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Einwohnerschwund permanent
Wanderungsverluste nehmen ab - Missverhältnis zwischen Geburten und Sterbefällen Von Kathrin Schulz und Ute Flamich Greiz/Zeulenroda-Triebes (OTZ). Der Einwohnerschwund begleitet uns permanent seit Jahren. Für das Jahr 2009 weist der Landkreis Greiz die höchsten Verluste thüringenweit auf. Spitzenreiter im Landkreis sind logischerweise die beiden größten Städte - Greiz und Zeulenroda-Triebes. Konkret: Der Landkreis Greiz hatte zum Jahresende 2009 noch 109 003 Einwohner und damit 1 744 Einwohner weniger als 2008. Der absolute Bevölkerungsrückgang lag damit zwar um 191 Einwohner niedriger als im Vorjahr, was die Sache allerdings nicht weniger problematisch macht. Der Trend, das bestätigen sowohl Frank Korn, Abteilungsleiter Wirtschaft im Landratsamt Greiz als auch die Bürgermeister der beiden größten Städte, Gerd Grüner (SPD) und Frank Steinwachs (CDU) geht dahin, dass die reinen Wanderungsverluste langsam abnehmen, während das Missverhältnis aus Geburten und Sterbefällen als Ergebnis der Überalterung in der Region weiter wächst. Im Vorjahr hat es gegenüber 2008 landkreisweit drei Zuzüge mehr und 346 Wegzüge weniger gegeben - dennoch blieb ein Wanderungsverlust von 874 Einwohnern. Ein Rückgang der Geburten von 2008 auf 2009 um 15 steht einer Erhöhung der Sterbefälle um 136 Männer und Frauen im Landkreis gegenüber. Insgesamt ergibt sich eine Differenz bei Gestorbenen zu Geburten von 870 Einwohnern. „Die demografische Entwicklung im Landkreis, die sich grundsätzlich in die Entwicklung in Ostthüringen einordnet, ist bekannt“, kommentiert Frank Korn. „ Wir arbeiten zur Zeit an einem konkreten Demographiebericht auf Landkreisebene, der einerseits kleinräumigere Bevölkerungsvorausberechnungen liefern und andererseits Handlungsempfehlungen geben soll. Das Projekt läuft gut vier Monate im Rahmen des Regionalbudgets. Die Ergebnisse werden spätestens bis Jahresende vorliegen“, so Korn. Die größten Einwohnerverluste stehen in Greiz mit 398 Bürgern und in Zeulenroda-Triebes mit 262 Bürgern zu Buche. „Uns liegen inzwischen mehrere demografische Untersuchungen - vor allem auch als Grundlage für das Stadtentwicklungskonzept - vor. Zahlen, die bereits vor acht Jahren für Greiz prognostiziert worden sind, haben sich bestätigt“, erklärt der Greizer Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) auf OTZ-Nachfrage. „Ab 2015 - so die vorliegenden Untersuchungen - sollen sich Wegund Zuzug in Greiz die Waage halten. Aber das Verhältnis zwischen Geburten und Sterbefällen ist es, das uns schwer zu schaffen macht. Und das stammt schon aus Zeiten vor der Wende.“ Gegenwärtig stehen den jährlich etwa 130 Geburten in Greiz durchschnittlich 450 Sterbefälle gegenüber. Natürlich müsse man versuchen, die Attraktivität der Stadt Greiz zu erhöhen. Einfluss habe die Stadt lediglich auf weiche Standortfaktoren, wie etwa die Kinderbetreuung in den städtischen Kitas. „Wir bieten flächendeckende Versorgung zum Teil über den Bedarf an, bei Gebühren unter 100 Euro“, argumentiert Grüner. Die Ursache für die großen Einwohnerverluste in seiner Stadt sieht auch Zeulenrodas Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) vor allem in dem Missverhältnis zwischen Geburten und Sterbefällen. Das zeigen auch die Zahlen des Landesamtes für Statistik: Sind im Vorjahr 100 Menschen geboren, sind im gleichen Zeitraum 254 gestorben. „Die demografische Entwicklung wird so weitergehen. An der Zahl der Sterbenden können wir nichts ändern“, sagt Steinwachs und betont, dass die Stadt viel tue, um