Alkohol wird zwar auch getrunken, aber in abgeschwächter Form“, konnte Kießling beobachten. Statt mit Bier werde der Durst lieber mit Radler gelöscht. Auf die Hitze stellt sich auch Manuela Brandt vom Café im Küchenhaus für ihre Kundschaft ein. „Diese Woche gibt es bei uns zum Beispiel eine kalte Gurkensuppe“, erzählt sie. Auch selbstgemachte Brotaufstriche kann man in dem Café am Sommerpalais derzeit genießen. „Wir bieten gesunde, leichte Sachen an, die den Körper bei dieser Wärme nicht so stark belasten“, beschreibt Manuela Brandt ihr Geschäftsrezept bei den derzeitigen tropischen Wetterzuständen. Ansonsten steigt bei ihr im Café mit den Temperaturen erwartungsgemäß auch der Eiskonsum, Kuchen wird eher weniger verlangt. „Es ist bei uns insgesamt etwas ruhiger als sonst, weil vor allem unsere älteren Kunden eher zu Hause bleiben“, hat sie beobachtet. Über längere Öffnungszeiten während der Hitzeperiode können sich die Gäste im „Reißberg 04“ in der Theodor- Körner-Straße freuen. „Unser À-la-carte-Geschäft beginnt jetzt erst 19 Uhr oder noch später“, berichtet Inhaber Torsten Krahnert. Deshalb habe man sich entschlossen, eine Stunde länger als sonst zu öffnen, damit die Gäste, die zum Essen kommen, noch ein bisschen in der Gaststätte verweilen können. Alkoholfreie Getränke sind auch auf dem Reißberg derzeit am meisten gefragt. „Es wird auch sehr viel Radler getrunken, ansonsten sehr wenig Alkohol und überhaupt kein Schnaps, also keine harten Drogen“, erzählt Krahnert lachend, „aber das würde ich ja jetzt auch nicht trinken.“ „Nicht förderlich“ findet Claus Rüdiger vom Café Lebensart im Unteren Schloss die Hitze. „Wenn überhaupt was geht, dann abends“, so seine Erfahrung. Da seine Sonnenterrasse diesem Namen alle Ehre macht, schließt er im Sommer sogar zwischen 14 und 17 Uhr. „Das hält man sonst nicht aus“, sagt er. Sein Thermometer hat in den letzten Tagen auf der Terrasse, die nachmittags in der prallen Sonne liegt, bereits 50 Grad Celsius gemessen. Erst wenn es abends kühler wird, kommen auch die Gäste. Die bevorzugen derzeit weniger Bier, sondern ebenso mehr Radler und Wasser. Wer es eistechnisch ausgefallen mag, sollte in diesen Tagen das italienische Restaurant „Da Papu“ in der Greizer Bahnhofstraße ansteuern. Inhaber Padam Sharma hat sich als gelernter Eiskonditor für die heiße Zeit ganz besondere Kreationen für seine Gäste einfallen lassen. „Wir haben Eis mit dem Geschmack von Kinderüberraschungseiern“, verrät der gebürtige Inder. Auch die Sorten Butterkeks, weiße Schokolade mit Pistazie oder - ganz originell- Kokos mit Curry kommen im „Da Papu“ in die Waffel. „Die Leute kommen später und trinken mehr“, beobachtet Padam Shamar und befindet sich mit dieser Feststellung in bester Greizer Gastronomen-Gesellschaft. Kommentar In BierlauneVon Katja Grieser Einmal mehr geben Schlagertexte Rätsel auf. „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ beklagt Paul Kuhn in dem hornalten Gassenhauer. Davon mal abgesehen, dass auf der Inselgruppe sehr wohl Bier zu haben ist, wie Hawaii-Touristen zu berichten wissen. Doch viel interessanter ist die Frage, was man bei der Hitze, wie sie auf Hawaii und mittlerweile auch in Ostthüringen herrscht, eigentlich mit Bier will. Als Durstlöscher hat es bei solchen Temperaturen offenbar ausgedient, wie unsere Umfrage ergeben hat. Da haben alkoholfreie Drinks Hochkonjunktur. Bier wird allenfalls in verdünnter Form konsumiert. Brauereien sind also gut beraten, Radler in die Produktion aufzunehmen. In einem Punkt kann man Paul Kuhn allerdings Recht geben: Vom Hula Hula geht der Durst nicht weg. Der Schweiß erst recht nicht. Also bei hawaiischer Hitze am besten so wenig wie möglich bewegen. Vielleicht schmeckt dann auch wieder das Bier. Wer diesbezüglich auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich, wo auch immer, einen kühlen Fleck suchen - dort ist der Bierkonsum auch nicht mehr so schweißtreibend. |
