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„Greiz ist wie eine große Familie“
Shanna Mechedko freut sich über aktive Hilfe aus Greiz und ihre neue Beinprothese Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ). Gerade weil die 52-jährige Shanna Mechedko aus Brest mit beiden Beinen fest im Leben steht, kommt sie nicht ohne Hilfe aus. Die frühere Sportlerin, die insgesamt stolze 1600 Fallschirmsprünge absolvierte, verlor bei einem Unfall ein Bein und muss seit über 14 Jahren eine Prothese tragen. Über Walentina Gruschwitz und ihr Hilfstransport-Team, das nunmehr seit 15 Jahren eine Brücke der Hilfe nach Weißrussland geschlagen hat, kam Shanna 1996 das erste Mal nach Greiz. Im Sanitätshaus von Renate Ackermann erfuhr sie wirksame Hilfe, bekam eine Unterschenkelprothese, mit der sie wirklich wieder laufen konnte. Gestern konnte sie den Termin bei Ackermanns nach langer Zeit wiederholen. Üblicherweise wird eine solche Prothese aller vier bis fünf Jahre ausgetauscht, erläutert Matthias Probst, Orthopädietechnikermeister. Mit der Zeit ermüde das Material, der Schaft reißt, die Prothese sitzt nicht mehr richtig. Für Shanna fertigte der Meister jetzt nach 14 Jahren zunächst eine Probeprothese an, die sie ein, zwei Tage trägt, bevor das künstliche Bein auch ästhetisch komplettiert wird. „Die erste Probe und alles klappt. Er hat die Probleme sehr schnell erkannt“, lobt Shanna den Meister. Für Renate Ackermanns Einladung nach Greiz sei sie „unendlich dankbar“. „Diese Hilfe bedeutet mir so unendlich viel. Ich kann mich bewegen und zur Arbeit gehen“, sagt die Frau aus Brest. Weil die Rente für Diese Hilfe bedeutet mir unendlich viel. Ich kann mich bewegen. Shanna Mechedko, Brest den Lebensunterhalt nicht reicht, arbeitet die alleinstehende Mutter eines Sohnes in der Annahme einer Wäscherei. „So kann ich das Informatikstudium meines Sohnes auch unterstützen“, freut sich Shanna Mechedko, die gegenwärtig 14 Tage bei Walentina Gruschwitz in Greiz zu Gast ist. „Es hat sich in den 14 Jahren in der Stadt so viel verändert, alles ist freundlicher und schöner geworden“, freut sie sich. Vor allem aber empfindet sie ihren Besuch als eine Rückkehr zu Freunden, die helfen: „Greiz ist wie eine große Familie“, dankt Shanna Mechedko allen, die sie unterstützen. Auch mit Renate Ackermann verbindet sie eine lange Freundschaft. „Ich helfe gern“, sagt die feinfühlige Geschäftsfrau. „Nach 53 Jahren hier im Laden kann ich einschätzen, was eine solche Behinderung bedeutet. Ich mag Shanna, auch wenn die Verständigung mitunter schwierig ist“, lächelt die Greizerin. Gestern übernahm Walentina Gruschwitz den Part der Dolmetscherin, die in Gedanken nicht nur beim Besuchsprogramm für Shanna ist, sondern auch an das Team vom Hilfstransport denkt, das am Sonntag gut 20 Stunden in der Hitze am Grenzübergang von Polen nach Weißrussland warten musste. Der Gast aus Brest hatte bei der Abfertigung des Hilfstransportes in Greiz geholfen. „Shanna war überwältigt von unserem Lager in der Oßwaldstraße“, sagt Walentina Gruschwitz und „hat ordentlich mit zugepackt“. Herzliches Willkommen Von Kathrin Schulz Shanna Mechedko hat ein vollgepacktes Besuchsprogramm in Greiz. Gern möchte sie den Menschen, die ihr bei der Bewältigung vieler Probleme unter die Arme greifen, auch persönlich Danke sagen. So wie bei Ackermanns die Beinprothese, die sie gestern probierte, konnte sie von anderen Freunden Möbel für ihre Ein-Zimmer-Wohnung in Brest bekommen. Auch mit Jetschkes vom Team des Hilfstransportes, der gerade unterwegs ist, verbindet die 52-Jährige eine jahrelange Freundschaft. Eine Verbundenheit, die schon die Eltern begründeten. Jetschkes Vater war in russischer Kriegsgefangenschaft, während Shannas Mutter gut vier Jahre in Birkenau aushalten musste. Die Freundschaft der Familien ist auch eine Möglichkeit, Kriegsgeschehen zu verarbeiten, meint Walentina Gruschwitz, die sie begleitet. Auch und gerade 65 Jahre nach Kriegsende eine wichtige Sache. Für Shanna ein herzliches Willkommen und schöne Begegnungen in Greiz. |
