11. Juni 2010 /OTZ

Kompakter zur WM-Zeit

Liebe Leser,

von heute an bis zum 12. Juli 2010 präsentiert sich ihr gewohnter Lokalteil für Greiz und für Zeulenroda-Triebes vorübergehend anders, als Sie das bisher gewohnt sind - beide Lokalteile werden vereint und kompakter - wir schnüren ein Lokalpaket daraus. Der Grund dafür ist das große Fußballfest, das uns alle in den nächsten vier Wochen in Atem halten wird. Die kompakte Präsentation der Lokalteile in einem Buch ermöglicht uns, den Druckvorgang zu verkürzen und so Zeit zu gewinnen für einen späteren Andrucktermin. So kann aktuell von der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika berichtet werden. Wir wollen alles unter einen Hut bringen: Die Fußballfans sind immer am Ball und auch das lokale Geschehen kommt zu seinem Recht, vom Kommentar bis zur Serviceinformation sollen Sie auf nichts verzichten. Unsere Redaktionsteams in Greiz und Zeulenroda- Triebes geben ihr Bestes, um die Balance zwischen dem hohen Sportinteresse dieser Tage und den lokalen Ereignissen zu halten. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen viel Freude beim Lesen,
Ihre Kathrin Schulz


11. Juni 2010 /OTZ

„Wir werden Weltmeister“

Mit dem Boot von Zeulenroda nach Südafrika: Die Jungen und Mädchen der Igel- und Käfergruppe aus der Zeulenrodaer Kindertagesstätte „Freundschaft“ unterstützen die deutsche Nationalmannschaft mit großem Jubel, wehenden Fahnen und geschminkten Wangen.
Mit dem Boot von Zeulenroda nach Südafrika: Die Jungen und
Mädchen der Igel- und Käfergruppe aus der Zeulenrodaer Kinder-
tagesstätte „Freundschaft“ unterstützen die deutsche National-
mannschaft mit großem Jubel, wehenden Fahnen und
geschminkten Wangen.
Foto: OTZ/Ute Flamich

Möglichkeiten des Öffentlichen-WM-Schauens in Zeulenroda-Triebes

Von Ute Flamich Zeulenroda-Triebes (OTZ).

Olé, olé, olé, olé! - Heute nun geht sie los: die so lang ersehnte Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Spätestens am Sonntag sollten alle Fans der deutschen Nationalelf die Daumen drücken beim Auftaktspiel der Löw-Kicker gegen Australien. Dass Deutschland tatsächlich Weltmeister wird - ja, das glaubt Oliver Hasert, Geschäftsführer des Bio-Seehotels in Zeulenroda-Triebes. „Da gibt es gar keinen Zweifel“, sagt er und lacht. Und damit der Hoteldirektor und alle anderen Fußballinteressierten das WM-Geschehen live verfolgen können, steht seit gestern eine 3,50 mal 2,10 Meter große Leinwand im Hotel-Biergarten, der sich in den vergangenen Tagen zu einem beliebten Platz entwickelt hat. Sitzgelegenheit gibt es für etwa 200 Besucher, gezeigt werden alle WM-Spiele. „Eingeweiht“ wurde die Leinwand gestern im Beisein von Gerd Wolf, Vorsitzender des FC Motor Zeulenroda und Taxiunternehmer. Er plant, zwischen der Stadt und dem Bio-Seehotel einen Shuttle-Service einzurichten. Interessierte können sich bei ihm melden unter Telefon: (036628) 83 475. Hinsichtlich eines deutschen WM-Sieges zeigte sich Gerd Wolf eher skeptisch. „Außerdem bringt es kein Glück, wenn man vorher sagt, dass Deutschland Weltmeister wird.“ Jörg Schmidt, der seit 1997 Inhaber der „Bowlingbar Zeulenroda“ in der Straße der DSF ist, sagte es trotzdem: „Wir werden Weltmeister.“ Auch in seiner Bar kommen Fußballfans auf ihre Kosten. Auf einer zwei mal drei Meter großen Leinwand werden alle Spiele der deutschen Mannschaft und alle Spiele der Weltmeisterschaft, die ab 16 Uhr laufen, gezeigt. Etwa 60 bis 70 Gäste


Es bringt kein Glück, wenn man vorher sagt, dass Deutschland gewinnt.

Gerd Wolf, Vorsitzender des FC Motor Zeulenroda


haben bei dem fußballbegeisterten Bar-Besitzer Platz. Auch Jürgen Podnecky, Vorsitzender des Triebeser Sportvereins, glaubt an die deutsche Nationalelf. „Auch im Jahr 2006 hatte niemand Deutschland auf der Liste und die Kicker haben eine super WM gespielt. Natürlich könnte es dieses Jahr auch Argentinien, Brasilien, Spanien oder England werden - jeder hatte mal eine gute und eine schlechte Phase in der Vorbereitung“, sagt Jürgen Podnecky und informiert, dass die Spiele der deutschen Mannschaft auf einer etwa vier mal drei Meter großen Leinwand auf dem Sportgelände Spielwiese, Straße zum Sportplatz 2/4, gezeigt werden. Diese Treffen richten sich vor allem an die Mitglieder des Sportvereins, generell aber hätten zwischen 100 und 150 Leute Platz. Die Ordnungsämter in Auma, Langenwetzendorf und im Vogtländischen Oberland haben bisher keine „Public Viewing“- Anmeldungen bekommen. Karsten Nödler vom Ordnungsamt Auma weist darauf hin, dass nach Paragraf 42 des Ordnungsbehördengesetzes solche Veranstaltungen anzumelden sind.


11. Juni 2010 /OTZ

Vom Zentrum bis zum Freizeitpark

Zur Fußball-WM mehrere Public-Viewing-Gelegenheiten in Greiz und Umgebung

Greiz (OTZ/KG).

Fußballgucken macht am meisten Spaß in der Gemeinschaft, davon konnten sich tausende Fans auf diversen Public-Viewing- Plätzen bereits überzeugen. Auch in Greiz und Umgebung wird zum öffentlichen Fußballerleben eingeladen. So startet heute Nachmittag die Greizer WM-Arena auf dem Westernhagenplatz, ab 14 Uhr geht es los. Hier werden alle WM-Spiele gezeigt, allerdings nicht alle auf der großen Leinwand. Heute um 15 Uhr wird die Fußballzeit im Freizeitpark Berga in Albersdorf angepfiffen. Großzelt und Leinwand sind dort aufgestellt, Fans können sich dort jedes Spiel der Meisterschaft ansehen. Die Eröffnungsspiele werden heute im Gasthof „Wilde Taube“ in Wildetaube übertragen. Im Saal wird die Leinwand aufgespannt. In der „Wilden Taube“ werden nicht alle Spiele gezeigt, sondern lediglich die drei Vorrundenspiele mit deutscher Beteiligung sowie die Achtel-, Viertel-, Halbfinalund Finalspiele. Auch im Greizer Zapfwerk I/ III in der Zeulenrodaer Straße werden alle Deutschland-Spiele über eine Großbildleinwand flimmern. Im Billardcafé Monte Carlo in Mohlsdorf können sich Fußballfans zum gemeinsamen Spieleschauen treffen. Übrigens: Wir suchen die stimmungsvollsten Fußball- Feier-Bilder. Sie können an Ostthüringer Zeitung Greiz, Burgplatz 10, 07973 Greiz, geschickt oder in der Redaktion vorbei gebracht werden. Einfacher ist es natürlich, das Foto per E-Mail an foto-gr@otz.de zu senden. Einsendeschluss ist der 12. Juli, für die drei eindrucksvollsten Bilder gibt es je ein Buch „Football’s coming home“.