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Große Sonnenbrillen liegen im Trend Optikergeschäfte geben Tipps zum Kauf Von Susann Grunert Greiz (OTZ). Scheint Klärchen so strahlend vom Himmel, wie sie es derzeit tut, ist eine Sonnenbrille weit mehr als nur ein Accessoire. Die möglichen Schädigungen der Augen durch das Sonnenlicht reichen vom Sonnenbrand bis zur Schneeblindheit, bei der durch die UV-Strahlung die Zellen der Augenhornhäute absterben. Damit es nicht so weit kommt, haben wir uns in Greizer Optikergeschäften umgehört, worauf beim Sonnenbrillenkauf zu achten ist. „Man sollte auf alle Fälle Zeit mitbringen und sich zuerst überlegen, für was die Brille gebraucht wird“, rät Sandy Pusch, Lehrling bei Augenoptik Kretzschmar in der Brückenstraße. Je nachdem, ob die Sonnenbrille beim Sport oder im Alltag getragen wird, ändern sich die Anforderungen an die Gläser. „Auch das Tragegefühl ist wichtig, die Brille muss gut auf der Nase sitzen“, fährt sie fort. Die Gläser sollen die Augenpartie vollständig umschließen, damit keine Sonnenstrahlen von oben oder seitlich das Auge erreichen. Blendschutz und Lichtdurchlässigkeit werden durch die Tönung der Gläser bestimmt. „Man kann den Tönungsgrad von 25 bis 85 Prozent variieren“, erklärt Sandy Pusch. „Derzeit liegen größere Brillenmodelle im Trend“, weiß sie. Sie selbst trägt ein blaugraues Designermodell. „Aufgrund der Witterung läuft das Sonnenbrillengeschäft gut“, erzählt Karsten Schaarschmidt vom gleichnamigen Optikergeschäft in der Bruno-Bergner- Straße. Auch hier gehen vermehrt größere Fassungen aus Kunststoff oder Metall über den Ladentisch. „Bei Sonnenbrillen sind auch polarisierende Gläser von Vorteil“, rät er. Diese reduzieren die Blendung von Straßen- und Wasseroberflächen, und ermöglichen so ein kontrastreicheres Sehen. „Erwirbt man eine Sonnenbrille mit CE-Prüfsiegel im Fachhandel, kann man sich außerdem sicher sein, dass sie UVA- und UVBStrahlen zu einhundert Prozent filtert“, ergänzt er. „Unsere Kunden fragen verstärkt Sonnenbrillen mit Sehstärke nach“, berichtet Yvonne Kolbe, stellvertretende Filialleiterin von Fielmann auf dem Markt. Auch hier zieht das Geschäft mit Sonnenbrillen momentan an. „Das ist im Sommer aber üblich“, berichtet sie aus Erfahrung. |
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50 000 Euro nachgelegt für Lessing-Schule Bei Sanierung sind Mehrkosten angefallen Von Katja Grieser Greiz. Gut 50 000 Euro müssen für die Sanierung des Gebäudes der Greizer Lessing-Regelschule in der Dr.