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Fürs Finale vorgeglüht
Fußballfans der Region feiern Einzug ins Viertelfinale ausgelassen Von Susann Grunert und Katja Grieser Greiz/Albersdorf (OTZ). 19 Grad Celsius sind es in Bloemfontein, gefühlte 50 auf dem Greizer Westernhagenplatz, als die deutsche Fußball- Nationalmannschaft den Rasen zum Achtelfinalklassiker gegen England betritt. Unter sengender Hitze lassen die Kicker in Südafrika ihre Fans im Vogtland nicht lange zittern. Schnell steht es 2:0 für Jogis Elf, der Anspannung weicht Euphorie, auch der Anschluss der Briten kann der Stimmung der gut 1000 Fußballfans nichts anhaben. Als das Spiel zum Debakel für England wird, kennt der Jubel keine Grenzen. Und fast übertönen „Finale“-Rufe die allgegenwärtigen Vuvuzelas, als Schiedsrichter Jorge Larrionda den Einzug Deutschlands ins Viertelfinale mit dem Schlusspfiff besiegelt. „Es war ein super Spiel“, ist Andrea-Bettina Orth fasziniert. Mit dieser Leistung sieht sie unsere Elf bis ins Halbfinale vordringen. Nicht nur im Halbfinale, sondern auf den Fußballthron hebt Alexandra Ortmann die deutsche Elf schon jetzt. Die Erfurterin macht derzeit im Freizeitpark Albersdorf bei Berga Urlaub und hat sich das Spiel dort angesehen. „Ich bin sehr optimistisch“, sagt sie und verrät, dass sogar eine Wette mit ihrem Kollegen dranhängt. Sie hat nun doppelten Grund zu hoffen, dass das deutsche Team sie nicht enttäuscht. Froh über den Einzug ins Viertelfinale ist auch Dominik Mühlig von der Gaststätte Seeblick, der das Public Viewing in Albersdorf organisiert. Denn verirrten sich in der Vorrunde nur wenige Fußballfans in das extra aufgestellte Festzelt, war es gestern ordentlich gefüllt. „Ab dem Achtelfinale wird es besser“, ist Mühlig überzeugt. Gestern gab es jede Menge Gelegenheit für euphorische Fußball-Fan-Fotos, die wir bei unserem Wettbewerb suchen. Sie können an Ostthüringer Zeitung Greiz, Burgplatz 10, 07973 Greiz, geschickt, in der Redaktion vorbei gebracht werden oder per E-Mail an fotogr@ otz.de gesendet werden Einsendeschluss ist der 12. Juli. Für die drei besten Bilder gibt es das Buch „Footballs coming home“. |
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Natur und Nachhaltigkeit entdecken 5. Markt „Grüner Kern“ auf dem Kulturhof in Zickra
Von Susann Grunert Zickra (OTZ). „Fichtenspitzensirup ist ein bewährtes Hustenmittel“, weiß Conny Reinhold. Die quirlige Plauenerin hat zu jedem ihrer bunten Töpfe, die sie am Wochenende im Kulturhof Zickra präsentiert, die passende Verwendung parat. „Ganz neu ist eine Kette mit Birkenporling, den hat schon Ötzi getragen“, sagt sie und wedelt mit den runden Heilpilzen für Magen und Haut, die an einem dünnen Lederband baumeln. Einmal im Jahr verwandelt sich der Kulturhof zum „Grünen Kern“ in einen Ort grüner Entdeckungen und eine Fundgrube für nachhaltige Ideen und biologische Produkte. Futuristisch mutet der Aufbau am Stand von Thomas Schröter an. Der Heizungsbauer hat einen großen Spiegel aus dünn geschnittenem Aluminium aufgebaut. „Heute Morgen habe ich in die Mitte einen Topf mit Leitungswasser gestellt“, erklärt er. Jetzt am Nachmittag ist das Wasser kurz vom Sieden. „Die Bedeutung alternativer Heizstoffe wird zunehmen“, ist sich der Teichwitzer sicher. Ein paar Schritte weiter ist Lydia voll konzentriert. Die kleine Greizerin geht bei Korbmacher Andreas Borowski in die „Schule“. „Das ist ganz schön schwer“, stöhnt sie über die Handwerksarbeit, die ruhige Finger erfordert. Doch Lydia lernt schnell und schließlich kann der Korbmacher verkünden: „Prüfung bestanden“ und drückt den Stempel auf Lydias Gesellenbrief. Die Aronia-Beere weckt die Neugier der Besucher am Stand von Birgit Schuchardt. „Schon die Indianer schätzten diese Wildfrucht als Heilpflanze“, weiß die Sachsenhausenerin. Die dunklen Beeren, die seit den 1970-er Jahren in Sachsen angebaut werden, wirken entzündungshemmend und herzstärkend, und sind bei Birgit Schuchardt in sämtlicher Form - als Saft, Marmelade, getrocknet oder als Tee - zu bekommen. „Wer Tomaten liebt, sollte alte Tomatensorten anbauen“, rät Gärtner Claus Weber. Historische Gattungen mit Ursprung in Nordamerika und Russland seien sowieso besser für den Anbau in heimischen Gefilden geeignet als italienische.