07. Juli 2010 /OTZ

Kein blauer Dunst zum Essen

Die Monaco-Bar in der Greizer Altstadtgalerie ist eine typische Raucherkneipe. Unterschiedlich reagieren Wirte der Region auf die bayerische Entscheidung, den Nichtraucherschutz wieder zu verschärfen.
Die Monaco-Bar in der Greizer Altstadtgalerie ist eine typische
Raucherkneipe. Unterschiedlich reagieren Wirte der Region auf
die bayerische Entscheidung, den Nichtraucherschutz wieder
zu verschärfen.
Foto: OTZ/Katja Grieser

Was hiesige Wirte vom bayerischen Feldzug halten - Rauchverbot als Stimmungskiller

Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ).

Was hiesige Wirte vom bayerischen Feldzug gegen die Raucher halten? Wir hörten uns in der regionalen Gaststättenlandschaft um: „Ich finde, die Entscheidung, ob Raucher- oder Nichtrauchergaststätte, sollte den Wirten überlassen bleiben“, meint Ruth Henck, Wirtin der Pohlitzer Gaststätte „Zur Nostalgie“. Dann kann der Gast entscheiden, wo er einkehrt. Im Sommer, da ist das kein Problem, die Gäste machen es sich einfach auf der Terrasse gemütlich. Wir haben auch einen Raucherbereich eingerichtet. Doch sobald Gesellschaften hier feiern, werden sie in Raucher und Nichtraucher zerpflückt. Das geht zu Lasten der Gemütlichkeit. Für uns kann man es leicht auf einen Nenner bringen: Bei Rauchverbot fehlts am Umsatz.“ Die früher selbstverständliche Regelung, dass zur Mittagszeit in der Gaststätte nicht geraucht wurde, findet Frau Henck allerdings am praktikabelsten. „Wir bieten Speisen an, deshalb wird bei uns grundsätzlich nicht geraucht“, erklärt René Daßler, Wirt des Brauereigasthofs „Grüne Linde“ in Greiz. „Ich finde das bayerische Votum richtig. Die Raucher können draußen ihre Zigarette anstecken. Allerdings sollten Bars, Diskos und Bierzelte auf jeden Fall vom Rauchverbot ausgeschlossen sein.“ Georg Rossbach, Wirt vom Clodraer „Töpferberg“, muss sich um den blauen Dunst keine Sorgen machen. Im Ausflugslokal mit großzügiger Terrasse setzen sich die Leute ganz selbstverständlich raus, wenn sie rauchen wollen. Aber der gestandene Gastwirt weiß, dass die Branche ihre Individualität hat und in der Bierkneipe oder Bar die Sache ganz anders aussieht. Die Entscheidung für oder gegen den blauen Dunst in der Gaststätte dem Wirt zu überlassen, findet er einen guten Kompromiss. „Die Bayern hätten das gleich ordentlich durchziehen sollen“, ärgert er sich über den Hickhack und versteht nicht, warum sich die Politik in diese Probleme reinhängt, wo man doch andere Sorgen habe. Rossbachs Problem liegt vor der Haustür: Zum vierten Mal wird jetzt die B 175 bei Clodra gebaut. Die Sache zieht sich hin und sein A-la-Carte-Geschäft leidet. Die Leute sind verschnupft über lange Umwege - „aber ich bin Koch und kein Bau-Spezialist“, zuckt Rossbach die Schultern. Im Mohlsdorfer Hotel „Gudd“ hält Wirtin Andrea Gudd nichts von einer Verschärfung des Rauchverbotes nach bayerischem Vorbild. „So wie es ist, reicht es aus. Zur Essenszeit gehen die Raucher ganz selbstverständlich raus. Und nach Mittag und Abendbrot sollte zu Wein oder Bier eine Zigarette erlaubt sein“, findet Frau Gudd. Die Gäste sollten selbst darüber entscheiden, ob in geselliger Runde auch geraucht werden darf. Denn gerade in Gesellschaften stört die Raucher-Nichtraucher-Trennung die Feierlaune, bestätigt die Mohlsdorferin die Erfahrungen, die auch Ruth Henck aus Pohlitz schildert. Nicht umsonst haben wir beim Bau in aufwändige Lüftungs- und Klimatechnik investiert“, fügt Andrea Gudd noch ein Argument an. Die Monaco-Bar in der Greizer Altstadtgalerie ist eine typische Raucherkneipe. Bayerische Nichtraucher-Verhältnisse lehnt Franziska Grimm, Nichtraucherin und Inhaberin der Greizer Monaco-Bar, strikt ab. Ein Rauchverbot in ihrer Kneipe sei geschäftsschädigend, so Grimm. Sie hofft, dass Thüringen nicht dem weißblauen Vorbild aus dem Nachbarland folgt. Dann, so die Befürchtung, müsse so manche kleine Kneipe dicht machen. Isolde Haase, die Wirtin der Brauereigaststätte „Feldschlösschen“, lädt am Wochenende zum traditionellen Sommerfest ein. „Bei mir darf geraucht werden“, lehnt sie eine Verschärfung des Rauchverbotes in Gaststätten nach bayerischem Vorbild rundheraus ab. „Bei Familienfeiern entscheiden in der Regel die Gäste, ob geraucht werden darf“. Das beliebte Vereinslokal, in dem etwa die Sänger des Raasdorfer Männerchores proben, hat auch einen Nichtraucherbereich, der allerdings kaum genutzt wird. Isolde Haase plädiert ebenfalls für eine Kennzeichnungspflicht des Lokals nach Entscheidung des Wirtes. Dann können die Gäste als mündige Bürger ihrerseits entscheiden, ob sie in einer Raucher- oder Nichtrauchergaststätte einkehren wollen. Das Rauchverbot zur Essenszeit zwischen 11 und 14 Uhr geht in Ordnung.

