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Bilder einer Vogtlandperle
Bunter Festumzug als Höhepunkt des Greizer Park- und Schlossfestes Von Susann Grunert Greiz (OTZ). Mit nackten Tatsachen zum Erfolg - für das Bauzentrum Heidrich hat sich dieses Motto zum diesjährigen Festumzug ausgezahlt. Mit ihrem gestalteten Festwagen zum Thema „Baustoffe zum Leben erwecken“ und darauf zwei jungen Damen, die außer Farbe nicht viel trugen, wurden sie zu einem der insgesamt zwei attraktivsten Festwagen gekürt. Den Preis dafür - 100 Euro und eine Urkunde - konnte auch der zweite Titelträger, die Greizer Faschingsgesellschaft, mit nach Hause nehmen. Die Narren der GFG hatten sich König Fußball auf ihre Umzugsfahnen geschrieben und widmeten ihren Beitrag der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. So durften Vuvuzelas und Schwarz-Rot-Gold in jeglicher Form natürlich nicht fehlen. Selbst Michael Ballack hatte sich mit Gipsfuß im Rollstuhl auf den Weg von der Carolinenstraße über die Schlossbrücke, Dr.-Rathenau-Platz und Thomasstraße auf den Westernhagen-Platz gemacht. Entlang der Festumzugs- Strecke versammelten sich Tausende Schaulustige um einen Blick auf die detailreich und kreativ gestalteten Umzugswagen zu erhaschen. Livemusik von Rockwoolf gab es auf der „Arche“ Aubachtal des Schwimmklubs Greiz auf die Ohren. Wasser ist auch das Element des Fischereivereins, der sich auf seinen Wagen eine echte Hoheit, die 1. Greizer Parkseeprinzessin, geladen hatte. „Das ’Tröpfli’ lass aber oben“, mahnte Sprecher Ulrich Zschegner an das Maskottchen des Zweckverbandes Taweg, Aqualino. Der gehorchte prompt und ließ der Sonne zum Umzug den Vortritt. Vom Fanfarenzug, der den Bilderreigen eröffnete, über die Vereinsbrauerei, Modelleisenbahn- und Geflügelzüchterverein bis hin zu den Leichtathleten, Tauchern und Fußballern präsentierte sich in 60 Bildern so ziemlich alles, was Greiz auf wirtschaftlicher, kultureller und vereinstechnischer Ebene zu bieten hat. „Mit dem Umzug zum Thüringentag war es zwar nicht zu vergleichen, aber gefallen hat es mir trotzdem“, meinte ein Besucher. Auch Ines Wartenberg, Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins war zufrieden: „Verglichen mit der Besucheranzahl von 2008 - letztes Jahr wurde ja gleichzeitig Thüringentag gefeiert - sind in diesem Jahr mehr Gäste in der Stadt unterwegs. Wir sind insgesamt zufrieden“, zog sie eine positive Bilanz des Stadtfestes.
Kommentar Kurze Weitsicht Von Susann Grunert Mit rund 60 Bildern präsentierte sich der Festumzug zum Stadtfest in diesem Jahr in abgespeckter Form. Grund dafür war die Baustelle in der August-Bebel-Straße und die in diesem Zuge notwendigen Umleitungen. Mit einer Reduzierung der Festwagen wollte man die Verkehrssituation durch eine mehrstündige Sperrung nicht unnötig strapazieren. Besagte Bauarbeiten liegen aufgrund von Streitigkeiten bei der Auftragsvergabe aber seit Wochen auf Eis. An einen kürzeren Festumzug sollten sich die Greizer dennoch gewöhnen. Denn rollen in der August-Bebel-Straße erst einmal die Bagger, gehören diese für gut zwei Jahre zum Stadtbild. |
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Publikum hält seinen Sängern die Treue
Traditionelles Morgensingen erstmals im Schlossgarten mit hoher Resonanz Greiz (OTZ/-lz). Nicht in der vertrauten Atmosphäre des Greizer Parkes sondern erstmals im Schlossgarten stimmten fast 300 Sänger am Sonntag ihre Lieder an und eröffneten in traditioneller Weise den Schloss- und Parkfestsonntag. „Wir haben bei der Stiftung in Rudolstadt leider keine Verbündeten gefunden, die halfen, die Traditionsveranstaltung vor dem Sommerpalais zu halten. Es sei denn gegen hohe Gebühren und eine Kaution noch obendrauf“, erklärte Ulrich Zschegner, Leiter des Neuen Reußischen Sängerkreises, den Standortwechsel vor dem dennoch sehr zahlreich erschienenen Publikum. „Sonntag ist’s“ stimmte der große Männerchor des Neuen Reußischen Sängerkreises unter Leitung von Markus Dietzsch die bekannte Auftaktweise an. Der Sängernachwuchs des Paul-Dessau-Chores, den Doris Marek seit 20 Jahren leitet, überzeugte mit dem Kanon „Der Winter ist vergangen“. Mitreißend auch die Männerchorgemeinschaft Greiz, deren Chorleiter Markus Dietzsch einen Klassiker der Comedian Harmonists aufbereitet hatte: „Ich hab’ das Fräulein Helen baden seh’n“ ließ auch das Publikum nicht kalt. Freddy Quinns Evergreen „Heimweh“ ließ der Sängerkranz Wildetaube erklingen und „Mit Musik geht alles besser“ stellte der Frauenchor Schönfeld fest, den Sabine Dietzsch leitet. Mit fröhlichem Applaus begrüßten Publikum und Sängergemeinschaft Baby Gustav, den kleinen Sohn des Chorleiterpaares Sabine und Markus Dietzsch in ihrer Mitte. Mit Charm und Witz moderierte Ulrich Zschegner, der sich insgesamt sehr zufrieden über diese Premiere äußerte. Wenngleich wegen der Kirchenglocken eine Pause nötig war oder auch die Sänger nicht alle auf die Bühne passten. |
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Neues Leben in alten Mauern
Rund 300 Besucher erleben die „Gänsemagd“ im Schlosshof des Oberen Schlosses Von Susann Grunert Greiz (OTZ). Mittelalterliche Klänge hallen durch die alten Mauern, als die Besucher am Sonnabendmorgen den Weg hinauf in den Schlosshof des Oberen Schlosses erklimmen. Eine Ritterrüstung klappert, noch schnell Kürdchens Schuhe zugebunden, dann lädt das Spontantheater mit den Schlosshofspielen und seinem Stück „Die Gänsemagd“ zu einer Premiere, die genau genommen gar keine ist. „Schon vor 50 Jahren habe ich mir hier Stücke angeschaut“, erinnert sich Thea Körner, „damals hieß es noch Sommertheater.“ Nach Jahrzehnten kehrt nun also wieder Leben auf der Naturbühne ein, der Sommer macht sich an diesem kühlen Junimorgen leider rar. „Die Kinder haben ganz schön gefroren“, erzählt Spontantheater-Leiterin Anke Hartmann nach der gut einstündigen Aufführung. Während des Spiels war das aber keinem anzumerken. Die Kulisse des Oberen Schlosses ist für das Märchen der Gebrüder Grimm über eine hinterhältige Magd, die ihrer Prinzessin den Prinzen stehlen will, wie gemalt. Die zwei Gänse des Königs, Laurentius und Laurine, fungieren als witzige Erzähler des Stücks. Kürdchen, der König und vor allem die zwei Ritter sind Höhepunkte des insgesamt stimmigen Spiels der Theatergruppe. „Es hätte alles ein wenig zügiger ablaufen können“, wird Regisseurin Anke Hartmann am Ende der Premiere bilanzieren. Dem Publikum hat es gefallen: „Ich fand die Aufführung sehr schön“, attestiert Thea Köhler, die mit Mann und zwei Enkelkindern aus Kleinreinsdorf nach Greiz gekommen war. Mit rund 300 Gästen zu den insgesamt vier Aufführungen stimmten auch die Besucherzahlen der Schlosshofspiele. „Ich weiß nicht, ob wir nächstes Jahr wieder spielen“, erzählt Hartmann, „aber Lust dazu hätte ich auf alle Fälle.“