-Scheube-Straße draufgelegt werden. Einstimmig haben die Mitglieder des Kreis- und Finanzausschusses des Landkreises gestern diese überplanmäßige Ausgabe beschlossen. „Die Endabrechnung ist jetzt durch und es sind Kosten entstanden, die ursprünglich nicht eingeplant waren“, erläuterte Heinz Klügel (CDU), 1. Beigeordneter der Greizer Landrätin, den Ausschussmitgliedern. In mehreren Positionen seien Mehrkosten entstanden, aus denen sich die 50 767,98 Euro zusammen setzen. Während der Hausschwammsanierung über dem Kreuzgewölbe des Erdgeschosses wurde weiterer Schwammbefall in Decken und Fußbodenkonstruktion entdeckt, den es zu entfernen galt. Der Schwammbefall des Schulgebäudes zog weitere Kosten nach sich, so für Ausbau und Entsorgung betroffener Spanplatten. Zusätzliche Kosten entstanden zudem durch den Zustand des Gebäudes. So mussten aus statischen Gründen Deckenbalken verstärkt werden. Um bestehende Höhendifferenzen auszugleichen, mussten darüber hinaus Deckenbalken abgehobelt werden. Im Vorfeld nicht exakt kalkulierbar sei zudem die benötigte Menge an Fußbodenschüttung. Auch hier sind Mehrmengen angefallen, die eine Erhöhung der Kosten zufolge haben. Des Weiteren sind die Planungskosten höher ausgefallen als ursprünglich im Haushalt eingestellt. |
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Unverhoffte Großspende
Schrankwände, Einbauküchen und andere Möbel für Jugendclubs in Greiz und Mohlsdorf Von Marcel Hilbert Greiz/Klingenthal (OTZ). Über einen wahren Geschenke-Segen durften sich in den vergangenen Tagen die Mitarbeiter des Sozialraumteams Südost freuen. Die Jugend- und Sozialbetreuer, die im Raum Greiz im Einsatz sind, wurden mit einer großen Sachspende durch das Klingenthaler Seniorencentrum Cura bedacht. Und diese hatte es in sich: Sieben Schrankwände, ebenso viele Einbauküchen und weiteres Mobiliar wie Tische, Stühle, Betten und Bänke gingen in den Besitz der Streetworker über. Der Grund für die Großspende war die Auflösung eines Wohnzentrums in Klingenthal. „Die Möbel sind allesamt nicht älter als drei Jahre, manche Küche wurde noch nie verwendet“, freut sich Jugendarbeiterin Stephanie Schrader über die unverhoffte Großspende. Mittlerweile ist der Großteil des Mobiliars abgeholt und vergeben, kaum etwas stehe auf Halde, so Schrader. „Wir waren mit einem 75-Tonner unterwegs und haben trotzdem nicht alles wegbekommen“, berichtet sie. Mitarbeiter und Bekannte trotzten dabei der Sommerhitze und trugen die gespendeten Möbel teils mehrere Stockwerke aus dem ehemaligen Wohnhaus in Klingenthal hinab zum Transporter. „Die Sachen wurden und werden an die Jugendclubs in Greiz und Mohlsdorf verteilt, aber auch an bedürftige Jugendliche und junge Familien“, sagt sie und erinnert sich an die Freude der Beschenkten. „Die Leute haben sich teilweise gefreut wie kleine Kinder.“ Hierfür bedankt sich Stephanie Schrader bei der Firma Cura-Seniorencentren im Namen aller Kinder, Jugendlichen und Klienten. Außerdem dankt sie den freiwilligen Helfern für den Transport der vielen Möbel. Die Leute haben sich teilweise gefreut wie kleine Kinder. Stephanie Schrader, Sozialraumteam Südost |
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Wasser und Altlasten im Blick Kirchlicher Umweltkreis befragt Wismut Von Katja Schmidtke Ronneburg. Frank Lange muss das Thema doch noch ansprechen. Mehr als eine Stunde hatte der Sprecher des Kirchlichen Umweltkreises Ronneburg Dr. Peter Schmidt und Elke Kreyßig von der bundeseigenen Wismut GmbH zugehört, hatte Fragen gestellt zu Radonmessungen und Wassergüte. Aber neben diesen Detailfragen, mit denen der Umweltkreis seit mehr als 20 Jahren die Sanierung im Ostthüringer Uranerzrevier kritisch verfolgt, treibt die Engagierten doch eine Frage am meisten um - die nach den bisher ungeklärten Altlasten-Sanierungen. „Auf der einen Seite wird sehr genau und umfangreich