29. Mai 2010 /OTZ

Frisch aufgetischt

Das Porträt des letzten Fürstlichen Hofküchenmeisters, Walter Häußer, und ein Blatt aus dessen umfangreicher Rezeptsammlung zeigt Harald Saul, der Material für ein Greizer Stadtkochbuch zusammenträgt.
Das Porträt des letzten Fürstlichen Hofküchenmeisters, Walter
Häußer, und ein Blatt aus dessen umfangreicher Rezeptsammlung
zeigt Harald Saul, der Material für ein Greizer Stadtkochbuch
zusammenträgt.
Foto: OTZ/Kathrin Schulz

Küchenmeister Harald Saul sammelt Material für das „Greizer Stadtkochbuch“

Von Kathrin Schulz Greiz.

„Bio-Produkte sind toll, aber eigentlich ein ganz alter Hut. So hat man schon um 1900 gekocht. Und Händchen und Herz für Lebensmittel braucht ein guter Koch damals wie heute“. Küchenmeister Harald Saul muss es wissen, schließlich plant der Küchenprofi mit einem „Greizer Stadtkochbuch“ seine 14. Veröffentlichung zu den leckeren Seiten regionaler Küche. Viele Kochbuchliebhaber kennen seine „Familienrezepte aus dem Vogtland.“ Für das neue Projekt, so berichtet er gestern, hat er einen besonderen Schatz gehoben. Denn als er am 1. Mai auf dem Greizer Markt zum Auftakt des diesjährigen Kloßvogt- Wettbewerbes kochte und sich über die immer zahlreicher werdende Fangemeinde freute, traf er auch eine Nachfahrin des einstigen Fürstlichen Küchenmeisters im Greizer Schloss, Walter Häußer. Die nette Dame konnte Harald Saul eine ganze Reihe von Rezepten aus der fürstlichen Küche überlassen. Ähnlich wie beim Osterstein-Kochbuch für Gera, seinem Erstlingswerk, lässt sich daraus mancher Rückschluss auf die hiesige Fürstentafel ziehen. „Man aß deftig, aber einheimisch, verzichtete auf exportierte exotische Zutaten. Es gibt auch Anekdoten, dass sich Gäste anderer Adelshäuser über die spartanische Speisenfolge hier gewundert haben sollen“, schmunzelt Saul. Fakt ist, dass nur frische Zutaten sowie Obst und Gemüse der Saison auf den Tisch kamen. Das Stadtkochbuch soll weit mehr als eine Rezeptsammlung werden. Der Autor sucht natürlich traditionelle Rezepte,


In jedem Familienkochbuch hier finden sich tolle Kaninchenund Hasenrezepte.

Küchenmeister Harald Saul


vor allem aber Familien und Küchengeschichten aus Greiz und Umgebung. Es sind genau die Begegnungen mit den Menschen wie jene auf dem Greizer Markt, Begegnungen und Geschichten rund ums Kochen und um die „Tatsächlichkeiten, die in keinem Geschichtsbuch stehen“, die Saul dem Leser serviert. „Die Menschen honorieren, wenn man ihnen Zeit widmet, um zuzuhören“, weiß er und bittet Greizer und Bewohner der Region um Hilfe: Wer kann Greizer Küchengeschichten erzählen, wer weiß mehr über den Alltag in der Gastronomie? Wer weiß noch etwas über den Alltag in der Hofküche oder über Bräuche und Besonderheiten rund um Küche und Tafel? Aus Greizer Familien, aber auch aus Kurtschau, Naitschau oder Nitschareuth hat der Küchenmeister, der in der Justizvollzugsanstalt Hohenleuben Strafgefangene zu Köchen ausbildet, schon Material bekommen. „In jedem Familienkochbuch finden sich hier schöne Kaninchen-, aber auch Hasenrezepte. Das trifft auch für die fürstliche Küche zu“, freut sich der Wildliebhaber über diese besondere Seite der Region. „Ich verarbeite gerne Wild. Da schmeckt man die Natur“, sagt Saul.
Der Küchenmeister freut sich auf Hinweise aus Greiz und Umgebung: Harald Saul, Tel. 036603/239628; E-mail: harald.saul@web.de


29. Mai 2010 /OTZ

Mohlsdorf blickt nach Sachsen

Gemeinderat beschließt Kooperationsvereinbarung

Mohlsdorf (OTZ/gru).

Die Gemeinde Mohlsdorf wird eine Kooperationsvereinbarung mit dem Regionalen Entwicklungs- und Handlungskonzept (REK) Pleißental unterzeichnen. Darauf verständigte sich Bürgermeister Christian Häckert (CDU) mit den Gemeinderäten am Donnerstagabend. Wir erhoffen uns von dieser Kooperation Vorteile im Bereich der Verkehrsinfrastruktur und für den Tourismus im Greiz-Werdauer Wald“, meinte Häckert. Gegenwärtig gehören zum REK Pleißental die Städte Crimmitschau, Gößnitz, Meerane, Neukirchen, Schmölln und Werdau. Im Verbund wollen die REK-Mitglieder von länderübergreifenden Förderungen, als auch Problemlösungen profitieren. „Das Thema Waldautobahn könnte ein solches sein“, sagte der Bürgermeister. Für das Entwicklungskonzept stehen 120 000 Euro zur Verfügung, 96 000 Euro werden gefördert.


29. Mai 2010 /OTZ

Aus dem Gerichtssaal

Schuld nicht bewiesen

Von Katja Grieser Gera.

„Ich habe mit der Sache nichts zu tun“, sagte der 59-jährige Geraer Rettungsassistent gestern, bevor sich der Geraer Amtsrichter Siegfried Christ mit seinen Schöffen zur Beratung zurück zog. Dem Mann wurde vorgeworfen, eine 64 Jahre alte Patientin bei der Rettungswagenfahrt von Greiz nach Schleiz an Brust und im Schambereich unsittlich berührt zu haben. Doch das konnte nicht bewiesen werden, weshalb der Mann freigesprochen wurde. „Freispruch heißt nicht, dass wir es als erwiesen ansehen, dass Sie es nicht waren“, sagte Christ an den Angeklagten gerichtet und fuhr fort: „Wir sind aber nicht hundertprozentig von der Täterschaft überzeugt.“ Da der Geraer die Tat immer bestritten hatte, stand Aussage gegen Aussage. Doch während des Prozesses hatte es Erkenntnisse gegeben, die das Gericht an der Aussage der Zeulenrodaerin zweifeln ließen. So etwa, dass sie aufgrund bereits vor dem Vorfall aufgetretener gesundheitlicher Probleme Schmerzmittel und Psychopharmaka einnehmen musste. Dass die zur Beeinträchtigung der Wahrnehmungsfähigkeit geführt haben könnten, bestätigte ein Sachverständiger gestern. Schon ein Medikament allein könnte Wahrnehmungsstörungen verursachen, die durch Kombination der Arzneimittel verstärkt werden könnten. Daher rührten die Zweifel an der Aussage der Klägerin, so Christ. Dass sie den vermeintlichen Übergriff so genau beschrieben, zeitlich und örtlich eingeordnet hat, lasse ihn jedoch „an den Zweifeln zweifeln“. Da die Schuld des Angeklagten aber nicht bewiesen werden konnte, wurde er freigesprochen. Dafür hatten auch Staatsanwaltschaft und Verteidigung plädiert, während der Anwalt der Zeulenrodaerin Schuldspruch und Berufsverbot verlangte. Letzterer bezweifelt, dass eine Frau in einer solchen psychischen und physischen Stresssituation eine Sexualfantasie erlebt, zumal nicht erwiesen sei, dass sie überhaupt eine Wahrnehmungsstörung hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