„Der Ertrag ist zwar nicht so üppig, der Geschmack dafür aber sehr kräftig und süß“, fährt er fort. Zurück zu den Anfängen könnte das Motto von Angelika Dietzel lauten. „Ich habe in Triebes ein Haus ohne Strom“, sagt sie lachend. Dietzel ist Mitglied im Landesvorstand des Arbeiter-Samariter-Bundes und hat zum Zickraer Markt Kinder der Arbeiter-Samariter- Jugend dabei. „Erste Hilfe für die Tiere“, haben Angelina, Lydia und Alicia auf ihr Plakat geschrieben. „Wir wollen Kindern die Natur und die Tiere wieder näher bringen“, erklärt Dietzel ihr Ansinnen. So warten kleine Häschen und Küken darauf, von kleinen Besuchern gestreichelt zu werden, die Spendenbox für das Tierfutter füllt sich dabei ganz von allein. Kommentar Fußball nachhaltiger Von Susann Grunert Herrscht Markttreiben in Zickra, dann ist der Ausnahmezustand eigentlich schon vorprogrammiert. Ob nun zum Herbst-, Textil- oder Adventsmarkt - der urige Kulturhof ist zur Marktzeit vor allem eins: voll. Umso erstaunlicher, dass zur fünften Auflage des Grünen Kerns der Besucherandrang übersichtlich ausfiel. „Wir sind jedes Jahr hiergewesen“, erzählt Obstverkäufer Uwe Heinze. Dieses Jahr sei die Resonanz „bescheiden“ ausgefallen. Woran liegt’s? Trifft der Markt für grüne Produkte und Ideen nur auf ein Spartenpublikum? Kommt die oft bemühte Nachhaltigkeit den Leuten mittlerweile zu den Ohren heraus? Vielleicht sind die Gründe aber auch profaner, haben potenzielle Marktbesucher an diesem Sommerwochenende König Fußball dem Kulturhof vorgezogen. |
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Hoffmann Vorsitzende des Stadtverbandes der Linken Greizer Basisorganisation wählt Vorstand Greiz (OTZ/M. Hilbert). Ingrid Hoffmann ist die neue Vorsitzende des Greizer Ortsverbandes der Partei Die Linke. Dazu wurde sie am Sonnabend im Wahlkreisbüro auf dem Greizer Markt einstimmig vom zuvor neu gewählten Vorstand bestimmt. Einstimmig ging es auch bei der Wahl des Sechser-Gremiums an der Spitze der so genannten Basisorganisation Greiz zu. Die 20 anwesenden Partei-Mitglieder wählten in zwei Wahlgängen Ingrid Hoffmann, Helgard Gothe und Marianne Weiß über die Frauenliste, sowie Holger Steiniger, Wolf Reineck und Horst Greschner über die gemischte Liste in den Vorstand. Ursprünglich nicht als Wahlveranstaltung angelegt, zwang eine Entscheidung der Bundesschiedskommission vom 17. April die Verantwortlichen dazu, zur turnusmäßigen Mitgliederversammlung erneut eine Vorstandswahl durchzuführen, wie Versammlungsleiter Steiniger berichtet. Bevor die Parteigenossen zur Wahl schritten, folgten jedoch die Berichte der Basisgruppe, der Stadtratsfraktion und der Seniorenarbeitsgruppe. Die Redner äußerten dabei einheitlich den Wunsch, sich durch den neuen Vorstand nun wieder auf Inhalte der Arbeit konzentrieren zu können. Uwe Hauptmann unterstrich die Wichtigkeit, als Basisorganisation der Parteispitze den Rücken zu stärken und rief, gemeinsam mit Christian Wächter, die Parteimitglieder auf, sich mit dem neuen Parteiprogramm der Linken zu beschäftigen und gegebenenfalls zu diskutieren. Der Programmentwurf liegt im Wahlkreisbüro der Partei aus. |
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Greizer Theaterherbst wird international Werkstattleiter stellen ihre Projekte vor Greiz (OTZ/M. Hilbert). Mit einer internationalen Werkstatt und einem weltweit abrufbaren Videojournal im Internet strebt der XIX. Greizer Theaterherbst in diesem Jahr eine länderübergreifende Kenntnisnahme des Greizer Theaterfestivals an. Zum Kennenlerntag des Theaterherbstes präsentierten die acht Werkstattleiter ihre Projekte und warben für möglichst viele Mitstreiter, um dem Festival zu neuen Höhen zu verhelfen. Im Wortsinne plant das auch Tobias Sosinka, der zum Eröffnungsspektakel einen Kunstflieger um die Greizer Eishalle kreisen lassen möchte. Apropos „Fliegen“, unter diesem Motto steht die erstmals angebotene Singer-/ Songwriter- Werkstatt, die Jörg Martin Wagner betreut. Wagner meldete sich zum Kennenlerntag per Videobotschaft, genau wie Esther Steinbrecher (Schauspielwerkstatt „Kampf der Generationen“) und Kai Meyer (Kinderwerkstatt „Harun und das Meer der Geschichten“). Auch Sebastian Stolz, der die Schauspielwerkstatt „Antigone is anti gone“ leitet, schaffte es nicht zum Kennenlerntag, meldete sich aber per Brief zu Wort. Anwesend hingegen war Vera Koch, die mit der Gestaltungswerkstatt ein großes Wandbild an der Theaterfassade erstellen und zur Entstehung einen Trickfilm drehen möchte. Und dann sind da noch die eingangs erwähnten Werkstätten. In der Medienwerkstatt um Lucian Patermann und Martin Werner soll ein Videojournal mit Eindrücken vom und rund um das Festival für eine Internetseite entstehen. In der internationalen Werkstatt schließlich will Uwe Schmieder mit den Greizer Theaterherbstlern eine bereits fertige Inszenierung mit Percussion-Elementen vertonen. Der künstlerische Leiter Nico Dietrich, der sich im Vorfeld über ein neues Dienstfahrrad freuen durfte, zeigte sich begeistert von dem Werkstattprogramm. „Ich freue mich auf die anstehenden Aufgaben“, so Dietrich. |
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Flächenbrand auf Fahrradparcours in Dölau Ermittlungen zu Brandursache laufen Greiz-Dölau (OTZ/M. Hilbert). Zur Bekämpfung eines Flächenbrandes mussten gestern Nachmittag Kameraden der Feuerwehren aus Greiz und Obergrochlitz ausrücken. Auf einem Fahrradparcours in einem Waldstück hinter dem Dölauer Schloss war das Feuer ausgebrochen. Insgesamt rund 80 Quadratmeter standen in Flammen. Nachdem um 15.14 Uhr der Notruf eingegangen war, brachten 22 Feuerwehrkameraden den Brand binnen kurzer Zeit unter Kontrolle. Obwohl das Feuer in der Nähe der Bahnschienen wütete und die Bahnstrecke vorübergehend gesperrt werden musste, kam es zu keinerlei Beeinträchtigungen im Zugverkehr, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar. Die ersten Zeugenaussagen vor Ort waren, laut Polizeiangaben, widersprüchlich, so dass die Ermittlungen zu den Gründen des Feuers andauern. |