gemessen und auf der anderen Seite gibt es große weiße Flecken“, sagte Lange zum Treffen des Umweltkreises am Montagabend in der Katholischen Kirche zu Ronneburg. Bis zu 300 Hektar seien im Ostthüringer Revier unsanierte und radiologisch brisante Flächen, heißt es vom Umweltkreis. Unter diesen Gebieten seien bewachsene Halden, verfüllte Tagebaue und eingeebnete Betriebsteile. Schmälern diese Altlasten nicht die erfolgreiche Sanierung der Wismut in unmittelbarer Nachbarschaft?, wollte Lange wissen. Die Antwort von Dr. Peter Schmidt, Abteilungsleiter Umweltüberwachung bei der Wismut, liegt zwischen den Zeilen. Die Altlasten müssen in den Blick geraten; nicht dass unbedarfte Gemeinden sie in ferner Zukunft einfach überplanen. Hans-Dieter Barth, Umweltkreis Das Know-How dazu habe der Bergbausanierer, so viel steht laut Schmidt fest. „Was mit diesen Standorten geschieht, ist aber eine Frage, die Sie an das Land richten müssen“, sagte er. Der Umweltkreis will dran bleiben. Die Altlasten seien Thema im Umweltausschuss des Landtages, so Lange. Und auch die Grünen im Landkreis Greiz zeigten Interesse, waren mit zwei Vertretern zum Treffen des Umweltkreises gekommen. „Wir wollen Sicherheit für die Zeit, in der der Sanierungsauftrag der Wismut erfüllt ist“, begründete Lange die Hartnäckigkeit. Dass die Wismut noch Jahre in Ostthüringen sanieren wird, das hatte Geschäftsführer Dr. Stefan Mann bereits zum Tag der offenen Tür angekündigt. Bis 2022 werde man die Schlämme an der Industriellen Absetzanlage Culmitzsch verwahren. „Wir werden dort noch lange arbeiten, einen Trend im Rückgang der Schadstoffe gibt es nicht“, sagte Elke Kreyßig. Das liege an der Geologie der Teiche. Sie seien wie ein Schwamm. Schadstoffe werden bei der Flutung der Gruben aktiviert. Das Wasser wird die Wismut also noch lange im Blick haben. Deshalb sei auch in den nächsten Jahren nicht an eine Sanierung von Bach-Sedimenten zu denken, antwortete Schmidt auf die Frage eines Bürgers. Dies sei stets mit erheblichen Abholzungen am Flussbett verbunden, gab Elke Kreyßig zu bedenken. |
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Geraer Aktionsbündnis gegen Rechts dankt für Unterstützung
"Die zahlreichen Aktionen und insbesondere die friedlichen Sitzblockaden als legitimes Mittel des Widerstandes haben gezeigt, dass ein breites zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechts Erfolg hat", so das Geraer Aktionsbündniss gegen Rechts, das für die Unterstützung dankt und um mehr bittet. Angelika Munteanu / 13.07.10 / OTZ-Gera. Das Aktionsbündnis "Gera gegen Rechts" betrachtet den Protest gegen das NPD-Konzert am vergangenen Sonnabend als ein friedliches und dabei wirkungsvolles Signal. Das sei gesetzt worden dank der Unterstützung von anderen Gruppen und Personen aus verschiedenen Teilen Thüringens und anderen Bundesländern auch wenn die NPD-Veranstaltung nicht verhindert werden konnte. "Die zahlreichen Aktionen und insbesondere die friedlichen Sitzblockaden als legitimes Mittel des Widerstandes haben gezeigt, dass ein breites zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechts Erfolg hat", heißt es in einer Erklärung des Aktionsbündnisses. Es begrüße das in wesentlichen Punkten kooperative Verhalten der Polizei und bedauere, dass diese durch das fehlende NPD-Verbot zum Schutz von Nazi-Veranstaltungen verpflichtet ist. Das Bündnis dankte allen an den Aktionen Beteiligten und besonders den