10. Juni 2010 /OTZ

Naturschutz zum Anfassen

Forstamtsleiter Karsten Schröder erklärt, wie aus der Not der vielen Jungfichten eine Tugend gemacht wird. Indem sie um andere Baumsorten wie Tannen herumgepflanzt werden, halten sie das Wild von den Mischsorten fern.
Forstamtsleiter Karsten Schröder erklärt, wie aus der Not der
vielen Jungfichten eine Tugend gemacht wird. Indem sie um
andere Baumsorten wie Tannen herumgepflanzt werden, halten
sie das Wild von den Mischsorten fern.
Foto: M. Hilbert

Rund 40 Interessierte gehen zum 13. Naturschutztag auf Exkursion im Landkreis Greiz

Von Marcel Hilbert Auma (OTZ).

Mitten im Wald kommt der blaue Omnibus zum Stehen. Mit einem Zischen öffnen sich die Türen und die rund 40 Insassen treten auf den Schotterweg, der kaum breiter ist als der Bus selbst. Vom Fahrzeug weg schlängelt sich der Tross einen schmalen Pfad entlang in den dichten Wald hinein, wo er schließlich an einer Schonung Halt macht. „Herzlich willkommen im Forstrevier Auma“ - Revierförster Frank Oertel begrüßt die Gäste des Naturschutztages des Landkreises Greiz in seinem Stückchen Wald, bevor er mit einem historischen Abriss über die Ländereien fortfährt. Es ist bereits die zweite Station, die die Mitgereisten, allesamt Naturschutzinteressierte, an diesem Tag ansteuern. „Zuerst waren wir im renaturierten Moor des Pöllwitzer Waldes“, erzählt Karsten Schröder, Leiter des Thüringer Forstamtes Weida. Dort wie auch in dem Aumaer Waldstück und an der dritten Station, einem Solarpark in Ronneburg, überzeugen sich die Gäste davon, was derzeit an verschiedenen Stellen des Landkreises konkret für den Umweltschutz getan wird. Zur 13. Auflage des Naturschutztages wurden dazu speziell unter dem Gesichtspunkt „Klimawandel“ Beispiele gewählt. So auch in Auma, wo mittlerweile Schröder vor der Gruppe das Wort ergriffen hat. Nachdem er am Morgen in der Aula der Greizer Goetheschule die Herausforderungen des Klimawandels an die Forstwirtschaft theoretisch erläutert hatte, zeigt er den Anwesenden jetzt, wie den Problemen in der Praxis begegnet wird. „Anhand von Klimaprognosen können wir sagen, dass zum Beispiel Fichten, die den größten Teil unseres derzeitigen Bestandes ausmachen, in


Wir müssen heute schon den Wald in 50 Jahren formen.

Karsten Schröder, Leiter des Thüringer Forstamtes Weida


50 Jahren viel schlechtere Lebensbedingungen vorfinden werden“, so der Forstamtsleiter. Um dem schon jetzt entgegenzuwirken, werde der Wald systematisch „umgebaut“. Schröder deutet auf die umzäunten Jungbäume und fährt fort: „Umbauen bedeutet, den Wald mit Sorten zu durchmischen, die den veränderten Bedingungen standhalten können, wie Buchen, Weißtannen oder Douglasien.“ Die Gruppe setzt sich in Bewegung, um an einer anderen Stelle erste Ergebnisse dieses Umbaus nach zehn Jahren zu begutachten. Im Laufen erklärt Dr. Karli Coburger, Chef der Unteren Naturschutzbehörde Greiz, was sein Amt und der Naturschutzbeirat des Landkreises mit dem Naturschutztag bezwecken: „Jeder Tag steht unter einem Themenschwerpunkt und soll mit Exkursionen aufzeigen, was alles haupt- und ehrenamtlich für den Schutz unserer Umwelt getan wird.“ Das diesjährige Motto „Klimawandel - Gesinnungswandel“ solle vor allem dazu beitragen, die teils dramatisierten Diskussionen um die Erderwärmung auf eine sachliche Ebene zu befördern. „Außerdem hoffen wir natürlich, dass die eine oder andere Idee auch hängen bleibt oder weiterverbreitet wird“, sagt Coburger. Nach den Schilderungen zum Aumaer Forstrevier wartet auf die Gruppe noch ein Mittags-Picknick im Wald, bevor sie sich wieder zum Bus und auf den Weg zur nächsten Station begibt.


10. Juni 2010 /OTZ

Freifahrscheine und Spende

Eine Spende übergeben Andreas Trommer (3. v. l.) und Bastian Keßler an die Leiterin der Freien Regelschule Reudnitz, Monika Georgi, und Jessica Jung als Glücksfee.
Eine Spende übergeben Andreas Trommer (3. v. l.)
und Bastian Keßler an die Leiterin der Freien
Regelschule Reudnitz, Monika Georgi, und Jessica
Jung als Glücksfee.
Foto: OTZ/Christian Freund

Unternehmer unterstützen die Freie Regelschule Reudnitz

Reudnitz (OTZ/Frd.).

Das Frühlingsfest der Freien Regelschule Reudnitz nahmen die Geschäftspartner Andreas Trommer vom THD-Fahrdienst und Subunternehmer Bastian Keßler zum Anlass, Freifahrscheine zur und von der Einrichtung zu verlosen. Der Fahrdienst bringt täglich 48 Schüler aus verschiedenen Orten, wie zum Beispiel Berga, Teichwolframsdorf, Elsterberg und Zoghaus mit Kleinbussen auf Kosten der Eltern in die Schule. Und das zeitnah und entsprechend den Stundenplänen zum Unterricht. Obwohl zum Schulfest nur 40 Lose, zumeist von Bergaer Eltern, gekauft wurden, konnte ein Freifahrschein für einen Monat von einem Fahrgast aus Teichwolframsdorf gewonnen werden. Jessica Jung war die Glücksfee. Die Einnahmen aus der Tombola wurden an die Schulleiterin Monika Georgi übergeben, wobei der Betrag von 40 auf 100 Euro aufgestockt wurde. Das Geld wird für die Anschaffung eines neuen DVD-Gerätes verwendet.


10. Juni 2010 /OTZ

Berga muss für fehlende Führerscheine zahlen

Neue Feuerwehrsatzung verabschiedet

Von Susann Grunert Berga (OTZ).

Der Bergaer Stadtrat hat zu seiner Sitzung am Dienstagabend die neue Feuerwehr- und Feuerwehrentschädigungssatzung einstimmig beschlossen. „Die ursprüngliche Feuerwehrsatzung von 1993 ist bearbeitungsbedürfig gewesen“, sagte Matthias Winkler, Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Bei den wesentlichen Änderungen handelt es sich um eine Anpassung an das Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetz, die Veränderung des Wahlverfahrens für den Stadtbrandmeister und die Einführung seines Stellvertreters sowie die Anzahl und Bezeichnung der Ortsteilfeuerwehren. Auch die Feuerwehrentschädigungssatzung musste in mehreren Punkten überarbeitet werden und wurde zur jüngsten Stadtratssitzung in neuer Form verabschiedet. Sie enthält nun eine klarstellende Regelung für die Mitglieder der Wehren bei entstehenden Fahrtkosten zwischen Wohn- und Dienstort. Darüber hinaus wurden die Höhe der Entschädigung angepasst und Regelungen für den Stellvertreter des Brandmeisters und den Stellvertreter des Wehrführers eingeführt.


