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Wunschplatz ab Herbst buchbar
Vogtland Philharmoniker fiebern der Eröffnung der Vogtlandhalle Greiz entgegen Von Kathrin Schulz Reichenbach/Greiz (OTZ). Während in der Greizer Neustadt die Ausbauarbeiten für die Vogtlandhalle auf Hochtouren laufen, stellt der Intendant der Vogtland Philharmoniker in der Reichenbacher Geschäftsstelle schon mal den Sitzplan für die Konzertabonnements auf die Homepage. 404 Plätze im Parkett und 96 im Rang -ab September, so verspricht GMD Stefan Fraas gestern auf der Jahrespressekonferenz des Orchesters, kann man sich seinen Wunschplatz im Sinfoniekonzert in Greiz buchen lassen. Und weil der virtuelle Konzertsessel noch kein Klangerlebnis rüberbringt, werde es die Möglichkeit geben, bei Bedarf im Sommer 2011 den Platz zu wechseln. Die Preise für das Konzert-Anrecht bleiben auch in der Vogtlandhalle so wie sie jetzt im alten Haus sind, ergänzt Fraas. Vielleicht erreicht der Intendant dann auch in Greiz Reichenbacher Verhältnisse. Denn im Neuberinhaus sind derzeit von 630 Plätzen stolze 618 im Abo belegt, nur zwölf Karten frei verkäuflich. In Greiz erreicht man derzeit immerhin 62 Prozent Abo-Auslastung, wenn die Philharmoniker ihre Konzerte geben. „Wir freuen uns sehr, fiebern der Eröffnung der Vogtlandhalle |
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Meine Woche
Heiß
Diese Woche ist wahrhaftig heiß gewesen - während die einen nach der besten Methode forschen, wie man sich am Arbeitsplatz ein wenig Kühlung verschaffen kann, kämpfen die anderen beim Großfeuer in der ehemaligen Canatex bis zum Morgengrauen gegen die Flammen. Auch gestern konnten die Kriminalisten in Gera noch nichts zur Brandursache sagen, die Ermittlungen ziehen sich hin, nicht zuletzt auch deshalb, weil der Brandherd lange brauchte, um abzukühlen. Alles ist noch offen, Fakt ist allerdings eins: Die ehemalige Papierfabrik, in die in der Vergangenheit mehr als eine Million Fördermittel aller Coleur geflossen sind, gibt es nun nicht mehr. Auch in Dölau bei den Chemiewerkern ging es in den zurückliegenden Wochen und Monaten heiß her - hier ist keinem nach Feiern zumute, denn nicht nur der Chemiestandort strich 20 Arbeitsplätze, auch Stadt und Region gingen erneut Beschäftigungsmöglichkeiten verloren, die wir trotz leichter Aufwärtsstatistik aus der Arbeitsagentur sehr dringend brauchen. Vor allem die älteren Jahrgänge unter uns wissen beispielsweise noch sehr genau, was man von so mancher Statistik halten kann. Um ihre 65 Planstellen im Orchester kämpfen die Musiker der Region seit der Klangkörper im Jahre 1992 von 123 auf 65 Leute fusionierte. Die Musiker der Vogtland Philharmonie nehmen von Anfang an Einbußen in der Bezahlung in Kauf. 20 Prozent unter Tarif läuft der Haustarifvertrag, für den ein Neuabschluss bis 2015 angestrebt wird. Anfragen und Aufträge für die Philharmonie gibt es bereits bis 2013. „Ein Bekenntnis zu diesem einmaligen Orchester und zur Musik“, kommentiert Stefan Fraas, der sehr wohl weiß, dass 170 Konzerte im Jahr - 2009 sind es gar 193 gewesen - einen Marathon für die Künstler und das gesamte Team bedeuten. |
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Sterben auf Raten macht auch keinen Sinn
Betriebsratsvorsitzender Frank Seidel über Sozialplan-Verhandlungen bei Akzo Nobel Greiz (OTZ/-lz). „Wie sieht die Arbeitnehmervertretung des Greizer Akzo-Nobel-Standortes den Abbau von 20 Arbeitsplätzen?“, fragte OTZ gestern den Betriebsratsvorsitzenden Frank Seidel. „Wir gehen davon aus, dass der Standort mit diesen Maßnahmen eine realistische Chance für die Zukunft hat, aber 100-prozentige Garantien gibt es nicht. Natürlich war keiner glücklich über den Personalabbau, aber Sterben auf Raten macht auch keinen Sinn.“ Mitte Dezember sei die Belegschaft erstmals informiert worden, woraufhin der Betriebsrat Verhandlungen mit der Geschäftsleitung begonnen habe. Auf freiwilliger Basis, wie Seidel betont, da laut Betriebsverfassungsgesetz anhand der Größenordnung ein Sozialplan nicht erzwingbar gewesen wäre. Ende April konnte die Arbeitnehmervertretung der Belegschaft einen Zwischenstand geben, Ende Mai sind Vereinbarungen zu Interessenausgleich und Sozialplan unterzeichnet worden. „Die Verpflichtung und Finanzierung einer Transfergesellschaft ist Bestandteil des Sozialplanes“, so Seidel. Die Regionale Arbeitsfördergesellschaft Mittelthüringen mbH wird Mitarbeiter, die das wollen, bei Jobsuche und Qualifizierung ein Jahr begleiten. Fünf