11. Juni 2010 /OTZ

Gemeinsames Ballerlebnis bevorzugt

Wie in Fußballvereinen die WM erlebt wird

Von Katja Grieser Greiz (OTZ).

„In der Gemeinschaft Fußball zu schauen, ist besonders schön“, bringt es Johannes Reiher vom Hohndorfer SV auf den Punkt und erklärt damit zugleich, weshalb es so viele Fußballfans zum Public Viewing zieht. Er ist da keine Ausnahme. „Das erste Deutschland-Spiel am Sonntag werde ich mir auf dem Westernhagenplatz ansehen“, verrät Reiher. Für die heutigen Spiele hat er schon etwas anderes vor. Heute wird im Verein geguckt, nach der Mitgliederversammlung ist WM-Treff im Sportlerheim angesagt. Für Johannes Reiher steht fest, dass er kaum ein WMSpiel verpassen wird. Frank Brettfeld, Vereinschef des 1. FC Greiz, ist auch ein Fan von Public Viewing, hat sich auf dem Westernhagenplatz für zehn Leute sogar schon Plätze reservieren lassen. „Das ist ein super Umfeld dort“, schwärmt er von den Fußballübertragungen vergangener Jahre. Dass sich die Veranstalter immer große Mühe geben, spüre eben auch der Gast. „Wenn das Wetter mitspielt, dann finden Sie mich bei den WM-Spielen auf dem Westernhagenplatz“, so Brettfeld. Gerd Halbauer, Präsident des TSV Daßlitz, legt sich nicht auf einen Ort des Fußballschauens fest. „Mit den Sportfreunden im Vereinshaus, beim Public Viewing oder auch mal zu Hause“ wird er sich die Spiele ansehen. Je weiter das deutsche Team kommt, umso größer wird wohl auch die Party sein, die die Daßlitzer Kicker feiern werden, vermutet Halbauer, der bezüglich des Erfolgs der Löw-Elf skeptisch ist. „Wenn sie das Viertelfinale erreichen, sind sie gut“, sagt er und hofft insgeheim trotzdem aufs Halbfinale. Auch Johannes Reiher fürchtet, dass es diesmal wieder nichts wird mit der Trophäe. Er hofft genau wie Frank Brettfeld wenigstens auf ein Finalspiel mit deutscher Beteiligung.


11. Juni 2010 /OTZ

Tierkindersegen in Waldhaus

Ein Hirschkalb hat am Montag im Rotwildgehege das Licht der Welt geblickt. Insgesamt dreifachen Tierkindersegen gab es diese Woche bei Dam- und Rotwild im Greizer Tiergehege in Waldhaus.
Ein Hirschkalb hat am Montag im Rotwildgehege das Licht der
Welt geblickt. Insgesamt dreifachen Tierkindersegen gab es
diese Woche bei Dam- und Rotwild im Greizer Tiergehege
in Waldhaus.
Foto: OTZ/Susann Grunert
Jason und Josie von der Kita „Neuer Weg“ aus Greiz freunden sich mit dem Häschennachwuchs an.
Jason und Josie von der Kita „Neuer Weg“ aus Greiz freunden
sich mit dem Häschennachwuchs an.
Foto: OTZ/Susann Grunert

Im Tiergehege haben Dam- und Rotwild diese Woche dreimal Nachwuchs bekommen

Von Susann Grunert Waldhaus (OTZ).

Jeden Morgen macht Thomas Hempel seine Runde durch das Tiergehege in Waldhaus, um nach dem Rechten zu schauen, und eventuell neuen Nachwuchs zu begrüßen. Doch gestern ist dem Tierpfleger ein Neuankömmling in Waldhaus entgangen. Ein kleines Damwildkalb hat es sich - unter einem Baum versteckt durch Blätter und Äste - gemütlich gemacht. „Das muss letzte Nacht erst geboren sein“, wundert sich Hempel. Mit dem kleinen Tarnkönig hat sich der Nachwuchs bei Dam- und Rotwild im Tiergehege mittlerweile zum Trio entwickelt. Denn am Montag erblickte im Rotwildgehege ein Hirschkalb das Licht der Welt, ein weiterer Nachfahre von Hirsch Heinrich. Am Dienstag folgte Damwild-Junior Nummer eins und schließlich gestern Nummer zwei. In den nächsten Wochen ist zudem weiterer Nachwuchs beim Rotwild zu erwarten. Derzeit genießen die jungen Tiere das schöne Sonnenwetter im Liegen. „Die Hirschkühe legen anfangs ihre Kleinen ab und säugen sie morgens und abends“, erläutert Thomas Hempel. Die ersten drei bis vier Tage werden so verbracht. „So ab dem fünften Tag rennt der Nachwuchs dann der Mutter hinterher“, fährt er fort. Stolze 238 Tage trug die Hirschkuh den Rotwildnachwuchs aus. Die so genannte „Setzzeit“ ist in Europa von Mitte Mai bis Anfang Juni. Zurzeit ist das Haarkleid der Hirschkälber noch mit weißen Flecken gekennzeichnet. „Das Rotwild verliert diese Färbung in ein paar Wochen, beim Damwild geschieht dies erst mit dem Fellwechsel im Herbst“, erzählt Thomas Hempel. Zum Tag des Waldes und der Jagd am Sonnabend, von 10 bis 17 Uhr, können die Besucher die kleinen Hirschkälber vielleicht schon aus der Nähe betrachten. Auch kleine Häschen oder Ziegen laden zu einem Besuch des Tiergeheges ein.

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Fotografische Ansichten


11. Juni 2010 /OTZ

Status als Ringerhochburg erhalten

Die Ringer zur Fördermittelübergabe mit Uwe Jahn (l.).
Die Ringer zur Fördermittelübergabe mit Uwe Jahn (l.).
Foto: Peter Reichardt

RSV Rotation Greiz erneut als Talentförderzentrum Ringen des Landkreises bestätigt

Greiz (OTZ/Peter Reichardt).