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Greizer Festtaler zeigt Schule Marienstraße
Greizer Bürgermeister und Gäste aus Rokycany prägen die ersten Abschläge Greiz (P. Reichardt). Auch beim 13. Greizer Festtaler galt das Recht, wie es schon im Mittelalter Brauch war, des ersten Abschlages dem Greizer Bürgermeister Gerd Grüner, der am Sonnabendvormittag vor dem Talerabschlag Gäste aus der tschechischen Partnerstadt Rokycany am Röhrenbrunnen begrüßen konnte. Amtskollege Jan Baloun, sein Verwaltungschef, Slavomir Spitzak, die Leiterin des Kultur- und Schulamtes, Eva Brachova, sowie Pressesprecher Engler waren sehr erfreut über die Möglichkeit, zu solchen Festen Erfahrungen zu sammeln, feiert Rokycany doch im Herbst 900-jährige urkundliche Ersterwähnung und ist damit rund 100 Jahre älter als Greiz. Natürlich prägte auch der Bürgermeister aus Rokycany die Greizer Festtaler als kleine Erinnerung. Und dabei konnte er sich mit den Mitarbeitern der Firma Simm aus Kremmen sogar in seiner Landessprache unterhalten, denn diese Firma unterhält eine Filiale in Jablonec nad Nissou, die in diesem Jahr die Prägung hier übernommen hatte. Gerd Grüner sah man die Anstrengung an, als es galt, den schweren Gesenkhammer hoch zu ziehen, dann mit einem Schlag den Taler zu prägen und dabei den zurückspringenden Hammer abzufangen. Mit Freude zeigte er sein Werk den Umstehenden und wurde mehrfach gebeten, einen weiteren Taler zu prägen. Das Münzmotiv ist dem 100-jährigen Bestehen der Goetheschule in der Marienstraße gewidmet.
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Über den Dächern der Stadt
Greizer Collegium musicum konzertiert zum Stadtfest auf dem Schanzengarten Von Irmengart Müller-Uri Greiz. Um es gleich vorweg zu nehmen: Bei allen Vorzügen des Geländes um das Obere Schloss ist das Flair des Greizer Parks als Rahmen für ein Konzert nicht zu ersetzen. Man sollte unbedingt einen Weg finden, im Park wieder musizieren zu können. Für das Greizer Collegium musicum war der Schanzengarten für sein Konzert am Sonnabend ein Notbehelf, für die Besucher vielleicht weniger, weil sie sich an dem schönen Ausblick erfreuen konnten. Aber abgesehen davon, dass die Anlage am Schanzengarten noch nicht restauriert ist und damit einen etwas spröden Charme ausstrahlt, blieb vom Klang des auseinander gezogenen Orchesters ein beträchtlicher Teil akustisch an den Säulen hängen, ganz abgesehen von dem zertrennten visuellen Bild des Collegiums. Dass das Konzert dennoch sehr gut besucht war, ist der Verdienst des Collegium musicum unter Leitung von Eckhard Kiesling, der beiden Solistinnen und Holger Wittigs, der diverse Musikeranekdoten mit pointiertem Witz erzählte. Er erwies sich auf diesem, für ihn neuen Parkett, ebenso geschickt wie bei seinen sonstigen Aktivitäten. Leicht und locker musizierte das Collegium eingangs Antonio Vivaldis Sinfonia in e-Moll und danach mit der 12-jährigen Katharina Freitag John Bastons Konzert für Blockflöte und Streichorchester, bei dem die Musikschülerin technisches und musikalisches Können bewies. Nach den zügig und temperamentvoll gespielten Ausschnitten aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Entführung aus dem Serail“ folgten Szenen aus Operetten, die der zweiten Solistin des Abends, der Leipziger Sängerin Birgit Wesolek, Gelegenheit gaben, ihren schönen Sopran mit seinem bis in die Höhe weichen Timbre und ihre exzellente Artikulation vorzustellen. Bekannte Arien wie Paul Linckes „Schlösser, die im Monde liegen“, aus Karl Zellers „Vogelhändler“ oder auch das „Vilja-Lied“ sang sie mit großem Liebreiz und ohne übertriebene Gestik. Das Collegium begleitete sie unterstützend bei ihren musikalischen Vorhaben und bereicherte das Konzert dazwischen mit schwungvoll musizierten Darbietungen von Walzern und Polkas von Johann Strauß und mit weiteren Werken der leichten Muse. Zum Schluss wurde es mit der Musik zu „Miss Marple“ noch kriminell - doch auch dieses Metier beherrschte das Greizer Liebhaberorchester glänzend. „So ein Konzert könnte es jeden Sonntag geben“ sagte ein Besucher beim Abstieg in die Stadt. Gern, aber möglichst an einem geeigneteren Ort. |
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Reaktionstest beim Überschlag nicht einfach
„Sicher unterwegs“ auf dem Greizer Markt Von Peter Reichardt Greiz. Unter dem Motto „Sicher unterwegs in Thüringen“ hatte die Kreisverkehrswacht Greiz am Sonnabend in Verbindung mit der Landesverkehrswacht Thüringen, dem Thüringer Ministerium für Bau und Verkehr und der Polizeiinspektion Greiz eine Aktionsmeile auf dem Greizer Markt aufgebaut, an der Reaktionsschnelligkeit und Reaktionsvermögen getestet wurden. Frappierend, wie der Blick durch die Brille aussieht, die das Sehvermögen bei 1,3 Promille Alkohol im Blut demonstriert. Wie komme ich nach einem Überschlag aus dem Auto? Im Überschlagsimulator der Verkehrswacht Erfurt konnte man das praktisch ausprobieren und manch einer der Probanden schwitzte ganz schön, als er kopfüber aus dem Auto krabbelte. Die PI Greiz war mit einem Informationsmobil vor Ort. Zu Fragen der Sicherheit, insbesondere für ältere Bürger, des Umganges mit Gewalt und Drogen, der Internetsicherheit konnte man sich umfassend beraten lassen. Das eigene Fahrrad konnte man sich codieren lassen und es damit Langfingern schwerer machen. Reaktionsund Bremsteste mit Pkw, Motorrad und Fahrrad waren dicht umlagert und verblüfften manchen der Probanden. Besonders Jugendliche und Kinder fühlten sich vom Projekt angesprochen. Schon die Kleinsten waren auf dem Fahrradsimulator mit Eifer dabei, ihre Reaktionen zu testen, ganz zu schweigen von den Jugendlichen und Erwachsenen auf Motorrad und Auto. Aber auch die Zukunft der mobilen Beweglichkeit mit Elektrofahrzeugen war zu sehen, tauchten doch zwei junge Männer mit je einem derartigen Fahrzeug zwischen den Besuchern des Greizer Park- und Schlossfestes auf und bewegten sich mit bewunderswertem Geschick zwischen ihnen hindurch.