Mitarbeiter nahmen zum 1. Juli hier die Arbeit auf. Fünf Beschäftigte gingen in Altersteilzeit, einer konnte nach Bitterfeld gehen, eine Kollegin arbeitet in Bad Köstritz. Ein Mitarbeiter ging auf Jobsuche; einer ist zu Jahresbeginn verstorben. Weitere Arbeitsplätze sind über Teilzeitverträge eingespart worden. „Wir haben versucht, möglichst einvernehmliche Lösungen zu finden, um den Arbeitsplatzabbau so gut es eben ging, abzufedern“, erklärt der Betriebsratschef. Hinzu kommt, dass die Geschäftsleitung sich verpflichtet habe, unter jetzigen Bedingungen bis 31. Dezember keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen und von 2011 bis 2013 mindestens drei Azubis jährlich neu aufzunehmen. Im Unternehmen bleiben 149 Beschäftigte und 24 Azubis. |
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Das Geheimnis von Güntsches Ruh
Winfried Arenhövel stellt neues Buch vor Greiz (OTZ/P. Reichardt). Das Landgut Holzdorf bei Weimar, der Gutsherr Dr. Otto Krebs und dessen bedeutende Kunstsammlung, sowie die Nachkriegswirren des zweiten Weltkrieges bis in die 50-er und 60-er Jahre hinein sind der geschichtliche Hintergrund des Buches „Das Geheimnis um Güntsches Ruh“. Dies stellte der Greizer Autor Winfried Arenhövel am Donnerstag im Weißen Saal des Unteren Schlosses Greiz vor. Ein Band, der an die fiktive Kriminalgeschichte des 2005 erschienenen Buches „Verbrechen um Benno“ anknüpft. Arenhövels Buch ist eine Mischung aus jugendlichem Abenteuerroman und Krimi, verpackt in Zeitgeschichte. „Die Spannung trägt den Leser bis zur letzten Seite“, so Verleger Alfred Büngen. Als sich Winfried Arenhövel setzt und in seiner unnachahmlichen Art und Weise aus dem eigenen Werk liest, hat er die ungeteilte Aufmerksamkeit der Gäste. Mehr noch als der erste Teil konzentriert sich dieser Band auf die Kunstsammlung von Dr. Otto Krebs, von der nach 50-jähriger Stille 1995 plötzlich Teile als Beutekunst in der St. Petersburger Eremitage auftauchten. Bis heute kann der Wert der hochkarätigen Sammlung, überwiegend Meisterwerke des französischen Impressionismus, nur erahnt werden und bot dem Autor somit viel Raum für blühende Spekulationen. Die Geschehnisse um Benno und Gut Holzdorf sind übrigens noch nicht zu Ende geschrieben. Man darf sich also auf Band drei freuen, wie Winfried Arenhövel mitteilte. Ranken sich doch um Gut Holzdorf noch viele geheimnisumwitterte Geschichten.
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Erfrischung gesucht
Sommerliche Temperaturen treiben hunderte Besucher ins Teichwolframsdorfer Freibad Von Marcel Hilbert Teichwolframsdorf (OTZ). Es ist dieser Tage schwer zu sagen, was in kräftigerem Hellblau erstrahlt, der wolkenlose Sommerhimmel oder das große Schwimmbecken im Teichwolframsdorfer Freibad. Leichter fällt da schon die Feststellung, dass beides zusammen die perfekte Mischung für einen schönen Tag im Freien für Sonnenanbeter, Ferienkinder und Feierabend-Urlauber darstellt. Hans-Günter Klotz ist Schwimmmeister im Teichwolframsdorfer Bad und als solcher natürlich glücklich über den Sommer, der fast zeitgleich mit den sechswöchigen Schulferien einsetzte. „Die Leute brauchen immer erst einmal drei Tage azurblauen Himmel am Stück, bevor sie sich zum Freibad-Besuch entschließen“, berichtet Klotz aus seiner Erfahrung. Dem derzeitigen Hoch sei Dank, halten die hochsommerlichen Temperaturen schon ein paar Tage länger, so dass auch der Zuspruch im Freibad spürbar zugenommen hat. „Nach dem verhaltenen Beginn seit Pfingsten haben sich die Besucherzahlen seit etwa einer Woche fast vervierfacht. Im Schnitt haben wir zurzeit weit über 400 Badegäste“, freut sich der Bademeister. Und so reiht sich auf den Grünflächen ein Badetuch an das andere, im Wasser tummeln sich dutzende, meist junge Badegäste und an der beliebten Wasserrutsche hat sich eine lange Schlange gebildet. Auch auf dem Beachvolleyball- Feld herrscht reges Treiben. „Viele kommen sogar extra, um Volleyball zu spielen“, sagt Klotz. Doch auch wenn sich die Betreiber über volle Liegewiesen und
