14. Juni 2010 /OTZ

Knallbuntes Ausrufezeichen

Eingeheizt wurde den Zuschauern mit den Feuershows der „Los Volcanos“, die gleich zweimal zum „Rock für ein buntes Vogtland“ an der Göltzschtalbrücke ihr Können präsentierten.
Eingeheizt wurde den Zuschauern mit den Feuershows der „Los
Volcanos“, die gleich zweimal zum „Rock für ein buntes
Vogtland“ an der Göltzschtalbrücke ihr Können
präsentierten.
Foto: Marcel Hilbert

2000 Menschen feiern an der Göltzschtalbrücke die kulturelle Farbenvielfalt im Vogtland

Von Marcel Hilbert Netzschkau.

Trotz des wolkenverhangenen Himmels war am Sonnabend auf dem Festgelände vor der Göltzschtalbrücke von Tristesse und grauem Alltag nichts zu spüren. Im Gegenteil. Farbenfroh und fröhlich ging es zu bei der zweiten Auflage des Festivals „Rock für ein buntes Vogtland“. Ganz im Sinne der Gedankenvielfalt setzten die Organisatoren mit einem knallbunten Programm erneut ein Ausrufezeichen gegen Rassismus und braunes Gedankengut. Mit über 2000 Gästen jeglicher Couleur, vom Punkrocker bis zum Hip Hopper, konnte der Erfolg der Erstauflage 2009 wiederholt werden. Dank der gelungenen Bandauswahl am Abend wurde die gute Stimmung vor der Bühne gegenüber dem Vorjahr sogar überboten. Schon die Zeulenrodaer Rapper MC Dakks und Ambee, sowie die Punkrocker „Pub’n’Steel“ aus Leipzig machten zu Beginn ihre Sache auf der Hauptbühne sehr gut, was auch für die im Anschluss los rockenden „Bullet Stars“ aus Nürnberg galt, die kurzfristig für „Freischwinger“ einsprangen. Mit viel Feuerzauber durch „Los Volcanos“ und das Höhenfeuerwerk der Firma „Hellstar Fireworks“ wurde die gute Laune des stetig wachsenden Publikums weiter angefacht. Besonders die anschließenden Hauptbands des Abends, die „Trashmonkeys“ aus Bremen und der belgische Ska-Siebener „Smooth Lee“, sorgten durch ihre energiegeladene Bühnenpräsenz und durchweg tanzbare Melodien für eine ausgelassene Party im Publikum. „Ihr seid klasse“, schrie Luk Mostmans, Sänger von Smooth Lee,

den jubelnden Besuchern am Ende zu. Er und seine Gruppe dankten dem hungrigen Publikum mit drei Zugaben, bevor etwa um 1 Uhr Schluss war. Viele der Gäste bewiesen dabei einiges an Stehvermögen, begann doch der Reigen bereits am frühen Nachmittag mit dem Projekt „Brückenschlag“ der Vogtland Kultur GmbH. Jugendgruppen waren aufgerufen, Brückenmodelle zu entwerfen. Umspannt wurde die Vorstellung und Prämierung der Teilnehmer von einem Programm auf einer zweiten, kleineren Bühne, auf der unter anderem auch die Kinder- und Jugendtanzgruppen der Greizer Faschingsgesellschaft ihr Können zeigten. Prämiert wurden alle Brückenmodelle. Da sich mit der AWO Vogtland, der Mittelschule Netzschkau und der Regelschule Reudnitz nur drei Brückenbau-Teams meldeten, wurde das 1000-Euro- Preisgeld gerecht auf alle drei verteilt. Organisator Daniel Kertscher ist mit dem Ablauf des gesamten Tages vollauf zufrieden: „Das Festival hatte im Gegensatz zu 2009 die optimale Länge und lief auch wieder sehr friedlich ab.“ Daher klingt der Greizer auch schon ziemlich sicher, wenn er sagt: „Nächstes Jahr wieder.“

Kommentar

Finanzierung noch offen

Von Marcel Hilbert

Elf Stunden vollgepackt mit Programm, von Breakdance über Feuerwerk und Filmvorführung bis zur Livemusik - und alles für den Besucher kostenfrei. Das Erfolgsrezept von „Rock für ein buntes Vogtland“ hat erneut zu hohen Besucherzahlen geführt. „Nicht das Geld ist Motivation, sondern zu sehen, wie die Menge eine Party feiert und dabei ein Zeichen gegen Rechts setzt“, meint Organisator Daniel Kertscher. Ohne einen Hauptsponsor wie „Vielfalt tut gut“, der 9000 Euro für das Abendprogramm bereit stellte, wäre ein solches Projekt wohl kaum möglich. Genau auf diesen müssen die Festival-Veranstalter jedoch im kommenden Jahr verzichten, da das Förderprogramm ausläuft. So kommt zu den Fest-Vorbereitungen 2011 die Suche nach neuen Geldquellen hinzu. Bleibt zu hoffen, dass Kertscher und sein Team am Ball bleiben und auch nächstes Jahr wieder für ein buntes Vogtland gerockt wird.


14. Juni 2010 /OTZ

Museal-musikalisches Fußballfieber

Viel Musik und Unterhaltung gab es im Unteren Schloss Greiz zum Familienfest.
Viel Musik und Unterhaltung gab es im Unteren Schloss Greiz
zum Familienfest.

Familienfest wurde bestens angenommen - Gemeinsames Fußballschauen als Abschluss

Text & Bild Antje-Gesine Marsch

König Fußball regiert in diesen Tagen die Welt. Auch Greiz wurde vom Fußballfieber angesteckt. So sehr, dass man das gestrige Familienfest unter dieses brandaktuelle Thema stellte. Die Musikschule "Bernhard Stavenhagen", die Museen der Residenzstadt und erstmals auch die Evangelisch-Lutherische Kirche initiierten gemeinsam ein abwechslungsreiches und liebevoll zusammengestelltes Programm mit viel viel Musik, Tanz, Unterhaltung - und natürlich Fußball. Am Nachmittag drängten sich hunderte Gäste in den Schlosshof, um die tollen Aufführungen der Tanzklasse zu erleben, Musik zu hören oder sich an der Bastelstraße zu probieren. Im gesamten Unteren Schloss und der Kirche fanden Veranstaltungen statt, die die Qual der Wahl nicht gerade erleichterten. Porzellanmalereien standen bei den Jüngsten genauso hoch im Kurs wie das traditionelle Holzhäuschenbauen oder das Fertigen eines Musikinstrumentes. Romina hatte sich zum Bau einer kleinen Trommel entschieden und stellte unter Anleitung von Karl-Heinz Wetzel ein solches Schlaginstrument her. Im Eingangsbereich konnten die Jüngsten aus Pappkartons eine große Burg bauen, die bereits darauf hinweisen soll, dass es in nächster Zeit auch ein Museum auf dem Greizer Oberen Schloss geben wird, wie Simone Damm betonte. Viele Musikdarbietungen konnten die Gäste des Festes im Innenhof des Schlosses erleben. Filmmusiken, gespielt von Lehrer Helmut Colditz und Carl-Alexander Strobel, die unter anderem "Hallo, Dolly" und "Down by the riverside" auf dem Saxophon interpretierten. "Toll, was hier los ist", befand Christine Schulze. Ihr gefalle vor allem, dass man an diesen Tagen auch weniger bekannte, aber hochwertige Musikstücke hören könne. Im Weißen Saal fand das Musical „„Die schiffbrüchigen Seefahrer“ von Manfedo Zimmermann große Beachtung. Etwa zwei Dutzend Musikschüler wurden in die Aufführung einbezogen, wie Kirsten Wetzel sagte. „Das war uns wichtig“, so die Pädagogin, die gemeinsam mit Gretel Töpfer und Georgi Pawlow seit Februar dieses Stück einstudierte. Auch das Publikum wurde mit eingebunden, sang sogar kräftig mit. Eine weitere Aufführung sei allerdings nicht geplant, so Wetzel. „Jazz, Pop and more“ gab es mittlerweile im Innenhof zu hören. Clemens Manck sang mit Unterstützung der Musikschulband die Titel „Dreams of my reality“ oder „Knockin‘ on heavens door“, was mit reichlich Beifall belohnt wurde. Parallel wurde in der Stadtkirche die Carmen-Suite mit den „Vielsaitigen“, der „Camerata“ und den „Violinchen“ unter Leitung von Doris Floß aufgeführt. Bei so viel Unterhaltung wurde natürlich aus das eigentliche Thema des Tages nicht vergessen: der Fußball. In der Galerie des Schlosses konnte man am Abend gemeinsam auf einer Leinwand das Spiel Deutschland gegen Australien verfolgen. Bereits am Nachmittag fand in den Museumsräumen ein Kickerturnier statt. Der besondere Dank gelte abschließend vor allem den drei Fördervereinen, ohne die dieses Fest nie so hätte gelingen können, wie die Veranstalter betonen.


