19. Juni 2010 /OTZ

Samba, Strand und Schlossfest

Mit einem Hammerschlag war der Zapfhahn im Fass und der Greizer Bürgermeister Gerd Grüner konnte sich erhobenen Hauptes und in trockener Kleidung um das Ausschenken des Freibiers zur Eröffnung des diesjährigen Park- und Schlossfestes kümmern.
Mit einem Hammerschlag war der Zapfhahn im Fass und der Greizer
Bürgermeister Gerd Grüner konnte sich erhobenen Hauptes und in
trockener Kleidung um das Ausschenken des Freibiers zur Er-
öffnung des diesjährigen Park- und Schlossfestes kümmern.
Foto: Marcel Hilbert

Bürgermeister erledigt Fassbieranstich zur Eröffnung des Stadtfestes mit einem Schlag

Von Susann Grunert Greiz (OTZ).

Für die Fußballfans in Schwarz-Rot-Gold war der gestrige Startschuss ins Greizer Park- und Schlossfest natürlich kein ungetrübter. Doch was hilft besser, den Frust über die Niederlage von Jogis Elf zu besiegen, als sich von einem bunten Festprogramm unterhalten zu lassen. Von dem wurde zum gestrigen Auftakt der insgesamt dreitägigen Festivitäten schon allerhand aufgeboten. Premiere feierte die Strandbar der pm- Lounge, in der es sich Rico und Jan mit einem bunten Cocktail im Liegestuhl gemütlich gemacht hatten. „Jetzt fehlt nur noch die Sonne“, meinten die beiden, denen die Idee vom Strandfeeling in Greiz richtig gut gefiel. Das freute natürlich auch pm-Lounge-Chef Patrick Kießling: „Die Idee wird gut angenommen.“ An Sommer, Strand und Sonnenschein wurde man ungewöhnlicherweise auch zum Konzert mit dem Polizeimusikkorps erinnert. Denn die hatten zur Eröffnung des Festreigens im Schlossgarten einen kessen „Samba de Aida“ in ihrem Repertoire. Doch schon vor dem offiziellen Beginn begann das bunte Treiben in der Greizer Innenstadt. Reichlich schwindlig wurde es sicherlich der kleinen Marie-Chantal. Als eine der ersten versuchte sie sich am Bull Riding vor dem El Cabana. „Das ist schon ganz schön schwer“, stöhnte die junge Festbesucherin. Doch auch nach mehreren Abwürfen hatte sie tapfer immer wieder „aufgesattelt“. „Wir finden es super, dass der Termin fürs Stadtfest mal nicht mit dem Plauener Spitzenfest zusammenfällt“, freute sich ein Besucher auf dem Westernhagenplatz. Dort herrschte mit Fahrgeschäften und zahlreichen Buden heiteres Rummeltreiben. Probesitzen und -fahren war das Gebot der Stunde zur Skoda Road Show auf dem Puschkinplatz. Wer den Weg zum Oberen Schloss erklomm, konnte zum Mittelaltermarkt alte

Handwerkskünste bestaunen. Markttreiben war am Nachmittag auch rund um den Kirchplatz angesagt, wo vor allem Kulinarisches lockte, das sich mindestens so vielfältig präsentierte, wie Nationen zur WM in Südafrika auflaufen. Als Höhepunkt des ersten Tages zählt natürlich auch immer der traditionelle Fassbieranstich des Greizer Bürgermeisters. Die gingen für die meisten Beteiligten in der Vergangenheit wohl oft eher feucht als fröhlich über die Bühne, anders ist das Zögern von Stadtmarketing-Geschäftsführerin Ines Wartenberg nicht zu erklären, die dieses Jahr die Assistenz zum Fassanstich ablehnte. Doch Gerd Grüner strafte alle Spötter Lüge, nahm Maß und konnte schon nach einem gezielten Hammerschlag Freibier an die Greizer verteilen.

Shuttle zum Oberen Schloss eingerichtet

Abfahrt Parkplatz Hohe Gasse

Greiz (OTZ).

Um die Veranstaltungen auf dem Oberen Schloss auch für Personen mit einer Gehbehinderung zu ermöglichen, hat sich der Stadtmarketing Greiz e.V. in Abstimmung mit der Stadtverwaltung, der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei entschlossen, einen Fahrdienst zu bestimmten Zeiten einzurichten. Die Rettungsambulanz Sommerfeld und Fritzsche wird mit einem Fahrzeug, welches auch Rollstühle transportieren kann, die gehbehinderten Personen zum Oberen Schloss gegen Entgelt fahren. Für den Zustieg wird eine Haltestelle am Parkplatz Hohe Gasse eingerichtet. Das Fahrzeug hält am Oberen Schloss vor dem Torhaus und am Aufgang zum Schanzengarten. Folgende Fahrzeiten sind vorgesehen: Am Sonnabend zwischen 13 Uhr und 13.30 Uhr Abfahrt nach Bedarf ab Hohe Gasse; letzte Rückfahrt vom Schloss um 16 Uhr. Abfahrt des Shuttle erneut von 16.30 Uhr bis 17 Uhr ab Hohe Gasse und letzte Rückfahrt um 18.30 Uhr ab Oberes Schloss. Am Sonntag fährt der Shuttle zwischen 19 Uhr und 19.30 Uhr ab Parkplatz Hohe Gasse; letzte Rückfahrt um 22 Uhr ab Oberes Schloss.

Worauf freuen Sie sich am meisten zum Stadtfest?

Roswitha Blum, Greiz:
Ich freue mich auf den Auftritt der „El Dorados“ heute Abend in der Baderei. Zu deren Musik habe ich schon getanzt, als ich 20 war. Auch auf den Festumzug bin ich gespannt.

Kurt Kretzschmar, Mylau:
Zu den Höhepunkten des Festes, auf die ich mich am meisten freue, gehört auf alle Fälle der Festumzug am Sonntag. Auch der Schlossfolk im Unteren Schloss interessiert mich.


Ich bin gebürtiger Greizer, wohne aber jetzt in Österreich und bin heute leider den letzten Tag zu Besuch hier. Aber ich freue mich, dass die Greizer so ein schönes Stadtfest feiern.

Marie Brachmann, Gera:
Ich bin zum ersten Mal in Greiz zum Park- und Schlossfest. Bisher gefällt mir das Trampolinspringen am besten. Das habe ich schon zwei Mal gemacht.