auswärtigen Teilnehmern, Versammlungsleitern und Ordnungshelfern, dem Geraer Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (SPD) für seine klare und entschiedene Haltung, dem Jugendpfarrer Michael Kleim für seine Hilfe sowie den unterstützenden Parteien und Organisationen Das Aktionsbündnis bittet alle Geraer, sich der geschichtlichen Verantwortung bewusst zu werden und sich in Zukunft gemeinsam mit ihm noch deutlicher gegen die braune Hetze zu stellen. Es hält eine umfangreiche Aufklärung und Diskussion über die Gefahren der Nazi-Ideologie, über die Lehren aus der deutschen Geschichte, über die gesellschaftliche Situation und braunes Gedankengut in Gera für dringend erforderlich. "Wir erwarten vor allem auch Kooperationsbereitschaft von Schulen, Schulleitern und Lehrern." |
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Greizer Athleten auf Erfolgskurs
Bestleistungen in Wunsiedel und beim Reichenbacher Läuferfünfkampf Von Ralf Peter Wunsiedel/Reichenbach (OTZ). Die Sportler des LV Einheit Greiz nutzten auch das zweite und dritte Ferienwochenende für eine aktive Wettkampfteilnahme. Nach den Höhepunkten der Sommersaison sollten noch einmal die Fähigkeiten in verschiedenen Disziplinen getestet werden, und mit dem Wissen um einen guten Trainingszustand sowie der nötigen Lockerheit waren durchaus noch persönliche Rekorde möglich. Die hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage verlangten von den Aktiven zwar eine hohe Einsatzbereitschaft, sorgten aber in den Schnelligkeitsdisziplinen für gute Bedingungen. Erste Bewährungsprobe waren die Kreismeisterschaften in Wunsiedel. Die freundschaftlichen Beziehungen zum dortigen Turnverein führten zu dieser Einladung mit einem Start außerhalb der Wertung. Die Greizer standen leistungsmäßig den oberfränkischen Athleten nicht nach und konnten das Niveau an der Spitze mitbestimmen. Allen voran Lucas Oettert, der im Weitsprung der AK 12 mit 4,88 Metern und Bestleistung brillierte. Ebenso überzeugend beendete Luisa Kärsten das Kugelstoßen der W14, und kam mit 9,95 m dicht an die begehrte 10 vor dem Komma heran. Weitere persönliche Rekorde in der AK 14 erzielten Laura Bechmann mit 4,45 m im Weitsprung und Kira Krzykowski über 100 m in 14,21 s. Die 13-jährige Sarah Himmer bestätigte mit 26,24 m im Speerwurf eindrucksvoll ihre Vielseitigkeit. Nathalie Bauroth erreichte am Ende der Veranstaltung bei den Jugendlichen mit 9,24 m im Kugelstoßen ihr bestes Ergebnis, und Steffen Meinhardt warf in der Männerkonkurrenz den Speer auf 36,07 Meter. Am vergangenen Sonnabend entwickelte sich im Stadion am Wasserturm beim 16. Läufer-Fünfkampf der SG Blau-Weiß Reichenbach ein spannender Wettbewerb. Am Vorabend begann die Veranstaltung mit den kräftezehrenden 400- und 1500-m-Läufen, und die Entscheidung fiel nach den Disziplinen 100, 800 und 5000 Meter. Sehr laufstark und mit tollen Leistungen präsentierten sich die über 50 Athleten, wovon 32 den kompletten Mehrkampf absolvierten, darunter zwölf Teilnehmerinnen. Überlegene Gesamtsieger wurden Remo Reichel und Astrid Hartenstein vom 1. SV Gera. Dem Greizer Philipp Heisch (LAC Erdgas Chemnitz) fehlte nach großem Kampf nur ein Punkt zu Rang zwei. Einen erfolgreichen Auftritt hatten auch die Greizer Schüler, die sich kampfstark zeigten und mit deutlichen Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr aufwarteten. Lucas Oettert bewies erneut eindrucksvoll sein Lauftalent und war mit 2296 Punkten als bester Schüler Dreizehnter der Gesamtwertung. 1938 Punkte erreichte Martin Waltz, der Dreiundzwanzigster wurde und den 3. Platz der AK 12/13 belegte. Laura Bechmann kam auf 1848 Punkte und erkämpfte bei den Mädchen der Altersklasse 14/ 15 Bronze. Bei der Siegerehrung gab es neben den Glückwünschen gegenseitige Anerkennung für eine großartige Leistung. |
