09. Juni 2010 /OTZ

„Greiz ist fotogen“

OTZ-Chefredakteur Ullrich Erzigkeit (links) verabschiedet OTZ-Fotograf Christian Freund nach über 30 Berufsjahren in den Vorruhestand.
OTZ-Chefredakteur Ullrich Erzigkeit (links) verabschiedet OTZ-
Fotograf Christian Freund nach über 30 Berufsjahren in
den Vorruhestand.
Herzliche Wünsche für den neuen Lebensabschnitt gehen von OTZ-Lokalchefin Kathrin Schulz an ihren langjährigen
Herzliche Wünsche für den neuen Lebensabschnitt gehen von OTZ-
Lokalchefin Kathrin Schulz an ihren langjährigen Kollegen
Christian Freund.
Fotos: OTZ/Katja Grieser

OTZ-Fotograf Christian Freund nach über 30 Berufsjahren offiziell verabschiedet

Von Kathrin Schulz Greiz.

Vom „wohlverdienten Ruhestand“ will OTZ-Fotograf Christian Freund nichts wissen. Der gebürtige Greizer wurde gestern im Kreise seiner Kollegen von OTZ-Chefredakteur Ullrich Erzigkeit offiziell in die „Freiphase der Altersteilzeit“ verabschiedet. Freund habe stets als „Qualitätsführer im fotografischen Bereich der Zeitung“ gewirkt, lobt Erzigkeit den 62-Jährigen, der für viele Greizer schlicht „die Zeitung“ ist. Nach über 30 Berufsjahren - im Herbst 1979 wurde er von der damaligen Volkswacht als Bildreporter eingestellt - steht für Christian Freund fest, dass er auch künftig nicht ohne Fotoapparat aus dem Haus gehen wird. Schon als 13-Jähriger bot er dem „Heimatboten“ Landschaftsaufnahmen an. Die Luftbrücke im Greizer Park, das weiß er noch, war das erste seiner Bilder, das veröffentlicht wurde. Mit 16 wurde er Volkskorrespondent bei der Tageszeitung, ging später bei Foto-Deylig in der heutigen Thomasstraße in die Lehre. „Ein echter Glücksgriff“, wie er im Rückblick weiß, weil Deylig nicht nur Atelierfotografie, sondern auch Industrieaufnahmen und Werbung für Messen im Programm hatte. So kam der Bäckerssohn zu einer vielseitigen Ausbildung, lernte sein Handwerk von der Pike auf. Hinzu kam das Gespür für die Menschen und den Zeitgeist, Feingefühl und der untrügliche Blick fürs Motiv. „Die Greizer meckern, meinen es aber nicht so“, meint Christian Freund schmunzelnd. Er liebt seine Stadt und ihre Bewohner. „Greiz ist fotogen“, schwärmt er von der einstigen Residenzstadt. Nicht nur wegen der Schlösser, auch wegen der Lage im Kessel. „Bis Anfang der 90-er Jahre gab es ganz wenige Tage, an denen ein klarer Blick über Greiz möglich war. Der Smog hatte die Stadt fest im Griff. Heute glücklicherweise kein Thema mehr.“ Neben einer Vielzahl an Ausstellungen und der nicht zu zählenden Pressefotos sind die großformatigen Freundschen Demo-Fotos in der Ausstellung der Museen der Schloss- und Residenzstadt 20 Jahre nach der Wende besonders beeindruckend - ermöglichen sie doch einen Blick in die Gesichter, fangen Augenblicke des Umbruchs ein. „Eine aufregende und turbulente Zeit“, erinnert sich der Fotograf, „viele haben schon aus Angst nicht fotografiert“. Ein ganz besonderer Moment im Berufsleben des OTZFotografen war die Einladung von Wissenschaftsastronaut Ulf Merbold zum Start der D-2- Mission in Cape Canaveral. Die Bilder, die in diesem historischen Moment entstanden, gehören zu Freunds Lieblings-motiven. Noch heute sind der dreimalige Weltraumfahrer und der Fotograf - beide gebürtige Greizer - freundschaftlich verbunden. Christian Freund setzt auch den Alltag effektvoll ins Bild - mit einem Mutter-Kind-Motiv schaffte es der Greizer Bildreporter kurz vor der Wende in die „world press foto“-Schau in Pjöngjang. Viele Greiz-Bücher hat er im Laufe der Jahre illustriert, auf eines allerdings ist er ganz besonders stolz: „Meine Bilder in der Festschrift zu 800 Jahre Greiz - es ist eine besondere Anerkennung für mich, das illustrieren zu dürfen“, betont der Obergrochlitzer. Unter den gestrigen Gratulanten sprachen Bürgermeister Gerd Grüner, seine Stellvertreterin Ines Watzek, Ortsteilbürgermeister Jürgen Frantz, Fotoclub-Chefin Pia Büttner, Peter Reichardt, freier Mitarbeiter, sowie die Mitstreiter der Pressehäuser Greiz und Zeulenroda-Triebes alle guten Wünsche aus. Was Christian Freund ab heute machen wird? „Ich geh fotografieren“, sagt er . Ein Projekt liegt ihm dabei besonders am Herzen. „Ich möchte die Typen unserer Zeit im Porträt zeigen, vom Obdachlosen bis zum Banker.“ Im Herbst geht es allerdings erst mal zu Tochter Jacqueline nach Florida . „Aber nur zu Besuch - meinem Greiz bleib’ ich treu.“


09. Juni 2010 /OTZ

Am Montag startet der Brückenneubau an B 92/94

Bis Oktober mit Einschränkungen zu rechnen

Greiz (OTZ).

Am Montag, 14. Juni, beginnen im Auftrag des Straßenbauamtes Ostthüringen durch die BTOe Bergbau und Tiefbau GmbH die Arbeiten zum Brückenersatzneubau über den Quirlbach beim Abzweig nach Kurtschau in mehreren Bauabschnitten. Diese Baumaßnahme teilt sich in vier Bauabschnitte ein. Im ersten Bauabschnitt stehen Arbeiten im Randbereich der Bundesstraße 92/94 auf dem Plan. Im zweiten Bauabschnitt ist eine halbseitige Sperrung der B 92/94 vorgesehen. Der Verkehr wird in diesem Bauabschnitt durch eine Ampel geregelt, heißt es aus dem Landratsamt. Zudem werden die Anbindungen der Umfahrung gebaut. Im dritten Bauabschnitt ist vorgesehen, die Bundesstraße voll zu sperren. Während des Brückenbaus wird der Verkehr zweispurig über die behelfsmäßige Umfahrung geleitet. Bis zum Bauende gestaltet sich im vierten Bauabschnitt - hier werden Rückbauarbeiten vorgenommen - die Verkehrsführung wie beim zweiten, also mit Ampelregelung. Kraftfahrer werden zur erhöhten Aufmerksamkeit aufgefordert. Voraussichtlich am 1. Oktober werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