Schwimmbecken freuen, irgendwann ist auch hier die Kapazitätsgrenze erreicht. „Wir hatten hier schon über 1000 Menschen, das war ganz schön knackig und eng“, so Klotz. Bei so vielen Personen schafft es der Bademeister dann auch nicht mehr allein, für die Sicherheit aller zu sorgen. So greifen ihm hier Rettungsschwimmer der Wasserwacht Greiz unter die Arme. Einer von ihnen ist Sebastian Tiller. „Ich mache das hier als Ferienjob“, meint er und nennt gleich den größten Nachteil dieser Arbeit, „gerade bei Temperaturen über 30 Grad Celsius wünscht man sich schon ab und an, auch mal selber ins kühle Wasser zu springen.“ Doch damit muss er warten, bis sein Dienst zu Ende ist. Während der Arbeit ist es ein schlechtes Zeichen, wenn man Tiller beim Sprung ins kühle Nass beobachtet, denn dann handelt es sich meist um einen Notfall. „In diesem Jahr war es bisher zum Glück ruhig und wir mussten noch nicht eingreifen“, meint er. So nutzen er und Bademeister Klotz die Gelegenheit, einige der Baderegeln bei den Gästen in Erinnerung zu rufen. „Eine davon ist beispielsweise die, das Badehosen maximal bis oberhalb des Knies gehen dürfen“, so der Schwimmmeister, „Das hat etwas mit der Wasserhygiene zu tun.“ Bereits verinnerlicht haben diese Regel Jeremy, Antonio und Max. Die drei Schüler, die allesamt in Teichwolframsdorf wohnen, nutzen so gut wie jeden freien Tag ihrer Sommerferien, um ihre waghalsigen Sprünge vom Beckenrand ins Wasser vorzuführen. „Das Wasser ist richtig schön angenehm“, kann Jeremy gerade noch sagen, bevor er einen Satz macht und nach einem Rückwärtssalto im Wasser des zwei Meter tiefen Schwimmbeckens verschwindet. |
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Nachdenkliches zum Wochenende
Irren ist menschlich Von Pfarrer Hermann Rose, Greiz Irren ist menschlich. Davon können wir alle ein Lied singen, wobei es nicht immer unser Lieblingslied ist. Auch bei der Fußball-WM in Südafrika tritt das leider sehr deutlich zu Tage. Da irrt sich ein Schiedsrichter, obwohl der Ball hinter der Torlinie ist. Ein anderer übersieht das zweimalige Handspiel und gibt das Tor. Kann man diese gravierenden Irrungen nun damit entschuldigen, weil sie eben menschlich sind? Eigentlich schon, obwohl sie nicht passieren dürfen. Nun ist es ja ein großer Unterschied, wobei ich mich irre. Bei lebenswichtigen Dingen, wie Berufswahl oder bei der Suche nach dem Lebenspartner, und beim Vertrauen zu einem Freund, der mich doch hintergeht und nicht für mich, sondern gegen mich ist. Auch im Umgang zu Gott können wir uns irren. Ihn ablehnen und verneinen. Dinge von ihm erwarten, die er nie zugesagt hat. Dumm mit ihm tun, nur weil sein Handeln unseren Vorstellungen und Wünschen nicht entspricht. So wird ihm oft der Rücken zugedreht und wir müssen sehen, wie wir allein zurecht kommen. Deshalb lässt er in der Bibel mit sehr deutlichen Worten sagen: „Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten“ (Gal. 6,7). Alle Entscheidungen, die wir treffen, haben Folgen, mit denen wir leben müssen. Deshalb sind wir oft zögerlich, bei wirklich lebenswichtigen Entscheidungen. Wir fragen da gerne diesen oder jenen, schlagen suchend in Info-Schriften oder Büchern, und Gott? Aber die Entscheidungen müssen wir selbst treffen. Dass wir uns darin irren können, liegt in uns selbst. Uns fehlt oft der rechte Standpunkt. Dass wir uns irren, ist nicht das eigentliche Problem, sondern, dass wir es so schlecht eingestehen können. Denn nur dort, wo wir es zugeben können, da ist auch ein Umkehren und ein Neuanfang möglich. Nicht bei einem WM-Spiel, aber im wahren Leben. |
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Mit 260 Grad Celsius wird eingeheizt Backstube als einer der heißesten Orte Von Katja Grieser Teichwolframsdorf. Auf unglaubliche 260 Grad Celsiusbringt es der große Ofen in der Backstube von Heiko Wendler in Teichwolframsdorf, wenn er ihn angeworfen hat. Damit dürfte der Arbeitsplatz des Bäckermeisters derzeit einer der heißesten Orte in der Region sein. Denn zur Ofenwärme gesellt sich in der Backstube noch die Wärme der Backwaren, die hier zum Abkühlen stehen. Heiko Wendler bekommt also Hitze von allen Seiten zu spüren. „Im Winter ist das angenehm“, sagt der Teichwolframsdorfer. Doch die aktuelle Hitzewelle macht ihm schon zu schaffen. Schlimm ist es vor allem dann, wenn sich die Nächte nicht mehr merklich abkühlen. Wenn dann selbst das Öffnen der Dachluken keine Erfrischung mehr bringt, wird es richtig unangenehm. In der Woche beginnt der Tag in der Backstube um 1 Uhr, am Wochenende bereits Mitternacht. Dann werden zuerst die Brote - zwischen 80 und 100 täglich -, dann die Brötchen und zum Schluss Kuchen sowie Kleingebäck in den Ofen geschoben. Um halb 7 muss alles fertig sein, dann öffnet er seinen Laden, später werden noch die Autos bestückt, die etwa in Waltersdorf, Neumühle, Trünzig, Gommla oder Lunzig die Backwaren verteilen. Das frühe Aufstehen stört Heiko Wendler weniger, „in der Nacht hat man wenigstens seine Ruhe“, lautet sein Kommentar zum zeitigen Arbeitsbeginn. Ebenso hat sich Wendler inzwischen an die Hitze in der Backstube etwas gewöhnt, auch wenn das schwerer sei. Was er gegen diese tropischen Tempteraturen macht? „Nicht viel. Genug trinken und eben schwitzen“, sagt er lachend. |