29. Mai 2010 /OTZ

Meine Woche

Sie erreichen die Autorin unter k.schulz@otz.de
Sie erreichen die Autorin
unter k.schulz@otz.de

Lokales

Auch wenn das Wetter noch immer eine andere Sprache spricht, die Grillsaison lassen wir uns nicht nehmen. Hier darfs heiß und feurig sein. Rezeptideen, Spaß und spannende Wettbewerbsatmosphäre verspricht heute die erste Greizer Grillmeisterschaft bei Möbel-Hierold. Ab 10.30 Uhr brennt der Rost. Unter den Juroren der Meisterschaft wertet auch Küchenmeister Harald Saul die Ergebnisse der Teams am Grill. Lecker und einfach natürlich genießen, darauf legt der Küchenprofi großen Wert. Auch in der Kloßvogtjury beim eben gestarteten Wettstreit der Gaststätten um vogtländische Gastlichkeit hat er einen besonderen Blick auf die Verarbeitung regionaler Produkte. Und freut sich darüber, dass sich die Zahl der Bewerber um den Kloßvogt-Pokal inzwischen verdoppelt hat. In den zurückliegenden 25 Jahren hat Harald Saul rund 350 000 Rezepte gesammelt und Blut geleckt, was Küchenund Familiengeschichten betrifft. Denn sie sind das wirkliche Salz in der Suppe, wenn Saul der regionalen Küche in die Töpfe guckt. Natürlich würde er sich über Gerichte und Geschichten aus Greiz und Umgebung freuen - Lokalnachrichten sind eben immer gefragt. Ein Dauerbrenner ganz anderer Art wird die Redaktion in der nächsten Woche beschäftigen: Ein Anruf aus Berga veranlasste uns zum wiederholten Male zu einem genaueren Blick auf die mehr als marode ehemalige Greika-Brache an der Bergaer August-Bebel- Straße. „Ein echter Schandfleck“, schimpfen die Bergaer. Zu Recht, aber die Eigentumsverhältnisse machen die Sache schwierig und langatmig. Die Brache liegt wie angestemmt, mehr tot als lebendig. Doch es gibt Ansätze, über eine beantragte Zwangsversteigerung seitens der Stadt Berga hier zumindest etwas in Bewegung zu bringen. Ob sich Thüringens größte Shedhalle noch retten lässt?


29. Mai 2010 /OTZ

Mit den Zahlen jongliert

Die drei Erstplatzierten aller Klassenstufen zeigen stolz ihre Urkunden und Medaillen, die sie aufgrund guter Ergebnisse zur Mathe-Olympiade in der Bert-Brecht-Grundschule in Obergrochlitz erhalten haben.
Die drei Erstplatzierten aller Klassenstufen zeigen stolz ihre
Urkunden und Medaillen, die sie aufgrund guter Ergebnisse zur
Mathe-Olympiade in der Bert-Brecht-Grundschule in
Obergrochlitz erhalten haben.
Foto: OTZ/Susann Grunert

Zehn Grundschulen nehmen in Greiz an zweiter Stufe zur Mathe-Olympiade teil

Von Susann Grunert Greiz-Obergrochlitz (OTZ).

Der kleine Bergaer Oskar Brosig konnte gestern nach dem Ende der Mathe-Olympiade in der Bert-Brecht-Grundschule in Obergrochlitz sein Matheheft mit einem schönen neuen Fußball tauschen. Das perfekte Accessoire zur nahenden Fußball-WM war sein Lohn für das beste Ergebnis aller Viertklässler. „Die Aufgaben hatten es ganz schön in sich“, meinte der Schüler, der Mathe zu seinen Lieblingsfächern zählt. Doch bevor sich die besten Rechner über Urkunden, Medaillen und eine kleine Überraschung freuen konnten, hieß es addieren, subtrahieren und multiplizieren, was das Zeug hält. Zehn Grundschulen aus dem Greizer Raum waren zur zweiten Stufe der Mathe-Olympiade nach Obergrochlitz gekommen. „Die erste Stufe findet in den Klassen selbst statt“, erklärt Schulleiterin Sabine Noack. Die besten Rechner jeder Klasse nahmen am gestrigen Vergleich teil. Grundschüler aus Greiz, Naitschau, Berga, Teichwolframsdorf oder Cossengrün jonglierten hier mit den Zahlen. Die Sieger der zweiten Stufe sind wiederum für die dritte Stufe qualifiziert, an der mehr Schulen beteiligt sind, deren Termin aber noch nicht feststeht. Über verschiedene Themengebiete der Mathematik mussten sich die kleinen Rechenkünstler den Kopf zerbrechen. „Es waren logisches Denken, Kombinatorik, geometrische Grundkenntnisse und Rechenfertigkeiten in den vier Grundrechenarten gefordert“, erzählt Sabine Noack. Die Ergebnisse sind ihrer Meinung nach zufriedenstellend, „wir haben ein gutes Mittelfeld“, bilanziert sie. Die ersten drei jeder Klasse konnten sich über Fußbälle, Bücher und Spiele - gestiftet von der Sparkasse - freuen.

Die Sieger der Mathe-Olympiade
Klasse 1: 1. Mirjam Heuer (GS Goethe, Greiz), 2. Daniel Kellner (GS Pohlitz), 3. Lennart
Hoffmann (FS Elstertal) und Konstantin Hendrich (GS Naitschau).
Klasse 2: 1. Anna Oberhaus (FS Elstertal), 2. Justin Meyer (GS Berga), 3. Christina Schulze (GS Teichwolframsdorf).
Klasse 3: 1. Erik Grimm (GS Teichwolframsdorf), 2. Eva- Maria Weikert (GS Naitschau), 3. Lisa Ott (GS Cossengrün).
Klasse 4: 1. Oskar Brosig (GS Berga), 2. Robin Tautkus (GS Goethe, Greiz), 3. Marie Schober (Lessinggrundschule, Greiz) und Johanna Kirsten (GS Berga)


29. Mai 2010 /OTZ

Nachdenkliches zum Wochenende

Bernhard Kühn
Bernhard Kühn

Vertrauen wagen

Von Pfarrer Bernhard Kühn, Zeulenroda

Im Leben kommen wir nicht umhin, anderen zu vertrauen. Ob wir nun nach dem richtigen Weg fragen, uns dann auf die Antwort verlassen, im Vertrauen, dass wir so an unser Ziel kommen. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch unser Leben. Als Kind haben wir den Eltern vertraut. Sie haben uns an die Hand genommen und geführt. Wir vertrauten unseren Lehrern, Ausbildern und Professoren in der Hoffnung, dass sie uns beim Einstieg in die Berufsund Arbeitswelt unterstützend führten. Nicht zuletzt vertrauten wir unseren Freunden, dass sie uns in allen Situationen zur Seite stehen würden. Eine sehr große und tiefe Form von Vertrauen ist die Ehe, wo zwei Menschen ihr Leben in Liebe teilen und sich gegenseitig auf dem Weg durch das Leben zur Seite stehen. Jeder von uns hat es schon erlebt, dass sein Vertrauen in andere missbraucht wurde, dass wir dem Anderen völlig gleichgültig waren. Unser Vertrauen wurde mit Füßen getreten. Dies ist wohl mit eine der schmerzlichsten Erfahrungen, die wir im Leben machen müssen. Dann wird es sehr schwer, wieder neu vertrauen zu können. Das Bild vom guten Hirten in der Heiligen Schrift kann uns da eine sehr große Hilfe sein. Hier ist Jesus einer, der uns kennt, der uns an die Hand nimmt, der letztlich alles gibt, damit unser Leben gelingt. Und das nicht nur im Hier und Jetzt, sondern in alle Ewigkeit. Wir Christen können jederzeit sagen: Herr, in deine Hände lege ich alles was ich bin, was mich bedrückt. Denn ich weiß, du bist der gute Hirt und wirst mich führen. Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie Jesus, dem guten Hirten, vertrauen können in der Gewissheit, dass er Sie nie enttäuschen wird. Sagen Sie es ihm doch einmal ganz persönlich in einem Gebet und Sie werden erfahren, wie nahe er Ihnen ist. Vertrauen Sie ihm einfach.