Kommentar

Ampeln in Sicht

Von Kathrin Schulz

Der heiße Sommer in Greiz naht - und das nicht nur temperaturmäßig. Mit der Ankündigung der Brückenerneuerung über den Quirlbach lässt sich eine erste Ampel- Durststrecke erahnen, die die Kraftfahrer auf der B 92/94 zu bewältigen haben. In verschiedenen Etappen zieht sich dieser Bau voraussichtlich bis Anfang Oktober hin. Aber hier wird wenigstens gebaut. Denn zum Thema Ausbau der August-Bebel-Straße in Greiz, der ursprünglich Anfang April schon auf den Startschuss gewartet hatte, hängt die Auftragsvergabe ganz offensichtlich noch immer in der Schwebe. Und solange hier kein Richter ein Machtwort spricht, zu dem keiner der Kontrahenten mehr sein Veto einlegt, wird es nicht losgehen können. Für das Parkund Schlossfest immerhin ein Plus.


09. Juni 2010 /OTZ

Nils Koloska ist neuer Kreisvorsitzender

Nils Koloska
Nils Koloska
Foto: privat

21-jähriger Geraer an Spitze der Jungliberalen

Gera (OTZ).

Einen neuen Vorstand haben die Jungen Liberalen (JuLis) Greiz-Gera gewählt. Neuer Kreisvorsitzenden ist der 21- jährige Nils Koloska aus Gera. Er löst Jan Bettermann aus Greiz ab, der dem Vorstand nun als Stellvertreter angehört. Der neue Schatzmeister ist der Geraer Ralf Ratzmann. Nach dem Superwahljahr 2009 und der deutlichen Steigerung der Mitgliederzahl stellt sich der neue Vorstand auch für die neue Amtszeit wieder große Aufgaben. „Wir wollen natürlich weiter wachsen und junge Menschen für unser freiheitliches Lebensgefühl begeistern“, sagte der JuLi-Kreisvorsitzende. Zum anderen wollen die Jungliberalen auch inhaltliche Akzente setzen, zum Beispiel beim Thema Bürgerrechte und in der Wirtschaftspolitik. Die Regionen Gera und Greiz brauchen dringend einen wirtschaftlichen Aufschwung, um junge Leute hier zu halten“, meint der JuLi-Kreisvorsitzende. „Es kann nicht sein, dass unsere Region ausblutet, weil die Jüngeren hier keinen Arbeitsplatz finden.“ Hier müsste mit einer intelligenten Wirtschaftsförderung die Unternehmensansiedlung gefördert werden. In diesem Zusammenhang kritisierte Koloska die Erhöhung der Gewerbesteuer in der Stadt Gera. „Das ist Gift für unternehmerisches Handeln und schafft einen echten Standortnachteil im Wettbewerb mit anderen Regionen“, so der 21-Jährige abschließend. Zur Sitzung traf man sich in der Geraer Rudolf-Diener-Straße 18, der Geschäftsstelle des FDPKreisverbandes Gera.


09. Juni 2010 /OTZ

Junges Greiz

Vier Bands und ein Film zum Nulltarif

Die vier Bands Pub’n’Steel (oben links), Freischwinger (oben rechts), Smooth Lee (unten links) und die Trashmonkeys schicken sich an, die Besucher des Festgeländes an der Göltzschtalbrücke zum Tanzen und Feiern zu bringen.
Die vier Bands Pub’n’Steel (oben links), Freischwinger (oben
rechts), Smooth Lee (unten links) und die Trashmonkeys schicken
sich an, die Besucher des Festgeländes an der Göltzschtalbrücke
zum Tanzen und Feiern zu bringen.
Fotos [4]: Marcel Hilbert, Agentur

Das Musikfestival „Rock für ein buntes Vogtland“ geht am Sonnabend in die zweite Runde

Von Marcel Hilbert Netzschkau.

Es ist wie in der Musik-Branche: Gelingt einer Band bereits mit dem Debüt- Album ein Riesenerfolg, so wird jedes der kommenden Werke daran gemessen. Einem ähnlichen Erfolgsdruck sehen sich die Macher des Festivals „Rock für ein buntes Vogtland“ seit dem 13. Juni 2009 ausgesetzt. An diesem Sonnabend nämlich erschien deren „Erstlingswerk“ - und schlug postwendend ein wie eine Bombe. Tolles Wetter, die imposante Kulisse der Göltzschtalbrücke und weit über 2000 Besucher, das waren die Zutaten, die es für diesen Überraschungserfolg brauchte und die nun große Fußstapfen hinterlassen. Glücklicherweise sitzen mit den Greizern Daniel Kertscher und Andreas Böttger zwei durchaus selbstkritische Zeitgenossen an den Hebeln des Festivals, die durchaus Steigerungspotenzial für die zweite Auflage von „Rock für ein buntes Vogtland“ am kommenden Sonnabend sehen. „Ein Kritikpunkt der Premiere des Konzertabends war, dass es zu lang ging“, meint Kertscher. Daher gehen zwar in diesem Jahr weniger Bands auf die Bühnen, diese seien aber handverlesen. So wurde der Eröffnungsauftritt um 18.45 Uhr im Sinne des Festival-Gedankens ganz demokratisch bestimmt. „Pub ’n’ Steel“, das Leipziger Punk-Quartett, ging als Sieger aus dem „Rock für ein buntes Vogtland“-Bandwettbewerb im April hervor, wo es sich gegen vier weitere Bands durchsetzte. Wie schon beim Contest im Neuberinhaus Reichenbach werden sie auch an der Göltzschtalbrücke von Blechbläsern unterstützt. Punk-rockig geht es ab 20 Uhr weiter mit „Freischwinger“ aus Nürnberg. Die drei Musiker, die bereits bei „Mega- Rock in die Ferien“ Festivalerfahrung sammeln konnten und mit ihrem Auftritt zum letztjährigen Thüringentag auch Greiz schon einen Besuch abstatteten, wollen mit ihrem fröhlichen Pop-Punk eine große Party feiern. Besuch aus dem hohen Norden gibt es um 21.30 Uhr mit den „Trashmonkeys“. Bei dem Bremer Fünfer kommen Fans von Alternative Rock im Stile von The Hives, Franz Ferdinand oder Mando Diao auf ihre Kosten. Ihr Rock ’n’ Roll mit Retro-Schlagseite und stets durchgetretenem Gaspedal soll möglichst viele Besucher zum Tanzen animieren. Wer sich bis dahin noch nicht zum Bewegen hat hinreißen lassen, hat spätestens bei der Abschlussband „Smooth Lee“ um 23.30 Uhr keine Gegenargumente mehr. Die sieben Belgier haben sich dem Ska verschrieben, einer schnellen und ungemein tanzbaren Musikrichtung. Bevor jedoch die Musiker in die Saiten greifen, haben sich die Macher des Festivals noch etwas Besonderes einfallen lassen. Mit dem Dokumentarfilm „Die Tragödie der Provinz“ über Rechtsradikalismus im Vogtland wird das Abendprogramm um 18 Uhr auf der Hauptbühne eröffnet. „Wir freuen uns, den Film von Maik Baumgärtner und Ralf Zimmermann zeigen zu können“, sagt Kertscher, „Er bringt zum Auftakt auf den Punkt, worum es bei dem Festival geht, nämlich um Vielfalt und gegen Intoleranz in unserer Heimat.“ Um lange Pausen zwischen den „Stücken des Nachfolgeralbums“ zu vermeiden, werden in den Umbaupausen zwischen den Bands sowohl eine Trommelgruppe, eine Feuershow und ein Höhenfeuerwerk für Kurzweil sorgen. Bei allen Veränderungen und Neuerungen im Ablauf, ein Erfolgsfaktor des Debüts bleibt erhalten. Der Eintritt für den abwechslungsreichen Abend ist und bleibt kostenlos.