14. Juni 2010 /OTZ

„Roster und Steaks hat doch jedes Dorffest“

Gut besuchtes Brotsuppenfest in Naitschau

Von Marcel Hilbert Naitschau.

„Das besondere an der Naitschauer Brotsuppe ist, dass es sie überhaupt noch gibt“ - Gunter Horlbeck und seine Naitschauer Feuerwehrkameraden betreiben eine ganz besondere Art der Traditionspflege. Seit fast zehn Jahren findet das Dorffest des Ortes unter dem Namen „Brotsuppenfest“ statt. „Wir wollen damit dieses ehemalige Arme-Leute-Essen wieder bekannt machen“, erklärt Horlbeck. Und so werden in Naitschau gleich zwei verschiedene Arten der Brühe angeboten, eine mit Wurstsuppe als Grundlage, die andere mit Gemüsebrühe. „Roster und Steaks hat schließlich jeder“, sagt Horlbeck, „Außerdem ist unser Dorffest so deutschlandweit einmalig.“ Doch nicht nur das Essen steht bei den Naitschauern ganz oben, auch der Spaß darf nicht zu kurz kommen. So wurde am Sonnabend der Auftakt des Sommerfestes mit einer Disco im Innenhof bestritten. Schon früh am Sonntagmorgen herrschte viel Betrieb, bei den Gaudiwettkämpfen hieß es, Geschick mit dem Holzkarren zu beweisen und ihn sicher durch einen Parcours zu steuern. Am Nachmittag sorgte der Stadtjugendring Greiz mit dem Spielmobil für Unterhaltung bei den jüngsten Besuchern, Musikdirektor Ulrich Frigo und die Neugernsdorfer Schalmeienkapelle lieferten die musikalische Umrahmung. Als Höhepunkt stand eine Feuerwehrübung auf dem Programm, bei der ein Verkehrsunfall ohne Personenschaden simuliert wurde. „Allerdings erleidet der Unfallfahrer einen Herzinfarkt“, meint Horlbeck, der mit seinen Kameraden in diesem Rahmen die Anwendung des Automatisierten Externen Defibrillators (AED) vorführt, einem Gerät für Laien, mit dem, so berichtet er weiter, gut 100 000 Herztode im Jahr vermieden werden könnten.


14. Juni 2010 /OTZ

Jagd nach der Rezeptur auf der Schriftrolle

72 Besucher erleben die Kindergruselnacht

Greiz (OTZ/S. Groß).

„Spinnenbein und Drachenpups, Tauben und auch Raben - Gold will ich haben“, so lauten die Zaubersprüche des Alchemisten, der seit vielen hundert Jahren gefangen auf dem Oberen Schloss die reußische Staatskasse sanieren soll. Pech für ihn, gerade als er mit der Rezeptur fliehen wollte, begegnete ihm Schlossfee Johanna alias Silke Stark. Sie führte Freitag zur Dämmerstunde die Gäste der Kindergruselnacht über den unteren und oberen Schlosshof bis hinauf zum Turmgarten. Dabei erzählte sie sehr anschaulich an den szenisch dargestellten Stationen die Geschichte von der Gier des Fürsten und den Zaubermächten nach dem edel glänzenden Metall. Schnell halfen ihr die Kinder dabei in den mit Fackeln erleuchteten Gängen die Schriftrollenteile der Rezeptur zusammen zu tragen. Gemeinsam mit dem Alchemisten alias Danny Reichel soll unter sprühenden Funken und lautem Knall das Experiment vollendet werden. Listige Hexenweiber und der flinke Goldgnom, gespielt von Susanne Linke, versuchen ihnen das riesige Gold-Nugget abzujagen. Doch die Kinder - gestärkt durch Zauberkekse - wissen dies zu verhindern und Schlossfee Johanna setzt mit der Verwandlung der bösen Gestalten in Felsbrocken dem Zauber ein Ende. 72 Besucher waren zur Kindergruselnacht, erdacht und ausgeführt vom Greizer Modeund Showteam, gekommen, die die amüsante Gruselei in drei Durchgängen erlebten.


14. Juni 2010 /OTZ

Gommlaer Wendeschleife wird zum Spieleparadies

Kinderfest mit Ponyreiten und Karussell

Gommla (OTZ/gru).

Zum traditionellen Kinderfest verwandelte sich die Buswendeschleife am Feuerwehrgerätehaus in Greiz-Gommla am Sonnabend wieder zum Kinderparadies. Beim Ponyreiten einmal ums Rondell konnten sich die kleinen Gäste das bunte Treiben von oben betrachten. Bunt ging es auch am Kinderschminktisch zu. Hier ließ sich Emely-Sophie ein lustiges Clownsgesicht aufmalen. Zu mehr als einer Fahrt lud das Kinderkarussel in der Mitte des Platzes ein. Kindgerecht stärken ließ es sich dann am Softeis- und Süßigkeitenstand. Doch auch für die Eltern wurde die Zeit in Gommla nicht lang. Präzision und vor allem ein ruhiger Finger am Abzug waren beim Luftgewehr-Schießen gefragt. Wer die höchste Schussgenauigkeit zeigte, durfte sich am Ende über eine ordentliche Schwarzwildkeule freuen.


14. Juni 2010 /OTZ

Ein besonderer Jahrgang

Zur Feierstunde im Greizer Theater erhalten 69 Schüler ihre Abitur-Zeugnisse

Christian Kießling, Peter Coburger und Karl Schaller (v.l.) schlossen ihr Abitur mit der Note 1,0 ab.
Christian Kießling, Peter Coburger und Karl Schaller
(v.l.) schlossen ihr Abitur mit der Note 1,0 ab.
Foto: Marsch
Schulleiter Jens Dietzsch (li.) überreicht mit dem Greizer Bürgermeister Gerd Grüner (2.v.l.) die Abiturzeugnisse.
Schulleiter Jens Dietzsch (li.) überreicht mit dem Greizer
Bürgermeister Gerd Grüner (2.v.l.) die Abiturzeugnisse.
Foto: Marsch

Von Antje-Gesine Marsch Greiz.

Am Freitagabend bekamen 69 Schülerinnen und Schüler des Staatlichen Gymnasiums Greiz während einer Feierstunde im Theater ihre Abiturzeugnisse überreicht. „ABI“rigines nannten sich die Gymnasiasten, die in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes waren, wie Schulleiter Jens Dietzsch in seiner Festrede unterstrich. Zum einen waren es die letzten Schüler, die nach dem alten Punktesystem bewertet, die letzten, die im alten Schulgebäude in der Pohlitzer Straße unterrichtet wurden und die erste Klassenstufe im


14. Juni 2010 /OTZ

Auf Försters Spuren durch den Greizer Wald

Zur Waldführung mit Förster Jens Frotscher.
Zur Waldführung mit Förster
Jens Frotscher.
Kettensägen-Kunst.
Kettensägen-Kunst.
Fotos: OTZ/Grunert

Tag des Waldes und der Jagd in Waldhaus

Waldhaus (OTZ).