Laut der neuen Feuerwehrentschädigungssatzung übernimmt die Stadt Berga die Kosten für den Erwerb oder die Verlängerung der Führerscheinklasse C (bis 3,5 t), CE (Zugfahrzeug Klasse C + Anhänger über 750 kg zulässige Gesamtmasse), C1 (3,5 bis 7,5 Tonnen) und C1E (Zugfahrzeug Klasse C1 + Anhänger mit zulässiger Gesamtmasse von 750 kg)


Diskutiert wurde der Umstand, dass die Stadt Berga nach Ansicht der Rechtsaufsichtsbehörde künftig die Kosten für den Erwerb eines Lkw-Führerscheines zu übernehmen habe, wenn dies zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der Wehren erforderlich ist. Die Frage von Stadtrats-Mitglied Sebastian Neubert (Freie Wähler), wie hoch die ohnehin schon gebeutelte Stadtkasse hier belastet werde, konnte Bürgermeister Stephan Büttner (Freie Wähler) nicht beantworten. „Im Moment haben wir keinen solchen Fall“, führte er aus. Betroffen wären sowieso nur die Feuerwehr Berga/Elster und die Ortsteilfeuerwehr Wolfersdorf, wenn das zur letzten Stadtratssitzung vorgestellte Feuerwehrkonzept seine Anwendung findet. Dass durch die Übernahme der Kosten für einen Neuerwerb oder eine Verlängerung der Führerschein- Klassen C, CE, C1 und C1E der Nutzen des Einzelnen über den der Feuerwehr hinausgehen kann, sei ärgerlich, aber nicht zu ändern. „Wenn wir sie brauchen, müssen wir sie bezahlen“, brachte es Büttner auf den Punkt.


10. Juni 2010 /OTZ

Exakte Parameter für Straßenausbau fixiert

Unaufgeregter Haupt- und Finanzausschuss

Von Kathrin Schulz Greiz.

Es war ein ziemlich unaufgeregter Haupt- und Finanzausschuss, der gestern am Spätnachmittag im kleinen Sitzungssaal des Greizer Rathauses zusammen kam. Beschlüsse zum Straßenausbau waren formell zu fassen, die „für die Bauakte notwendig sind“, wie Bürgermeister Gerd Grüner begründete. Zudem wolle man optimal vorbereitet sein, wenn der Startschuss für die betreffenden Baumaßnahmen fällt. Exakte Parameter für den Ausbau der Straße „An der Salzmest“ in zwei Bauabschnitten - zunächst 80 Meter Ausbaulänge am Knoten Freiheitsstraße/An der Salzmest sowie 355 Meter Straßenausbau An der Salzmest; im zweiten Bauabschnitt weitere 225 Meter dieser Straße - wurden mehrheitlich bestätigt. Die Fahrbahn soll 5,50 Meter breit ausgebaut werden, in Krümmen auf 6 Meter aufgeweitet. Hinzu kommt 1,50 Meter Gehweg bzw. 2 Meter im Haltestellenbereich. Fahrbahn und Gehweg erhalten eine Bitumendecke, Grundstückszufahrten Kleinpflaster. Lediglich Holger Steiniger (Die Linke) enthielt sich beim Beschluss gestern der Stimme. Bürgerversammlungen zu diesem Vorhaben habe es zwei Mal gegeben. Jetzt warte man auf die Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm, ohne die die Anwohner den fälligen Straßenausbaubeitrag nicht stemmen könnten, erklärt Grüner. Die Förderung sei signalisiert, aber noch nicht da. Sobald das Geld zur Verfügung steht, kann die Ausschreibung zur Realisierung starten. Auch die Kennziffern für den Ausbau der August-Bebel-Straße lagen den Ausschussmitgliedern gestern zur formellen Beschlussfassung vor. Von den kalkulierten rund sieben Millionen Euro Baukosten sollen sechs Millionen Euro über das Konjunkturpaket fließen. Auf 725 Meter Länge soll grundhaft ausgebaut werden. Inwieweit das geplante Klinkerpflaster für Radwege geeignet sei, daran hatte Ricarda Gebauer (IWA) ihre Zweifel. Doch Grüner winkte ab. Das sei problemlos, man müsse beengten Ausbauverhältnissen Rechnung tragen. Moderne, stromsparende Varianten der Straßenbeleuchtung sagte er auf Steiniger-Nachfrage zu.

Durststrecke zieht sich

Von Kathrin Schulz

Dass die Ausschreibung einer Baumaßnahme noch lange kein Startschuss ist, erleben die Greizer gegenwärtig am geplanten Ausbau der Bundesstraße 94 im Bereich der August-Bebel-Straße. „Gar nichts Neues“, schüttelt Annette Wich gestern im Ausschuss auf Rückfrage des Bürgermeisters den Kopf. Noch immer streiten sich zwei Firmen um den Millionen- Auftrag - die Durststrecke im Vergabeverfahren zieht sich. Jetzt vor dem Oberlandesgericht, das die Sache mit Einverständnis aller Beteiligten nunmehr schriftlich entscheiden will. Ein Weg, der immerhin kürzer ist, als mit notwendigem Verhandlungstermin. Nach dem Richterspruch sind noch einmal zehn Tage Frist, dann erst ist die Vergabe klar. Vorerst heißt es also warten auf das richterliche Wort. Ein solcher Bau hat es eben in sich.


10. Juni 2010 /OTZ

Neue Heimat in Neuer Landschaft

Scheu sind die schottischen Hochlandrinder, die an den Lichtenberger Kanten in Ronneburgs Neuer Landschaft ein neues Zuhause gefunden haben. Simone Scheffel schaut täglich nach den Tieren.
Scheu sind die schottischen Hochlandrinder, die an den Lichten-
berger Kanten in Ronneburgs Neuer Landschaft ein neues Zuhause
gefunden haben. Simone Scheffel schaut täglich nach den Tieren.
Foto: OTZ/Katja Schmidtke

Neben acht Wildpferden weiden auch zwei schottische Hochland-Rinder bei Ronneburg

Von Katja Schmidtke Ronneburg (OTZ).

Simone Scheffel schaltet ihren Geländewagen einen Gang herunter. Die Steigungen können steil sein in der Neuen Landschaft. Die 30-Jährige ist neben den Mitarbeitern der Wismut GmbH eine der wenigen, die das Gessental mit dem Auto durchqueren dürfen. Die Männer von der Umweltüberprüfung nicken ihr zu. Täglich ist die Pferdewirtin mit ihrem Pick-Up-Wagen im Gessental unterwegs. Sie kümmert sich hier um die Koniks. Die wildpferdeähnlichen Tiere weiden seit 2008 am Rande des Buga-Geländes und ersparen der Stadt durch ihr beständiges Grasen das Mähen. Die Stadt Ronneburg hat zwei Grundstücke - eines im Gessental, das andere an den Lichtenberger Kanten - an die Agrar GmbH Crawinkel verpachtet. Simone Scheffel ist Mitarbeiterin der Bio-Landwirtschaft. Sie lebt kümmert sich um die Weiden in Ronneburg und um Koppeln in Zeitz und Tautenhain. Seit diesem Frühjahr betreut sie nicht nur Pferde. Von den ursprünglich 15 Koniks leben heute noch acht in der Neuen Landschaft. Für die anderen ging es zurück zur heimischen Agrar. Geschäftsführer Heinz Bley hat stattdessen zwei Rinder nach Ronneburg geschickt. Ein schottisches Hochlandrind und sein rund sechs Monate altes Kalb weiden nun an den Lichtenberger Kanten. Die massigen Tiere mit dem braunen dichten Fell teilen sich ihre Weide mit zwei Koniks. „Die Fläche ist ausreichend groß, so dass die Tiere das ganze Jahr über genügend Futter finden“, erklärt Simone Scheffel, warum auf der großen Fläche nur vier Tiere leben. So muss nichts zugefüttert werden. Auch Wasser muss Scheffel nicht an die Weide fahren. „Die Tiere bedienen sich selbst aus dem Bach“, sagt sie. Schutz vor Regen und Sonne bieten die großen Kiefernbäume. Selbst wenn Pferde und Rinder keiner täglichen Pflege bedürfen, ist Scheffel jeden Tag vor Ort. Sie kontrolliert die Schwachstromzäune, die Einzäunungen des Buschwerkes und den Verbissschutz rund um die jungen Bäume. Ausgebüxt ist noch keines der Tiere. Sie einzufangen, wäre eine Qual. „Das sind Wildtiere. Sie sind scheu“, sagt Simone Scheffel und versucht, sich den Rindern zu nähern. Sie unterbrechen ihr Grasen, schauen auf und traben gemütlich davon.