junge Menschen zu halten. So arbeite man weiter daran, Wirtschaft und Schule näher zusammenzubringen, und zu zeigen, wo in der Region welche Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten bestehen. Er verwies auch auf ein Schreiben vom Institut der Wirtschaft Thüringens (IWT). Darin wird Zeulenroda- Triebes bescheinigt, eine „vorbildliche“ Stadt zu sein, und sich den demografischen Entwicklungen „weit über das Übliche“ hinaus zu stellen. Die Einschätzung basiert auf einer Bestandsaufnahme zum demografischen Wandel in 172 Gemeinden, die einen „Demografie-Check für Kommunen“ ausfüllten. Kommentar Greizer werden rarer Von Kathrin Schulz Die Greizer machen sich zunehmend rarer: Die Einwohnerzahl der Kreisstadt, aber auch in Zeulenroda- Triebes oder Weida schrumpft beständig weiter, wenngleich sich die Gründe dafür wandeln. Waren es bisher vor allem Abwanderung, um Arbeit und ein vernünftiges Einkommen zu finden oder Ausbildung und Studium, so wandelt sich der Schrumpfungsprozess der Städte im Landkreis mehr wegen des Missverhältnisses zwischen der Zahl derer, die das Licht der Welt erblicken und denen, die ihre Augen für immer schließen. Auf eine Geburt kommen allein in der Kreisstadt drei bis vier Sterbefälle. Eine Erklärung für den Schrumpfungsprozess, die unsere Stadtväter allerdings der Sorge und Verpflichtung nicht enthebt, etwas dagegen zu tun. Die Stadt lebenswerter, attraktiver zu machen - Familien zu fördern, sich nicht nur für kulturelle, sondern auch für wirtschaftliche Potenz stark zu machen und sensibel für Lebensqualität zu kämpfen, ist das Gebot der Stunde. Größte Verluste bei Einwohnern Die größten Einwohnerverluste gab es in den Städten Greiz mit minus 398 Einwohnern - jetzt 22 150, der Stadt Zeulenroda-Triebes mit minus 262 Einwohnern - jetzt 16 344, der Stadt Weida mit minus 144 Einwohnern - jetzt 7 780, der Gemeinde Kraftsdorf mit minus 69 Einwohnern - jetzt 4 111, der Gemeinde Wünschendorf mit minus 665 Einwohnern - jetzt sind es 3 074 und der Stadt Münchenbernsdorf mit minus 60 Einwohnern - jetzt 3080. Nur zwei Gemeinden haben eine Zunahme an Einwohnern zu verzeichnen: Zedlitz mit 8 und Bethenhausen mit 6. Die Gemeinden Hilbersdorf mit 225 und Schömberg mit 115 Bewohnern haben eine konstante Einwohnerzahl von 2008 auf 2009 beibehalten. |
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Neuer Rettungswagen für die Feuerwehr
Einsatz in Notfällen in Gera, im Landkreis Greiz und Altenburger Land Von Angelika Munteanu Gera. Einen neuen Rettungswagen hat der Rettungsdienst der Geraer Feuerwehr seit gestern früh im Einsatz. Das neue Fahrzeug löst ein acht Jahre altes Auto ab, das 450 000 km und 25 000 Einsätze hinter sich hat. Allein im Vorjahr seien es 3219 Einsätze gewesen, sagte Wolfgang Hartick vom Fachdienst Brandund Katastrophenschutz der Stadtverwaltung. Dem Rettungsdienst der Geraer Feuerwehr gehören 23 speziell ausgebildete Feuerwehrbeamte der Stadt an. Im Einsatz ist der Spezialtrupp als Dienstleister für den Rettungszweckverband Ostthüringen und somit über die Stadt Gera hinaus auch in den Landkreisen Greiz und Altenburger Land. Die Kosten von etwa 122 000 Euro für den neuen Rettungswagen trägt zunächst die Stadt Gera. Über die Einsätze werde sich das Fahrzeug mittelfristig refinanzieren, erläuterte Geras Bürgermeister und Finanzdezernent Norbert Hein (CDU). Wie sich auch der Rettungsdienst der Geraer Feuerwehr im wesentlichen selbst durch seine Dienstleistungen für den Rettungszweckverband Ostthüringen finanziere. Eingesetzt wird der neue Rettungswagen - wie schon sein Vorgänger - vor allem in medizinischen Notfällen, etwa bei lebensbedrohlichen Unfällen, Herzinfarkten, Schlaganfällen. Auch Schwangere wurden schon zur Entbindung eilig ins Krankenhaus gefahren. „Wir haben in den vergangenen Jahren auch schon drei Kinder im Auto in die Welt geholt“, sagte der amtieren Rettungsdienstleiter Frank Ringmann. Im Unterschied zu anderen Rettungswagen ist der der Feuerwehr zusätzlich mit technischen Hilfsgeräten ausgestattet, etwa um Menschen aus Autos zu befreien. |