„Wenn ich über den Wald rede, kenne ich kein Ende“, gesteht Förster Jens Frotscher. Dazu bestand am Sonnabend zum Tag des Waldes und der Jagd im Forstbetriebshof Waldhaus aber auch kein Anlass. Vielfältig präsentierten hier die Mitarbeiter des Forstes ihr Arbeitsfeld. Das Nachhaltigkeitszentrum Ostthüringen führte die kleinen Besucher mit Pflanzen-Quiz und Tierrätsel spielerisch an die Bedeutung und Funktion des Waldes heran. Wie filigran man mit der Kettensäge arbeiten kann, demonstrierten Uwe und Frank Hempel, die die Tiere des Waldes aus Holz arbeiteten. Nicht ganz so detailverliebt aber nicht minder präzise müssen die Forstwirte zu den Waldarbeitsmeisterschaften mit der Säge umgehen. Vor zahlreichen Zuschauern zeigten sie mit Kombinations- und Präzisionsschnitt eine kleine Auswahl aus den Wettbewerbsanforderungen. Wer sich von der vielfältigen Arbeit des Försters ein Bild vor Ort machen wollte, konnte mit Revierförster Jens Frotscher auf Waldführung durch den Greizer Wald gehen, den er seit 18 Jahren betreut. Interessante Entdeckungen, wie über 200 Jahre alte Buchen, konnte man links und rechts des Weges machen. „Jedes Stück Wald hat einen Namen und eine Nummer“, erzählte Frotscher. Auch das Geheimnis um die farbenfrohe Kennzeichnung einiger Bäume wurde gelüftet. „Dieser Baum hier trägt einen grünen Punkt“, sagte der Förster und zeigte auf eine imposante Fichte. „Hierbei handelt es sich um einen Zukunftsbaum“, fuhr er fort. Diese Z-Bäume weisen keine Schäden auf und bringen, wenn sie Jahrzehnte gut gewachsen sind, als Erntebäume ordentlich Erlös in die Forst-Kassen. „Das war spitze“, freute sich ein Zwickauer Teilnehmer des Waldrundganges, als Frotscher zum Abschluss noch die schönste Eiche im Revier präsentierte. Mit der Prognose, dass es dieses Jahr ein gutes Pilzjahr gebe, entließ Frotscher die rund zehn Interessierten aus seinem Wald.


14. Juni 2010 /OTZ

Deftig-feurig für Zunge und Gaumen

Beim Grillfest der Feuerwehr in Wildetaube

Von Silke Groß Wildetaube.

Mit Deftigem vom Grill und ebenso scharfer Satire feierten die Feuerwerker in Wildetaube am Sonnabend ihr 19. Grillfest. Zur Partymeile mit Tresen, Bar, Festzelt und natürlich dem üppig bestückten großen Rost wurde das Gelände vor dem Gerätehaus. Zu den Gästen, die sich bereits am Nachmittag dort einfanden, zählten auch die Kameraden der Partnerfeuerwehr aus Bayern um Ulm. Mit einem Showprogramm aus Gesang, Tanz und Rezitationen unterhielten auf spielerisch lustige Art die Kinder der Kindertagesstätte. Nicht schlecht staunten da die Gäste, was die Zwei- bis Sechsjährigen auf die Bühne brachten. Zu Country-Musik tanzten die Linedancer aus Altgernsdorf. Die Formation mit heute 18 Tänzern hat sich vor drei Jahren gegründet und nutzt die Turnhalle Wildetaube für ihre Proben. Traditionell wurden die Linedancer von Feuerwehr-Vereinsvorsitzenden Klaus Götz mit einem Whisky begrüßt. Zu später Stunde gab es speziell auf Ortsgeschehen und Feuerwehr zugeschnittene Satire. Ein Highlight, auf das man sich hier jedes Jahr besonders freut. Wunschmusik Querbeet legte DJ Andreas „Zippy“ auf.


14. Juni 2010 /OTZ

Gänsemarsch im Regencape

Für Gänsemagd-Premiere nunmehr auch „tierische“ Rollen besetzt

Greiz (OTZ/-lz).

Der Countdown läuft - am Sonnabend soll die Premiere für „Die Gänsemagd“ auf der Schlosshofbühne steigen. Genau eine Woche vorher konnte Regisseurin Anke Hartmann die letzten „tierischen“ Rollen besetzen: Wie erhofft waren Acht- bis Zehnjährige aus Greiz, Waltersdorf und Neumühle zur Probe Sonnabendnachmittag gekommen, um sich für eine Rolle in der Gänseherde zu bewerben. Und so erlebten Vanessa, Rabea, Laura, Anne und Fritz ihre erste gemeinsame Probe für die Szene, in der die Gänse ihren Schabernack mit Hirtenjunge Kürtchens Hut treiben. Der elfjährige Till Hartmann spielt das Kürtchen. Er kann schon auf einige Theatererfahrung verweisen. Doch zunächst muss der typische Watschelgang für den Gänsemarsch geübt werden. Als ausgerechnet zu Probenbeginn der Regen einsetzt, sind Regencapes für die Akteure unvermeidlich. Auch der einzige Junge in der Gänseherde bringt schon Bühnenerfahrung aus zwei Weihnachtsmärchen mit. Der neunjährige Fritz ist Märchenexperte, wie seine Eltern Silvia und Frank Wetzel erzählen. Sie haben ihren Sohn zur Probe begleitet. „Wir unterstützen das gern. Fritz soll machen, was ihm Spaß macht. In der Truppe um Anke Hartmann ist der Zusammenhalt toll. Wir wussten gleich, hier ist er gut aufgehoben“, betont Silvia Wetzel. Ein bühnentaugliches Pferd für die Rolle des Fallada ist ebenfalls gefunden: Petra Hollstein von der Markersdorfer Horseman-Ranch stellt den Haflinger- Wallach Samurai zur Verfügung. Sie selbst wird das gut erzogene 20-jährige Tier begleiten und ist gespannt auf die Aufführung. Freitag ist Generalprobe.
Aufführungen: Sonnabend: 10; 14 und 18 Uhr; Sonntag 10 Uhr.


14. Juni 2010 /OTZ

Nur ein Wimpernschlag

Stimmungsvoller Abschluss einer gelungenen Landesmeisterschaft: Nach der Siegerehrung und einem zweiten gemeinsamen Spiel ließen die 450 Teilnehmer rot-weiße Luftballons in den Triebeser Abendhimmel steigen.
Stimmungsvoller Abschluss einer gelungenen Landesmeisterschaft:
Nach der Siegerehrung und einem zweiten gemeinsamen Spiel
ließen die 450 Teilnehmer rot-weiße Luftballons in den
Triebeser Abendhimmel steigen.
Foto: OTZ/Beikirch

Triebeser Fanfarenzug bei eigener Meisterschaft mit Top-Leistung - Auch Greiz Zweiter

Von Steffen Beikirch Triebes (OTZ).

Die Meisterschaft als Meisterstück. Mit seinen erstmals ausgerichteten Landestitelkämpfen der Turnerspielleute erwarb sich der 1. Triebeser Fanfarenzug am Sonnabend viel Lob von Akteuren, Kampfrichtern und Publikum. Trotz Doppelbelastung als Organisator und Teilnehmer war auch die eigene musikalische Darbietung top. In der Pokalklasse der Fanfarenzüge unterlag Triebes dem Favoriten aus Ilmenau hauchdünn mit nur 0,16 Punkten Differenz. „Das sind Wimpernschläge“, suchte Hauptkampfrichter Michael Hartung (Mühlhausen) einen Vergleich. „Einmal die Fanfare falsch hochgenommen, einmal einen falschen Trommelschlag oder einen falschen Ton, einmal einen falschen Schritt“ - mehr Unterschied gebe es da nicht. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir so weit rankommen“, freute sich auch Fanfarenzug- Chef Andreas Senkowski. „27 machen natürlich weniger Fehler als 53“, wies er auf die unterschiedliche Besetzung hin. Die Triebeser musizierten mit doppelt so vielen Musikern wie Ilmenau. In der darüber rangierenden Leistungsklasse 1 hatte Vorjahresmeister Greiz nach dem Einzelstart diesmal wieder Konkurrenz. Und Bachra gewann mit 84,19 zu 79,17 Punkten. „Wir kennen unsere Defizite“, resümierte Stabführer Michael Lippert, als ihm Kreissportbundvorsitzender Uwe Jahn am Abend zum Vizemeister gratulierte. Bei den Spielmannszügen gingen die Titel nach Mühlhausen (LK1) und Gehren/Geraberg (Pokalklasse). Im Nachwuchsbereich konnte sich der Spielmannszug „Frisch voran“ Schmölln/ Gößnitz über den Vizemeistertitel freuen. Die Kinder wurden beim Ausmarsch mit einer La-Ola-Welle von