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Im Wanderschritt auf 2227 Meter
50 Wanderfreunde nehmen an der 14.Traditions-Ausfahrt zur Greizer Hütte teil Von Horst Fechner Greiz (OTZ). 50 Teilnehmer traten in diesem Jahr wieder die Reise zur Greizer Hütte im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen an. Organisiert wurde die 14. Traditionsausfahrt von Brigitte Jasinki und Harry Kießling. Nachdem das Fahrziel Ginzling bereits 11 Uhr erreicht wurde, begann hier schon die eigentliche Wanderung, vorbei an rauschendem Wildwasser, Steinbockalm und Salzenalm und einer blühenden Bergwelt, hinauf zur Greizer Hütte. Strahlend blauer Himmel, keine Nebelschwaden, kein Regen und keine kalten Fallwinde - so ein Wetter beim Aufstieg hatte die Wandergruppe seit Jahren im Juni nicht mehr. Der steile Serpentinensteig zur Hütte war, entgegen den Prognosen, völlig schneefrei, während oberhalb von 2227 Meter (Höhenlage der Hütte) noch recht stattliche Schneeflächen leuchteten. Auf halbem Weg zwischen Hütte und Giglitz versuchten sich einige der jüngeren Wanderfreunde im naturgegebener Klettergarten. Für das Training dieses Mal ging es bis Stufe 3. Sebastian Ehlert leitete die Arbeit am Felsen: Selbstsicherung, Abseilen und Achterknoten waren die Übungselemente. Die noch nicht aktiven Jungen holten sich Appetit bei den Jung-Alpinisten. Einzeln oder in Gruppen erreichten die Teilnehmer das Ziel über dem Talschluss Floitengrund. Charakteristisch für das hintere Zillertal sind die so genannten Gründe, prächtige, nach Süden in Richtung Alpen- Hauptkamm verlaufende Trogtäler. Eben durch ein solches Tal führte die Wanderer ihr Weg. Auf 2227 Meter über NN angekommen, staunten die Wanderer nicht schlecht über die innerbaulichen Veränderungenin der Greizer Hütte: Komplett modern gestaltete Waschräume und warmes Wasser nach Leistung oder Solaranlage. Der Gastraum an der Westseite erhielt einen modernen zweckmäßigen Kaminofen, dessen Heizleistung den alten bei weitem übertrifft. Die gesamte Elektrik, einschließlich der Rauchmelder wurde auf den neuesten Stand gebracht. Egal, ob man zum ersten Mal die Hütte betritt oder zum zehnten Mal, alle werden herzlich empfangen. Irmi und Herrmann Schneeberger sind nun schon 19 Jahre lang von Juni bis September die Betreuerfamilie der Greizer Hütte. Ihren Aufenthalt in der Greizer Hütte nutzten einige der Wanderer unter anderem, um sich über ihre Beweggründe für die Wanderung auszutauschen. Das schlichte Erlebnis Bergwelt und sportlicher Ehrgeiz sind einige der Motive. Antje Weißbach aus Greiz und Yvonne Jakob aus Teichwolframsdorf zum Beispiel wollten einmal unberührte Natur erleben und das Hochgebirge kennenlernen. Sie sind beide Strecken (also zweimal 14 Kilometer) marschiert. Am Sonnabend stiegen beide zudem auf 2500 Meter Höhe, wobei mehrere Schneefelder gequert werden mussten. Ein stimmungsvoller Hüttenabend beschloss schließlich den Aufenthalt der Wanderer auf der Hütte. Am Ende des Abenteuers in den Alpen schworen sich die Teilnehmer der Traditionsausfahrt, auch 2011 wieder mit dabei zu sein. Und auch über zahlreiche neue Gesichter würden sich die Mitglieder des Deutschen Alpenvereines, Sektion Greiz, freuen. Zweimal im Jahr bietet sich die Gelegenheit zur Wanderung auf die Greizer Hütte in den Ostalpen, jeweils am letzten Wochenende im Juni und September. |