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100 000 Euro für Beseitigung von Winterschäden Stadtrat genehmigt zusätzliche Ausgaben Greiz (OTZ/gru). Den strengen Winter spürt - wie zahlreiche andere Kommunen und Gemeinden - auch die Stadt Greiz im Geldbeutel. So wurden nach dem Winterhalbjahr 2009/2010 eine Vielzahl von Schäden am kommunalen Straßennetz festgestellt. Zur Beseitigung derer reichen die im Haushalt 2010 eingestellten Mittel in Höhe von 130 000 Euro aber nicht aus. Deshalb beschloss der Stadtrat zu seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend einstimmig überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 100 000 Euro. Die zusätzlichen Mittel werden zur Instandsetzung der Irchwitzer Straße und Genossenschaftsstraße verwendet. Auch die Bereiche An der Goldenen Aue, Am Leitenberg, Heinrich-Mann-Ring, Altcaselwitz, Gerhart-Hauptmann-Straße, Gottfried-Keller-Straße und Schnarrtanne werden von Winterschäden befreit. Gedeckt wird die überplanmäßige Ausgabe aus Minderausgaben bei der Baumaßnahme Stützmauer Georg-Herwegh-Straße. Zur Stadtratssitzung informierte Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) zudem, dass der Bau der Nebenanlagen der August- Bebel-Straße in die Prioritätenliste des Förderprogramms Kommunaler Straßenbau aufgenommen wurde und nach erfolgreicher Antragstellung mit bis zu 200 000 Euro bezuschusst werden könnte. Die Stützmauer in der Herwegh- Straße wurde jedoch nur ins Ersatzprogramm aufgenommen und wird 2010 nicht gefördert. |
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Mit Halleluja für Beifall bedankt
Festliches Konzert zum Saisonabschluss mit Vogtland Philharmonie und Nachwuchsmusikern Von Irmengart Müller-Uri Greiz (OTZ). „Ein schönes Konzert nach dem anderen“, sagte eine Besucherin am Sonnabend nach dem „Festlichen Konzert“ in der Greizer Stadtkirche, „ich habe im Juni mehr Geld für Konzerte als für das Essen ausgegeben“. Schon als die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach das Konzert unter Leitung von Steffen Lorenz mit der Kirchensonate in D-Dur KV 69 von W. A. Mozart leicht und transparent musizierend eröffnete, waren die Zuhörer gefangen von der Interpretation und der Akustik in der Stadtkirche. Der überwiegende Teil des Programms wurde von Gesangsschülern der Klasse Christiane Lorenz an der Musikschule „Bernhard Stavenhagen“ Greiz gestaltet. Als „Star“ des Konzerts stellte Christiane Lorenz die Diplomopern- und Konzertsängerin Andrea Chudack vor, durch die Sopranistin konnten sängerisch anspruchsvollere Werke zur Aufführung kommen. Und es war durchaus reizvoll, ihren lyrisch warmen, bis in die Höhe tragenden, voluminösen Sopran gemeinsam mit der kleineren, etwas instrumentalen Stimme der Musikschülerin Daniela Göhcke mit dem „Briefduett“ aus „Die Hochzeit des Figaro“ zu hören. Letztere sang danach ausdrucksvoll und gut artikuliert Rezitativ und Arie der Susanna aus der gleichen Oper. Hier und auch bei der von Carolin Nöller gesungenen Bach-Arie hätte man sich vom Orchester her etwas Zurückhaltung gewünscht, denn der dynamische Rahmen ist bei den jungen Gesangsschülerinnen naturgemäß noch relativ klein. Mit einer wunderschön gestalteten Kantilene trat die Trauer und Leidenschaftlichkeit der Arie „Weine nur, klage nur“ von Händel in der Interpretation von Chudack zutage. Stavenhagenpreisträger Michael Merkel, Trompete, der einzige Instrumentalsolist des Abends, dokumentierte Fortschritte in der Gestaltung des 2. Satzes des Trompetenkonzerts Es-Dur von Joseph Haydn. Auch Stavenhagenpreisträgerin Sabine Dominik, Alt, hat stimmlich und gestalterisch stark an Ausdruckskraft gewonnen, das kam besonders bei der Arie des Orpheus „Ach, ich habe sie verloren“ aus der gleichnamigen Oper von Christoph Willibald Gluck zum Ausdruck. Schüler der Gesangsklasse sangen im Chor stimmlich sehr schön ausgeglichen und andachtsvoll Teile aus Giovanni Battista Pergolesis „Stabat mater“. Nachwuchssänger Clemens Manck, Tenor, gab sein Debüt mit einem gelungenen Solovortrag aus Glucks Oper „Der bekehrte Trunkenbold“, sang danach mit Daniela Göhcke und Christin Hecker im Terzett und mit Stephan Marek als Gast sogar ein Gesangsquartett aus der gleichnamigen Oper - eine großartige Leistung. Mit der von Chudack glanzvoll gesungenen Kantate BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“ endete das reichhaltige und unter Leitung von Steffen Lorenz mit Intensität geleitete Konzert, auf dessen Beifall Chudack noch einmal das „Halleluja“ aus dieser Kantate als Zugabe sang. |
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Adäquate Form der eigenen Person