Bayerische Verhältnisse

Rauchverbot gilt in Innenräumen öffentlicher Gebäude des Freistaates und der Gemeinden, in Schulen und schulischen Einrichtungen, Schullandheimen, Kindertageseinrichtungen, Einkaufszentren mit Kinderbetreuung, Jugendherbergen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, die zumindest überwiegend von Kindern und Jugendlichen genutzt werden, auf Kinderspielplätzen, in Volkshochschulen, Bildungseinrichtungen für Erwachsene, Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Heimen, Kinos, Museen, Bibliotheken, Theater und Vereinsräumen, Sportstätten, Gaststätten und auf Verkehrsflughäfen. Ausnahmen stellen Räume dar, die privaten Wohnzwecken dienen, weiterhin ausgewiesene Vernehmungsräume von Polizei und Staatsanwaltschaft, in denen der verhörten Person das Rauchen gestattet wird, und künstlerische Darbietungen, bei denen das Rauchen als Teil der Darbietungen Ausdruck der Kunstfreiheit ist. Raucherbereiche können Verantwortliche für jedes Gebäude in einem Nebenraum einrichten. Der Raucherraum muss von anderen Räumen so getrennt sein, dass kein ständiger Luftaustausch besteht.

Kommentar

Andere Spielwiesen

Von Kathrin Schulz

Die Signale aus der hiesigen Gastronomie sind eindeutig: Was der mündige Bürger mit ein wenig Toleranz und gesundem Menschenverstand in gegenseitiger Rücksichtnahme entscheidet, müssen Politiker nicht unnötig reglementieren. Zumal es für die Politik genügend andere Spielwiesen gibt und absolute Verbote meistens nach hinten losgehen. Hintertürchen finden sich immer , da lässt sich auch der pfiffige Wirt etwas einfallen. Während der bayerische Feldzug gegen das Rauchen zum Sturm auf das gesamte Bundesgebiet bläst, sieht Nichtraucherin Heike Tauberts Ministerium in Thüringen die Sache - zumindest vorerst - gelassen. Kein Handlungsbedarf für ein rigides Nichtraucherschutzgesetz. Im Gegenteil, die Lockerung der Bestimmungen habe erst im jüngsten Plenum breite Zustimmung gefunden. Es sei denn, auch hierzulande machen neue Bürgerinitiativen gegen Glimmstängel mobil.

Sind Sie auch in Greiz für ein stärkeres Rauchverbot?

Doreen Stiebert (32), Logistikerin:
Ja, ich bin dafür. Ich denke, es ist nicht so schlimm, vor der Kneipe zu rauchen. Wenn ich mit meinem Sohn Lukas in eine Gaststätte gehe, ist es schön, wenn dort saubere Luft herrscht.

Jörg Heinicke (55), Kaltbüffetier:
Nein, es wird schon viel zu viel verboten. Wenn ich meinen Kaffee trinke, möchte ich dazu auch eine rauchen. Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum zum Beispiel nie an den Alkohol gegangen wird.

Almut Kaul (68), Rentnerin:
Ja, ich habe viele Jahre in einem Zimmer mit Rauchern verbracht und muss sagen, man merkt jede Zigarette, die neben einem geraucht wird. Ich hatte deswegen auch schon gesundheitliche Beschwerden.

Peter Waltz (17), Abiturient:
Auf jeden Fall. Ich finde, Leute, die nicht rauchen, sollten besser geschützt werden. Besonderes schlimm finde ich es, wenn die Klamotten dann so nach Qualm riechen.

Umfrage: Marcel Hilbert


07. Juli 2010 /OTZ

Selbst im Hochsommer ist Frösteln angesagt

Tiefkühler bringt es auf minus 20 Grad Celsius

Von Katja Grieser Greiz.

Bei Temperaturen wie in den letzten Tagen sehnt man sich nach einer Abkühlung. Bei der Greizer Wurst- und Fleischwaren GmbH gibt es gleich mehrere kühle Orte. Mit Abstand am kältesten ist es im Tiefkühler, der es auf minus 18 bis 20 Grad Celsius bringt. „Für den Moment ist das ganz schön. Aber wenn man länger drin arbeitet, wird es unangenehm“, weiß Inhaber und Geschäftsführer Helmut Perz. Und Mitarbeiter Frank Schuster kennt die Gefahr eines längeren Aufenthalts im Tiefkühler, vor allem im Sommer. „Da muss man aufpassen, dass man sich keinen Hund holt“, so Schuster. Nicht ganz so frisch ist es in den beiden Kühlhäusern in der Oßwaldstraße. Die Temperatur schwankt hier zwischen plus zwei und sieben Grad Celsius. Auch in der Filiale steht so ein Kühlhaus. „Wir müssen die Wurst ja erst erhitzen, damit sie haltbar wird, und dann abkühlen“, erklärt Helmut Perz, weshalb für sein Unternehmen die Kühlhäuser so wichtig sind. Deren Vorteil im Vergleich zu Kühlschränken ist, dass die Kühlhäuser gleichmäßiger kühlen und dass man hineinfahren kann, um die Ware zu holen. Als Zufluchtsort vor der Hitze eignen sich jedoch weder Kühlhaus, noch Tiefkühler. Die Mitarbeiter behelfen sich mit üblichen Mitteln zur Vertreibung der Hitze - Fenster und Türen auf. Die hochsommerlichen Temperaturen bekomme die Wurst- und Fleischwaren GmbH übrigens nicht nur am eigenen Leib, sondern auch in der Theke zu spüren. „Das günstigste Wetter fürs Grillen ist bei Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad. In den letzten Tagen war es zu warm“, so Perz. Entsprechend gering war die Nachfrage nach Grillgut. Wenn die Sonne zu sehr drückt, halten sich auch Hunger und Appetit in Grenzen, weiß der Firmenchef.