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Poetschlag Vorsitzender von Blau-Weiß 90 Greiz Mitglieder wählen neuen Vorstand Greiz (OTZ/P. Reichardt). Eine gute Vereinsarbeit mit sichtbaren Erfolgen in den vergangenen drei Jahren, das konstatierte am Freitag der Vorstand des SV Blau- Weiß 90 Greiz in seiner turnusmäßigen Mitglieder-Vollversammlung. Diese traf sich unter anderem zur Neuwahl des Vorstandes, die einige personelle Veränderungen brachte. Zum neuen Vorsitzenden des SV Blau-Weiß 90 Greiz wurde Manfred Poetschlag und zu seinem Stellvertreter und zweiten Vorstand Michael Hunger gewählt. Im Amt des Schatzmeisters wurde Ulrich Sachs bestätigt. In den erweiterten Vorstand des Vereins wurden Maik Lott, Piere Naundorf und Frank Thümmel gewählt. Die Aufgaben der Revisionskommission haben Michela Kohl und Fabian Reichmuth übernommen. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Frank Thümmel kandidierte aus Zeitgründen nicht wieder für den Vorsitz. Als letzten Amtsakt legte er zur Versammlung Rechenschaft über die Vereinsarbeit ab. So sei es gelungen die zweite Mannschaft des Vereins aufzubauen und in den regelmäßigen Spielbetrieb des KFA Greiz einzugliedern. Damit hatte die erste Mannschaft des Vereins den notwendigen Unterbau erhalten, um in der Saison 2009/10 den Aufstieg in die Kreisliga zu schaffen, was auch gelungen ist. Auch in der Ausstattung des Sportplatzgeländes Herrenreuth habe man durch die unermüdliche Eigenleistung der Vereinsmitglieder vieles zum Besseren gewendet. Hier sei nur an die Sanierung des Sanitär- und Umkleidebereiches erinnert. Ulrich Sachs, der Schatzmeister des Vereins, konnte im Anschluss auf einen ausgeglichenen Haushalt verweisen, wenn auch die Finanzlage des Vereins immer wieder angespannt sei. Deshalb gilt sein Dank allen Sponsoren und Gönnern. Zuletzt wies der Vorstand des SV Blau-Weiß 90 Greiz auf das 2. Sommerfest des Vereins vom 23. bis 25. Juli 2010 auf dem Sportplatzgelände Herrenreuth hin. |
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Erfolgreicher Start bei der Trans Germany Radsport: Thomas Peschke wird guter 107. Garmisch-Partenkirchen (OTZ/Gerit Bölke). Nach siebenmonatiger intensiver Vorbereitung startete Thomas Peschke für den RC Schloßbike Greiz bei der Craft Bike Trans Germany, einem der größten Mountainbike-Etappenrennen Deutschlands. Erstmalig ging es in diesem Jahr in nur vier statt sieben Tagen immer entlang der deutsch-österreichischen Grenze vom Werdenfelser Land über die Allgäuer Alpen zum Bodensee. Ausgangspunkt für die fast 1300 Starter aus 30 Nationen war Garmisch-Partenkirchen. Die erste Etappe führte von Garmisch nach Lermoos (Österreich) und war mit 85 Kilometer Länge und 2200 Höhenmetern ein anspruchsvoller Auftakt. Bei nasskaltem Wetter auf überwiegend Waldund Schotterwegen erreichte Thomas Peschke als 106. der Männerwertung das Ziel. Diese Platzierung sicherte einen Startplatz im vorderen Startblock und somit einen guten Ausgangspunkt für die zweite Etappe von Lermoos nach Pfronten/Allgäu. Der Anfangsteil der Strecke musste kurzfristig auf die Straße verlegt werden, da sich durch starke Regenfälle