ihren Betreuern gefeiert. Auch andere Teams hatten ihre Fanclubs dabei. Rund 1300 zahlende Gäste verfolgten über den ganzen Tag verteilt das achtstündige Spektakel auf dem Sportgelände „Spielwiese“. Bei besten Bedingungen mussten sich die Züge in Pflicht und Kür präsentieren. 14 Kampfrichter vergaben Noten und berechneten die Gesamtpunktzahl nach den drei Hauptkriterien: dem sauberen und notengerechten Spiel der Melodieinstrumente, dem Spiel der Rhythmusinstrumente sowie dem Stabführer- Einsatz samt formalen Anforderungen. Eröffnet wurde die Meisterschaft vom Triebeser Fanfarenzug- Gründer Erich Scholz, der 1973 mit 15 Spielleuten angefangen hatte. Heute ist daraus ein starker Verein geworden. „Auf denn, ihr Turnerspielleute, tretet in die Bahn! Kraft und Mut geleite euch zum Sieg hinan!“ rief er den Akteuren zu. Nach getaner Arbeit tanzten die Spielleute abends im Festzelt zur Musik von „OB-live“ auf den Tischen. Etwa 180 Aktive aus Mühlhausen, Groitzsch und Klengel-Serba blieben auch über Nacht und schlugen in der alten Schule ihr Lager auf.

Kommentar

Sachsen-Siege

Von Steffen Beikirch

Da staunte mancher: In Triebes wurde am Samstag plötzlich der Landesmeister des Freistaats Sachsen ausgerufen. Der Moderator aus Crimmitschau konnte eben seine Herkunft nicht verleugnen. Natürlich entschuldigte sich Volker Kräker, der nette Kerl am Mikro, unverzüglich beim Publikum. Natürlich kann die kleine Peinlichkeit nicht den Gesamteindruck des Tages schmälern. Denn der war einfach großartig. Acht Stunden Wettkampfatmosphäre auf der „Spielwiese“, dazu noch Vor- und Nachbereitung inklusive selbst bestrittener Versorgung und einem Rahmenprogramm, das nichts zu wünschen übrig ließ. Inklusive Abendparty und Frühschoppen tags darauf - man muss den Hut ziehen vorm 1. Triebeser Fanfarenzug, der sich auch noch Vizemeister 2010 der Pokalklasse nennen darf. Wertschätzung wurde der Veranstaltung nicht nur durch Förderer, etwa den neuen Hauptsponsor AWG „Frohe Zukunft“ oder die Sparkasse Gera-Greiz, zuteil. Auch der Kreissportbund würdigte die tolle Leistung. Vorsitzender Uwe Jahn überbrachte 800 Euro Kreiszuschuss und zeichnete Fanfarenzug-Mitglied Eileen Kielmann aus. Die Triebeserin hatte maßgeblich mitorganisiert. Und verhinderte als Co- Moderatorin manchmal weitere sächsische Ausrutscher.


14. Juni 2010 /OTZ

Klassikgenuss unter freiem Himmel

Konzert-Atmosphäre gestern auf der Ruine.
Konzert-Atmosphäre gestern auf der Ruine.
Foto: Denise Kirchner

110 Gäste genießen am Sonntagnachmittag das Promenadenkonzert auf Reichenfels

Reichenfels (OTZ/niseki).

Public Viewing am Abend, Public Hearing bereits am Nachmittag. Dazu lud Moderator Jan Meinel die Gäste zum Promenadenkonzert der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach gestern auf der Burgruine Reichenfels ein. Jiri Malat, seit 2004 Chefdirigent, führte die Musiker bei Stücken von Brahms, Tschaikowski oder Rossini. Bei Tschaikowskis „Dornröschen- Suite“ fehlte nur noch das Dornröschen, das durch die alten Gemäuer läuft. Historische Brücken zwischen Mascagnis Intermezzo sinfonico aus „Cavalleria rusticana“, der sizilianischen Bauernehre und der Ballettmusik von „Faust“ von Charles Gounod knüpften die Instrumentalisten. „Die sizilianische Bauernehre ist das Lieblingslied meiner Frau, da schloss ich die Augen und genoss, denn genau in diesem Moment kam auch die Sonne heraus. Das kann man nicht vorhersehen“, resümierte Gerhard Pfannkuchen sein musikalisches Erlebnis unter freiem Himmel. „Ein breites Programm, das schön vorbereitet wurde“, meinte er weiter. „Ein interessanter Klassikgenuss und eine gute Vorbereitung zum unterhaltsamen Fußballabend“, freute sich ein anonymer Berliner Gast, der zuletzt „als Kind vor rund 35 Jahren auf der Burgruine herumtollte“, wie er erstaunt feststellt. Bereits zum zwölften Mal holte Angelika Kühn von Hintzenstern, Mitarbeiterin der Stadt Hohenleuben, die Philharmoniker zum Gastspiel vor einzigartige Kulisse: „110 Eintrittskarten haben wir verkauft, das Wetter passte und das Ambiente ist wie immer toll.“ Musikalisch erhellt wird die Burgruine Reichenfels bereits wieder in zwei Wochen. Denn am 26. und 27. Juni findet das traditionelle Chortreffen der Luther-Liedertafel statt.


14. Juni 2010 /OTZ

Vier Abiturienten mit der Note 1,0

Silvia Drescher
Silvia Drescher
Foto: Rudolf Richert

Gymnasium Zeulenroda ehrt Schüler

Von Isabella Glock Zeulenroda.

73 Abiturienten des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Zeulenroda wurden am Freitagabend in ihre Zukunft entlassen. Sie erhielten in der Stadthalle ihre Abiturzeugnisse. Die Abschlussfeier diente nicht nur der Verabschiedung des Abi-Jahrgangs 2010, sondern auch der Motivation und Ermutigung, alle kommenden Hindernisse ebenso gut zu meistern wie den Schulabschluss. Unter diesem Thema standen auch die bewegenden Worte von Schulleiter Gerald Machunze, dem Vorsitzenden des Fördervereins, Bernd Böhm, und weiteren Mitwirkenden sowie Schülern und Lehrern, die an der Gestaltung des Abends beteiligt waren. „Gut gemeistert“ haben das Abitur tatsächlich die meisten. Mit sechs Schülern, die eine Abiturnote von 1,1 oder besser erreichten, hat das Gymnasium eine ganze Reihe begabte junge Menschen vorzuweisen. Die Note 1,0 erreichten Julia Holzapfel, Lisamaria Gebhardt, Sophia Liebetrau und Quynh Nhu Truong. Die Note 1,1 gab es für Silvia Drescher und Karina Berkholz. Drei Abiturienten, die neben sehr guten Leistungen auch noch herausragende soziale Kompetenzen aufweisen, erhielten vom Förderverein der Schule den Friedrich-Schiller-Preis. Dieser war im vergangenen Jahr zu Ehren des 250. Geburtstages des Namensgebers ins Leben gerufen worden. Für ihr überdurchschnittliches Engagement wurden dieses Jahr die Abiturientinnen Julia Holzapfel, Lisamaria Gebhardt und Quynh Nhu Truong geehrt. Auf musisch-künstlerischen und literarischen Gebieten besonders begabte Schüler haben jedes Jahr die Chance, den Ernst-Stemmann- Preis zu erhalten. Dieser ist nach dem ehemaligen Schulleiter des Zeulenrodaer Gymnasiums benannt. Die diesjährige Ehrung erhielt Silvia Drescher. Ausschlaggebend war beispielsweise ihr umfassendes künstlerisches Talent, die zahlreichen Arbeiten, die sie der Schule zur Verfügung stellte und eine eigene Ausstellung in Pausa. Silvia Drescher möchte ihr Hobby nun zum Beruf machen. „Mit Mut in die Zukunft“ könnte der Leitspruch des Abiturjahrgangs 2010 lauten. Allen Abiturienten gab man die besten Wünsche für weitere Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen - und eben auch Mut - fürs weitere Leben mit auf den Weg. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten am Freitagabend der Musikgrundkurs mit den Solistinnen Lisa-Marie Köppel und Maike Kröger, der Chor, die Theatergruppe sowie Patrick Richter und Anna Müller am Klavier.