Verrückte Figuren mit rationalem Muster

Nach der Tragödie „Gefährliche Liebschaften“ vom letzten Jahr beschäftigt sich die Theater-AG des Greizer Gymnasiums in diesem Jahr mit einem wahren Feuerwerk an Komik und Ironie. „Alice's Traum“, wie die diesjährige Produktion heißt, basiert auf dem allseits bekannten Kinderbuchklassiker „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll. Die Geschichte wird häufig als Märchen des 19. Jahrhunderts verkannt. Jedoch folgen Carrolls verrückte Figuren und seine oftmals widersinnige Erzählstruktur klaren mathematischen und rationalen Mustern. Wenn man den Subtext des Hutmachers, der Raupe und Co. entschlüsselt, treten tiefe philosophische Gedanken zu Tage. Zudem ist „Alice's Traum“ die erste Produktion, die vollständig aus der Feder des Ensembles stammt. Die Premiere findet am Montag, 14. Juni, bei sonnigem Wetter im Schulhof des Gymnasiums statt. Sollte es regnen, wird die Produktion nach Innen in die Aula (Raum 3/4) verlegt. Am Mittwoch, 16. Juni, und Donnerstag, 17. Juni, kann man nochmals dem Stück beiwohnen. Alle Aufführungen beginnen voraussichtlich 18.30 Uhr. Wer also Lust hat, sich das Stück anzusehen, hat dazu nächste Woche Gelegenheit. Man sollte es sich nicht entgehen lassen. Es lohnt sich garantiert. Jeffrey Döring, ehemaliges Mitglied der HerbstZeitlosen, Greiz

Symbolische Brücken schlagen

Viele Unterstützer wie der Stadtjugendring Greiz mit seinem Spielmobil oder die Druckerei Tischendorf, die die Plakate anfertigten, ermöglichen die zweite Auflage des Festivals.
Viele Unterstützer wie der Stadtjugendring Greiz mit seinem
Spielmobil oder die Druckerei Tischendorf, die die Plakate an-
fertigten, ermöglichen die zweite Auflage des Festivals.
Foto: Marcel Hilbert

Vielfältiges Nachmittagsprogramm zum Festival - Shuttlebusse pendeln von Greiz und Reichenbach

Von Susann Grunert Netzschkau (OTZ).

Neben der Musikauswahl im Abendprogramm steht das Motto „Vielfalt“ natürlich auch über den Veranstaltungen, die zum „Rock für ein buntes Vogtland“ bereits ab dem frühen Nachmittag das Festivalgelände an der Göltzschtalbrücke mit Leben erfüllen wollen. Big-Band-Klänge von Absolventen des Vogtlandkonservatoriums „Clara Wieck“ aus Plauen eröffnen das Festival auf Bühne zwei um 14 Uhr. Im Anschluss werden die Teilnehmer eines ganz besonders symbolträchtigen Wettbewerbes im Hinblick auf den Hintergrund des Festivals vorgestellt. Beim Projekt „Brückenschlag“ waren Schulen aus der Umgebung aufgerufen, möglichst kreative Modelle von Brückenbauten weltweit zu entwerfen. „Hintergrund ist die Auszeichnung der Göltzschtalbrücke als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst im letzten Jahr“, erläutert Angela Görner von der Vogtland Kultur GmbH, die für die Gestaltung des Nachmittagsprogrammes verantwortlich zeichnet. Doch mitnichten sind ausschließlich Modelle der größten Ziegelsteinbrücke der Welt erlaubt, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. „Die Bastelarbeiten wurden von uns mit maximal 300 Euro unterstützt“, fährt Angela Görner fort, die sich jedoch eine größere Teilnehmerresonanz gewünscht hätte. So werden am Sonnabend mit der Mittelschule Netzschkau, der Awo-Projektgruppe aus Netzschkau und der Freien Schule Reudnitz drei Konkurrenten um die Plätze kämpfen müssen, die um 16.45 Uhr auf der großen Bühne präsentiert werden. Dass das Sensibilisieren für Toleranz und kulturelle Vielfalt nicht erst im Jugendalter beginnt, zeigt das abwechslungsreiche Rahmenprogramm, das auch die jüngsten Vogtländer ansprechen sollte. So sind mit dem Spielmobil Jerry vom Greizer Stadtjugendring richtig „alte Hasen“ in Sachen Zeitvertreib für die Kids vor Ort. Ponyreiten, Malstraße und Hüpfburg ergänzen das Festivalpaket für die Juniors. Mit der Greizer Faschingsgesellschaft (15.15 und 16 Uhr), der Breakdancegruppe „IMCCREW“ aus Reichenbach (16.20 Uhr) oder dem Zeulenrodaer MC Dakks feat. Ambee (17.30 Uhr) gibt es auch musikalisch Vielfältiges auf die Ohren. Schließlich zeigt die Gruppe „Wunakina“ wie Musik mit außergewöhnlichen Instrumenten, australischen Didgeridoos, der Mundharmonika oder verschiedenen Trommeln klingt. Wer ohne Auto an die Göltzschtalbrücke gelangen möchte, kann den Shuttlebusverkehr nutzen. Drei Busse pendeln vom Bahnhof Greiz und dem Bahnhof Reichenbach jeweils zum Festivalgelände und zurück. Die Busse fahren zwischen 16 und 21 Uhr halbstündlich, zwischen 21 und 23 Uhr stündlich und zwischen 23 und 1 Uhr wieder halbstündlich für einen Fahrpreis von zwei Euro pro Person.
www.rock-vogtland.de

Einmal Niagarafälle

Sandra Gloede (30), Kosmetikerin

Mein Traum ist es, mit meinem kleinen Kosmetikstudio in Mehla erfolgreich zu sein. Was jedoch noch viel wichtiger ist, ist der Wunsch danach, dass in meiner Familie alle Leute gesund und munter bleiben. Das kommt auf jeden Fall auf Platz eins meiner Träume. Aber ich habe auch noch einen anderen lang gehegten Traum. Ich wünsche mir, irgendwann einmal nach Kanada zu reisen. Ich würde dort gerne die Niagarafälle sehen. Aber bis das soweit ist, muss erstmal der Traum mit dem Erfolg im Beruf in Erfüllung gehen.

