17. Juni 2010 /OTZ

Frau Müller platzt der Kragen

Karin Müller präsentiert die Schilder im Gemeinderat.
Karin Müller präsentiert die
Schilder im Gemeinderat.
Foto: OTZ/Schulz

Warum die Kleinreinsdorferin ein marodes Verkehrsschild zur Ratssitzung mitbringt

Von Kathrin Schulz Teichwolframsdorf (OTZ).

Karin Müller, Ortsteilbürgermeisterin von Kleinreinsdorf, hatte, als sie Dienstagabend zur Gemeinderatssitzung im Teichwolframsdorfer Hof zum grünen Tal eintraf, schwer zu schleppen: Nicht nur am Frust, dass in ihrem Ortsteil nichts passiere, wie sie Bürgermeister Wolfgang Herold in der Sitzung vorwarf. Nein. Zum Beweis dafür brachte sie sorgsam in Zeitungspapier verpackt zwei Verkehrsschilder mit, die eindeutig schon bessere Tage gesehen hatten. Das Rot auf dem Durchfahrtsverbot war so verwittert, dass man es nur noch erahnen konnte, ebenso wie der Zusatz „Außer Anlieger“. Beide Schilder, die an der Gasse am Oberen Dorfplatz längst überflüssig geworden waren und schon lange demontiert werden sollten, hatte Karin Müller kurzerhand selbst abgenommen. „Das hat mich fünf Minuten gekostet“, zuckt sie mit den Schultern. Um gleich darauf die Frage an den Bürgermeister zu wiederholen, wann sich denn in Kleinreinsdorf mal ein Gemeindearbeiter sehen lasse. Im November vorigen Jahres seien bei einem Ortsrundgang Missstände aufgelistet worden, die so bald als möglich beseitigt werden sollten, erinnert Müller. Dies sei nun schon die vierte Gemeinderatssitzung, in der sie ihre Nachfragen und Bitten wiederhole: Unkraut wächst ungestört im Schnittgerinne, die Straßen seien nicht gekehrt, Gullys eingewachsen und durchgerostet, im Krebsbach wachsen die Erlen... „Und zu allem Übel ist vor mehr als einer Woche auch noch das Straßenlicht ausgegangen“, ist Karin Müller sauer, dass ihre Bemühungen so beständig ignoriert werden. Sogar anonyme Anrufe habe sie schon bekommen, ob die Kleinreinsdorfer im Gemeinderat nur ihr Sitzungsgeld abholten. Während Bürgermeister Wolfgang Herold darauf verweist, dass die Sache in Arbeit, manches allerdings einfach an den Haaren herbeigezogen sei, der Bauhof gekehrt habe und Frau Güther bekanntlich mit der Grünflächenpflege beauftragt sei - „Letzteres stimmt und klappt hervorragend“-, wirft Frau Müller ein, unterstützt auch der Kleinreinsdorfer Friedhard Bauch seine Ortsteilbürgermeisterin: „Es ist einfach keine Aktivität seitens der Gemeinde im Ort zu erkennen. Da liegt beispielsweise noch Rasenborde vom Straßenbau von vor Jahren, Dreck häuft sich vor gemeindeeigenen Grundstücken, die Gullys sind nicht gereinigt - und das sieht man.“ Karin Müller jedenfalls wíll nicht locker lassen. Für Dienstag, 19 Uhr, setzt sie im Gasthof „Zum heiteren Blick“ eine öffentliche Ortsteilratssitzung an. „Ich bin nicht bereit, das weiter hinzunehmen.“ Gemeinderat Jürgen Reinhardt hat einen Vorschlag zur Güte: „Wir haben im Bauhof einen Mann eingestellt. Während seiner Probezeit kann er sich des Problems annehmen und eine vernünftige Regelung für Kleinreinsdorf finden.“

Verdruss verschnupft

Von Kathrin Schulz

Der Verdruss in Teichwolframsdorf ist - zumindest teilweise - hausgemacht. Vertröstungen, dünne Information - immer wieder gibt es im Gemeinderat deswegen Diskussionen, weil die Gewählten nicht ausreichend Bescheid wissen, um fundiert zu entscheiden. Zu vieles, dieser Eindruck drängt sich einfach auf, wird auf die lange Bank geschoben. „Ich kanns nicht verstehen. Wenn ich Bürgermeister wär’, würde ich mich nicht mehr in die Ratssitzung trauen“ - dass Gemeinderätin Karin Müller sauer ist, muss nicht extra erwähnt werden. Wieder einmal steht die Festwoche in Kleinreinsdorf vor der Tür. Das Dorf erwartet viele Gäste. Und Frau Müller als Chefin des Ortsteilrates weiß sich keinen Rat mehr, wie sie die beim Rundgang im Vorjahr aufgelisteten Missstände aus der Welt bringen soll. Dass sich Jörg Senf, der Neue im Bauhof, dieser Aufgabe stellt, begrüßt sie sehr. Hier und im Gemeinderat sind klare Beschlüsse und Taten überfällig.


17. Juni 2010 /OTZ

Greizer Jugend setzt aufs Alter

Chris Lorenz, Julia Groll und Tommy Dörfer (vorn) von der Berufsschule II Greiz sowie die zweitplatzierten Geraer Gymnasiasten beim Deutschen Gründerpreis für Schüler.
Chris Lorenz, Julia Groll und Tommy Dörfer (vorn) von der
Berufsschule II Greiz sowie die zweitplatzierten Geraer
Gymnasiasten beim Deutschen Gründerpreis für Schüler.
Foto: OTZ/Katrin Wiesner

„Happy senior“ holt in Thüringen den Gründerpreis für Schüler

Von Katrin Wiesner Gera.