14. Juni 2010 /OTZ

Schwarz lackierter Erfolgs-Trabi

80 „Rennpappen“ jagten zum 6. Pausaer Trabantrennen am Sonnabend über den rund zwei Kilometer langen Kurs im Pausaer Gewerbegebiet. Nach acht Stunden siegte das Team „200 Puls 2“ vor den Vorjahresgewinnern von „Scheune III“ und dem „Tax Speed-Team“.
80 „Rennpappen“ jagten zum 6. Pausaer Trabantrennen am Sonn-
abend über den rund zwei Kilometer langen Kurs im Pausaer Ge-
werbegebiet. Nach acht Stunden siegte das Team „200 Puls 2“
vor den Vorjahresgewinnern von „Scheune III“ und dem
„Tax Speed-Team“.
Foto: Jürgen Stefaniak
Die Gewinner vom Team „200 Puls 2“ mit Axel Schlutter, Tobias Hofmann und Sascha Lindner (von links).
Die Gewinner vom Team „200 Puls 2“ mit Axel Schlutter,
Tobias Hofmann und Sascha Lindner (von links).
Foto: Jürgen Stefaniak

Rund 3000 Zuschauer beim 6. Pausaer Trabantrennen - 80 Teams gehen an den Start

Von Jürgen Stefaniak Pausa.

Die sechste Auflage des Pausaer Trabantrennens ist Geschichte. Als Sieger konnte sich das Team „200 Puls 2“ aus Niederböhmersdorf eintragen und beim Rennball am Samstagabend den Wanderpokal in Empfang nehmen. Neben Teamchef Sascha Lindner saßen Axel Schlutter und Tobias Hofmann am Steuer des schwarz lackierten Trabant mit der Startnummer 38. Insgesamt 118 Mal kurvte die schwarze Rennpappe über den gut zwei Kilometer langen Kurs im Pausaer Gewerbegebiet. Pünktlich um 10 Uhr schickte Pausas Bürgermeister Jonny Ansorge die 80 Teams auf die acht Stunden währende Rundenhatz. Nach dem Qualifying standen die späteren Sieger vom Team „200 Puls 2“ nur auf Platz 11 der Startaufstellung. Hier hatte der Greizer Gunter Höfer vom Team Aufbau (R)ost die Spitzenposition inne, vor den Mannen von „200 Puls 1“ und dem Ebersgrüner Team „Kfz-Werkstatt Zauge“. Im Vorderfeld der Startaufstellung standen auch die Teams vom „Werk Zwei“ aus Mehltheuer mit dem Dobiaer Jens Flach als Teamleiter (Platz 5) und Eric Schmidts „AG Rennsport“ aus Pöllwitz (Platz 8) mit den Pausaern Michael Wermig und Lars Müller. Auf Startplatz 36 gingen die Elsterberger Trabiritter um Marco Fröbisch ins Rennen, das sie schließlich als gute 37. mit glatt 100 absolvierten Runden beendeten. Schon zur Halbzeit lag der schwarze Trabant vom Team „200 Puls 2“ mit einer Runde Rückstand in Lauerposition. An der Spitze weilte zu diesem Zeitpunkt mit 57 absolvierten Runden Jens Flach vom „Werk Zwei“ vor den Ebersgrünern von der „Kfz-Werkstatt Zauge“ und den Pausaern „Elias Racing“. Insgesamt acht Teams lagen rundengleich auf Rang drei. Knapp zwei Stunden später hatte sich die Spitze des Feldes bereits in die Schlussreihenfolge eingereiht. Mit je 81 Runden führten da die Mannschaften „200 Puls 2“ vor den Vorjahressiegern von „Scheune III“ um Teamchef Wolfgang Wohlfeld aus Zeulenroda. Auf dem dritten Rang rangierte das „Tax Speed-Team“ mit Fahrern aus Pöllwitz und Zeulenroda vor dem besten sächsischen Team um Denise Ehrbar aus Langenbach, für die absolvierte 116 Runden für den vierten Platz reichte. Das beste Frauenteam kam dieses Jahr aus Pausa. Für ihr Team „Halligalli“ gingen Teamchefin Lisa Winkler, Maria Kleist und Stephanie Kunstmann ins Rennen. Gut 3000 Zuschauer sahen nach Angaben der Organisatoren die sechste Auflage des Rennens, das recht staubig begann. Mehrmals musste in den Rennpausen gewässert werden. Am Nachmittag wurde der Untergrund aufgrund einsetzenden Regens dann schmierig. Wie Rennleiter Fabian Riesch mitteilte, kamen von 80 gestarteten 22 Teams nicht ins Ziel. Ein Team musste wegen technischer Unzulänglichkeiten am Motor disqualifiziert werden. Die siebte Auflage des Pausaer Trabantrennens wird am 11. Juni 2011 gestartet.

Greizer Ergebnisse: 14. Hollyfield Stoffers 2 (Greiz-Schönfeld/110 Runden), 24. Teufelskerle (Greiz-Obergrochlitz/108), 25. RAS (Greiz/8).


14. Juni 2010 /OTZ

Kampf- und Kinderkunst im Autohaus

Zeulenrodaer Opel-Händler Schreiber feiert 20-jähriges Bestehen

Norbert Schreiber und Antje Schreiber übergeben die Preise des Malwettbewerbs an Kinder der „Frohen Zukunft“: Dustin Fischer, Josephine Eberhardt und Michelle Rabis (vorn von links) aus der Spatzen- und aus der Käfergruppe.
Norbert Schreiber und Antje Schreiber übergeben die Preise
des Malwettbewerbs an Kinder der „Frohen Zukunft“:
Dustin Fischer, Josephine Eberhardt und Michelle Rabis
(vorn von links) aus der Spatzen- und aus der Käfergruppe.
Foto: OTZ/Beikirch
Mitglieder der Gruppe „Wu Shu Nordstern“ bei der Kampfkunstvorführung am Nachmittag.
Mitglieder der Gruppe „Wu Shu Nordstern“ bei der Kampf-
kunstvorführung am Nachmittag.
Foto: OTZ/Beikirch

Von Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ).

Der Verkaufsraum wurde zur Showbühne, als das Autohaus Schreiber am Sonnabend 20- jähriges Bestehen feierte. Eigentlich eine Woche zu früh, aber da Opel das neueste Modell vorstellte, verband man beides gleich. „Am 20. Juni 1990 habe ich den Händlervertrag unterschrieben“, erinnerte sich Inhaber Norbert Schreiber. Beworben hatte sich der Weißendorfer damals bei VW, Ford und Opel. Bei der Marke mit dem Blitz erhielt er den Zuschlag, fuhr dazu direkt nach Rüsselsheim. Noch heute ist er froh, dass es Opel wurde. „Die haben meiner Meinung nach den loyalsten Händlervertrag.“ Allerdings ärgert sich der 56- Jährige über die Querelen der letzten Wochen mit Konzernmutter GM. Sie hätten dem Opel-Image geschadet und viele Interessenten verschreckt, die vor einer Kaufentscheidung standen. Der Familienbetrieb ist auch nach zwanzig Jahren gut aufgestellt. Unter den 16 Mitarbeitern findet sich Ehefrau Ute Schreiber (55) als Buchhalterin, Sohn Frank (32) als Servicemeister und Tochter Antje (29), die der Geschäftsführung assistiert. Auch Vater Willy Schreiber kümmert sich mit seinen 86 Jahren noch um den GMAC-Versicherungsdienst. Als Vorstandsmitglied der Kfz-Innung Ostthüringen engagiert sich Norbert Schreiber auch außerhalb seiner Firma für den Berufsstand. Und bildet stets zwei bis drei Lehrlinge aus. Am Sonnabend folgten rund 500 Gäste seiner Einladung. Das Programm konnte sich sehen lassen. Allen voran zwei Darbietungen der Gruppe „Wu Shu Nordstern“ von Christian Müller. Der Zeulenrodaer zeigte mit seiner Trainingsgruppe chinesische Kampfkunst vom Feinsten. Einen Kontrast dazu bot die Greizer Sängerin Maria Tschuck mit ihren vorgetragenen Balladen. Neben Kaffee und Kuchen warteten aber auch Kinderschminken und Torwandschießen. Am Glücksrad konnte man nicht weniger als 160 Servicegutscheine gewinnen. Am Nachmittag dann noch mehr Sieger: In der Kindereinrichtung „Frohe Zukunft“ hatte das Autohaus einen Malwettbewerb ausgerufen. Thema: „Wie würde mein Auto aussehen, wenn ich es selbst bauen dürfte?“ 30 Kunstwerke wurden eingesendet, die man nun bestaunen durfte. Zur Belohnung gab es für die „Käfergruppe“ einen Playmobil-Bausatz und für die „Spatzengruppe“ einen Gutschein für ein paar Inlineskater.