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In Greiz gefragt Wohin flüchten Sie bei dieser Hitze? Umfrage: Katja Grieser
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Zwischen Leckerlis auch Müll
Wie Futterspendenboxen zweckentfremdet werden und warum sie doch so wichtig sind Von Katja Grieser Greiz. Wenn die Greizer Tierheimleiterin Sabine Wonitzki die Sachen, die in den Papierkorb oder Restmüll gehören, landen oft in den Spendenboxen. Tierheimleiterin Sabine Wonitzki |
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Ehemaliger Arzt mit künstlerischer Ader Klaus Machalett stellt in Elsterberg aus Elsterberg (OTZ/j. st.). Er war Arzt sein Leben lang. Dass er aber auch malt, das weiß kaum einer. Die Rede ist von Dr. Klaus Machalett, der über 30 Jahre in Elsterberg praktizierte und der im kleinen Ort Landesgrenze nahe der Vogtlandstadt lebt. 31 seiner Arbeiten stellt der Hobbykünstler derzeit im Seniorenheim „Franz Rohleder“ in Elsterberg aus. Es sind alles Aquarelle, sie entstanden in den Jahren 1954 bis 1968. Von Landschaften wie den Blick auf Schönbach, auf den Gasthof Landesgrenze aus Richtung Görschnitz oder ganz einfach den weit ins Land ragenden Hohndorfer Kirchturm bis hin zu Blumen oder Bauwerken, wie die mittlerweile durch einen Neubau ersetzte Brücke an der Broschier in Elsterberg, hat der 68-Jährige auf das Zeichenpapier gebannt. Bis 19. August sind seine Aquarelle nun im Seniorenheim in Elsterberg zu sehen. Es ist dort die achte Ausstellung. Neben Machalett widmeten sich die Schauen bislang dem Schaffen vogtländischer und in erster Linie den Grafikern und Malern aus dem Raum Elsterberg. |
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Rücktritt vom Rücktritt beim FC Motor Uwe Löppen und Nadine Hutter wieder da Von Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ). Zum ersten Testspiel gegen Oettersdorf/Tegau standen sie am Samstag schon wieder am Spielfeldrand, jetzt sind sie offiziell zurück: Uwe Löppen und Nadine Hutter vom FC Motor Zeulenroda. „Uwe Löppen macht wieder den sportlichen Leiter und Nadine Hutter vorläufig wieder das Geschäftliche“, informierte das letzte verbliebene Vorstandsmitglied, Dieter Weinlich, gestern die OTZ. Löppen und Hutter waren am 9. Juni, wenige Tage vor dem 100-jährigen Fußballjubiläum, aus „beruflichen und privaten Gründen“ von ihren Ämtern zurückgetreten. Damit setzten der erste Vorsitzende des 1999 neu gegründeten FC Motor sowie die ehrenamtliche Geschäftsführerin ein gemeinsames Signal, das offenbar dem im Februar neu gewählten Vereinschef Gerd Wolf galt. Nachdem dessen Trainerfavorit Uwe Lehmann am 27. Juni die Segel gestrichen und den Verein sogar verlassen hatte, trat Wolf zum 1. Juli als Präsident zurück. „Wir sind weiterhin auf der Suche nach Nachfolgern für den Vorstand“, erklärte Stellvertreter Dieter Weinlich gestern. Konkret angesprochen habe er noch niemanden, werde das jetzt aber tun. In der engeren Wahl seien Leute, die völlig neu in diesen Ämtern wären. Bereits am Dienstagabend verständigte sich Dieter Weinlich mit Uwe Löppen. „Wir haben erstmal noch die Hundertjahrfeier ausgewertet und die von Gerd Wolf übergebenen Unterlagen gesichtet.