29. Mai 2010 /OTZ

Sanierung der Turnhalle Reudnitz wird teurer

Gesamtkosten belaufen sich auf 59 000 Euro

Von Susann Grunert Mohlsdorf (OTZ).

Die Sanierung der Umkleide- und Sanitärräume in der Turnhalle Reudnitz wird kostenintensiver als angenommen. „Wir mussten unsere Kalkulation überarbeiten, es ist einfach so teuer“, sagte Bürgermeister Christian Häckert (CDU) zur jüngsten Gemeinderatssitzung. Die avisierten Kosten in Höhe von 43 000 Euro werden nun um gut 16 000 Euro überschritten und sich am Ende auf 59 000 Euro belaufen. Zur Gemeinderatssitzung am Donnerstag wurde auch über weitere Auftragsvergaben für die Sanierung beschlossen. So erhielt die Reudnitzer Firma Winfried Bock den Zuschlag für die Maurerarbeiten mit Fußbodenund Putzarbeiten, die rund 14 000 Euro betragen.

Die Gesamtkosten für die Sanierung der Umkleide- und Sanitärräume in der Turnhalle Reudnitz belaufen sich auf rund 59 000 Euro.

Für Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten in Höhe von knapp 16 000 Euro wird die Firma Reinhold & Hentschel aus Greiz verantwortlich zeichnen. „In diesem Bereich werden Duschen eingebaut, die mit Wertmarken zu bedienen sind“, erklärte Häckert. Die Tischlerarbeiten, die mit rund 8000 Euro veranschlagt sind, übernimmt der Betrieb Maschinen & Rolladenbau Fischer aus Mohlsdorf, während die Trockenbauarbeiten, die mit gut 5000 Euro zu Buche schlagen, an das Baugeschäft Marco Hohmuth in Mohlsdorf vergeben wurden. Die Bauarbeiten sollen zum Ferienbeginn Ende Juni starten.


29. Mai 2010 /OTZ

Straße der Einheit wird von Winterschäden befreit

Mohlsdorfer beschließen Straßenbauarbeiten

Mohlsdorf (OTZ/gru).

Der ungewöhnlich lange Winter wird die Mohlsdorfer noch über den letzten Frost hinaus beschäftigen. „Die Winterschäden sind höher als erwartet“, informierte Bürgermeister Christian Häckert (CDU) zur Gemeinderatssitzung. „Die Mittel, die wir zur Beseitigung der Winterschäden im Haushalt eingeplant haben, werden nicht ausreichen“, fuhr er fort. Besonders Abschnitte der Straße der Einheit bedürfen einer dringenden Instandsetzung. Der Umfang für die grundhaften Maßnahmen zur Straßensanierung auf einer Fläche von zirka 750 Quadratmetern mit Abfräsen, Aushub, Austausch von Frostschutz mit Wiedereinbau sowie Asphalteinbau beläuft sich auf 38 600 Euro. Den Zuschlag für die Arbeiten, die so schnell wie möglich beginnen sollen, erhielt zur Gemeinderatssitzung die Firma Knobel Bau aus Greiz. Als Bauzeit wird mit einer Woche gerechnet. Noch nicht einig waren sich die Gemeinderäte am Donnerstag über das Vorgehen im unteren Straßenbereich von Kahmer. Nötig wäre hier eine flächige Instandsetzung, die aber mit kalkulierten Kosten von 42 000 Euro fast 100 Prozent über den eingeplanten Ausgaben liegt. Zum Ortstermin nächste Woche will Häckert mit den Gemeinderäten die betroffenen Abschnitte des Mohlsdorfer Ortsteiles noch einmal unter die Lupe nehmen.


29. Mai 2010 /OTZ

Geistreiche Magie

Gespannt lauschen die Kinder der Gruselgeschichte über ein Bild, auf dem ein Fluch liegt. Bibliotheksmitarbeiterin Carolin Beutler las die spannende Geschichte vor.
Gespannt lauschen die Kinder der Gruselgeschichte über
ein Bild, auf dem ein Fluch liegt. Bibliotheksmitarbeiterin
Carolin Beutler las die spannende Geschichte vor.
Foto: OTZ/Katja Grieser

Knapp 50 Besucher bei zweiter Auflage der Greizer Kinder-Kultur-Nacht

Von Katja Grieser Greiz.

Dunkel ist es in der Kinderbibliothek, nur eine Leselampe bringt etwas Licht in den Raum. Mitarbeiterin Carolin Beutler sitzt auf dem Fußboden, um sie herum versammeln sich die Kinder. Die Eltern werden weggeschickt, Beutler beginnt zu lesen. Eine Gruselgeschichte, versteht sich. Denn die zweite Auflage der Kinder-Kultur-Nacht gestern Abend stand unter dem Motto „Magisches“. Und in der Bücherei gingen eben die Bibliotheksgeister um. Die Kinder - knapp 50 waren gekommen - hingen Carolin Beutler an den Lippen, als sie die Geschichte über das eigenartige Gemälde vorliest. Auf dem liegt ein Fluch, der dem kleinen Max beinahe das Leben gekostet hätte. Aufatmen war dann bei den Kindern angesagt, als Max von seiner Mutter gerettet wird und das Bild im Müll landet. Doch da wird es wohl nicht bleiben... „Das war sehr schön“, sagt Patricia Pelz aus Mohlsdorf, die sonst nicht so auf Gruselgeschichten steht. Doch die aus dem Buch „Der Gruselbus“ hat der Neunjährigen, die natürlich überhaupt keine Angst hatte, schon gut gefallen. Wer es noch ein wenig gruseliger wollte, konnte sich eine Teufelsmaske oder eine mit ähnlich schaurigen Figuren basteln. Die Aufregung war der achtjährigen Aimee Werler ins Gesicht geschrieben. Sie freute sich vor allem auf die gruseligen Teile des Abends wie den in der Bibliothek. „Dort war es toll“, sagt die Schülerin, die beteuert, dass sie keine Angst gehabt hat. Doch bevor sich die Kinder in der Bibliothek auf Geistersuche begaben, wurde in die Kinder-Kultur-Nacht schwungvoll gestartet. Und zwar im doppelten Sinn. Für den musikalischen Auftakt sorgte der Greizer Fanfarenzug auf dem Kirchplatz mit mitreißenden Titeln. Akrobatisch präsentierten sich dann die Cheerleader der Greizer Lessing-Regelschule, die nicht