07. Juli 2010 /OTZ

Höhenangst und Freudentaumel

Thomas Steudel (rechts) und Roberto Bergner vor dem Stadion in Soccer City in Südafrika. Dort haben sie das Vorrundenspiel Deutschland gegen Ghana gesehen.
Thomas Steudel (rechts) und Roberto Bergner vor dem Stadion in
Soccer City in Südafrika. Dort haben sie das Vorrundenspiel
Deutschland gegen Ghana gesehen.
Fotos: privat, Thomas Steudel

Der Greizer Thomas Steudel berichtet von seinem WM-Erlebnis in Soccer City

Von Katja Grieser Greiz.

Ein mulmiges Gefühl überkam Thomas Steudel, als er am 23. Juni um 16 Uhr das Fußball-WM-Stadion in Soccer City betrat. „Wir hatten Sitzplätze im oberen Bereich und es ging relativ steil nach oben. Da dachte ich, ich krieg Höhenangst“, erzählt der Greizer, der vom 21. bis 30. Juni mit seinem Kumpel Roberto Bergner den Trip nach Südafrika unternommen hatte. Doch als die Plätze vor ihm später an diesem Tag besetzt waren, war von Höhenangst keine Spur mehr da. Zwei Spiele haben die Greizer in Südafrika im Stadion gesehen, Brasilien gegen Chile und das natürlich weitaus interessantere Deutschland gegen Ghana. „Ich wollte einfach mal die Stadionatmosphäre erleben“, begründet Thomas Steudel, was ihn nach Südafrika getrieben hat. Und von der war er so begeistert, dass er dieses Erlebnis „jederzeit“ wiederholen würde. Mehrere Stunden vor Spielbeginn haben er und sein Kumpel sich zunächst das Stadion angesehen. Auch das entsprechende Fanoutfit mit schwarzrot-goldenem Schal haben sich die Greizer im Stadion besorgt. „Wir wollten halt lustig aussehen“, so Steudel. Doch immer ungeduldiger fieberten sie dann dem Spiel entgegen. „Bei der Hymne herrschte Totenstille bei den Zuschauern und alle sind aufzählt gestanden“, erinnert sich der Greizer. Mit dem Anpfiff stieg die Spannung, wobei es trotzdem relativ ruhig zugegangen sei. Sogar der Vuvuzela-Lärm habe sich in Grenzen gehalten. In der Halbzeitpause hatte Thomas Steudel dann alle Hände voll zu tun, denn er war verabredet mit den Public-Viewing-Fans auf dem Greizer Westernhagenplatz. Per Videokonferenz, die dank der Firma EP: K & K City Sound

zustande kam und vorher mehrfach getestet wurde, schickte er Grüße in die Vogtlandstadt. „Ich hab die Greizer auch gehört“, erzählt er. Und das, obwohl es in der Halbzeitpause im Stadion logischerweise auch enorm laut war. Zwar hatten die Greizer nicht das Glück, einen Platz in der deutschen Ecke zu ergattern, doch die Zuschauer um sie herum, beispielsweise die Brasilianer, seien für Deutschland gewesen. „Alle waren so nett, freundschaftlich, höflich“, ist Steudel beeindruckt. Als dann in der zweiten Halbzeit endlich das 1:0 für Deutschland fiel, sei der „Alarm losgegangen“. Durch die über 80 000 Besucher schlängelten sich die Laola- Wellen, die Vuvuzelas hatten keine ruhige Minute mehr, „alle waren glücklich“, so Steudel und fügt an: „Von dem Moment an war richtig Stimmung da. Ein Traum“, schwärmt er. Das Szenario nach Spielende beschreibt Thomas Steudel so: „Die Deutschland-Fans haben gefeiert, das Stadion hat sich dann aber schnell geleert“, erzählt der Greizer, der die „gigantische Organisation“ vor Ort lobt. Einige Spiele haben sich Thomas Steudel und Roberto Bergner auch noch beim Public Viewing in Südafrika angesehen, das bedeutend größer ist als das in Greiz. Doch seiner Heimatstadt bleibt Steudel treu, wird heute wieder auf dem Westernhagenplatz zu finden sein. Denn wenn er nicht bei der WM ist, moderiert er hier zum Public Viewing.


07. Juli 2010 /OTZ

Fünf Stammtöne der Vuvuzela entlocken

Miriam Schneider spielt auf der Tröte

Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).