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Der Mann, der über das Wasser lief Wie die Altgernsdorfer Dorfchronik von mehr als einem Wetteinsatz berichtet
Von Susann Grunert Altgernsdorf (OTZ). 780 Jahre Altgernsdorf - Aus der Chronik (4) Die Altgernsdorfer sind ein wetteifriges Völkchen. Diesen Eindruck erhält man beim Durchblättern der Dorfchronik. So behauptet Jürgen Lachmann im Jahr 1999, dass er mit selbstgebastelten Styroporschuhen den Altgernsdorfer Feuerlöschteich überwinden kann. Das wollen sich zahlreiche Dorfbewohner natürlich nicht entgehen lassen. Mucksmäuschenstill ist es gewesen, als Lachmann Schritt für Schritt über das Wasser lief. Umso lauter dann der Beifall, als der Wettkönig das gegenüberliegende Ufer trockenen Fußes erreicht und zur Gaudi der Zuschauer ein abschließendes Bad im Teich nimmt. Wann und wo die folgende Wette entstand, daran mag sich kein Altgernsdorfer mehr genau erinnern. Fakt ist, dass zwei Parteien gegeneinander wetteten, dass es nicht möglich sei, den Feuerwehrbarkas vom Spritzenhaus bis zum Vereinshaus der Freiwilligen Feuerwehr zu ziehen. „Das wäre doch gelacht“, dachten sich acht starke Altgernsdorfer Burschen, die das Auto im November 2004 erfolgreich - mal nicht per Motor- sondern per Manneskraft - den nicht unbeachtlichen Weg bergauf zogen. Der flüssige Gewinn aus Hopfen und Malz mag hier vielleicht ein Anreiz gewesen sein. Am Ort des heutigen Feuerwehr- Vereinshauses befand sich bis 2002 der ehemalige Konsum. Im Rahmen der Dorferneuerung plante die Gemeinde Wildetaube zunächst, das Gebäude zu sanieren. Da diese Arbeiten aber zu aufwendig waren, entschloss man sich zum Abriss und Neubau. Im Februar 2004 konnte die neue Begegnungsstätte feierlich übergeben werden. Seit der Gründung des Vereins „Altgernsdorf 04“ befindet sich das Gebäude in dessen Obhut. Zurzeit gehören 31 Altgernsdorfer dem Verein an, der sich vor allem bei der Organisation und Gestaltung der Feste der Gemeinde hervortut. Seine Premiere feierte „Altgernsdorf 04“ kurz nach seiner Gründung zur 775-Jahrfeier im Jahr 2005. Am 7.7.2007 folgte mit dem - natürlich - 777. Jahrestag des Dorfes der zweite Streich. Und auch für die 780-Jahrfeier, die heute Nachmittag auf dem Altgernsdorfer Dorfplatz beginnt, haben sich die Vereinsmitglieder und alle anderen Altgernsdorfer allerhand einfallen lassen, um die Chronik des Ortes wieder um einen Punkt reicher zu machen. |
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Fußball, Musik und Spiele
Antenne Thüringen Fanstation zeigt Viertelfinalspiele auf Zeulenrodaer Marktplatz Von Ute Flamich Zeulenroda-Triebes (OTZ). „Ich tippe auf ein 2:1 für Brasilien“, sagte die 17-jährige Sabrina Schneider. Und auch Zeulenrodas Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) war sich sicher, dass „Brasilien das Ding schon macht.“ Doch entgegen der Erwartungen vieler, waren es die Niederländer, die die Brasilianer mit einem 2:1 nach Hause schickten. Etwa 200 Fußballbegeisterte verfolgten das Viertelfinalspiel der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika gestern auf dem Zeulenrodaer Marktplatz, denn der Radiosender Antenne Thüringen hatte zur „Fanstation“ eingeladen. „Mit Leinwand und unserem Moderator Adi Rückewold sind wir in Städten und Dörfern unterwegs, zeigen WM-Spiele, machen davor, dazwischen und danach Party mit Musik und kleinen Spielchen“, sagte Mandy Engelhardt, Eventmanagerin des Radiosenders. „Ich hatte ursprünglich gedacht, dass die Fanstation im Waldstadion aufgebaut wird, anlässlich der 100-Jahrfeier des FC Motor Zeulenroda, quasi als kleines Dankeschön für die gute Vereins- und Jugendarbeit“, sagte Frank Steinwachs, der Zeulenroda für die Fanstation angemeldet hatte. „Antenne Thüringen zog den Markt vor und damit waren wir dann auch einverstanden.“ „Ich bin hier, weil das gemeinschaftliche Gucken einfach viel mehr Spaß macht“, sagte die 17-jährige Michéle Wagner aus Zeulenroda. Das zweite Viertelfinalspiel, Uruguay gegen Ghana, wollte sie sich aber nicht mehr ansehen. „Das finde ich nicht so spannend“, sagte sie. Heute, zum Spiel der deutschen Mannschaft gegen Argentinien, ist die Fanstation im Freibad in Dingelstädt.