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Geradeaus-Rock und Oriental Swing Punk
Schlossfolk zum Greizer Park- und Schlossfest mit fünf Bands am Start Von Karsten Schaarschmidt Greiz. Musste die Folkgemeinde sich im vorigen Jahr wegen des Thüringentages mit Musik aus der Konserve begnügen, rappelt es demnächst wieder zum Schlossfolk im Hof des Unteren Schlosses Greiz. Drei Abende, von Freitag, 18. Juni, bis Sonntag, 20, Juni, an denen fünf Bands zu Gehör bringen, wie viele Facetten Folk hat. Aber der Reihe nach. Den Auftakt am Freitagabend übernimmt das „Greizer Folkprojekt“, Songs von Joan Baez bis Neil Young oder aber auch instrumentale Stücke von Blues bis Rag umfasst das Repertoire dieses Trios, bestehend aus Antje-Gesine Marsch, Ronny Kerl und Gerd Mallon. Abgelöst werden sie von der Bonner Band „Tortilla Flat“. Das Sextett, das mittlerweile schon seit 22 Jahren existiert, steht für einen Mix ausgesuchter Perlen des Rock und Rhythm'n’Blues, kurzum: druckvoller Geradeaus-Rock ohne Schnörkel. Ebenfalls ein Trio, „Foolish Tripple“, steigt am Sonnabend als erste Band aufs Podium. Die Augsburger sagen über sich selbst: „Beeinflusst sind wir durch die Revelling crooks und deren Irish-Klezmer-Country-Bluegrass-Balkan-Pogo-Rockn-Roll-Polka-Speedfolk und das merkt man auch.“ Und dann sei da noch so etwas, was sich in den Jahrhunderten aus vielen Genres und Regionen zu einer Musik geformt habe. Anschließend wird es international: „Sin Sospechas“ aus Venezuela bringen die Luft zum Flimmern. „Sin Sospechas“ ist eine Latin-Ska-Band aus Südamerika und neben ihren Kollegen „Palmeras Kanibales“, die ebenfalls schon Schlossfolk-Gäste waren, beschenken sie seit mehr als 14 Jahren nicht nur ihre Heimat, sondern ebenfalls die Welt mit Tanzwut auslösender Ska-Musik. Übrigens, die Band stammt aus den Barrios von Caracas - einer Gegend, die laut Reisführern von Touristen gemieden werden sollte. Den Sonntagabend infiziert die Berliner Band „Budzillus“. 2005 gegründet, verspricht das Quintett eine rasante Mixtur aus Swing, Hot Jazz, Rock'n'Roll, Punk und orientalischer Musik. Ihre Instrumente haben die Musiker größtenteils selbst gebaut oder so stark modifiziert, dass sie ihnen Außergewöhnliches entlocken können. Und das braucht es auch, denn diese Truppe würde selbst Luzifer zu einer Fete einladen, schließlich will er auch einmal hören, was unter „Oriental Swing Punk“, wie die Band ihre Musik bezeichnet, zu verstehen ist. Los geht es übrigens an allen drei Abenden um 20 Uhr. |