Die Jugend setzt auf die Senioren. „Happy senior“ heißt das Unternehmen, das Schüler aus der Berufsschule Greiz II gründen würden. Ein Dienstleister, der Reisen und Workshops anbietet und neue Wohnformen für Generationen entwickelt. „Senioren wollen mehr als Bingo spielen und Kaffee trinken, vielleicht auch mal was machen, was sie noch nie getan haben“, sagt Julia Groll, die zu den Firmengründern gehört. Damit haben die Berufsschüler beim Deutschen Gründerpreis für Schüler nicht nur in der Region überzeugt, sondern sich auch gegen 42 Teams in Thüringen durchgesetzt. Bundesweit gab es einen beachtenswerten 21. Platz; über 1000 Spielgruppen nahmen bei Deutschlands größtem Existenzgründerspiel teil. „Das war für uns die bislang erfolgreichste Teilnahme“, zollte Sparkassen-Vorstand Frank Emrich bei der gestrigen Preisverleihung Respekt. Auf Platz zwei kamen Geraer Zabelgymnasiasten, die unter dem Namen „Framaxrollen“ Rollen für Einkaufswagen entwickeln wollen, die nicht sperren, stoppen und drehen. Wie’s funktioniert, will Christian Petters mit Blick auf mögliche Konkurrenz lieber nicht verraten. Denn wer weiß, vielleicht wird die Idee eines Tages doch noch umgesetzt. Jurymitglied Dr. Merle Fuchs vom Geraer Technologie- und Innovationszentrum riet denn auch dazu, am hiesigen Gründungsideenwettbewerb teilzunehmen. „Es wäre schön, wenn wir Ihnen im echten Leben unter die Arme greifen könnten.“ Vielleicht setzen sich auch die „Stifte mit Geschmack“ mit ihrem konzentrationsfördernden Lolli-Aufsatz durch, die bequemen Umkleidekabinen für Frauen von Cambiarsi, die persönlichen Räder von My individual Bike oder der Energietrunk von Menergie. In fünf Monaten entwickelten die Jugendlichen, betreut von einem Schulcoach und einem Unternehmenspaten, ein ernstzunehmendes Firmenkonzept mit Marktanalyse, Finanzierungsplänen, Gewinn und Verlustrechnung, Marketingstrategie und Wahl der Rechtsform. Merle Fuchs zeigte sich beeindruckt: „Für eine derartige Leistung muss man als Team zusammenhalten, systematisch arbeiten und Kreativität beweisen.“ Sie lud die beiden Erstplatzierten zum nächsten Elevator Pitch ein, ein Treffen, bei dem Unternehmensgründer um Finanziers wetteifern. Unverständlich erscheint indes, warum nur das Zabelgymnasium Gera und die Berufsschule Greiz die Chance nutzen. Lehrer Jörg Schotte aus Gera sagt: „Spielerischer und effektvoller kann man die Inhalte von Wirtschaft und Recht gar nicht umsetzen.“ Belastet der Wettbewerb den Unterricht? Siglinde Teumer schüttelt den Kopf: „Wir Pädagogen müssen nur hin und wieder motivieren.“
www.deutscher-gruenderpreis.de

Die Platzierten und ihre Paten

1. Happy Senior, Berufsschule II Greiz; Unternehmenspate: Druckerei Tischendorf Greiz
2. Framaxrollen, Plätze 2 bis 7 Zabelgymnasium Gera; Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen
3. Senioren- und Behindertenbetreuung Evergreen; ASB Behinderten-Behinderten-und Rehabilitations GmbH
4. Stifte mit Geschmack; Unternehmer i.R. Rolf Männel
5. Cambiarsi; Gera Web
6. My individual Bike; Sportmarketing Poitschke
7. Menergie; Köstritzer Schwarzbierbrauerei


17. Juni 2010 /OTZ

Feinschliff für die Waldautobahn

Auftragsvergabe im Gemeinderat Teich’dorf

Teichwolframsdorf (OTZ/-lz).

Nachdem der Bereich der Waldautobahn zwischen Abzweig Reichenbacher Straße und Abzweig Bildhaus im Auftrag des Landratsamtes von der Kreisstraßenmeisterei geflickt worden ist, wie Teichwolframsdorfs Bürgermeister Wolfgang Herold am Dienstagabend seinen Gemeinderäten sagte, gehe es nunmehr darum, eine Firma mit der noch fehlenden Oberflächenbehandlung der L 1085 zu beauftragen. Dabei werde im Wesentlichen eine Bitumenlösung aufgespritzt und abgesplittet. Von drei angefragten haben zwei Unternehmen ein Angebot für den Auftrag abgegeben. Mit einem Angebotspreis von 31 020 Euro ist die Bausion GmbH aus Landsberg am günstigsten. Die Bitunova GmbH Rositz liegt gut 2 000 Euro höher. Den Feinschliff für die Waldautobahn mit eigenen Kräften vom Bauhof realisieren zu lassen, habe man nach eingehender Prüfung als uneffektiv verworfen. Die notwendige Sperrung der Waldautobahn hätte mindestens eine Woche erhebliche Verkehrseinschränkungen gebracht, erklärt Herold, während eine Spezialfirma mit maximal 1,5 Tagen Sperrung rechne. An den Banketten werde nicht gearbeitet, bestätigte der Bürgermeister auf Nachfrage Gerd Halbauers. Einstimmig erhielt die Firma aus Landsberg im Gemeinderat den Zuschlag.