10. Juni 2010 /OTZ

Museale Welt kindgerecht erklärt

Bianca Kötter präsentiert den kürzlich erschienenen Kindermuseumsführer, in dem sich auch das Sommerpalais Greiz präsentiert.
Bianca Kötter präsentiert den kürzlich erschienenen Kindermu-
seumsführer, in dem sich auch das Sommerpalais Greiz
präsentiert.
Foto: OTZ/Christian Freund

Greizer Schlösser präsentieren sich im Kindermuseumsführer

Von Katja Grieser Greiz.

„Eine Prinzessin mit Namen Elizabeth lebte vor vielen, vielen Jahren am englischen Königshof. Die temperamentvolle Prinzessin war heiter, humorvoll und geschwätzig und malte für ihr Leben gern...“ - was wie ein Märchen klingt, ist die kindgerecht aufbereitete Erklärung dafür, wessen Schätze das Sommerpalais Greiz in seiner Sammlung hat. Denn die Prinzessin sammelte auch gern, Bücher, Grafiken und trug Kupferstiche zusammen. Und ein Teil dieses Sammelgutes gelangte über verschlungene Pfade nach Greiz, wo es bis heute geblieben ist. Im Kindermuseumsführer, der kürzlich erschienen ist, werden Kindern zahlreiche museale Einrichtungen Thüringens vorgestellt. Begleitet werden sie dabei von den Comicfiguren Lisa und Leo, die auch knifflige Fragen für die kleinen Museumsentdecker parat halten. Besonders interessant für die Region dürfte Heft 6 von „Auf Schatzsuche“ sein, denn hier werden die Stadt Gera, die Landkreise Greiz sowie das Altenburger Land vorgestellt. Aus Greiz präsentieren sich darin unter anderen das Sommerpalais, das Museum im Unteren Schloss und das - noch nicht eröffnete - Museum im Oberen Schloss. Auch wenn bei Letzterem bereits die 3-DZeitreise angepriesen wird, die es momentan noch nicht gibt, so bekommen die jungen Leser doch eine Vorstellung, wie sich das Museum künftig präsentieren will. Doch auch übers Museum Reichenfels und die Burgruine ist einiges zu erfahren, ebenso über die Osterburg, das Städtische Museum Zeulenroda und weitere Einrichtungen der Region. Den Kindermuseumsführer erhalten Interessierte in Greiz derzeit allerdings nur im Sommerpalais.


10. Juni 2010 /OTZ

Sozialausschuss in Hauptausschuss integriert

Stadtrat Berga beschließt Geschäftsordnung

Berga (OTZ/S. Grunert).

Auf seiner seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend hat der Bergaer Stadtrat einstimmig seine neue Geschäftsordnung beschlossen. Über die Notwendigkeit einer solchen hatten sich die Stadträte um Bürgermeister Stephan Büttner (Freie Wähler) vor gut einem halben Jahr verständigt. Büttner dankte den Fraktionen der CDU und der Freien Wählergemeinschaft Berga/Elster für die Mitarbeit durch die Einreichung zahlreicher Änderungs- und Ergänzungsvorschläge zur Mustersatzung der Hauptverwaltung. So hat sich der Stadtrat darauf verständigt, dass zwischen der Tagung von Hauptausschuss und Stadtrat ein Zeitraum von künftig zwei Wochen statt der bisher üblichen einen Woche liegen soll. „Diese Zeit war einfach ein bisschen knapp, man konnte sich kaum vorbereiten“, erläutert Stadtrats-Mitglied Sebastian Neubert. Zudem müssen zwischen dem Tag des Zugangs der Einladung an die Mitglieder und dem Tag der Stadtratssitzung sechs volle Kalendertage liegen.


Die Geschäftsordnung des Bergaer Stadtrates ist in Paragraf 34 der Thüringer Kommunalordnung verankert.


Der Ausschuss für Jugend und Soziales wird künftig in den Haupt- und Finanzausschuss integriert, der somit auch die Aufgabe hat, Bedenken im Bereich der Vereins-, Jugend-und Seniorenarbeit sowie der Sportförderung und Feuerwehr anzumelden. „Der Sozialausschuss hatte sowieso nur eine beratende Funktion, nun sind weniger Leute in den Gremien und weniger Sitzungen nötig“, erläutert Neubert die Vorteile dieser Zusammenlegung. „Die neue Geschäftsordnung ist die Grundlage für unsere Arbeit, und entspricht dem, was wir als Stadtrat wollten“, kommentiert Sebastian Neubert den Vorschlag zur Stadtratssitzung. Neben Regelungen zur Beschlussfähigkeit erläutert die Schrift das Procedere bei Vorlagen und Anträgen, regelt Abstimmungen, die Bildung von Fraktionen und Ausschüssen und steckt die Zuständigkeit des Bürgermeisters ab.


10. Juni 2010 /OTZ

Das Stadion ins Wohnzimmer holen

Große Bildschirme vor WM sehr gefragt

Von Katja Grieser Greiz (OTZ).

Wer schon nicht in Südafrika bei der Fußball-WM dabei sein kann, der will offenbar trotzdem so nah wie möglich dran sein. So zumindest die Erfahrung von Peter Kniebel von EP: K & K City Sound in Greiz. „Die Leute wollen Stadionatmosphäre im Wohnzimmer“, konnte er in den letzten Wochen feststellen. 1,07 bis 1,27 Meter Bildschirmdiagonale seien die Regel, gestern hat er sogar einen Fernseher mit 1,37 Meter Bildschirmdiagonale ausgeliefert. „Die meisten wollen so um die 40-Zoll-Fernseher“, weiß Kniebel. Gerade zur Fußballweltmeisterschaft boomt das Fernseh-Geschäft, bei der EM vor zwei Jahren sei es ebenfalls nicht schlecht gelaufen. Und auch diesmal nahmen wieder zahlreiche Fußballfans das Großereignis zum Anlass, um fernsehtechnisch aufzurüsten. „Besonders LED-Fernseher mit eingebautem digitalem Receiver waren gefragt“, so Peter Kniebel. Viele Leute würden derzeit auf HD-Technik umrüsten, so der Geschäftsmann, dessen Mitarbeiter deshalb alle Hände voll zu tun hätten. Den Wunsch nach einem neuen Fernseher haben derzeit vor allem Männer, „aber es sind auch Frauen dabei“, weiß Kniebel, der während der WM einen 24-Stunden-Service eingerichtet hat, damit das Fußballgucken durch nichts gefährdet wird. Ein kaputter Fernseher werde dann entweder schnell repariert oder ein Ersatzgerät bereit gestellt, damit der Fußballfan nichts verpasst.


10. Juni 2010 /OTZ

Countdown für Greizer WM-Arena

Gestern wurde die Bühne für das Public Viewing auf dem Greizer Westernhagenplatz von Helfern aufgebaut. Die El-Cabana-Bar und die Altstadtgalerie laden ab Freitag zum öffentlichen Fußballerleben ein.
Gestern wurde die Bühne für das Public Viewing auf dem Greizer
Westernhagenplatz von Helfern aufgebaut. Die El-Cabana-Bar und
die Altstadtgalerie laden ab Freitag zum öffentlichen Fußbal-
lerleben ein.
Foto: OTZ/Katja Grieser

Anpfiff auf dem Westernhagenplatz am Freitagnachmittag

Von Katja Grieser Greiz.