Eberhard Klauß zeigt Arbeiten in Galerie des Laserschen Töpferhofs Text & Bild Antje-Gesine Marsch Siebzehn Jahre liegen zwischen der ersten Begegnung von Eberhard Klauß mit dem Laserschen Anwesen in Obergeißendorf. „Inzwischen hat sich hier viel getan“, bekannte der in Böhlen bei Grimma lebende Künstler, der seit Sonnabend Malerei und Druckgrafik in der Galerie des Töpferhofes ausstellt. Erste Beziehungen zu Greiz knüpfte der 63-Jährige bereits Anfang der 90er Jahre, als er eine „irre Situation in einer leeren Greikahalle“ vorfand, während er sich an der Ausstellung zum 1. Greizer Theaterherbst beteiligte. Eberhard Klauß ist ein Künstler, der sich von Landschaften inspirieren lässt. Nicht mehr und nicht weniger. Er fertigt Unmengen von Skizzen an, die er entweder verwirft oder darauf zurückgreift. Mit dem Sammeln verbringt der viele Jahre als Kunsterzieher Tätige die meiste Zeit. Dabei werden seine Skizzen zum Ort des Lebens; auch wenn seine Bilder ohne Personen auskommen, schwingen menschliche Rhythmen mit. Klauß porträtiert vor allem Gesichter einer – seiner – Stadt. Die innere Verbundenheit zu Leipzig ließ den Künstler nie los. So malt er Straßenzüge, die aus der Form geraten scheinen und den Eindruck einer gewissen Melancholie erzeugen, aber auch Industrieruinen, Vorortstraßen oder Häuserblöcke in straffen, oft reduzierten Formen. Häufig fehlt den Bildern das Zentrum, trotzdem werden Tiefe und Raum suggeriert. Ob es in seiner künstlerischen Entwicklung einen stilistischen Wandel gegeben hätte, fragte Töpfermeister Ludwig Laser zum anberaumten Künstlergespräch. Als junger Mann habe er vor allem surrealistische Bilder gemalt, so Klauß. Zunächst sei er „nicht sehr experimentierfreudig“ gewesen, was sich aber im Laufe der Jahre geändert habe. Je reifer er wurde, desto mehr habe er begriffen, dass „viele Sachen authentisch werden müssen“, dass man den „Gesamtausdruck der Person“ im Werk zu bedenken habe. In letzter Zeit beschäftigte sich Klauß verstärkt mit Kaltnadelradierungen; leitet dazu auch Lehrgänge in experimenteller Radiertechnik. „Die Werke von Eberhard Klauß harmonieren wunderbar mit unserem Fachwerkbau“, wie Hausherrin Jana Laser zur Vernissage unterstrich. |
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Hoffest und "Höfisches"
Töpfermeister Ludwig Laser lud nach Obergeißendorf ein Text & Bild Antje-Gesine Marsch Wenn Töpfermeister Ludwig Laser und seine Familie zum mittlerweile schon traditionellen Hoffest einladen, stellt sich bei den Gästen sofort die Frage: Welche Suppe wird die Hausherrin wohl in diesem Jahr kreieren? "Es ist diesmal eine Möhren-Orangensuppe mit Ingwer und Kokosmilch", wie der Töpfermeister bereits am Vormittag verreit. Bei herrlichem Sommerwetter zog es wieder viele Interessierte nach Obergeißendorf, um im Werkstattladen zu stöbern und vielleicht das ein oder andere keramische Stück zu erstehen. Auch das Fachsimpeln über die kristallglasierten Gefäße, den Rakuschmuck oder das Porzellan gehörte zum Zwei-Tage-Programm. "Wir haben unser Hoffest erweitert", wie Laser dazu erklärt. An den Nachmittagen wurden Raku-Schauvorführungen durchgeführt, die die Besucher staunen ließen. "Höfisches" gab es am Sonnabendabend mit Dr. Frank Reinhold zu erfahren. "Höfisch hat nichts mit Leben bei Hofe zu tun, sondern einfach mit unserem", wie Laser lachend sagte. Die Mutter von Dr. Reinhold war im Laserschen Anwesen geboren und so konnten die jetzigen Besitzer und Veranstaltungsgäste einige detaillierte Dinge zum Leben in vergangener Zeit erfahren. |
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Teichwitz feiert sanierte Johanneskirche Festgottesdienst mit Landesbischöfin Teichwitz (OTZ/Lier). Mit einem Festgottesdienst, den Landesbischöfin Ilse Junkermann hielt, beendeten gestern die Einwohner von Teichwitz die 15-jährige Sanierung ihrer Dorfkirche aus dem Jahr 1730. „Ihr Name“, berichtet der Weidaer Pfarrer Martin Schäfer, „war über die Jahre verloren gegangen. Alle Nachforschungen bis ins Eisenacher Kirchenarchiv blieben erfolglos. So nennen wir die Kirche wenige Tage nach dem Johannesfest nach Johannes dem Täufer.“ Alle zehn Kirchgemeinden des Kirchspiels Weida feierten die Wiedereinweihung mit. Unzählige Arbeitseinsätze, private Spenden und mehrfache 5000-Euro-Beträge der Gemeinde, die nur 120 Einwohner zählt, Mittel aus der Denkmalpflege, des Lotto und der Landeskirche flossen in die Sanierung. Mit einem Gemeindefest in der grünen Dorfmitte begingen die Teichwitzer die Wiedergeburt der Kirche. |
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Spaß und Freude steht obenan
