01. Juli 2010 /OTZ

Fahrbahnwanne wird breiter

Aus 55 Metern Höhe präsentiert sich die Göltzschtalbrücke derzeit so: 800 Tonnen Gerüst sind am Wahrzeichen des Vogtlandes gestellt worden, um die Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Reichenbach und Hof zu ermöglichen. Am 10. Juli starten die Baumaßnahmen hier.
Aus 55 Metern Höhe präsentiert sich die Göltzschtalbrücke der-
zeit so: 800 Tonnen Gerüst sind am Wahrzeichen des Vogtlandes
gestellt worden, um die Bauarbeiten zur Elektrifizierung der
Bahnstrecke zwischen Reichenbach und Hof zu ermöglichen. Am 10.
Juli starten die Baumaßnahmen hier.
Foto: OTZ/Katja Grieser

Elektrifizierung der Bahnstrecke über die Göltzschtalbrücke beginnt am 10. Juli

Von Kathrin Schulz Netzschkau/Greiz (OTZ).

Ehrgeizig in der Terminplanung und anspruchsvoll in der Bauausführung, so beschrieben gestern vor Ort Bauherr Holger Kühnast von der DB Netz AG und Projektleiter Lutz Buchmann von der DB Projektbau GmbH den ersten Bauabschnitt der Streckenelektrifizierung Reichenbach-Hof, der am 10. Juli an der Göltzschtalbrücke beginnt. Das Wahrzeichen des Vogtlandes ist das Herzstück dieses ersten durch das Eisenbahnbundesamt genehmigten Bauabschnittes, der von Reichenbach bis Herlasgrün rund zehn Kilometer umfasst. Das 800 Tonnen schwere Gerüst an der Ostseite der weltbekannten Ziegelbrücke, das seit März hier gestellt wurde, ist eindrucksvoller Vorbote der Elektrifizierungsarbeiten. Die Herausforderung der kommenden 16 Monate - alle Bauarbeiten finden bei laufendem Betrieb statt. Der Bahnverkehr läuft eingleisig über den westlichen Teil der Brücke, während das Gleis auf der anderen Seite samt Fahrbahnwanne abgebrochen wird. Um jeweils 1,50 Meter auf jeder Seite breiter wird ein neues Tragwerk aus Stahlbeton mit einer neuen Fahrbahnwanne gebaut, auf der die Fundamente für insgesamt 22 Oberleitungsmasten Platz finden. Die sechs Meter hohen Elektrifizierungsmasten wird der Betrachter von unten kaum wahrnehmen, ist sich Lutz Buchmann sicher. Nur am 10. und 11. Juli während des Einbaus der notwendigen Bauweichen wird es eine Sperrung der Strecke geben müssen. Bis März 2011 soll die östliche Seite der Göltzschtalbrücke einen neuen Aufbau tragen, bis zum Jahresende 2011 gehen Bauherr und Planer davon aus, dass die Zweigleisigkeit in diesem Bauabschnitt wieder hergestellt werden kann. Für die Anlieferung des

Baumaterials ist die Nutzung des Bahnkörpers als Baustraße vorgesehen. Für die Vorbereitungsarbeiten hier werde es notwendig sein, zwei Bahnübergänge in Netzschkau vom 5. bis 12. Juli zu sperren, wie Kühnast weiter informierte. Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur durch das Millionen-Vorhaben, das sich über 73 Kilometer erstreckt und bis Dezember 2013 in Hof fertig gestellt sein soll, sind in Gassenreuth und Heinersgrün vorgesehen. Vor allem um den Lebensraum des Roten Milan wird hier diskutiert. Der offizielle Startschuss für das 120-Millionen-Euro-Projekt soll an der Göltzschtalbrücke am 21. Juli mit einem Fest gefeiert werden.

Nicht ohne Restrisiko

Von Kathrin Schulz

Sportlich und nicht ohne Restrisiken, so hatte Bauherr Holger Kühnast von der DB Netz AG das 120-Millionen- Euro-Vorhaben umrissen, das im Göltzschtal in diesen Tagen seinen Anfang nimmt. Für Juli erwarte er die Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung mit Bund und Land, was nichts anderes heißt, als das der letzte Federstrich fürs Geld noch fehlt. Abstimmungen, Genehmigungen für den ersten Bauabschnitt und die Verankerung im Konjunkturprogramm des Bundes, so meint der Bauherr, geben die Sicherheit für den Startschuss. Vier Projektabschnitte werden zum Teil parallel geplant, genehmigt, realisiert - der Terminplan ist es, der ungewohnt sportlich für die Bahn daher kommt. Gebaut und gefahren wird jeweils eingleisig am Göltzschtalviadukt, dessen 574 Meter Länge es in sich haben. Einen Monat Puffer in der Bauzeit - das ist nicht viel, wie Projektleiter Buchmann vor Ort betont. Freilich, angesichts der Temperaturen fällt es schon schwer an den nächsten Winter zu denken. Gestern jedenfalls kamen zunächst die Netzschkauer in Ketzels Mühle zur Info-Veranstaltung rund um das Projekt.


01. Juli 2010 /OTZ

150 Arbeitslose weniger als im Vormonat

Zahl der Bedarfsgemeinschaften gesunken

Greiz (OTZ).