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Partystimmung mit Salsa und Samba
Jüngste Tänzer mit Bonbons belohnt Von Silke Groß Greiz. Nur allzu gern ließen sich die Gäste des Park- und Schlossfestes vom Rhythmus anstecken, den die Salsa-Party auf der Bühne am Marktplatz vorgab. Zum Tanzmarathon von 17 bis 1 Uhr eingeladen wurde hier von Organisator Björn Friedrich aus Teichwolframsdorf und seinen tanzwütigen Freunden. Den Auftakt gestalteten Kinder mit einer Miniperformance, der ein Tanzund Rhythmusworkshop voraus gegangen war. Zur Belohnung für die jüngsten Tänzer gab es Süßigkeiten, die - nach lateinamerikanischer Tradition an das Zuckertütenfest angelehnt - in Pappmaché-Kugeln in den Bäumen hingen. Diese mussten mit verbundenen Augen und mit Hilfe eines Stockes gefunden und zerschlagen werden. Die Greizer Pascal, Maurice und Max zeigten ordentlich Schlagkraft und jeweils drei Kilo Bonbons und Schokoriegel fielen aus den lustig bunten Behältern. Dann wurde es für die Erwachsenen ernst auf dem Tanzparkett des Greizer Marktes. Für alle Interessierten wurden in einem Crashkurs die Bewegungsabläufe der aus den afrobrasilianischen Volkstänzen hervorgegangenen modernen Gesellschaftstänze Salsa und Samba vorgestellt und ausprobiert. Die Musik dazu bot die Liveband „Timbalatin“ und DJ Sascha im Wechsel. Für die Performance aus Tanz, Musik und Rhythmus, gezeigt von den kostümierten Profis in Latin Dance, Cuban Style und L.A. Style, wurde dann die Bühne freigegeben. Applaus verdiente die Rueda de Casino, einer von Paaren im Kreis getanzten Salsaform, wo jeweils eine Person die anschließende Tanzfigur vorgibt. Wie bereits beim Thüringentag fand die Salsa-Party wieder großen Zuspruch. |
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Achterknoten, Schatztruhen und Piraten-Rap
Kinderfest im Schlossgarten begeisterte die Jüngsten Text & Bild Antje-Gesine Marsch Man muss nicht unbedingt auf den Meeren dieser Welt schippern, um ein tolles Piratenfest zu feiern. Das dachte sich auch die Arbeitsgruppe Ferien-und Freizeitgestaltung Greiz, die aus mehreren Trägern der freien Jugendhilfe besteht, und nahm sich dieses Themas an. Achter- und Weberknoten, Palstek und Rundtörn - wer bis dahin nicht wusste, was hinter diesen Begriffen steckt, konnte sich am Sonnabendnachmittag im Schlossgarten in Knotenkunde ausprobieren. "Die Technik haben wir uns anhand einer Anleitung erarbeitet", wie Monika Federer sagte, die versicherte, diese schwierigen Knoten auch knüpfen zu können. Nachdem die Kindertanzgruppe der Greizer Faschingsgesellschaft das Fest mit flotten Rhythmen eröffnet hatte, sorgten Mc Dakks und Ambee aus „Zeule“ mit coolen Hip Hop-Klängen für begeisterte Zuhörer. Auf einem Spaß- und Spielparcour galt es, seine Geschicklichkeit zu testen oder einfach piratenmäßig herumzutollen. Wer es lieber kreativ wollte, fertigte kleine Schatztruhen an, die mit Muscheln und allerlei Glitzer versehen wurden. Sandra will fortan ihre Ketten darin aufbewahren, wie die Siebenjährige ankündigte; die ein Jahr ältere Melanie dagegen plant, das Kästchen ihrer Oma zum Geburtstag zu schenken. Eine bunte Perlenkette kreierten Lisa und Magdalena und legten sich das „Geschmeide“ auch gleich um den Hals. Ihr Wissen über Piraten konnten die Jüngsten bei einem Quiz testen. „Wahnsinn, wie dieses Fest angenommen wurde“, freute sich Monika Federer, die am Nachmittag schon Sorge trug, ob das Material bis zum Abend reichen würde: „Mit den Piraten haben wir einen echten Treffer gelandet.“ |
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“Vorwärts und...“ - wer spielt mit?! Theaterherbst stellt Werkstätten vor Greiz (Schaarschmidt). „Vorwärts und...“, lautet das Motto des XIX. Greizer Theaterherbstes, kündigt der neue künstlerische Leiter des Festivals Nico Dietrich an, und fordert zugleich auf, die Zeile aus dem Brecht-Weillschen „Solidaritätslied“ mit Persönlichem oder Aktuellem zu vervollständigen. „Vorwärts und - jetzt beginnt wieder die Arbeit in den Theaterherbst- Werkstätten“ wäre eine Version, denn am Sonnabend, 26, Juni, stellen die Werkstattleiter ab 15 Uhr im Theater ihre Projekte vor und rufen zum Mitspielen auf. Da ist zunächst einmal das Eröffnungsspektakel, bei dem Tobias Sosinka Regie führen wird. Zugrunde liegt das Brecht/ Weill-Stück „Der Ozeanflug“. Für die erneute Überquerung des Ozeans werden Mitspielende und/oder Mitsingende aller Alters-, Berufs- und Bürgergruppen gesucht. Für die kleinen Bühnenfans hat der Theaterherbst den Schauspieler Kai Meyer engagiert, er leitet die Schauspielwerkstatt für Kinder, die Salman Rushdies wunderschönes Märchenstück „Harun und das Meer der Geschichten“ aufführen wird. Die Schauspielwerkstatt für die Jugendlichen wird von Esther Steinbrecher geleitet. Aber nicht nur mit Jugendlichen, auch mit Senioren will sie in diesem Projekt arbeiten. Das heißt, sie sucht Mitwirkende zwischen 16 und 25 Jahren sowie ab 50 Jahren aufwärts. „Kampf der Generationen“ heißt ihr Projekt. Weitere Werkstätten sind die von Jörg Martin Wagner geleitete Songwriterund Musikerwerkstatt „Fliegen“, oder die von dem Schauspieler und Regisseur Uwe Schmieder geleitete internationale Werkstatt „Die (Hamlet) Maschine arbeitet wieder“, die einen Text von Heiner Müller zur Vorlage hat. Lucian Patermann und Martin Werner leiten die Medienwerkstatt „Greizer Herbstblätter, in Bewegung und mit Ton“, Vera Koch leitet die Gestaltungswerkstatt „Vorwärts und... voll ins Bild“. Sebastian Stolz stellt die Schauspiel-Werkstatt „Antigone is anti gone“ nach Sophokles/ Brecht/Anouilh vor. |