Was sagst Du zu Greiz?

Sarah Heuer (19), Auszubildende zur Erzieherin

Ich bin hier geboren und finde eigentlich, dass Greiz eine niedliche, kleine Stadt ist. Das Obere Schloss gefällt mir zum Beispiel sehr gut. Abends ist halt leider nicht mehr viel los hier. Wenn wir am Wochenende weggehen wollen, müssen wir woanders hinfahren. Wir weichen dann nach Reichenbach ins E-Werk aus oder fahren auch mal ins Sax nach Rodewisch. Im Sommer gibt es in der Region ja auch zahlreiche Feste, die man besuchen kann. Ansonsten kann man sich auch auf der Eisbahn oder im Kino die Zeit


09. Juni 2010 /OTZ

Star auf Wohnzimmer-Visite

Stefanie Heinzmann und Teile ihrer Band statteten gestern der Altgernsdorferin Domenica Bretschneider einen Hausbesuch ab und gaben vor Familie und Freunden ein kleines Wohnzimmer-Akustik-Konzert.
Stefanie Heinzmann und Teile ihrer Band statteten gestern der
Altgernsdorferin Domenica Bretschneider einen Hausbesuch ab und
gaben vor Familie und Freunden ein kleines Wohnzimmer-
Akustik-Konzert.
Foto: Marcel Hilbert

Domenica Bretschneider gewinnt Privatkonzert mit Stefanie Heinzmann und Band

Altgernsdorf (OTZ/M. Hilbert).

Domenica Bretschneider scheint ein gutes Jahr erwischt zu haben. Nach ihrem OTZFan-Treff mit Bürger Lars Dietrich durfte die Altgernsdorferin gestern das Schweizer Stimmwunder Stefanie Heinzmann mitsamt Band in ihrer Wohnung in dem Ortsteil von Wildetaube begrüßen. Und damit nicht genug, im Gepäck hatte die Sängerin fünf Songs, darunter ihren aktuellen Hit „Roots To Grow“, die sie als Akustik-Versionen spielte. Bretschneider gewann den Auftritt bei einer Aktion des Radiosenders „Landeswelle Thüringen“, die schon die Band Silly auf Wohnzimmertournee schickten. Gänzlich ohne Strom und nur begleitet von zwei akustischen Gitarren und Percussion bewies Heinzmann einmal mehr, welches Talent in ihr steckt. Zudem punkteten sie und ihre Jungs mit ihrer sympathischen und offenherzigen Art. So gab es vor und nach dem Konzert interessante Gespräche, wie zum Beispiel über das Lampenfieber vor Auftritten. Dieses sei, so die Sängerin, bei so kleinen, intimen Sachen sogar größer als auf der richtigen Bühne, da man hier jeden einzelnen Zuhörer erkenne. Erst am Dienstagmorgen hatte Domenica Bretschneider von ihrem Glück erfahren, musste also in kürzester Zeit aufräumen, Verpflegung besorgen und Freunde mobilisieren, Aber das scheint sich gelohnt zu haben, zumindest, wenn man ihr strahlendes Gesicht während des gesamten „Hausbesuches“ als Stimmungsmesser nimmt. Und auch den Gästen und Radiomitarbeitern gefiel’s, sie verabschiedeten Stefanie Heinzmann und Band mit viel Beifall von der Altgernsdorfer „Bühne“, bevor es noch am selben Abend zum großen Auftritt nach Dresden ging.


So ein Wohnzimmer- Konzert hat den Reiz, das es ganz persönlich, fast intim abläuft.

Stefanie Heinzmann



09. Juni 2010 /OTZ

Kein Zufallsprodukt

Interessiert betrachten die Besucher der Ausstellungseröffnung die Fotografien.
Interessiert betrachten die Besucher der Ausstellungseröffnung
die Fotografien.
Foto: OTZ/Katja Grieser

Teilnehmer eines Fotografiekurses stellen Ergebnisse ihrer Arbeit in Greiz vor

Von Katja Grieser Greiz.

„Gute Bilder sollen kein Produkt des Zufalls sein“, erinnerte Karli Coburger zur Ausstellungseröffnung gestern im Gebäude des Landratsamtes. Coburger leitet seit Jahren Fotografie-Kurse an der Kreisvolkshochschule Greiz und die jetzt ausgestellten Fotos sind Ergebnisse der Arbeit von Teilnehmern eines Aufbaukurses. Karli Coburger legt bei seinen Kursen Wert darauf, dass die Teilnehmer ein Gefühl für ein gutes Motiv entwickeln, dass sie spüren, wann sie auf den Auslöser drücken müssen. Es reiche eben nicht, die Vollautomatik der Kamera für sich arbeiten zu lassen, so der Kursleiter. Da könne der Fotoapparat noch so teuer und gut sein, wenn der Fotograf sein Handwerk nicht versteht, wird das Bild schlecht. Für die Hobbyfotografen hat sich Karli Coburger immer Aufgaben einfallen lassen, die es zu lösen galt. So sollten die im Alltag so oft vergessenen Urkräfte des Lebens wie Wasser, Feuer, Luft fotografisch ins Bild gesetzt werden. „Verborgen im Kleinen“ lautet ein weiteres Thema, zu dem die Kursteilnehmer Fotos entstehen lassen sollten. Auch Nahaufnahmen von Gesichtern sollten fotografisch umgesetzt, ebenso Zitate mit Bildern ausgedrückt werden und als besondere Herausforderung mussten während einer Tanzprobe Bilder geschossen werden. Insgesamt schlechte Lichtverhältnisse, blendende Scheinwerfer und die schwarzen Dresse der Eleven haben dabei die Arbeit erschwert, so Karli Coburger. Ralf Freitag ist Letzteres jedoch hervorragend gelungen, wovon sich der Betrachter überzeugen kann. Äußerst dynamisch sind seine Bilder von der Tanzprobe geworden, beeindruckend sind auch seine Fotos, die er mit „Am Strand“ überschrieben hat. Ein ausgelassen lachendes Kind ist auf dem einen zu sehen, beim anderen erkundet das Mädchen den Sand mit seinen Füßen. Iris Winkler lädt mit ihren Fotos zu sich nach Hause ein, zeigt eine idyllische Waldansicht, einen Seeblick und einen romantischen Sonnenuntergang. Toskana-Impressionen hingegen präsentierte Ines Fröhlich, Frühlingszauber hat Karin Spahlholz im Bild festgehalten. Wer bei diesen Bildern ins Träumen gerät, dem wurde dies durch die beschwingten Flötenklänge von Gretel Töpfer und ihren Schülern, die zur Eröffnung spielten, erleichtert.