Die Arbeitslosigkeit hat sich in der Geschäftsstelle Greiz von Mai auf Juni um 150 auf 2081 Personen verringert. Das waren 323 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juni 10,9 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 12,4 Prozent. Dabei meldeten sich 463 Personen arbeitslos, 18 weniger als vor einem Jahr, und 535 Personen beendeten ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn gab es 3261 Arbeitslosmeldungen, demgegenüber stehen 3428 Abmeldungen von Arbeitslosen. Der Stellenbestand ist im Juni um 30 Stellen auf 181 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 42 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juni 130 neue Stellen. Seit Januar gingen 606 Stellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 53. In der Arge des Landkreises Greiz sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (BG) im Vergleich zum Vormonat. So zählte die Arge im Juni 5656 BG mit 9813 Leistungsempfängern. Im Mai waren es 5729 BG mit 9905 Empfängern von Leistungen nach SGB II. Gesunken ist auch hier die Zahl der Arbeitslosen von 5500 im Vormonat auf aktuell 5224.


01. Juli 2010 /OTZ

535 freie Stellen für 483 unversorgte Bewerber

Bewerberzahl für Lehrstellen sinkt weiter

Gera (OTZ).

Seit Oktober letzten Jahres haben sich 1127 Jugendliche als Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei der Arbeitsagentur Gera registrieren lassen, das sind 211 weniger als im Vergleichszeitraum 2008/ 2009. Die Zahl der Bewerber ist in den letzten Jahren rückläufig, da die der Schulabgänger drastisch gesunken ist. Dieser Trend wird anhalten. Seit letztem Oktober wurden der Arbeitsagentur 1323 Ausbildungsstellen gemeldet, von denen noch 535 unbesetzt sind. Dem stehen jetzt 483 unversorgte Bewerber gegenüber. „Es gibt noch genügend freie Stellen. Wer also noch keinen Kontakt zur Berufsberatung hatte, sollte umgehend einen Gesprächstermin vereinbaren“, so Birgit Becker, Vorsitzende der Geschäftsführung. Diesen erhält man über die Service-Nummer (01801) 55 51 11* oder man spricht persönlich in der jeweiligen Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit Gera vor. Wer bereits einen Ausbildungsvertrag in der Tasche hat, sollte sich bei der Berufsberatung abmelden. Damit können dann noch freie Stellen anderen Bewerbern angeboten werden. Unternehmen, die sich für einen nicht so guten Schüler entscheiden, können ausbildungsbegleitende Hilfen in Form von Stützunterricht oder sozialpädagogischer Betreuung beantragen. * 3,9 Cent je Minute aus dem Festnetz. Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min.


01. Juli 2010 /OTZ

Von drei Hacken bis zum Barkas

Die Freiwillige Feuerwehr beim Aufstellen des Maibaumes.
Die Freiwillige Feuerwehr beim Aufstellen des Maibaumes.

Entwicklung der Altgernsdorfer Freiwilligen Feuerwehr von 1883 bis heute

Von Susann Grunert Altgernsdorf (OTZ).

780 Jahre Altgernsdorf - Aus der Chronik (2)

Wann die Freiwillige Feuerwehr von Altgernsdorf genau entstand, kann keiner so exakt sagen. Doch ein Verzeichnis des Fürstentums Reuß älterer Linie vom 7. Juli 1883 über den Bestand an Spritzen und sonstigen Feuerlöschgeräten erwähnt Altgernsdorf als Teil des Spritzenverbandes Tschirma. Zum Löschen standen den Kameraden damals drei Leitern, drei Hacken und sechs Feuereimer zur Verfügung. „Es fehlt an der erforderlichen Mannschaft“, ist dem Verzeichnis, ausgestellt vom Fürstlich-Reußisch-Plauenschem Landratsamt, zu entnehmen. Auch wenn es an Männern fehlt, sind die Wasserverhältnisse im Ort gut, schließlich gibt es vier Teiche und zwei Gemeindebrunnen. Auch für eine Nachtwache ist in Altgernsdorf gesorgt, das damals 164 Einwohner und 22 Häuser zählt. Heute gehören der Freiwillige Feuerwehr von Altgernsdorf 24 Kameraden an. Auch die Bedingungen zum Feuerlöschen haben sich enorm verbessert. Im Gegensatz zu früher können heute zwei Spritzen und ein Barkas eingesetzt werden. Im Jahr 1995 wurde zudem eine alte Tradition wiederbelebt, als nach 20 Jahren erstmals wieder ein Maibaum durch die Feuerwehr gestellt wurde. Der stattliche Baum wurde Mitte April geschlagen, bis zum Aufstellen gut versteckt und bewacht. Das Maibaum holen, verstecken, schälen, schmücken, aufstellen und im Herbst umlegen wird nun jährlich inszeniert.