“ Die Trainerfrage habe man auch diskutiert. Die Saisonvorbereitung der ersten Männermannschaft leitet nach OTZ-Informationen weiterhin Andreas Daßler (Triebes), der dabei von den Spielern Sven Seebauer und Matthias Hutter, zuletzt schon Co-Trainer, unterstützt wird. Ziel sei es aber, eine dauerhafte Trainerlösung zu finden. Das sei natürlich immer auch eine Budgetfrage, räumte Weinlich ein. „Unsere Wunschvorstellung für die erste Halbserie wäre Tino Focke, der sich dazu aber noch nicht äußern konnte.“ Ende nächster Woche kehre er aus dem Urlaub zurück. „Wir hoffen, dass wir seine Unterstützung kriegen.“ Tino Focke hatte Zeulenroda im Spieljahr 2008/09 zum Landesligaaufstieg geführt. Kurz vor Saisonende 2009/10 legte er Anfang Mai aber sein Traineramt nieder, weil er mit den Leistungen der Thüringenliga-Elf nicht mehr zufrieden war und sie aufrütteln wollte, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Was ja letztlich auch gelungen ist. |
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300 000 Euro weniger bis 2012
Zeulenroda-Triebes muss freiwillige Leistungen schrittweise kürzen - Debatte beginnt Von Steffen Beikirch Zeulenroda-Triebes (OTZ). Ein trauriges Thema vor einem traurig endenden Fußballspiel: Ausgerechnet am Mittwochabend vorm WM-Halbfinale mit deutscher Beteiligung trafen sich die Fraktionspitzen des Stadtrates mit dem Bürgermeister, um über anstehende Kürzungen bei freiwilligen Leistungen zu sprechen. Der Termin war schon länger festgelegt, an König Fußball hatte wohl keiner gedacht. So ging alles relativ schnell. Nach anderthalbstündiger Verständigung verließen die Kommunalpolitiker zwei Minuten nach Anpfiff der Partie Deutschland - Spanien um 20.32 Uhr das Rathaus. Im Gepäck einige Hausaufgaben, die nun in den Fraktionen erledigt werden müssen. Die gute Nachricht: Im laufenden Jahr sind die freiwilligen Leistungen der Doppelstadt wieder mit nahezu identischen Ausgaben wie 2009 angesetzt: 1,82 statt 1,875 Millionen Euro. Der zugehörige Nachtragshaushalt soll zur Stadtratssitzung nächste Woche Mittwoch verabschiedet werden. In den kommenden zwei Jahren fordert die Finanzlage aber ihren Tribut. Nach Angaben von Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) sollen rund 300 000 Euro eingespart werden. Der neue Ansatz für freiwillige Leistungen lautet dann 1,5 Millionen Euro. „Dort müssen wir Ende 2012 angekommen sein“, so Steinwachs. Eine Einschätzung über die städtischen Finanzen und einen Ausblick auf die nächsten zwei bis drei Jahre habe es gegeben, bestätigte Mike Stieber, der anstelle von Ulrich Herrmann die SPD-Fraktion vertrat. „Das war eine Vorabinformation an uns. Wir sind aufgefordert zu erklären, was wir als Fraktionen als besonders wichtig oder als weniger wichtig einstufen.“ Eine Position, deren Kürzung relativ wahrscheinlich und auch weitgehend unstrittig sei, ist der Etatposten „Heimatpflege, Stadt- und Dorffeste“. Im Moment mit 140 000 Euro veranschlagt, ist hier eine Deckelung bei 100 000 Euro angedacht. „Das scheint auf wenig Widerstand zu stoßen“, erkennt Stieber. Was haben wir, Als Fraktionen sind wir jetzt aufgefordert, Prioritäten zu setzen. Mike Stieber (SPD) was wollen wir, was können wir - unter diesen drei Aspekten sah Frank Steinwachs seine Situationsbeschreibung gegenüber den Fraktionen. Auch die Stadtverwaltung selbst habe ja Vorschläge unterbreitet, etwa die Verbesserung der Einnahmesituation durch Gebühren und Beiträge oder die Reduzierung von Zuschüssen. „Das geht soweit, dass wir mit Vereinen, Verbänden und Organisationen zum Teil schon gesprochen haben, wie sie ihren Beitrag zur Konsolidierung leisten können.