14. Juni 2010 /OTZ

Der Schwiegersohn ist der Beste für Helene Frank

99 Jahre Unterschied: Helene Frank mit Nelly und Mutter Yvonne.
99 Jahre Unterschied: Helene Frank
mit Nelly und Mutter Yvonne.
Foto: OTZ/Beikirch

Zeulenrodaerin feiert 100. Geburtstag

Zeulenroda (OTZ/St.B.).

„Nur gut, dass ich meinen Schwiegersohn habe“, sagt Helene Frank. Ohne Horst Metz wäre die Zeulenrodaerin vermutlich aufgeschmissen. Am Sonnabend feierte sie in der Schleizer Straße 53 ein großes Jubiläum - ihren 100. Geburtstag. „Die jungen Leute werden weggeholt und die Alten bleiben hocken und müssen irgendwann vielleicht noch das Licht ausmachen“, bewies die sympathische Dame an ihrem Ehrentag einen ziemlich deftigen Humor. Aber sie spricht aus eigener Erfahrung. Ihre Tochter verstarb bereits vor fünf Jahren, sodass sich Schwiegersohn Horst (70) nun weitgehend allein um Frau Frank kümmert. Dreimal täglich kommt er und bringt die Mahlzeiten. Dabei ist es günstig, dass er direkt auf der anderen Straßenseite wohnt. Frau Frank sitzt am liebsten am Fenster und schaut hinunter auf die Straße. „Ich erkenne aber niemanden mehr“, bedauert sie. Als gebürtige Zeulenrodaerin ging sie zu Römplers auf Arbeit. „Da habe ich gespult“, sagt sie. Später machte sie als Weberin weiter. „Da haben wir die ganzen Hosenträger gemacht.“ Am Sonnabendvormittag kam der Zeulenrodaer Beigeordnete Herbert Jende (Linke) gemeinsam mit Felicitas Kaufmann von der Stadtverwaltung zum Gratulieren. Ein paar Blumen und Einkaufsgutscheine im Gepäck. Auch ihre drei Schwestern hat Helene Frank schon überlebt. Am Nachmittag freute sie sich auf die Kinder von allen. Vermieter Michael Zetzmann und seine Frau Ilona bestätigten: „Der Schwiegersohn kümmert sich liebevoll um Frau Frank.“ Als „Hauswirte“ überbrachten sie ebenfalls die besten Wünsche. Gleiches von Tochter Yvonne Zetzmann und Lebensgefährte Andreas Pensold. Mit der kleinen Nelly, knapp ein Jahr alt, und Sarina (7) wurde Frau Frank überrascht. Sarina hatte extra ein Bild mit einem Blumenstrauß und einer Katze gemalt. Am heutigen Montag werden die Kinder der städtischen Einrichtung „Frohe Zukunft“ noch zum Singen erwartet.


14. Juni 2010 /OTZ

Noch auf Platz zwei vorgelaufen

Die Mädchen und Jungen der Grundschule „Friedrich Reimann“ Zeulenroda dürfen sich freuen: Sie wurden gestern Nachmittag beim Schul-Staffelwettbewerb im Waldstadion Zeulenroda Zweiter.
Die Mädchen und Jungen der Grundschule „Friedrich Reimann“ Zeu-
lenroda dürfen sich freuen: Sie wurden gestern Nachmittag beim
Schul-Staffelwettbewerb im Waldstadion Zeulenroda Zweiter.
Foto Jens Henning
Stabwechsel bei der Reimann-Grundschule.
Stabwechsel bei der Reimann-Grundschule.
Foto Jens Henning

Staffellauf: Weidaer gewinnen gestern im Waldstadion vor der Reimann-Grundschule

Von Jens Henning Zeulenroda (OTZ).

Die Sportlehrerin Steffi Hetzheim von der Grundschule „Friedrich Reimann“ Zeulenroda war gestern mindestens so aufgeregt, wie ihre Mädchen und Jungen. Kurz nach 14 Uhr gehörten ihre Mini-Leichtathleten zu den sieben Schul-Staffeln im Waldstadion in Zeulenroda-Triebes. Im Rahmen des 12. Zeulenroda- Meetings der Leichtathleten rückten plötzlich die Grundschüler aus der Region in den Mittelpunkt. Eine Endlos-Staffel stand an, zum zweiten Mal nach 2008. Alle 50 Meter wurde gewechselt. Sieben Mannschaften aus der Region und aus Ostthüringen wollten bei dem Spektakel dabei sein. Die Mannschaft, deren Startläufer nach insgesamt 3200 Metern zuerst wieder das Ziel erreichte, hatte gewonnen. Von Anfang an lag die Grundschule Weida-Liebsdorf in Führung. Die Mädchen und Jungen in den grünen Trikots flogen förmlich mit dem Staffelstab über die Laufbahn. Daging hinter war es richtig spannend im Kampf um Platz zwei. Lange, sehr lange sah es nach der Oettersdorfer Grundschule aus, die Zweite werden sollte. Ein toller Endspurt in der letzten Runde brachte die Mannschaft von der Grundschule „Friedrich Reimann“ aus Zeulenroda noch auf Position zwei vor den Oettersdorfer Schülern. Kapitän Christian Kirchner, der in die dritte Klasse geht und beim Zweifelderball auch schon mal einen Fairplay-Pokal gewann, hatte nicht nur den Staffellauf für seine Schule eröffnet, er trug den Stab auch über die Ziellinie. „Wir haben die Staffel dreimal geübt, vor allem die Wechsel. Das Training hat sich bezahltgemacht“, sagte Sportlehrerin Steffi Hetzheim. Die Mannschaft wurde vor dem Start noch einmal mächtig durcheinander gewirbelt. „Wir hatten sieben Ersatzläufer dabei. Viele Kinder waren bei anderen Veranstaltungen aktiv, einige sind noch krank geworden. Dafür ist der zweite Platz nicht hoch genug einzuordnen“, sagte Hetzheim. Auch nicht in Bestbesetzung ging die siegreiche Mannschaft aus Weida auf die Bahn. „Wir mussten einige Positionen umstellen. Trotzdem haben wir gewonnen. Was will man mehr“, sagte Sportlehrerin Sylvia Simon. Am heutigen Montag wird sie mit der Sieger- Mannschaft als Belohnung Eis essen gehen. „Das haben sich die Schüler verdient.“ Schulnoten muss Sylvia Simon nicht verteilen für den Staffelsieg. „Die sind alle so gut im Sport, die brauchen keine Extra-Note.“ Die zweite Zeulenrodaer Schule, die Grundschule Rötlein, wurde Sechste und damit Vorletzte. Zufrieden schaute auch Meeting-Direktor Hans-Peter Bischoff beim Staffelwettbewerb der Grundschulen zu. „Wenn man sieht, mit welcher Begeisterung die jungen Leute hier bei der Sache sind, kann es um den Sport und auch um die Leichtathletik gar nicht so schlecht bestellt sein“, sagte Bischoff.

Endstand: 1. Grundschule (GS) Weida-Liebsdorf, 2. GS Friedrich Reimann Zeulenroda, 3. GS Oettersdorf, 4. GS Bad Köstritz, 5. GS Auma, 6. GS Rötlein Zeulenroda, 7. GS Hohenleuben.