Auch wenn Siegfried Wegel, Musiker und Inhaber des Musikantenstübls Zeulenroda, mehr den Tasteninstrumenten und dem eigenen Gesang zugetan ist, auf einer Vuvuzela zu spielen, reizte auch ihn. Mit gespitzten Lippen setzte er an und brachte es auf Anhieb auf zwei Töne. „Scheint also doch nicht so schwer zu sein, Töne der WM-Tröte zu entlocken.“ „Der B-Ton ist der einfachste, den jeder Laie tröten kann“, weiß Miriam Schneider aus Zeulenroda. Die 18-Jährige spielt seit zehn Jahren Trompete und ist aktiv im Posaunenchor und hat bereits die Big-Band der Musikschule „Fritz Sporn“ der Stadt auf der Höhe verstärkt. Heute Abend, wenn die deutsche Nationalelf bei der Fußballweltmeisterschaft im südafrikanischen Durban zum Halbfinalspiel gegen Europameister Spanien auf den Rasen muss, dann wird die Zeulenrodaerin ganz privat mit ihren Freunden das Spiel verfolgen. Mit dabei ist dann auch ihre Vuvuzela, die sie geschenkt bekommen hat. „Als Trompeterin muss so ein Geschenk einfach sein“, dachten ihre Freunde und lagen dabei gar nicht so falsch. Sie jedenfalls spielt auf dem Kunststoff-Instrument die fünf Stammtöne b, c, d, e und f. Kaum zu glauben, dass die WM-Tröte zu den Blechblasinstrumenten gehören soll und dass darauf - theoretisch - auch klassische Musik gespielt werden könnte. Doch, wer will das schon. Das ursprünglich aus Blech, jetzt aus Kunststoff gefertigte Instrument, besteht aus einer konischen, bis zu einen Meter langen Röhre, die an ihrem engen Ende mit einem integrierten Trichtermundstück versehen ist. Den Fußball-Fans mit ihren Vuvuzelas allerdings interessieren mehr die lauten Töne, mit denen sie ihre Freude über jedwede Aktion der Kicker Ausdruck verleihen. Zum Spiel der Deutschen Kicker, heute um 20.30 Uhr wird man bestimmt wieder so manche Tröte zu hören bekommen. Da bleibt nur das eine: „Gut Luft muss man schon haben“, so Siegfried Wegel und findet die Tröte einen schönen Gag - der allerdings auch sehr nervig sein könne.


07. Juli 2010 /OTZ

Leserbriefe/Leserdank

Große Freude

Zum Beitrag „Greiz ist wie eine Familie“:

Vor mehr als 20 Jahren war Shanna Mechedko, die im Juni zwei Wochen nach Greiz kommen konnte, Ausbilderin bei den Fallschirmspringern. Damals verunglückte sie und verlor ein Bein. Die Begegnungen in Greiz verliefen sehr warmherzig und freundschaftlich. Shanna erhielt eine neue Beinprothese, Möbel, wurde zum Kaffeetrinken eingeladen und lernte die Umgebung kennen. Die größte Freude aber wurde ihr vom Luftsportverein Greiz bereitet: Nach vielen Jahren durfte sie wieder in ein Flugzeug steigen und die Welt von oben betrachten. Sie hat während des Fluges viele schöne Fotos von unserer Heimat gemacht. Shanna hat sich beim Abschied noch einmal für all das Gute bedankt, sie war überglücklich.

Christiane M. Gräßer, Greiz


Aufregende Tage

Kürzlich verlebten die jüngsten Mitglieder des 1. Schwimmklub Greiz von 1924 ein ereignisreiches Wochenende im Schullandheim Limbach. 32 kleine Sportler im Alter von sechs bis zwölf Jahren wurden von ihren Eltern dorthin gebracht. Unter der Obhut von vier Übungsleitern gab es eine Menge Abenteuer zu erleben. Bei der Gaudi-Olympiade waren Geschicklichkeit und Schnelligkeit gefragt, galt es doch, bei Hockstrecksprüngen, Liegestützen, Torwandschießen, bei Wattebällchenweitpusten und Hindernislauf zu beweisen, dass man nicht nur schnell schwimmen kann. Entspannt ging es dagegen bei der Nachtwanderung am zweiten Abend zu. Das Licht der Taschenlampen ließ Angst erst gar nicht aufkommen. Alle Kinder und deren Eltern bedanken sich auf diesem Wege für die fürsorgliche und kompetente Betreuung und sind sich einig, dass dies ein sehr schönes Kinderwochenende war, welches im nächsten Jahr unbedingt wieder statt finden sollte.

Sabine Penzel, Greiz


Reges Interesse

Vor kurzem fand auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Greiz und der Rettungsambulanz Greiz der erste gemeinsame Tag der offenen Tür statt. Wir, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und die Mitarbeiter der Rettungsambulanz, möchten uns für das rege Interesse an dieser Veranstaltung bedanken. Es hat sich gezeigt, dass in der Bevölkerung ein sehr hoher Informationsbedarf an der Tätigkeit von Feuerwehr und Rettungsdienst besteht. In diesem Zusammenhang möchten wir uns bei allen Helfern und Unterstützern bedanken.


Die Redaktion behält sich das Recht vor, Zuschriften sinnentsprechend zu kürzen oder auszugsweise abzudrucken. Leserbriefe sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Briefe per E-Mail an greiz@otz.de


07. Juli 2010 /OTZ

Zeuro macht für Berkemann Platz

Ausräumen der Rampenhalle des einstigen Möbelkombinates, Werk I: Eine alte Türenbohrstraße, mit der man Löcher für die Beschläge einarbeitete, transportieren Staplerfahrer Bernd Roschkowski (links) sowie Wolfgang Jäger von der Firma MG Service zum Schrottcontainer. Rechts hinten die von der Firma Berkemann beauftragten Helfer: Mitarbeiter David Majcher sowie Bernd Höfer und Heiko Kunstmann (von links) vom Gebäudeservice Jörg Höfer.
Ausräumen der Rampenhalle des einstigen Möbelkombinates, Werk
I: Eine alte Türenbohrstraße, mit der man Löcher für die Be
schläge einarbeitete, transportieren Staplerfahrer Bernd
Roschkowski (links) sowie Wolfgang Jäger von der Firma MG
Service zum Schrottcontainer. Rechts hinten die von der Firma
Berkemann beauftragten Helfer: Mitarbeiter David Majcher
sowie Bernd Höfer und Heiko Kunstmann (von links) vom Ge-
bäudeservice Jörg Höfer.
Foto: OTZ/Steffen Beikirch

Nächste Woche kommt PU-Sohlenschäumanlage - Bis zu zehn neue Arbeitsplätze

Von Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ).