nur mit ihren Pompons wedelten, sondern sich auch zu schwierigen Figuren aufstellten. Dafür ernteten sie besonders viel Applaus. Den gab es auch für Andrea Post und Tim Schreiber aus Dresden, die im Greizer Theater eine Gaunergeschichte präsentierten, die den Kindern nur allzu bekannt ist. Die Zuschauer konnten sich überzeugen, welche Probleme der „Hans im Glück“ neben seinem Klumpen Gold noch alles mit sich herum schleppen muss. Nach dem Theater war für die Kinder jedoch noch nicht Schluss, im Museum im Unteren Schloss wartete nochmals Magisches auf sie mit einer etwas anderen Führung. Eine kleine Überraschung zum Abschluss gab es für die Kinder am Ende. Wer wollte, konnte sich im Weißen Saal den Film „Der Froschkönig“ ansehen. Auch wenn diesmal im Vergleich zur Premiere eine abgespeckte Variante der Kinder- Kultur-Nacht angeboten wurde - Kirche, Sommerpalais und Oberes Schloss waren nicht dabei -, so hat es den Kindern gefallen. Ob es am Angebot oder am Wetter lag, bleibt offen, doch zur zweiten Auflage konnten nur halb so viele Besucher wie zur Premiere gezählt werden.


29. Mai 2010 /OTZ

Fische in der Bibliothek geangelt

Kinderfest der „Mäggie“-Redaktion

Greiz (OTZ/gru).

Pünktlich zum Beginn des Kinderfestes der Bibliothekszeitung „Mäggie“ goss es gestern wie aus Kübeln. Doch an Kreativität mangelt es bei Mäggie nicht. „Wir haben einfach alle Stationen in der Bibliothek aufgebaut“, erzählt Leiterin Corina Gutmann. Zum fünften Mal organisierten die 21 Mäggie- Mitarbeiter von 9 bis 20 Jahren in Eigenregie dieses Vergnügen für kleine Greizer. In der Redaktion reifte bei der Gestaltung des diesjährigen Festes die Idee, die Kinder mit „alten“ Spielen wie Sackhüpfen, Dosenwerfen oder Fischangeln zu unterhalten. Bei letzterem versuchte sich Pascal, der zwar kaum über das farbenfrohe, aus Karton gestaltete „Becken“ schauen konnte, und trotzdem einen Fisch an der Angel hatte. Sogenannte Scoubi-Doo-Bänder fertigten Anne Marquardt und Dominique Lindner an der Bastelstraße an. „Die kann man zum Beispiel als Schlüsselanhänger verwenden“, erzählten die beiden. Auch mit Buntstiften und Kreide konnten sich die Besucher hier farbenfroh austoben. Farbe war auch das entscheidende Utensil, mit dem Lisa Hertel beim Kinderschminken die Gäste in fantasievolle Gestalten verwandelte. Mit Pinsel und Schwämmchen wurden so aus Kindergesichtern kleine Nixen, Tiger, Clowns und Bären. Paul-Otto war mit seiner Oma in die Bibliothek am Kirchplatz gekommen. „Darf ich noch mal Glücksrad drehen?“, fragte er sie sicher nicht nur einmal an diesem Tag.


29. Mai 2010 /OTZ

Steine aus Europa zieren Gartenteich

Ursula und Dieter Kießling genießen ihr „grünes Reich“ so oft es nur geht. Im Garten hat jeder seine speziellen Aufgaben: Ursula ist hauptsächlich für Blumen, Gemüse und Unkrautvernichtung zuständig, während ihr Ehemann vor allem die Kräuter, Beerensträucher und die Pflanzen im Gewächshaus pflegt.
Foto: OTZ/Ute Flamich

Oben: Steingewächs am Gartenteich. Unten links: Minzeblattkäfer bei der Paarung. Unten rechts: Ein Zierlaub.
Oben: Steingewächs am Gartenteich. Unten links: Minzeblattkäfer
bei der Paarung. Unten rechts: Ein Zierlaub.
Fotos: OTZ/Ute Flamich

Dieter und Ursula Kießling sind selbst im Winter fast täglich in ihrem grünen Reich in der Anlage „Sonnenschein“

Von Ute Flamich Zeulenroda-Triebes (OTZ).

Aus der Ferne ist das Geräusch eines Rasenmähers zu hören. Einige Vögel zwitschern. Ab und zu bellt ein Hund. Mit großer Mühe kämpfen sich hier und da ein paar Sonnenstrahlen durch den wolkenverhangenen Morgenhimmel. Die Luft ist angenehm frisch. Es riecht nach gemähtem Gras. In der Zeulenrodaer Gartenanlage „Sonnenschein“ in der Flur Oelzsch sind keine Stimmen zu hören, kein Radio spielt leise die aktuellen Hits. Doch im Garten mit der Nummer 18 ist die niedrige Holztür nicht mehr verschlossen. Dieter und Ursula Kießling genießen bereits die ruhigen Morgenstunden in ihrem grünen Reich. Eine Wiese zum Ausruhen aber gibt es hier nicht. Die 310 Quadratmeter des Gartens sind fast ausschließlich Anbaufläche für Blumen, Gemüse, Kräuter und Beeren. An einer Stelle aber, gleich linker Hand des Eingangs hinter dem großen alten Kirschbaum, blüht keine Tulpe, wächst kein Kohlrabi, steht kein Rosmarinstrauch, verleitet kein Johannisbeerbäumchen im Sommer zum Naschen. „Das ist unser Gartenteich. Ein reines Biotop. Ohne Fische, aber ein Laichplatz für Frösche“, sagt Dieter Kießling und zeigt auf das ein Meter tiefe und vier Meter breite Gewässer. „Meine Frau hatte die Idee, ich setzte sie vor etwa 18 Jahren um.“ Noch dauert es, bis die Seerosen ihre gelben und rosafarbenen Blüten entfalten, die Wasserlilien und Sumpfdotterblumen blühen. Aber auch ohne bunte Blütenpracht ist der Gartenteich ein Hingucker, schließlich wird die schwarze Plane von unzähligen Steinen und einigen Muscheln gehalten und verziert - gesammelt in vielen Ländern Europas. „Wir reisen sehr gern. Wann immer es sich ergibt, bringen wir Steine aus dem Ausland für unseren Gartenteich mit“, sagt Ursula Kießling, lacht und nimmt einen schwarzen Lavastein zur ,Hand. „Der zum Beispiel ist vom Teide, dem Vulkan auf Teneriffa. Und der hier“, sagt sie und zeigt auf einen weiteren Stein, „der ist vom Ätna auf Sizilien.“ Auch Steine aus Helgoland, den Karpaten, Portugal, Zypern und Muscheln aus Frankreich schmücken den Teich in der Zeulenrodaer Kleingartenanlage. Viel Arbeit mache das schöne Biotop nicht. „Sind Schnecken an anderer Stelle sehr lästig, sind sie im Teich äußerst nützlich. Sie halten ihn rein“, sagt der 64-Jährige, der seine Teichschnecken beinahe liebevoll „Putzmeister“ nennt. Keine Schnecken aber will Dieter Kießling in seinem Kräutergarten gleich unterhalb des Gartenhausfensters sehen. Mit Schneckenkorn wird vorgesorgt, denn hier sollen Salbei, Petersilie, Estragon, Weinraute, Oregano, Ysop, Bohnenkraut, Bärlauch, Dill, Liebstöckel und noch viele andere Kräuter kräftig wachsen und gedeihen. „Ich bin der Koch zu Hause“, sagt der Rentner, bricht etwas Maggie- Kraut ab und riecht genüsslich daran. Mmh, wie das duftet! „Die Kräuter verwende ich zum Würzen für Salate und Suppen. Wir essen sehr gern Quark mit Kräutern. Was übrig bleibt, wird eingefroren und getrocknet.“ Neues auszuprobieren wird bei Dieter und Ursula Kießling groß geschrieben. Wen wundert es also, dass in diesem Jahr Honigmelonen herangezogen werden - aus Samen, die das Ehepaar auf einer Ungarnreise mitbrachte. Ihren Garten bewirtschaften Ursula und Dieter Kießling seit dem 8. Oktober 1984. „Für mich ist der Garten mein Hobby“, sagt Dieter Kießling, der 45 Jahre als Techniker arbeitete. „Für mich war die Zeit im Garten immer ein Ausgleich zum Bürojob“, so Ursula Kießling, die Gärtner und Blumenbinder lernte, 1970 zum Finanzkaufmann umschulte und heute in Altersteilzeit ist. „Jetzt kann ich unsere grüne Oase endlich zu jeder Tages- und Jahreszeit genießen.“