09. Juni 2010 /OTZ

Museum für Pöllwitzer Schätze

Jörg Rohrer aus Pöllwitz: Der 43-Jährige plant, ein Heimatmuseum in Pöllwitz zu eröffnen. Vor allem das Pöllwitzer Porzellan hat es dem Sammler angetan. Er sei auch der einzige Mensch auf der Welt, der einen Katalog zum Pöllwitzer Porzellan habe, sagt Jörg Rohrer, der sich sehr über das große Interesse der Dorfbewohner an seinem Museum freut.
Jörg Rohrer aus Pöllwitz: Der 43-Jährige plant, ein Heimatmu-
seum in Pöllwitz zu eröffnen. Vor allem das Pöllwitzer Porzel-
lan hat es dem Sammler angetan. Er sei auch der einzige Mensch
auf der Welt, der einen Katalog zum Pöllwitzer Porzellan habe,
sagt Jörg Rohrer, der sich sehr über das große Interesse der
Dorfbewohner an seinem Museum freut.
Jörg Rohrer will in diesem Haus in Pöllwitz sein Heimatmuseum eröffnen.
Jörg Rohrer will in diesem Haus in Pöllwitz sein Heimatmuseum
eröffnen.

Sammler Jörg Rohrer will in Pöllwitz im Vogtländischem Oberland alte Produkte des Dorfes auf 70 Quadratmetern ausstellen. Doch noch ist viel zu tun.

Ute Flamich / 08.06.10 / OTZ

Pöllwitz. Jörg Rohrer ist ein Sammler mit großer Leidenschaft, versteht sich. Im Alter von 15 Jahren sei bei dem heute 43-Jährigen die "Sammelwut" ausgebrochen, sagt der gebürtige Langenwolschendorfer, der seit fünfzehn Jahren gemeinsam mit seiner Ehefrau Sabine in Pöllwitz lebt. Seit dieser Zeit habe er seine Sammelleidenschaft auf Produkte spezialisiert, die einst in Pöllwitz gefertigt wurden. Besonders das Pöllwitzer Porzellan, das von 1922 bis 1936 in dem Dorf hergestellt wurde, hat es Jörg Rohrer angetan. Von Tassen, Tellern, Kannen, Kuchenplatten, Zuckerdöschen bis hin zu kompletten Services Jörg Rohrer hat bereits hunderte Porzellanteile zusammengetragen. "Ich fahre auch mal schnell nach Frankfurt/Main wegen zwei Tassen, die ich unbedingt in meinem Fundus haben möchte", sagt Jörg Rohrer und lacht. Doch was nützt all das Sammeln, wenn man die schönen, seltenen, wertvollen und interessanten Dinge niemandem zeigen und erklären kann? Das dachte sich auch Jörg Rohrer und plant, ein Heimatmuseum in Pöllwitz zu eröffnen. Frühestens in einem halben Jahr soll das "Museum-Pöllwitz" unter dem Namen "Zur alten Zollstation" seine Tore in der Zeulenrodaer Straße 11 öffnen. "Den Namen wird das Museum deshalb tragen, weil in dem Haus bis zum Jahr 1919 Wegegeld bezahlt werden musste", sagt Jörg Rohrer, der das Gebäude vor etwa drei Jahren kaufte. Früher einmal gehörte es Helmut Gebhardt. Der versprach Jörg Rohrer schon zu Lebzeiten, dass er nach seinem Tod das Haus bekommen könne, um es als Museum zu nutzen. "Helmut Gebhardts Sohn, Dietmar Gebhardt, machte es nach dem Tod seines Vaters möglich, dass ich das Haus tatsächlich bekam. Er unterstützt mich auch heute noch in vielerlei Hinsicht", sagt der Sammler und erzählt, dass das Gebäude 1850 gebaut worden sei. In den 1920er Jahren erfolgte ein Anbau nach vorn, in dem schließlich in einem kleinen Kolonialwarenladen Papier und Ähnliches verkauft wurde. Auch eine Schreinerei habe es dort gegeben. Nun, viele Jahrzehnte später, soll an dem historischen Ort, im oberen Stockwerk des Hauses, eine Ausstellungsfläche für das Gesammelte von Jörg Rohrer entstehen auf etwa 70 Quadratmetern, aufgeteilt auf vier Räume. Doch bis es soweit ist, muss im Haus noch viel getan werden: Wasser, Abwasser, Elektroinstallationen, Alarmanlage und noch einiges mehr. Vor dem Haus soll ein Teilstück des Gartens Platz für zwei Parkflächen machen. "Mir ist es wichtig, den Charme des alten Hauses beizubehalten, auch wenn die Sanitär- und Elektroanlagen erneuert werden müssen", sagt Jörg Rohrer. Sind die Arbeiten abgeschlossen, können die "Pöllwitzer Schätze" einziehen. Auf fünf Ausstellungs-Schwerpunkte will sich der 43-Jährige in seinem Museum konzentrieren: Pöllwitzer Porzellan, Handwerkerschaft, Schulwesen, Landwirtschaft, Papiere und Dokumente. So werden in dem Museum unter anderem Platz finden: eine alte Schubkarre mit gusseisernem Rad, alte Sensen, Stroh- und Mehlsäcke aus alten Mühlen, Schreiner-, Zimmerer- und Malerhandwerkszeuge wie Hobel, Beile, Wasserwagen, Malerwalzen, historische Pinsel und Federn. Aber auch Fotos ab 1900 bis in die Neuzeit, werden zu sehen sein, genauso wie eine alte Pöllwitzer Schulbank und ein etwa 1,50 Meter langer, mit Leder überzogener Rohrstock. "Das Museum soll ein Hobby bleiben. Ich werde es nicht kommerziell betreiben", sagt Jörg Rohrer, der Führungen auf telefonische Anfrage geben will. Schon jetzt hat der Sammler viel Arbeit, bekommt aber auch starke Unterstützung von seiner Frau, mit der er gemeinsam die Firma "Farbenbiene" in Pöllwitz aufbaute. Während sie die Chefin der Firma ist, hat er das Sagen, wenn es um das Museum geht. Doch auch Sabine Rohrer scheint längst von der Sammelleidenschaft ihres Mannes angesteckt zu sein und kann sich über jedes neu erworbene Stück freuen. Wer Jörg Rohrer in seinem Vorhaben unterstützen, Geld für das Voranschreiten des Bauvorhabens spenden oder seine Zeit zur Verfügung stellen möchte, kann sich bei Jörg Rohrer melden unter Tel.: 0179 / 5 062 193 oder per E-Mail an: info@farbenbiene.de.