Der Möbelwerke-Nachfolger Zeuro macht dem Schuhhersteller Berkemann Platz. Und zwar im gegenseitigen Einvernehmen, wenn man Berkemann-Geschäftsführer Thomas Bauerfeind glaubt. Zeuro-Chef Markus Gail wollte das weder bestätigen noch dementieren. „Ich sage dazu gar nichts mehr“, war gestern seine einzige Auskunft. Nach dem Kauf des ehemaligen Möbelkombinat-Werkes I zwischen Schopperstraße und Albin-May-Straße durch die Firma Berkemann hatte es am 16. Juni Streit um den Besitzübergang gegeben. Eine Polizeistreife musste anrücken. Die damals angekündigte einstweilige Verfügung sei auch bei Gericht beantragt worden, erklärte Bauerfeind. „Wir haben uns aber vorher geeinigt.“ Demnach gibt es jetzt einen Vertrag, laut dem Zeuro Zug um Zug aus dem vier Hektar großen Areal ausziehen muss. Auch aus der denkmalgeschützten Albin-May-Villa, die gemeinsam mit dem Ausstellungsraum als letzter Bereich zum 30. November frei zu sein hat. Wahrscheinlich Anfang des neuen Jahres wird die Berkemann- Verwaltung dann mit ihren 20 Beschäftigten aus der ehemaligen Firma Römpler (später Elastic Mieder) hierher umziehen. Schon seit voriger Woche werden auf dem Zeuro-Areal die Vorbereitungen für den Aufbau einer neuen Produktionsstrecke von Berkemann getroffen: die Eigenfertigung von Polyurethan-Sohlen, die man bisher zugekauft hat. Mit der Qualität der Zulieferer sei man jedoch nicht zufrieden gewesen. „Da machen wir jetzt einen neuen Bereich auf“, sagt Bauerfeind. Ohne die in Ungarn laufende Produktion mit 200 Mitarbeitern in Frage stellen zu wollen. Dorthin werden die in Zeulenroda entstandenen Sohlen transportiert. Auf der Rücktour gelangen die fertigen Schuhe ins hiesige Logistik-Zentrum, das sich bei der Bauerfeind AG befindet. Der neue Produktionsbereich mit der PU-Schäumanlage soll je nach Auslastung fünf bis zehn neue Arbeitsplätze bringen, die jetzt sukzessive entstehen. Mit David Majcher ist bisher nur ein Mitarbeiter fest. Der junge Zeulenrodaer half die letzten Tage schon beim Platzmachen, räumte in der früheren Rampenhalle der Möbelwerke, direkt neben der Aral-Tankstelle in der Schopperstraße, mit aus. Dorthin soll nächste Woche die Schäumanlage geliefert werden. Ihr Aufbau dauert rund vier Wochen, die Einrichtung nochmal vierzehn Tage. Dann soll bereits Produktionsstart sein. „Sie schafft eine Million Paar Sohlen pro Jahr“, gibt Thomas Bauerfeind stolz Details zur Maschine bekannt. Anfangs werde man etwa die Hälfte davon herstellen, darunter auch Fremdfertigung für eine andere Firma. Morgen ist ein Berkemann-Team zur Abnahme der Schäumanlage beim Hersteller Desma in Achim (bei Bremen). Allein die Maschine kostet etwa 1,2 Millionen Euro, wofür Berkemann nach eigenen Angaben rund 30 Prozent Zuschuss vom Bund erhält. „Auch die Subventionen, die wir hier erhalten, waren natürlich ein wichtiger Grund für die Investition in Zeulenroda“, unterstreicht Thomas Bauerfeind. Alles in allem stecke Berkemann etwa 1,5 Millionen Euro in die technische Erweiterung. Den Zeuro-Grundstückskauf, die Umzugskosten und die Renovierung noch nicht mitgerechnet.

Berkemann-Chef Thomas Bauerfeind zeigt eine Form, wie sie auf der neuen PU-Sohlenmaschine verbaut ist.
Berkemann-Chef Thomas Bauerfeind zeigt eine Form, wie
sie auf der neuen PU-Sohlenmaschine verbaut ist.
Foto: OTZ/Steffen Beikirch
David Majcher auf der Rampe der Zeuro-Halle. Er wird hier der erste Berkemann-Mitarbeiter an der neuen Maschine.
David Majcher auf der Rampe der Zeuro-Halle. Er wird hier
der erste Berkemann-Mitarbeiter an der neuen Maschine.
Foto: OTZ/Steffen Beikirch

Kommentar

Schuhe statt Möbel

Von Steffen Beikirch

Es schmerzt, wenn alte Möbelwerker ihre Maschinen zerlegen und auf große Schrottcontainer verladen. Tonnenweise wurden in den letzten Tagen Schwergewichte aus dem früheren Kombinats- Werk I in Zeulenroda abtransportiert. Inwieweit Markus Gail als Chef diverser Nachfolgefirmen vielleicht doch irgendwo weiter produzieren will - das hat er gestern leider nicht gesagt. Sicher ist nur: Es kommt etwas Neues, das auf solider Basis zu agieren scheint und wertvolle Arbeitsplätze schaffen wird. Die vier Hektar von Zeuro braucht es dafür natürlich nicht komplett. Hundert Quadratmeter, sagt Berkemann-Chef Thomas Bauerfeind, würden für die erste Produktionsanlage reichen. Aber es könnten ja noch weitere Abteilungen folgen. Der Bereich CAD-Konstruktion oder auch eine Schnallenproduktion sollen hier von Berkemann mittelfristig neu aufgebaut werden. „Immer wenn eines funktioniert, denken wir an das Nächste“, bleibt der Geschäftsführer jedoch bei Zielstellungen vorsichtig. Und dann sind natürlich auch Mieter auf dem neuen Betriebsgelände willkommen. Der hiesige Kosmetik-Hersteller Epicos beispielsweise habe eine Halle in Nutzung, verrät Bauerfeind. Ein Möbelproduzent hat unterdessen noch nicht angeklopft. Oder es bereits abgelehnt, hierzubleiben.