14. Juni 2010 /OTZ

Begeisterung auf und an der Matte

Ringen, Meisterschaft der Goetheschule Greiz

Greiz (OTZ/Rudi Stöhr).

Die Schulmeisterschaften im Ringen der Goethe-Grundschule wurden am Donnerstag durchgeführt. Obwohl nur sieben Jungen und ein Mädchen teilnahmen, herrschte eine tolle Stimmung. Etliche Eltern wollten sehen, was ihre Sprösslinge auf der Matte so leisteten. In den Kampfpausen überboten sich die Mitschüler im Luftwedeln, ansonsten sorgten sie für lautstarke Unterstützung. Jubelnde Siegerfäuste und Verlierer-Tränen gehörten gleichfalls dazu. Da es in fünf Gewichtsklassen nur Einzelkämpfer gab, fanden auch Freundschaftskämpfe statt. Im Vorfeld dieser Meisterschaften wurde ein Trainingsturnier der aktiven Nachwuchsringer der Lessing-Grundschule absolviert, welche gleichfalls Medaillen erhielten. Die Wettkampfleitung der Haupt-Veranstaltung oblag Vereinsjugendtrainer Andreas Mattern, als Mattenleiter fungierte Siegfried Lippke. Letzterer leitet seit 2004 die AG Ringen an der Schule. Zirka zehn Schüler nehmen am einmaligen Training pro Woche teil, sie sind sämtlich beim RSV Rotation Greiz aktiv. Einige von ihnen gewannen sogar Medaillen bei diesjährigen Landesmeisterschaften. Die Siegerehrung nahm Schulleiterin Carola Sturm gemeinsam mit Siegfried Lippke vor. „Unter Leitung von Siegfried Lippke haben sich die Kinder der AG Ringen das ganze Jahr auf diesen Tag vorbereitet“, sagte die Direktorin. „Traditionell finden zum Abschluss des Schuljahres die Schulmeisterschaften statt. Mit großer Einsatzfreude nahmen die Schüler der Grundschule daran teil. Bedanken möchte ich mich beim RSV Rotation Greiz für die sehr gute Zusammenarbeit“, fuhr Carola Sturm fort.

Ergebnisse: Mädchen (23 kg): Alina Seckendorf. Jungen, Nichtaktive (25 kg): 1. Samir Dinaj, 2. Phillipp Schnarze, 3. Paul Koth. Aktive (25 kg): Maximilian Böttger. Aktive (29 kg): Louis Sattelmayer. Aktive (31 kg): Lucas Kahnt. Aktive (46 kg): Elias Elster.


14. Juni 2010 /OTZ

Vogtland bekennt Farbe

Auf einer zweiten Bühne, auf der am Sonnabendnachmittag unter anderem Breakdancer aus Reichenbach auftraten, war bereits zu Beginn des Festivals „Rock für ein buntes Vogtland“ jede Menge los.
Auf einer zweiten Bühne, auf der am Sonnabendnachmittag unter
anderem Breakdancer aus Reichenbach auftraten, war bereits
zu Beginn des Festivals „Rock für ein buntes Vogtland“
jede Menge los.
Foto: Marcel Hilbert

Festival „Rock für ein buntes Vogtland“ lockt über 2000 Gäste an die Göltzschtalbrücke

Von Marcel Hilbert Netzschkau (OTZ).

Nach dem Überraschungserfolg der Premiere 2009 setzten auch bei der zweiten Auflage des Musik- und Kulturfestivals „Rock für ein buntes Vogtland“ am Sonnabend wieder 2000 Besucher ein Zeichen für kulturelle Farbenvielfalt und Toleranz. Vor der imposanten Kulisse der Göltzschtalbrücke im sächsischen Netzschkau organisierten die beiden Greizer Andreas Böttger und Daniel Kertscher gemeinsam mit der Vogtland Kultur GmbH ein farbenprächtiges Spektakel für jedermann. Bereits am Nachmittag lockten im Rahmen des Projektes „Brückenschlag“ eine Plauener Bigband, die jungen Tanzgruppen der Greizer Faschingsgesellschaft, das Weltmusik-Duo „Wunakina“ und eine Reichenbacher Breakdance-Gruppe die ersten Interessierten auf das Festgelände. Höhepunkt und Besuchermagnet war aber wie im Vorjahr das Abendprogramm. Nach dem Auftritt der Zeulenrodaer Hip Hopper „MC Dakks feat. Ambee“ enterten „Pub’n’Steel“ die große Bühne. Das Quartett mit Mitgliedern aus Hohenleuben und Wildetaube im Landkreis Greiz sorgte mit seinem Punk-Rock für gute Laune auf dem sich füllenden Platz. Ihnen folgten die Nürnberger Hardrocker „Bullet Stars“, bevor die Feuerakrobaten „Los Volcanos“ die Gäste mit ihrer Pyroshow faszinierten. Um den Anlass des Festivals in Erinnerung zu rufen, zeigten die Veranstalter den Film „Die Tragödie der Provinz“ über Rechtsextremismus im sächsischen und Thüringer Vogtland. Der mittlerweile gut gefüllte Festplatz wurde im Anschluss bei den Bremer Rock’n’Rollern „Trashmonkeys“ und der belgischen Ska-Band „Smooth Lee“ zur Tanzfläche. Zum Verschnaufen zwischen diesen Bands tauchte ein großes Höhenfeuerwerk die ganze Umgebung getreu dem Festivalmotto in bunte Farben.


14. Juni 2010 /Vogtland-Anzeiger

Brücken, Breakdance und Big Band

Angela Görner (3.v.l.) überreicht die Preise der Aktion Brückenschlag an die Schulen.
Angela Görner (3.v.l.) überreicht die Preise der Aktion
Brückenschlag an die Schulen.

Familienfest an der Göltzschtalbrücke sehr gut besucht - Symbolisch Brücken geschlagen

Text & Bild Antje-Gesine Marsch

Symbolisch Brücken zu schlagen und praktisch Miniaturbrücken zu bauen war einer der zahlreichen Facetten des Nachmittagsprogramms, das im Vorfeld des großen Events "Rock für ein buntes Vogtland" am Sonnabend vor der Göltzschtalbrücke über die Bühne ging. Zum Wettbewerb „Aktion Brückenschlag“ selbst meldeten sich zwar nur drei Teilnehmergruppen an, doch das tat dem Ganzen keinen Abbruch. "Wir hätten uns zwar über eine größere Beteiligung gefreut", so Angela Görner von der Vogtland Kultur GmbH, die für das Programm verantwortlich zeichnete, doch habe man so die ausgelobten 1000 Euro zwischen der Freien Regelschule Reudnitz, der Mittelschule Netzschkau sowie dem Jugendclub "Subway" der AWO Netzschkau gleichmäßig aufgeteilt. Während die letzteren ihre Brücke im Wing-Zung-Prinzip, einer Geradlinigkeit, bauten, zierten die Brücke der Reudnitzer Regelschule Tatzenabdrücke. "Sie sind unser Schulsymbol, da wir schon jahrelang Waschbären beherbergen", erklärten die Schüler dazu. Die Netzschkauer Mittelschüler hatten den Anspruch, "so groß wie's geht" zu bauen und konstruierten über 20 Stunden an ihrem Mini-Viadukt. Auch kulturell wurde an diesem Nachmittag viel geboten. Gleich zu Beginn begeisterten die Kinder und Jugendlichen der Kinder Bigband des Vogtlandkonservatoriums Plauen mit Swingklängen und bereiteten mit ihrem schon professionellen Vortrag einen musikalischen Brückenschlag. Die Klingenthaler Brüder Max und Philipp, die mit ihrer Band WUNAKINA virtuos gespielte Weltmusik präsentierten, spielten förmlich den Regen herbei, der kurioserweise nach dem Act wieder aufhörte. Übrigens sehr zur Freude der Veranstalter, die eine Vielzahl von bangen Blicken gen Himmel schickten. Für stürmische Begeisterung sorgten auch die Breakdancer "Low Gravity" des Kinder-und Jugendzentrums „Moskito“ aus Reichenbach. Während sich die Kleinsten auf der Hüpfburg austobten oder an der Bastelstraße beschäftigten, konnten die Großen über den Platz schlendern und die zahlreichen Angebote der Händler bestaunen. Beispielsweise die von Swen Meinel aus Markneukirchen, der mit seiner bolivianischen Frau Handgewebtes, Waren aus Alpaka, Holz-, Filz- und Leder- und Spielwaren anbot und dabei die Kultur der Anden-Region präsentierte und durch fairen Handel die bolivianischen Hersteller unterstützt. Auch die Party-und Scherzartikel von Pia Burkhardt aus Gornsdorf fanden unter den Festbesuchern großes Interesse. "Ein rundum gelungene Veranstaltung", wie nicht nur Peter Stefan aus Plauen befand, der mit Frau und Kindern zur Göltzschtalbrücke kam, sondern auch Netzschkaus Bürgermeister Werner Müller, der auch zu den Gästen zählte.