09. Juni 2010 /OTZ

Zeulenrodaer Bauhof braucht Fremdaufträge

Klaus K. Kübler, externer Controller der Stadtverwaltung, erläutert zur Sitzung des Werksausschusses den Nachtragshaushaltsansatz für den Eigenbetrieb Bauhof.
Klaus K. Kübler, externer Controller der Stadtverwaltung, er-
läutert zur Sitzung des Werksausschusses den Nachtragshaushal-
tsansatz für den Eigenbetrieb Bauhof.

Auch der städtische Eigenbetrieb Bauhof Zeulenroda-Triebes (BZT) muss 2010 mit weniger Geld auskommen. Dazu gibt es derzeit einen hohen Krankenstand.

Steffen Beikirch / 08.06.10 / OTZ

Zeulenroda-Triebes. Ursprünglich waren im Stadthaushalt 1,134 Millionen Euro für ihn veranschlagt. Der Entwurf des 1. Nachtragsetats geht nun mit 96 800 Euro weniger ins Rennen. Im Gegenzug soll sich der Bauhof um Arbeit in anderen Orten bemühen, um neue Aufträge für 60 000 Euro heran zu bekommen. Auch der Umfang von Fremdarbeiten soll von geplanten 13 800 Euro auf 60 000 Euro steigen. Insgesamt 120 000 Euro also, die zurzeit noch vakant sind. Über Ausschreibungen akquiriert wurden bis Mitte Mai Aufträge für 68 600 Euro, legte Werkleiter Wolfgang Höfer dem Werksausschuss in dessen jüngster Sitzung dar. 70 Aufträge habe man bislang erhalten, darunter das bereits absolvierte Karpfenpfeiferfest, Straßenreparaturen für die Energiewerke, Putz- und Maurerarbeiten in der Stadtbibliothek oder den Aufbau von Spielgeräten am Schullandheim. Auch in der Kindertagesstätte "Sonnenschein" konnten 20 000 Euro erarbeitet werden. Als Maßnahmen gegen die Verluste des ersten Wirtschaftsjahres (rund 100 000 Euro) nannte Höfer beispielsweise die Anpassung der Stundensätze. So beim Lohn auf 28,43 Euro, für den Einsatz der Kehrmaschine auf 32,09 Euro und fürs Gärtnerfahrzeug auf 5,03 Euro. Dagegen stehen erhebliche Personalprobleme. Der Krankenstand liegt bei 15 Prozent. "Das ist viel zu hoch", weiß auch Höfer, der aber zwei Dauerkranke und zwei Langzeiterkrankte (über vier Wochen) verkraften muss. Durch das Ausscheiden von zwei Mitarbeitern sollen beim Personalaufwand 2010 gegenüber dem Vorjahr nun 22 000 Euro eingespart werden. Zum Ausgleich wurde aktuell eine befristete Einstellung vorgenommen. Bei den Ein-Euro-Jobbern stehen derzeit vier zur Verfügung, die nur Handarbeiten durchführen dürfen. 2009 hatte der Bauhof sechs Leute und noch drei Maschinenführer dazu. "Da sehe ich schwarz für die Rabattenpflege", fürchtet Höfer. Nochmal sechs Leute fehlen ihm, weil im April und Mai die Zivildienst-Stellen ausliefen und noch keine Neubesetzungen absehbar sind. Ausschussmitglied Jürgen Rupprecht (SPD) merkte an, wenn es keine Zivis mehr gebe, dann stehe die Personaldecke des Bauhofs "auf sehr hölzernen Füßen". Es gebe nur zwei Wege, entgegnete Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU). "Mehr Personal, wenn man sichs leisten kann. Oder Leistungskürzung." Für Letzteres müsse man die Bereiche klar abgrenzen, in denen der Bauhof noch tätig sein soll. "Das Akquirieren von Erlösen ist das Hauptproblem", erkennt auch Controller Klaus Kübler. So müsse der neue Eigenbetrieb seine Wirtschaftlichkeit nun noch unter Beweis stellen. Der geänderte Wirtschaftsplan soll zusammen mit dem Nachtragshaushalt der Stadt diskutiert werden.


09. Juni 2010 /OTZ

FSV Mohlsdorf verabschiedet Dirk Thiel aus der ersten Mannschaft

Der Mohlsdorfer Dirk Thiel wurde feierlich verabschiedet.
Der Mohlsdorfer Dirk Thiel wurde feierlich verabschiedet.
Foto: OTZ/Peter Reichardt 

Dirk Thiel ist beim FSV Mohlsdorf nicht nur eine feste und zuverlässige Größe im Spielgeschehen der Fußballer. Nein, er ist auch mit seiner Ruhe und Zuverlässigkeit der Ruhepol des Teams.

Peter Reichardt / 09.06.10 / OTZ

Mohlsdorf. Der am 30. April 1969 geborene Dirk Thiel stand mit dem Saisonauftakt 1996/97 in den Reihen der ersten Mannschaft des FSV und hat mit den Mohlsdorfer Kickern alle Höhen und Tiefen des Fußballes der Gemeinde im Greizer Osten miterlebt, sei es nun Auf- oder Abstieg. Er war immer ein Leistungsträger der Mannschaft und eine Stütze für seine Fußballkameraden. Doch nach 14 Jahren Fußball in der Ersten des FSV Mohlsdorf ist nun Schluss. Dabei geht er dem Verein natürlich nicht verloren und wird wohl auch die eine oder andere Partie bei den Alten Herren oder in der Zweiten bestreiten. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nahmen seine Mannschaftskameraden und der Vorstand des FSV Mohlsdorf am Sonntag diesen Abschied zur Kenntnis und dankten ihm für seinen Einsatz und die vielen Jahre in der ersten Mannschaft. Eine ganz besondere Freude, die selbst Dirk Thiel verlegen machte, hatten ihm seine Mannschaftskameraden vorbereitet. Hatte man doch ein altes Trikot mit seinem Namen auf dem Rücken in der Kleiderkammer gefunden, das aufgemöbelt und als bleibende Erinnerung überreicht wurde. Natürlich gehörte auch ein von allen Mannschaftsmitgliedern handsignierter Fußball zu den Erinnerungsgeschenken, doch das größte Geschenk haben sie ihm wohl mit dem 8:0-Sieg über den SSV 38 Großenstein, seinem Abschiedsspiel, gemacht.