Umfrage: Susann Grunert


19. Juni 2010 /OTZ

Meine Woche

Banges Hoffen

Von Kathrin Schulz

Eine hektische Juni-Woche war das: Über zwei Einzugstermine konnten wir uns freuen. Die Gemeinschaft „Wohnen 55plus“ könnte, so alles klappt, das Weihnachtsfest 2010 in ihrer Stadtvilla in der Neustadt feiern, während die Vogtlandhalle ein Vierteljahr später - im März 2011 - mit den Einweihungsfeierlichkeiten rechnet. Vorfreude gibt es hier wie da - mal sehen, ob der Zieleinlauf auch so klappt. Banges Hoffen dagegen bei der Belegschaft der EFA Elektroanlagenbau und -service GmbH, wo 80 Mitarbeiter um ihren Broterwerb bangen müssen. Der vorläufige Insolvenzverwalter will sehen, dass es auf den Baustellen weiter geht und setzt auf Ursachenforschung in der Krise. Ein Verlust an Arbeitsplätzen in dieser Größenordnung, das kann sich die Stadt und die Region einfach nicht leisten. Frust ganz anderer Art beschäftigt den Teichwolframsdorfer Gemeinderat. Am maroden Verkehrsschild, das Karin Müller auf den Ratstisch legte, macht sich manches Versäumnis fest. An Informationen fehlt’s zudem. Und wer im Internet Satzungen oder Amtsblätter einsehen will, stürzt regelmäßig ab oder scheitert an der „Aktualität“, das neueste Amtsblatt soll vom März sein. „Das ist nichts, das geht so nicht“, mahnt Jürgen Reinhardt auch hier Verbesserungen an. Neben dem ersten Verdruss sind diese klaren Worte eine Chance, ein erster Schritt aus der Vertrauenskrise.


19. Juni 2010 /OTZ

Sängerquartett auf Grönland-Fahrt

Klaus Bender (2. von rechts), Frieder Pampel (3. von links), Bernhard Blase (links) und Klaus-Dieter Jung (2. von links) mit ihren Gastgebern Uta (3. von rechts) und Ingo Wolff (rechts) vor dem Restaurant H8.
Klaus Bender (2. von rechts), Frieder Pampel (3. von links),
Bernhard Blase (links) und Klaus-Dieter Jung (2. von links) mit
ihren Gastgebern Uta (3. von rechts) und Ingo Wolff (rechts)
vor dem Restaurant H8.
Foto: privat
Blick auf das malerische Rodebay mit dem H8.
Blick auf das malerische Rodebay mit dem H8.
Foto: privat

Dem weitgereisteten Sänger des Mohlsdorfer Männerchores auf der Spur

Von Kathrin Schulz Mohlsdorf/Rodebay (OTZ).

„Unser weitgereistester Sänger ist ein Grönländer“. Die Mohlsdorfer Sänger im über 35-köpfigen Männerchor können das mit Fug und Recht behaupten. Denn Ingo Wolff, gebürtiger Mohlsdorfer, der auch in Berga noch eine Wohnung sein eigen nennt, ist vor 13 Jahren mit seiner Frau Uta nach Grönland ausgewandert. Dort betreiben sie in Rodebay, einem kleinen Fischerdorf mit genau 42 Einwohnern und um die 250 Hunden, das „H 8“ - ein uriges Speicherrestaurant, wo Uta Wolff leckere Walfleischroulade oder Robbenfleisch a la Sauerbraten auftischt. Schon seit einigen Jahren lädt Ingo Wolff, wenn er auf „Thüringenurlaub“ zwischen November und Februar regelmäßig freitags die Singstunde bei Pampels im Gasthaus „Zum kühlen Morgen“ ansteuert, seinen Chor nach Grönland ein. „Und in diesem Jahr“, so erzählt Vorstandsmitglied Klaus Bender, „hat es geklappt. Ich habe die Sache in die Hand genommen, Ingo hat bei der Organisation ,der Reise unterstützt.“ Kurz und gut: Vom 6. bis 14. ,Juni reisten vier Sänger aus dem thüringischen Mohlsdorf ,nach Rodebay auf Grönland, um in die Welt der Mitternachtssonne ,und des Polarlichts, der Eisberge und bizarren Fjorde einzutauchen. Mit der Vogtlandbahn ging es für Klaus Bender, Frieder Pampel, Bernhard Blase und Klaus-Dieter Jung ab Reichenbach nach Berlin. Vom Flughafen Tegel per Flieger nach Kopenhagen, wo eine Übernachtungspause eingelegt wurde. Weiter nach Kangerlussnaq und nach Ilulissat, dessen Wanderheim von Ingo Wolffs Freund Uli geleitet wird. Auch Uli ist Bergaer und bereits seit acht Jahren in Grönland. Er brachte das Sänger- Quartett aus Mohlsdorf per Schiff nach Rodebay, wo sie nach gut zwei Tagen Reise herzlich von den Wolffs empfangen worden sind. „Es gab eine bombige Fischplatte zur Begrüßung“, erinnert sich Klaus Bender. „Mit Robbe, geräuchertem Walfleisch, Heilbutt und Rotbarsch“. Besonders beeindruckt waren die Thüringer auch von den kleinen Amasatten, kleine Lachse, die im Juni mit dem Kescher gefangen werden. „30 Kilogramm holen die Männer locker in fünf Minuten aus dem Wasser“, erzählt Klaus Bender. Im Winter werden die Fische auch getrocknet als Hundefutter verwendet, hat er erfahren. Vier Monate, von Anfang Mai bis Ende August, geht hier die Sonne nicht unter. „Für uns gewöhnungsbedürftig, Schlaf zu finden“. Umso beeindruckender waren die Wanderungen in dieser einzigartigen Natur, aber auch die Schlauchbootfahrt mit Ingo und Uta auf eine einsame Insel zum Grillen. Neben Schweinerippchen und anderen leckeren Sachen hatte Frau Wolff für ihre Gäste aus Mohlsdorf eine besondere Delikatesse parat: Die letzten acht Roster, die sie selbst aus Rentierfleisch und Naturdarm, den sie aus Kahmer mit nach Grönland gebracht hatte, zauberte. Ihr hausgebackener Kuchen ist im Restaurant ebenfalls ganz besonders beliebt. Es sind die Momente der Herzlichkeit, aber auch der Stille, die in Erinnerung bleiben, ist sich Klaus Bender sicher. Von Ilulissat aus stand noch eine Entdeckertour zu gigantischen Eisbergen auf dem Programm. Und weil an jenem Sonntag im Juni in der dortigen Kirche Konfirmation gefeiert wurde, hatten die Mohlsdorfer die seltene Gelegenheit, die historischen Trachten der Grönländer zu sehen. Übrigens: Während im Juni die Temperaturen zwischen 8 und 15 Grad lagen, sei der Mai wärmer gewesen als in unserer Region. Natürlich dankte das sangesfreudige Quartett seinen Gastgebern in Rodebay mit einem Ständchen. „Brüder, eh’ wir scheiden“ ließen sie vom Fischerboot aus erklingen. Im September wird es ein Wiedersehen in Thüringen geben. „Am 10. September“, so Klaus Bender, „sollen wir schon mal einen Stuhl mehr hinstellen zur Singstunde im „Kühlen Morgen“ - für unseren 1. Bass.


19. Juni 2010 /OTZ

6310 Euro aus Fördertopf Kultur freigegeben

Ausschuss für Tourismus, Kultur und Soziales schöpft städtische Mittel aus

Greiz (OTZ/-lz).