“ Als konkrete Beispiele nannte der Bürgermeister den TSV Zeulenroda und den FC Motor Zeulenroda, wo man den Vereinsführungen bereits erklärt habe, dass sie künftig wohl mit 12,5 bis 15 Prozent weniger Stadt-Zuschuss auskommen müssen. Steinwachs’ Devise: „Lieber einsparen und das Spektrum halten, statt Dinge ganz zu streichen.“ Letzteres passiere leider gerade in der Partnerstadt Giengen, wo auf freiwillige Leistungen zu hundert Prozent verzichtet werde. „Das möchte ich nicht“, unterstreicht Steinwachs. In Zeulenroda-Triebes komme gerade alles auf den Prüfstand. „Die einen sind schon gefragt, wie sie mitwirken können und mitwirken werden. Die anderen sind am Ackern. Wieder andere wissen, dass wir mit ihnen reden wollen.“ Dieser Prozess werde bis etwa Ende August, Anfang September dauern. Dann stehe die Vorbereitung des Haushaltsplanes 2011 ins Haus. |
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Jetzt wirds richtig ernst
Mit großen Schritten geht Langenwolschendorf zum Bundeswettbewerb Von Heidi Henze Langenwolschendorf (OTZ). Mit einem solchen Bahnhof hat Bürgermeister Gisbert Voigt (CDU) für den 17. August wahrlich nicht gerechnet. „Ich dachte es läuft ähnlich dem Landeswettbewerb ab: Dass wir der Jury aufbieten, was wir zu zeigen haben“, so das Gemeindeoberhaupt. Doch zum Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ braucht’s mehr. Seit gestern Vormittag weiß er, dass der Ablauf aufregender für alle werden wird und mit mehr Aufwand verbunden ist. Ilse Aigner (CSU), Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hat für den 17. August ihr Kommen zur Eröffnung des Bundeswettbewerbes in Langenwolschendorf angekündigt. Sie wird in der Gemeinde, die im vergangenen Jahr Sieger im Landeswettbewerb wurde und nun den Freistaat bundesweit präsentieren wird, nicht nur den Startschuss geben, sondern innerhalb eines dreistündigen Programms die knapp 900-Seelen-Gemeinde in Augenschein nehmen. Nicht genug dessen, auch Thüringens Minister für Landwirtschaft, Forsten und Umwelt, Jürgen Reinholz (CDU), hat sich angekündigt. Zusätzlich anwesend sein wird an diesem Tag natürlich auch die Jury, die sich aus Vertretern verschiedener Bundesländer und Fachbereiche zusammensetzt. Die Kommission wird Langenwolschendorf innerhalb des Wettbewerbmarathons „Unser Dorf hat Zukunft“ als erste Gemeinde begutachten. Ob es nun ein gutes Omen ist, als erste ins Rennen zu gehen, bleibt abzuwarten. Die Chancen, im Wettbewerb Punkte zu erzielen, stünden nicht schlecht, meinte jedenfalls Dr. Axel Lötsch, Referatsleiter im Thüringer Landwirtschaftsministerium, und gab so manchen Tipp, was die Langenwolschendorfer unbedingt am Bewertungstag erwähnen sollten: So die Aktion zur Sanierung der Friedhofsmauer, für deren Finanzierung Steine Zeigen Sie, was Sie haben. Halten Sie mit Ihren Schätzen nicht hinterm Berg. Ich habe bereits soviel gesehen, was mich beeindruckt. Dr.Axel Lötsch, Referatsleiter verkauft wurden, dass heimischen Bäumen und Sträuchern große Aufmerksamkeit gewidmet werde, die Umnutzung des ehemaligen LPG-Geländes in Nord-Ost, das Kammergut oder auch die Kindereinrichtung mit ihrer eigenen Küche und das Areal der sich anschließenden Streuobstwiese. Ganz Klasse fand Lötsch die Auszeichnung des Naturschutzbundes „Lebensraum Kirche“, die vorhandenen Biotope, den freien Blick auf den sanierten Gemeindevorplatz mit dem Kammergut, das Kreuzgewölbe und überhaupt das viele Grün um den Ort. Gratis gabs aber