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Biogasanlage noch 2010 ans Netz
Zehntes Hoffest der Teichwolframsdorfer Agrar GmbH mit Blick in die Zukunft Von Kathrin Schulz Teichwolframsdorf (OTZ). Mit dem Blick in die Zukunft begann am Sonnabend das zehnte Hoffest der Teichwolframsdorfer Agrar GmbH auf dem Lerchenberg. Zum einen schob Geschäftsführer Gerd Halbauer die Diskussion um die Gebietsreform für das Kleeblatt im Elstertal - Berga, Teichwolframsdorf, Mohlsdorf - wieder an, andererseits gab er einen Ausblick auf ein weiteres Standbein des landwirtschaftlichen Betriebes, denn auch an der Milchviehanlage Lerchenberg soll noch in diesem Jahr eine Biogasanlage entstehen. Die Pläne dazu liegen zur Genehmigung im Landratsamt Greiz, wie er gegenüber OTZ bestätigte. In die Anlage, die auf eine Leistung von 250 kW ausgelegt ist, investiert das Agrarunternehmen um die 900 000 Euro. Wie die Wärme genutzt werden kann, beispielsweise über Satelliten-Blockheizkraftwerk für Turnhalle, Kulturhaus, Sommerbad und ähnliches, sei noch konkret zu entscheiden. Albrecht Broßmann, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Greiz-Gera, kann aus der Erfahrung der ersten Anlage dieser Art im Landkreis die Teichwolframsdorfer in ihrem Vorhaben nur bestärken. „Wir unterstützen Konzepte innerhalb der Bioenergieregion Thüringer Vogtland“, betont er, „bis 2012, wenn das nächste EEG kommt, auf jeden Fall“. Um zukunftsfähige Gemeindestrukturen ging es im politischen Frühschoppen, zu dem sich die Landwirte neben Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) auch CDU-Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel, seinen Kollegen im Landtag, Horst Krauße, sowie die drei Bürgermeister Wolfgang Herold, Teichwolframsdorf, Christian Häckert, Mohlsdorf und den 1. Beigeordneten aus Berga, Wilhelm Schubert, eingeladen hatten. Schon 2008 beim Hoffest habe man über die Gebietsreform diskutiert. Seither habe es zwar Gespräche, allerdings wenig Fortschritte gegeben, beschreibt Halbauer seinen Eindruck. Vielleicht sollte auch die Struktur der Landgemeinde in die Betrachtungen einbezogen werden, regt er an. Landrätin Martina Schweinsburg erklärt Grundsätzliches: „Die Gemeinden müssen selbst wissen, was sie wollen. Die Zusammenschlüsse müssen von den Einwohnern getragen sein und die neue Gemeinde muss zukunftsfähig sein“. „Die Eingemeindung von Mohlsdorf und Teichwolframsdorf nach Berga wäre ein guter Weg“, schlägt Horst Krauße vor. Thüringenweit wollen sich 24 Gemeinden zusammenschließen. Momentan sei in der Landeskasse auch das Geld dafür noch vorhanden. Doch wie lange noch, das sei angesichts der Haushaltslage fraglich. Bis 2012 soll die Freiwilligkeitsphase aufrecht erhalten werden. Christian Häckert ist sich sicher, es gibt Mehrheiten in Mohlsdorf für die ländliche Option. Er habe kein Problem mit Greiz, aber der ländliche Raum unterscheide sich von städtischen Entwicklungszielen. Im Herbst wolle man auf Bürgerversammlungen weiter diskutieren. „Die angestrebte Verwaltungsgemeinschaft mit den Bürgerbüros ist aus meiner Sicht gut gelaufen“, sagt Wolfgang Herold, „für eine Landgemeinde wär’ noch viel zu klären.“ Während Wilhelm Schubert auf Entscheidungen drängt: „Die Verwaltungsgemeinschaft ist die Verlobung, Zusammenschluss und Eingemeindung wäre die Hochzeit.“ |
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Wettstreit und Spaß in Cossengrün Sport- und Kinderfest in 50. Auflage Cossengrün (j.st.) Nick Reinhold, Leoni Beierlein in der Kindergartengruppe oder Alina Olscher sowie Sebastian Teubel bei den Schülern hießen die Sieger beim Leichtathletik-Sportfest zum 50. Sport- und Kinderfest der VSG 1960 Cossengrün, das am Wochenende auf der Ulrich-Wetzel-Sportanlage stattfand. Bunt und vielfältig war das Programm. Mit Skat ging es los am Freitag: 16 Skatfreunde hatten sich gemeldet, der Sieg ging nach an Tobias Seiler aus Pöllwitz. Er gewann mit 1 395 Punkten vor dem Weißenfelser Fußballtrainer Tobias Otto und dem Arnsgrüner Stefan Schüch. Jürgen Kausch wurde als Achter bester Cossengrüner. Sechs Teams kämpften am ersten Festtag um den Sieg beim Turnier der Freizeitfußballer. Der ging schließlich an das Team „Trockener Hals II“ vor den Cossengrüner Freizeitfußballern und „Trockener Hals I. Straba Plauen wurde Vierter im Turnier der sechs Mannschaften. Jörg Steinbrich leitete die 15 Spiele. Mit den leichtathletischen Wettbewerben wurde traditionell am Sonnabendvormittag das Fest fortgesetzt. Hier traten 43 Teilnehmer aus Cossengrün, Cunsdorf, Görschnitz, Pansdorf, Tremnitz und Leiningen an. Darunter 17 Kindergartenkinder. Zu absolvieren waren Ballwurf, die Älteren stießen die Kugel, 60-/80- Meter-Lauf und Weitsprung. Der Losaer Steffen Rinau gewann mit 62 Punkten schließlich noch das für Jedermann offene Kegeln um die Vereinsmeisterschaft. Zweiter wurde hier Bert Klug (60 Punkte). Mit Männerfußball- Turnier, Musik zur Unterhaltung und Alt-Herren-Turnier ging es am Sonntag weiter. |