17. Juni 2010 /OTZ

Zapfenstreich im Liebschwitzer Arboretum

Die künftige Floristin Franziska Kleeberg zeigt die Adresse ihrer neuen Schule.
Die künftige Floristin
Franziska Kleeberg zeigt
die Adresse ihrer neuen
Schule.
Foto: OTZ/Lier

Am Sonntag wahrscheinlich letzte Führung

Von Elke Lier Gera.

„Am kommenden Sonntag laden wir zur wahrscheinlich letzten Führung in unser Liebschwitzer Arboretum ein“, informiert Siegfried Holzschuher. Der Agrarpraxislehrer, der das dendrologische Kleinod in den vergangenen zehn Jahren aufgebaut und eine deutschlandweit einmalige Sammlung von 1600 Gehölzen entwickelt hat, führt Besucher seit 2005 durch 1,5 Hektar interessante Grünfläche rings um die Berufsschule. Zum 31. Juli schließt die Schule für immer. Ob wenigstens vorläufig ein Schlüssel bleibt, um Führungen im Arboretum weiter durchzuführen, weiß keiner. Seit dem 2. März ist die Frage der Nachnutzung des Geländes gestellt und bis dato unbeantwortet geblieben. „Wir fühlen uns von der Politik nicht ernst genommen“, resümieren Schulleiter Ralf Herzer und Siegfried Holzschuher. Letzterer meint: „Das Arboretum ist eine Wertschöpfung, die Land und Landkreis kaum finanzielle Mittel gekostet hat. Wäre es ein Millionenobjekt gewesen, fände es vielleicht mehr Akzeptanz.“ Das Arboretum an einen neuen Standort umzusiedeln, sei nicht machbar und selbst die von Baudezernent Ramon Miller (SPD) zugesagte Pflanzenaktion für den Hofwiesenpark mit seltenen Bäumen und der einmaligen Ginkgo-Sammlung befinde sich in der Warteschleife. Keine Reaktion auch von der Gewerblichen Berufsschule in der Eiselstraße, wo man angefragt habe, künftig vielleicht Praxisstunden für die Gärtner und Floristen im Arboretumsgelände durchzuführen und somit auch Pflege zu sichern. „In der Eiselstraße wird nun eine Fläche von 300 Quadratmetern für Gemüse und floristische Zwecke urbar gemacht, während hier gewachsenes Potenzial einfach brach gelegt wird,“ bedauert Schulleiter Herzer. Die Auswirkung der Schulschließung bekommt er bereits zu spüren: „Floristenbetriebe zweifeln an unserer Ausbildungsqualität und melden ihre Lehrlinge in Erfurt an. Wir appellieren an alle Betriebe, trotz Veränderung des Schulstandortes innerhalb von Gera ihre Lehrlinge weiter hier bei uns auszubilden. Unsere acht Fachlehrer für Gartenbau und Floristik sind hochqualifiziert und motiviert.“ Das findet auch Franziska Kleeberg aus dem 1. Lehrjahr: „Eine Freundin ist hier zur Floristin ausgebildet worden und hat mich motiviert. Der Unterricht stellt hohe Anforderungen, das Verhältnis zu den Lehrern ist sehr harmonisch.“ Aufgeben wollen Herzer und Holzschuher das Arboretum noch lange nicht. Ein Verein, der es als Pächter weiter hegt und pflegt, sei vorstellbar.


17. Juni 2010 /OTZ

Zu wenig Information für Kooperationsbeschluss

Keine Entscheidung zu REK Pleißental

Teichwolframsdorf (OTZ/-lz).

Der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit dem Regionalen Entwicklungskonzept „terra plisnensis“ (Pleißental), wie er bereits in Mohlsdorf und Neumühle beschlossen worden ist, scheiterte Dienstagabend im Gemeinderat Teichwolframsdorf daran, dass ein Teil der Gemeinderäte genau wissen wollte, was in jener Kooperationsvereinbarung eigentlich steht. Bürgermeister Wolfgang Herold verwies darauf, dass man sowohl von Förderungen als auch Problemlösungen gerade im Hinblick auf Verkehrsinfrastruktur und Tourismus im Greiz-Werdauer Wald profitieren wolle. Dass eine länderübergreifende Zusammenarbeit Fördertöpfe öffnen kann, sieht auch Gemeinderat Bodo Scheffel, aber ebenso wie Franziska Grimm oder Jürgen Reinhardt geht er davon aus, dass man nicht Ja sagen könne, ohne den Inhalt der Kooperationsvereinbarung zu kennen. Herold bringt noch den Zeitdruck ins Spiel, schon gestern würde die Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen in Gera dazu eine Antwort erwarten. Dennoch schickten ihn seine Gemeinderäte mit einem Patt und dem Hinweis, die Hausaufgaben richtig zu machen, nach Hause - sechs stimmten dafür, sechs dagegegen bei einer Enthaltung. „Wir sind nicht gegen das Regionale Entwicklungskonzept, aber wir wollen keine Blankoschecks ausstellen“, so Karin Müller.


17. Juni 2010 /OTZ

Rund ums runde Leder

70 Schüler aus der Grundschule Greiz-Pohlitz und dem Greizer Gymnasium nahmen an der multimedialen Fußball-Lese- Quiz-Show der Greizer Bibliothek teil. Autor Felix Hoffmann testete das Fußballwissen der Schüler mit zahlreichen Fragen rund um Weltmeisterschaften, Nationalhymnen und bekannte Fußballer.
70 Schüler aus der Grundschule Greiz-Pohlitz und dem Greizer
Gymnasium nahmen an der multimedialen Fußball-Lese- Quiz-Show
der Greizer Bibliothek teil. Autor Felix Hoffmann testete das
Fußballwissen der Schüler mit zahlreichen Fragen rund um Welt-
meisterschaften, Nationalhymnen und bekannte Fußballer.
Foto: Peter Reichardt
Die Gewinner aus „Spanien“: Moritz Lott, Sebastian Hoffmann, Severin Malz und Luis Hempel (von links).
Die Gewinner aus „Spanien“: Moritz Lott,
Sebastian Hoffmann, Severin Malz und Luis Hempel (von links).
Foto: Peter Reichardt

Bibliothek veranstaltet multimediale Fußball-Lese-Quizshow für Schüler

Von Peter Reichardt Greiz.