Krafttraining war am Mittwoch bei den Ringern des RSV Rotation Greiz in der Greizer Jahnturnhalle angesagt. Und da staunte man nicht schlecht ob der Kraftreserven, die die jungen Ringer zeigten, aber auch wie geschickt sie diese nutzten, um noch mehr Power anzutrainieren, und damit die Voraussetzungen zu schaffen, den Gegner auf der Matte aufs Kreuz zu legen. Rund 60 Kinder und Jugendliche werden in fünf Stützpunkten im Landkreis Greiz betreut, wobei die besten zirka 20 Aktiven im Leistungszentrum Jahnturnhalle Greiz zusammengefasst sind und dort ein weitergehendes Training erfahren, so Trainer Andreas Mattern. Doch nicht nur Training bestimmt das Leben im Talentförderzentrum, sondern auch ein sehr intensives Wettkampfgeschehen. So sind an zirka 35 Wochenenden im Jahr die jungen Ringer des RSV Rotation Greiz zu regionalen und überregionalen Wettkämpfen unterwegs. Bei den Thüringer Landesmeisterschaften erkämpfte der Ringernachwuchs 27 Mal Gold und unterstrich damit die führende Rolle des Greizer Leistungszentrums im Thüringer Ringersport. Die jungen Ringer sollen die Tradition der Greizer Ringerhochburg fortsetzen, so Kreissportbundchef Uwe Jahn, der am Mittwoch den erneuten Anerkennungsbescheid und die -urkunde als Talentförderzentrum Ringen des Landkreisers Greiz für 2010/11 übergab. Dazu hatte Jahn auch Fördermittel über 1025 Euro zur Unterhaltung der Jahnturnhalle und einen Fördermittelbescheid über 2000 Euro zur Betreuung von talentierten Kindern und Jugendlichen durch Trainer und Übungsleiter im Gepäck.


11. Juni 2010 /OTZ

Für den guten Geschmack

Andreas Raffelt aus Elsterberg eröffnet mediterranes Geschäft in Greizer Innenstadt

Von Katja Grieser Greiz.

Ein Stück Italien mitten in Greiz - seit gestern gibt es das. „Il buon Gusto“, also „Der gute Geschmack“, heißt das neue Geschäft in der Brauhausgasse. Der Elsterberger Andreas Raffelt hat sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig gemacht und möchte den Greizern gern ein wenig mediterranes Flair bieten. So hat er beispielsweise Obst und Gemüse aus ökologischem und Bio-Anbau aus Sizilien im Angebot, ebenso Weine, Bio-Honig, Olivenöl in verschiedenen Ausführungen und Grappaliköre. Auch Pasta, Käse und Schinken aus Italien gibt es im „Il buon Gusto“. Auf zirka 80 Quadratmetern Verkaufsfläche werden die mediterranen Spezialitäten angeboten. Nicht nur die Zentrumslage habe für das Geschäft gesprochen, sondern auch die Tatsache, dass der Laden zwischen Reformhaus und Blumengeschäft liegt. „Ein angenehmer Zufall“, so Andreas Raffelt, der zirka 20 000 Euro in das Geschäft - einschließlich Kühltechnik - investiert hat. Allein wird der 40-Jährige nicht im Geschäft stehen, in Jutta Lauter hat er eine Mitarbeiterin gefunden, mit der er sich gemeinsam um die Kundschaft kümmern kann. Überzeugt ist Andreas Raffelt, dass es für die mediterranen Köstlichkeiten in Greiz durchaus Nachfrage gebe. „Es ist halt mal etwas Anderes“, meint er.


11. Juni 2010 /OTZ

Morgensingen diesmal im Greizer Schlossgarten

Über 300 Mitwirkende aus zehn Chören

Greiz (OTZ/Zschegner).

Ein wichtiger Höhepunkt im Terminkalender der Chöre des „Neuen Reußischen Sängerkreises Greiz“ ist das traditionelle Morgensingen, welches in diesem Jahr zum ersten Mal vor der historischen Kulisse des Unteren Schlosses im Greizer Schlossgarten stattfinden wird. Seit mittlerweile 35 Jahren führt der Reußische Sängerkreis diese Veranstaltung eintrittsfrei durch, und hat sich auch dieses Jahr vorgenommen, sein Konzertpublikum zu erfreuen. Mit von der Partie sind zum Morgensingen ein Frauenchor, zwei gemischte Chöre, ein Kinderchor und sechs Männerchöre. Mit dem Lied „Sonntag ist’s“ eröffnen pünktlich um 9.30 Uhr alle Männerchöre des Sängerkreises diese traditionelle und beliebte Veranstaltung. Im Anschluss wird ein abwechslungsreiches Programm mit deutschen aber auch internationalen Volksliedern, Evergreens und Liedern der Moderne von über 300 Mitwirkenden präsentiert. Für den richtigen musikalischen Schwung während der sängerischen Pause werden in diesem Jahr die „Zwickauer Stadtpfeifer“ mit Dixie, Rag Time und Swing sorgen. Moderiert wird die Veranstaltung auch in diesem Jahr vom Vorsitzenden des Sängerkreises, Ulrich Zschegner, der mit allerlei Wissenswertem, aber auch lustigen Anekdoten durch das Programm führen wird. Auch bei trübem Wetter oder leichtem Nieselregen findet die Veranstaltung im Rahmen des Park- und Schlossfestes statt, bei der natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt sein wird.


11. Juni 2010 /OTZ

Italienische Operngala auf dem Oberen Schloss

Tenor Chool Seo Mun
Tenor Chool Seo Mun
Fotos: Agentur
Sopranistin Christa Maria Dalby
Sopranistin Christa
Maria Dalby

Klassiknacht mit der Vogtland Philharmonie

Greiz (OTZ).

Nach den vielen kulturellen Höhepunkten und Glanzlichtern der Greizer 800- Jahr-Feier im vergangenen Jahr wird es nun nicht leicht sein, auf diesem Niveau anzuknüpfen. Ein Grund mehr für die Vogtland Philharmonie, sich auch für das diesjährige Park- und Schlossfest vom 18. bis 20. Juni, etwas ganz Besonderes einfallen zu lassen. Zur Klassiknacht am Sonntag, 20. Juni, um 20.30 Uhr lädt das Orchester alle Besucher und Konzertfreunde in das einmalige Ambiente der Hofanlage des Oberen Schlosses in Greiz ein. Unter dem Titel „Italienische Operngala“ verspricht auch die zwölfte Auflage des traditionellen Sommerhöhepunktes mit den schönsten Ausschnitten der italienischen Oper und großen Komponisten wie Verdi, Puccini, Rossini und Mozart beste musikalische Unterhaltung und einen vergnüglichen Konzertabend. Mit Christa Maria Dalby (Sopran) und Chool Seo Mun (Tenor) konnten zwei erfolgreiche und junge Künstler für das anspruchsvolle Programm verpflichtet werden. Beide absolvierten ihre Ausbildung an der Musikhochschule Nürnberg bei Prof. Siegfried Jerusalem, dem bekannten Heldentenor und Starsänger. Die in Dänemark geborene Sopranistin war nach ihrem Studium in Auftritten am Theater an der Rott und in der Würzburger Residenz zu erleben und ist seit den Domfestspielen 2009 am Theater Erfurt engagiert. Chool Seo Mun, der seit Oktober 2009 die Meisterklasse an der Musikhochschule besucht, trat bereits in verschiedenen Opernaufführungen in Nürnberg und Passau sowie zum Mozartsommer 2009 in Würzburg auf. Dem Publikum präsentieren sich beide Sänger mit bekannten Arien aus „La Bohème“, „Die Hochzeit des Figaro“ und „La Cenerentola“ (Aschenputtel) und unterhalten mit beliebten Duetten wie dem berühmten Trinklied aus „La Traviata“. Natürlich dürfen Welthits wie „O mio babbino“, „La donna e mobile“ oder der berühmte „Triumphmarsch“ auf dem Programm nicht fehlen. Generalmusikdirektor Stefan Fraas, der für dieses Event den Taktstock führen wird, wird auch als Moderator charmant und informativ durch den Abend führen. Karten erhält man im Vorverkauf in der Tourist-Information Greiz, Burgplatz 12, sowie an der Kasse im Theater der Stadt Greiz.