Seit gestern nimmt die Greizer WM-Arena auf dem Westernhagenplatz Gestalt an, heute Abend soll der Aufbau der Bühne abgeschlossen sein. „Am Freitag ab 14 Uhr geht es los“, sagt Marco Nagel von der El-Cabana-Bar, die gemeinsam mit der Altstadtgalerie zum Public Viewing einlädt. Unterstützung haben die Organisatoren von der Stadt und der Vereinsbrauerei Greiz bekommen. Am Eröffnungstag der WM steht am Nachmittag zur Party auch ein Fassbieranstich durch den Bürgermeister an. „Wir werden alle Spiele zeigen, aber nicht alle auf der großen Leinwand“, sagt Nagel. Manche Spiele können Fans trotzdem auf dem Westernhagenplatz sehen, wenn auch nur im Fernseher. Doch bei den Spielen mit deutscher Beteiligung und mit Sicherheit auch das Finalspiel werden auf großer Leinwand übertragen. Sogar eine Schlechtwettervariante gibt es: „Dann kommen die Leute eben in die Cocktailbar“, lädt Marco Nagel die Fußballbegeisterten ein. Das werde dann zwar ganz schön eng, doch das wiederum sei Garant für klasse Stimmung, weiß er aus Erfahrung. Bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren war der Andrang auf dem Westernhagenplatz so groß, dass sogar die Straße gesperrt werden musste. Damit rechnen die Organisatoren bei den ersten Spielen jedoch noch nicht. Je mehr es aber aufs Finale zugeht, umso größer sei auch der Drang der Fans, die Spiele gemeinsam zu erleben. Dann werde sicher wieder die Straße gesperrt werden müssen. Einen Tipp hat Marco Nagel übrigens auch parat: „Wir schaffen es auf jeden Fall ins Halbfinale“, ist er sicher. Im Finale hingegen sieht er Spanien und Argentinien.

OTZ sucht schönstes Fußball-Feier-Foto

Wettbewerb startet mit WM

Von Katja Grieser Greiz.

Die Spiele der morgen startenden Fußballweltmeisterschaft machen am meisten Spaß, wenn man sie in der Gemeinschaft sieht. Neben der großen WM-Arena auf dem Greizer Westernhagenplatz gibt es noch mehr Möglichkeiten für Public Viewing. Etwa im Freizeitpark Berga in Albersdorf. Dominik Mühlig von der dortigen Gaststätte hat sich bestens vorbereitet. Großzelt und Leinwand warten dort auf möglichst viele Fußballfans. Selbst wenn es regnet, können die Spiele also im Trockenen, aber trotzdem gemeinsam mit anderen Fans verfolgt werden. „Wir werden alle Spiele zeigen“, sagt Mühlig. Am Freitag um 15 Uhr fällt in Albersdorf der Startschuss. Die Eröffnungsspiele am Freitag werden auch im Gasthof „Wilde Taube“ in Wildetaube übertragen. Im Saal wird die große Leinwand aufgespannt. Allerdings ist das Public Viewing hier außer den Spielen am Eröffnungstag auf die drei Vorrundenspiele mit deutscher Beteiligung sowie die Achtel-, Viertel-, Halbfinal- und Finalspiele beschränkt. Auch im „Zapfwerk I/III“ in der Zeulenrodaer Straße werden alle Deutschland-Spiele über eine Großbildleinwand flimmern. Im Billardcafé „Monte Carlo“ in Mohlsdorf sollen die Spiele ebenfalls zu sehen sein. Stimmung ist also die nächsten vier Wochen garantiert. Und genau davon suchen wir Fotos: von ausgelassen feiernden Fans und der Euphorie, die es so nur zu Fußballgroßereignissen gibt. Dabei spielt es für unseren Fotowettbewerb keine Rolle,wo und mit wem der Fan die Spiele sieht. Also egal, ob Fußball im Wohnzimmer, im Garten oder beim Public Viewing geschaut wird - gefragt sind Bilder, bei denen die Euphorie richtig erkennbar ist. Die drei stimmungsvollsten Fotos werden prämiert, natürlich fußballerisch. „Football’s coming home“ heißt das Buch von Gunnar Leue, in dem er die großen Momente der Fußballpopgeschichte zusammen getragen hat. Fußball-Feier-Bilder können an Ostthüringer Zeitung Greiz, Burgplatz 10, 07973 Greiz, geschickt oder in der Redaktion vorbei gebracht werden. Einfacher ist es natürlich, das Foto per E-Mail an foto-gr@otz.de zu senden. Beachtet werden sollte hierbei, dass das Bild in möglichst hoher Auflösung gesendet wird, damit es sich für eine Veröffentlichung eignet. Einsendeschluss ist der 12. Juli.


10. Juni 2010 /OTZ

Zur Kriminacht fließt echtes Blut

Vogtländische Krimitage vor dem Abschluss

Netzschkau (OTZ). Die 5. Kriminacht im Schloss Netzschkau am Sonnabend, 12. Juni, bildet den offiziellen Abschluss der Vogtländischen Krimitage 2010. Der Sonnabend beginnt um zehn Uhr im Schloss mit einer Sonderblutspendeaktion anlässlich des Weltblutspendetages. Von 10 bis 14 Uhr können sich Blutspender ohne Stress den kostbaren Saft zapfen lassen und anschließend die Sonderausstellungen besichtigen. Auch an Kinderbetreuung ist gedacht. Außerdem hat der Förderverein Schloss Netzschkau einen Überraschungspreis für Vereine, Firmen, Institutionen oder Organisationen mit den meisten Blutspendern ausgelobt. Mindestens drei Blutspender einer „Mannschaft“ müssen am Sonnabend Blut spenden, damit ihre Gemeinschaft für die Prämierung in Frage kommt. Nachdem echtes Blut geflossen ist, beginnt um 18 Uhr die Veranstaltung für die „Täter im Geiste“. Es wurden sieben Autoren eingeladen, die in drei Staffeln und einer Podiumslesung ihre kriminellen Werke vorstellen. Während der Staffeln können die Gäste selbst entscheiden, welchem der Autoren sie begegnen wollen. Im Erdgeschoss wird Kai Leuner aus seinen Politik- und Wirtschafts- Thrillern lesen. Der Staatsanwalt hat bereits für seinen Debütroman um Rache, Verrat und Intrigen in der Szene gute Kritiken erhalten.


Kartenbestellungen sind unter www.krimitage-vogtland.de oder Tel.: (0177) 3 05 19 90 möglich.


Der Ende 2009 erschienene Thriller „Kardinalfehler“ beschäftigt sich mit Verstrickungen von Politikern, kriminellen Subjekten und Ermittlern. In der ersten Etage lesen Bettine Reichelt und Edi Graf. Die aus dem Vogtland stammende Theologin, Autorin und Lektorin Bettina Reichelt hat kriminelle Geschichten aus der Bibel in unsere Zeit geholt. Dabei wird deutlich: Die Geschichten um Diebstahl, Brudermord, Entführung oder Ehebruch sind aktueller denn je. Edi Graf hat einen Krimi geschrieben, der sich um das erste Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika dreht. In der zweiten Etage stellt Sven Dietrich aus Zwickau seinen „Grenzgänger“ vor, der überwiegend in Tschechien, Reichenbach und Zwickau spielt. Das Ofenzimmer wird zum Tatort für einen Spezialisten historischer Krimis. Frank Goyke lässt dabei Theodor Fontane ermitteln. Im Bose-Zimmer unter dem Dach liest der Chefreporter der Volksstimme Magdeburg von ihm recherchierte Kriminalfälle, die sich in der DDR zugetragen haben. Im gleichen Raum befindet sich die Ausstellung „Inszenierungen des Rechts in der DDR“. Die Abschlusslesung im Podium gestaltet diesmal Tatjana Kruse. Die Schwäbin mordet unter dem Motto „Hauptsache eine saubere Leiche“.