07. Juli 2010 /OTZ

Elektronische Unterschrift spart Papier

Loreen Hempel (links) und Katrin Stöckel demonstrieren in Teichwolframsdorf das neue Pen-Pad.
Loreen Hempel (links) und Katrin Stöckel demonstrieren in
Teichwolframsdorf das neue Pen-Pad.
Foto: OTZ/Kathrin Schulz

Alle Sparkassenfilialen künftig mit dazu notwendigen Pen-Pads ausgerüstet

Greiz (OTZ/-lz).

Der Umbau einer Sparkassenfiliale wie der in Teichwolframsdorf, die zum Wochenstart wieder geöffnet werden konnte, bringen nicht nur räumliche, sondern auch technische Verbesserungen. Dazu gehört die Möglichkeit der elektronischen Unterschrift unter Dokumenten mittels eines Pen-Pads. Loreen Hempel, neue Mitarbeiterin in Teichwolframsdorf, und Filialleiterin Katrin Stöckel, die für Berga und Teichwolframsdorf zuständig ist, demonstrieren das Pen-Pad, das Zeit und vor allem auch Papier sparen soll. Pen-Pads werden in allen 26 Kundencentern, Filialen und Servicepoints der Sparkasse eingesetzt. Auch die Langenwetzendorfer, deren Filiale ab Anfang August umgebaut wird, werden ihre Unterschrift so leisten können. Ein extra breites Display nimmt die handschriftliche Unterschrift des Kunden auf und wird in das elektronische Vertragsdokument integriert. Natürlich erhält der Kunde weiterhin einen Ausdruck seines Vertragsabschlusses. Biometrisch Merkmale, wie Schreibdruck und Schreibgeschwindigkeit, werden zusätzlich erfasst, die Daten mit dem jeweiligen Dokument verschlüsselt und direkt im Rechenzentrum gespeichert. Die Vorteile der neuen Technologie: Dokumente wie geänderte Verfügungsberechtigungen können schneller in allen Filialen beachtet werden. Nachträgliche Unterschriften sind jetzt in einer Filiale nach Wahl möglich, da die Dokumente an jedem Beraterplatz aufgerufen werden können. „Unsere Kunden erkennen auch den umweltbewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen an“, sagt Heike Grebe, Kundencenterleiterin in Zeulenroda. Weniger Papierverbrauch bedeute schließlich weniger Belastung für die Natur.


07. Juli 2010 /OTZ

Freude über Abo-Gewinn bei den Schröters

Geld verschönert Urlaub an der Ostsee

Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ).

Sie konnten es gar nicht glauben - Wilma und Günter Schröter aus Zeulenroda - als sie am gestrigen Morgen ein Schreiben im Briefkasten vorfanden, in dem ihnen zum Abo- Gewinn der Ostthüringer Zeitung gratuliert wurde. „Wir haben einen Schock bekommen und dachten es wäre etwas Schlimmes“, erzählt Wilma Schröter. „Noch nie haben wir etwas gewonnen“, freut sich die Zeulenrodaerin, die gemeinsam mit ihrem Mann in die Redaktion in Zeulenroda kam, um sich wenigstens zu vergewissern, ob sie wirklich gewonnen haben. Als das Zeulenrodaer Paar dann erfuhr, dass sie ihren Gewinn, die 100 Euro, gleich mitnehmen können, war die Freude umso größer. „Wir sind wahrhaftig treue Leser der Ostthüringer Zeitung. Als wir die Zeitung bestellten, war es noch die Volkswacht, erzählt Günter Schröter. Er kann sich nicht ganz genau erinnern, meint aber, dass sie mindestens schon 50 Jahre aufmerksame Leser sind. Die 100 Euro sollen nun nicht einfach in die Haushaltskasse der Schröters fließen. Sie freuen sich auf den unmittelbar bevorstehenden Urlaub bei ihren Kindern an der Ostsee. Das Geld, das die Schröters von Uschi Gunold, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle der Zeitungsgruppe Thüringen überreicht bekamen, ist noch ein klein wenig Urlaubsglück zusätzlich und wird mit den Kindern und Enkeln zusammen ausgegeben.


07. Juli 2010 /OTZ

Spiele, Spaß und auch ein bisschen Heimweh

Ferienkinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren haben schöne Zeit im Wellsdorfer Schullandheim - Belegung des Hauses über viele Jahre konstant

Michelle (10, von links), Maike (11) und Sara (10) genießen die zehn Tage Ferienzeit im Schullandheim in Wellsdorf.

Michelle (10, von links), Maike (11) und Sara (10) genießen die zehn Tage Ferienzeit im Schullandheim in Wellsdorf.
Foto: OTZ/Ute Flamich

Von Ute Flamich Wellsdorf (OTZ).