auch einige Hinweise zur Vorbereitung des Bewertungstages aus dem Munde des Fachmannes. So sollte ein Fahrzeug zur Verfügung stehen, um dem einen oder anderen Jury-Mitglied den gewünschten Blick auf das Dorf gewähren zu können, so Lötsch. Eine Informationsblatt könnte von Nutzen sein - eine Art Gedächtnisstütze für die Jury, auf dem Aktionen, Begebenheiten und Geschichte nachzulesen sind, gespickt mit ein paar Fotos. Ebenso sollten die Langenwolschendorfer nicht die vielen Aktivitäten der Vereine vergessen, wie der Freiwillige Feuerwehr, des Sports, der Kirchengemeinde oder des Kinder- und Jugendclubs. Und das Camp, die Ausflugsziele, die Wanderwege und das Gewerbegebiet und und und... Eben alles, was Langenwolschendorf zu bieten hat. Jede Menge Arbeit Von Heidi Henze Mit einem solchen großen Tamtam hatten die Langenwolschendorfer aus Anlass des Bundeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft„ wohl nicht gerechnet. Doch nun ist es mal so und es bleiben den „Wolschendorfern“ nur noch ganze sechs Wochen. Nicht nur, dass die kommenden Wochen Urlaubszeit sind, der besagte 17. August ist ein Dienstag und die Kinder werden dann wieder in die Schule gehen. Also wahrlich kein leichtes Unterfangen, eine ganz besondere Präsentation des Ortes vor Ministern und Jury gründlich vorzubereiten. Nichtsdestotrotz wurden erste Ideen bereits gestern zusammengetragen und die schrieb Ratsmitglied Manuela Lautenschläger-Keim (Freie Wähler Langenwolschendorf) flugs auf. Nun müssen Taten folgen. Die Umsetzung muss organisiert werden und dann sollten auch am besagten Tag viele Einwohner ihren Ort entsprechend präsentieren. Jede freiwillige Hand wird benötigt, die mit Blick auf den 17. August bereit zur Hilfe ist. So bleibt nur eins: Bitte melden beim Bürgermeister! |
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Kurzweiliger Kantersieg
Mit Gastspielern aus Elsterberg, Coschütz und Pöllwitz verstärkte sich am Mittwochabend der Hohndorfer SV (in Blau), um im Testspiel gegen den Regionalligisten VFC Plauen eine möglichst gute Figur zu machen. Die
Spitzenstädter treffen nach ihrem 8:0-Sieg über die Vogtlandauswahl am Sonnabend im Testspiel auf die SG Zeulenroda/Triebes.
Fußball, Testspiel: Vogtlandauswahl aus Kreisligisten unterliegt Regionalligist Plauen Hohndorf (OTZ/Stefaniak). Vier Tore je Halbzeit für den VFC Plauen sahen die 150 Zuschauer am Mittwochabend in Hohndorf. Dort traf in einer unterhaltsamen Partie eine aus Kreisligaspielern bestehende Vogtland-Auswahl auf den Regionalligisten aus Plauen. Je zwei Akteure aus Elsterberg (Sebastian Carmienke, Ronny Förster), Coschütz (Daniel Reinhold, Stefan Kosche) und Pöllwitz (Eric Distelmeier, René Besser) verstärkten den gastgebenden Hohndorfer SV. Hier kamen die Hohndorfer Zugänge Heiko Eichhorn (bisher SG 1. FC/Chemie Greiz), Markus Franke (bisher Greizer SV) und Mathias Paul (bisher TSG Ruppertsgrün) mitwirkten. Manuel Schädlich war der Trainer der Auswahl. Bei besten äußeren Bedingungen und hervorragenden Platzverhältnissen setzten von Beginn an die Gäste die Akzente. Zwei Latten- und Pfostentreffern durch Breitkopf und Falk Schindler (13./14.) folgte nach 18 Minuten das 0:1. Bereitkopf hatte geflankt und Schindler vollendet. Nach guten Paraden von Vogtland- Auswahl-Torwart Christian Zeisig war er nach 23 Minuten machtlos, als Martin Hoßmang aus 16 Metern abzog - 0:2. Nach einer halben Stunde hatte die Auswahl eine Chance, als der Plauener Schlussmann Christian Person einen Freistoßball erst im zweiten Zupacken zu fassen bekam. Auch wenn bei den Plauenern bei weiten noch nicht alles klappte, sie dominierten, und nach 38 Minuten fiel das 0:3 durch Michel Petrick. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff gelang Daniel Rupf noch Tor Nummer vier für die Gäste. Kurz war die Halbzeitpause, wegen dem anstehenden Halbfinale der deutschen Elf in Südafrika. Hier wechselte der Plauener Teamchef Jens Starke sein komplettes Team aus. Dann baten der gute Schiedsrichter Tim Blöthner-Teichmann (Zeulenroda) und seine Assistenten Silvio Höfer (Greiz) und Klaus Grüner (Aubachtal) zum zweiten Abschnitt. Beide Teams machten es auch hier den Unparteiischen durch faire Spielweise leicht. Daran änderte auch eine Szene in der Schlussviertelstunde nichts, als es einen Elfmeter für die Gäste gab. Gäste- Kapitän Carsten Paulick verwandelte sicher, weil platziert, vom Punkt zum 0:7. Fast mit dem Schlusspfiff stellte Steven Sonnenberg den Endstand her. Was gab es noch in der zweiten Halbzeit? Plauener Tore durch Paulick (57.) und von Sonnenberg per Kopf nach einer Schröter-Flanke (70.). Michael Strauß und Kevin Meinhardt hatten für die Auswahl nach dem Wechsel noch zwei Tormöglichkeiten. Manuel Schädlich meinte nach der Partie: „Danke an die Gastspieler für ihren Einsatz. Ich bin zufrieden, die Auswahl hat ordentlich gespielt, gut gegengehalten und einige schöne Spielzüge gezeigt.“ Vogtlandauswahl: Zeisig -Bindig, Lang, Pippig, Distelmeier, Kosche, Reinhold, Carmienke, Franke, Strauß, Eichhorn. Eingewechselt: Besser, Förster, Paul, Meinhardt. VFC Plauen: Person, Birnbaum - Zeiger, Six, Schröder, Hoßmang, Rupf, Breitkopf, Schindler, Schulze, Petrick, Wendler, Paulick, Sonnenberg, Färber, Thönelt, Bachmann, Wild, Schröter, Zimmermann, Müller, Rode. |
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Unverändertes Saisonziel Tabellenplatz sieben
Hainberger SV bereitet sich auf Saison vor Friesen (OTZ/M. Hilbert). Ein letztes Mal lockeres Training hieß es am Donnerstagabend für einen Teil der Fußballer des Hainberger SV. Auf dem Sportplatz in Friesen traf sich rund ein Dutzend der Kreisklasse-Kicker zu einem kleinen Trainingsspiel. Am kommenden Mittwoch beginnt dann der Ernst der Saisonvorbereitung wieder für das Greizer Team. Dabei kann Trainer Uwe Birke sowohl auf viele seiner Stammkräfte als auch auf einige Neulinge zurückgreifen. „Mit Steven Ludwig, Enrico Wünsch und Steven Thomas konnten wir drei sehr junge Fußballer für uns begeistern und damit auch den Verein wieder etwas verjüngen“, erklärt Birke und ergänzt, „Wenn dann auch die Verletzten pünktlich wieder fit sind, können wir recht optimistisch in die neue Saison gehen.“ Gerade mit Verletzungen hatte der Verein in der abgelaufenen Spielzeit oft zu kämpfen, so dass insgesamt 27 Spieler zum Einsatz kamen. Als einziger alle Spiele absolvierte Jörg Tittmann. „Er ist zwar schon ein Oldie, aber ein absoluter Leistungsträger im Team“, so der Trainer. Auch ihm war es zu verdanken, dass der Hainberger SV in der Saison 2009/2010 einen, laut Uwe Birke, vielversprechenden Start hinlegte. Dann kam jedoch ein Einbruch, mehr oder weniger beginnend mit den unschönen Szenen beim Derby der Hainberger gegen den SV Blau-Weiß 90 Greiz, bei denen es zu einer Schlägerei kam. „Die ganze Sache belastete das Team schon sehr“, erinnert sich Birke. Doch nach einer Weile fing man sich wieder und brachte die Saison zu einem vernünftigen Ende und Tabellenplatz 11. Damit war zwar das ausgegebene Saisonziel Platz sieben nicht erreicht, doch so nimmt die Birke-Elf in der kommenden Spielzeit erneut Anlauf auf diesen Rang in der 1. Kreisklasse. Ein Ziel hat das Team aber schon erreicht - wieder Jugend für den Verein zu gewinnen. Eine Aufnahme in den Verein ist, so Trainer Birke, unkompliziert. „Bei uns kann jeder vorbei kommen, der Lust auf Fußballspielen hat. Wenn es ihm gefällt, kann er bleiben.