10. Juni 2010 /OTZ

Spitze trifft Musik

Jürgen Fritzlar vom Spitzenmuseum Plauen präsentiert das diesjährige Spitzenabzeichen, das auf 500 Stück limitiert ist. Ganz rechts ist das Siegerkleid eines Wettbewerbes für das Kleid der neuen Spitzenprinzessin zu sehen, die am Sonntag gewählt wird. Es wurde hergestellt in der Modespitze Plauen GmbH.
Jürgen Fritzlar vom Spitzenmuseum Plauen präsentiert das dies-
jährige Spitzenabzeichen, das auf 500 Stück limitiert ist. Ganz
rechts ist das Siegerkleid eines Wettbewerbes für das Kleid der
neuen Spitzenprinzessin zu sehen, die am Sonntag gewählt wird.
Es wurde hergestellt in der Modespitze Plauen GmbH.
Foto: OTZ/Simone Zeh

Purple Schulz, Peter Schilling und Guildo Horn in Plauen - Wahl der Spitzenprinzessin

Von Simone Zeh Plauen (OTZ).

Das größte Fest der Vogtlandmetropole, das 51. Plauener Spitzenfest, steht bevor. An diesem Festwochenende, vom 11. bis 13. Juni, verwandelt sich die Innenstadt in ein riesiges Festgelände. Höhepunkt wird am Sonntag um 14 Uhr die Wahl der siebenten Spitzenprinzessin sein. Acht junge Damen stellen sich zur Wahl, um die Vogtlandmetropole in den nächsten beiden Jahren zu repräsentieren. Amtsinhaberin Sophie Gürtler wird die Krone weitergeben. Auch das neue Kleid der künftigen Spitzenprinzessin, gekürt in einem Wettbewerb, wartet derzeit schon im Spitzenmuseum auf die Siegerin. Los geht das Spitzenfest am Freitag ab 17 Uhr mit dem zweiten Spitzenfest-Bandcontest auf dem Klostermarkt. Um 18 Uhr wird das „Sol de Manana“, ein dreitägiges Latin-Music- Festival und Straßenfest eröffnet. Im Lichthof des Rathauses, der der Jugend auch am Sonnabendabend vorbehalten ist, erklingen Diskoklänge. Ebenfalls am Freitag um 18.30 Uhr startet auf dem Altmarkt die Radio RSA-Party mit der Böttcher & Fischer-Show. Um 19.30 Uhr heißt es: Bühne frei für die RSA-Ostrock-Party. Ab 21.30 Uhr ist Purple Schulz und ab 23.30 Uhr Axel Fritz mit den Schlagerboys zu erleben. Zum Kinderfest wird am Sonnabend ab 14.30 Uhr in den Kolonnaden geladen. Ein Fest für kleine Leute gibt es auch ab 13 Uhr in der Marktstraße. Vereine bieten ihre Programme ab 16 Uhr auf dem Altmarkt. Im Malzhaus steigt ein vogtländisches Folklore- und Mundarttreffen um 14.30 Uhr. Ab 20 Uhr heißt es dort „Nachtkuss“; Musik von Chanson bis Soul wird geboten. Radio PSR lädt am Sonnabend ab 18.30 Uhr zur Party mit Gerd Edler. Um 21 Uhr soll Guildo Horn für Musik und gute Laune sorgen. 23 Uhr wird „Elf 99“ erwartet. Schon zur Tradition zum Spitzenfest geworden ist der Handwerkermarkt, der diesmal am Sonntag ab 12 Uhr auf der Herrenstraße, zwischen Rathausstraße und Unterer Graben, stattfindet. Händler warten mit Schnitzereien, Gravur von Schmuck, Holzskulpturen und Keramikartikeln auf, auch 3D-Karten werden hergestellt. Mit dabei ist ein Stand mit Plauener Spitze. Neu ist ein Stand mit echtem geklöppeltem Gold- und Silberschmuck. Zum Familiennachmittag wird am 13 Uhr auf dem Klostermarkt geladen. Einen Mittelaltermarkt gibt es ab 12 Uhr auf dem Theaterplatz, ein Kinderfest ab 13 Uhr auf der Marktstraße. Zu dieser Zeit steht auch „Dixieland-Six“ auf der Bühne. Höhepunkt des Spitzenfestes ist die Wahl der Spitzenprinzessin 2010. Showtanz präsentiert die Greizer Faschingsgesellschaft und das Tanzstudio Plauen ab 16 Uhr. Peter Schilling tritt mit seiner Band um 18.30 auf die Plauener Bühne. Um 20.30 Uhr wird das WM-Spiel Deutschland- Australien auf großer LED-Leinwand übertragen. Um 22.30 Uhr kann man schließlich das große Abschlussfeuerwerk am Plauener Himmel bewundern.


10. Juni 2010 /OTZ

Klassischer Gesang im Fokus

Freundeskreis Oper und klassisches Lied gegründet

Greiz (OTZ).

Anfang Mai gründeten Opernliebhaber, die der vogtländischen Sopranistin Michèle Rödel gewogen sind, den „Freundeskreis Oper & klassisches Lied - Michèle Rödel“. Den Vorsitz übernahm Dr. med. Ellen Andreä aus Fraureuth. Weitere Vorstandsmitglieder sind Heinz-Joachim Petzold für Organisation und Veranstaltung sowie Michael Zumpe für die künstlerische Beratung. Anliegen dieses Personenkreises war und ist es, sich bei zwanglosen Zusammenkünften und Konzerten mit den heutigen Problemen des klassischen Gesangs, vornehmlich der Oper, auszutauschen. Des Weiteren wird zu Konzertbesuchen eingeladen, wobei- selbstverständlich dem Anliegen des Freundeskreises zufolge -, Konzerte mich Michèle Rödel im Mittelpunkt stehen sollen. Die Mitglieder werden dazu über die jeweilige Arbeit, das Repertoire und die Konzerttermine von Michèle Rödel in Kenntnis gesetzt. Die Mitgliedschaft ist beitragsfrei. Wer dem Freundeskreis beitreten will, meldet sich unter Telefon.: (037468) 68 76 23 oder per E-Mail an michele-roedel@gmx.de. Die vogtländische Sängerin Michèle Rödel ist auch in Greiz und Umgebung keine Unbekannte, sie trat unter anderem bereits im Sommerpalais gemeinsam mit der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach auf.


10. Juni 2010 /OTZ

Steigende Kita-Gebühren in Zeulenroda

Ein ´Gast`in einer Kita.
Ein ´Gast`in einer Kita.

Das neue Kindertageseinrichtungsgesetz verpflichtet die Doppelstadt, ab 1. August knapp 12 Erzieher-Stellen mehr zu besetzen. Zur gleichen Zeit soll die Betreuung in Kindereinrichtungen teurer werden.