Statt auf Skiern gehts mit dem Rad auf die Strecke: Am Sonnabend wurde in Pöllwitz zum fünften Mal der Sommerbiathlon ausgetragen. Insgesamt 33 Teams zu je vier Teilnehmern gingen auf die 15-bzw. 22-Kilometer-Strecke. Heidi Henze / 27.06.10 / OTZ-Pöllwitz. Schon erstaunlich, was ein solch kleiner Ort wie Pöllwitz auf die Beine stellt. Zum fünften Sommerbiathlon hatten am Sonnabend die Sportler des SV Pöllwitz junge und junggebliebene Sportler eingeladen und selbst die Kinder blieben nicht außen vor. Seit fünf Jahren organisieren die Pöllwitzer den Wettkampf, der sich hinter einem professionellen nicht zu verstecken braucht. Frauen und Männer sowie Mixed wetteifern bei ihrer Fahrt durch Wald und Flur über 15 sowie 22 Kilometer. Insgesamt drei Runden müssen jeweils von den vier Mannschaftsmitglieder absolviert werden und jeder muss zweimal am Schießstand mit dem Luftgewehr ein gutes Auge und eine ruhige Hand beweisen. Ähnlich der Profis radeln die Sportler mit den Luftgewehren auf dem Rücken ihre Runden. Nur sind es auf den Rundenfahrten in Pöllwitz Attrappen. Doch deshalb ist es keineswegs einfacher und der sportliche Ehrgeiz ist hoch, auch wenn am Ende die Freude über die Teilnahme und Platzierungen überwiegt und die Preise keine enorme Summen betragen. Diesmal hatten 33 Teams aus nah und fern gemeldet. Neben vier Frauen-, fünf Mixed-, neun Männermannschaften sowie zwölf Teilnehmern am Kinderwettbewerb gingen auch 15 Frauen und Männer als Einzelstarter auf den Rundkurs. Sie alle hatten nicht nur den Wettergott auf ihrer Seite, auch war die Stimmung unter den Teilnehmern sowie unter der Zuschauerschar richtig gut. Das Publikum sparte nicht mit lautstarken Anfeuerungsrufen und honorierte mit Beifall und aufmunternden Rufen jedes Schießergebnis. Während einige unter den Startern schon richtige alte Hasen sind und jedes Jahr wieder dabei, starteten andere zum ersten Mal, hatten ein wenig Herzklopfen und verursachten manchen Fehlstart, bevor sie dann losspurteten. Alljährlich dabei ist auch Iris Brühschwein. Die 45-Jährige radelte wie der Teufel und beim Schießen verfehlte sie nicht einmal die Scheibe. Sie ging als Erste für das Mixed-Team "Friends" auf die Strecke und holte einen beachtlichen Vorsprung heraus. "Ich radle zweimal wöchentlich nach Gera. Trotzdem ist der Biathlon immer wieder eine Herausforderung für mich, weil es durch Wald und über Wiesen geht", so die Zeulenrodaerin, die Fahrradfahren als ihr Hobby ansieht. Die Freude an der Bewegung, gespickt mit einer Portion Ehrgeiz, sollen auch zukünftig obenan beim Pöllwitzer Biathlon stehen, versichert Silvio Weiß, der Hauptorganisator. Dank sagt er allen freiwilligen Helfern, ohne die die Veranstaltung nicht zu bewältigen wäre. Kommentar Sehr gute Idee Von Heidi Henze Wir hätten uns gefreut, wenn viel mehr Sportler sich zu einer Teilnahme am Sommerbiathlon entschieden hätten, sagt Hauptorganisator Silvio Weiß vom Sportverein in Pöllwitz. Nicht ganz uneigennützig haben sich die Oberländer vor fünf Jahren für diesen Breitensportwettkampf entschieden. Er sollte dazu beitragen, dass die Kassen des Vereins sich wenigstens etwas füllen. Nicht, dass der Verein dann damit prahlen wollte, vielmehr sollte damit erreicht werden, dass der Mitgliedsbeitrag für die im SV organisierten Sportler niedrig gehalten werden kann. Wahrhaftig kein schlechter Gedanke, wenn der Obolus zum Anreiz der breiten Masse für eine sportliche Betätigung verwendet wird. Warum aber macht man solche löblichen Gedanken nicht vorab schon öffentlich, dann wäre bestimmt auch noch der eine oder andere aus der Gemeinde zu der doch ziemlich großen Masse dazu gestoßen. |
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Weißendorf feiert Kabarettist Uwe Steimle 30. Oktober „Pfeffermühle“ aus Leipzig Weißendorf (OTZ/Ramona Freimann). Bis auf den letzten Platz war am Freitagabend die Turnhalle in Weißendorf besetzt, als Uwe Steimle sein Spezial „Best of Steimle“ dem Publikum präsentierte. Uwe Steimle, der unter anderem im Polizeiruf 110 mitwirkte, gilt als einer der besten Imitatoren des einstigen Regierungschefs der DDR, Erich Honecker. Hauptorganisatorin der Veranstaltung war Ramona Freimann aus Zeulenroda. Die 50-Jährige war natürlich selbst zum Spezial gekommen und einfach nur begeistert. Sie hatte sich bemüht, eine solche Veranstaltung zu organisieren und der Erfolg gibt ihr Recht: „Es gibt zu wenig solcher Veranstaltungen in unserer Region, der Bedarf ist da“, sagte Ramona Freimann. Über zwei Stunden gab es Anlässe zum Lachen satt, gekonnt mit Nachdenklichem gespickt. Anekdoten von Ilse Bähnert und Günter Zichong waren gewürzt mit Aktuellem aus dem Leben und der Politik. Steimle verstand es, Nostalgisches in Sachen deutscher Sprache und deutscher, respektive sächsischer Redeweisen aufzubereiten. Beispiellos präsentierte der Kabarettist seine Imitation von Erich Honecker. Zugabenforderungen waren die Folge. Uwe Steimle war vom Ort und dem Ambiente, „welches man auch in einer Turnhalle schaffen kann“, restlos begeistert. „Ich fühle mich wie in einer guten Stube“, so Steimle. Er versprach mit seinem Weihnachtsspezial noch einmal nach Weißendorf zu kommen. Das Konzept von Ramona Freimann und Andrea Seifert, die Turnhalle Weißendorf als Theaterbühne zu nutzen, ist aufgegangen, sagte die Organisatorin erfreut. Die „kleine“ Kabarett-Reihe wird am 30. Oktober mit der Pfeffermühle aus Leipzig fortgesetzt. |
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Club hat sich unter Uwe Müller geöffnet