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Meine Woche
Schönen Sommer! Von Steffen Beikirch Die Fresse glänzt, ich brauch’ ein „freshes Hemd“. Die ganze Stadt, sie tropft und klebt. Geniale Zustandsbeschreibungen für die Juli-Hitze 2010. Okay, sie sind geklaut aus dem Lied „Fieber“ vom Berliner „Stadtaffe“ Peter Fox. Auch Nicht- Hauptstädter fühlen sich aber so. In diesen Tagen, an denen offene Fenster alles andere als Abkühlung bringen. Und was machen die Triebeser Fußballer? Sie wünschen einem auch noch frech „einen schönen Sommer“, wenn man auf ihre Vereinsseite im Internet klickt. Dort erfährt man immerhin, dass am Donnerstagabend das erste gemeinsame Training der künftigen Landesliga-Mannschaft war. In Triebes, weil im Waldstadion gerade eine Rasensanierung läuft. Von der anderen Sanierung ganz zu schweigen. War echt der Hammer, dass Vereinspräsident Gerd Wolf diese Woche auch noch die Segel strich, obwohl er zweimal Geschlossenheitsappelle und Durchhalteparolen verkündet hatte. Bei Amtsantritt und zum 100-jährigen Jubiläum. Heute weiß man, dass er damit den Kreis vom Anfang zum Ende schloss. Man darf enttäuscht sein nach all seinen Ankündigungen. Um so wohltuender die Reaktion seines Stellvertreters Dieter Weinlich, von dem man bis dato ehrlich gesagt nicht viel mitbekommen hat. Jetzt verspricht er Krisenmanagement, wie es nötig ist. Schon dieses Wochenende soll seine Suche nach neuen Vorstandsköpfen starten. „Einer muss ja bleiben“, hielt gestern auch Mannschaftsleiter Sven Hädicke demonstrativ zur Stange, obwohl er die jüngsten Entwicklungen in seinem Verein in den letzten Tagen nur aus der Zeitung erfuhr. Ein Lob, das wir an dieser Stelle nicht ausschlachten möchten. Aber so bleibt die schönste Nebensache der Welt sogar für die Akteure auf dem Spielfeld und an der Linie spannend. Für Zuschauer sowieso. Nicht bloß heute um 16 Uhr beim Blick nach Südafrika. Sondern schon früh um zehn in Tegau! Dort steigt der erste Test der Spielgemeinschaft FC Motor Zeulenroda/Triebeser SV gegen Bezirksligist LSV Oettersdorf. „Die sollen bloß nicht denken, dass wir mit einer Kreisliga-Truppe anrücken“, meint Sven Hädicke forsch. 14 Leute waren zum Trainingsauftakt. Sven Seebauer und Denny Milde führten Regie, während ab heute Andreas Daßler wie angekündigt das Sagen hat. Und voraussichtlich acht Zeulenrodaer und sieben Triebeser zur Verfügung. „Das wird eine gut aufgestellte Mannschaft“, blickt Sven Hädicke nach vorn. Und man wünscht sich, dass sich die Elf ohne Reibereien finden möge. Genau wie die gesamte Spielgemeinschaft, mit der Zeulenroda- Triebes in allen Altersklassen in die neue Saison aufbricht. Also dann: Einen schönen Sommer allerseits! |
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Wenn der Blutdruck runter rauscht
Feuerwehr Triebes trainiert Wasserrettung und Schock-Versorgung Von Steffen Beikirch Triebes (OTZ). Der Tipp klang seltsam aus dem Mund eines Mannes, von dem man eigentlich Hilfe erwartet. „Reicht dem Ertrinkenden niemals die Hand!“ Doch Klaus Zipfel, Chef der Feuerwehr-Tauchergruppe Zeulenroda, weiß, wovon er spricht. „In lebensbedrohlichen Zuständen entwickeln die Menschen unwahrscheinliche Kräfte.“ Am Ende also könne falsches Verhalten dazu führen, dass neben dem zu Rettenden auch noch die Retter im Wasser liegen und selbst Hilfe brauchen. Ein Seil, ein Paddel oder ein anderer Gegenstand seien für die Kontaktaufnahme folglich sicherer. Diese und weitere Erkenntnisse nahmen 20 Kameraden der Triebeser Freiwilligen Feuerwehr am Donnerstagabend dankbar auf. Im Rahmen ihrer Ausbildung trainierten sie im Naturfreibad die Wasserrettung. Dafür wurde das feuerwehreigene Schlauchboot zu Wasser gelassen, der Motor vorher demontiert. Mit vorschriftsmäßig angelegten Schwimmwesten ruderte die Besatzung Klemens Köhler, Marcus Winkler und Klaus Neupert los, um zunächst Michael Schmidt und dann Claudia Stamm herauszufischen. Immer seitlich beidrehen, riet Klaus Zipfel und erinnerte ein weiteres Mal an die Eigensicherung. Zwei Leute ziehen das Opfer ins Boot, während der Dritte die ganze Chose ausbalanciert. Ist die Person an Bord, ziehen bei einem Gewässer dieser Größenordnung am besten die Kameraden an Land die ganze Truppe mit dem Seil ans Ufer. Das geht schneller, als zu rudern. Und Zeit ist bei der Rettung ja das, was man am wenigsten hat. Michael Schmidt wurde an Land von seinen Feuerwehrkameraden Michail Syhre und Gordon Schütz übernommen. Beide machen derzeit, wie vier andere, eine Feuerwehr-Ausbildung zum Rettungshelfer, konnten gleich erste Fertigkeiten anwenden. Vorsorglich wurde Schmidt eine Halskrause angelegt und wegen einer „Verletzung“ der rechte Unterschenkel geschient. Mit Stethoskop und Blutdruckmessgerät überwachte man indes die Vitalfunktionen. „Der Blutdruck rauscht in der Regel richtig runter, während die Herzfrequenz steigt.“ Woran man einen Schock erkennt und was man dann am besten unternimmt, steuerte Jens Krüger, Feuerwehrmann und gelernter Rettungsassistent, zu dieser Ausbildungseinheit der besonderen Art bei. |