Rund 70 Kinder der Grundschule Greiz-Pohlitz und des Staatlichen Gymnasiums Greiz im Alter zwischen neun und zwölf Jahren suchten am Mittwochvormittag in der Sporthalle der Schule am Zaschberg ihren Fußball-Quiz- Weltmeister. Eingeladen hatte dazu die Greizer Bibliothek und der Hamburger Autor Felix Hoffmann, der zahlreiche Fußballbücher für Kinder und Jugendliche veröffentlicht hat. Entstanden sei die Idee bereits 2006 zur Fußballweltmeisterschaft in Deutschland, so Felix Hoffmann, der gebürtiger Sankt Paulianer ist und direkt neben dem Stadion des Vereins wohnt. Ein Tagebuch hatte der Autor über die WM 2006 geschrieben, und überlegte nun, wie er das Kindern und Jugendlichen nahebringen könnte. So entstand das Projekt der Fußball-Quiz-Show, das die spielerische Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen ins Buchgeschehen und aktuell in die diesjährige Fußballweltmeisterschaft Die „Erwärmung“ vor den Fußballfragen wurde stilecht mit einer gekonnten Laola- Welle erledigt. Achtelfinale bis Halbfinale fanden mit allen Schülern statt, die ihre Antworten auf Fragebögen vermerkten. In seiner sehr humorigen Art verstand es Hoffmann, alle Kinder gleich ins Fußball-Quiz einzubeziehen. Die Aufgaben variierten, so galt es, aus einem Buchstabensalat ein Land zu finden, Fehler in Bildern zu entdecken, Landeshymnen und Landesfahnen zu erkennen, die Fortsetzung von Spielszenen zu erraten oder Fußballpersönlichkeiten zu identifizieren. Dabei ging es querbeet von der Fußballweltmeisterschaft 1954 bis zur derzeitigen in Südafrika. Natürlich durften auch die Geschichten aus den Büchern des Autors nicht fehlen, die er gekonnt und mit Spannung vortrug. So die Geschichte des Hundes Speede, der den verlorenen Weltmeisterpokal wieder gefunden hat, oder die Geschichte über die Hand Gottes. Aber auch daraus leiteten sich sofort wieder Fragen an die Teams ab, die es zu beantworten galt. Die Kinder hatten sich in die teilnehmenden Nationen der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft zusammen gefunden, so dass der Beantwortung der Fragen eine intensive Diskussion untereinander voraus ging. Nach der dritten Fragerunde, dem Halbfinale, hatte sich das Team Slowenien direkt ins Finale dieses Fußball- Quiz katapultiert, während der Finalgegner aus den Teams Brasilien, Spanien und Uruguay im Stechen ermittelt werden musste. Letztendlich waren es die Spanier, die sich durchsetzten und in das Finale gegen Slowenien einzogen. Jetzt galt es mit Witz, Gedankenschnelligkeit und einem guten Gespür für die richtigen Antworten sofort zu reagieren und nach Möglichkeit die Punkte einzusammeln. Da waren die Spanier des Gymnasiums Greiz die Gewiefteren und holten sich den Sieg. Moritz Lott, Sebastian Hoffmann, Severin Malz und Luis Hempel konnten sich als Siegpreis über Bücher des Autors freuen.

Fotografische Eindrücke -
Innerhalb einer Galerie wird durch Klicken auf das Vorschaubild das Bild in einem neuen Fenster in voller Größe angezeigt.


17. Juni 2010 /OTZ

Wohnen 55 plus - der Einzugstermin steht

Vereinsvorstand Hannes Bruder (li.), Wolfgang Körner und Dr. Karl Seiler (re.) sowie Schatzmeisterin Brigitte Seidel.
Vereinsvorstand Hannes Bruder (li.), Wolfgang Körner und
Dr. Karl Seiler (re.) sowie Schatzmeisterin Brigitte Seidel.
Die Rudolf-Breitscheid-Straße 15 wird für Wohnen 55 plus ausgebaut. Derzeit ähnelt sie eher einem Christo-Projekt.
Die Rudolf-Breitscheid-Straße 15 wird für Wohnen 55 plus
ausgebaut. Derzeit ähnelt sie eher einem Christo-Projekt.

Wolfgang Körner als Vereinsvorsitzender erneut bestätigt

Von Kathrin Schulz Greiz.