Einstimmig gaben die Mitglieder des Ausschusses für Tourismus, Kultur und Soziales in ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstag insgesamt 6310 Euro aus dem städtischen Fördertopf für Kultur frei. 2300 Euro davon gehen an den Verein EigenArt für den gegenwärtig laufenden Schlossfolk. Für ein interkulturelles Integrationsprojekt im Jugendclub Spektrum, das im August geplant ist, erhält der Jugendverein „Römer“ einen Zuschuss von 680 Euro. Je 1500 Euro Fördermittel wurden den Greizer Schlosshofspielen auf Antrag des Theaterfördervereins für die Aufführung der „Gänsemagd“ und dem Oskar-Sala-Projekt „Musik zum selber bauen“ zugesprochen. Und 330 Euro erhält der Paul-Dessau-Chor als Zuschuss für die Fahrtkosten zum Weihnachtssingen nach Bad Homburg.


19. Juni 2010 /OTZ

Zuwachs für Trophäenschrank

Gernot Trommer überreicht Pia Eichhorn und ihren Schülern den Wanderpokal.
Gernot Trommer überreicht Pia Eichhorn und ihren Schülern
den Wanderpokal.
Foto: Marcel Hilbert

Lessingschüler gewinnen zum vierten Mal in Folge den Barmer-Cup im Schwimmen

Greiz (OTZ/M. Hilbert).

Um seinen Nachwuchs braucht sich die Schwimmstadt Greiz keine Sorgen zu machen. Während im aktiven Bereich der 1. Schwimmklub Greiz immer wieder von sich reden macht, konnten auch die nichtaktiven Greizer Schwimmer am Freitag wieder eine Trophäe in Empfang nehmen. Zum vierten Mal in Folge gewann die Greizer Lessingschule mit ihren Schülern den Barmer-Cup für Schulen im Landkreis. Dabei setzten sie sich bereits am Montag im Zeulenrodaer Tropenbad Waikiki gegen die Zeulenrodaer Gymnasiasten und Schüler der Friedrich-Solle-Regelschule durch. Gestern bekamen die Lessingschüler den Wanderpokal von Gernot Trommer, dem Bezirksgeschäftsführer der Barmer GEK überreicht. Den ersten Pokal durften sie nach drei Siegen in Folge bereits in die eigene Auszeichnungsvitrine stellen. Sportlehrerin Pia Eichhorn freut sich über die erneut gute Leistung ihrer Hobby-Schwimmer: „Wir konnten fünf der bisher acht Barmer-Cups gewinnen.“ Mit insgesamt 27 Jungsportlern der fünften bis siebten Klassen war die Greizer Regelschule am Start. Geschwommen wurden im Einzel 50 Meter Brust und Kraulen, sowie pro Klassenstufe in einer gemischten 4x50-Meter-Freistil-Staffel. „Trotz geringerer Beteiligung in diesem Jahr war es in der Gesamtwertung knapper als sonst“, meint Eichhorn. Auch Gernot Trommer ist trotz nur dreier teilnehmender Schulen mit dem Wettkampf zufrieden: „Der Barmer-Cup ist und bleibt eine gute Art, die Kinder schon früh an den Wettkampfsport zu führen.“


19. Juni 2010 /OTZ

Zwischen Rampensau und Staatsschauspieler

Armin Rohde auf der Greizer Bühne.
Armin Rohde auf der
Greizer Bühne.
Foto: Karsten
Schaarschmidt

Armin Rohde liest in Greiz

Von Karsten Schaarschmidt Greiz.

Basecap, Wildlederjacke, Hemd, ausgefranste Jeans, schwarze Schuhe, über der Schulter hängt eine Kuriertasche. Armin Rohde stürmt auf die Bühne des Greizer Theaters. Hier ist er also, der Typ, den wir aus zahlreichen Film- und Fernsehrollen kennen, in denen er häufig den sympathischen Proleten gibt. Der Schauspieler, bekennender Buddhist, der Jobs vom Postsortierer bis zum Reisebegleiter hinter sich hat, bevor er seine Berufung fand, ist zu Gast beim XXI. Greizer Literaturabend. „Das ist keine Autobiografie, schließlich bin ich noch keine 75“, sagt er über sein Buch „Größenwahn und Lampenfieber“, aus dem er liest. Mütze runter, Jacke aus, Rohde ist quirlig, aber zugleich zielstrebig, aus der Tasche fischt er zwei Exemplare seines Buchs, lässt sich in den bereit stehenden Sessel fallen und legt los. Vom ersten Augenblick an ist der Kontakt zu den Zuhörern vorhanden, da oben auf der Bühne sitzt keine Diva, da ist einer, der festen Bodenkontakt behalten hat. „Zum Star sein habe ich keine Zeit, weil ich arbeiten muss“, wird der 55-Jährige später sagen. Zu diesem Zeitpunkt ist längst klar, Rohde ist ein Besessener, der für seinen Beruf brennt. Schauspielerei, Komik im Besonderen, sei harte Arbeit, widerspricht der an der Essener Folkwang-Schule und der Pierre Bylands Clown-Schule ausgebildete Mime dem Klischee vom Lotterleben eines Bühnen- oder Filmdarstellers. Rohde liest, es sind selbstironische, heitere, Lacher im Publikum garantierende Momentaufnahmen aus seinem Leben; der Kindheit in Wuppertal, als er als Ministrant versuchte, mit seinem Messdienergewand, das Weihrauchfässchen schwenkend, seine Kinderliebe Gabi und Annerose zu beeindrucken; er erzählt, wie er glaubte, seinen kleinen Bruder hypnotisieren zu können. Rohde liest nicht stur Passagen aus seinem Buch, das legt er immer wieder weg, erzählt Anekdoten, von seiner Verehrung für Mario Adorf, von der Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule, von seiner ersten Rolle als Räuber Grimm in Schillers „Die Räuber“ in Bochum, und um die zu demonstrieren, legt er sich rücklings auf den wackeligen Tisch. Überhaupt, was Rohde auf der Greizer Bühne tut, ist keine Lesung, es ist Spiel, fantastisches Schauspiel, das Rohde als ein sympathisches Genie zwischen Rampensau und Staatsschauspieler präsentiert. Doch trotz aller amüsanter Episoden, Rohde wird ernst, wenn es um seinen Beruf geht, schimpft auf manche Scharlatanerie, die in Fernsehen und Film den Zuschauern vorgesetzt wird, auch lässt er seine Zuhörer spüren, dass es Tiefpunkte im Leben gibt. 90 Minuten sind vergangen, Rohde schaut auf die Uhr, er muss los, bittet um Verzeihung, dass er an diesem Abend keine Bücher signieren kann, weil er noch nach Hamburg fahren muss, zum nächsten Dreh. Corina Gutmann, Leiterin der Greizer Bibliothek, die den Abend mit ihrem Team organisiert hat, überreicht eine Rose und eine Flasche Kräuterlikör. „Greiz ist eine Perle“, sagt Rohde noch ins Publikum, „vielleicht komme ich irgendwann einmal wieder, ich werde aber allen erzählen, wie schön die Stadt ist“.
Armin Rohde: „Größenwahn und Lampenfieber“, Rowohlt-Verlag, 12 Euro


19. Juni 2010 /OTZ

Zeulenrodaer Schülerideen: Weißendorf wird Bauerfeind-Town

Elftklässler des Schillergymnasiums beim Abschluss ihrer Projektwoche Jugend denkt Zukunft: Tina Geyer, Michelle Fuchs, Melissa Wachowiak, Maike Kröger und Marie Ehlert (von links).
Elftklässler des Schillergymnasiums beim Abschluss ihrer
Projektwoche "Jugend denkt Zukunft": Tina Geyer, Michelle
Fuchs, Melissa Wachowiak, Maike Kröger und Marie Ehlert
(von links).