11. Juni 2010 /OTZ

Bürgerarbeit auch für Landkreis Greiz beantragt

Weida, Berga, Wünschendorf vorgesehen

Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ).

Bürgerarbeit für Langzeitarbeitslose wird es voraussichtlich auch im Landkreis Greiz geben. Die Arge Greiz gehöre zu den 13 Jobcentern bzw. Argen in Thüringen, die ihr Interesse an den öffentlich geförderten Stellen bekundet haben, wie die stellvertretende Geschäftsführerin Angelika Bernhardt gestern auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte. Erst am Mittwoch hatten Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) und Kay Senius, Chef der Landesarbeitsagentur, eine entsprechende Vereinbarung zur Einführung der Bürgerarbeit in Thüringen unterzeichnet. Langzeitarbeitslose sollen in gemeinnützige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden. Denkbar sind Bereiche wie Kindertageseinrichtungen, Kranken und Altenpflege, Natur- und Umweltschutz aber auch Vereinstätigkeit, Kirchen oder Museen.


Die Entscheidung, ob es Bürgerarbeit hier gibt, fällt Ende Juni.

Angelika Bernhardt, stellvertretende Geschäftsführerin Arge Greiz


Wichtiges Kriterium dabei, so Bernhardt, sei die Zusätzlichkeit der Tätigkeit und das öffentliche Interesse. Im Bereich der Arge Greiz, die sich im Verbund Bürgerarbeit Ostthüringen um geförderte Stellen bewarb, sind zunächst drei Orte für die Einführungsphase des Beschäftigungsmodells ausgewählt. In enger Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern ist vorgesehen, maximal 120 Plätze in Weida, Berga und Wünschendorf anzubieten. Ob es überhaupt grünes Licht für den Antrag aus Greiz in Erfurt gibt, entscheidet sich in der letzten Juni-Woche. Bürgerarbeit, so Senius, werde mit 30 Arbeitsstunden pro Woche veranschlagt und mit monatlichem Bruttoverdienst von 900 Euro entlohnt.


11. Juni 2010 /OTZ

Ein Fest für Auge und Ohr

Mit vereinten Kräften: In der Mittagsglut zogen die Männer vom Luckaer Getränkehandel Eser und vom Triebeser Fanfarenzug gestern die Planen aufs Gestänge des 1000-Mann-Festzeltes auf der Spielwiese.
Mit vereinten Kräften: In der Mittagsglut zogen die Männer vom
Luckaer Getränkehandel Eser und vom Triebeser Fanfarenzug ge-
stern die Planen aufs Gestänge des 1000-Mann-Festzeltes auf
der Spielwiese.
Foto: OTZ/Steffen Beikirch

Thüringenmeisterschaft der Turnerspielleute morgen in Triebes - Hunderte erwartet

Von Steffen Beikirch Triebes (OTZ).

Die Sonne brennt, aber es nützt alles nichts. Das 1000-Mann-Zelt muss stehen, die 125 Bierzeltgarnituren gehören an ihren Platz. Also machten sich die Männer vom Luckaer Getränkehandel gestern mit Helfern vom 1. Triebeser Fanfarenzug ans Werk. Startet doch morgen die Landesmeisterschaft der Turnerspielleute auf dem Sportgelände „Spielwiese“. „Das wird ein einmaliges Ereignis in der Region. Was fürs Auge und fürs Ohr“, schwärmt Eileen Kielmann. Sonst an der Hochtrommel, ist sie Hauptorganisatorin der Veranstaltung und wird morgen moderieren. Rund 450 Spielleute in 17 Spielmanns- und Fanfarenzügen sowie Drumcorps (Trommlerzügen) werden erwartet. Die Rüdersdorfer Schalmeienkapelle hat leider krankheitsbedingt abgesagt. Allein durch die Vereine und ihren Anhang dürften um die 650 Gäste zusammen kommen, interessierte Zuschauer nicht mitgerechnet. Sie dürfen sich auf eine Gala der Marschmusik auf dem Fußballplatz am Sporthaus freuen. Das Festzelt ist nur die Schlechtwettervariante. „Wir brauchen ja den 30 mal 40 Meter großen Wettkampfplatz“, sagt Andreas Taubitz, der genau dafür verantwortlich ist. 60 Bierzeltgarnituren, bei denen auch die Tische zu Sitzplätzen umfunktioniert sind, werden rund um den Fußballplatz gestellt, damit das Publikum eine gute Übersicht hat. Um 10 Uhr geht es mit der Stabführerbesprechung los, anschließend nehmen alle Vereine Aufstellung. Gegen 10.45 Uhr marschieren die einzelnen Züge mit eigener Musikauswahl ein. Nach der Begrüßung ein akustischer Leckerbissen: Alle 450 Teilnehmer musizieren gemeinsam. Welches Stück ist noch nicht klar. „Frohe Klänge“ oder „Olympia“, sagt Andreas Taubitz. „Weil die für alle gleichermaßen gehen.“ Der zweite Marsch ist dann, wiederum von allen gemeinsam gespielt, nach der Siegerehrung gegen 17.30 Uhr zu hören. Als Schlussbild steigen 500 bunte Luftballons. Dazwischen jedoch liegen sechs Stunden harte Arbeit für die Gäste aus ganz Thüringen, die dabei von 14 Kampfrichtern beobachtet werden. Ab 11 Uhr müssen alle zunächst ihre Pflicht vortragen. Sie dauert bei den Fanfarenzügen fünf bis zehn Minuten und enthält zwei vorgeschriebene Märsche, einen im Stand und einen in der Bewegung. Nach der Mittagspause folgen die Küren. Auch ein Rahmenprogramm ist vorbereitet mit Hüpfburg, Ponyreiten, Kinderschminken sowie einer Tombola, die dank Sponsoren 500 Preise bietet. Ab zirka 20 Uhr spielt im Festzelt die Gruppe „OB-live“ zum Tanz. Gegen 20.30 Uhr warten die Gastgeber vom Triebeser Fanfarenzug mit einer Showeinlage auf. Gleiches am Sonntagvormittag, wenn sieben Vereine noch einen musikalischen Frühschoppen (10 bis gegen 14 Uhr) gestalten. „Danach kann noch locker Kaffee getrunken werden“, verspricht Fanfarenzug-Vorsitzender Andreas Senkowski und erinnert daran, dass ab 20.30 Uhr im Festzelt das Deutschland-Spiel übertragen wird. „Mit Beamer, Leinwand und Erlaubnis der Stadtverwaltung.“ Parken kann man übrigens auf der Wiese vorm Sportplatz.