Seit mehr als 20 Jahren blühen die Enziane im Garten von Martha Kurth aus Auma, die sich damals ein kleines Pflänzchen aus Spanien mitbrachte.
Seit mehr als 20 Jahren blühen die Enziane im Garten
von Martha Kurth aus Auma, die sich damals ein
kleines Pflänzchen aus Spanien mitbrachte.
Foto: Sabine Taft

Manuela Joisten-Kruschwitz aus Triebes schickte das Foto dieses blauvioletten Waldlaufkäfers, gefunden in ihrem Garten unter einer Hecke.
Manuela Joisten-Kruschwitz aus Triebes schickte das
Foto dieses blauvioletten Waldlaufkäfers, gefunden in
ihrem Garten unter einer Hecke.

Feldsalat vom Vorjahr kann ausblühen

Tipps von Leserin Renate Chalupka

Seit Jahren bewährt es sich, die Rapünzchen vom Vorjahr im nächsten Frühjahr ausblühen zu lassen. Die so gewonnenen Samen trocknen im Sommer - entweder geerntet oder einfach ausfallen lassen, damit sie im Spätsommer erneut keimen können. Die kostenfreie und gesunde Ergänzung zum Speiseplan hat man dann im Spätherbst, Winter, zeitigen Frühjahr oder auch unterm Schnee. Rapünzchenpflanzen lassen sich auch leicht mit Erde ausgraben und versetzen und können so an einen neuen Bestimmungsort gepflanzt oder an den Gartennachbarn verschenkt werden. Aus vor dem Wintereinbruch geernteten, ausgereiften, kühl, frostfrei und trocken gelagerten und unverletzten Kürbissen und Zucchini lässt sich für die nächste Frühjahrs-Aussaat frischer oder gut getrockneter Samen gewinnen.

Spenden für Kräutergarten der Schule Naitschau

Naitschau (OTZ/flam).

Einmal in der Woche steht für jeweils eine Stunde für die Kinder der Staatlichen Grundschule Naitschau das Fach Schulgarten auf dem Lehrplan. Daran haben die Jungen und Mädchen viel Freude. Die Erst- und Zweitklässler kümmern sich um die angebauten Zwiebeln, Kartoffeln und Sonnenblumen, während die Schüler der dritten und vierten Klasse die Dahlien, Möhren und Bohnen pflegen. Die schwarzen Johannisbeeren und die Radieschen werden von allen umsorgt, schließlich will hier auch jeder mal naschen. „Wenn die Sonnenblumen und Dahlien blühen, stellen wir sie zum Schmuck ins Klassenzimmer, benutzen sie als Anschauungsmaterial für den Unterricht oder verwenden die Samen als Vogelfutter“, sagt Lehrerin Uta Gedaschke. Eines aber fehlt im Schulgarten der Naitschauer Grundschule noch: ein Kräutergarten oder eine Kräuterschnecke. Wer Material, Kräuterpflänzchen, Arbeitszeit oder eine monetäre Spende für die Erstellung einer Kräuterschnecke im Schulgarten der Grundschule zur Verfügung stellen möchte, kann sich im Sekretariat der Schule bei Martina Quapp melden unter Telefon: 036625 / 20 283 oder per E-Mail: gs.naitschau@schulengreiz. de.

Rhabarber hat noch bis Juni Saison

Greiz (OTZ/ddp).

Die Färbung des Stiels gibt Aufschluss über den Geschmack von Rhabarber. Grünstielig mit grünem Fruchtfleisch bedeutet, dass Rhabarber besonders sauer ist. Dann ist er für Marmeladen und Kompott geeignet. Rotstielig mit grünem Fruchtfleisch ist er weniger sauer, von leicht herbem Geschmack und gut für herzhafte Gerichte und Kuchenfüllungen. Rotstielige Exemplare mit rotem Fruchtfleisch haben ein feines Himbeeraroma und sind besonders mild. Sie schmecken als Grütze oder Obstsalat. Ist Rhabarber hellrotstielig mit rosa Fruchtfleisch, handelt es sich um im Treibhaus vorgezogene, besonders zarte Stangen mit mild-säuerlichem Geschmack. Noch bis Juni hat der Rhabarber Saison. Die Stauden gelten botanisch zwar als Gemüse, werden aber meist wie Obst zu Marmelade, Gelee, Kompott oder anderen Desserts verarbeitet. Rhabarber gehört zu der artenreichen Familie der Knöterichgewächse. Bis vor 5000 Jahren gab es ihn nur als wildwachsende Pflanze. Rhabarber ist eine Dauerkultur und kann als Staude weit mehr als zehn Jahre stehen bleiben. In sonniger Lage sind größere Erträge zu erwarten. Um gesundes kräftiges Wachstum zu gewährleisten, sollte aber am selben Standort nicht Rhabarberpflanze auf Rhabarberpflanze folgen.

Einblick in Garten für andere Leser gewähren

Zeulenroda-Triebes (OTZ).

Liebe Gartenbesitzer und -liebhaber, Sie sind jetzt gefragt. Denn die Gartenseite für Greiz, Zeulenroda-Triebes und Umgebung lebt auch von Ihrer Beteiligung. Gönnen Sie anderen OTZ-Lesern - genau wie Pflanzenlieber Dieter und Ursula Kießling - einen Einblick in Ihr persönliches Gartenparadies. Dabei ist es egal, ob Sie einen kleinen Schrebergarten oder einen Garten am Haus besitzen - kleine und auch größere Gartengeschichten gibt es sicher viele zu erzählen. Wenn wir also Ihren Garten vorstellen dürfen, melden Sie sich bitte bei uns in der Redaktion. Wir freuen uns darauf, schon bald eine Besichtigungstour durch Ihre grüne Oase starten zu können.

Kontakt: Bei Fragen, Anregungen und Hinweisen wenden Sie sich bitte an: OTZLokalredaktion Zeulenroda-Triebes, 07937 Zeulenroda, Schopperstraße 1-5, Telefon: 036628 / 497 14 oder senden Sie eine E-Mail an: zeulenroda@otz.de. Gern können Sie auch persönlich in der Redaktion vorbeischauen.