Zeulenrodaer Gymnasiasten präsentieren ihre Ergebnisse des Projektes "Jugend denkt Zukunft". Dabei kommen erstaunliche Ideen zutage, wie diese: Um Mitarbeiter zu Höchstleistungen zu stimulieren, werden Düfte angepasst und im gesamten Betrieb eingesetzt. Vielleicht ist das ja die Zukunft.

Ute Flamich / 19.06.10 / OTZ

Zeulenroda-Triebes. "Wohlfühlen steht bei uns absolut im Mittelpunkt", sagt Maike Kröger, Chefin des Innovationsunternehmens "Innovell Quinta", das ein Tochterunternehmen der Bauerfeind AG ist. Gemeinsam mit einem Team von vier weiteren Zukunftsforscherinnen hat Maike Kröger Strategien entwickelt, wie bis zum Jahr 2020 Mitarbeiter an die Bauerfeind AG gebunden werden können. "Sich am Arbeitsplatz Wohlfühlen fängt bei Düften und Farben an", sagt die Unternehmenschefin und plädiert dafür, dass die Wände der Firma mit Rohren durchzogen werden, damit jeder in seinem Büro individuell wählen kann, ob es beispielsweise nach Beere oder nach Vanille riecht. Für größere Räume soll ein universeller Duft eingesetzt werden. Die Wandfarbe beige sei vorteilhaft, die Lampenfarbe frei wählbar, bei den Möbeln könne man sich als Mitarbeiter zwischen Weiß, Nussbaum und Birke entscheiden. All das stärke die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit der Mitarbeiter. Zusätzlich erkundige sich "Astrid", ein Computersystem, nach dem Wohlbefinden der Mitarbeiter und helfe bei Fragen rund um den Computer aus. Ein Unternehmenssportfest soll eingeführt werden, genauso wie Pendler-Wohnungen und Aktivdörfer. In letzteren wird beispielsweise Kinderbetreuung angeboten. So gut einige Ideen der Firma "Innovell Quinta" auch sind so fiktiv sind sie auch, entstanden im Rahmen des Rollenspiels "Jugend denkt Zukunft". Als Tochterunternehmer stellen die Schüler ihre Produkte oder Dienstleistungen vor, als Pressevertreter, Forschungsinstitut und Öffentlichkeit hinterfragen sie diese Innovationen kritisch. Beteiligt haben sich daran 26 Gymnasiasten des Zeulenrodaer Friedrich-Schiller-Gymnasiums während einer Projektwoche. Die ging gestern, mit der Präsentation der Ideen vor Lehrern und Mitarbeitern des Bio-Seehotels, im Bio-Seehotel zu Ende. Beratungslehrerin am Gymnasium, Ute Lips, ist stolz auf ihre Schüler. "Manche sind regelrecht über sich hinausgewachsen", sagt sie und betont, dass vor allem das Präsentieren, das Freisprechen vor einem größeren Publikum, geübt werden sollte. Einen besonderen Dank spricht sie der Bauerfeind AG aus, die "die Jugend in unserer Region nicht vergisst". Die Bauerfeind AG war es schließlich, die den Schülern die Durchführung des Projektes "Jugend denkt Zukunft" im Unternehmen ermöglichte. So waren gestern auch einige Mitarbeiter der Bauerfeind AG anwesend, als die Schüler ihre Projekte präsentierten. "Ich war sehr aufgeregt, bin aber mit unserer Präsentation sehr zufrieden", sagt Maximilian, der sich als Pressesprecher und Marketingexperte des Unternehmens "Human" ausprobierte. Die Firma setzt auf "Menschlichkeit statt Profit" und will für alle Mitarbeiter Sportstunden einführen, je nach Alter. Auch Leistungstests sollten durchgeführt werden, an deren Ende Prämien und sogar ein "Weiterbildungsurlaub" stehen kann. Die dritte Firma, "Bauerfinder", rechnet mit einem starken Boom und plant, 2020 Weißendorf aufzukaufen und zu Bauerfeind-Town umzufunktionieren.
www.jugend-denkt-zukunft.de


19. Juni 2010 /OTZ

Meine Woche

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s.beikirch@otz.de.

Schön aufpassen!

Von Steffen Beikirch

OTZ-Leser sind pfiffig und gehen mit wachem Blick durchs Leben. Dafür gab es diese Woche gleich mehrere Beweise. „Was soll denn das?“ wunderten sich etwa zwei Zeulenrodaer Ruheständler, als eine Geraer Firma am Dienstag auf dem Markt die Blumenkübel goss. Hatten sie doch erst vor ein paar Tagen in der Zeitung gelesen, dass der städtische Bauhof mehr Aufträge braucht. Und nun sowas. Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) sorgte auf Nachfrage rasch für Aufklärung. Alles korrekt, erklärte das Stadtoberhaupt. Die Geraer Firma habe im Zuge der Ausschreibungen voriges Jahr den Zuschlag für die Pflanzungen bekommen. „Sobald die Gewährleistungsfristen durch sind - je nach Leistung zwischen ein und drei Jahren -, wird die weitere Pflege sicherlich der Eigenbetrieb Bauhof übernehmen.“ Der zweite Hinweis eines Zeulenrodaer Lesers betraf eine allseits bekannte Institution, die schon zum Jahresende für Aufregung sorgte. Weil sie nämlich vor der Schließung stand. „Am Monatsende läuft doch die Übergangslösung für die Kontaktstelle für Hilfesuchende aus“, gab der Mann seiner Heimatzeitung einen Tipp. Auch hier haben wir nachgefragt und unkompliziert Antwort vom Rathauschef erhalten. Knapp zwar, aber echt erfreulich: „In Abstimmung mit dem Leistungserbringer und dem Parlament wird das Vertragsverhältnis zur Betreibung der Kontaktstelle und der Seniorenbetreuung bis zum 31. Dezember 2010 weitergeführt.“ Im Klartext: Es gibt zwar keinen Stadtratsbeschluss, aber die Absprache, dass das DRK weiter machen darf. Monika Glasik von der Kontaktstelle hat also ein weiteres halbes Jahr Zeit für die Sorgen und Nöte der Menschen. Und auch der Seniorentreff an der Solle-Regelschule steht nicht vorm Aus. Gewundert hat man sich diese Woche in Auma. Und zwar über unseren Unfallbericht, der schon vorigen Samstag im Blatt war. „In der Kurve frontal gegen Hauswand“ informierten wir über den Crash eines jungen Mannes und seiner Beifahrerin. „Schwer verletzt?“ fragte eine Aumaerin gestern am Telefon, wie wir denn darauf kämen. Der junge Mann sei noch am selben Wochenende aufrechten Ganges gesichtet worden. Schon raunen sich die Aumschen zu, dass wir wohl der Bild-Zeitung nacheifern wollen. Wollen wir nicht. Wir hatten diese Information von der Polizei. Und hakten gestern nochmal nach: Als schwer verletzt gilt man nach einem Unfall schon dann, wenn man mindestens 24 Stunden im Krankenhaus bleiben muss. Und sei es nur zur Beobachtung wegen des Verdachts auf eine Gehirnerschütterung. Wieder was gelernt.