Gute Nachrichten vom Greizer Wohnprojekt 55 plus: Die Ausbauarbeiten in der Rudolf-Breitscheid-Straße 15 laufen planmäßig, der Einzugstermin steht - am 15. Dezember dieses Jahres soll es soweit sein, dass die potenziellen Mieter, die sich gestern zur Vereinsversammlung getroffen haben, ihre Wohnungen in der Neustadt beziehen können. Eine lange Durststrecke hat die Gemeinschaft, die am 26. Juni 2008 den Verein „Wohnen 55 plus Greizer Neustadt“ aus der Taufe hob, inzwischen hinter sich, wie Vereinsvorsitzender Wolfgang Körner gestern betonte. Bereits Ende 2007 hatten sich erste Interessenten gemeinsam über das Wohnen im Alter Gedanken gemacht. Im Wettbewerb „Genial zentral“, an dem sich das Projekt beteiligte, habe man mangels Lobby nicht auf die Siegerstraße abbiegen können, aber unbeirrt das Ziel weiter verfolgt, so Körner. Bei einem Ausflug in den Greizer Park lernten sich die Vereinsmitglieder, deren Zahl von einst neun auf jetzt 15 gewachsen ist, näher kennen. Als im September 2008 die erste Besichtigung der Rudolf-Breitscheid- Straße 15 anstand, nahm das Vorhaben richtig Gestalt an, erinnert sich der Vereinschef. Anfang 2009 konnten die Interessenten anhand der Grundrisse ihre Wohnung auswählen. Und dann hieß es, einen langen Atem haben, denn die Bewilligung der Fördermittel zog sich hin. Inzwischen entstand der Plan für die Außenanlagen, die Entscheidung für eine Sat-Anlage fiel und der Mietpreis mit 4 Euro/Quadratmeter Kaltmiete wurde vereinbart. „Als im März 2010 der Abriss der Nachbarhäuser Nr. 17 und 19 begann, war das für uns der lang erwartete Baubeginn“, erinnert sich Wolfgang Körner gestern im Kreise seiner Mitstreiter. Inzwischen sei der Baufortschritt sichtbar und wenn alles weiter planmäßig laufe, dürfte der Einzugstermin abgesichert sein, wie Dr. Gunter Klötzner den Anwesenden bestätigt. Inzwischen sind alle künftigen Mieter schon in ihrer Wohnung gewesen. Nur einer der Interessenten habe sich entschieden, nicht einzuziehen. Allerdings gibt es auch weitere Interessenten. Zu den Prämissen des Wohnen 55 plus in Greiz gehört „die gegenseitige Unterstützung, aber auch der Respekt vor der Privatsphäre“, sagte Hannes Bruder in der Diskussion mit Hinweis auf andere WG’s, die man sich im Vorfeld angeschaut habe. Um als Verein künftig mehr Präsenz in der Stadt zu zeigen, soll Kontakt mit dem Greizer Seniorenbeirat aufgenommen werden. Auch unter dem Aspekt, dass in gut zehn Jahren mehr als die Hälfte der Greizer Bewohner über 60 Jahre alt sein werden, ein wichtiger Ansatz, wie Wolfgang Körner meint. Bei der Vorstandswahl erhielten Wolfgang Körner, Hannes Bruder und Dr. Karl Seiler das Vertrauen der Vereinsmitglieder. Brigitte Seidel wurde ebenfalls einstimmig das Amt der Schatzmeisterin übertragen. Zu den nächsten Vorhaben des Vereins gehört die Diskussion über Einrichtung und Nutzung des Gemeinschaftsraumes in ihrem Haus.


17. Juni 2010 /OTZ

Polizeieinsatz vor der May-Villa

Ein Streifenwagen der Greizer Polizeiinspektion gestern Nachmittag vor der Albin-May-Villa in Zeulenroda. Die Geschäftsführungen der Firmen Berkemann und Zeuro kamen nicht auf einen Nenner.
Ein Streifenwagen der Greizer Polizeiinspektion gestern Nach-
mittag vor der Albin-May-Villa in Zeulenroda. Die Geschäfts-
führungen der Firmen Berkemann und Zeuro kamen nicht auf
einen Nenner.
Foto: OTZ/Steffen Beikirch

Berkemann kauft Zeulenrodaer Zeuro-Gelände, aber Zeuro will nicht freiwillig gehen

Von Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ).

Ein Streifenwagen fuhr gestern vor der denkmalgeschützten Albin- May-Villa in Zeulenroda vor. Es gab Streit zwischen zwei Chefs, von denen einer drinnen saß und der andere draußen stand. Der eine heißt Markus Gail, war bereits Geschäftsführer mehrerer Zeuro-Firmen und versteht sich gern als Retter der hiesigen Möbeltradition. Der andere heißt Thomas Bauerfeind, ist Junior des Zeulenrodaer Ehrenbürgers gleichen Namens und Chef der Bauerfeind- Tochterfirma Berkemann. Die hat tags zuvor das Betriebsgelände des ehemaligen Werkes I vom früheren Möbelkombinat Zeulenroda-Triebes gekauft. Rund 40 000 Quadratmeter, sagt Bauerfeind und zeigt den Notarvertrag. Gestern Nachmittag wollte er mit Markus Gail über den Besitzübergang sprechen, hatte seinen kaufmännischen Leiter, einen Immobilienmakler und seinen Rechtsanwalt dabei. Das Gespräch geriet jedoch recht schnell außer Kontrolle. Markus Gail rief die Polizei. Die Zweierbesatzung in Uniform hörte sich geduldig beide Standpunkte an und entschied dann, dass man keine Maßnahmen ergreifen werde. Weil es sich nicht um eine Hausbesetzung, sondern eher um ein zivilrechtliches Problem handele, wie Polizeiobermeister Torsten Schreibauer zusammenfasste. Beide Streitparteien sehen sich im Recht. Thomas Bauerfeind, weil seine Firma jetzt Besitzer und nach dem Grundbucheintrag auch bald Eigentümer ist. Er will in der May-Villa die Verwaltung für den Bequemschuhhersteller etablieren und in einer der Hallen Polyurethansohlen fertigen, wie er der OTZ erklärte. „Berkemann expandiert am Standort Zeulenroda“ war eine Pressemitteilung überschrieben, die das Unternehmen noch gestern Nachmittag verschickte. Darin kündigt Thomas Bauerfeind als geschäftsführender Gesellschafter ein Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro an. Das Grundstück gekauft hat er vom Verwalter der inzwischen gelöschten Zeuro Möbelwerke GmbH. Und jener Verwalter habe das hier noch ansässige Unternehmen unter Führung von Markus Gail aufgefordert, das Gelände bis zum 30. April zu verlassen. Eine Fristsetzung, die Markus Gail nicht bestreitet. Genauso wenig kann er einen Pacht- oder Mietvertrag für das Areal vorlegen. Er spricht hier als Geschäftsführer einer erst im Herbst gegründeten Firma namens „Zeuro Gewerbepark UG haftungsbeschränkt“ - einer so genannten Mini-GmbH - und sieht mit seiner Assistentin Marlies Rogel keinen Grund, das Gelände zu räumen. Weil es nämlich


Der Sachverhalt ist aufgenommen. Das ist erstmal ein zivilrechtlicher Streit.