Fotografische Eindrücke von Peter Reichardt -
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09. Juni 2010 /OTZ

Jubiläum einer Greizer Schwimmsportlerin

Renate Rausch feiert ihren 60. Geburtstag

Greiz (OTZ/Penzel).

Schon immer war das Wasser ihr Element. Die Greizer Schwimmtrainerin Renate Rausch feiert heute ihren 60. Geburtstag. In ihrer Jugend war sie selbst aktive Schwimmerin. Nach erfolgreicher Kampfrichter- und Trainerausbildung nahm sie den Nachwuchs der BSG Einheit, Sektion Schwimmen, unter ihre Fittiche. Mit Elan und Ehrgeiz gelang es ihr, zusammen mit weiteren Schwimm-Enthusiasten, nach Eröffnung der Schwimmhalle in Aubachtal dem Greizer Schwimmsport zu neuem Glanz zu verhelfen. Vor allem ihr ist es zu verdanken, dass der 1. Schwimmklub Greiz seit vielen Jahren als Talentestützpunkt besteht. Seit 2009 ist Renate Rausch hauptamtlich als Trainerin beim 1. SK Greiz angestellt. Zudem engagiert sie sich im Trainerrat des Thüringer Schwimmverbandes. Der 1. SK Greiz wünscht ihr zu ihrem Geburtstag alles Gute.


09. Juni 2010 /Vogtland Anzeiger

Verkehrte Welt am letzten Schultag

Reichenbach – Abi 1,0 – die Prototypen des Erfolgs“ hatten die Reichenbacher Abiturienten des Jahrgangs 2010 auf ihre T-Shirts geschrieben. Gestern war ihr letzter Schultag und traditionell wird der mit viel Getöse, Fez und vor allem Nässe gefeiert. Die Nässe von oben war allerdings im Vorfeld nicht eingeplant. Und so musste die Gaudi-Party in die Turnhalle verlegt werden. Das Schulhaus in der Ackermannstraße zierten schon am Morgen große Banner und ein geschmückter Multicar wartete vor der Tür auf die „Rundreise“ durch die Innenstadt unter Polizeischutz. Tradition ist es in der Neuberinstadt ebenfalls, dass die Abgänger an ihrem letzten Schultag die „Neuner“ aus der Friedensschule abholen und zu ihrer künftigen Penne geleiten. Darauf freuen sich die „Kleinen“ schon im Vorfeld, kommen sie doch um eine Kriegsbemalung und viel Nass aus Spitzpistolen und Wasserbomben nicht herum. Gemeinsam feierten die Klassen 9 bis 12 dann in der Turnhalle. Die Reichenbacher Abiturienten warteten mit einem abwechslungsreichen Programm auf, bei dem die Lehrer ihr ganzes Können beim Bankrutschen und Singen selbstgedichteter Lieder unter Beweis stellen mussten. Zudem tanzte ein Schülerballett. Das Lehrerzimmer war unterdessen mit Schülerbänken ausgestattet worden. Und jeder Kollege fand einen Ranzen und eine Zuckertüte auf seinem Platz. Verkehrte Welt am letzten Schultag sozusagen.
ina


09. Juni 2010 /Vogtland Anzeiger

Plötzlich taucht ein Ungar auf

Reichenbach – Völlig verwahrlost und teilweise sogar eingestürzt bietet das ehemalige Werk der Vogtlandstoffe in der Cunsdorfer Straße 93 in Reichenbach einen traurigen Anblick.

Weil das Gebäude sogar eine öffentliche Gefahr darstellte, hat die Stadt im vergangenen Jahr eine so genannte Ersatzvornahme angeschoben und mit dem Abbruch begonnen. Seither tut sich nichts mehr. Als Eigentümer sind im Grundbuch immer noch die Vogtlandstoffe eingetragen, die aber seit Eröffnung des Gesamtvollstreckungsverfahrens als aufgelöst gelten. Im Handelsregister ist der Inder Khawani Purshotam einzelvertretungsberechtigt als Geschäftsführer eingetragen. Offiziell handelt es sich bei ihm um einen Kaufmann aus London. Jener Khawani Purshotam entzieht sich laut Auskunft aus dem Rathaus allerdings seit Jahren jeglicher Verantwortung für das Grundstück. Er zahle weder Grundsteuern, noch habe er die in Rechnung gestellten Kosten für die Ersatzvornahme beglichen. Und auf Briefkontakt reagiere er ebenfalls nicht. Jetzt haben die Stadtväter die Nase voll und beim Amtsgericht Zwickau die Zwangsvollstreckung für das Grundstück beantragt. Der Verkehrswert wurde auf einen Euro festgelegt. Der erste Versteigerungstermin fand Anfang Mai in Auerbach statt und hielt eine handfeste Überraschung bereit. Die Stadt war dort nicht wie angenommen als einziger Bieter erschienen. Neben dem städtischen Vertreter feilschte auch ein Mann, der angab der Vertreter einer GmbH aus Ungarn zu sein, um das Grundstück mit und gab an, jeden Preis zu zahlen. Zum Glück für die Stadt Reichenbach konnte sich der Unbekannte aber nicht ausweisen und hatte somit keine Chance, einen Zuschlag für das Grundstück zu erhalten. Der Richter setzte ihm eine Frist, innerhalb derer er sich ausweisen muss. Nun sitzt die Stadt in der Klemme. „Wir haben nichts gekonnt, wenn statt eines untätigen Inders künftig ein unbekannter Ungar Eigentümer der Cunsdorfer Straße 93 ist“, erklärt Dr. Matthias Gäckle, der zuständige Fachbereichsleiter aus dem Reichenbacher Rathaus. Die Stadt sei andererseits aber auch nicht bereit, „Mondpreise“ für das verwahrloste Grundstück zu zahlen. Deshalb will die Stadt jetzt ihr Recht nutzen und die Versteigerung um ein Viertel Jahr aussetzen. Bis Ende Juli hat die Verwaltung somit Zeit, das Baurecht so zu ordnen, dass böse Überraschungen, etwa die Einrichtung eines Schrottplatzes, möglichst ausbleiben. Wie Gäckle sagt, wird sich der Stadtrat noch vor der Sommerpause mit dem Thema Cunsdorfer Straße 93 beschäftigen und festlegen müssen, ob das Versteigerungsverfahren nach Ablauf des Viertel Jahres wieder aufgenommen werden soll oder ob man es zum jetzigen Zeitpunkt fallen lässt. Denn auch wenn die Stadt das Grundstück ersteigere, erklärt er, habe sie wohl demnächst kein Geld, es in Ordnung zu bringen.
ina


09. Juni 2010 /Vogtland Anzeiger

30 Jahre Pubertät – und kein Ende

Der bayrische Rockrebell Hans Söllner gab am Sonntagabend im Plauener Malzhaus ein mitreißendes Konzert.
Der bayrische Rockrebell Hans Söllner gab am
Sonntagabend im Plauener Malzhaus ein
mitreißendes Konzert.