“ Vom Freitag, 30. Juli, bis Sonntag, 1. August, veranstalten die Hainberger Fußballer ihr Trainingslager auf dem heimischen Sportplatz vor der Sportschule Kurt Rödel. Dieses wird gekrönt von einem Testspiel gegen Treuen am Sonnabend, 31. Juli, 14 Uhr. Damit auch finanziell vorerst Ruhe herrscht, konnten sich die Vereinsmitglieder bei ihrer Saisonabschlussfeier unter anderem über eine 500-Euro-Zuwendung von Gründungsmitglied Dr. Hans-Jürgen Noczenski freuen. Ihm und allen anderen Gönnern sagt Uwe Birke seinen Dank. |
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| 09. Juli 2010 /OTZ | ||||||
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
Sicherheitswesten für den Schulweg Gratis für alle Schulanfänger geplant Greiz (OTZ). Sie ist leuchtend gelb, hat auffällige Streifen in Signalorange und zusätzlich jede Menge reflektierende Aufdrucke. Und sie hat eine coole Kapuze. Die neu entwickelte Sicherheitsweste des ADAC für Schulanfänger kommt zwar erst im Herbst kostenlos in alle deutschen Grundschulen, doch schon jetzt treffen täglich viele lobende Zuschriften beim Club ein. Alle Schulanfänger in Deutschlands Grundschulen werden auch tatsächlich eine bekommen. Gratis, denn für die Kosten kommen die Stiftung „Gelber Engel“ des ADAC, die Deutsche Post und die Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ auf. Die Schirmherrschafts übernahmen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und der Präsident der deutschen Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle. Die Akteure haben eine Herkulesarbeit zu bewältigen, denn rund 740 000 Schulanfänger sollen mit Sicherheitswesten ausgestattet werden, 22 000 Grundschulen müssen die Westen so rechtzeitig erhalten, dass sie diese an einem Schul-Aktionstag zwischen dem 24. September und dem 1. Oktober ausgeben können. Um alles ordentlich organisieren zu können, muss die Post wissen, welche Schulen wie viele Sicherheitswesten benötigen. Die Anzahl müssen Schulen übers Internet (www.adac.de/sicherheitswesten) oder per Fax (08001 00 24 53) melden. Hotline ( 08001 00 24 52). Vor der Polizei geflüchtet Greiz (OTZ). Beamte der Polizeiinspektion Greiz führten am Sonntag eine Geschwindigkeitskontrolle in der Zeulenrodaer Straße durch. Gegen 23.55 Uhr durchfuhr ein Pkw Mitsubishi die Messstelle. Er wurde zum Anhalten aufgefordert. Daraufhin beschleunigte der Fahrer sein Fahrzeug und fuhr am Anhalteposten der Polizei vorbei mit überhöhter Geschwindigkeit Richtung Auma. Hinweise unter Tel.: (03661) 62 10. Totalschaden nach Überholmanöver Greiz (OTZ). Der 19-jährige Fahrer eines Pkw Daewoo fuhr am Montag gegen 12.30 Uhr auf der B 94 von Reichenbach nach Greiz. Nach dem Kreuzungsbereich Kahmersches Kreuz, etwa 50 Meter vor der Linkskurve, überholte er einen vor ihm fahrenden Lkw mit Anhänger. Auf Grund von Gegenverkehr scherte der Daewoo-Fahrer nach dem Überholvorgang zügig vor dem Lkw ein und kam dabei mit dem Auto nach rechts von der Fahrbahn ab. Er fuhr auf der Bankette, lenkte dann sein Fahrzeug nach links, fuhr quer über die Fahrbahn und kam im Feld zum Stehen. Am Daewoo entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 8000 Euro. Verletzt wurde niemand. Der Fahrer des im Gegenverkehr befindlichen Lkw wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Greiz zu melden, Tel.: (03661) 62 10. |
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