19. Juni 2010 /OTZ

Nachdenkliches zum Wochenende

Pastor Reinhard Jurke
Pastor Reinhard Jurke

Tankstellen gesucht

Von Pastor Reinhard Jurke,Greiz

Das Thema „Energie“ ist in aller Munde. Ob es um den Golf von Mexiko geht oder um die persönliche Tankrechnung. Oder gibt es auch eine persönliche Energiekrise? Ja, wir fühlen uns oft genug erschöpft und entmutigt. Die Anforderungen wachsen. Nicht wenige haben das Gefühl, dass es immer mehr wird. Und wir fragen: Wo tanke ich auf? Wo ist meine persönliche nachhaltige, unerschöpfliche Energiequelle? Gibt es sie überhaupt? In der Energieversorgung eines Landes setzt man auf eine Mischung verschiedener Energieträger. Fossile Stoffe wie Öl, Kohle und Gas sollen durch erneuerbare Energien, wie Erdwärme und Windkraft ergänzt werden. Und auch für die persönliche „Energieversorgung“ stehen uns mehrere Kraftquellen zur Verfügung. Hier gilt: Probieren geht über Studieren. Einige seien genannt: Ernährung und regelmäßige Bewegung, Fernsehpause, Stille, Gebet, der wöchentliche Ruhetag, ermutigende Gemeinschaft mit anderen Menschen. Die stärkste und nachhaltigste Energiequelle für uns ist jedoch der Lebenssinn. Wenn ich weiß, woher ich komme, wozu ich lebe und wohin ich gehe, erhalte ich eine ganz andere Antriebskraft, als wenn ich glaube, dass ich nur ein Zufallsprodukt ohne Bestimmung bin. Ohne Sinn im Leben sind erwähnte Kraftquellen nur Techniken, die eine vorübergehende Entlastung bieten. Wie bekommt unser Leben einen Sinn? Ich bin davon überzeugt, dass dieser nicht in uns selbst liegt, sondern von außen zu uns kommt - uns also verliehen wird. Gott, der Schöpfer dieser Welt hat uns gewollt und ins Leben gerufen. Er liebt uns so, wie wir sind und möchte unserem Leben eine ewig gültige Bedeutung geben. „Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben“ Jesus Christus hat seine Liebe zu uns - und damit zu jedem einzelnen Menschen - dadurch unter Beweis gestellt, dass er sich für uns aufopferte. Manchmal treffe ich Menschen mit einer geringen Selbstachtung. Manche leben unter einer Wolke von Schuld und Scham, fühlen sich wertlos und nutzlos. Wenn sie nur verstehen könnten - und nicht nur rein intellektuell -, welchen Wert sie für Gott haben! Das ist eine entscheidende Wahrheit des christlichen Glaubens: Sie sind Gottes wertvollster Schatz, so, wie Sie sind, mit allen Fehlern und Unzulänglichkeiten.


19. Juni 2010 /OTZ

Anteilskündigung bleibt vorerst noch

Bürgermeister fordert von AWG bessere Zukunftsvorbereitung - Entwicklungskonzept

Triebes (OTZ/St.B.).

Als Gast auf der AWG-Versammlung in Triebes hat Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) auch zur Kündigung der Anteile durch die Doppelstadt vor genau einem Jahr Stellung genommen. Er sagte, er könne dem Stadtrat bis jetzt noch nicht die Aufhebung dieses Beschlusses empfehlen. „Wir haben die Verantwortung, mit den in der AWG eingebrachten zirka eine Million Euro den Erhalt dieses kommunalen Vermögens zu sichern bzw. dieses, wenn möglich zu mehren“, erklärte Steinwachs im Nachgang gegenüber OTZ. Auch wenn der Vorstand eine solide Bilanz habe vorlegen können, gebe es „leider noch keinen konkreten Plan für die selbst erkannten künftigen Sorgen“, wie Überalterung und Bevölkerungsrückgang. Leerstand sei vorprogrammiert, zusätzliche Kosten müssten gedeckelt werden, woraus sich möglicherweise „Nachschusspflichten“ ergeben, die die Stadt wegen ihrer Anteilshöhe besonders treffen. „Wenn nicht klare zukünftige Entwicklungen sehr schnell manifestiert werden, die am Ende mindestens Wertsicherung für die städtische Beteiligung bedeuten, dann wird es schwer werden, den Stadtrat von einer Aufhebung seines Anteilskündigungsbeschlusses zu überzeugen“, meint Steinwachs. Die Stadt habe unterdessen ein Stadtentwicklungskonzept in Auftrag gegeben, das in den nächsten Monaten „allen wohnungswirtschaftlich Beteiligten“ helfen soll, eine gemeinsame Entwicklungslinie auch für Triebes finden zu können. Frank Steinwachs zeigte sich „der festen Überzeugung“, dass man diesen Weg gemeinsam gehen könne, um Sicherheit für zukünftige Entwicklungen zu schaffen. Und dass er dann auch dem Stadtrat die Aufhebung des Beschlusses empfehlen kann.


19. Juni 2010 /OTZ

Investition von 550 000 Euro in Triebeser Neubaugebiet

Blick auf das Triebeser Neubaugebiet, Sitz der AWG Frohe Zukunft.
Blick auf das Triebeser Neubaugebiet, Sitz der AWG
Frohe Zukunft.

Die AWG "Frohe Zukunft" in Triebes plant für die Zukunft ihres Wohnungsbestandes. da werden Instandhaltung, Sanierung und auch Rückbau-Chancen geprüft.

Steffen Beikirch / 19.06.10 / OTZ

Triebes. Kündigungen und Neubezüge halten sich die Waage in der AWG "Frohe Zukunft" Triebes. Von den 695 Wohneinheiten in Triebes, Auma, Pausa, Mühltroff und Hirschberg stehen derzeit 40 leer. Die Quote von 5,7 Prozent ist deshalb fast mit jener von Ende 2008 identisch, berichtete Vorstandschefin Antje Schöne diese Woche zur Mitgliederversammlung. Die Aktion "Junges Wohnen" hat nach ihren Worten gut eingeschlagen. Interessenten bis 30 Jahre können dabei mit erstmal nur vier Geschäftsanteilen Genossenschafter werden. Das brachte der AWG im vergangenen Jahr immerhin 15 neue Mitglieder ein. Was auch ortsansässige Firmen freuen dürfte, denn unter den Neuzugängen sind zwei Azubis von Barat Ceramics aus Auma und ein BA-Student bei Bauerfeind, die der

Antje Schöne, Vorstandschefin der AWG Frohe Zukunft Triebes.
Antje Schöne, Vorstandschefin der
AWG Frohe Zukunft Triebes.