über Nacht einige der geplanten Wege in reißende Wildbäche verwandelt hatten. Peschke kam mit etwas schweren Beinen und, dem Wetter entsprechend, durchnässt und schlammbedeckt nach 3:28 Stunden als 146. ins Ziel. Am nächsten Tag standen 55,5 Kilometer mit 1830 Höhenmetern bis nach Sonthofen auf dem Programm. Die Strecke führte größtenteils auf asphaltierten Radwegen entlang, war aber durch viele knackige Anstiege, eine Schiebepassage und rasante Abfahrten relativ anspruchsvoll. Peschke kam heil und ohne Panne glücklich als 94. an. Die letzte Etappe mit knapp 75 km nach Bregenz begann mit hohem Tempo über welliges Profil bis zum Riedbergpass, wo sich bei 16 Prozent Steigung die Spreu von Weizen trennte. Auf der folgenden etwa 25 Kilometer langen Abfahrt fand sich eine Gruppe zusammen, bei der die Arbeitsteilung gut funktionierte. Bei Kilometer 60 wurde ihnen sowie etwa 400 anderen Fahrern ein verdrehtes Schild zum Verhängnis, das in die falsche Richtung leitete. Ärgerlich, denn ohne diesen Umweg wäre sicherlich erneut eine Top-100-Platzierung drin gewesen. Thomas Peschke erreichte als 191. nach 3:15 Stunden das Ziel und landete in der Gesamtwertung auf dem tollen 107. Platz. Die Party am Abend mit Übergabe der Finisher-Trikots bildete einen schönen Abschluss. Auch sportliche Kontakte wurden geknüpft: das Team Vogtlandbike suchte noch einen Mitstreiter für das 24 Stunden-Mountainbike- Rennen in München, und Thomas Peschke sagte zu. Im Achter- Team konnte er dort Ende Juni gemeinsam mit den Vogtländern den zweiten Platz erkämpfen. |
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| 14. Juli 2010 /OTZ | ||
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
Bauhof-Hilfe wird gebraucht Greiz (OTZ/KG). Auch wenn in den Greizer Ortsteilen Sachswitz, Dölau und Rothenthal vielerorts in Eigeninitiative für Ordnung und Sauberkeit gesorgt wird, will sich Ortsteilbürgermeister Hartmut Giehler für den Ort Rothenthal jetzt um Bauhof- Hilfe bemühen. „Das schaffen wir nicht allein“, sagt Giehler und meint damit die notwendigen Mäharbeiten. Bei der Ortsteilratssitzung am Montagabend hat er zugesagt, dass er sich um dieses Problem kümmern wird. Noch Plätze frei für Ferienfreizeit Greiz (OTZ). Das Jugendrotkreuz Thüringen führt in der Zeit vom 18. bis 31. Juli für Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 14 Jahren eine Ferienfreizeit in Neidenberga, Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, durch. In dieser Freizeit wird ein vielseitiges und spannendes Programm mit Baden, Klettern, Bootfahren, Disko, Sport und Spiel sowie Ausflügen angeboten. Nähere Informationen erhalten Interessierte unter Tel.: (0361) 3 44 03 12. Chats für Eltern bei virtueller Beratung Greiz (OTZ). Rena Warmuth vom Diakonieverein Carolinenfeld, die auch als Online-Beraterin tätig ist, weist auf Themenchats in der virtuellen Beratungsstelle der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung hin. Heute startet ein Chat zum Thema „Ran an die Maus“ insbesondere für Eltern mit Vorschulkindern. „Die medialen Welten unserer Kinder“ lautet das Thema bei dem am 21. Juli startenden Chat für Eltern mit Schulkindern und für Eltern mit Kindern im Jugendalter ist der Chat „Soziale Netzwerke“ (29. Juli) gedacht. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Chat von Eltern und Jugendlichen zum Thema „Schöne neue Medienwelt“ ab 12. August.
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