Kommentar

Hingucken lohnt sich

Von Steffen Beikirch

Die Musik ist nicht alles - morgen zur Thüringenmeisterschaft der Spielleute in Triebes. Denn als Unterabteilung des Turnverbands kommt es bei Fanfaren- und Spielmannszügen auch auf die Optik an. Körperspannung, Gleichklang der Bewegungen und ein synchrones Halten, wenn es der Stabführer befiehlt - all das geht mit in die Wertung ein. Die morgen in zwei Klassen vorgenommen wird: Landesmeisterklasse heißt die 1. Liga. Bei den Fanfarenzügen muss sich der Titelverteidiger aus Greiz mit dem neunfachen Thüringenmeister Bachra auseinandersetzen. Hatten die Greizer voriges Jahr in Klengel-Serba als einziger Starter leichtes Spiel, so wird es diesmal wieder richtig spannend. Die Gastgeber aus Triebes waren auch schon mal in der Oberliga, treten aber inzwischen auf eigenen Wunsch in der Pokalklasse an. Und treffen auf Ilmenau, den absoluten Favoriten, wie Fanfarenzug- Chef Andreas Senkowski einschätzt. Für ihn und seine Truppe steht bei allem Ehrgeiz morgen eines im Vordergrund: „Dass wir eine schöne Meisterschaft gestalten.“ Die Doppelrolle als Organisator und Mitwirkender ist stets eine enorme Herausforderung. Das haben schon viele Turnierveranstalter einsehen müssen. Die Triebeser gehen mutig ans Werk und geben sich auch am Sonntagnachmittag, kurz nach ihrem abschließenden Frühschoppen, keine Blöße. Weil der Veranstalter des Zeulenroda- Meetings ihr „Stammkunde“ ist, treten sie auch noch im Waldstadion auf.

Teilnehmer der Meisterschaft

Fanfarenzüge:
1. Triebeser Fanfarenzug,
Verein für Fanfarenmusik Bachra,
Fanfarenzug Ilmenau, Fanfarenzug Greiz
Spielmannszüge:
Erwachsene: Sachsensiedlung 1964
Mühlhausen, SV Klengel-Serba 09,
Spielmannszug Gehren/Geraberg,
Spielleute-Union “Frisch voran“ SG
Schmölln/Gößnitz, 1. Mühlhäuser
Spielleuteverein 1960,
mit Wertung, außer Konkurrenz:
Groitzscher Spielleute
Kinder & Jugend: Sachsensiedlung
1964 Mühlhausen, Spielleute-Union
“Frisch voran“ SG Schmölln/Gößnitz,
1. Mühlhäuser Spielleuteverein 1960
mit Wertung, außer Konkurrenz:
Groitzscher Spielleute
Drumcorps:
Drumcorps der Stadt Mühlhausen
Gastzüge ohne Wertung:
Fanfarenzug Ichtershausen, Fanfarenzug Gera


11. Juni 2010 /OTZ

Abkühlung suchen im Waldbad

Reinhard Dicke von der KOWUG beprobt das Waldbad.
Reinhard Dicke von der KOWUG beprobt das Waldbad.
Foto: OTZ/Steffen Beikirch

Hohenleubener Einrichtung startet morgen in die Saison - Filtertechnik ist eingetroffen

Hohenleuben (OTZ/St.B.).

Mit zweiwöchiger Verspätung startet das Waldbad Hohenleuben morgen in die Saison. Ab Mittag soll die idyllisch gelegene Einrichtung geöffnet sein. Preise und Zeiten bleiben unverändert. Erwachsene zahlen zwei Euro, Kinder die Hälfte. Vor den Sommerferien ist von 13.30 bis 20 Uhr geöffnet. In den Ferien bereits ab 10 Uhr. Sonst war im Waldbad immer Ende Mai Badebeginn. Diesmal kamen die umfangreichen Bauarbeiten dazwischen. Ein massives Gebäude für die neue Filter- und Dosieranlage wurde aus dem Boden gestampft. Die zwei großen Filter sind inzwischen auch da und stehen im Trockenen, müssen aber nächste Woche noch endgültig angeschlossen werden. Für den Badebetrieb kein Hindernis. So lange greift Schwimmmeister Gernot Botsch noch von Hand ein. Ohnehin misst er dreimal täglich Chlorgehalt und pHWert des Wassers. Gestern Vormittag nahm außerdem Reinhard Dicke vom Geraer Labor KOWUG die monatliche Probe, die im Auftrag der Stadt ans Gesundheitsamt geht. Runde 70 000 Euro muss die Stadt für die neue Filtertechnik samt Gebäude investieren. Für den Schwimmmeister die vielleicht größte Maßnahme seiner Dienstzeit. Von 1971 bis 1977 war Gernot Botsch bereits hier tätig. Nun hält er seit 1994 wieder die Stellung. „Wir haben schon Etliches umgebuddelt “, sagt der 58-jährige Zeulenrodaer und denkt an die Umkleidekabinen, die früher aus Holz waren. Oder an die neu gebaute Toilette und das Überlaufrohr vom oberhalb liegenden Teich, das man komplett am Schwimmbecken vorbei leitete. „Das ist alles nach und nach entstanden“, sagt Botsch beim Blick ins Gelände. „Als ich hier anfing, war hier kein Baum und kein Strauch.“
www.otz.de/freibad


11. Juni 2010 /OTZ

Neuer Vorstand im Verein Winkelmannsches Haus in Triebes

Frank Wabra aus Triebes ist neuer Vorsitzender des Vereins Winkelmannsches Haus.
Frank Wabra aus Triebes ist neuer Vorsitzender des Vereins
Winkelmannsches Haus. 
Winkelmannsches Haus Triebes.
Winkelmannsches Haus Triebes.

Der Verein Winkelmannsches Haus in Triebes hat am Dienstag auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Einstimmig sprachen die anwesenden Vereinsmitglieder Frank Wabra das Vertrauen als neuen Vorsitzenden aus.