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Glückwünsche für biblisches Alter Martha Kölbel feiert ihren 100. Geburtstag Göttendorf (OTZ/M. Hilbert). „Vielen Dank, danke schön“ - Hörbar gerührt klang Martha Kölbel bei der Flut an Glückwünschen, die am Sonntagvormittag über sie hereinbrachen. Ihre Wohnstube war gefüllt mit Menschen, die der Göttendorferin zu ihrem Ehrentag gratulierten. Doch es war nicht irgendein Geburtstag, den Martha Kölbel, feierte, es war der erste dreistellige. „Wir haben im Landkreis Greiz nur etwa zehn bis 15 Hundertjährige“, meinte eine der Gratulantinnen, Landrätin Martina Schweinsburg (CDU), die aus diesem Grund voll bepackt mit Geschenken vorbei schaute. Im Gepäck hatte sie neben Blumen auch einen Briefumschlag: „Ich darf ihnen die besten Glückwünsche von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht übermitteln.“ Auf Schweinsburgs Frage, wie es ihr denn an diesem Geburtstag ginge, meinte die 100- Jährige: „Es geht schon, wenn nur die Augen ein bisschen besser wären.“ Trotz ihres hohen Alters machte die Göttendorferin einen recht aufgeweckten Eindruck. So bemerkte sie mit einem Lächeln: „Ich lass mich heute feiern.“ Aus diesem Anlass waren neben der Landrätin auch der Langenwetzendorfer Bürgermeister Kai Dittmann und Gemeindepfarrer Michael Riedel unter den Gästen. Letzterer war ebenfalls Überbringer von Glückwünschen, in diesem Fall von denen der Landesbischöfin Ilse Junkermann, die Martha Kölbel mit einer Urkunde zu ihrem biblischen Alter gratulierte. Nachdem sich der Ansturm gelegt hatte, nutzte die Jubilarin den Rest des Tages, um im Kreise ihrer zwei Enkel und Urenkel diesen doch nicht ganz so gewöhnlichen Geburtstag zu feiern. |
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Hervorragende Stimmung in Lichtensteinsiedlung Etwa 200 Gäste zur Feier des 77. Bestehens Zeulenroda-Triebes (OTZ/flam). Mit Kaffee, Kuchen und Musik feierten am vergangenen Samstag etwa 200 Lichtensteinsiedler ihr Wohngebiet. Das gibt es bereits seit 77 Jahren. „Heute feiern wir eher im kleinen Kreis. Zum Jubiläum in drei Jahren wird es wieder ein größeres Fest geben“, sagte Peter Gruhner, Bewohner der Lichtensteinsiedlung, der am Wochenende für den Bierausschank zuständig war. Während sich die Kinder auf der Hüpfeburg vergnügen konnten, wurde an anderer Stelle fleißig gekegelt. Dabei gab es als ersten Preis einen Hasen, als zweiten einen Hahn und als dritten eine Taube zu gewinnen. „Alles in allem herrschte eine hervorragende Stimmung. Das Fest wurde sehr gut angenommen“, sagte Peter Gruhner, der selbst bis in die frühen Sonntagmorgenstunden feierte. Im vergangenen Jahr habe das Fest erst nach dem Kaffeetrinken begonnen. „Doch wir haben festgestellt, dass das bei den älteren Besuchern nicht so gut ankam“, sagte Peter Gruhner. Deshalb gab es am Samstag wieder eine große Kaffeetafel, bevor ab 19 Uhr DJ Heintje auflegte und zum Tanzen einlud. |
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"Kunst ist eben auch Käse": Rund 60 Gäste bei Zeulenrodaer Museumsnacht
Ist Kunst Käse oder Käse Kunst? Das war eine Frage neben vielen anderen interessanten Dingen, die es am Freitagabend zur Zeulenrodaer Museumsnacht zu erleben gab. Thomas Stöcker / 21.06.10 / OTZ Zeulenroda-Triebes. Insgesamt war die inzwischen 6. Auflage für die Organisatoren wieder ein Erfolg. Wenngleich sich Ute Arnold, verantwortliche Mitarbeiterin des Museums, gern etwas mehr Besucher gewünscht hätte. Erst weit nach Mitternacht machte sich die Mehrzahl der Besucher auf den Heimweg. Was aber letztlich die schätzungsweise 60 Gäste geboten bekamen, war eine abwechslungsreiche Mischung aus Musik, Ausstellung, Informativem, Satire "Mühlenmord(s)geschichten" und eben der Aufklärung zur Käsekunst. Wenn es nach Helmut Pöschel aus Würchwitz im Altenburger Land geht, ist Käse Kunst und Kunst eben Käse. ,,Wir sind immer der lustigste Stand auf Messen", meinte Helmut Pöschel mit einem verschmitzten Lächeln. Die Vorstellung des Milbenkäses sorgte für Staunen und kulinarisches Entsetzen gleichermaßen. Für viele der Gäste eine mit Unbehagen verbundene Vorstellung, zur angebotenen Verkostung Käse zu genießen, der von lebendigen Milben geradezu befallen ist. Es gab dennoch einige wenige, die kosteten. ,,Er ist herzhaft, würzig und sehr gut", zeigte sich Angelika Rochler aus Pausa vom Geschmack begeistert. Jener Helmut Pöschel war es auch, der zu später Stunde seinen Film über eine Mühlenmordgeschichte mit wahrem Hintergrund aus dem Jahr 1933 vorstellte. Und wie sollte es anders sein: Der Film wurde durch den Verkauf von Milbenkäse finanziert. Über eine finanzielle Unterstützung durfte sich auch das Zeulenrodaer Museum freuen. Dank des charmanten und wortgewandeten Auktionators Rainer Marofke kamen Werke des Künstlers Günther E. Eckhardt und des Fotografen Rudolf Richert (beide aus Zeulenroda) unter den Hammer. Die Versteigerung von schmackhaftem Mühlenbrot rundete die Sache zur Freude des Publikums ab. ,,Ich bin hier gern, es ist immer sehr familiär, man gibt sich viel Mühe und Ausstellung und Musik sind ganz toll man möchte nicht heimgehen", meinte Heidi Gerber aus Zeulenroda. Den Auftakt für die Museumsnacht hatte die Eröffnung der Ausstellung "40 Jahre Fotografie" mit Rudolf Richert gebildet. ,,Seine Bilder sind anders, weil er sich mehr als nur einen Augenblick Zeit nimmt", so Matthias Schinnerling in seiner Laudatio. Für die musikalische Umrahmung an diesen Abend sorgten zum einen der singende Müller alias Hans Knapp von der Knapp-Mühle und "Landluper" aus Plauen. |