01. Juli 2010 /OTZ

Als Landrätin die Sparkasse „geerbt“

Vor 20 Jahren kam die D-Mark

Interview: Uwe Müller

Als Sie am 1. Juni 1990 Landrätin wurden, hatten Sie vier Wochen Zeit, im ehemaligen Landkreis Zeulenroda die Währungsunion vorzubereiten. Woran erinnern Sie sich besonders?
Ich hatte zuerst nicht gewusst, dass ich automatisch Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse geworden bin. Mit einer Bilanzsumme von über 460 Millionen DDRMark. Da bin ich erst mal blass geworden.
Riesige Summen Bargeld wurden in die Sparkassen-Filialen gebracht - die Bürger brauchten ihre DMark. Gab es Kurioses?
Mich haben Bürger angesprochen, weil sie nicht damit zurechtkamen, dass jetzt die Preise verglichen werden sollten. Ich habe daraufhin die Abteilung Örtliche Versorgungswirtschaft mit Preisvergleichen in den Märkten beauftragt. Die Zahlen wurden dann in der Zeitung veröffentlicht. Das Geld für die Bevölkerung war die eine Seite, hinzu kamen die tiefgreifenden Veränderungen in der Wirtschaft. Die ehemals volkseigenen Betriebe wurden in Treuhandunternehmen umgewandelt. Allein in Zeulenroda hatten wir vier große Kombinate: Wema, Möbelkombinat, Elastic Mieder und Rotpunkt. In der Landwirtschaft wurden die LPG umgewandelt und diejenigen Landwirte, die selbstständig sein wollten mussten dazu die Möglichkeit bekommen. Das war zum Teil sehr kompliziert.
Sie sind von Beruf Veterinäringenieur, kamen vor zwanzig Jahren als Seiteneinsteigerin in die Politik. Welche Eigenschaften helfen Ihnen in der Politik?
Stets eine gründliche Diagnose vorzunehmen und daraus einen ordentlichen Therapieplan entwickeln, auf keinen Fall nur an den Symptomen herumzudoktern.


01. Juli 2010 /OTZ

Böse Überraschung nach dem Ausflug

Parkplatz-Täter zerkratzt ganze Autoseiten

Greiz/Waldhaus (OTZ/-lz).

Wiederholt erlebten Ausflügler oder Freizeitsportler, die in den zurückliegenden Wochen ihr Auto auf dem großen Parkplatz vor der Ortslage Waldhaus geparkt hatten, bei ihrer Rückkehr eine böse Überraschung. Eine Seite ihres Autos war mit einem spitzen Gegenstand so gründlich zerkratzt worden, dass die gesamte Fahrzeugseite neu lackiert werden musste. Bei insgesamt sechs Autos ist bisher der Lack erheblich ramponiert worden, sodass unterm Strich einige Tausend Euro an Sachschaden zusammen kommen. Erstmals meldete sich am 26. April 2010 ein Geschädigter. Der jüngste Lack- Angriff des Parkplatz- Täters liegt etwas mehr als eine Woche zurück. Am Montag, den 21. Juni, fand ein Tiergehege- Ausflügler seinen dunkelblauen Mazda auf diese Weise verunstaltet vor. „Von 13 Fahrzeugen auf dem Platz wurde nur einer zerkratzt“, weiß Polizeioberkommissar Mike Schramm, Leiter der Polizeiinspektion Greiz. Scheinbar wahllos greife sich der Unbekannte immer ein Auto heraus, ein Motiv habe man trotz intensiver Ermittlungen bisher nicht erkennen können, so der PI-Chef. Klar ist nur eins: Die Taten geschehen ausschließlich wochentags zwischen 14 und 17 Uhr. Auch hinsichtlich der Fahrzeugtypen, ihrer Farbe oder ähnlichem hätten sich bisher keine Anhaltspunkte auf ein mögliches Motiv ergeben. Regelmäßig fährt die Streife nun den Parkplatz Waldhaus an. „Wir bitten die Bevölkerung um Aufmerksamkeit und Mithilfe“, sagt Schramm. Die Greizer Polizei sucht Zeugen, die bei der Aufklärung der scheinbar wahllosen Parkplatz-Delikte helfen. Hinweise dazu bitte unter Telefonnummer 03661/621-0.


01. Juli 2010 /OTZ

Nickerchen an schattigem Ort derzeit bevorzugt

Von Katja Grieser Waldhaus.

„Die Tiere haben es gut, sie liegen im Schatten und schlafen“, so der leicht neidische Kommentar von Tiergehegeleiter Thomas Hempel. Während er und seine Mitarbeiter im Tiergehege Waldhaus gestern beim Heumachen schwitzen mussten, lässt die Hitze beispielsweise die Hirsche relativ kalt. Aktiv sind sie nur früh und abends, wenn es zu warm wird, bevorzugen sie ein schattiges Plätzchen oder suhlen sich im Teich. Auch das Muffelwild steckt die Hitze entspannt weg. Die Tiere liegen oben auf ihrem Kletterberg im Schatten. „Dort sind sie vor Mücken sicherer als im Gras“, erklärt Thomas Hempel, weshalb es die Mufflons auf den Berg zieht. Völlig unbeeindruckt von der Affenhitze ist der Uhu, die federfüßigen Zwerghühner suchen dagegen die schattenspendenden Sträucher. Offenbar, muss Hempel zugeben, haben die Tiere bedeutend weniger Probleme mit der Hitze als wir. Doch auch die Tiergehegebewohner trinken derzeit mehr, wie er feststellen konnte. Damit die Tiere immer frisches Wasser bekommen, hat das Gehege inzwischen auf Selbsttränken umgestellt, die ständig mit frischem Wasser gespeist werden.


01. Juli 2010 /OTZ

Ideales Wetter für den Waschtag

Stafford-Mix Tyson genießt es, von Tierpfleger-Lehrling Maria Schröder (links) und Hundepflegerin Ines Hübschmann gewaschen zu werden.
Stafford-Mix Tyson genießt es, von Tierpfleger-Lehrling Maria
Schröder (links) und Hundepflegerin Ines Hübschmann
gewaschen zu werden.
Foto: OTZ/Katja Grieser

Tierheimhunde genießen in Sachswitz bei der Hitze die nützliche Dusche

Von Katja Grieser Greiz (OTZ).