Volkmar Fischer / 10.06.10 / OTZ

Triebes. Ebenso einmütig wurden Martina Slansky als stellvertretende Vorsitzende und Jörg Petzold als Beisitzer gewählt. Die langjährige Schatzmeisterin Karla Drechsler stellte ihren Posten zwar auch zur Disposition, aber die Vereinsmitglieder ließen das Argument "aus Altersgründen" nicht gelten und waren übereinstimmend der Meinung, dass Karla Drechsler das Amt der Schatzmeisterin weiterhin ausfüllen solle. Die Veränderung an der Vereinsspitze war auf Bitten der langjährigen Vorsitzenden Cathi Richter auf die Tagesordnung gesetzt worden, weil ihr Ehemann Peter, der ebenfalls Vereinsmitglied ist, in diesem Jahr von der Gemeinde Langenwetzendorf den Zuschlag als Pächter für das Bauernmuseum in Nitschareuth nebst Betreibung des Museumscafés erhalten hat. Die helfende Hand der berufstätigen Cathi Richter wird da in ihrer Freizeit mit gebraucht, und so entschloss sie sich schweren Herzens, den Vorsitz des Vereins Winkelmannsches Haus, den sie mit aus der Taufe gehoben hat, abzugeben. Der neue Vorsitzende, der 43-jährige Frank Wabra aus Triebes, gehört ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern und versicherte, mit Unterstützung aller Vereinsmitglieder, die Vereinstätigkeit auf dem bekannt hohen Niveau weiterzuführen. Wabra ist von Beruf Bauingenieur und in einem Ingenieurbüro in Gera tätig. Die Richters sagten ihre weitere tatkräftige Unterstützung ebenso zu wie die bisherige stellvertretende Vorsitzende Rena Warmuth, die aus persönlichen Gründen um ihren Rücktritt gebeten hatte. Ortseilbürgermeister Hartmut, ebenfalls aktives Mitglied des Vereins, dankte dem scheidenden Vorstand für die engagierte Arbeit und sprach die Überzeugung aus, dass der neue Vorstand mit Unterstützung aller Mitglieder weiterhin dafür sorgen werde, das Winkelmannsche Haus über die Grenzen von Zeulenroda-Triebes hinaus bekannt zu machen. Die bereits durchgeführten Veranstaltungen in diesem Jahr wie das "Rumeiern" vor Ostern, die Lesung von dem in Weida ansässigen gebürtigen Triebeser "Der Zeitzeuge" oder die traditionelle Pflanzenbörse "Kraut und Rüben" am 8. Mai hätten durch die rege Teilnahme von Bürgern bestätigt, dass das Winkelmannsche Haus ein beliebter kultureller Treffpunkt für Jung und Alt im Ortsteil Triebes ist. Mit beschlossen wurde eine Satzungsänderung, in der unter anderem der Vereinszweck um den Passus "Förderung der Heimatkunde und Heimatpflege" erweitert wurde wie auch die "Aufstockung" des Vorstandes auf vier Personen. Die Vereinsmitglieder wünschten dem Ehepaar Richter auch viel Erfolg in ihrer Tätigkeit in Nitschareuth, einem der besterhaltenen Angerdörfer mit Drei- und Vierseithöfen in Thüringen. Im Gehöft Nummer 13, das bereits seit 1986 als Bauernmuseum eingerichtet ist, können viele Zeugnisse über das einstige Leben und Arbeit der dörflichen Vorfahren besichtigt werden. Im Garten des Museumshofes wird über den Anbau von Obst, Gemüse, Küchen- und Heilkräutern und über die frühere Dreifelderwirtschaft Einblick gegeben.


11. Juni 2010 /OTZ

Sport in familiärer Atmosphäre

Ein besonders unterhaltsamer Höhepunkt war die Springprüfung in Kostümen, die in diesem Jahr wieder auf dem Programm des Reit- und Fahrturnieres in Moschwitz stand.
Ein besonders unterhaltsamer Höhepunkt war die Springprüfung
in Kostümen, die in diesem Jahr wieder auf dem Programm des
Reit- und Fahrturnieres in Moschwitz stand.
Foto: Silvia Böhm-Lämmer

Reitsport, 47. Reit- und Fahrturnier in Greiz-Moschwitz: 50 Vereine zeigen ihr Können

Moschwitz (OTZ/Böttcher).

Der Wettergott muss ein Freund des Pferdesports sein. Zu dieser einhelligen Erkenntnis kamen die Beteiligten des 47. Reit- und Fahrturniers in Greiz-Moschwitz. Zahlreiche Zuschauer hatten bei Kaiserwetter wieder den Weg zum Turniergelände am Spartenheim gefunden, um einen ganzen Tag eine gelungene Mischung aus Reit- und Fahrsport mit buntem Rahmenprogramm zu erleben. Während des Einmarschs der Reiter und Fahrer zur traditionellen Eröffnungsparade wurden alle 50 teilnehmenden Vereine und Gäste aus vier Bundesländern namentlich vorgestellt. Anschließend überbrachte Heinz Klügel, Erster Beigeordneter der Landrätin, die Grußworte der Schirmherrin und wünschte einen guten Turnierverlauf. Sichtlich überrascht war Vereinsmitglied Gerhard Dietzsch, als er in diesem feierlichen Rahmen für seine 25- jährige Mitgliedschaft im Reitund Fahrverein Greiz geehrt wurde. Auch in diesem Jahr hatte man sich wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Wer Lust hatte, konnte sich an einem lustigen Wissensquiz beteiligen. Hier mussten fünf Fragen rund ums Pferd beantwortet werden. Aus den richtigen Antworten wurden die Gewinner ermittelt. Glücksbote war übrigens der Weihnachtsmann, der ohnehin anwesend war, da er am Kostümspringen teilgenommen hatte. Apropos Kostümspringen, diese unterhaltsame Prüfung fand nach langjähriger Pause zur Freude aller wieder statt. Aufgrund der hohen Beteiligung waren Spaß und Abwechslung garantiert. Vom Engel über Fußfallfan und Sträfling bis hin zum Teufelchen war alles vertreten. Hier wurden die besten drei Kostüme von einer unabhängigen Jury bewertet und prämiert. Mit der Austragung des 47. Reit- und Fahrturniers, was wohl eines der ältesten und traditionsreichsten Pferdesportereignisse der Region sein dürfte, bewiesen die Greizer Pferdesportler im 55. Jahr ihres Bestehens wieder einmal ihr Organisationstalent. Auch die Aktiven waren erneut von den optimalen Bedingungen vor Ort begeistert, und der gut geplante Programmablauf war Garant für familiäre Turnieratmosphäre ohne Stress. Die Kinder konnten wieder auf der Hüpfburg toben, und auch Kutschfahrten mit dem Friesen- Gespann waren begehrt. Der Reit- und Fahrverein Greiz bedankt sich nochmals bei allen, die durch ihre Mitarbeit und aktive Unterstützung bzw. durch Spenden zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben sowie bei dem treuen Publikum.


11. Juni 2010 /OTZ

Auch auf Rollen vorn dabei

Lennard Schmidt
Lennard Schmidt
Foto: Katrin Müller

Viele Medaillen für die Greizer Sportler in Mylauer Diensten bei den Vogtlandspielen

Mylau (OTZ/Katrin Müller).