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Betriebserlaubnis für die Euphorie Fan-Fahnen am Auto nicht ungefährlich Von Katja Grieser Greiz (OTZ). Spätestens, seit gestern die deutsche Nationalmannschaft in Johannesburg gelandet ist, dürfte auch für den letzten Fußballfan der Startschuss für die am Freitag beginnende WM gefallen sein. Jetzt heißt es: aufrüsten, und zwar in puncto schwarzrot-goldener Fanartikel. Denn Fußballeuphorie will ausgedrückt sein. Fanschminke, Trillerpfeifen, Ratschen oder die höllischen Lärm verursachenden Vuvuzelas - der Möglichkeiten des stilgerechten Fanseins gibt es viele. Dazu gehören auch die kleinen Fähnchen, die jetzt wieder zunehmend die Autos in der Region zieren. Einfach an den Fenstern angebracht, kann der Fußballfreund seine Sympathie mit den deutschen Ballakrobaten signalisieren. Worüber Fans dabei wohl kaum nachdenken werden: Eigentlich ist für das Anbringen solcher Fahnen ans Auto eine Betriebserlaubnis erforderlich. „Für jedes Teil, das ans Auto angebaut wird, aber nicht in der allgemeinen Betriebserlaubnis steht, braucht man eine Einzelbetriebs bestätigt Holger Kunow, Leiter Verkehrsdienst bei der Polizeiinspektion Greiz. Zu TÜV oder Dekra müsste der Fahrzeughalter zur Prüfung und sich die Erlaubnis ausstellen lassen. Ist die nicht vorhanden, ist es streng genommen eine Ordnungswidrigkeit. Bei höheren Geschwindigkeiten könnte die Fahne für den Hintermann sogar zur Gefahr werden, wenn sie nicht ordnungsgemäß angebracht ist. Allerdings sei in der Region bislang kein Fall bekannt geworden - auch nicht 2006, als die WM in Deutschland und die Euphorie geradezu gigantisch war -, bei dem eine Fanfahne tatsächlich Unfallursache gewesen ist. Sollte das doch einmal der Fall sein, könnte es unter Umständen auch mit der Versicherung Probleme geben. All das sollte der Fußballfan bedenken, bevor er eine Fahne am Auto anbringt. Oder aber, er lässt es darauf ankommen und hofft, dass bei einer eventuellen Kontrolle der Polizist ebenso fußballbegeistert ist und vielleicht nicht nur für Deutschland die Daumen, sondern für den mobilen Fan auch ein Auge zu drückt. |
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Museal-musikalische Ballmission
Museum, Musikschule und Kirche veranstalten Familienfest im Zeichen des Fußballs Von Katja Grieser Greiz. Auf museal-musikalische Ballmission können Besucher des Familienfestes im Unteren Schloss am Sonntag gehen: Denn neben musikalischer Unterhaltung und Angeboten des Museums spielt der Fußball diesmal eine besondere Rolle. So wird am Nachmittag in der Galerie des Schlosses nicht nur ein Kickerturnier veranstaltet, sondern am Abend auch das Deutschland-Spiel gegen Australien auf Großleinwand übertragen. Die Idee dazu stammt von Stadtpfarrer Andreas Hausfeld. Dass sich die Kirche in diesem Jahr am Familienfest beteiligt, ist ein Novum. „Ich wurde angesprochen, ob wir nicht mitmachen wollen und ich habe mich gefreut und zugesagt“, erzählt Hausfeld. So wird die Kirche offen stehen, zwei Orgelführungen stehen auf dem Programm und der Kirchbauverein wird sich zwischen 14 und 16 Uhr präsentieren. Und da Andreas Hausfeld Fußballfan ist, schlug er den anderen beiden Organisatoren - Musikschulchef Ingo Hufenbach und Museumsleiter Rainer Koch - vor, den Familienfest- Tag mit der Übertragung des ersten WM-Spiels für Deutschland ausklingen zu lassen. Dass es über die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die Möglichkeit gibt, die öffentliche Übertragung des Spiels anzubieten, war da natürlich hilfreich. Hufenbach und Koch waren begeistert. Neben Fußball werden am Sonntag natürlich auch Instrumente gespielt. Über den Tag verteilt präsentieren Musikschüler ihr Können, von Jazz über Gitarrenklänge bis zur Filmmusik ist alles dabei. Ein Höhepunkt dürfte die Premiere des Musicals „Die schiffbrüchigen Seefahrer“ werden, die um 15.30 Uhr im Weißen Saal ansteht. Auf ein „besonderes Vergnügen für Kinder“ weist Museumsleiter Rainer Koch hin. Die Kleinen können aus Pappkartons eine Burganlage bauen und bemalen. Auch als Porzellanmaler können sich die Gäste versuchen, ebenso beim Basteln von Musikinstrumenten. Die drei Institutionen, deren räumliche Nähe sich für eine Zusammenarbeit geradezu anbietet, wollen auch die künftigen Familienfeste im Unteren Schloss gemeinsam organisieren - auch ohne Fußball als großes Thema. Programm zum Familienfest