Turnusmäßiger Präsidentenwechsel beim Rotary Club Gera Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ). Große Worte des Dankes hörten die 48 Mitglieder des Rotary-Club am gestrigen Nachmittag im Zeulenrodaer Bio-Seehotel. Sie galten dem scheidenden Präsidenten Uwe Müller, Redaktionsleiter unserer Zeitung in Gera. Turnusmäßig endet zum 30. Juni die Präsidentschaft von Uwe Müller. Präsident des Rotary Club Gera ist seit gestern für ein Jahr Peter Granderath, Präsident des Landgerichtes Gera. Er war es auch, der ein Resümee auf das vergangene Jahr zog, das er als sehr erfolgreich bezeichnete. Unter Leitung von Uwe Müller habe sich der Club geöffnet, nicht nur in den Bereichen der Politik und Wirtschaft, es konnten auch Kontakte zu jungen Menschen geknüpft werden. „Der öffentliche Auftritt hat einen enormen Gewinn gemacht, so konnten gewisse Hemmungen abgebaut werden“, so der neue Präsident Peter Granderath. Der 53-Jährige hob besonders das Benefizkonzert unter dem Motto: „Wir verleihen dem Campus Flügel“ hervor. „Es war grandios“, so Peter Granderath. Unter seiner Obhut will sich der Club weiter für die Jugend engagieren und hat sich das Ziel gesetzt, die internationale Rotary-Jugend nach Ostthüringen holen. Im 20. Jahr seines Bestehens wolle der Club auch Verantwortung für den Erhalt und die Pflege der bis dato getätigten Investitionen auf dem Geländes der Bundesgartenschau übernehmen. Die Projekte gegen Kinderlähmung oder für den Klavierflügel im Campus sollen ebenso weitergeführt werden wie Benefizveranstaltungen. Uwe Müller erhielt als kleinen Dank für seine Arbeit ein Bild vom Neustädter Marktplatz. |
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Schulanfänger begeistern mit Theaterstück Zum Abschied gab es Zuckertüten Von Heidi Henze Zeulenroda (OTZ). Kaum vorstellbar für die Eltern, welche Mühen aufgebracht wurden, um ein solch umfangreiches Programm mit den Mädchen und Jungen der Zeulenrodaer Städtischen Kindereinrichtung „Frohe Zukunft“ einzustudieren. Das Märchenspiel „Peter und der Wolf“ präsentierten die Kleinen vor einer großen Elternschar und das mit Bravour. Sie leisteten wahre Schwerstarbeit. Das Herzklopfen der kleinen Profis war aber kaum zu merken, wenn sie das Märchen erzählten, Lieder sangen und Peter, den Wolf, den Opa, die Ente oder die Vögel spielten. Fast eine Stunde lang begeisterten sie als Schauspieler, Musiker und Chorsänger die Eltern. Der Beifall der Zuhörer war ihnen gewiss. Einstudiert hatten sie das Musical innerhalb der Projektwoche „Klassische Musik“. Mit der Theateraufführung nahmen 20 Schulanfänger seit Freitag im Zeulenrodaer Schullandheim mit einem weinenden und einem lachenden Auge Abschied von der Kindergartenzeit. Während der Freitag ihnen gehörte, waren sie am Sonnabend nach der gemeinsamen Übernachtung so richtig gefordert, bevor dann es dann die ersehnten Zuckertüten gab. Die waren sehr zur Freude der Kleinen mächtig groß. |
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Nachmittag der Musik-Überraschungen
56. Sängertreffen mit 14 regionalen Chören im Idyll der Burgruine Reichenfels Reichenfels (OTZ/Denise Kirchner). Hoch hinaus, entlang des steinernen Weges zu den Ruinen der Burg, führte es am Sonntag viele Sängerinnen und Sänger sowie Besucher. Festlich gekleidet und schützend im Schatten der Laubbäume trafen sich bereits zum 56. Mal 14 Chöre der Region zum Sängertreff. Das Publikum lauschte den Klängen der traditionsbewussten Chöre. Eingeladen hatte die Luther-Liedertafel Hohenleuben. Deren Männerchor und anschließend der Jugendchor eröffneten die Veranstaltung mit drei flotten Liedern. Die weiteste Anreise hatte der Gesangsverein 1860 Streitau bei Gefrees zurückgelegt. Mit diesem Ensemble verbindet die Hohenleubener eine langjährige Freundschaft. „Über 60 Jahre - schön, dass auch ihr heute wieder gekommen seit“, freute sich Reiner Zuber, Vorstandsvorsitzender der Luther-Liedertafel. Er führte zusammen mit Mariola Ackermann durch das Programm. Während sie die Gruppen ankündigte, verabschiedete Zuber die Chöre stets mit keckem Spruch und Blumen. Bei einer Mischung aus traditionellen Liedern und neuen Klängen, sah man auch im Publikum die ein oder andere Lippenbewegungen, vor allem bei Klassikern, wie „Ein Schiff wird kommen“ oder „Der kleine grüne Kaktus“. Die Besonderheit des diesjährigen Sängertreffens war: Erstmalig besuchte Dr. Reiner Baron, Vorstand des Osterländer Sängerkreises die Veranstaltung. Die Luther-Liedertafel ist Mitglied im Sängerkreis Altenburg. Weitere Chöre, die ihr Können auch mit einigen musikalischen Überraschungen zeigten, kamen aus Merkendorf, Weida, Pausa, Zeulenroda, Langenbernsdorf, Altenburg, Niederpöllnitz, Dörtendorf und Wenigenjena. |