Pünktlich zur Eröffnung des Rollwettkampfes im Rahmen der 7. Vogtlandspiele auf der Rollbahn in Mylau unter der Leitung des TSV Vorwärts Mylau spielte auch das Wetter wieder mit, und so herrschten für die Sommerspiele der Eisschnellläufer nahe der Göltzschtalbrücke beste Turnier- Bedingungen. Gelaufen wurden zum einen für alle ausgeschriebenen Altersklassen die 60-m-Strecke und anschließend eine, ab Altersklasse 11 zwei Runden. Begonnen wurde mit den Kleinsten, die schon mit sechs Jahren erstaunlichen Wettkampfgeist an den Tag legten. Bis hinauf zu den Senioren reichte das Alters-Spektrum. Als sich zum Schluss ein Medaillen- Regen über die Teilnehmer ergoss, waren ein paar kleine Stürze schnell vergessen. Gewertet wurde in aktive und nichtaktive Sportler getrennt. Doch damit nicht genug. Am nächsten Tag hieß es für die Sportler des TSV, weiterzukämpfen, denn ebenfalls im Rahmen der Vogtlandspiele fanden die Leichtathletik- Wettbewerbe in Falkenstein statt, wo sich die Wintersportler mit den besten Leichtathleten des Vogtlandkreises messen konnten. Auch hier fand manche Medaille den Weg nach Greiz. Besonders bei den Staffelläufen waren die Eisschnellläufer erfolgreich, nicht zuletzt wegen der eingespielten Teamarbeit, die sich schon im Winter oft bewährt hatte. Schon am kommenden Wochenende geht es für die Sportler weiter, denn da steht der erste zentrale Überprüfungswettkampf für die Sommernormen in Chemnitz auf dem Programm.

Ergebnisse Rollwettkampf, AK 8: Susette Gerbert: 60m 12,04 (2.); 1 Rd. 43,98 (1.); AK 10: Linda Reinhold: 60m 10,09 (1.); 1 Rd. 41,81 (1.); Lennart Schmidt 60m 9,32 (1.); 1 Rd. 32,36 (1.); AK 11: Philipp Gerbert: 60 m 9,01 (1.); 2 Rdn. 67,42 (2.); AK 12: Alicia Barndt: 60m 9,30 (1.); 2 Rdn. 68,76 (2.); Lisa Mulack 60m 9,48 (2.); 2 Rdn. 69,09 (3.); AK 14: Michelle Reinhold 60m 8,51 (1.); 2 Rdn. 60,92 (1.); AK 14/15: Franz Scherf 60m 8,29 (1.); 2 Rdn. 55,82 (1.); Marcel Müller 60m 8,48 (2.); 2 Rdn. 57,35 (3.).


11. Juni 2010 /OTZ

Dustin Nürnberger holt Silbermedaille

Die Greizer Ringer (von links): Norman Heisig, Lucas Kahnt, Joshua Greschok, Ron Watzek, Dustin Nürnberger.
Die Greizer Ringer (von links): Norman Heisig, Lucas
Kahnt, Joshua Greschok, Ron Watzek, Dustin Nürnberger.
Foto: Jens Watzek

Ringen, Mitteldeutsche Meisterschaften im Freistil der C- und D-Jugend

Stendal (OTZ/Stöhr).

Bevor es in die wohlverdienten Sommerferien geht, kämpften Nachwuchsringer des RSV Rotation Greiz noch einmal um Medaillen. Die Mitteldeutschen Meisterschaften der Cund D-Jugend in beiden Stilarten riefen auf die Matten. Den Auftakt vollzogen die Freistiler, die in der Sporthalle des Berufsschulzentrums in Stendal antraten. Ausrichter war der Ringersportverein Stendal 07, Veranstalter der Landes-Ringer-Verband Sachsen- Anhalt. 180 Ringer aus Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern traten an. Unter ihnen fünf aus Greiz, die von Vereins- Jugendtrainer Andreas Mattern betreut wurden. Siegfried Lippke unterstützte ihn. Die D-Jugendlichen waren Lucas Kahnt (31 kg) und Norman Heisig (34 kg). Kahnt gewann unter 15 Teilnehmern die 1. Runde des ersten Kampfes gegen R. Schröder (Luftfahrt Berlin) mit 6:0, gab die beiden nächsten mit 3:7 und 0:6 ab. Einem 2:1-Sieg über J. Blümner (Stendal) folgten zwei Schultersiege gegen M. Megier (Weißwasser) und L. Wahl (Zella-Mehlis), womit er im Kleinen Finale gegen D. Richter (Zella-Mehlis) stand. Er kassierte eine Schulterniederlage und wurde Vierter. Heisig startete unter 18 Teilnehmern mit einem Schultersieg ,über A. Porst (ASV Plauen). Nach einer Schulterniederlage gegen A. Lehmann (Artern) folgten ein Sieg mit Technischer Überlegenheit gegen Ch. Schulz (KFC Leipzig) und ein Schultersieg über A. Vieweg (ASV Plauen), womit er gleichfalls im Kleinen Finale stand. Sein Gegner war S. Halm (Sömmerda), dem er aber auf Schulter unterlag. In der C-Jugend starteten Dustin Nürnberger (31 kg), Ron Watzek (34 kg) und Josua Greschok (46 kg). Nürnberger stand unter acht Teilnehmern nach Schultersiegen gegen M. Schöne (Braunsbedra) und N. Schöfer (Thalheim) sowie einem Sieg mit Technischer Überlegenheit über M. Schumann (Jena) im Finale. In diesem unterlag er A. Boonyasee (Artern) mit 2:8 und 6:8. Watzek startete ebenfalls mit zwei Schultersiegen unter 14 Kontrahenten. J. Wrensch (Jena) und E. Krause (Stendal) waren dies. Nach Schulterniederlage gegen A. Ginc (Torgelow) hatte er das Kleine Finale erreicht. In diesem besiegte er H. Baumgarten (KFC Leipzig) mit Technischer Überlegenheit. Greschok begann unter elf Startern mit drei Schultersiegen über L. Richter (KFC Leipzig), G. Rehbein (Torgelow) und P. Tamm (Zauckerode). Nach Schulterniederlage gegen D. Blayvas (HTB Hale) hatte er als vierter Greizer das Kleine Finale erreicht. Dieses verlor er nach Punkten gegen Ph. Dietzmann (Zella-Mehlis). Der RSV-Nachwuchs gewann von 23 Kämpfen 15. Obwohl mehr drin gewesen wäre, zeigte sich Mattern zufrieden.


11. Juni 2010 /Vogtland-Anzeiger

Rock für ein buntes Vogtland kann starten

Am Samstag den 12.06.2010, an der Göltzschtalbrücke - Auch Shuttle-Busse im Einsatz

Daniel Kertscher, Angela Görner und Andreas Böttger (v.r.) präsentieren das Plakat für das Event „Rock für ein buntes Vogtland“, das am Sonnabend an der Göltzschtalbrücke stattfinden wird.

Daniel Kertscher, Angela Görner und Andreas Böttger (v.r.) präsentieren das Plakat für das Event „Rock für ein buntes Vogtland“, das am Sonnabend an der Göltzschtalbrücke stattfinden wird.