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36 Tonnen am Haken Neue Ortsnetzstation für Stromversorgung in der Neustadt aufgestellt Greiz (OTZ/Frd.). 36 Tonnen wiegt die neue Ortsnetzstation, die auf einem Tieflader während eines nächtlichen Transportes von Schkeuditz nach Greiz transportiert und anschließend mit Hilfe eines Autodrehkranes in das vorbereitete Bett auf dem Gelände der Vogtlandhalle gesetzt wurde. Die von der Firma Betonbau Schkeuditz für die Greizer Energieversorgung gefertigte Trafostation wird nicht wie von einigen Leuten vermutet die Vogtlandhalle mit Strom versorgen, denn die dafür notwendige Station steht bereits im hinteren Bereich des Goetheparkes. Vielmehr soll sie die in die Jahre gekommene, in der Nähe stehende Trafostation ablösen, die Teile der Carolinen-, der Post- und der Stavenhagenstraße mit Strom versorgt. Dabei wird die mit 20 000 Volt ankommende Mittelspannung auf 230 bzw. 400 Volt Niederspannung transformiert. Ein Teil der Technik, die sich im bisherigen Trafohäuschen befindet, soll in das neue eingebaut werden. 109 Trafohäuschen betreibt die Energieversorgung. |
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Unternehmer gesucht für Investoren-Suche Regionalmanagement hofft auf Mithilfe Greiz (OTZ). Die Neuansiedlung von Firmen ist neben der Betreuung und Förderung der regionalen Unternehmen eine Säule zur Sicherung der Wirtschaftskraft der Region. Die Bedingungen, im Landkreis Gewerbe anzusiedeln, seien nach Einschätzung des Regionalmanagements günstig. Um beide Komponenten zueinander zu führen, hat das Regionalmanagement der Region Greiz ein Projekt unter dem Titel „Unternehmer der Region aktiv für die Region“ gestartet und Kerstin Kramer mit der Umsetzung beauftragt. Kürzlich fand dazu in Zeulenroda eine Auftaktberatung mit ausgewählten Unternehmern statt. Die Idee, die dahinter steht, führte der Leiter des Regionalmanagements, Mario Walther, aus, sei mit „Beziehungsmanagement“ gut umschrieben. Viele ansässige Firmen seien auf überregionalen Messen vertreten oder hätten Geschäftskontakte über den Landkreis hinaus. Nun sollen die Unternehmer nicht als „Drückerkolonnen“ bei ihren Geschäftspartnern auftreten, betonte der Wirtschaftsreferent des Landkreises Greiz, Steffen Täubert. Vielmehr werde angestrebt, dass bei geschäftlichen Kontakten der Landkreis Greiz als Wirtschaftsstandort ins Gespräch gebracht werde. Dazu besitze das Landratsamt umfangreiches Werbematerial. Eine zeitgemäße digitale Visitenkarte ist als Empfehlung in der Diskussion angesprochen worden. Die gewünschten Investoren sollen dabei den ansässigen Betrieben keine Konkurrenz machen. Stattdessen geht es um ergänzende Gewerke oder neue Wirtschaftsbereiche. Derzeitig werden Unternehmer gesucht, die für den Landkreis aktiv werden möchten und bei der Suche von Investoren helfen wollen. Es wird ein Fragebogen und ein Anschreiben für die Kontaktaufnahme vorbereitet. Darüber hinaus werde gezielt auf Unternehmen zugegangen. Die aktive Mitarbeit der Unternehmer werde als Beitrag zu weiteren Belebung der Gewerbeflächen, zur Stärkung der Region sowie als Sicherung der eigenen Existenz gesehen, so Täubert. |