Tyson schließt genüsslich die Augen, als Tierpfleger- Lehrling Maria Schröder ihn mit dem erfrischenden Wasser „vorspült“. Auch das anschließende Shampoonieren lässt sich der fünf Jahre alte Stafford-Mischling bereitwillig gefallen. Ideal ist das derzeitige Hochsommerwetter, um einen Waschtag einzulegen. Das Greizer Tierheimteam hat sich zum Waschtag vor allem die Langzeitbewohner heraus gesucht, zu denen Tyson vermutlich gehören wird. „Wir haben ihn schon ein Jahr und er wird wohl auch länger hier bleiben“, so Tierheimleiterin Sabine Wonitzki mit Blick auf die drohende Verschärfung der Auflagen für das Halten gefährlicher Hunde, zu denen ein Stafford dann gezählt wird. Tyson kümmert das wenig, er genießt den Waschtag. Einmal im Jahr werden die Hunde mit Shampoo gewaschen, abgesehen von medizinischen Bädern etwa gegen Juckreiz. Für Abkühlung an heißen Tagen ist trotzdem gesorgt. Der kleine Teich auf dem Gelände des Tierheims in Sachswitz ist bei den Hunden sehr beliebt. Selbst dann, wenn der Wasserstand wie momentan extrem niedrig ist und das Ganze eher einem Schlammbad ähnelt. Labrador-Mischling Pino ist das egal, mit Vollgas stürzt er sich in die schlammigen Fluten und tobt sich im kühlen Nass so richtig aus. Neun Monate ist das Tier alt und noch sehr verspielt. Darum hat er auch riesigen Spaß daran, mit Praktikant Maik Weidlich aus Pausa mit Frisbee und Ball zu spielen. Günstig an der derzeitigen Hitze ist, dass die Hunde sowohl nach dem Waschen, als auch nach dem Sprung in den Teich innerhalb kurzer Zeit wieder richtig trocken sind. Die Tierheimmitarbeiter können also der anstrengenden Hitze durchaus ihre guten Seiten abgewinnen.


01. Juli 2010 /OTZ

Lieber waten statt baden

Holger Steinbach über Baden in der Elster

Gespräch: Katrin Wiesner

In der größten Hitze und Not - könnte man in der Elster baden?
Ja, der Wasserstand ist nur nicht sehr tief. Wer sich nicht den Bauch aufreißen will, sollte lieber durchwaten. Er hat an manchen Stellen allerdings immer noch das Risiko der Glasscherben und des Abfalls.
Wagemutige wurden schon beobachtet.
Das ist nicht verboten. Jeder darf das Gewässer nutzen, nur eben auf eigene Gefahr. Im Bereich der Brücken ist die Strömung nicht zu unterschätzen. Auch die Wasserkraftanlage in Debschwitz kann eine recht große Sogwirkung entwickeln.
Und es bleibt nichts kleben?
Ich empfehle schon, die Füße abzuduschen. Die Gewässergüte hat sich zwar von der Güteklasse IV Anfang der 1990er Jahre auf Güteklasse II erheblich verbessert. Aber den von der EU-Gewässerrichtlinie geforderten guten Zustand werden wir bis zum Stichtag 2015 nicht erreichen. Das wird erst im Zyklus bis 2021, spätestens 2027 gelingen. Die Weiße Elster wird bis dahin von den Förderprogrammen für die Landwirtschaft und die Abwasserbehandlung profitieren.
Die großen Betriebe, die dem Fluss zu DDR-Zeiten zusetzten, gibt es nicht mehr. Wer macht die Weiße Elster eigentlich so dreckig?
Bei starkem Niederschlag werden Nährstoffe wie Phosphor aus der Landwirtschaft in den Fluss gespült. In Gera gibt es aber auch ein Mischsystem für das Regen und das Schmutzwasser aus den Haushalten. Sind die Kanäle und Rückhaltebecken voll, wird alles stark verdünnt in die Elster geleitet. Und Gera ist da nicht der schlimmste Anrainer.
Und was sagt die Hygiene?
Die Keimbelastung wird nicht gemessen, weil es ja kein ausgewiesenes Badegewässer ist. Wer Naturbäder vorzieht und auf Nummer Sicher gehen will, sollte nach Kaimberg oder Aga fahren. Dort wird die Wasserqualität überwacht. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es Badeanstalten am Fluss.
Waren die Leute abgehärteter?
Wasseranalysen von damals kenne ich nicht. Aber dass man in der Elster badete, hatte wohl mehr damit zu tun, dass es noch keine Freibäder gab. Die waren Luxus.
Das sind sie in Gera auch heute. Wäre ein Stau an der Elster denn undenkbar?
Ja, allein die heute notwendige Beprobung und die stark schwankende Wasserqualität würden das viel zu teuer machen.
Würden Sie in die Elster steigen?
Ja, ich war schon drin. Bei Bootsfahrten von Berga nach Gera muss man das Boot auf Grund des niedrigen Wasserstandes ab und zu mal ziehen. Und Sie sehen - die Füße sind noch dran. Außerdem wird es 2015 einen EU-weiten Badetag geben, um die Bewohner wieder für die Flüsse zu sensibilisieren, an denen sie wohnen. Am besten, da treffen wir uns.


01. Juli 2010 /OTZ

Amtswechsel im Rathaus

Klaus Köhler (links) räumt noch, während Dirk Bergner fürs Foto schon mal im Rathaus probesitzt.
Klaus Köhler (links) räumt noch, während Dirk Bergner fürs Foto
schon mal im Rathaus probesitzt.
Foto: OTZ/Beikirch

Klaus Köhler gibt nach sechs Jahren den Bürgermeisterposten in Hohenleuben ab

Von Steffen Beikirch Hohenleuben (OTZ).