29. Mai 2010 /OTZ

Apothekenberufe haben Zukunft

Für viele Schulabgänger steht die Frage nach dem zukünftigen Beruf an. Egal ob Abitur oder Mittlere Reife bei der Suche nach einem passenden Ausbildungs- oder Studiengang ist der Beruf eines Apothekers eine attraktive und interessante Option mit Perspektive.

Steffi Gruhner-Meinig / 29.05.10 / OTZ

Zeulenroda/Greiz. "Junge Absolventen für einen Beruf in der Apotheke zu begeistern, ist für mich eine Herzensangelegenheit", erklärt Apothekerin Steffi Gruhner-Meinig, Pressesprecherin in der Region Zeulenroda. "Die Berufe bieten das, was jeder von seinem Job erwartet", so Gruhner-Meinig und ergänzt: Die Arbeitsplätze haben eine Zukunft, sie garantieren den täglichen Umgang mit Menschen und sind daher abwechslungsreich und vielfältig. Auch die Bezahlung wäre leistungsgerecht und sozial verantwortlich. Das Allerwichtigste jedoch sei, dass genau diese Berufe Freude garantieren. Als Apotheker hilft man täglich Menschen nachhaltig und verlässlich. "Das ist ein wirklich tolles Gefühl", so die Zeulenrodaerin. Die Attraktivität zeigt sich aber auch in den vielfältigen Einsatzgebieten der pharmazeutischen Berufe. Apotheker und Pharmazeutisch-Technische Assistenten werden nicht nur in den Geschäften gebraucht, auch in Krankenhäusern und bei Krankenkassen, in Industrie und Wissenschaft sind Pharmazeuten gefragt. Gerade deshalb erwartet die Interessenten eine breit gefächerte naturwissenschaftliche Ausbildung, die später den Einsatz flexibel gestaltet. Daher seien Ausgebildete in diesem Beruf für pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen sehr interessant. Auch die Aufgabenbereiche sind sehr vielseitig. Apotheker beraten Ärzte und Patienten zur Arzneimitteltherapie, sie stellen passgenaue Rezepturen bei Bedarf her. Nicht zuletzt sorgen Apotheker aber auch dafür, dass ihre Patienten keine Angst vor Risiken und Nebenwirkungen haben müssen, denn gerade darauf achten die Arzneimittelfachleute besonders. "Im vergangenen Jahr wurden mehr als 100 Auszubildende in Thüringer Apotheken betreut", erklärt Gruhner-Meinig. Dazu zählen die Absolventen eines Pharmazie-Studiums so genannte Pharmazeuten im Praktikum sowie Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTA) und Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte (PKA). Hinzu kommen unzählige Praktikanten, die im Rahmen der Schule oder des Hochschulstudiums Berufserfahrungen sammeln wollen. "Die Berufschancen für Apotheker und PTA sind gerade in Thüringen ausgesprochen gut", so die Apothekerin.


29. Mai 2010 /OTZ

Beste Leichtathleten aus dem Weidaer Gymnasium

Kreisjugendspiele der Leichtathletik am Donnerstag im Zeulenrodaer Waldstadion: 50- Meter-Lauf in der Altersklasse 13 Weiblich
Kreisjugendspiele der Leichtathletik am Donnerstag im Zeulen-
rodaer Waldstadion: 50- Meter-Lauf in der Altersklasse
13 Weiblich

Bei im Tagesverlauf besser werdenden äußeren Bedingungen fanden gestern die Wettkämpfe der Kreisjugendspiele in der Sportart Leichtathletik für die Regelschulen, Gymnasien und Berufsschulen des Landkreises Greiz im Waldstadion Zeulenroda-Triebes statt.

Redaktion / 29.05.10 / OTZ

Zeulenroda. 312 Mädchen und Jungen kämpften in den Altersklassen 11 bis 16/17 in insgesamt 74 Wettbewerben um Medaillen und Urkunden. Das Georg-Samuel-Dörffel Gymnasium konnte seinen Vorjahrestriumph wiederholen und gewann die Gesamtwertung zum fünften Mal in Folge mit 279 Punkten knapp vor dem Friedrich-Schiller-Gymnasium Zeulenroda mit 252 Punkten und dem Vorjahreszweiten, dem Gymnasium Greiz, mit 224 Punkten. Ein Höhepunkt waren zudem wieder die spannenden Staffelwettbewerbe. In der Altersklasse W 11 gewann über 4 x 50 Meter das Schiller

Gymnasium Zeulenroda, ebenso bei den Jungen der AK 11. Das Gymnasium Greiz war über 4 x 100 Meter in der weiblichen B-Jugend erfolgreich, die männliche B-Jugend-Staffel gewann das Schiller-Gymnasium Zeulenroda, Bei den Schülern B (4 x 75 m) triumphierte das Gymnasium Greiz und bei den Schülern A (4 x 100 m) das Dörffel-Gymnasium Weida. Das Gymnasium Greiz konnte sich auch bei den Schülerinnen A (4 x 100 m) durchsetzen. Bei den Schülerinnen B (4 x 75 m) gewann das Schiller-Gymnasium Zeulenroda. Ein großer Dank erging an den Ausrichter, die Abteilung Leichtathletik des TSV Zeulenroda, den Kampfrichtern und Helfern, welche von den Schulen gestellt wurden und nicht zuletzt den Schülerinnen und Sportlern, die mit großem Einsatz und Siegeswillen die Wettkämpfe bestritten.


29. Mai 2010 /OTZ

Neues Comenius-Projekt am Schiller-Gymnasium Zeulenroda

Comenius-Collage des Zeulenrodaer Friedrich-Schiller-Gymnasiums (Ausschnitt).
Comenius-Collage des Zeulenrodaer Friedrich-Schiller-
Gymnasiums (Ausschnitt). 

Manch einer mag sich noch an die farbenprächtigen Zukunftsvisionen erinnern, die 2005 verschiedene Schaufenster und öffentliche Räume unserer Stadt zierten.

Redaktion / 28.05.10 / OTZ

Zeulenroda. Nun ist es wieder soweit: Nach kreativer Pause meldet sich das Friedrich-Schiller-Gymnasium in diesem Schuljahr wieder auf der internationalen Bühne zurück, berichtet Lehrer Dirk Ruynat, Comenius-Koordinator des Schiller-Gymnasiums. Unter dem Titel "Amazing book!" haben sich Schulen aus Deutschland, Spanien, Finnland, Irland und der Tschechischen Republik zu einem ungewöhnlichen Experiment zusammengetan. Ziel ist das gemeinschaftliche Verfassen von Geschichten, wobei sowohl Traditionelles als auch völlig Eigenständiges von Interesse ist. Die Besonderheit dabei: Alle beteiligten Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren schreiben sowohl in ihrer Muttersprache als auch in Englisch und das abwechselnd an jeder der fünf nationalen Geschichten. Fürs Gymnasium Zeulenroda ging dazu Baron von Münchhausen auf neue Abenteuerfahrt. Neben Storyblogs und eigener Website wird es Ende 2011 zu einer Buchveröffentlichung kommen. Die Projektaktivitäten finden nicht nur innerhalb der einzelnen Schulen, sondern auch bei gemeinsamen Projektwochen statt. Das jüngste Treffen dieser Art endete erst vor wenigen Tagen. Anfang Mai weilte eine Delegation des Gymnasiums mit zwei Lehrern sowie sechs Schülern der Klasse 9a in Chinchilla de Montearagon in Südspanien. Ungeachtet einiger vulkanbedingter Turbulenzen im Vorfeld entwickelte sich dieser Aufenthalt für alle Beteiligten zu einer äußerst lohnenden Erfahrung. In internationalen Teams betätigten sich die Zeulenrodaer Schüler als Vermittler, Autoren und Darsteller.