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Neuform Türenwerk Zeulenroda bewirbt sich um Thüringer Innovationspreis 2010
Vier Jahre hat Michael Glock über einer Neuentwicklung gebrütet, die jetzt endlich produktionsreif ist: eine Schiebetür, die sogar die Schallschutzklasse III (37 Dezibel) erfüllt. Steffen Beikirch / 01.07.10 / OTZ-Zeulenroda. "Schallschutz bei Schiebetüren ist schon lange ein Problem. Niemand hat es richtig hinbekommen", sagt der Geschäftsführer des Neuform-Türenwerkes Zeulenroda, Michael Glock. Und freut sich, jetzt das Modell "Sonor-Slide" präsentieren zu können. "In der Branche gibt es nichts Vergleichbares", erklärt Glock, der sich damit um den Thüringer Innovationspreis 2010 beworben hat. Der englische Doppelname geht auf die Schallschutz-Produktfamilie "Sonor" und das Fremdwort für Schiebetür "Slider" zurück. Im Gegensatz zu bisherigen Objekt-Schiebetüren, die recht schwergängig sind, sich absenken und dadurch schalldicht schließen, hat das Neuform-Entwicklerteam für den Schallschutz einen anderen Kunstgriff gefunden. Den Glock noch nicht verraten will. Patentieren lassen hat er ihn sich aber schon. Als weitere Vorzüge nennt er, dass das Schiebetürelement nicht mehr in einem klobigen Einlaufpfosten anschlägt, sondern bündig mit dem Zargenspiegel abschließt, ohne sich dabei abzusenken. Auf der Wandseite ist zudem ein Klappgriff angebracht, der sich im Türblatt versenkt. Weil er also nicht mehr vorsteht, gibt die Tür beim Öffnen den vollen Durchgang frei. Gerade für Barrierefreiheit ein großer Vorteil gegenüber bisherigen Lösungen, sagt Michael Glock. Die Tür "Sonor-Slide" kann für Hand- und Automatikbetrieb ausgestattet werden. Letzteres ist gerade für Krankenhäuser besonders interessant. Die ersten Aufträge hat Neuform schon in der Tasche. Die Krankenhäuser Balingen (Baden-Württemberg) und Traunstein (Bayern) hätten 72 und zwölf Türen im Wert von 2000 bis 4000 Euro je Stück geordert, freut sich Glock. Um "Sonor-Slide" soll jetzt eine ganze Produktfamilie aufgebaut werden. |
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„Bahngucken ist unglaublich beruhigend“
Karin und Peter Dinsch in ihrem Garten in der Anlage „Reiboldsgrün“ in Zeulenroda-Triebes: Die Liebhaber von Modelleisenbahnen legten sich vor einem Jahr die Dampflok zu, die sie in der OTZ-Geschäftsstelle in Zeulenroda erwarben. „Ich könnte stundenlang zuschauen, wie die Lok ihre Runden dreht“, sagt Karin Dinsch.
Peter und Karin Dinsch genießen ihre grüne Oase in der Kleingartenanlage Reiboldsgrün in Zeulenroda-Triebes Von Ute Flamich Zeulenroda-Triebes (OTZ). OTZ-Serie (5) Gartengeschichten Dicke Wolken schieben sich vor die Nachmittagssonne. Es ist heiß. 32 Grad Celsius zeigtdas hölzerne Thermometer an. Es hat die Form eines Schlüssels mit einem Bild des Wörthersees darauf. Eine leichte Brise bringt frische Luft und Kühlung. Nicht viel, doch gerade genug, um die Hitze gut zu ertragen. An der Schwelle zu ihrem Garten in der Anlage Reiboldsgrün in Zeulenroda-Triebes steht Karin Dinsch. Die 57- Jährige öffnet das Gartentor, bittet mit einer einladenden Geste herein. Ein gepflasterter Weg führt auf das 350 Quadratmeter große Grundstück. Rechter Hand steht ein Holzhäuschen. Original rumänische Weinreben ranken an der Hauswand nach oben und bringen südliches Flair in den Schrebergarten. Links des Weges stehen Kirsch-, Birnen- und Apfelbäume auf einer erst kürzlich gemähten Wiese. „Das dort ist unser Hobby“, sagt Karin Dinsch und zeigt auf eine Gartenbahn gleich unterhalb des größten Apfelbaumes. Auf einer etwa viereinhalb Meter langen Strecke zieht eine Dampflok mit zwei Waggons stetig ihre Runden. „Die Dampflok haben wir im vergangenen Jahr in der OTZ-Geschäftsstelle erworben“, sagt Peter Dinsch, der neben der Bahnstrecke hockt. „Bahngucken ist unglaublich beruhigend“, sagt er, lacht und erzählt: Im Alter von sechs Jahren habe er seine erste Eisenbahn bekommen. Die Technik sei es, die den gebürtigen Zeulenrodaer besonders fasziniere. Nur gut, dass sich auch Karin Dinsch für Eisenbahnen begeistern kann. Gemeinsam besuchte das Paar schon einige Modell- Ausstellungen, unter anderem in Wiehe, Seelingstädt und Adorf. „Wenn wir zum Geburtstag Geld geschenkt bekommen, wird wieder etwas für die Gartenbahn gekauft“, sagt der 60-Jährige und schmunzelt. Wen wundert es also, dass der Lieblingsplatz der Dinschs eine selbstgebaute Hollywood- Schaukel ist - mit ausgezeichnetem Blick auf die Gartenbahn. Auch ein Schienenbus, eine Draisine und eine kleine Lore kommen dann ab und zu auf die Gleise. Die kleine Bahnanlage wird gut bewacht: Von einem Gartenzwerg mit eingebautem Sensor. „Immer, wenn der Zug am Zwerg vorbeifährt, pfeift der. So weiß ich,dass die Lok noch auf den Schienen ist und die Technik funktioniert“, sagt Peter Dinsch. Sitzen Peter und Karin Dinsch nicht gerade auf ihrer Hollywood-Schaukel, wird im