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Sommer hält Einzug in Dreieinigkeitskirche
Rund 100 Besucher lauschen Konzert der Musikschule „Fritz Sporn“ Zeulenroda-Triebes (niseki). Die Sommersonne vor der Dreieinigkeitskirche und das Pendant des Sommerkonzerts der Städtischen Musikschule „Fritz Sporn“ im Inneren - das war eine Mischung, die am Samstagabend etwa 100 Besucher zum gut einstündigen Konzert von Musikschülern und Musikschullehrern lockte. Dabei gab es allerhand Abwechslung, denn zu Beginn durften die Gewinner des am vergangenen Sonntag stattgefundenen Karpfenpfeiferwettbewerbs ihr Können zeigen. Der Wettbewerb ist ein intern ausgetragener musikalischen Workshop der Musikschule. „Die Schüler freuen sich, in Gruppen zu spielen, also geben wir ihnen die Möglichkeit“, erklärt Angela Lindner, die am Abend ihrer Mandoline heitere Klänge entlockte. Patrick Richter und Anna Hupfer eröffneten also gemeinsam am Klavier und mit ihrem ersten Platz das Sommerkonzert mit dem Stück „Anthem“ von Daniel Hellbach. In der Gruppe aus Gitarren-, Klarinetten-, Geigen- und Klaviertönen präsentierten Lena Stürmer, Maximilian Seiß, Tizian Koch und Lukas Knödler anschließend ihren zweiten Platz mit dem bekannten Gospelsong „Down by the riverside“. Den dritten Platz teilen sich Emely Focke, Paula Krzykowki, Philipp Kopp, Charleen Gneupel, Ben-Bruno Gensicke, Nils Schröder, Julian Fleischer, Tom und Tobias Nöthlich, Lydia Herbst und Le Ha Chi mit „Scotland the Brave“ und „Die liebenswerte Braut“ (Folklore) mit Ariane Schnurpfeil, Emely Nitsche, Hanna Glaßmann und Tizian Koch. Anschließend zeigten auch die Musikschullehrer, dass sie ihre Bestimmung durch ihre Lehrtätigkeit gefunden haben, denn unter anderem spielten Petra Glassmann und Bernd Röder gemeinsam ein munteres „Ballett“ auf dem Klavier. Albert Thieme, der bescheidene Moderator des Abends und Leiter der Musikschule, begleitete zum Sommerkonzert mit Gitarre und Saxophon. Viel Applaus gab es da beispielsweise beim Duett aus Klavier und Klarinette von Petra Glassmann und Anne Pfau, die mit der „Ungarischen Rapsodie“ von Wilhelm Popp das aufmerksame Publikum entzückten. Am Ende des Programms bedankte sich Albert Thieme mitsamt des Kolleqiums beim Publikum und den Schülern und wünschte einen schönen Sommer. Thieme bat die Gäste auch um eine kleine Spende, „schließlich hatten wir allerhand Ausgaben für den Karpfenpfeiferwettbewerb“, sagte er. Abschließend zum Schuljahr geht es für die Schüler diesen Mittwoch, dank des Fördervereins, ins Plauener Theater. |
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Jens Mauldorf trifft fünf Mal
Fußball, Kreispokal-Endspiel: Niederpöllnitz II bestätigt Favoritenrolle TSG 1861 Hohenleuben BW Niederpöllnitz II 1:7 (0:2) Volker Georgius / 21.06.10 / OTZ Münchenbernsdorf. Der Sechste der 1. Kreisklasse, Hohenleuben, war im Endspiel krasser Außenseiter, auch wenn die Mannschaft im laufenden Pokalwettbewerb mit Großenstein, Zeulenroda II und Braunichswalde drei Kreisligisten ausgeschaltet hatte. Niederpöllnitz II, der Kreisligazweite und Aufsteiger zur Regionalklasse, wurde am Ende der Favoritenrolle mehr als gerecht. Das Finale fand auf der Anlage des SV 1924 Münchenbernsdorf statt und war gut organisiert. Die erste Chance hatte Hohenleuben, Patrick Engelbrecht schoss einen Freistoß aus halblinker Position am kurzen Eck des Niederpöllnitzer Tores vorbei. Die Blau-Weißen erspielten sich nun klare Feldvorteile und hatten eine ganze Reihe guter Tormöglichkeiten. Tashev traf in der 7. Minute aus 20 Metern die Querlatte Der Bulgare brachte Linie ins Niederpöllnitzer Spiel, bot sich immer wieder an und schlug öffnende Pässe. Nach 13 Minuten war es soweit, Christian Böttcher, Torschützenkönig der Kreisliga, schaltete nach einem Freistoß im Strafraum am schnellsten und lenkte den Ball zur Niederpöllnitzer Führung über die Linie. Der Favorit drückte weiter, Meissners Freistoß ging knapp drüber, Mauldorf scheiterte am gut reagierenden Sandy Sengewald im Hohenleubener Tor, Nach einer halben Stunde ließ Niederpöllnitz etwas nach, Hohenleuben kam auf, ohne sich aber klare Torchancen zu erarbeiten. Kurz vor der Pause das zweite Tor für Niederpöllnitz, Jens Mauldorf traf volley und unhaltbar. Nach der Pause verkürzte Hohenleuben sofort mit einem sehr schönen Treffer. Frank Walter zog von der Strafraumgrenze ab und der Ball schlug im Tordreieck ein. Aber schon eine Minute später stellte Niederpöllnitz den alten Abstand wieder her. Jens Mauldorf traf per Kopf und sorgte damit für die Vorentscheidung. Die Gegenwehr der Hohenleubener erlahmte nun etwas. Mitte der 2. Halbzeit erhielt Böttcher sein zweites Tor, er musste aus Nahdistanz nur noch einschieben. In der Schlussviertelstunde