Region dadurch erstmal erhalten bleiben. Im zurückliegenden Jahr hat die AWG 620 000 Euro in den Bestand gesteckt, darunter allein 386 000 Euro nur in Triebes, wo sich mit 370 Wohnungen der Großteil befindet. Das Geld floss in viele kleine Maßnahmen, berichtet Antje Schöne. Ein größerer Brocken war beispielsweise die Dachsanierung in der Schulstraße 20 a-c. Durch die neue Energieeinsparverordnung musste mit rund 85 000 Euro fast das Doppelte einer normalen Dacherneuerung ausgegeben werden, weil die Wärmedämmung wesentlich umfangreicher auszufallen hatte. In absehbarer Zeit zahlt sich das aber für die Mieter aus. Wenn nämlich die Heizkosten spürbar sinken. Weitere Triebeser Maßnahmen waren neue Garagentore, Vorplätze, Pkw-Stellflächen oder auch Container-Einhausungen. In diesem Jahr will die AWG rund 550 000 Euro in die Instandhaltung investieren, aber auch Ideen für die Zukunft in Angriff nehmen. "Die Bevölkerungsentwicklung mit Überalterung und Weggang beschäftigt uns", sagt Schöne. "Wir dürfen nicht nur versuchen, neue Mitglieder zu gewinnen, sondern müssen auch den Älteren das Wohnen in ihren vier Wänden so angenehm wie möglich gestalten." Das geht bei kleinen Umbauten los, die man unkompliziert auf Antrag erledigt. Etwa den Ausbau von Türschwellen, den Einbau von Schiebetüren, die Vergrößerung von Türöffnungen oder den Einbau von ebenerdigen Duschen. Dabei will und kann es die AWG jedoch nicht belassen. Gemeinsam mit dem Planungsbüro Michaela Höhne soll geprüft werden, an welchen Häusern der Anbau von Fahrstühlen möglich wäre. Auch Bestandsreduzierung durch Rückbau soll das Büro jetzt abklären. "Ein Abriss ganzer Blöcke ist für uns aber derzeit kein Thema", bekräftigt Schöne. Eine Lösung auf jeden Fall in diesem Jahr will die AWG für das Fernsehen der Zukunft . "Am 30. April 2012 wird der analoge TV-Empfang abgestellt. Das ist vielen noch gar nicht so bewusst", sagt Schöne. Die AWG sieht nur zwei Möglichkeiten: Entweder selbst die Umrüstung auf digitales TV vornehmen oder sich einen kompetenten Partner suchen. Will man das Fernsehnetz selbst weiter betreiben, müsste beispielsweise in Triebes die Kopfstation im letzten Wohnblock des Gebietes aufgerüstet werden. Anschließend bräuchte man auch in jedem einzelnen Haus ein anderes Leitungsnetz, "Stern statt Baum", erklärt Antje Schöne fachmännisch und meint damit, dass anstelle der bisherigen Verzweigung dann in jede Wohnung eine eigene Leitung gezogen werden muss. Der Investitionsbedarf würde hier bei bis zu 150 000 Euro liegen.


19. Juni 2010 /OTZ

Einmalige Erlebnisse rund um Weidastau

Verpflegung am Aussichtspunkt Grobisch zur Talsperrenwanderung im vorigen Jahr.
Verpflegung am Aussichtspunkt Grobisch zur Talsperrenwanderung
im vorigen Jahr.
Foto: OTZ/Steffen Beikirch

In zwei Wochen steigt die 7. Zeulenrodaer Talsperrenwanderung

Zeulenroda-Triebes (OTZ).

Heute in zwei Wochen findet die 7. Zeulenrodaer Talsperrenwanderung statt. Am Samstag, dem 3. Juli, ist es wieder so weit. Wanderer, Jogger und Walker aus dem ganzen Landkreis Greiz und den angrenzenden Regionen sind aufgerufen, nach Zeulenroda zum Wandern zu kommen. Viel Lob von der riesengroßen Wandergemeinde gab es anlässlich des MDR-Osterspazierganges für die Wege rund um Zeulenroda-Triebes. „Doch wir haben noch mehr zu bieten“, sagt Peter Fleischer vom Organisationsteam der Talsperrenwanderung. Auf der 2009 neu geschaffenen, zertifizierten und auch neu eröffneten Wanderstrecke Rund um die Weidatalsperre“ kommt jeder Wanderer und Naturfreund, Heimatfreund und Spaziergänger auf seine Kosten. Gepflegte Wald- und Wiesenwege, Aussichtspunkte, Blicke auf die Talsperre, Ortsdurchgänge und Stauwerke machen die Teilnahme zu einem einzigartigen Erlebnis. „Es gilt auch für Ostthüringen: Thüringen ist wanderbar“, bekräftigt Peter Fleischer. Unter dem Motto „Let’s go. Jeder Schritt hält fit“ sind nicht nur aktive Wanderer, sondern auch Familien mit Kindern, Sportgruppen, Verbände und Vereine aufgefordert, den gesamten Weg um die Weidatalsperre kennen zu lernen. In gewohnter Weise ist wieder alles vorbereitet, so dass ab 8 Uhr jeder Teilnehmer ganz individuell auf die unterschiedlich markierten Strecken gehen kann. Die Distanzen betragen acht, 14 oder 23 Kilometer. Mehr Informationen gibt es unter Tel.: (036628) 79624.


19. Juni 2010 /OTZ

SG Greiz siegt über Elsterberger BC

SG 1. FC/Chemie Greiz - Elsterberger BC 3:0 (2:0)

Greiz (OTZ/Schlegel).

Seit 2005 hat die Spielgemeinschaft 1.FC/Chemie Greiz alle Begegnungen mit dem Elsterberger BC für sich entscheiden können. Insofern ging der Gastgeber auf der Schaltisinsel als Favorit in das Spiel. Bereits nach fünf Minuten bediente Bauch den in der Mitte lauernden Kasenow mit präziser Flanke, so dass letzterer wenig Mühe hatte aus Nahdistanz zum 1:0 einzunetzen. Greiz hielt das Tempo auch nach dem Führungstreffer hoch und sorgte damit für ständige Torgefahr. So sprang Vogels Schussbereits in der achten Minute vom Innenpfosten zum 2:0 in das von Semrau gehütete Gästetor (8.). Elsterberg, in dieser frühen Spielphase überwiegend mit Abwehrarbeit beschäftigt, tauchte das erste Mal in der 16. Spielminute vor dem Gehäuse von Krieglstein auf. Doch der Kopfball von Steudel ging übers Tor. Nach dem Seitenwechsel kam der EBC besser ins Spiel, ließ jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen. Die nächste Gelegenheit zum Führungsausbau bot sich nach Freistoßentscheidung des gut leitenden Schiri Finna. Jürgen Bauch prüfte in der 51. Minute aus zentraler Position den an diesem Tag gut aufgelegten Elsterberger Keeper. Eine knappe Stunde war gespielt als Vogel Kasenow bediente, der die Kugel zum 3:0-Endstand im Gäste-Tor unterbrachte (59.).