Garten gewerkelt. „Früher, wie es zu DDR-Zeiten nun einmal war, haben wir viel mehr angebaut: Blumenkohl, Salat, Tomaten, Kohlrabi, Radieschen. Wir hatten damals auch 16 Bäume im Garten, vorwiegend Apfelbäume. Aus den Früchten ließen wir Most pressen“, sagt Peter Dinsch, der gemeinsam mit seiner Frau seit dem Jahr 1982 Gartenbesitzer ist. Auf einer ehemals sumpfigen Wiese, auf der zu DDR-Zeiten Kühe der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft LPG weideten und 1945 ein Zeltlager der US-Amerikaner stand, befindet sich heute ihre grüne Oase. „Damals wurde nach einer Bodenprobe bescheinigt, dass das Land nicht für die kleingärtnerische Nutzung geeignet ist“, sagt Karin Dinsch. Trotzdem sind auf dem Gelände 19 Kleingärten angelegt worden - mit großem Aufwand und viel Mühe. Es wurde melioriert, Unmengen an Erde aufgetragen, gebaut, gepflanzt und geackert. Aber auch heute ist die Gartengestaltung bei Peter und Karin Dinsch noch nicht abgeschlossen. „Ich träume von einem kleinen Pavillon, der von Rosen umringt ist und einen Blick auf den ganzen Garten gewährt. Das könnte dann mein neuer Lieblingsplatz werden“, sagt Peter Dinsch und lacht. |
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Globetrotter sammelt Mitbringsel aus aller Herren Länder
Josef Fonfara geht fast täglich in seinen 600 Quadratmeter großen Garten in der Anlage Waldbergsruh in Greiz Von Ute Flamich Greiz (OTZ). „Ich bin ein Reiseonkel“, sagt der 80-jährige Greizer Josef Fonfara und lacht dabei. Keinen Moment zweifelt man daran, sieht man die vielen Mitbringsel aus aller Herren Länder im Wohnzimmer der Fonfaras: eine Uhr aus Moskau, einen Wandteller aus San Francisco, ein Wandteppich aus Südamerika, Kastagnetten aus Andalusien und Fotos - Unmengen an Fotos, alle gut sortiert und beschriftet mit Datum, Reiseroute und Sehenswürdigkeiten. Im zeitigen Frühjahr und Mitte September sind Josef Fonfara und seine Frau meist auf Achse. „Von Mai bis August reisen wir nicht, denn wir haben schließlich unseren Garten, der auch versorgt werden will“, sagt Josef Fonfara, der seit drei Jahrzehnten Kleingärtner ist. Fast jeden Tag schaut er in seiner grünen Oase vorbei. „Schließlich gibt es im Garten immer etwas zu tun“, sagt Josef Fonfara und lacht. Das etwa 600 Quadratmeter große Gartengrundstück der Fonfaras in Hanglage befindet sich in der Greizer Kleingartenanlage Waldbergsruh. „Jedes Jahr habe ich etwa 35 Tomatenpflanzen“, sagt der Rentner, der auch Kartoffeln, Erdbeeren, Paprika, Erbsen, Bohnen und noch vieles mehr anpflanzt. „Viele Gartenbesitzer wollen heute nur noch einen Ort zum Erholen, sie wollen nicht mehr viel anbauen. Aber nimmt man das Beispiel Kartoffeln: die stecke ich im Frühjahr in die Erde und habe dann bis September/ Oktober keine Arbeit mehr damit. Regelmäßig mähen aber müsste ich die Fläche sehr wohl, wären da keine Kartoffeln, sondern nur eine große grüne Wiese.“ Besonders gern sitzt Josef Fonfara auf seiner kleinen Bank vor seinem Gartenteich. Hier stehen im Juni die Seerosen in voller Blüte. „Vor 28 Jahren habe ich den Teich angelegt. Seit dieser Zeit haben wir auch Seerosen“, sagt Josef Fonfara und füttert die Goldfische im Teich. Dann ist er in Gedanken wieder bei den unzähligen Reisen, die er mit seiner Frau unternommen hat nach Afrika, Kuba, Australien, Neuseeland, Kanada, USA Brasilien, Mexiko, Indien, Israel, Mongolei, Ägypten, Tunesien, China, Kasachstan... - „Es gibt kein Land, in dem wir noch nicht waren.“ „Mammut-Reisen“ will das Ehepaar jetzt nicht mehr so oft antreten, sagt der Rentner, der erst im März auf Mauritius, Madagaskar und den Seychellen war. „Mitte September fliegen wir in die Türkei. Da waren wir zwar auch schon zig Mal, aber der Flug ist nicht so lang und kulturell gibt es viel zu sehen“, sagt Josef Fonfara, der Geschichte erleben möchte. |
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| 03. Juli 2010 /OTZ | |||||||||||
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Lizenz zum Schmunzeln - Mario Schuster
Mohlsdorfer Salatkirmes mit Bierfassanstich eröffnet
Die Mohlsdorfer Salatkirmes wurde gestern Abend mit dem Bierfassanstich eröffnet. Die Gewalt über den Hammer hatte Organisator Bernd Wezel. Es assistierte der Geschäftsführer der Greizer Vereinsbrauerei, Thomas Schäfer (dahinter). Bis zum Montag unterhält die Salatkirmes nun mit Musik, Sport und Spaß auf dem Sportplatz. Forstamt ruft Waldbrandwarnstufe 3 aus Greiz (OTZ/-lz). Wegen der anhaltenden Trockenheit - der kurze Regenschauer am Donnerstag hatte nur einen ganz geringen Teil des Forstamtbezirkes erreicht - rief das Forstamt Weida am Freitag die Waldbrandwarnstufe 3 aus. „Das bedeutet stark erhöhte Waldbrandgefahr“, erläutert Forstamtsleiter Karsten Schröder, der neben den bekannten Vorsichtsmaßnahmen wie Rauch- und Feuerverbot im Wald und im 100-Meter-Bereich zum Waldrand gezielt darauf hinweist, keine Fahrzeuge an Waldwegen zu parken, die die Feuerwehr behindern könnten. Die Mitarbeiter des Forstamtes sind beauftragt, bei Kontrollfahrten auf freie Rettungswege zu achten. Falschparker im Forst müssen mit einem Verwarn- bzw. Bußgeld bis zu 50 Euro rechnen. Baumaschinen in Greiz gestohlen Greiz (OTZ). Unbekannte Täter entwendeten in der Zeit vom 18. Juni bis 1. Juli einen Verdichter, eine Kabeltrommel und eine Europalette, die in der Greizer Friedhofstraße 1 abgestellt waren. Die Baumaschine Verdichter, ein sogenannter Hopser oder Frosch, trägt die Aufschrift „Weber SRX 65“. Der Beutewert beträgt rund 700 Euro. Die Polizei Greiz erbittet Zeugenhinweise unter Tel.: (03661) 62 10. Karikatur des Tages