war dann Mauldorf nicht mehr zu halten. Zunächst schloss er einen Flankenlauf von Tashev über die rechte Seite mit dem 5:1 ab und war dann noch weitere zwei Mal erfolgreich. Jens Mauldorf schoss damit insgesamt fünf Tore, eine nicht alltägliche Quote für ein Pokalendspiel. Die Hohenleubener Abwehr konnte vor allem in der 2. Halbzeit die Niederpöllnitzer Offensivabteilung nicht stoppen, denn Mauldorf und Böttcher erzielten alle sieben Treffer der Blau-Weißen. Bei der durch den KFA-Vorsitzenden Dieter Köbke vorgenommenen Siegerehrung erhielten auch die tapfer kämpfenden Hohenleubener viel Beifall. Die Niederpöllnitzer Zweite krönte eine hervorragende Saison nach dem Aufstieg in die Regionalklasse auch noch mit dem Pokalsieg. Hohenleuben: Sengewald Frank Walter Köhler, Maik Walter (42. Rojahn), Marcel Ehrenpfordt (71. Weiser), Groß, Büttner, Michel, Seifert Crammelier, Engelbrecht Niederpöllnitz II: Müller Skujat, Engel, Urban (70. Brendel), Dennler, Grüner (59. Linsel), Tashev, Meissner, Böttcher (69. Wagner), Poser, Mauldorf. SR: Ingo Rohland (Bad Köstritz) Zu.: 200 in Münchenbernsdorf Tore: 0:1 Böttcher (13.), 0:2 Mauldorf (44.), 1:2 Frank Walter (49.), 1:3 Mauldorf (50.), 1:4 Böttcher (66.), 1:5, 1:6, 1:7 Mauldorf (74., 84., 90.) |
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Deutschland wird Weltmeister - bei Mini-WM in Zeulenroda
Tolle Stimmung herrschte am Sonnabend zur Mini-Weltmeisterschaft der D-Junioren. Turnierleiter Klaus Weißflog, der zusammen mit Sven Hädicke und Bernd Heß diese Veranstaltung glänzend vorbereitet hatte, konnte zwölf Mannschaften begrüßen. Klaus Meitner / 20.06.10 / OTZ Zeulenroda. Die weiteste Anreise hatten die Sportfreunde aus Schweinfurt. Betreuer Matthias Paul, dessen Sohn Philipp bei Schweinfurt 05 im Mittelfeld für sein Team präsent war, sprach sich positiv über dieses Turnier aus, das im Rahmen des Jubiläums "100 Jahre Fußball in Zeulenroda" stattfand. Angefeuert wurde der Torhüter des 1. FC Gera (Schweiz), Oliver Schauder, von seinem Opa Peter. Und Oliver zeigte mit einigen gekonnten Paraden, dass er das Talent besitzt, um seinem Vater Andreas nachzueifern. Der stand in den 1980er Jahren im Tor des Bezirksligateams der damaligen BSG Motor Zeulenroda. Absolut spannend ging es in der Vorrundenstaffel 1 zu. Hinter dem klaren Staffelsieger Schweiz (1. FC Gera) entbrannte ein Kampf um den begehrten zweiten Tabellenplatz, der den Einzug ins Halbfinale bedeutete. Am Ende setzte sich Spanien (Schweinfurt II) durch. In der Staffel 2 belegten Australien (Rudolstadt) und Deutschland (FC Motor) die ersten beiden Ränge. Die Spannung war nun auf dem Siedepunkt, es standen die Halbfinal-Begegnungen auf dem Programm. Im ersten Halbfinale besiegte Deutschland (FC Motor) die Spanier (Schweinfurt II) mit 2:0. Mit dem gleichen Ergebnis setzte sich Australien (Rudolstadt) gegen die Eidgenossen aus der Schweiz (1. FC Gera) durch. Platz drei holte die Schweiz nach Neun-Meter-Schießen mit 3:1 gegen Spanien. Dann das große Finale. Kann sich Deutschland für die Vorrunden-Niederlage gegen starke Australier revanchieren? Die Gastgeber waren praktisch Außenseiter, doch von Trainer Andreas Kölling taktisch hervorragend eingestellt, trotzte man dem Favoriten in der regulären Spielzeit ein torloses Unentschieden ab. Nun musste das Neun-Meter-Schießen die Entscheidung bringen. Feldspieler Tom Krahnert im Tor, hielt einen "Neuner". Vinzenc Neudeck und Justin Mehlow verwandelten, damit war das deutsche Team der erste Mini-Weltmeister im Zeulenrodaer Waldstadion. Das Endspiel wurde mit viel Fingerspitzengefühl von Nachwuchsreferee Felix Meinhold geleitet. Eine harmonische Veranstaltung wurde dann noch durch die Siegerehrung gekrönt, die vom Präsidenten des FC Motor, Gerd Wolf, durchgeführt wurde. Es gab für alle Teams Pokale und für jeden Spieler Medaillen und T-Shirts in Farben des Landes, das sie vertraten. |
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21. Juni 2010 /Vogtland-Anzeiger Kleine Frösche - große Feier Hohndorfer Kita "Am Froschteich" feiert 65-jähriges Bestehen mit Festwoche und Kinderfest
Simone Ebermann (l.), Leiterin des Hohndorfer Kindergartens, mit den Kleinen, die in der kommenden Woche ihr großes Jubiläum feiern. Text & Bild Antje-Gesine Marsch Vom Eintritt in das "Rentenalter" ist bei den Kindern und Erzieherinnen der Hohndorfer Kita "Am Froschteich" nichts zu spüren. 65 Jahre besteht die Einrichtung, die schon Generationen von Kindern auf den Weg ins Leben führte. Seit sechs Jahren leitet Simone Ebermann die Kita, nachdem sie schon seit 1998 dort als Erzieherin tätig war. "Wir freuen uns sehr auf die Festwoche", wie Frau Ebermann vorausschaut. Nachdem vorgestern ein Clown die Kinder zum Lachen brachte und die Kleinen am Dienstag die Kletterwand besetzten, wird heute zum Sportfest eingeladen. "Morgen begehen wir dann den Tag des Rückblicks", so die Kita-Leiterin. Eingeladen wurde dazu Irmtraud Jung, die früher den Kindergarten leitete und den innigen Kontakt nie abreißen ließ. Am Freitag sorgt dann ein Puppenspiel im Schattentheater sicher für Begeisterung. Auf den Samstag freuen sich die Kleinen dann am meisten. "Da findet das große Fest mit einem tollen Programm statt", wie Frau Ebermann verrät. 