„Am meisten haben mir die Fahrten in den Freizeitpark Plohn und ins Waikiki gefallen“, sagte die zehnjährige Lisa. Und auch Josephine ist sich sicher: Waikiki war am Schönsten. Weniger toll dagegen sei das frühe Aufstehen gewesen - schon halb acht ging es aus den Federn und dann gabs auch gleich noch Frühstück! Ja, und Heimweh hatte auch so manches Kind, wie die kleine Antonia. Doch sie wusste sich zu helfen. „Ich habe mir mein Kuscheltier genommen und versucht, zu schlafen“, sagte sie und am nächsten Tag war alles wieder gut. Lisa, Josephine und Antonia sind drei von 30 Kindern im Alter von sieben bis zwölf Jahren, die die vergangenen zehn Tage im Schullandheim Wellsdorf verbracht haben. Heute, ab 14 Uhr ist die schöne und erlebnisreiche Zeit zu Ende, denn dann werden die Kinder aus dem Landkreis Greiz und Umgebung wieder von den Eltern abgeholt. Für die einen geht es nun mit der Familie in den Urlaub nach Kreta, an die Ostsee oder in die Türkei, andere bleiben zu Hause oder fahren zu den Großeltern. Gestern aber verschwendeten die Ferienkinder noch keinen Gedanken an das, was sie nach dem Schullandheim erwarten wird. Zu viel gab es einfach noch zu erleben - wie das „Chaosspiel“, ausgedacht von der 19-jährigen Jenny Dienel, die derzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Beim Spiel waren Teamarbeit und Wissen gefragt, denn die Kinder sollten Fragen aus Bereichen wie Geografie, Mathematik, Medien, Märchen und Anatomie beantworten. Vorher mussten die Gruppen eine von 55 im Haus versteckten Karten finden. Die Karten enthielten auf der einen Seite eine Nummer und auf der anderen ein Passwort. Letzteres war relevant für die nächste Frage, die von Jenny Dienel gestellt wurde: Welche Tiere gibt es bei uns im Wald?, Wieviel ist 12 mal 12?, und Wie macht ein Affe? - Die Kinder hatten ihren Spaß am Spiel und konnten zeigen, was sie in den zehn Tagen im Schullandheim gelernt haben. Denn Erlebnispädagogik wurde während der zehn Tage groß geschrieben. So wurde eine Waldrallye veranstaltet mit verschiedenen Statione in denen es um alles ging, was Wald, Bäume, Tiere und Waldfrüchte betrifft. Es wurde getöpfert, der Falkner Gerhard Retterath aus Hardt-Pöllnitz kam vorbei genauso wie Annett Taut von der erst kürzlich gegründeten Arnsgrüner Rettungshunde staffel, die Kinder waren auch mit dem Förster unterwegs. Klar, dass so eine schöne Ferienzeit auch eines entsprechenden Abschlusses bedarf: Deshalb stand gestern Abend noch gemeinsames Pizzabacken an - und, sofern das Wetter mitspielte, gemütliches Beisammensitzen am Lagerfeuer. „Wir haben von den Kindern eine sehr positive Resonanz bekommen“, sagte Marlies Töpel, Bereichsjugendpflegerin vom Sozialraumteam „Mitte“ und zuständig für die offene Kinder- und Jugendarbeit. Gemeinsam mit drei weiteren Betreuern kümmerte sie sich um das Wohl der Ferienkinder im Schullandheim. Über große Resonanz und über eine viele Jahre hinweg konstante Belegung des Schullandheimes freute sich Schullandheimleiterin Martina Hager. „Wir konnten unsere Angebote stets erweitern und verändern“, sagte sie und weist auf die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Landratsamtes Greiz hin. Das Jugendamt ist es auch, das die Ferienzeit für Lisa, Josephine, Antonia und die anderen Kinder organisierte. Und weil die Resonanz so gut ist, werden Ende Juli/ Anfang August weitere 25 bis 30 Kinder die Möglichkeit haben, zehn spannende Tage im Schullandheim zu verbringen.


07. Juli 2010 /Vogtland-Anzeiger

Von listigen Hexen und flinken Goldgnomen

Schlossfee Johanna führt die Kinder durch das Areal der Burgruine.
Schlossfee Johanna führt die Kinder durch das Areal.
Foto: Rudi Dick

Erste Kindergruselnacht mit Gänsehautgarantie auf Elsterbergs Burgruine

Etwa fünfzig Kinder folgten am späten Samstagabend der Einladung von Johanna, der Schlossfee, auf die Elsterberger Burgruine. Gruseln war angesagt und die Kinder nebst Eltern schienen sichtbar aufgeregt und in froher Erwartung auf das Kommende. „Spinnenbein und Drachenpups, Tauben und auch Raben - Gold will ich haben", so lautete der Zauberspruch des Alchemisten, der seit Hunderten von Jahren gefangen auf der Burgruine sitzt und mit Hexerei versucht, die Kasse des Burgherren aufzubessern. Als er die Rezeptur endlich entwickelt hat und damit entfliehen will, kommt ihm allerdings die Schlossfee entgegen, die die Gäste der Gruselnacht durch das Areal der Burgruine führt. Dabei erzählt sie an den jeweilig in Szene gesetzten Stationen von der Gier der Ritter nach dem Edelmetall. Schnell halfen ihr die Kinder, in dem erleuchteten Gelände die Schriftrollenteile der Rezeptur zusammenzutragen. Mit Feuer, Explosionen und lautem Geknall sollte das Experiment durch den Alchimisten nun endgültig zum Abschluss gebracht werden - was übrigens auch gelang. Listige Hexenweiber und der flinke Goldgnom versuchen nun, den Kindern das riesige Goldnugget abzujagen. Doch die durch Zauberkekse gestärkten Kinder wussten das zu verhindern und Schlossfee Johanna setzte schließlich mit der Verwandlung der bösen Gestalten in Felsbrocken dem ganzen Zauber ein Ende. Die Kindergruselnacht wurde erdacht und ausgeführt vom Greizer Mode- und Showteam.