„Jetzt muss ich Sie aber auch mal drücken!“ Heidrun Bertel schnappte sich Klaus Köhler und herzte ihn zum Abschied gestern im Hohenleubener Rathaus. Auch alle anderen Beschäftigten der Verwaltungsgemeinschaft Leubatal gratulierten dem scheidenden Bürgermeister an seinem letzten Arbeitstag. Immer wieder hörte man von ihnen, wie angenehm die Zusammenarbeit war. Mehr als einmal zitterte Klaus Köhlers Stimme und seine Augen wurden feucht. Gern gab er die Komplimente zurück und versprach, auch künftig regelmäßig im Rathaus vorbei zu schauen. Beim Blick zurück erinnerte er sich an das Jahr seiner Amtsübernahme. Von Nachfolger Dirk Bergner (FDP) war er 2004 überredet worden. Nur, damit es eine Alternative zum Wahlvorschlag der Linken gab. Eigentlich, so Köhler, habe er nur zwei bis drei Jahre machen wollen. Am Ende wurden sechs daraus, die für den Parteilosen wie im Fluge vergangen sind. Dass man als Bürgermeister enorm im Fokus steht und die Einwohner manches Huhn mit einem rupfen wollen, war dem heute 73-Jährigen klar. „Es war aber nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe“, resümierte er nun. Dirk Bergner bedankte sich offiziell, auch im Namen des Stadtrates, nochmal bei seinem Vorgänger „für die sehr gute und engagierte Arbeit“. Einen Empfang mit den Stadtratsmitgliedern und Vereinsvorsitzenden will er zu Köhlers Ehren noch auf die Beine stellen. Mit seiner Unternehmer-Erfahrung habe er die Stadt in ein „kaufmännisch solides Fahrwasser“ gebracht, meinte Bergner. Was man daran habe erkennen können, dass die Kostenstruktur der Verwaltung detailliert durchleuchtet wurde und auch das Vertragswesen an Qualität gewonnen habe. „Jetzt, am Ende“, wirft Klaus Köhler ein, „haben wir uns schon ziemlich aus dem Fenster gelehnt.“ Damit meint er die Investitionen trotz Förderabsage im Waldbad, das neben dem Museum weiterhin erhalten bleiben soll. Bei 120 000 Euro Jahresbelastung für diese freiwilligen Leistungen brauche die Stadt auch künftig einen langen Atem, wenn es um dringend nötige Investitionen ins Straßennetz geht.


01. Juli 2010 /OTZ

Zeulenrodaer Motor-Präsident wirft das Handtuch

Erst Mitte Februar wurde Gerd Wolf (rechts) zum neuen Präsidenten des FC Motor Zeulenroda gewählt. Hier gratuliert Vorgänger Präsident Jürgen Leistner (links) seinem Nachfolger. Jetzt hat Wolf das Handtuch geworfen.
Erst Mitte Februar wurde Gerd Wolf (rechts) zum neuen Präsi-
denten des FC Motor Zeulenroda gewählt. Hier gratuliert Vor-
gänger Präsident Jürgen Leistner (links) seinem Nachfolger.
Jetzt hat Wolf das Handtuch geworfen.

Ein Einschreiben von seinem Vereinschef Gerd Wolf nahm Bernd Heß gestern in der Geschäftsstelle des FC Motor Zeulenroda in Empfang. Der Inhalt: Wolf erklärte seinen sofortigen Rücktritt mit Wirkung vom 1. Juli.

Steffen Beikirch / 30.06.10 / OTZ-Zeulenroda.

"Mein Konzept war gut, aber meine Ideen wurden nicht angenommen und jetzt habe ich keine Kraft mehr", erklärte der Zeulenrodaer Taxi-Unternehmer gestern auf OTZ-Anfrage diesen überraschenden Schritt. Dieser kam nur wenige Tage nachdem er zur Festveranstaltung "100 Jahre Fußball in Zeulenroda" am Freitagabend die Mitglieder auf Treue und Sparsamkeit eingeschworen hatte. Eine vierseitige Presseerklärung will Wolf in den nächsten Tagen noch nachreichen. Damit man auch den Hintergrund genau verstehe. Wahrscheinlich sei er an der Trainerfrage gescheitert, räumte Wolf ein. Uwe Lehmann wäre sein Favorit für die Landesliga-Elf gewesen. Aber schon als dieser Name bekannt wurde, drohten Stammspieler mit einem Boykott. Am Sonntag nun haben Uwe Lehmann und auch sein Sohn Frank den Austritt aus dem Verein erklärt. Gerd Wolf bestätigte dies gestern und nannte es für sich persönlich den letzten Auslöser, "dass die Lehmanns nicht mithelfen durften". Auch Vorstandsmitglied Heiko Oelsner soll nach OTZ-Informationen schon vor Tagen zurückgetreten sein. Bleibt noch der stellvertretende Vorsitzende Dieter Weinlich, der gestern Abend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war. "Ich bin um Hilfe gebeten worden, die war aber mit gewissen Bedingungen verbunden", konstatierte indes Gerd Wolf. Er habe nie gedacht, wie viele verschiedene Meinungen in einem solchen Verein aufeinander prallen. "Ich wollte jedem helfen, das war ein taktischer Fehler." Mitglied bei Motor will er aber bleiben. "Alles andere wäre unfair. Die brauchen schon noch jede Hilfe." Erst Mitte Februar dieses Jahres wurde Wolf zum Präsidenten gewählt.