29. Mai 2010 /OTZ

Drei Greizer Schwimmer für die DM qualifiziert

Schwimmen: Süddeutsche Meisterschaften

Sindelfingen/Hannover (OTZ/ Sabine Penzel).

Neben 840 weiteren Schwimmern der Jahrgänge 1996 und älter beteiligten sich Steve Oltzscher vom 1. SK Greiz und der für die SSG Leipzig startende Tobias Feigl an den Süddeutschen Meisterschaften und Jahrgangsmeisterschaften, die vom 14. bis 16. Mai in Sindelfingen statt fanden. Zur gleichen Zeit kämpften 845 Aktive in Hannover bei den Norddeutschen Jahrgangsmeisterschaften um Medaillen. An diesen Meisterschaften nahm der für den SC Magdeburg startende Robert Rauch teil. Robert erkämpfte sich über 200 m Rücken und 200 m Lagen im Jahrgang 1993 jeweils Silber. Während er bei 200 m Rücken trotz großartiger Aufholjagd dem Sieger nicht wirklich gefährlich werden konnte, betrug sein Rückstand bei 200 m Lagen nur 46 Hundertstel Sekunden. Nach 50 m Schmetterling fehlte Robert nur eine Hundertstel Sekunde zu einer weiteren Silbermedaille. Etwas anders sah es nach 100 m Rücken aus. Hier konnte Robert den Angriff des Viertplatzierten erfolgreich abwehren und sich eine zweite Bronzemedaille erkämpfen. Eine dritte konnte er sich nach 100 m Freistil umhängen lassen. Zudem schlug Robert nach 50 m Rücken als Fünfter an. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, die vom 2. bis 6. Juni in Berlin statt finden, startet er über 50, 100 und 200 m Rücken sowie über 200 und 400 m Lagen. Tobias Feigl, Jahrgang 1993, erkämpfte über 200 m Brust mit neuer Bestzeit die Bronzemedaille. Dabei hatte er nur 13 Hundertstel Sekunden Rückstand auf den Gewinner der Silbermedaille. Das Rennen über 100 m Brust ging ähnlich knapp aus: Tobias fehlten nur 22 Hundertstel Sekunden an Bronze. Nach 200 m Lagen schlug er mit persönlichem Rekord als Sechster an. Über 50 m Brust belegte Tobias Platz acht. Bei den Deutschen Meisterschaften hat er die Chance, auf den vier genannten Strecken erneut anzugreifen und um Medaillen mitzukämpfen. Leider standen die Süddeutschen Meisterschaften für Steve Oltzscher, Jahrgang 1994, unter keinem guten Stern. Auf keiner der fünf von ihm in Angriff genommenen Strecken erreichte er seine Bestzeit. Als bestes Ergebnis schaffte er Platz zehn über 100 m Freistil. Nach 200 m Brust schlug er als Zwölfter und nach 200 m Lagen als 13. an. Über 100 m Brust belegte er Rang 14 und Rang 20 über 200 m Freistil. Qualifiziert hat sich Steve für die Deutschen Meisterschaften über 100 m Brust.


29. Mai 2010 /OTZ

Sport und Unterhaltung im Süden von Greiz

Michael Schlegel, Vorsitzender des SV Chemie Greiz
Michael Schlegel, Vorsitzender des
SV Chemie Greiz
Foto: Marcel Hilbert

Sport- und Sommerfest auf der Schaltis-Insel

Sachswitz (OTZ/M. Hilbert).

„Wir wollen wirklich jedem etwas bieten“. Michael Schlegel und seine Vereinskameraden haben sich hohe Ziele gesteckt. Schließlich will der Vereinsvorsitzende des SV Chemie Greiz zum Sport- und Sommerfest am kommenden Wochenende (4. - 6. Juni) wie in den vergangenen Jahren wieder viele hundert Gäste begrüßen. Betrachtet man den Ablaufplan der dreitägigen Veranstaltung auf der Vereinssportanlage „Schaltisinsel“ in Greiz-Sachswitz, so scheint hohen Besucherzahlen eigentlich nichts im Wege zu stehen. So geht es bereits am Freitag ab 17.30 Uhr in die Vollen. Acht Freizeit-Fußballmannschaften gehen auf dem Kleinfeld an den Start und wollen den Besten unter sich ausmachen. Ab 19 Uhr ist Discobetrieb im Festzelt. Sportlich geht es am Sonnabend weiter. Von 13 bis 17 Uhr messen sich die Volleyballer bei ihrem traditionellen Turnier. Auch im Kegelsport kann sich versucht werden, heißt es doch ab 14 Uhr Preiskegeln. Am Nachmittag wird auch für die jungen Besaucher wieder einiges aufgefahren. So wird neben Ponyfahrten und Belustigung durch die Feuerwehr auch das Spielmobil Jerry vor Ort sein. Als Show-Einlagen während des Nachmittags sorgt zum einen das Duo „Klaus und Hartmut“ für die Musik, und die Greizer Cheerleader geben eine Kostprobe ihres Könnens. 19 Uhr geht es wieder zum gemütlichen Teil, dem Disko- Abend über. Dieser wird durch den Jonglier-Entertainer Mike Schnelle aufgewertet. Sportlich klingt das Festwochenende in Sachswitz am Sonntag aus: 14 Uhr können die Gäste live miterleben, wie sich die SG 1. FC/ Chemie Greiz II gegen den SV Blau-Weiß 90 Greiz im Punktspiel der 1. Kreisklasse schlägt. „Jetzt hoffen wir nur noch auf gutes Wetter“, meint Schlegel. Er möchte sich abschließend im Namen der Organisatoren des SV Chemie, der Feuerwehr des Dölauer Chemiewerkes und dem Ortschaftsrat Dölau/Sachswitz/ Rothemthal bei den vielen Gönnern des Sportfestes bedanken, das in diesem Jahr seine 16. Auflage erfährt.


29. Mai 2010 /OTZ

Titelverteidiger wird abgelöst

Die ersten drei Plätze des Wolfersdorfer Pfingstturnieres belegten das Team „Free Tibet“ (rot) vor dem LSV Wolfersdorf (grün) und der SG Linda (blau).
Die ersten drei Plätze des Wolfersdorfer Pfingstturnieres bele-
gten das Team „Free Tibet“ (rot) vor dem LSV Wolfersdorf (grün)
und der SG Linda (blau).
Foto: Marcel Hilbert
Den gesamten Tag über gab es guten Fußball der Kicker zu sehen, wie hier bei Kauern (schwarz) gegen „Free Tibet“.
Den gesamten Tag über gab es guten Fußball der Kicker zu
sehen, wie hier bei Kauern (schwarz) gegen „Free Tibet“.
Foto: Marcel Hilbert

Freizeit-Fußball: Das Team „Free Tibet“ gewinnt das Wolfersdorfer Traditionsturnier

Wolfersdorf (OTZ/M. Hilbert).