Greiz: J. Krieglstein, Zürnstein (41. Knarr-Schütte), Brettfeld, Ellrich (A. Schlegel), Beyse, Jung, Kühnert, Bauch, Schröck (41. M. Schlegel), Vogel, Kasenow Elsterberg: Semrau, Birken, Streitzig, Richter, U. Krieglstein (41. Kranz), Dietsch, Kreißl, J. Steudel, Damm, Ludwig, J. Beckert.


19. Juni 2010 /OTZ

In Greiz: Blau-Weißer Jubel über Aufstieg

Blau-Weiß 90 Greiz feiert Kreisliga-Aufstieg: Bierdusche für den Trainer.
Blau-Weiß 90 Greiz feiert Kreisliga-Aufstieg: Bierdusche
für den Trainer.

Erst am Boden zerschmettert und dann himmelhoch jauchzend ? durch dieses Wechselbad der Gefühle durchlebten am letzten Spieltag der 1. Kreisklasse auf dem Sportplatz Herrenreuth die Spieler des SV Blau-Weiß 90 Greiz.

Peter Reichardt / 19.06.10 / OTZ

Eine vertrackte Tabellensituation der 1. Kreisklasse ließ nur dem Sieger der Partie gegen Rüdersdorf das Aufstiegsrecht in die Kreisliga. Da war allerdings der neue Beschluss des KFA Greiz zur Auf- und Abstiegsregelung in Verbindung mit der Bildung der Spielgemeinschaft FC Motor Zeulenroda und Triebeser SV noch nicht bekannt. Eine 1:0-Führung der Blau-Weißen ließ hoffen, doch der 1:1-Ausgleich durch Rüdersdorf machte erst einmal alle Hoffnungen zunichte, so dass die Spieler von Blau-Weiß 90 Greiz die Köpfe nach Spielende hängen ließen. Doch dann die erlösenden Worte von Dieter Köbke, Vorsitzender des KFA Greiz, der die Rüdersdorfer Kicker zum Aufstieg in die Kreisliga beglückwünschte und dann Ronny Poltzsch, den Mannschaftskapitän der geknickten Greizer, zu sich rief und ihm ebenfalls die Aufstiegsurkunde übergab. Da gab es auf dem Sportplatz der Herrenreuth kein Halten mehr. Überschwänglich feierten die Blau-Weißen diesen Aufstieg, hatten sie sich doch bereits im Vorfeld dieses Spieles bei ihrem treuen Anhang für die Unterstützung vom Spielfeldrand bedankt. Ein verdienter Aufstieg? Sicher hat die Bildung der SG FC Motor Zeulenroda/Triebeser SV einiges dazu mitgetan. Doch nach der ersten Halbserie der Punktspiele auf Platz fünf der Tabelle und in der zweiten Halbserie zwölf Siege und nur ein Unentschieden einfahren, das will schon was heißen und darf wohl als verdient bezeichnet werden. Noch dazu, da die Greizer in der zweiten Halbserie den Abgang von Felix Körner zu verkraften hatten und Michael Lott durch seinen Auslandseinsatz bei der Bundeswehr kaum zur Verfügung stand. Deshalb auch ein Dank der ersten an die zweite Mannschaft für die immer wieder geleistete personelle Unterstützung, die diesen Erfolg erst möglich machte. Nach der Ferienpause geht es im Juli schon wieder los mit dem Training, will man doch in der Kreisliga bestehen und Fuß fassen. Interessant wird sein wie es Lutz Kohl als Trainer gelingt, die Mannschaft auf die neuen Aufgaben einzustellen. Darüber wird man sich zum Sommerfest des SV Blau-Weiß 90 Greiz, es findet vom 23. bis 25. Juli auf dem Sportplatz Herrenreuth statt, überzeugen können, denn ein Altherren- und ein Männerturnier stehen im Rahmen dieses Sommerfestes auf dem Programm. Höhepunkt der Saisonvorbereitung wird sicher am ersten Augustwochenende das Aufeinandertreffen mit den englischen Gästen von Watford Labour aus London auf dem Sportplatz Herrenreuth sein.

Fotografische Eindrücke von Peter Reichardt -
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19. Juni 2010 /OTZ

Siege von Drechsler und Müller

Thomas Drechsler (l.) siegt vor Sven Thiele.
Thomas Drechsler (l.) siegt vor Sven Thiele.
Foto: R. Peter

Leichtathletik: Vierter Wettbewerb zur Greizer Rangliste

Greiz (OTZ/Peter).

Der 3000-Meter-Lauf am Mittwoch, durchgeführt auf dem Sportplatz der Regelschule Greiz- Pohlitz, war der vierte Wettbewerb innerhalb der Rangliste Greiz 2010. Der LV Einheit Greiz sorgte für einen guten Ablauf und die Auswertung der Veranstaltung. Gleich nach dem Start der insgesamt 18 Teilnehmer bestimmten Thomas Drechsler und Sven Thiele vom RC Schloßbike das Tempo an der Spitze. Dahinter kämpfte eine Dreiergruppe mit Maik Lorenz, Andreas Michael und Torsten Geist um den dritten Platz. Es siegte Drechsler mit 10:28,4 min und fünf Sekunden Vorsprung vor Thiele, und Lorenz sicherte sich in 11:29,1 min den Bronzeplatz. Uwe Höppner, Raimund Krauße und Reinhard Fiedler überzeugten ihren Altersklassen. Bei den Frauen hatte Angela Müller in den Schlussrunden die besseren Kraftreserven und überquerte nach 13:10,9 min zehn Sekunden vor Katrin Bauer den Zielstrich. Gabriele Giegling wurde mit 14:29,5 min Dritte. Die Nachwuchsathleten und der TWG in Greiz hatten dankenswerterweise neue Startnummernsätze erstellt.

Ergebnis des 3000-Meter-Laufes:

Thomas Drechsler 10:28,4 min/1.
M 40, Sven Thiele 10:33,8 min/ 2.
M 40, Maik Lorenz 11:29,1 min/1.
M 30, Andreas Michael 11:35,1 min/1.
M 45, Torsten Geist 11:39,1 min/3.
M 40, Uwe Höppner 12:05,9 min/1.
M 50, Mirko Molder 12:27,8 min/1.
M 35, Stefan Trommer 12:30,1 min/2.
M 50, Raimund Krauße 12:39,3 min/1.
M 70, Reinhard Fiedler 12:47,6 min/ 1.
M 60, Ralf Peters 12:53,3 min/ 4. M 40,
Angela Müller 13:10,9 min/1. W 35,
Katrin Bauer 13:20,8 min/1. W 45, Marco
Oettert 13:41,5 min/ 2. M 35, Gabriele
Giegling 14:29,5 min/ 1. W 50, Ralf
Leonhardt 14:32,3 min/2. M 45, Alexander
Michael 16:08,3 min/ 1. M 10/11,
Klaus Gipser 17:21,3 min / 2. M 70.