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Grundschüler für Märchenbühne gesucht
Der „Gänsemagd“-Inszenierung im Oberen Schloss fehlen noch acht Gänschen Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ). Was wäre die Gänsemagd aus Grimms Märchen ohne ihre Gänseherde? Damit es auf der Schlosshofbühne, die mit der romantischen Inszenierung des Märchens am Stadtfestsonnabend wieder eingeweiht werden soll, auch richtig schnattert, suchen Regisseurin Anke Hartmann und ihre Truppe noch eine kleine Gänse-Herde. Genau das Richtige für Grundschüler, die gern auf der Theaterbühne im Oberen Schloss mit dabei sein wollen. Zur nächsten Probe im Schlosshof, die am Sonnabend um 16 Uhr auf dem Plan steht, sollen diese letzten noch vakanten Rollen von Anke Hartmann besetzt werden. Jungen und Mädchen im Grundschulalter sind aufgerufen und herzlich willkommen, sich zu bewerben. „Mitzubringen ist lediglich gute Laune“, lacht Anke Hartmann, die mit ihrem Team gegenwärtig in den Endproben steckt. Gespielt wird das Stück zur Wiedereröffnung der Schlosshofspiele während des Park- und Schlossfestes insgesamt vier Mal - am Sonnabend, um 10 Uhr; 14 Uhr und 18 Uhr sowie am Sonntag um 10 Uhr. Dann werden auch die Gänschen ihren großen Auftritt haben. Acht Schülerinnen und Schüler werden dafür noch gesucht. Auch organisatorisch ist für die Wiederbelebung der Schlosshofspiele noch einiges vorzubereiten: 250 Sitzplätze im Oberen Schlosshof sollen für die Märchenaufführung gestellt werden, wie Jürgen Frantz, Vorstandsmitglied des Fördervereins Oberes Schloss dazu weiß. Übrigens: Für die Theateraufführung ist ein kleiner Eintrittspreis notwendig. |
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Thüringer Tourismustag 2010 in Zeulenroda-Triebes
Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski, obwohl im bayerischen Neustadt a. d. Waldnaab geboren, ist der Wurst seiner Wahlheimat durchaus zugetan. Bratwurst ist wichtig, ich hab am Sonntagabend auch noch gegrillt, sagte er gestern beim 12. Thüringer Tourismustag in Zeulenroda. Margit Kasper / 08.06.10 / OTZ Zeulenroda-Triebes. "Es muss aber schon sehr zu denken geben, wenn für die Mehrheit außerhalb unseres Bundeslandes Thüringen Bratwurst und Wald ist," so Staschewski. Dieses Ergebnis einer infratest-Umfrage von Ende April im Auftrag des Wirtschaftsministeriums finde er schon "ein bisschen herb". Thüringen sei viel mehr nämlich auch Kunst und Kultur, Geistesgrößen und natürlich Hightech. Aber immerhin 38 Prozent der Befragten konnten keine Sehenswürdigkeiten in Thüringen nennen. Ganz klar also: "Wir haben als Land ein Imageproblem. Thüringen besitzt kein klares Profil." Das soll sich ändern und zwar möglichst rasch, erklärte er den rund 320 Experten der Freizeit- und Tourismuswirtschaft sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung, die ins Bio-Seehotel nach Zeulenroda gekommen waren. Deshalb sollten in den kommenden Monaten die touristischen und kulturellen Leuchttürme Weimar, Wartburg, Rennsteig, Oberhof stärker herausgestellt werden. Das ehrgeizige Ziel: Die Schwelle von 10 Millionen Übernachtungen in diesem Jahr erreichen das bedeutet ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Wettbewerb allerdings "ist beinhart", hielt Prof. Dr. Martin Lohmann vom Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (Kiel) entgegen: "Drei Viertel der Deutschen machen jährlich eine Urlaubsreise. Das ist eine stabile Nachfrage seit 15 Jahren. Die Grenzen des Wachstums sind in Sicht." Ohne starke Kommunikation werde es nicht gehen. Die Gäste sollen länger in Thüringen