Polizeiobermeister Torsten Schreibauer


andere Vereinbarungen gegeben habe. Und zwar mit dem Nachtragsverwalter der gelöschten Firma und mit der Sparkasse Neustadt/ Aisch, die per Grundschuld mit im Boot sei. Mit ihnen, so behauptet Gail, sei die Gründung der neuen Firma Zeuro Gewerbepark abgesprochen gewesen mit dem Ziel, dass diese das Gelände erwirbt und den Kaufpreis vom Ertrag einer Photovoltaikanlage abstottert, die von einer Prühler Elektrofirma auf einem Hallendach installiert werden sollte. Dieser Plan sei jedoch wieder ins Wanken geraten, als eine Grundsteuernachforderung der Stadt Zeulenroda-Triebes und eine Beitrags- bzw. Gebührenforderung des Zweckverbandes WAZ - jeweils im oberen fünfstelligen Bereich - auftauchten, die Gail schon lange für beglichen hielt. Nun habe die Sparkasse plötzlich einen wesentlich höheren Kaufpreis haben wollen. Und so sei vom Nachtragsverwalter die Räumung des Geländes bis 30. April verlangt worden. Jetzt will Gail Strafanzeige gegen den zuständigen Sparkassensachbearbeiter und den Nachtragsverwalter stellen, wie er gestern ankündigte. Berkemann-Chef Thomas Bauerfeind musste erstmal ergebnislos abziehen. Sein Anwalt Thomas Walther will aber eine Einstweilige Verfügung zum Besitzschutz beim Landgericht Gera beantragen.

Kommentar

Fakten zählen

Von Steffen Beikirch

„Die Tradition der Möbelindustrie in Zeulenroda ist damit von Herrn Bauerfeind beendet worden“, polterte Markus Gail gestern Nachmittag drauf los. Und man muss befürchten, dass er diese Wunsch-Schlagzeile tatsächlich so glaubt. Wie viel Tradition unter seiner eigenen Führung mit ständig wechselnden Firmennamen und Geschäftszwecken wirklich noch übrig ist, kann kaum einer nachprüfen. Von „rund 20 Leuten“, die noch Möbel produzieren, war gestern Nachmittag gegenüber OTZ die Rede. Den Zusatz „in Teilzeit und Vollzeit“ nicht zu vergessen. Natürlich ist jeder einzelne Job wichtig, so es ihn tatsächlich noch gibt. Und Markus Gail bestätigt sogar das Angebot von Thomas Bauerfeind, Zeuro dürfe weiter bleiben, um zu produzieren. Aber darum geht es Gail gar nicht, denn er schlug dies aus. Produzieren könne man in jeder anderen Halle irgendwo anders genauso. Sein Hauptärger ist vielmehr, dass er aus der Albin-May-Villa ausziehen soll, um der Verwaltung von Berkemann Platz zu machen. „Ohne die ist alles wertlos“, behauptet Gail, der nach den vielen Jahren jetzt weder Miet- noch Pachtvertrag präsentieren kann. Ach, du arme Zeulenrodaer Möbeltradition.


17. Juni 2010 /OTZ

„Ein bisschen komisch ist mir schon“

Pfarrerin Christina Lang hilft Rolf Richter, Mitarbeiter des Museums für Sepulkralkultur in Kassel, die alte Totenbahre einzuladen.
Pfarrerin Christina Lang hilft Rolf Richter, Mitarbeiter des
Museums für Sepulkralkultur in Kassel, die alte Totenbahre
einzuladen.
Foto: OTZ/Ute Flamich

Arnsgrüner Totenbahre von Mitarbeitern des Kasseler Sepulkralmuseums abgeholt

Von Ute Flamich Arnsgrün (OTZ).