Steffen Beikirch / 10.06.10 / OTZ

Zeulenroda. Die neue Bedarfsplanung für die neun Kindertagesstätten im Stadtgebiet geht mit 11,82 Vollbeschäftigteneinheiten (VbE) mehr ins Rennen. Eine Zahl, die allerdings nicht nur die städtischen, sondern auch die Kitas in freier Trägerschaft betrifft. Insgesamt 83,142 VbE sind künftig vorzuhalten. Wie die freien Träger diese Vorgabe behandeln, kann die städtische Hauptamtsleiterin Hannelore Katzer noch nicht sagen. In den städtischen Häusern jedoch sind die meisten Erzieherinnen auf Teilzeitbasis tätig. Ihnen wird derzeit eine Stundenaufstockung angeboten. Erst nach dem Rücklauf auf diesen Hinweis steht fest, ob die Stadt noch neue Erzieherinnen einstellen muss. Bewerbungen hierfür liegen bereits vor. Zudem würden Praktikanten, die schon in Kitas tätig werden, bevorzugt behandelt, so Hannelore Katzer. Ebenfalls zum 1. August will die Stadtverwaltung die Elterngebühren in den kommunalen Einrichtungen erhöhen sowie das dritte Kind nicht mehr kostenfrei betreuen und für die Kleinstkindbetreuung (bis zu zwei Jahre) einen 25-prozentigen Aufschlag erheben. Weiterhin sollen Hortkinder künftig den Kindergartenkindern in der Berechnung gleichgestellt werden und als erstes Geschwisterkind gelten. Eine Staffelung, die für die Familien günstiger sei, wie Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) diese Woche im Hauptausschuss sagte. Welche Gebührensteigerung genau geplant ist, wollte die Stadtverwaltung gestern noch nicht offiziell erklären. Begründung: Die Elternbeiräte der Kitas würden noch in einer gesonderten Veranstaltung darüber informiert. Am 23. Juni soll die Beschlussfassung im Stadtrat erfolgen. Dort will man auf Antrag der FDP auch noch einen regionalen Vergleich vorlegen, der erkennen lässt, wo Zeulenroda-Triebes jetzt und in Zukunft rangiert. Im Kindergartenbereich sei man noch unter 100 Euro, mehr sagte Hauptamtsleiterin Hannelore Katzer gestern auf OTZ-Anfrage nicht. Gleiches war im Hauptausschuss vom Bürgermeister zu hören, der die derzeitige Größenordnung auf 86 Euro pro Monat bezifferte. Als Grund für die Steigerung wird unter anderem der höhere Betreuungsaufwand gerade im Kleinkindbereich der Kitas genannt. Laut neuem Kita-Gesetz haben jetzt schon Kinder ab einem Jahr einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Zudem verdoppelt sich in der Kleinstkindbetreuung der Raumbedarf je Kind. Außerdem darf eine Erzieherin nur noch für vier statt bisher sieben Jungen und Mädchen zuständig sein. Parallel dazu führt die Stadt die jährlich gestiegenen Personalkosten an, die man wegen Tarifabschlüssen im öffentlichen Dienst anpassen musste. Hinzu komme der Tarifabschluss für den Sozial- und Erziehungsdienst. Veränderungen bei den Betriebs- und Sachkosten seien ebenfalls berücksichtigt. Das Land Thüringen habe zwar auch die Pauschalzahlungen angepasst, aber die Personalkosten seien noch nie komplett gedeckt worden, sagte Hauptamtsleiterin Katzer. Wie groß das Loch für die Stadt ist, muss erst noch gerechnet werden. Die Gebührenanpassung sei aber auf jeden Fall nötig, erklärte sie. Die letzte Gebührenänderung war am 12. Dezember 2007 beschlossen worden.


10. Juni 2010 /OTZ

Werbung für Breitbandausbau in Hohenleuben

Infoveranstaltung der Thüringer Netkom GmbH und der Firma Encoline zum DSL-Ausbau im Leubatal. Leutabal-Vorsitzender Matthias Lindig (r.) vergewissert sich am Plan des Glasfasernetzes der Thüringer Netkom über die Verbindungsentfernungen.
Infoveranstaltung der Thüringer Netkom GmbH und der Firma
Encoline zum DSL-Ausbau im Leubatal. Leutabal-Vorsitzender
Matthias Lindig (r.) vergewissert sich am Plan des Glas-
fasernetzes der Thüringer Netkom über die Verbindungsent-
fernungen.

Gut drei Wochen noch, dann wird durchgezählt. Bis zum 2. Juli braucht die Stadt Hohenleuben 160 Interessensbekundungen für einen schnellen DSL-Anschluss. Dann würde die Thüringer Netkom GmbH in den Breitband-Ausbau investieren und noch in diesem Jahr die Internet-Anschlüsse gewährleisten.

Steffen Beikirch / 10.06.10 / OTZ

Hohenleuben. Mit diesem Fazit endete eine Informationsveranstaltung am Dienstag im "Reußischen Hof". Gekommen waren nur gut 20 Leute, was Matthias Lindig als Chef der Verwaltungsgemeinschaft Leubatal sehr bedauerte. Habe doch Hohenleuben "den sehr glücklichen Bescheid" bekommen, dass die so genannten unrentierlichen Kosten bei null liegen, wenn sich 25 Prozent der Haushalte um die neuen Anschlüsse bewerben. Im Klartext: Die Erschließung, für die keine neuen Kabelgräben oder Hausanschlüsse nötig sind, könnte ohne Fördermittel und auch ohne Eigenanteil der Kommune vonstatten gehen. Und zwar binnen drei Monaten, wie es am Dienstag hieß. Die schlechte Nachricht: Die Hohenleubener, die dazustoßen wollen, können ihren bisherigen Anbieter nicht behalten. Die Thüringer Netkom hat zurzeit nur den Geraer Diensteanbieter Encoline, eine Tochterfirma des Unternehmens Engel & Co., im Boot. Die Interessenten müssten also dorthin wechseln. Natürlich betreibe man ein offenes Netz und werde perspektivisch auch weitere Anbieter als Partner haben, sagte Netkom-Geschäftsführer Karl Schreier gegenüber OTZ. In diesem ersten Schritt gehe es aber nur mit Encoline. Welche Tarife und welche Bandbreiten angeboten werden, verdeutlichte deren Marketingchef Thomas Ehrlicher. Er hatte Produkt- und Preisblätter sowie Auftragsformulare dabei, die gern mitgenommen wurden. Und er erläuterte auch die Wechselmodalitäten bei Abmeldung des bisherigen Telefonanschlusses. Dass in Hohenleuben kaum noch DSL ankommt, liege an der großen Entfernung zur Vermittlungsstelle Triebes, erklärte Netkom-Chef Schreier. "Die Kupferleitung ist zu lang." Einen teuren Leitungsneubau auf dem flachen Land dürfte sich kaum ein Anbieter leisten wollen. Als hundertprozentige Tochter von Eon hat die Netkom hier einen Vorsprung. Das Unternehmen verfügt über ein thüringenweites Glasfasernetz von 4000 Kilometern, das in den 90er Jahren entstanden ist. Das Kabel liegt in Leerrohren neben Gasleitungen oder auf Stromleitungen. Allein im vorigen Jahr habe man so 26 Orte mit rund 25 500 Einwohnern anbinden können. "Wir haben auch in der Nähe von Hohenleuben ein Glasfasernetz", sagte Schreier und zeigte Kartenmaterial. Von diesem Netz würde die Netkom neue Leitungen zu den vier Kabelverzweigern der Telekom in Hohenleuben (Oststraße, Zeulenrodaer Straße, Neumarkt und Reichenfelser Straße) legen und so ein Breitbandsignal anliefern. Die nötige Investition bezifferte Netkom-Chef Schreier auf zirka 150 000 Euro. Bis in die Häuser kommt man dann über die Telekom-Leitungen. Was mit dem Ortsteil Brückla wird, ist noch nicht geklärt. Doch für den VG-Chef steht fest: "Es kann nur eine gemeinsame Lösung geben." Die zu finden, da zeigte sich Lindig optimistisch. "Beim Gas haben wir auch eine gefunden."Die anwesenden Interessenten forderte Lindig auf, jetzt auch bei Bekannten und Nachbarn die Trommel zu rühren und sich für diese zukunftsfähige Lösung zu entscheiden. Breitbandanbindungen seien inzwischen ein wesentlicher Standortfaktor für die Wirtschaft und vielleicht sogar, um die junge Generation in der Heimat zu halten. Reinhard Kohout stimmte zu: "Man muss das den Leuten klar sagen, dass es sonst auf absehbare Zeit nichts wird."