Erneut Fahrzeuge in Waldhaus zerkratzt Mohlsdorf (OTZ). Erneut haben bislang Unbekannte sich mit einem spitzen Gegenstand am Lack mehrerer Fahrzeuge zu schaffen gemacht. Zum jüngsten Vorfall kam es in der Zeit vom letzten Freitag, dem 25. Juni, bis Sonnabend, dem 26. Juni, im Mohlsdorfer Ortsteil Waldhaus. Hier waren mehrere Fahrzeuge auf dem Parkplatz in Waldhaus abgestellt. Beschädigt wurden die Türen der Autos, beide rechten Türen wiesen Kratzer auf. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Angaben zu den Sachbeschädigungen machen können oder verdächtige Wahrnehmungen zur Tatzeit am Tatort gemacht haben. Wer etwas gesehen hat, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Greiz unter Tel.: (03661) 62 10 zu melden. Brechts „Antigone“ wird cool aufgepeppt Regisseur sucht noch junge Mitstreiter Greiz (OTZ/KS). „Antigone“ klingt langweilig, ist es abernicht. Zumindest nicht, wenn sich der XIX. Greizer Theaterherbst des Klassikers annimmt, speziell Regisseur Sebastian Stolz. Also, nix mit schnödem Deutschunterricht, das Gegenteil ist der Fall. Nur, der Regisseur braucht dringend noch Mitspieler, die mit dem renommierten Theatermann das Stück in neuer Fassung auf die Bühne bringen. Geprobt wird zurzeit werktags, ab 10 Uhr, in der Greika-Halle, gegenüber Kaufland, in der Greizer August-Bebel-Straße. Aber, worum geht es in dem Werk eigentlich? Es ist das Recht der Jugend, die bestehende Autorität in Frage zu stellen. Doch daraus erwächst die Pflicht, eine neue Ordnung zu erschaffen, diesich wiederum durch die nächste Generation prüfen lassen muss. Antigone erwidert ein „Nein“ auf König Kreons Verbot, ihren Bruder begraben zu dürfen. Ein „Nein“, dessen Symbolik uns bis ins heutige Jahrhundert beschäftigt. Denn die Grenzen zwischen Terrorismus, Revolution oder jugendlicher Rebellion sind schmal. Die Texte von Sophokles, Anouilh und Brecht werden zerspielt, immer den Argumenten Antigones und König Kreons auf der Spur. Am Ende steht die Entscheidung aus: Bist du Antigone oder König Kreon? Die Werkstatt ist ideal gegen Langeweile in den Sommerferien. Traktorfahrer fällt heraus und verletzt sich schwer Bernsgrün (OTZ). Aus noch ungeklärter Ursache kam ein Traktor mit Hänger am Donnerstag gegen 13.30 Uhr zwischen Bernsgrün und Schönbrunn nach rechts von der Fahrbahn ab. Nachdem er rund 85 Meter im Graben gefahren war, fiel der Fahrer aus dem Traktor heraus und blieb am Fahrbahnrand liegen. Das Fahrzeug fuhr dann noch wenige Meter allein weiter. Der 52-jährige Fahrer wurde schwer verletzt und zur weiteren Behandlung mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Zwickau geflogen. Der Schaden am Traktor beläuft sich auf rund 1500 Euro, teilte die Polizeidirektion Gera gestern mit. Bedarfsanalyse geht in die Verlängerung Bisher 65 Haushalte an DSL interessiert Hohenleuben (OTZ/St.B.). Auch zur zweiten Informationsveranstaltung über den Ausbau eines schnellen DSL-Netzes in Hohenleuben war die Resonanz nur unmerklich besser. Nach den gut 20 Teilnehmern vom 8. Juni wurden am Donnerstag nun rund 40 gezählt. Bisher hieß es, die Stadt benötige 160 Interessenten, damit die Thüringer Netkom GmbH in den Breitbandausbau investiert. „150 Haushalte würden auch reichen“, sagte Matthias Lindig, Chef der Verwaltungsgemeinschaft Leubatal, gestern. Man habe nochmal kalkuliert. Dabei ergab sich auch eine Fristverlängerung bis zum Monatsende. Ursprünglich wollte die Eon- Tochter Thüringer Netkom bis 2. Juli mit der Entscheidung warten. Jetzt wurde der 31. Juli daraus. Bis jetzt hätten sich in der Kleinstadt 65 Interessenten offiziell gemeldet, so Lindig. Die VG wolle nun nochmal auf Firmen zugehen. „Denn die müssten ja zu allererst Interesse haben.“ Für bemerkenswert hielt er, wie viele Brücklaer anwesend waren, obwohl der Ortsteil im Vergleich zu Hohenleuben schon eine gute Bandbreite hat. Dennoch hätten die Brücklaer angekündigt, die bei sich nötige Zahl (rund 25 Haushalte) zu bringen. „Beim Gas war’s auch so“, erinnert sich Lindig. Und konstatiert: „Die sind halt aufgeschlossener und fichelanter.“ Notfalls werde man nur für Brückla eine Lösung suchen. Enttäuschung klingt beim VG-Chef freilich mit: Weil eine Stadt wie Hohenleuben nur 60 Interessenten in zwei Veranstaltungen brachte, während es in Wildetaube 120 waren. |
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