Es ging alles recht schnell - ohne Zuschauer, ohne viel Aufhebens. Gestern gegen 11.30 Uhr ist die alte Totenbahre aus der Kirche Arnsgrün abgeholt worden. Von nun an hat das Holzgestell aus dem 19. Jahrhundert sein neues Zuhause im Museum für Sepulkralkultur in Kassel - zumindest erst einmal für 15 Jahre. Denn über diesen Zeitraum - bis zum 14. Mai 2025 - läuft der Leihvertrag mit dem Kasseler Museum. Vier Stunden brauchten Rolf Richter, Mitarbeiter des Museums im Bereich Haus- und Magazinverwaltung, und sein Kollege in Rente, Wilhelm Mayer, für die Strecke von Kassel nach Arnsgrün. Einmal angekommen, packten die Männer in der Kirche gleich mit an: Unter der Treppe, hinter einer Heizung, dem Weihnachtsbaumständer, Besen und anderen Dingen, wurde die Bahre hervorgeholt. Nun verlässt sie vielleicht für immer ihren angestammten Platz unter den Treppenstufen der Kirche hinter dem dicken grauen Vorhang. Fehlen aber wird sie dort nicht. Zum einen, weil sie lange nicht benutzt wurde - zuletzt wohl Anfang der 90er Jahre. Zum anderen ist der Raum, den die Totenbahre einnahm, schon längst verplant. Stühle, die bisher umständlich hinund hergeschleppt werden mussten, sollen nun dort, hinter dem dicken grauen Vorhang, gelagert werden. „Ein bisschen komisch ist mir schon zumute“, sagt Pfarrerin Christina Lang, die unter anderem die Kirchgemeinde Arnsgrün betreut. „Aber wir werden sicher mal einen Gemeinde- Ausflug organisieren und uns anschauen, wo unsere Bahre steht“, sagt die Pfarrerin, die sich darum kümmerte, dass die Bahre einen angemessen Platz bekommt. Wie es mit der Arnsgrüner Bahre in Kassel weitergeht, ist bisher noch nicht bekannt. Ulrike Neurath-Sippel, Kustodin des Sepulkralmuseums in Kassel, will sich das alte Gestell samt schwarzen Samttuch heute erst einmal in Ruhe anschauen, bevor gemeinsam beraten wird, wie es weitergehen und in welcher Ausstellung die Bahre gezeigt werden soll. „Ich hatte noch keine Zeit, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen“, sagt Ulrike Neurath-Sippel. Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel ist im Jahr 1992 eröffnet worden. Es ist eines von insgesamt sieben Museen in Europa, das sich ausschließlich den Themen Sterben, Tod, Bestatten, Erinnern, Grab, Grabmal und Beisetzungsstätte widmet. Auf etwa 1400 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind historische und aktuelle Zeugnisse der Sepulkralkultur, vornehmlich aus dem deutschsprachigen Raum, zu sehen. In einer Dauerausstellung wird die Geschichte des Friedhofs und des Grabmals vom Mittelalter bis zur Gegenwart präsentiert. Realien der Bestattungskultur wie Särge, Leichenwagen, Trauerkleidung, Trauerschmuck und unterschiedliche Formen der Erinnerung werden in der ehemaligen Residenzstadt gezeigt.
www.sepulkralmuseum.de


17. Juni 2010 /OTZ

Zeulenrodaer Karpfen brauchen mehr Halt

Fische wurden einfach abgedreht

Zeulenroda (OTZ/St.B.).

So jung und schon kaputt? Die Fische des neuen Karpfenpfeiferensembles auf dem Zeulenrodaer Markt lagen gestern auf dem Trockenen. Abmontiert von ihren Stützen und mit gekappter Schlauchverbindung wurden sie von zwei Mitarbeitern der Leipziger Firma Bau + Service bearbeitet. Jener Firma, die die Karpfen dort auch befestigt hatte. Die Montage mit einem Gewinde erwies sich aber als nicht fest genug für einige Zeulenrodaer Kraftmeier. „Einen Karpfen wollte man heraus reißen, hat das aber nicht geschafft“, weiß auch Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU). Im Ergebnis sei er aber funktionsuntüchtig gemacht worden. Offenbar wurde so lange an dem metallenen Fisch gerüttelt, gezogen und geschoben, bis er locker war, wodurch auch die Schlauchverbindung kaputt ging, wie Jens- Uwe Rosenbaum von der Leipziger Firma berichtete. Sie wurde von der Stadtverwaltung Zeulenroda- Triebes bestellt, um als Hersteller nun für besseren Halt zu sorgen. Gestern bauten die Leipziger deshalb neue Flanschverbindungen mit eingeklebten Schrauben ein.


17. Juni 2010 /OTZ

Auf Spenden angewiesen

Gummibärchen mit Stäbchen essen: Die zehnjährigen Hai (links) und Sascha probierten es aus. Auch Martina Kluge, Anleiterin im Verkauf des Sozialladens, ließ sich den Spaß nicht nehmen.
Gummibärchen mit Stäbchen essen: Die zehnjährigen Hai
(links) und Sascha probierten es aus. Auch Martina Kluge,
Anleiterin im Verkauf des Sozialladens, ließ sich den Spaß
nicht nehmen.
Foto: OTZ/Ute Flamich

Sommerfest unter dem Motto „Eine kleine Weltreise“ im Sozialladen „Fair“ in Zeulenroda

Von Ute Flamich Zeulenroda-Triebes (OTZ).

Eine Torwand war aufgebaut, aber zur Fußballweltmeisterschaft nach Südafrika ging es gestern nicht. Dafür aber nach Australien, Ägypten, China und in die USA. Wer wollte, konnte auch in Deutschland bleiben. Unter dem Motto „Eine kleine Weltreise“ feierte der Sozialladen „Fair“ in Zeulenroda gestern von 9 bis 13 Uhr Sommerfest. Eingeladen waren auch etwa 70 Jungen und Mädchen aus Kindergarten und Grundschule. An fünf Stationen konnten sie - je nach dem entsprechenden Land - Ringe auf den Kaktus werfen, mit Bällen in den Beutel des Kängurus treffen, die Sphinx ausmalen, Gummibärchen mit Stäbchen essen oder in einer großen Klamotten-Kiste wühlen und sich nach Lust und Laune verkleiden. Auch auf dem Esel „Pepe“ aus dem Tiergehege durfte geritten werden. Für „Pepe“ übernahm der Sozialladen auch gleich noch eine Tierpatenschaft.
Doch des Guten nicht genug: Gegen 12 Uhr übergab der Sozialladen jeweils 300 Euro an die Schwangerenberatung des Deutschen Roten Kreuzes, an den Treffpunkt „Netzwerk“ Zeulenroda und an die Sucht-Selbsthilfegruppe. Das Geld stammt aus den Einnahmen des Ladens. „Wir selbst aber sind auch auf Spenden der Bürger angewiesen“, sagt Projektleiterin Adina Ackermann. „Wir freuen uns über Anziehsachen für Groß und Klein, Bücher, Spielzeug, Computer und Ähnliches“.
Der Sozialladen „Fair“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Arbeits-
gemeinschaft des Landkreises Greiz und der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH in Plauen.