bleiben. Und es sollen mehr im Alter um die 40 angelockt werden. Das würde auch den Thüringer Hotels, Pensionen und Gaststätten gut tun, deren Umsatzentwicklung seit Jahren rückläufig ist. Die Branche leidet unter akuter Investitionsschwäche. "Wir müssen vielseitiger werden bei höherer Qualität", schlussfolgert Staschewski. Sehr gute Angebote sollen zusammengeführt werden. Die Weiterentwicklung der Landestourismuskonzeption ist das wichtigste Projekt. Hinzu kommt die Evaluierung der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) und deren Entwicklung zu einem touristischen Kompetenzzentrum, eine Art Schnittstelle, die Wissen über Trends in die Fläche bringt. "Wir wollen Trends aufspüren und schauen, was zu uns passt. Alles geht auch nicht", sagt TTG-Chefin Bärbel Grönegres. Ein Trend, der passe, ist die Entschleunigung, die Suche nach Ruhe, Stressabbau also. Beim Thüringer Tourismustag erhielten Anbieter von touristischen Leistungen das Qualitätssiegel Servicequalität Deutschland 18 neu und 10 verlängert, darunter Gasthaus & Pension "Zum Plothenteich" in Plothen und das Hotel Jägerhof in Königsee (neu) sowie das Fair Resort Hotel in Jena-Zöllnitz (verlängert). Die Veranstaltung wird vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern Thüringens, dem DEHOGA Thüringen e.V. und der Thüringer Tourismus GmbH ausgerichtet. |
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Brigitte Löffler aus Waltersdorf holt den Titel
Es war ein gutes Wochenende für den TSV 1890 Waltersdorf und speziell für Brigitte Löffler. Mit zwei guten Durchgängen gewann sie in der Altersklasse Seniorinnen A den ersten Landesmeistertitel für den Waltersdorfer Kegelverein. Harald Löffler / 08.06.10 / OTZ Bereits am Sonnabend hatte die neue Titelträgerin in der Endrunde der besten 20 Spielerinnen ihrer Altersklasse in Stadtroda mit herausragenden 478 Kegel, davon beeindruckende 178 Abräumer, eine auch in der Folge unerreichte Hausmarke gesetzt und stand demzufolge nach Tag eins an der Spitze des Feldes. Diesen Platz gab sie auch im tags darauf statt findenden Finale der besten Zwölf nicht mehr ab, obwohl ihr Vorsprung vor der bis dato Zweiten aus Eisenberg lediglich geringe zwölf Holz betrug. Doch hinter ihr wurde das Tableau tüchtig durcheinander gewirbelt. Brigitte Löffler ließ sich davon jedoch nicht nervös machen. Sie legte mit, gegenüber ihrer Vortagsleistung, ebenso gleichmäßigen wie beeindruckenden 471 Kegel dabei wieder starke 161 Abräumer eine weitere Höchstleistung auf die Bahn. Am Ende waren deutliche 59 Kegel Vorsprung auf die Zweitplatzierte Ausdruck ihrer Überlegenheit an diesem Wochenende und in dieser Meisterschaft. Nebenbei bemerkt hätte das Gesamtergebnis der Walters-dorferin, außer den 200 Wurf spielenden Herren und Junioren, in allen anderen Altersklassen zum Titelgewinn gereicht. Die zweite Überraschung hier gelang mit zwei ebenso ausgeglichenen Wertungsläufen Ilona Görner vom FSV Mohlsdorf, die Vize-Meisterin wurde. Beide Keglerinnen haben sich damit für die Deutschen Meisterschaften der Seniorinnen A am 19. und 20. Juni Juni im badischen Heidelberg qualifiziert und schon jetzt unter anderem auch einen ganz großen Image-Gewinn für den Kreiskegelverein Greiz erzielt. Zu diesem großartigen Erfolg gratulierten der Landesmeisterin die Keglerinnen und Kegler ihres Vereins und wünschen ihr schon jetzt für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Heidelberg alles Gute. |
| 08. Juni 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
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Neue Erdenbürger