Text & Bild Antje-Gesine Marsch

„Wir wollen nicht immer ‚gegen’ alles sein. Wir sind ‚für’ ein buntes Vogtland“, so Daniel Kertscher, einer der drei Organisatoren des Events „Rock für ein buntes Vogtland“, das am Samstag an der Göltzschtalbrücke über die Bühne gehen wird.
Ein buntes Familienprogramm, organisiert von der Vogtland Kultur GmbH, wird das Areal am historischen Bauwerk bereits am Nachmittag mit Leben erfüllen. Ponyreiten, Sinneszelt oder Bastelstraße werden besonders die jüngsten Gäste begeistern. Auch das Schulprojekt „Brückenschlag“, an dem neben zwei sächsischen Einrichtungen auch die Freie Regelschule Reudnitz teilnimmt, wird sicher Interesse erregen, wie Mitorganisatorin Angela Görner sagt. Musikalisch sorgen eine Kinder Big Band aus Plauen, die Kids und Teenies der GFG, die Band WUNAKINA, die Breakdancegruppe IMC-CREW sowie Zeulenrodaers Hip Hoper MC Dakks mit Ambee für Top-Unterhaltung. In den Abend hinein wird der Film "Die Tragödie der Provinz" leiten. "Wir wollen nicht nur Musik hören, sondern den Leuten auch aufzeigen, was hier in puncto Rechtsradikalismus passiert", wie es Mitorganisator Andreas Böttger betonte. Live auf der großen Bühne wird dann ab 18.45 Uhr die Siegerband des Contests „Pub’n Steel“ aus Leipzig bunten Punk zelebrieren. Außerdem dabei sind „Trashmonkeys“ aus Bremen, die „Freischwinger“ aus Nürnberg und last but not least „Smooth Lee“ aus Belgien. „Bis gegen 1 Uhr wird das Event gehen, das von einem Höhenfeuerwerk gekrönt wird“, wie Daniel Kertscher vorausschaut. Dass man das Event fest in der Region etablieren möchte, ist der Anspruch der Organisatoren, die an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen wollen. Ein Novum ist der Einsatz von Shuttle-Bussen, die von 16 bis 21 halbstündlich jeweils nach Reichenbach und Greiz fahren, in der Zeit von 21 bis 23 stündlich, anschließend wieder halbstündlich. „Wir freuen uns auf eine tolle Veranstaltung vor diesem herrlichen Ambiente“, wie sich die Organisatoren übereinstimmend wünschen. Unterstützt wird diese Aktion vom Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ und zahlreichen Sponsoren der Region. Übrigens: Der Eintritt ist frei.

Daniel Kertscher, Angela Görner und Andreas Böttger (v.r.) präsentieren das Plakat für das Event „Rock für ein buntes Vogtland“, das am Sonnabend an der Göltzschtalbrücke stattfinden wird.

Daniel Kertscher, Angela Görner und Andreas Böttger (v.r.) präsentieren das Plakat für das Event „Rock für ein buntes Vogtland“, das am Sonnabend an der Göltzschtalbrücke stattfinden wird.


11. Juni 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Morgen wird für ein buntes Vogtland gerockt

Die Organisatoren Andreas Böttger, Angela Görner von der Vogtland Kultur GmbH und Daniel Kertscher präsentieren das Programm des diesjährigen „Rock für ein buntes Vogtland“-Festivals, das morgen auf dem Festgelände vor der Göltzschtalbrücke steigt.
Foto: Marcel Hilbert

Die Organisatoren Andreas Böttger, Angela Görner von der Vogtland Kultur GmbH und Daniel Kertscher präsentieren das Programm des diesjährigen „Rock für ein buntes Vogtland“-Festivals, das morgen auf dem Festgelände vor der Göltzschtalbrücke steigt.


Karikatur des Tages

Super-Zocker
Super-Zocker
Zeichnung: OTZ/Bruns


Bibliothek sucht Fußball-Quiz-Weltmeister

Veranstaltung in der Grundschule Pohlitz

Greiz (OTZ).

Zu einer multimedialen Fußball-Quiz-Show wird am Mittwoch, 16. Juni, ab 9 Uhr in die Grundschule nach Greiz-Pohlitz eingeladen. Veranstalter ist die Greizer Bibliothek. Jungen und Mädchen der 4. und 5. Klassen suchen den Quiz-Weltmeister. Quiz-Master ist Autor Felix Hoffmann, der zahlreiche Fußball-Bücher für Kinder und Jugendliche im Arena-Verlag veröffentlicht hat. Auch Nicht-Fußballfans kommen auf ihre Kosten, denn gefragt sind Konzentration und eigene Kreativität. Jedes Kind ist Kandidat und spielt bis zum Ende mit.


Kind bei Unfall leicht verletzt

Greiz (OTZ).

Wie die Polizei erst gestern mitteilte, ereignete sich bereits am Dienstag gegen 7.30 Uhr in Greiz, Siebenhitze, in Höhe Einmündung Neuer Weg ein Verkehrsunfall, bei dem ein Kind verletzt wurde. Die 44-jährige Fahrerin eines VW Polo kollidierte mit dem 10-Jährigen, der die Fahrbahn überqueren wollte. Dabei wurde das Kind leicht verletzt. Zur Klärung der genauen Umstände sucht die Polizei Zeugen, welche zum genauen Unfallort und Unfallhergang Angaben machen können. Diese werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Greiz in Verbindung zu setzen unter Tel.: (03661) 62 10.


Lizenz zum Schmunzeln - Mario Schuster

Zeichnung:  Mario Schuster
Zeichnung:  Mario Schuster


Landschildkröten müssen angemeldet sein

Hinweise der Unteren Naturschutzbehörde

Greiz (OTZ).

Landschildkröten zählen immer noch zu den beliebtesten Heimtieren. Haltern erwachsen besondere Pflichten, auf die die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Greiz verweist. Neben einer artgerechten Haltung und Ernährung müssen - im Gegensatz zu Meerschweinchen und Wellensittich - einige Aufgaben aus dem Schutzstatus der Tiere heraus beachtet werden. Landschildkröten gehören zu den besonders und streng geschützten Arten. Deshalb muss jeder Besitzer eines Tieres jederzeit den rechtmäßigen Erwerb nachweisen können. Als Nachweis gelten zum Beispiel vorgeschriebene Dokumente, Kaufbescheinigung oder Züchternachweis. Alle Halter von besonders geschützten Arten sind verpflichtet, mit Beginn der Haltung diese unverzüglich der unteren Naturschutzbehörde anzuzeigen. Die Anzeige muss Angaben über Art, Alter, Geschlecht, Herkunft, Standort und Kennzeichnung enthalten. Wichtig ist, dass bei Tod oder Weitergabe des Tieres ebenso eine Abmeldung erfolgt. Um ein Tier zweifelsfrei einem Dokument zuordnen zu können, sind für Landschildkröten Kennzeichnungen vorgeschrieben. Das kann ein Mikrochip-Transponder oder eine regelmäßige Fotodokumentation von Bauchund Rückenpanzer sein. Nähere Auskünfte erteilt die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Greiz, (03661) 87 66 06.





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