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Leistungsabzeichen für junge Kameraden Über 100 Jugendliche im Zeltlager Bernsgrün Bernsgrün (OTZ/j. st.). Über 100 Jugendliche waren am Wochenendebeim Zeltlager der Jugendfeuerwehren in Bernsgrün dabei. Bereits zum 14. Mal veranstaltete der Regionalbereich Plauen-Land das Treffen für Feuerwehrleute im Alter von sechs bis 18 Jahren. Schüler und Jugendliche aus sieben sächsichen und den Jugendfeuerwehren aus Bernsgrün und Greiz waren dazu auf den Sportplatz des Ortes gekommen. Spaß und Spiel standen beim Bierkastenklettern, Eierlaufen oder Hufeisenzielwerfen für die Kinder dann am Samstagvormittag im Mittelpunkt. Punkt 13 Uhr begann der kleine Wettbewerb zur Ablegung des Jugendfeuerwehrabzeichens. Gruppenweise schickte der Elsterberger Jugendwart Dirk Schulhauser die Teams auf die rund fünfeinhalb Kilometer lange Strecke rund um Bernsgrün. Neun Aufgaben waren auf dieser zu absolvieren. Mit dabei waren Aufgaben, wie Notruf absetzen, die Feuerwehrknoten richtig zu knüpfen, C-Schlauchleitungen zu kuppeln oder Fragen zur Gerätekunde richtig zu beantworten. Jede beteiligte Wehr übernahm die Betreuung einer Station. Zwischen vier und neun Kameraden zählten die einzelnen Gruppen, die von Kameraden aus den Wehren bei der Aufgabenerfüllung begleitet wurden. Eine Nachtwanderung mit Lagerfeuer vollendete den zweiten Tag. Beim Abschlussappell am Sonntag konnte Frank Antkowiak das Leistungsabzeichen 30 Mal in der Stufe eins und 25 Mal in der Stufe zwei verleihen. |
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Silber und Bronze für RSV-Nachwuchs Ringen, Turnier des SV Johannis 07 Nürnberg Nürnberg (OTZ/Stöhr). Vor kurzem richtete die Sportvereinigung Johannis 07 Nürnberg ihren „Grizzly Cup“ aus. Dieser ist ein Freistilturnier für Jugendliche der Altersklassen B (Jahrgänge 1996/97), C (1998/99), D (2000/01) und E (2002-04). Mit 178 Teilnehmern aus 24 Vereinen der Bundesländer Bayern, Sachsen, Hessen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen erfreute er sich einer starken Besetzung; belegt durch Medaillengewinner bei Deutschen Meisterschaften. Zu den jungen Ringern, die auf drei Matten um Siegerpokale und Medaillen kämpften, gehörten die beiden B-Jugendlichen Toni Krassow und Florian Sieg vom RSV Rotation Greiz, welche in der 46-kg-Klasse antraten. Gecoacht wurden sie von Dennis Bleyl, Trainer am Sportgymnasium „GutsMuths“ Jena; beide besuchen selbiges. In ihrer Gewichtsklasse starteten acht Ringer. Krassow gelang in seinem ersten Kampf ein knapper Punktsieg (2:0/1:0) über Lucas Will (TSV 1860 Weißenburg), Neunter bei Deutschen Freistilmeisterschaften der B-Jugend. Nach zwei Schultersiegen über Chris Siegling (RSC 1905 Rehau) und Cody Walls (RSV Schonungen) stand er im Finale. In diesem war Jakob Jung (SV Siegfried Hallbergmoos), Bronzemedaillengewinner bei Deutschen Freistilmeisterschaften in der 42-kg-Klasse der B-Jugend, sein Kontrahent. Nach Punktniederlage (0:8/4:5) gewann Krassow Silber. Sieg startete mit Schultersieg über Max Wendel (RSV Schonungen). Den zweiten Kampf verlor er auf Schulter gegen Jakob Jung. Im Kleinen Finale stand er Lucas Will gegenüber. Er musste über drei Runden gehen, nach 1:0, 0:3, 1:0 freute er sich über die Bronzemedaille. Mit neun Punkten belegten die beiden Greizer den 18. Platz in der Vereinswertung. Diese gewann der SC 04 Nürnberg mit 86 Punkten (28 Teilnehmer) vorm KSV Germania Krefeld mit 70 Punkten (24) und SV Johannis 07 Nürnberg mit 54 Punkten (15). |
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Greizer Damen verpassen Bezirksmeistertitel
Vor kurzem fanden für die letzten der insgesamt sieben in die Punktspielsaison des Thüringer Tennisverbandes gestarteten Greizer Tennisteams die Saisonabschlussspiele statt. Troebes / 28.06.10 / OTZ-Greiz. In einem echten Saisonfinale verpassten die Damen 40 beim Derby gegen den TC 1990 Weida haarscharf den Gewinn des Bezirksmeistertitels. Konnten die Greizerinnen in den Einzeln durch Siege von Patricia Ehlich, Nicola Kotschy-Lang und Elke Golombek noch mit 3:1 in Führung gehen, gab man kurz darauf beide Doppel ab und verlor das Match mit 3:5. Durch diese unglückliche Niederlage musste man dem Team aus Weida am Ende den Staffelsieg überlassen. Niederlagen mussten ebenso die beiden Herrenmannschaften der Greizer hinnehmen. Die erste Vertretung unterlag auswärts dem TC 90 Gera II mit 2:6, konnte trotz der Niederlage jedoch den vierten Tabellenrang in der Bezirksliga behaupten. Die zweite Herrenmannschaft muss nur ein Jahr nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse derweil wohl den Wiederabstieg in die Kreisklasse hinnehmen. Im letzten Spiel der Saison unterlag man auf heimischer Anlage dem TC Saalfeld II und liegt nach Abschluss der Spiele auf dem siebenten Tabellenrang. Als Absteiger steht auch das Team der Herren 60 in der Oberliga fest. Andreas Nahr, Uwe Steudel, Horst Schwabe, Joachim Lehmann und Friedrich Trommer konnten sich in der Liga nicht behaupten. Eine erfolgreiche Saison krönte die Greizer Herren 65 mit dem Erfolg beim Erfurter TC Rot-Weiß und seinem sehr guten dritten Platz in der Oberliga. Herbert Gürth, Dieter Golombek, Wolfgang Eckert, Olaf Lang und Wolfgang Robisch waren in dieser Saison für die Greizer im Einsatz. Ebenfalls eine gute Saisonleistung zeigte die gemischte Greizer U14 Mannschaft. Durch Siege