Im Greizer Krankenhaus erblickten in den letzten Tagen Alina-Sophie ((l.) - geb. am 2.6., um 9.01 Uhr, 2600 g, 46 cm - und Sonntagskind Leonard - geb. am 6.6., 10 Uhr, 3715 g, 52 cm - das Licht der Welt. Über ihr Brüderchen sind auch Joshua (v.l.), Maximilian, Josi (r.), Henriette (2.v.r.) sowie die Eltern Marion Asmus und Adrian Schröter aus Zeulenroda glücklich. Ihr kleines Töchterchen präsentiert Franziska Schmalfuß aus Greiz, die sich mit Papa Martin Riebe riesig freut. Kinderfest am Sonnabend in Gommla
Zum Kinder- und Frühlingsfest in Gommla am kommenden Sonnabend ab 14.30 Uhr an der Buswendeschleife lädt der Feuerwehrverein gemeinsam mit dem Ortsteilrat ein. Eine Tombola sowie ein Fahrrad- bzw. Roller-Fahrwettbewerb, wofür das eigene Fahrrad oder Roller mitzubringen ist, versprechen neben Kinderreiten und weiteren Attraktionen einen bunten Nachmittag. Gegen 19.30 Uhr geht es mit einem Fackelumzug durchs Dorf. Karikatur des Tages
Rettungsmission in der Welt der Fantasie Kinder für Schauspiel-Workshop gesucht Greiz (OTZ/KS). Richtig, es ist der Salman Rushdie, der mit seinen „Satanischen Versen“ Weltruhm erlangte, aber auch den wüsten Zorn islamistischer Fundamentalisten auf sich zog. Von ihm stammt die Kinder- und Jugenderzählung „Harun und das Meer der Geschichten“, sie soll von der Schauspiel-Werkstatt für Kinder des XIX. Greizer Theaterherbstes inszeniert werden. Die Leitung hat Schauspieler Kai Meyer übernommen und lädt schon vor den Proben zum Stück, am Wochenende, 12. und 13. Juni, alle Kinder, die einmal Bühnenluft schnuppern möchten, zu einem Schauspiel-Workshop ein. Treffpunkt ist am Sonnabend, 12. Juni, 10 Uhr, im Greizer Theater. Bei dem kostenlosen Workshop sollen erste Grundlagen vermittelt werden, die Inszenierung bleibt dabei vorerst Nebensache. Doch, was Harun erlebt, ist schon eine abenteuerliche Geschichte. Er will seinem Vater Raschid Khalifa helfen, dem größten Geschichtenerzähler im Lande Alifbay. Der hat nämlich, als ihn seine Frau verlässt, die Gabe des Erzählens verloren. Also macht sich Harun auf den Weg, um die Ursache heraus zu finden. Er entdeckt, dass das Meer der Geschichten Gefahr läuft zu verdrecken und vergessen zu werden. Eine Rettungsmission in einer fantastischen Welt beginnt. Schauspieler Kai Meyer will dieses Meer wieder auffüllen - mit Spiel, Bewegung und Gesang, mit allem, was eine gute Geschichte ausmacht. Die Kinder werden gemeinsam heraus finden, welche ihre eigenen, vergessenen Geschichten sind, und natürlich erzählen, was mit Harun geschah, den „Guppees“ und den „Chupwalas“, den Schattenkriegern und den Vielmäulern, Prinz Bolo und Prinzessin Batcheat. Internetauftritt erweitert Greiz (OTZ). Erweitert hat die Landesgruppe Thüringen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ihren Internetauftritt: „Einfach www.landesgruppe.de ins Internet eingeben und jeder hat schnell und übersichtlich die Aktivitäten der sieben Thüringer CDU-Bundestagsabgeordneten vor sich“, so der Ostthüringer Abgeordnete Volkmar Vogel, der sich weiterhin dafür engagieren will, den Breitband-Ausbau gerade in der ländlich geprägten Ostthüringer Region voran zu treiben. Eine ganz besondere Seifenkiste
Eine ganz besondere Seifenkiste bauen die Handwerker der Holzwerkstatt im Greizer Schulungszentrum der Euroschulen Gera für die Schüler der Grunschule in Mohlsdorf. Mit diesem Renner können sich die Kinder auf jeder Piste sehen lassen. Lizenz zum Schmunzeln - Mario Schuster
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