10. Juni 2010 /OTZ

Serbien holt den Mini-WM-Titel in Greiz

Mini WM, Einmarsch.
Mini WM, Einmarsch.
Finale Berga (in weiß) gegen Cossengrün.
Finale Berga (in weiß) gegen Cossengrün.
Mini-WM 2010: Die Sieger: GS Lessing Bronzemedaille (links) - Spanien, Mitte: GS Ferdinand Haußmann Cossengrün Goldmedaille - Serbien, Rechts: GS Berga - Silbermedaille - Elfenbeinküste.
Mini-WM 2010: Die Sieger: GS Lessing Bronzemedaille (links) -
Spanien, Mitte: GS Ferdinand Haußmann Cossengrün Goldmedaille
- Serbien, Rechts: GS Berga - Silbermedaille - Elfenbeinküste.
Foto: OTZ/Peter Reichardt

20 Grundschulen mit 24 Mannschaften beteiligten sich an der Fußball-Mini-Weltmeisterschaft des Landkreises Greiz.

Peter Reichardt / 10.06.10 / OTZ

Greiz. Wegen schlechtem Wetter verschoben, aber nicht aufgehoben so die Vorgeschichte der Mini-WM im Rahmen der Kreisjugendspiele im Fußball der Grundschüler des Landkreises Greiz. Drei Tage vor dem heißen Start in Südafrika hatten die kleinen Kicker ihren großen Tag am Dienstag auf dem Greizer Tempelwald. Ein Gewimmel und Gewusel, als die 24 Mannschaften der Grundschulen, die für je eine teilnehmende Nation der diesjährigen Weltmeisterschaft in Südafrika aufliefen, auf das Spielfeld marschierten und zur Eröffnung Aufstellung nahmen. Mit insgesamt 20 teilnehmenden Grundschulen fiel die Resonanz erfreulich hoch aus, genauso wie das Engagement Greizer Firmen, hatten doch die Fleischerei Ullrich Oehler, die Bäckerei Schulze und die Getränkequelle Liebold die Versorgung der jungen Aktiven übernommen. Doch der Fußball war natürlich die Hauptsache an diesem Tag. Und da wollten es die kleinen Kicker den Männern um Jogi Löw gleich tun. Mit Engagement, Eifer, aber auch Spielwitz agierten die Aktiven auf den vier Spielfeldern. In vier Gruppen zu je sechs Mannschaften wurde "Jeder gegen Jeden" gespielt, so dass 60 Gruppenspiele notwendig waren ehe die acht Viertelfinalteilnehmer feststanden. Die ersten beiden jeder Spielgruppe konnten sich für das Viertelfinale qualifizieren, so dass in der Gruppe A Spanien (Lessinggrundschule Greiz) und Uruguay (GS Münchenbernsdorf), in der Gruppe B Serbien (GS Cossengrün) und Ghana (GS Greiz-Pohlitz), in der Gruppe C Brasilien (GS Auma) und die Elfenbeinküste (GS Berga) sowie in der Gruppe D die Niederlande (GS Ronneburg) und Dänemark (GS Hohenölsen) unter den besten Acht zu finden waren. Zwischen der Elfenbeinküste und den Niederlanden waren es die "Afrikaner" aus Berga, die sich klar mit 3:0 Toren durchsetzten und für das Halbfinale qualifizierten. Auch im Spiel zwischen Brasilien und Dänemark war schnell eine Entscheidung getroffen, denn die "dänische Mannschaft" aus Hohenölsen konnte das Spiel mit 3:1-Toren zu ihren Gunsten gestalten. Zwischen Spanien und Ghana stand es nach regulärer Spielzeit noch 0:0, so dass erst im Strafstoßschießen eine 2:0-Entscheidung zugunsten der Greizer Lessingschüler fiel. Auch Serbien konnte sich erst vom Elfmeterpunkt mit 1:0 gegen Uruguay durchsetzen. Im Halbfinale zwischen Dänemark und der Elfenbeinküste waren es erneut die Bergaer, die sich klar absetzten und mit 3:0 Toren den Sprung ins Finale schafften. Im zweiten Halbfinale zwischen Spanien und Serbien ging es heiß her. Die Cossengrüner Jungen gingen für Serbien mit 1:0 in Führung, mussten aber den 1:1-Ausgleich hinnehmen. Als schon alle mit einem weiteren Elfmeterschießen rechneten, gelang den Cossengrünern der entscheidende Treffer zum 2:1 und damit der Final-Einzug. Doch zunächst ging es im kleinen Finale um Platz drei zwischen Spanien und Dänemark zur Sache. Die Niederlage im Halbfinale musste den Lessingschülern wohl mächtig in die Nase gefahren sein, denn jetzt drehten sie noch einmal mächtig auf und gewannen dieses Spiel mit 4:1-Toren. Im Finale zwischen Serbien und der Elfenbeinküste herrschte dann Spannung pur, denn auch da stand es nach der regulären Spielzeit 1:1-Unentschieden. Das bessere Augenmaß und die größere Zielgenauigkeit hatten am Ende die Kicker der Grundschule aus Cossengrün, die mit 2:1 die Mini-WM für sich entschieden und sich zusammen mit ihrem Schuldirektor über einen kompletten Satz Spielkleidung inklusive Transporttasche und zwei Fußbällen für die Schule freuen konnten, die das Unternehmen EP: K & K City Sound aus Greiz zur Verfügung stellte. Auch die Silbermedaille wurde den Bergaern versüßt. Der Wach- und Sicherheitsdienst Jahn und die Firma Hartleib & Kutschera sponserten eine Wii-Konsole für ihren Schul- und Hortbetrieb. Die Greizer Lessingschüler nahmen neben ihrer Bronzemedaille einen Satz T-Shirts, bereitgestellt von der Ostthüringer Zeitung, mit nach Hause.


10. Juni 2010 /OTZ

Radsport-Talent fördern

Kreissportbundchef Uwe Jahn (2.v.l.), RSV-Trainerin Margit Otto, Landrätin Martina Schweinsburg und Sportler des RSV freuen sich über Urkunde und Anerkennungstafel.
Kreissportbundchef Uwe Jahn (2.v.l.), RSV-Trainerin Margit
Otto, Landrätin Martina Schweinsburg und Sportler des RSV
freuen sich über Urkunde und Anerkennungstafel.
Foto: OTZ/Susann Grunert

RSV 1886 Greiz als Talent-Förderzentrum im Landkreis Greiz anerkannt

Von Susann Grunert Greiz (OTZ).

Bereits zum vierten Mal erhielten die Radsportler des RSV 1886 Greiz am Dienstag aus den Händen von Kreissportbund-Chef Uwe Jahn und Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) die Anerkennungs- Urkunde als Talent- Förderzentrum Radsport des Landkreises Greiz. Erstmals wird künftig auch eine entsprechende Anerkennungstafel das Vereinsgelände des RSV in Greiz-Aubachtal schmücken. „Für zwei Jahre behält der Verein diese Anerkennung“, erklärte Martina Schweinsburg. Im Anschluss daran - also nach dem 31. Dezember 2011 - werde dann überprüft, inwieweit der Verein nach den Vorgaben eines Talent-Förderzentrums gehandelt hat. Mit der Anerkennung geht auch eine Finanzspritze einher. So konnten sich die Radsportler um Trainerin Margit Otto über Fördermittelbescheide in Höhe von 2590 Euro freuen. Davon entfallen 2000 Euro auf die Förderung von Trainern und Übungsleitern, die talentierte Kinder und Jugendliche betreuen sollen. Mit 140 Euro soll die Unterhaltung der Rollsportanlage an der Feldschlösschenstraße unterstützt werden. Schließlich wird das überregionale Straßenrennen Rund um die Liebsfrau, das am Sonntag in Greiz stattfindet, mit 450 Euro bedacht. Insgesamt zählt der Landkreis acht Talent-Förderzentren, mdarunter sind Ringen, Fußball, Tischtennis oder Schwimmen. „Wir sehen es als unsere Pflicht an, Talente im Jugendbereich zu fördern“, erklärte die Landrätin. Schließlich sei die Unterstützung für Kinder und Jugendliche sehr übersichtlich und greift erst ab einem höheren Alter im Profibereich wieder, ergänzte Jahn.


10. Juni 2010 /OTZ

SG Greiz beendet in Ebersbrunn Negativserie

Fußball, Alte Herren
Ebersbrunner SV - SG 1.FC/ Chemie Greiz 2:4 (1:2)

Hüttelsgrün (OTZ/Schlegel).