26 Kinder - davon fünf Vorschüler - werden gemeinsam mit ihren Geschwistern, Eltern und Großeltern zu Spiel und Spaß einladen. Ein gemeinsames Kaffeetrinken wird auf den unterhaltsamen Nachmittag einstimmen. Während die Jüngsten sich auf der Hüpfburg austoben, werden die Gäste sicher gut ins Gespräch kommen. Einer der Höhepunkte wird dann der Auftritt der "Froschteich-Muttis" sein, die tänzerisch einiges zu bieten haben. "Im vorigen Jahr führten sie einen Cowboy-Tanz auf, wir sind schon sehr gespannt, was uns am Samstag erwartet", wie Simone Ebermann lächelnd zugibt. Der Luftballonweitflug mit gasgefüllten Ballons, an denen selbstgemalte Zettelchen hängen, wird noch als Geheimnis gehütet. "Das ist eine Überraschung für die Kinder; vielleicht antwortet ja ein Finder auf die Nachrichten", wie die Leiterin hofft. Bedanken möchte sie sich schon jetzt für die Unterstützung durch einheimische Firmen, das Elternaktiv und die Eltern. |
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21. Juni 2010 /Vogtland-Anzeiger Schlosshofspiele würdig zum Leben erweckt
"Die Gänsemagd" sorgt für Furore auf dem Oberen Schloss Antje-Gesine Marsch Wenn kleine und große Zuschauer gleichsam begeistert sind, ist das für die Macher eines Theaterstückes wohl das Größte. Bei der "Gänsemagd", die zum Park-und Schlossfest auf dem Oberen Schloss vier Aufführungen erlebte, ist das der Fall gewesen. Seit Mitte März probten neun Darsteller unter der Regie von Anke Hartmann das Stück, das auch aus ihrer Feder stammt. Der Handlung liegt das gleichnamige Grimmsche Märchen zugrunde, das Hartmann mit humorvollen Texten und rasanten Szenen aufpeppte. Die Mimen brachten mit großer Spielfreude, Textsicherheit und Situationskomik das Stück zur Aufführung. Ob die kleinen Gänse laut schnatternd durch die Gegend zogen, die chinesischen Laufenten mit Witz und Humor durch das Märchen führten oder die Rittersleut‘ zum Turnier antraten – das Stück war in sich stimmig und nicht eine Sekunde stockend. Neben den Hauptdarstellern (Kevin Popp, Tina Weidhaas, Rebecca Ringel, Laura Riedel, Sascha Weidhaas, Petra Walther, Till Hartmann und Elric Popp) brillierte einmal mehr Wilfried Pucher, der als König nicht nur verbal majestätisch einher kam. Die historische Naturbühne als Kulisse bedurfte keiner Requisiten, sondern ließ durch das Spartanische viel Raum für die eigene Phantasie. Auch Pferd Fallada, das punktgenau wieherte, erfreute vor allem die Jüngsten. Zum absoluten Höhepunkt des Spektakels avancierte der Kampf der beiden Rittersleut‘, die mit einer hieb- und stichfesten, aber perfekten Show die Lacher auf ihrer Seite hatten. „Einfach toll“, befanden die Zuschauer – es waren etwa 300 an beiden Tagen – und spendeten herzlichen Applaus. |
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| 21. Juni 2010 /OTZ | ||||||||||
Kurz notiert: |
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Originelle Spendenbox für das Obere Schloss
Eine originelle Spendenbox in Form des Oberen Schlosses übergaben die Mitglieder des Fördervereins Oberes Schloss am Sonnabend an „Schlossherr“ Gerd Grüner, der die Spardose auch gleich fütterte. Die Spendenbox, die Schüler der Euroschule gestaltet haben, wird künftig in der Schlossinformation stehen. Hier beginnen auch die Führungen durch das Obere Schloss, täglich 10 und 14 Uhr. Pfefferspray-Angriff und Handtaschendiebstahl Elf Anzeigen bis zum Sonntagmorgen Greiz (OTZ). Die Polizeiinspektion Greiz begleitete das- Park- und Schlossfest sehr wachsam und kann resümieren, dass es eine größtenteils friedliche Veranstaltung war. Beginnend mit dem Public Viewing zum Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Freitag bis einschließlich Sonntag feierten tausende Greizer und deren Besucher friedlich in der Innenstadt. Der Polizeiinspektion Greiz sind bis zum Sonntagmorgen jedoch auch elf Anzeigen im Rahmen dieser Veranstaltungen bekannt geworden. Dabei handelt es sich um sieben Körperverletzungen, wobei zwei davon als gefährlich eingestuft wurden. In einem Fall verletzte eine Besucherin des Festes eine jugendliche männliche Person mittels Pfefferspray im Gesicht, in dem anderen Fall sprang, nach Zeugenaussage, ein junger Mann dem späteren Opfer von hinten in den Rücken. Weitere fünf Angriffe auf Personen ereigneten sich zumeist in den Abend- und Nachtstunden des 18. und 19. Juni 2010, häufig standen die Beteiligten unter Einfluss von Alkohol. Zeugen sucht die Polizei noch zu einem Handtaschendiebstahl, der sich am Sonnabend gegen 2 Uhr auf dem Westernhagenplatz ereignete. Die Tasche einer jungen Frau wurde zwischenzeitlich in der Touristinformation abgegeben, von zwei Handys und einer Digitalkamera, die sich darin befunden haben, fehlt allerdings noch jede Spur. Karikatur des Tages
Thüringen-Rundfahrt am Sonntag durch den Landkreis Greiz
Kräftig in die Pedale treten mussten die Teilnehmer der Internationalen Thüringen-Rundfahrt gestern am Gommlaer Berg. Die dortige einzige Bergwertung der Abschlussetappe konnte Michael Vink (Neuseeland) vor Loic Desriac (Frankreich) und Nicolaj Olesen (Team Concordia Forsikring) für sich entscheiden. |
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