19. Juni 2010 /Antje-Gesine Marsch

Komik ist Präzision

Armin Rohde las im Greizer Theater.
Armin Rohde las im Greizer Theater.

oder
Wie mir Armin Rohde mein Paparazzi-Bild versaute

Text & Bild Antje-Gesine Marsch

Armin Rohde ist echt ein cooler Typ. Und das nicht nur, wenn er den schwulen Kellner Horst oder einen korrupten Polizisten mimt. Auch im wahren Leben kauft man ihm seine schnoddrige, aber durchaus liebenswerte Art ab. Am Donnerstagabend war zum traditionellen Greizer Literaturabend, der am Vorabend des Park-und Schlossfestes stattfindet, eine Lesung mit Rohde angesetzt. Als ich nun mit Kamera und Block bestückt in Richtung Theater brauste – wie immer etwas spät – flüsterten mir drei vor dem Musentempel stehende ältere Damen zu, dass der Künstler gerade zu Abend essen würde. „Machen Sie doch ein Foto!“ forderte mich eine davon konspirativ auf. Selbst, als ich ihr erklärte, das sei unanständig, weil man das einfach nicht tut, ließ sie nicht ab, mich dazu überreden zu wollen. Und da ich älteren Menschen gegenüber immer Respekt und Gehorsam walten lasse, ergriff ich nun doch die Möglichkeit, einen der bekanntesten deutschen Schauspieler beim Dinieren zu fotografieren. Ich schlich vorsichtig um die Ecke und nahm mein Zielobjekt aufs Korn, drückte den Auslöser und erstarrte kurz zur Salzsäule, als eine kräftige Männerstimme rief: „So nicht, junge Frau, da sehe ich auf dem Bild ja so klein wie eine Mücke aus!“ Rohde hatte mich mit adlerscharfem und paparazzigeübtem Blick erspäht. Jetzt konnte ich den Spieß nur noch umdrehen, da sich die Restaurantbesitzer bereits köstlich amüsierten. Ich lief also schnellen Schrittes in Richtung des Rufenden, begrüßte Bibo-Chefin Corina Gutmann und deren Mann, schüttelte auch Rohde freundlich die Hand, nicht ohne zu monieren, dass er mir mein Paparazzi-Foto versaut habe. „So viel Prominenz kommt nun auch nicht nach Greiz“, wie auch Frau Gutmann beipflichtete. Na, egal, jedenfalls lehnte sich Rohde lässig zurück und ließ sich von mir ablichten. Die Damen, an denen ich dann strahlend wieder vorbeieilte, hatten sich herrlich ergötzt und lächelten mir freundlich zu. Vergnügen bereitet im Anschluss auch die anderthalbstündige Lesung auf der Theaterbühne. Rohde las aus seinem jüngst erschienen Buch „Größenwahn und Lampenfieber“, nicht ohne die ein oder andere Story aus seinem Schauspielerleben zum Besten zu geben. Ein höchst amüsanter Abend, der allerdings sehr abrupt endete, da der Schauspieler zum Drehtermin nach Hamburg musste. Und da er sich in der Gegend nicht auskennt, wie er zugab, wollte er gern bei Tageslicht noch die Autobahn erreichen. Selbst seinem Navi-Gerät vertraue er nicht, wie er zugab.


19. Juni 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Lizenz zum Schmunzeln - Mario Schuster

Zeichnung:  Mario Schuster
Zeichnung:  Mario Schuster


Karikatur des Tages

Der Ball war rund.
Der Ball war rund.
Zeichnung: OTZ/Bruns


Morgensingen erklingt im Schlossgarten

Zehn Chöre dabei am Sonntagmorgen

Greiz (OTZ).

Über 300 Mitwirkende aus zehn Chören sind am Sonntag, dem 20. Juni, beim traditionellen Morgensingen des „Neuen Reußischen Sängerkreises Greiz“ dabei, das in diesem Jahr erstmals vor der historischen Kulisse des Unteren Schlosses im Greizer Schlossgarten stattfinden wird. Leider konnten die Verantwortlichen des Sängerkreises bei der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten keine Verbündeten finden, die sich dafür einsetzten, dass diese traditionelle Veranstaltungsreihe auch weiterhin vor dem Sommerpalais stattfinden kann. Es sei denn, gegen hohe Gebühren und eine Kaution noch obendrauf, wie der Verein bedauert. Dies kann sich aber der Reußische Sängerkreis, der diese Veranstaltung seit 35 Jahren in Folge, eintrittsfrei für sein Publikum durchführt, nicht leisten. Doch alle Chöre des Sängerkreises haben sich auch für die 35. Veranstaltung vorgenommen, ihr Konzertpublikum ab 9.30 Uhr zu erfreuen. Mit von der Partie sind in diesem Jahr ein Frauenchor, zwei gemischte Chöre, ein Kinderchor und sechs Männerchöre. Für musikalischen Schwung während der Pause werden die „Zwickauer Stadtpfeifer“ mit Dixie, Rag Time und Swing sorgen.


Auftragsvergaben in Mohlsdorf

Mohlsdorf (OTZ).

Die nächste Gemeinderatssitzung in Mohlsdorf findet am Dienstag, 19 Uhr, im Kulturraum des Gemeindeamtes, Straße der Einheit 6 statt. Auf der Tagesordnung stehen die Auftragsvergabe für Fliesenlegearbeiten Turnhalle Reudnitz; Beratung über Straßeninstandsetzungsarbeiten für die Dorfstraße Kahmer; Auftragsvergaben für Schule/Kindergarten Mohlsdorf sowie Informationen und Anfragen. Interessierte Bürger sind dazu eingeladen.


Schlossbergstraße wird saniert

Greiz (OTZ).

Über Verkehrsraumeinschränkungen im Bereich Schlossbergstraße/Puschkinplatz informiert die Greizer Stadtverwaltung: In der Zeit vom 24. Juni bis 3. Juli werden durch die Firma Caspar Bau Sanierungsarbeiten an der gepflasterten Fahrbahn Schlossbergstraße und Puschkinplatz durchgeführt. In diesem Zeitraum ist die Schlossbergstraße nur für Pkw befahrbar. Die Zufahrt zum Oberen Schloss erfolgt vom Puschkinplatz aus. Die PRG wird alle Linien von der der Kinopassage zugewandten Seite aus bedienen und teilweise über die Burgstraße auf die Thomasstraße ausfahren. Der Lkw-Verkehr wird ebenfalls vom Puschkinplatz über die Burgstraße zur Thomasstraße geleitet.


Unglücklicher Auftakt zum Stadtfest-Wochenende

Den Torschrei hatten die Fußball-Zuschauer gestern Nachmittag schon auf den Lippen, als sich Nationalspieler Lukas Podolski beim Vorrundenspiel der Deutschen gegen Serbien den Ball zum Elfmeter zurecht legte. Leider wich die Freude über den Strafstoßpfiff schnell der Ernüchterung über den misslungenen Abschluss.
Foto: Marcel Hilbert

Den Torschrei hatten die Fußball-Zuschauer gestern Nachmittag schon auf den Lippen, als sich Nationalspieler Lukas Podolski beim Vorrundenspiel der Deutschen gegen Serbien den Ball zum Elfmeter zurecht legte. Leider wich die Freude über den Strafstoßpfiff schnell der Ernüchterung über den misslungenen Abschluss.


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