01. Juli 2010 /OTZ

Arbeitsmarktbelebung setzt sich fort

Aber noch 1100 in Zeulenroda ohne Job

Zeulenroda-Triebes (OTZ).

Die Belebung am Arbeitsmarkt setzt sich auch im Juni weiter fort. „Noch nie war die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Gera so niedrig. Für die Sommermonate Juli und August bleibt die Entwicklung aber abzuwarten“, sagte gestern Birgit Becker, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gera. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Raum Zeulenroda-Triebes von Mai auf Juni um 119 auf 1100 Personen verringert. Das waren 300 Arbeitslose weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Juni 9,2 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 11,4 Prozent. Dabei meldeten sich 253 Personen neu oder erneut arbeitslos, 52 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 376 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1913 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 193 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 2122 Abmeldungen von Arbeitslosen. Der Stellenbestand ist im Juni um sieben Stellen auf 101 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es zehn Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juni 69 neue Stellen, 23 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 342 Stellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 40.


01. Juli 2010 /OTZ

Fußbälle wachsen am Waldesrand

Daßlitz/Zeulenroda-Triebes (OTZ).

„Bei Daßlitz wachsen Fußbälle am Waldrand.“ - Das schrieb OTZLeser Joachim Thiele in einer E-Mail an OTZ. Den Beweis hängte er in Form eines Bildes an die E-Mail an: Ein Riesenbovist mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern, einem Umfang von 80 Zentimetern und einem Gewicht von etwa 2,5 Kilogramm. „Die Größe und das Gewicht sind nicht ungewöhnlich“, sagt der Zeulenrodaer Hobbymykologe Gottfried Thumser und verweist darauf, dass Boviste sogar bis zu 25 Kilogramm schwer werden können. Um so groß zu werden, brauchen die Pilze, die häufig an Waldrändern und in Brennnesselgebüschen zu finden sind, eine gewisse Bodenfeuchtigkeit und natürlich Wärme, wie alle anderen Pilze auch, sagt Gottfried Thumser. Er selbst habe viele Jahre keinen Riesenbovist gefunden. „Es war noch zu DDRZeiten, ich glaube in den 80er Jahren, da habe ich einen Bovist mit einem Durchmesser von vielleicht 40 Zentimetern entdeckt. Der war noch jung und fest, so dass man ihn noch gut essen konnte. Wir haben den Pilz in Scheiben geschnitten und wie ein Schnitzel gebraten“, sagt der Hobbymykologe. Bei dem derzeitigen heißen und trockenen Wetter auf Pilzsuche zu gehen, habe Gottfried Thumser zufolge nicht viel Sinn. „Es ist möglich, dass es jetzt zum Beispiel den Grauen Wulstling, den Perlpilz und Täublinge gibt. Sicher weiß ich es aber nicht, weil ich noch nicht im Wald war. Ich warte auf Regen, wenn es dazu warm bleibt, dann ist zwei bis drei Tage später genau der richtige Zeitpunkt, um auf Pilzsuche zu gehen“, sagt Gottfried Thumser, der selbst am liebsten eine Pilzmischung auf dem Teller hat. „Viele sagen, dass der Steinpilz der schmackhafteste sei - das mag ja auch stimmen, aber wenn man immer nur eine Pilzart isst, hat man die schnell über. Ich mag einen Mix aus Steinpilzen, Täublingen, Birkenpilzen - eben was man im Wald bei der Pilzsuche so entdeckt.“


01. Juli 2010 /OTZ

Kunstgriff mit „Sonor-Slide“

Neuform-Chef Michael Glock führte bereits zur „Vitamin-C-Contactparty“ des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft im Bio-Seehotel einen Prototypen der Schallschutz-Schiebetür „Sonor-Slide“ vor.
Neuform-Chef Michael Glock führte bereits zur „Vitamin-C-Con-
tactparty“ des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft im
Bio-Seehotel einen Prototypen der Schallschutz-Schiebetür
„Sonor-Slide“ vor.
Foto: OTZ/Heidi Henze

Neuform Türenwerk Zeulenroda bewirbt sich um Thüringer Innovationspreis 2010

Von Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ).

Vier Jahre hat Michael Glock über einer Neuentwicklung gebrütet, die jetzt endlich produktionsreif ist: eine Schiebetür, die sogar die Schallschutzklasse III (37 Dezibel) erfüllt. „Schallschutz bei Schiebetüren ist schon lange ein Problem. Niemand hat es richtig hinbekommen“, sagt der Geschäftsführer des Neuform-Türenwerkes Zeulenroda. Und freut sich, jetzt das Modell „Sonor- Slide“ präsentieren zu können. „In der Branche gibt es nichts Vergleichbares“, erklärt Glock, der sich damit um den Thüringer Innovationspreis 2010 beworben hat. Der englische Doppelname geht auf die Schallschutz-Produktfamilie „Sonor“ und das Fremdwort für Schiebetür „Slider“ zurück. Im Gegensatz zu bisherigen Objekt-Schiebetüren, die recht schwergängig sind, sich absenken und dadurch schalldicht schließen, hat das Neuform-Entwicklerteam für den Schallschutz einen anderen Kunstgriff gefunden. Den Glock noch nicht verraten will. Patentieren lassen hat er ihn sich aber schon. Als weitere Vorzüge nennt er, dass das Schiebetürelement nicht mehr in einem klobigen Einlaufpfosten anschlägt, sondern bündig mit dem Zargenspiegel abschließt, ohne sich dabei abzusenken. Auf der Wandseite ist zudem ein Klappgriff angebracht, der sich im Türblatt versenkt. Weil er also nicht mehr vorsteht, gibt die Tür beim Öffnen den vollen Durchgang frei. Gerade für Barrierefreiheit ein großer Vorteil gegenüber bisherigen Lösungen, sagt Michael Glock. Die Tür „Sonor-Slide“ kann für Hand- und Automatikbetrieb ausgestattet werden. Letzteres ist gerade für Krankenhäuser besonders interessant. Die ersten Aufträge hat Neuform schon in der Tasche. Die Krankenhäuser Balingen (Baden- Württemberg) und Traunstein (Bayern) hätten 72 und zwölf Türen im Wert von 2000 bis 4000 Euro je Stück geordert, freut sich Glock. Um „Sonor- Slide“ soll jetzt eine ganze Produktfamilie aufgebaut werden.