über Schmölln, Gera sowie ein Unentschieden gegen Altenburg, bei denen Robin Kauerauf, Hans Ehlich, Julia Lang, Claire Ehlich, Laurin Freier sowie Johannes Ressel im Einsatz waren, stand am Ende der Saison der dritte Tabellenrang zu Buche. An diesem sind die Herren 40 mit einem Matchpunkt vorbei geschrammt. Trotz des klaren 7:1-Erfolges gegen den TC Sonneberg konnte das Team um Jörn Dölz, Siegfried und Ulrich Speer, Olaf Ehlich, Klaus Richter und Andreas Schierz nicht am Drittplatzierten, dem TC Gräfinau-Angstedt, vorbeiziehen. Auch bei den Landesmeisterschaften im Einzel machten zwei Greizer von sich reden. So erreichte Stefan Golombek durch tolle Leistungen die Runde der letzten 16. Im Nachwuchsbereich zeigte Claire Ehlich bei den Landesmeisterschaften der Mädchen ebenfalls gute Ansätze. |
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Spannend bis zur letzten Spielminute
Saisonrückblick, 1. Kreisklasse 2009/2010: Aufsteiger erst am letzten Spieltag ermittelt - Durch neue SG Zeulenroda-Triebes nur ein Kreisligaabsteiger Von Dieter Köbke Greiz (OTZ). Ein an Spannung kaum zu überbietendes Spieljahr liegt hinter den 14 Mannschaften, denn die Entscheidung über den Staffelsieg fiel erst mit dem Abpfiff des Spieles SV Blau-Weiß 90 Greiz gegen TSV 1880 Rüdersdorf am letzten Spieltag. Hier trafen die beiden in der Tabelle führenden Mannschaften aufeinander. Die VSG 1960 Cossengrün rangierte ebenfalls mit einem Punkt Rückstand hinter Greiz vor dem letzten Spiel auf Tabellenplatz drei und sicherte sich durch einen 3:0-Sieg in Ronneburg noch den Staffelsieg vor Rüdersdorf und Blau-Weiß 90 Greiz. Neben der Spannung bei den Mannschaften um den Aufstieg in die Kreisliga sorgten die für das neue Spieljahr 2010/2011 beim Kreisfußballausschuss (KFA) abgegebenen Mannschaftsmeldungen für ein zusätzliches Problem. Die Vereine FC Motor Zeulenroda und Triebeser SV stellten einen Antrag auf Bildung einer Spielgemeinschaft. Der Antrag wurde durch eine Sonderregelung des KFA in Abstimmung mit dem Thüringer Fußballverband genehmigt. Durch die neue Spielgemeinschaft Zeulenroda/Triebes kann im Spieljahr 2010/2011 nur eine Mannschaft als SG Zeulenroda/Triebes II in der Kreisliga spielen (sonst wären es Triebes als Absteiger aus der Bezirksliga und Zeulenroda II gewesen) und die SG Zeulenroda/ Triebes III muss in die 1. Kreisklasse eingereiht werden. Dadurch gibt es aus der Kreisliga 2009/2010 mit Langenwolschendorf nur einen Absteiger. Aus der 1. Kreisklasse steigen mit Cossengrün, Rüdersdorf und Blau-Weiß 90 Greiz drei Mannschaften in die Kreisliga auf und im Spieljahr 2010/2011 kämpfen damit 15 Mannschaften um den Kreismeistertitel. In den 182 Spielen fielen ins gesamt 764 Tore, dies ergibt einen Durchschnitt von 4,22 pro Spiel. Den höchsten Sieg erzielte Rüdersdorf mit 10:0 gegen Steinsdorf. In den Heimspielen wurden 445 Tore erzielt und 319 Treffer erzielten die Gastmannschaften, dabei fielen in der 1. Halbzeit 350 und in der 2. Halbzeit 414 Tore. In der Bilanz sind 9 Eigentore enthalten. Die erfolgreichsten Torschützen sind mit 34 Treffen Beuchel (Rüdersdorf) und mit 32 Toren Döring (Cossengrün). In der abgelaufenen Saison gab es 96 Erfolge der Gastgeber und die Gastmannschaften waren 66 mal erfolgreich. Schon zu Beginn der Rückrunde war erkennbar, dass Cossengrün, Greiz II, Rüdersdorf und Blau- Weiß 90 Greiz ernsthafte Anwärter für Aufstieg und Staffelmeisterschaft sind. Rüdersdorf und Blau-Weiß blieben in der Rückrunde ungeschlagen. An der Tabellenspitze gab es erst zum Saisonende Bewegung, denn vom 2. bis 22. Spieltag stand Cossengrün auf Platz eins. Nach 23 Spieltagen übernahm die SG Greiz II die Tabellenführung, wurde aber sofort nach dem nächsten Spiel durch Rüdersdorf abgelöst. Der Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg fand bei den Fans der Mannschaften ein gutes Echo, denn insgesamt sahen rund 8500 Besucher die Spiele in dieser Saison. Cossengrün kann auch hier auf die beste Bilanz verweisen, denn mit über 1000 Besuchern bei den Heimspielen verzeichnete man ein gestiegenes Interesse. BW Greiz konnte sich über rund 900 Zuschauer freuen. Auch bei den Auswärtsspielen der beiden Teams waren die Fans oft eine wertvolle Unterstützung. Die Fairness in den 182 Spielen stand leidet nicht immer im Vordergrund. Insgesamt wurden durch die Schiedsrichter 458 Gelbe, 28 Gelb-Rote und 18 Rote Karten gezeigt, diese Zahlen sollten sich im kommenden Spieljahr verringern. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass nur drei Spieler alle Spiele mit voller Spielzeit bestritten. Dies waren Roth (Cossengrün), Naundorf und Schmiedel (beide BW 90 Greiz). Staffelsieger Cossengrün setzte mit 19 Spielern während der Saison die wenigsten Aktiven ein, während Kraftsdorf II mit 47 Spielern die höchste Zahl an Spielereinsätzen zu verzeichnen hat. |
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| 28. Juni 2010 /OTZ | ||
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
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