Über mangelnde Resonanz brauchen sich die Wolfersdorfer Veranstalter nicht zu beklagen, stellt doch deren Pfingstturnier für Freizeit-Fußball- Teams seit jeher einen Anziehungspunkt für viele Mannschaften der Region dar. So waren es auch in diesem Jahr wieder zehn Mannschaften, die in den Kampf um die begehrten Pokale eingriffen und den Titelverteidiger und Gastgeber LSV Wolfersdorf stürzen wollten. Und besseres Wetter hätten sie sich dafür kaum wünschen können, lediglich der Platz war durch den vielen Regen im Vorfeld etwas aufgeweicht. Das hinderte die Vertretungen aus Gera, Korbußen, Linda, Wünschendorf/Berga, Kauern und Paitzdorf sowie die Mannschaften „Free Tibet“, „FC Phoenix“, das „Bowling-Team“ und den Gastgeber allerdings nicht daran, den zahlreichen Zuschauern teils sehr guten Fußball zu bieten. In zwei Vorrundengruppen hieß es zunächst, sich für die Halbfinalspiele zu qualifizieren. Dazu wurde im Modus jeern, der gegen jeden auf zwei Kleinfeldern parallel gespielt. Die Vorrunde meisterten dabei in Gruppe A das Team „Free Tibet“ und das „Bowling Team“ am besten, erstere blieben ungeschlagen, letztere verloren lediglich gegen die Tibeter Punkte. In Gruppe B ging es enger zu. Während Wolfersdorf ungeschlagen weiterkam, entschied über den letzten Halbfinalplatz zwischen Linda und Wünschendorf/Berga das um ein Tor bessere Torverhältnis zugunsten der Lindaer. So lauteten die Halbfinalpaarungen „Free Tibet“ gegen Linda und Wolfersdorf gegen das „Bowlingteam“. Hier siegten letztlich „Free Tibet“ mit 2:0 und der LSV Wolfersdorf mit 1:0. Bevor jedoch die Podestplätze ausgespielt wurden, wurde in dem Platzierungs- Neunmeter-Schießen die restliche Tabellenfolge geklärt. Im Spiel um Platz neun setzte sich hier die Mannschaft aus Gera gegen den FC Phoenix durch. Platz sieben ging an Korbußen, das Paitzdorf in die Schranken wies. Platz fünf belegte Kauern, das im Neunmeterschießen gegen Wünschendorf/Berga die besseren Nerven behielten. Platz drei schließlich wurde dann wieder ausgespielt. Nachdem jedoch nach der regulären Spielzeit ein 1:1 zu Buche stand, hieß es auch hier: Das Neunmeterschießen entscheidet. Und das tat es mit 4:3 zugunsten der SG Linda. Nun folgte das mit Spannung erwartete Endspiel um den Turniersieg. „Free Tibet“ trat an, den zuletzt zweimal erfolgreichen LSV Wolfersdorf vom Thron zu stoßen. Und das gelang der Mannschaft letztlich klar, Wolfersdorf unterlag mit 0:2 und musste sich in diesem Jahr mit dem zweiten Platz begnügen. Ausgelassene Freude herrschte dagegen bei „Free Tibet“. Doch auch die Hausherren waren nicht traurig, freuten sich stattdessen über die Fairness, zu der die Spieler, aber auch die guten Leistungen der Schiedsrichter Manfred Malinka (Gera) und Horst Schuster (Kraftsdorf) beitrugen, wie Volkmar Geinitz, Vorsitzender des LSV, unterstrich.


29. Mai 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Dorf- und Kinderfest in Wolfersdorf mit Festumzug

Am Sonnabend um 15 Uhr fällt der Startschuss für das Dorf- und Kinderfest auf dem Festplatz in Wolfersdorf. Höhepunkt dürfte der Festumzug am Sonntag ab 13 Uhr sein. Neben Kindergarten Pusteblume, Vereinen und Gewerbetreibenden sind auch Grundschüler aus Wolfersdorf mit von der Partie.
Archivfoto: OTZ/Christian Freund

Am Sonnabend um 15 Uhr fällt der Startschuss für das Dorf- und Kinderfest auf dem Festplatz in Wolfersdorf. Höhepunkt dürfte der Festumzug am Sonntag ab 13 Uhr sein. Neben Kindergarten Pusteblume, Vereinen und Gewerbetreibenden sind auch Grundschüler aus Wolfersdorf mit von der Partie.


„Asyl“ für Fußballmuffel

Kino bietet Spezielles Programm zur Fußball-WM

Greiz (OTZ/KG).

Das Greizer Kinocenter UT 99 bietet ab 11. Juni ein „Asyl“ für alle, die sich vom Fußballfieber nicht anstecken lassen. Vor allem für Frauen und Kinder hält das Kinoprogramm im WM-Monat einiges bereit. „Wir spielen verstärkt Kinder-, Familien- und Liebesfilme“, so Kinoleiter Mario Konrad. Er denkt dabei vor allem an Filme, die in Greiz bislang nicht gelaufen sind, nach denen die Leute aber gefragt haben. Dazu gehören etwa „Die Friseuse“, „Vincent will meer“ oder auch „Verrückt nach Steve“, für den Sandra Bullock mit der nicht gerade schmeichelhaften „Goldenen Himbeere“ als schlechteste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Doch unterhaltsam und amüsant soll der Streifen trotzdem sein. Für männliche Fußballverweigerer will Konrad „A Nightmare on Elm Street“ zeigen. Dass Mario Konrad im Juni und Juli auf ein Ausweichprogramm zurück greifen muss, ist nicht ganz freiwillig. „Der Mai wurde so vollgepackt, während der Fußball-WM kommt dagegen kaum etwas“, musste er feststellen. Mit Krachern wie „Iron Man 2“, „Prince of Persia“ oder „Sex and the City 2“ lockten die Verleiher im Mai Kinofans aller Couleur, doch in den nächsten Wochen starten kaum Filme, die als Kassenschlager gelten. Wohl deshalb, weil von vornherein klar ist, dass die fußballverrückten Deutschen während der Weltmeisterschaft ohnehin keine Zeit haben, ins Kino zu gehen.


Karikatur des Tages

Ihr stärkster Mann
Ihr stärkster Mann
Zeichnung: OTZ/Bruns


Sportlich bleiben und die Umwelt schonen

Fahrrad-Aktion startet am 1. Juni

Greiz (OTZ).

Ab 1. Juni heißt es wieder „Mit dem Rad zur Arbeit“. Ziel der Gemeinschaftsaktion von AOK Plus und ADFC ist es, dass möglichst viele Teilnehmer an mindestens zwanzig Arbeitstagen den Weg zum Betrieb und zurück mit dem Fahrrad fahren. Bei Pendlern gilt der Weg zum Bahnhof und zurück. Die Aktion endet am 31. August. Die Organisatoren bieten erstmals eine Online-Anmeldung an. „Die Teilnehmer müssen nun nicht mehr den Aktionskalender in unseren Filialen abholen, sondern können sich ab sofort auf der Aktions-Website registrieren lassen und ihre geradelten Tage mit Aktionsbeginn auch online eintragen“, informiert Regionalgeschäftsführer Harald Lang. Wer seine Daten längere Zeit nicht aktualisiert, wird per Mail daran erinnert. Radler, die sich nicht für die Online-Variante entscheiden, können die Aktionskalender nach wie vor auch in den AOKFilialen abholen. „Allerdings sollten sie den Einsendeschluss 14. September beachten, sonst verschenken sie ihre Gewinnchancen“, so Harald Lang. Es werden wieder zahlreiche Preise verlost, beispielsweise Fahrräder, Städtereisen, pannensichere Reifen oder Einkaufsgutscheine. Team-Hauptpreis ist eine Ballonfahrt. Alle Gewinne stellen bundesweite und regionale Partner zur Verfügung. www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de






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