01. Juli 2010 /OTZ

Greizer Ringer schicken Talente ans Sportgymnasium

von links: Jugendbetreuer Siegfried Lippke, Eyleen Sewina, Leon Jäschke, Vereinsjugendtrainer Andreas Mattern
von links: Jugendbetreuer Siegfried Lippke, Eyleen Sewina, Leon
Jäschke, Vereinsjugendtrainer Andreas Mattern

Es ist schon Tradition, dass der RSV Rotation Greiz seine jüngsten Nachwuchsringer mit Sport, Spiel, Speis und Trank in die verdienten Sommerferien entlässt. Sie haben es sich verdient, gewannen sie doch zahlreiche Medaillen bei Meisterschaften und Turnieren.

Rudi Stöhr / 01.07.10 / OTZ

Ebenso Tradition ist es, dass bei dieser Gelegenheit hoffnungsvolle Aktive an das GutsMuths-Sportgymnasium in Jena verabschiedet werden. Auch in diesem Jahr war dies wieder der Fall. Zirka 25 junge Ringer hatten sich eingefunden. Für ihr leibliches Wohl sorgten Andreas Mattern, Siegfried Lippke, Klaus Kießling und Peter Oettert. Vereinsjugendtrainer Mattern ging kurz auf das abgelaufene Wettkampfhalbjahr ein, welches ein erfolgreiches war. Wie stets fand er die richtigen Worte, sparte nicht mit Lob und Tadel. Verabschiedet ans Jenaer Sportgymnasium wurden Eyleen Sewina und Leon Jäschke. Sewina ist das erste Greizer Mädchen, welches diesen Schritt geht. Geboren am 15. März 1998 in Greiz, begann sie am 2006 in der AG Ringen der Grundschule "Gotthold Ephraim Lessing", welche Mattern leitet. Ihren ersten überregionalen Wettkampf bestritt sie im September 2008. Seit dem Beginn 2008 besucht sie mehrmals pro Woche das Trainingsleistungszentrum Jahnturnhalle. Mattern bescheinigt Eyleen große Einsatzbereitschaft, zudem ist sie sehr fleißig. Ihre erste Medaille bei Thüringer Landesmeisterschaften gewann sie 2009, es war Silber bei weiblichen Schülern in der Freistilklasse bis 35 kg. 2010 wurde sie Landesmeisterin in der 40 kg-Klasse. Bei Mitteldeutschen Meisterschaften 2010 gewann sie Bronze in der 42 kg-Klasse. Auf ihre weitere Entwicklung darf man gespannt sein. Leon Jäschke wurde am 18. September 1997 gleichfalls in Greiz geboren. Auch sein erster Übungsleiter war Andreas Mattern. Seinen Wettkampfeinstieg bestritt er im Mai 2005. Im gleichen Jahr erfolgte seine Premiere bei Thüringer Landesmeisterschaften mit einer Bronzemedaille im Freistil der 23 kg-Klasse. In der gleichen 25-kg-Gewichtsklasse folgte 2007 der Titel im Freistil und Silber im Klassischen. In die Gewichtsklasse bis 27 kg aufgestiegen, wurde er 2008 erneut Freistilmeister. 2009 folgten der Titel im Klassischen Ringkampf und die Vizemeisterschaft im Freistil, beides in der 31 kg-Klasse. In diesem Jahr wurde Leon Landesmeister im klassischen Stil der 34 kg-Klasse. Erfolgreich verlief sein Start bei Mitteldeutschen Meisterschaften 2007 mit dem Freistil-Titel (25 kg). Nach Platz sechs im Klassischen und Platz vier im Freistil im Jahre 2008, beides 29 kg, wurde er 2009 Freistil-Vize (31 kg) und 2010 Meister im Klassischen Ringkampf (34 kg). In diesem Jahr kehrte er mit einem achten Platz von Deutschen Meisterschaften im Freistil der 34 kg-Klasse zurück. Eyleen Sewina und Leon Jäschke erhielten von Andreas Mattern einen Erinnerungspokal.


01. Juli 2010 /OTZ

Auf Anhieb den dritten Platz erreicht

In ihrer ersten Landesklasse-Saison erreichten die FCM-B Junioren gleich Rang drei.
In ihrer ersten Landesklasse-Saison erreichten die FCM-
B Junioren gleich Rang drei.
Foto: Verein

Fußball, Nachwuchs: Saisonrückblick der B-Junioren des FC Motor Zeulenroda

Zeulenroda (OTZ/Lautenschläger).