07. Juli 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Mittelalterspektakel in Elsterberg

Wenn am Wochenende, am 10. und 11. Juli, nach Elsterberg zum Mittelalterspektakel eingeladen wird, ist auch die Gruppe Murkeley dabei. Auf der Burgruine erwartet die Besucher an beiden Tagen ein historischer Marktalltag mit über 40 Handwerker- und Händlerständen. Der Gaukler „Fleapit“ tritt auf, ebenso Puppenspieler Andre Streine und die Gruppe „Scherbelhaufen“. Im Ritterlager kann man die „Pleißener Ritter“ beim Lagerleben beobachten.
Foto: Sarah Blinde

Wenn am Wochenende, am 10. und 11. Juli, nach Elsterberg zum Mittelalterspektakel eingeladen wird, ist auch die Gruppe Murkeley dabei. Auf der Burgruine erwartet die Besucher an beiden Tagen ein historischer Marktalltag mit über 40 Handwerker- und Händlerständen. Der Gaukler „Fleapit“ tritt auf, ebenso Puppenspieler Andre Streine und die Gruppe „Scherbelhaufen“. Im Ritterlager kann man die „Pleißener Ritter“ beim Lagerleben beobachten.


Karikatur des Tages

Aus deutschen Landen
Aus deutschen Landen
Zeichnung: OTZ/Bruns


Euregio Egrensis informiert bei Sprechstunden

Am 1. September im Landratsamt Greiz

Greiz (OTZ).

Die Euregio Egrensis Arbeitsgemeinschaft Sachsen/Thüringen unterstützt Interessenten aus dem Saale- Orla-Kreis, dem Erzgebirgskreis und dem Landkreis Greiz, die grenzüberschreitende Projekte durchführen möchten. Zu diesem Zweck finden einmal im Quartal Sprechstunden im jeweiligen Landratsamt statt. Die nächsten Sprechzeiten sind wie folgt geplant: Dezentrale Sprechstunde im Saale-Orla- Kreis: 18. August, 11 bis 15 Uhr, Landratsamt Schleiz. Anmeldungen und weitere Informationen bei Herrn Schulz, Tel.: (03714) 2 14 36 50. Dezentrale Sprechstunde im Erzgebirgskreis: 25. August, 10 bis 14 Uhr, Landratsamt in Aue. Anmeldungen und weitere Informationen bei Herrn Schulz, Tel.: (03714) 2 14 36 50. Sprechstunde im Landkreis Greiz: 1. September, 11 bis 15 Uhr, Landratsamt Greiz. Anmeldungen und weitere Informationen bei Herrn Schulz, Tel.: (03714) 2 14 36 50. Wer sich über Fördermöglichkeiten für deutsch-tschechische Projekte, Konkretisierung von Projektideen, Erarbeitung einer Projektkonzeption und Herstellung von Kontakten zu möglichen tschechischen Projektpartnern informieren möchte, findet hier den richtigen Ansprechpartner. Im Rahmen der Sprechstunden erhalten Interessenten neueste Informationen über die Förderinstitutionen und -programme. Zudem können verschiedene Materialien und Broschüren, wie die Euregio Mobil Karte abgeholt werden. Wer sich vorab über die Arbeit der Euregio Egrensis und durchgeführte deutsch-tschechische Projekte informieren möchten, findet auf der Internetseite www.euregioegrensis.de Informationen und weitergehende Links.
Bei Rückfragen und zur Anmeldung: E-Mail: schulz@euregioegrensis.de


Bei Rot gefahren

Greiz (OTZ).

Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Gera kontrollierten am Montag an der Ampel in der Bruno-Bergner- Straße in Greiz. Dabei stellten sie sechs Fahrzeugführer fest, die bei „Rot“ fuhren. Die Fahrzeugführer haben ein Bußgeld von 200 Euro, vier Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot zu erwarten.


Straßen und Plätze wegen NPD-Fest in Gera gesperrt

Aus Sicherheitsgründen Parken verboten

Gera (OTZ).

Aufgrund des NPD-Konzerts und vieler Gegenaktionen kommt es am 10. Juli zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in Gera. So sind am Sonnabend zwischen 7 und 20 Uhr Straßen gesperrt. Betroffen ist die Straße des Friedens zwischen Rathenaustraße und Heinrichsbrücke. Der Verkehr wird stadteinwärts über Rathenaustraße, Arminiusstraße und in der Gegenrichtung über Elsterdamm, Arminiusstraße, Prof.-Simmel-Straße umgeleitet. Gesperrt ist weiterhin die Straße An der Spielwiese, Heinrich- Heine-Straße, Kopernikusstraße, die Wiesestraße zwischen Rudolf-Scheffel-Straße und Karl- Marx-Allee, die Georg-Büchner- Straße zwischen Spielwiese und Heinrich-Heine-Straße, die Karl- Marx-Alle zwischen Prof.-Simmel-Straße und Wiesestraße und Sachsenplatz/Erfurtstraße zwischen Christian-Schmidt-Straße und Schülerstraße. Aus Sicherheitsgründen ist in den genannten Straßen zu großen Teilen das Parken verboten. Der Schlachthofsteg wird für Fußgänger und Radfahrer ganztags gesperrt. Ein Parkverbot gilt zwischen 6 und 20 Uhr auch in der Altenburger Straße zwischen Calvin- und Steinstraße, Calvinstraße zwischen Altenburger und Karl- Liebknecht-Straße, Steinstraße zwischen Altenburger und Karl- Liebknecht-Straße, Zabelstraße entlang des Platzes der Demokratie bis zur Zetkin-Straße und am Parkplatz Platz der Demokratie.


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