14. Juni 2010 /Vogtland-Anzeiger

Das Vogtland rockte bunt und friedlich

Die Newcomer Band Cintest Sieger
Die Newcomer Band Cintest Sieger "Pub'n Steel" brachten den
Punk an die Göltzschtalbrücke.

Veranstalter ziehen positives Resümee - Wieder 2000 Besucher dabei

Text & Bild Antje-Gesine Marsch

Ein positives Resümee zum Samstagsevent "Rock für ein buntes Vogtland" zogen die beiden Veranstalter Daniel Kertscher und Andreas Böttger: "Wir sind sehr zufrieden, konnten an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen.“ Trotz des durchwachsenen Wetters kamen wieder 2000 Leute an die Göltzschtalbrücke. Es habe alles "super geklappt", auch habe man organisationsmäßig aus den Fehlern des Vorjahres gelernt. "Unser Zeitlimit, nämlich um 1 Uhr mit der Veranstaltung fertig zu sein, haben wir auch eingehalten", so Daniel Kertscher sichtlich erleichtert. Es gab zudem "keinen Stress“, alles sei friedlich verlaufen. Nachdem MC Dakks feat. Ambee aus Zeulenroda mit HipHop-Klängen auf den langen musikalischen Abend einstimmten, griffen im Anschluss die Newcomer des Band Contests „Pub’n steel“ in die Saiten und beherrschten mit Punk die große Bühne. Nun füllte sich das Areal um die Göltzschtalbrücke zunehmend mit jungen Leuten. Den erst am Vortag erfahrenen Ausfall der Band "Freischwinger" habe man gut kompensieren können, so Kertscher. Die Ersatz-Jungs von „Bullit Stars“ aus Nürnberg brachten mit Eigenkompositionen rockige Klänge ins Programm. Eine Pyroshow der Feuerakrobaten „Los Volcanos“ überzeugte ebenfalls, bevor dann die Bremer Rock’n Roll-Band „Trashmonkeys“ und die belgische Band „Smooth Lee“ auch den Letzten zum ausgelassenen Tanzen brachten. Um dem Anspruch des Events gerecht zu werden, sich „für ein buntes Vogtland“ zu engagieren, wurde der Film „Die Tragödie der Provinz“ gezeigt, der die Entwicklung des Rechtsextremismus in der vogtländischen Region widerspiegelt. Zu einem ganz besonderen Erlebnis avancierte noch das kunterbunte Höhenfeuerwerk, das vor der herrlichen Kulisse des historischen Bauwerks alle Festbesucher faszinierte „Dank dafür noch einmal an Uwe Heller von der Firma „Hell star fireworks“, der uns das sponserte“, wie Kertscher betonte.


14. Juni 2010 /OTZ

Kurz notiert:

WM-Fieber greift auf Greizer Westernhagenplatz über

Nicht einmal zehn Minuten mussten die Greizer Fußballfans gestern warten, bis sie das erste Tor der deutschen Nationalmannschaft beim 4:0-Sieg über Australien bejubeln durften. Auch am Freitag soll sich die „WM-Arena“ Greizer Westernhagenplatz wieder in einen Hexenkessel verwandeln. Dann kann dort die zweite Vorrundenbegegnung der Deutschen gegen Serbien um 13.30 Uhr auf Großbildleinwand verfolgt werden.
Foto: Marcel Hilbert

Nicht einmal zehn Minuten mussten die Greizer Fußballfans gestern warten, bis sie das erste Tor der deutschen Nationalmannschaft beim 4:0-Sieg über Australien bejubeln durften. Auch am Freitag soll sich die „WM-Arena“ Greizer Westernhagenplatz wieder in einen Hexenkessel verwandeln. Dann kann dort die zweite Vorrundenbegegnung der Deutschen gegen Serbien um 13.30 Uhr auf Großbildleinwand verfolgt werden.


Karikatur des Tages

Vuvuzelas in Berlin
Vuvuzelas in Berlin
Zeichnung: OTZ/Bruns


Bauarbeiten in der Bibliothek

Greiz (OTZ).

Heute beginnen Bauarbeiten in der Bibliothek am Greizer Kirchplatz. Deshalb werden bis voraussichtlich September dieses Jahres die unterschiedlichen Abteilungen des Hauses nur beschränkt zugänglich sein. Von heute bis zum 21.Juni ist aus diesem Grund auch der Online- Zugang nicht immer gewährleistet. Die Nutzer der Bibliothek werden dafür um Verständnis gebeten.


Ina Schiller wird neue Kämmerin

Elsterberg (OTZ/J. Stefaniak).

Ina Schiller aus Rothenkirchen wird im Sommer 2012 Nachfolgerin von Kämmerer Jürgen Claus im Elsterberger Rathaus, wie der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschloss. Die Mittvierzigerin aus Rothenkirchen, die derzeit noch für die Finanzen im Kreiskrankenhaus Greiz zuständig ist, war eine der sechs Bewerber auf die frei werdende Stelle. „Sie wird wie vorgesehen nach dem 1. Juli 2010 ihren Dienst hier bei uns im Rathaus antreten und vom Kämmerer Jürgen Claus eingearbeitet werden“, sagte Bürgermeister Volker Jenennchen auf Anfrage dieser Zeitung. Die Kommunalaufsicht des Vogtlandkreises habe nach Aussage des Elsterberger Bürgermeisters „grünes Licht“ für die zweijährige Einarbeitung von Ina Schiller, die im öffentlichen Teil der Ratssitzung zunächst kontrovers diskutiert wurde, gegeben.


Liebe Leserinnen und Leser,

das unverändert schwierige wirtschaftliche Umfeld und die allgemeine Kostenentwicklung zwingen uns auch in diesem Jahr, den Abopreis anzuheben. Ab dem 1. Juli 2010 wird Ihre Ostthüringer Zeitung damit monatlich 21,80 Euro kosten. Für Abonnenten, die ihre Bezugsgebühren bereits viertel-, halb oder jährlich abbuchen lassen, wird der neue Bezugspreis erst mit dem auf den 1. Juli 2010 folgenden Abbuchungszeitraum wirksam.
Ihre „Ostthüringer Zeitung“


Unbekannter springt auf Peugeot

Zeulenroda-Triebes (OTZ).

Am vergangenen Freitag, gegen 1.25 Uhr, wurde durch Unbekannte in Zeulenroda-Triebes, Otto-Grotewohl-Ring 34, ein Peugeot 306 beschädigt. Der Täter sprang laut Polizei auf dem Fahrzeug herum und warf eine Bierflasche gegen den Pkw. Der Täter konnte flüchten. Zeugen werden gebeten sich unter Telefon: 03661/6210 bei der Polizei in Greiz zu melden.


Helmut Hanke siegt beim Skatturnier

Naitschau (OTZ).

Das zweite Skatturnier in der Sommerrunde 2010 bei der Freiwilligen Feuerwehr Naitschau wurde am 10. Juni 2010 unter 28 Teilnehmern ausgetragen. Tagessieger wurde Skatfreund Helmut Hanke mit 2985 Punkten vor Marcel Peißker mit 2815 Punkten und Uwe Tyroff mit 2707 Punkten.
Alle Ergebnisse unter www.ffw-naitschau.de




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