Bayrischer Liedermacher-Rebell begeistert im Plauener Malzhaus

Text & Bild Antje-Gesine Marsch

Ginge es nach Hans Söllner, würde er das System "von unten aufrollen", wie er es auch am Sonntagabend im Plauener Malzhaus einem Publikum, wie es unterschiedlicher nicht sein konnte, ankündigt. In einer immer kälter und unmenschlicher werdenden Welt appelliert der Rebellrocker an Zusammenhalt und Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber. Hier und jetzt und an diesem Abend im Vogtland. „Wir schweben unbeaufsichtigt durch das Weltall“, müsse mittlerweile an alle ein „Misstrauensvotum stellen“; doch sei die letzte Stufe vor dem Umbringen „der Humor“. Dabei sprach er, auf die Bühne springend, auch gleich die Ölpest an – ein Thema, an dem schon lange keiner mehr vorbeikommt. Ganz so düster, wie sich Söllner zu Beginn gab, sollte der Abend dann doch nicht werden. Spätestens seine detailliert geschilderten Erlebnisse mit den „Gesetzeshütern“ sorgten für Gelächter zwischen den Titeln. Verwunderung zeigte der als schlagfertig bekannte Musiker, dass es in der Plauener Region "noch so viel Überlebende" gibt. Das musikalische Urgewächs aus Bayern sparte dabei auch nicht den Leitspruch seines kämpferischen Lebens aus: „Ich bin für die Legalisierung von Marihuana!“ Doch nicht nur das: Er setzt sich auch für die Legalisierung von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden ein. Ihm kauft man ab, dass das keine Lippenbekenntnisse und Phrasen sind. Söllner ist authentisch – im Leben und in der Musik. Dass er schon „30 Jahre in der Pubertät“ und keine Ende in Sicht ist, glaubt man dem Bad Reichenhaller, der in Deutschland paritätisch geliebt und gehasst wird. Die Fangemeinde in Plauen jedenfalls ließ ihn hochleben, sang die bekannten, auch neuen Titel des Albums „Vietnam“ textsicher mit und tanzte ausgelassen zu den Reggae-Klängen. Mit seiner Band BAYAMAN'SISSDEM, die aus begnadeten Musikern besteht, konnte der quirlige 54-Jährige an diesem Abend mehr als überzeugen. Einem knapp zweistündigen Programm schloss sich ein großer Zugaben-Block an, der von der Hymne aller Rastafaris „Edeltraut“ gekrönt wurde.


09. Juni 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Nicht ganz alltäglich

Nicht ganz alltäglich ist es, dass sich auch Freizeitteams über Trikot-Sponsoring freuen können. Die „2minman“ aus Greiz gehören zu denen. Sie erhielten im Rahmen des Sachswitzer Sportfestes einen kompletten Spielbekleidungssatz von der Geraer Firma HLI gestellt. So ausgestattet gehen die Spieler in die Mini-WM für Freizeitmannschaften am 26. und 27. Juni in Rüdersdorf, wo mit Australien mindestens ein Viertelfinalplatz angestrebt wird.
Foto: Peter Reichardt

Nicht ganz alltäglich ist es, dass sich auch Freizeitteams über Trikot-Sponsoring freuen können. Die „2minman“ aus Greiz gehören zu denen. Sie erhielten im Rahmen des Sachswitzer Sportfestes einen kompletten Spielbekleidungssatz von der Geraer Firma HLI gestellt. So ausgestattet gehen die Spieler in die Mini-WM für Freizeitmannschaften am 26. und 27. Juni in Rüdersdorf, wo mit Australien mindestens ein Viertelfinalplatz angestrebt wird.


Tag des Waldes und der Jagd am Sonnabend

Das Thüringer Forstamt Weida führt am kommenden Sonnabend von 10 bis 17 Uhr in Waldhaus auf dem Forstbetriebshof den Tag des Waldes und der Jagd durch. Es wird u. a. der Umgang mit der Kettensäge demonstriert, zudem stellen Forstund Holzfirmen sich und die von ihnen benutzte Technik vor. Die Kreisjägerschaft Greiz beantwortet Fragen zur Jagd und führt gegen 15 Uhr eine Jagdhundeschau durch. Ab 13 Uhr spielen die Jagdhornbläser.
Archivfoto: Marcel Hilbert

Das Thüringer Forstamt Weida führt am kommenden Sonnabend von 10 bis 17 Uhr in Waldhaus auf dem Forstbetriebshof den Tag des Waldes und der Jagd durch. Es wird u. a. der Umgang mit der Kettensäge demonstriert, zudem stellen Forstund Holzfirmen sich und die von ihnen benutzte Technik vor. Die Kreisjägerschaft Greiz beantwortet Fragen zur Jagd und führt gegen 15 Uhr eine Jagdhundeschau durch. Ab 13 Uhr spielen die Jagdhornbläser.


Polizei sucht Zeugen

Greiz (OTZ).

Wie die Polizei erst gestern mitteilte, soll sich am Freitag, 28. Mai, gegen 16.10 Uhr eine ältere Frau beim Aussteigen aus dem Linienbus an der Haltestelle, August-Bebel-Straße/ Kaufland schwer verletzt haben. Zur Klärung der Umstände sucht die Polizeiinspektion Greiz Zeugen. Fahrgäste und insbesondere die Frau, welche der Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungswagens geholfen hat, werden gebeten, sich zu melden unter Tel.: (03661) 62 10.


Karikatur des Tages

Sicher ist sicher.
Sicher ist sicher.
Zeichnung: OTZ/Bruns


Auto kollidiert auf der B 92

Weida/Berga (OTZ).

Zu einem Verkehrsunfall kam es am Montag gegen 14 Uhr auf der Bundesstraße 92, Höhe Fortuna. Die 64-jährige Fahrerin eines Honda Logo fuhr auf der Bundesstraße 175 aus Richtung Berga und wollte auf die Bundesstraße 92 auffahren. Hierbei übersah sie einen auf der Hauptstraße fahrenden VW Passat und stieß mit diesem zusammen. An beiden Fahrzeugen entstand laut Angaben der Polizei ein Sachschaden in Höhe von rund 8500 Euro. Verletzt wurde bei diesem Unfall niemand.


Lizenz zum Schmunzeln - Mario Schuster

Zeichnung:  Mario Schuster
Zeichnung:  Mario Schuster





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