Die B-Junioren des FC Motor Zeulenroda haben mit der Niederlage gegen Neustadt die Saison beendet und erreichten damit im Spieljahr 2009/2010 als Aufsteiger den dritten Platz der Landesklasse, mit 41 Punkten. Zu Beginn der Saison zeigte Motor souveräne Leistungen, musste aber gleich den ersten Rückschlag hinnehmen. Toni Pöschl meldete sich wegen Unstimmigkeiten mit den beiden Trainern Carsten Hermann und Heiko Lautenschläger ab. Doch schon zeitig konnte man erkennen, dass diese Mannschaft Potenzial hat und in dieser Liga jeden schlagen kann. Es folgten aber interne Probleme. Das Team verlor damals in Hirschberg mit 0:1, weil Marcus Lederer und Felix Meinhold absichtlich ihre Leistungen nicht erbrachten, da sie mit ihren Positionen nicht zufrieden waren. Die Probleme wurden aber vom Trainergespann gut gelöst, weiß auch heute Felix Meinhold: ,,Die beiden haben richtig gehandelt und uns im nächsten Spiel auf die Bank gesetzt“. Diese Unstimmigkeiten waren aber Auslöser für eine sieglose Serie. Man spielte gegen den, am Ende abgestiegenen SV 1910 Kahla nur 2:2. Das Trainerduo spielte nach diesen Partien mit Rücktrittsgedanken. Doch das Team raufte sich wieder zusammen und glänzte vor allem im Pokal mit tollen Leistungen. Im Viertelfinale schoss man die JSG Grießheim mit 5:3 nach Elfmeterschießen aus dem Pokal. Doch dann scheiterte Zeulenroda im Halbfinale an Lok Erfurt 1:2. In der Rückrunde zeigte die Arbeit von den beiden Trainern Früchte. Doch fünf Spieltage vor Schluss teilte Carsten Hermann der Mannschaft mit, dass er ab sofort das Traineramt der 1. Männermannschaft übernehmen wird. Sofort war jedoch klar, wenn einer den Klassenerhalt schaffen kann, dann nur er. Heiko Lautenschläger trainierte das Team dann alleine weiter und schaffte fast die Sensation, mit der Mannschaft Erster zu werden. Doch durch die vielen Unentschieden (5) reichte es am Ende nur für Platz drei. Besonders hervorzuheben ist Paul Liebsch, der in dieser Saison 19 Tore erzielte. Motor hat beachtlicher weiße mit 80 Zuschauern im Schnitt die meisten Zuschauer der B-Junioren-Mannschaften in Thüringen. Ein Dank des Vereins ging an die vielen Unterstützer und Sponsoren, die Stadt Zeulenroda- Triebes, und die Eltern, die den Spielbetrieb absicherten.


01. Juli 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Cover-Rocker vor der Göltzschtalbrücke

Die größten Hits von Queen und Kiss sowie eine Reise durch die Rock-Musik-Geschichte erwartet am Sonnabend die Gäste auf dem Festgelände an der Göltzschtalbrücke. Zur „Nacht der Cover-Musiker“ werden ab 18 Uhr die Kiss-Coverband „Kiss Forever“, die Queen-Revival-Bands „Princess“ und „Rockwoolf“ die Bühne entern. Bereits um 15 Uhr ist Einlass, denn ab 16 Uhr wird auch das WM-Spiel Deutschland gegen Argentinien übertragen.
Archivfoto: Marcel Hilbert

Die größten Hits von Queen und Kiss sowie eine Reise durch die Rock-Musik-Geschichte erwartet am Sonnabend die Gäste auf dem Festgelände an der Göltzschtalbrücke. Zur „Nacht der Cover-Musiker“ werden ab 18 Uhr die Kiss-Coverband „Kiss Forever“, die Queen-Revival-Bands „Princess“ und „Rockwoolf“ die Bühne entern. Bereits um 15 Uhr ist Einlass, denn ab 16 Uhr wird auch das WM-Spiel Deutschland gegen Argentinien übertragen.


Karikatur des Tages

Deutsche Geschichtsstunde
Deutsche Geschichtsstunde
Zeichnung: OTZ/Bruns


Kontrolle verloren und gestürzt

Greiz (OTZ).

Ein Verkehrsunfall mit einem Kradfahrer ereignete sich am Dienstag gegen 13.45 Uhr. Der 36-jährige Fahrer einer Yamaha fuhr auf der B 92/ 94 Richtung Gera. In Höhe Silberloch verlor er in einer Linkskurve die Kontrolle über das Motorrad. Er kam nach rechts von der Fahrbahn ab, stürzte und blieb auf dem Abhang liegen. Der Fahrer wurde nicht verletzt, am Krad entstanden 1000 Euro Schaden.


Leiche in Neumark gefunden

Neumark

- Spaziergänger haben in Neumark am Mittwochmorgen im Schönbach eine Leiche entdeckt. Der tote Mann lag kopfüber zwischen Büschen im knöchelhohen Wasser. Wie die Ermittlungen inzwischen ergeben haben, handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen 58-Jährigen aus Neumark. Er galt seit Anfang der Woche als vermisst. Anzeichen äußerer Gewalt seien nicht vorhanden, so die mit dem Fall befassten Ermittler. Derzeit spräche alles dafür, dass der Mann eine etwa vier Meter hohe Uferböschung am Ziegeleiweg hinabgestürzt ist und sich dabei tödlich verletzte. Ob die Leiche von der Rechtsmedizin in Chemnitz untersucht wird, steht im Augenblick noch nicht fest, teilte die Polizei mit.
va


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