Nach zwei zuletzt deutlichen Niederlagen reiste die Spielgemeinschaft Greiz kürzlich zum Spiel ins westsächsische Ebersbrunn. Mit sicherem Spielaufbau setzte die SG 1.FC/ Chemie Greiz die Einheimischen sofort unter Druck. Erster Paukenschlag in der 6. Minute, als Kasenow aus rund 20 Metern unverhofft abzog. Ralf Lang, kurzfristig für den Stammkeeper ins Ebersbrunner Tor gerückt, lenkte den Ball an den Innenpfosten und zurück ins Spielfeld. Nach einer Viertelstunde dann die mehr als überfällige Führung für Greiz. Marco Vogel hatte sich über halblinks durchgesetzt und passte zum zentral stehenden Andreas Kasenow, der sicher verwandelte. Eine knappe halbe Stunde war gespielt, als das Greizer Sturmduo zum zweiten Mal zuschlug. Jürgen Bähringer leitete mit einem langem Ball auf Kasenow den Angriff ein, der mit schönem Diagonalpass Vogel bediente. Dessen Schuss passte haargenau ins rechte lange Eck. Den Ebersbrunner Anschlusstreffer verhinderte Krieglstein zunächst, war wenig später aber machtlos. Eine Rechtsflanke verwandelte Franko Steinkopf in der 36.Spielminute mit Flugkopfball zum 2:1. Die SG konterte auch nach dem Wechsel gefährlich. Nach Foul an Vogel schoss Frank Brettfeld den Freistoß aus spitzem Winkel direkt zum 3:1 in die Maschen des Gastgebertores. In der 70. Minute nutzte Bauch eine Schusschance aus etwa 18 Metern konsequent. Die Kugel schlug flach im linken unteren Eck zum 4:1 ein. Schon unmittelbar nach dem Anstoß fiel das zweite Tor für Ebersbrunn durch Thomas Körner, der eine verunglückte Rückgabe im Greizer Abwehrbereich ausnutzte. Dann waren die insgesamt faire Begegnung und die Negativserie für die Spielgemeinschaft zu Ende.

Greiz: Krieglstein, Bähringer, A. Schlegel (64. Ellrich), Zürnstein (41. Knarr), A. Beyse, Kühnert (41. M. Schlegel), F. Bretffeld, Bauch, Jung, Vogel, Kasenow


10. Juni 2010 /OTZ

Zwei DM-Medaillen für Robert Rauch

Schwimmen: Jahrgangs-Meisterschaften

Berlin (OTZ).

Mit einer Silberund zwei Bronzemedaillen sowie dem Erreichen der JEMNormzeit (Jugend-Europameisterschaft), einem Landesrekord über 200 m Lagen und der Unterbietung der CKadernorm des Deutschen Schwimmverbandes konnte der Greizer Schwimmer Robert Rauch seine bisher erfolgreichsten Meisterschaften beenden. Vom 2. bis zum 6. Juni war die Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europa-Sportpark Schauplatz der Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften im Schwimmen. Rauch hatte ein hartes Wettkampfprogramm. Insgesamt waren zwölf Starts mit Vorlauf und Finale und JEM-Nominierung zu absolvieren. mAm Vormittag waren jeweils die Vorläufe, am Nachmittag die Finalläufe zu absolvieren. Rauch konnte sich auf allen Strecken jeweils für ein Jahrgangs-Finale qualifizieren. Sein bestes Ergebnis erreichte er über die 200-m- Lagenstrecke, bei der er mit einem Rückstand von nur sechs Hundertstel in einer Zeit von 02:06,69 Minuten als Zweiter anschlug. Eine Bronzemedaille erschwamm Rauch über 200 m Rücken in einer Zeit von 02:08,63 und am letztem Tag über 400 m Lagen in einer Zeit von 04:34,48 Minuten. Auf der 100-m-Rückenstrecke wurde Robert Rauch Sechster in 59,31 Sekunden und auf der 50- m-Rückenstrecke ebenfalls Sechster in 27,66 Sekunden. Robert Rauch wird in diesem Jahr erstmals an den offenen Deutschen Meisterschaften vom 30. Juni bis 4. Juli in Berlin teilnehmen.


10. Juni 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Kindergarten beim Grillfest wieder mit dabei

Die Kleinen aus dem Wildetauber KIndergarten sind auch diesmal beim Grillfest mit dabei. Die Freiwillige Feuerwehr lädt am Wochenende dazu ein. Ab 14.30 Uhr startet die Party am Sonnabend vor dem Gerätehaus der Feuerwehr. Ab 15 Uhr zeigen die Kinder ihr Programm. Gegen 17.30 Uhr tritt die Linedancegruppe Altgernsdorf auf. Ab 19 Uhr lädt DJ Alex zum Tanz ein. Am Sonntag geht es um 10 Uhr mit dem Frühschoppen weiter.
Archivfoto: Rudi Stöhr

Die Kleinen aus dem Wildetauber KIndergarten sind auch diesmal beim Grillfest mit dabei. Die Freiwillige Feuerwehr lädt am Wochenende dazu ein. Ab 14.30 Uhr startet die Party am Sonnabend vor dem Gerätehaus der Feuerwehr. Ab 15 Uhr zeigen die Kinder ihr Programm. Gegen 17.30 Uhr tritt die Linedancegruppe Altgernsdorf auf. Ab 19 Uhr lädt DJ Alex zum Tanz ein. Am Sonntag geht es um 10 Uhr mit dem Frühschoppen weiter.


Mit 1000 Luftballons fürs Greizer Stadtfest geworben

1000 Luftballons, an denen ein Programmüberblick fürs Park- und Schlossfest Greiz hing, ließen die Kleinen aus Greizer Kindergärten gestern Morgen auf dem Marstallgelände steigen. Wer einen der gelben Zettel findet, kann sich damit im Rathaus kostenlos ein Programmheft abholen. Elf Leute hatten zuvor drei Stunden zum Aufblasen der Ballons gebraucht.
Foto: OTZ/Katja Grieser

1000 Luftballons, an denen ein Programmüberblick fürs Park- und Schlossfest Greiz hing, ließen die Kleinen aus Greizer Kindergärten gestern Morgen auf dem Marstallgelände steigen. Wer einen der gelben Zettel findet, kann sich damit im Rathaus kostenlos ein Programmheft abholen. Elf Leute hatten zuvor drei Stunden zum Aufblasen der Ballons gebraucht.


Karikatur des Tages

Balance-Akt
Balance-Akt
Zeichnung: OTZ/Bruns


Plätze frei für Seniorenreisen

Greiz (OTZ).

Wegen Absage aus gesundheitlichen Gründen gibt es noch einige freie Plätze im Doppelzimmer für die betreute DRK-Seniorenreise nach Altmünster im Salzkammergut. Reisetermin ist der 30. Juli bis 6. August. Die Reise wird begeleitet von Betreuern des DRK-Kreisverbandes Landkreis Greiz. Nähere Informationen zum Reisepreis und Programm erhalten Interessierte unter der Telefonnummer (03661) 67 11 16 oder der in der DRK-Geschäftsstelle in Greiz, August-Bebel- Straße 40 (Nebengebäude AWT).


Demo gegen Sparpläne

Greiz (OTZ).

Um gegen die Sparpläne der Bundesregierung zu protestieren, ruft ein bundesweites Bündnis aus Gewerkschaften, Die Linke, Erwerbslosenorganisationen und antikapitalistischen Gruppen zur Teilnahme an Demonstrationen in Berlin und Stuttgart auf. Die Auftaktveranstaltung findet am Sonnabend, 12. Juni, 12 Uhr am Roten Rathaus in Berlin statt. Das Bündnis fordert unter anderem den Ausbau des öffentlichen Sektors, eine Anhebung von Löhnen und Sozialleistungen, von Steuern für Unternehmen und Vermögende sowie eine solidarische Ausfinanzierung der Kommunen.





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