17. Juni 2010 /OTZ

Goldfisch Benita Naumann aus Greiz

Die Greizer Schwimmerin Benita Neumann (m.) gewinnt bei der Masters-DM dreimal Gold.
Die Greizer Schwimmerin Benita Neumann (m.) gewinnt bei
der Masters-DM dreimal Gold.

Bei ihrer zweiten Teilnahme an Deutschen Meisterschaften der Masters wurde Benita Naumann zum Überflieger. Nach ihrem guten Einstand 2009 und nach dem Wechsel in die Altersklasse 55 konnte sie sich im Vorfeld berechtigte Hoffnungen auf mindestens eine Medaille machen.

S. Penzel / 17.06.10 / OTZ

Zur Überraschung aller erkämpfte sie über je 50 Meter Rücken, Freistil und Schmetterling den Deutscher Meistertitel der Masters und holte somit drei Goldmedaillen. Alle Siege erschwamm überlegen und unterbot zudem die Thüringer und Kreisaltersklassenrekorde. In der AK 70 der Herren mischte auf den Rückenstrecken Dr. Peter Bauch mit. Er schwamm sicher zu Platz zwei über 50 m und Rang drei über 100 m Rücken. Kerstin Zöhke, AK 40, belegte über 50 m Rücken Rang sechs und 100 m Rücken Rang vier. Silber erkämpfte sie schließlich über 50 m Schmetterling. Bis 45 m noch in Führung liegend, musste sie ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen.Extra wegen seines einzigen Starts über 50 m Brust war Bernd Lorenz, AK 65, angereist. Und es hat sich gelohnt: Er erkämpfte Bronze. In ihrem letzten Jahr in der AK 45 erkämpfte sich Sabine Penzel Platz sieben über 100 m Brust. Über 50 m Brust trennten sie 27 Hundertstel Sekunden von Bronze. Kerstin Wünsche (AK 40) konnte sich weder mit Platz zehn noch mit ihrer Zeit über 50 m Brust anfreunden. Obwohl er keine Aussicht auf vordere Plätze hatte, konnte sich Gunter Walzel, AK 45, wie jedes Jahr neu motivieren und mit einer besseren als der Meldezeit über 200 m Freistil Platz zwölf belegen. Nach 100 m Brust schlug er als 25. und nach 50 m Brust als 27. an. Nicht ganz in Form wie in den letzten Jahren war die 4 x 50m Bruststaffel der Frauen, AK 120 bis 159 Jahre. Allerdings hielt sich die Enttäuschung über den vierten Platz in Grenzen. Überraschend kam dann allerdings die Disqualifikation wegen Frühstarts der vierten Schwimmerin. In Hamburg, dem Austragungsort der Meisterschaften, waren Aktive aus 322 Vereinen am Start. Sie absolvierten 3681 Einzel- und 631 Staffelstarts. Geschwommen wurde in der Alster-Schwimmhalle.


17. Juni 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Sisyphus gegen Supermacht
Sisyphus gegen Supermacht
Zeichnung: OTZ/Bruns


Lizenz zum Schmunzeln - Mario Schuster

Zeichnung:  Mario Schuster
Zeichnung:  Mario Schuster


Letzter Schliff für den Greizer Rummelbetrieb

Nico Stromeier legt letzte Hand an seinem Fahrgeschäft „Walzerfahrt“ auf dem Greizer Westernhagenplatz an. Hier wird morgen Nachmittag der Startschuss für den dreitägigen Rummelbetrieb mit Karussells und Buden während des Greizer Park- und Schlossfestes gegeben. Bis Sonntagmitternacht hat der Rummel seine Pforten geöffnet.
Foto: Marcel Hilbert

Nico Stromeier legt letzte Hand an seinem Fahrgeschäft „Walzerfahrt“ auf dem Greizer Westernhagenplatz an. Hier wird morgen Nachmittag der Startschuss für den dreitägigen Rummelbetrieb mit Karussells und Buden während des Greizer Park- und Schlossfestes gegeben. Bis Sonntagmitternacht hat der Rummel seine Pforten geöffnet.


Ortseingangsschild geklaut

Teichwolframsdorf (OTZ).

Unbekannte Täter entwendeten in der Zeit vom 8. bis zum 15. Juni das Ortseingangsschild von Teichwolframsdorf, das in der Bahnhofstraße aufgestellt war. Das Schild war in einem Stahlrohrrahmen befestigt. Die Polizeiinspektion Greiz sucht zu diesem Vorfall Zeugen unter Tel.: (03661) 62 10.


3500 Euro Fördermittel für Schwimmsport-Talentförderzentrum

Besuch bekamen die jungen Greizer Schwimmer in der Schwimmhalle Aubachtal. Landrätin Martina Schweinsburg und Kreissportbundchef Uwe Jahn überbrachten 3500 Euro Fördermittel für das Talenteförderzentrum in Greiz.
Foto: Sabine Penzel

Besuch bekamen die jungen Greizer Schwimmer in der Schwimmhalle Aubachtal. Landrätin Martina Schweinsburg und Kreissportbundchef Uwe Jahn überbrachten 3500 Euro Fördermittel für das Talenteförderzentrum in Greiz.




| zurück | Seitenanfang | Impressum |