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Schöner werdendes Kleinod
Steinermühle in Waltersdorf präsentiert sich Besuchern zum Mühlentag Von Katja Grieser Waltersdorf. Ortsunkundige dürften Schwierigkeiten haben, die Steinermühle in Waltersdorf zu finden. Doch es lohnt sich, den schmalen Weg den Mühlberg hinunter zu laufen. Ein Kleinod verbirgt sich dort, das nach und nach immer schöner wird. Ein Blick genügt, um zu sehen, dass die Eigentümer mit viel Liebe zum Detail agieren. Dafür spricht beispielsweise das kleine Gärtchen vor der Mühle. Der Garten ist das Hobby von Rechtsanwalt Friedrich Gempfer, der gemeinsam mit seiner Frau Ingrid Jung in der Steinermühle lebt. Diese ist sozusagen ein Familienbetrieb, denn auch Jungs Schwester Carmen Reitberger und deren Mann, Architekt Ralf Meyer-Ahrens, wohnen hier. Gemeinsam mit weiteren Familienmitgliedern arbeiten sie ständig daran, dass ihre Mühle schöner wird. Viel geschafft haben sie in den letzten Jahren - seit 1999 gehört ihnen das Objekt - bereits, das meiste in Eigenleistung. Und so soll es auch weiter gehen. Derzeit haben sich die Eigentümer den Anbau vorgenommen. „Entkernt ist er bereits“, erzählt Carmen Reitberger und deutet auf den Kran, dessen Arm gerade mal einen Meter über der Mühle schwebt. Gebraucht wird er, weil das Dach des Anbaus erneuert werden muss. „Mein Neffe ist Dachdecker“, sagt Reitberger und erklärt damit zugleich, wer diese Sanierungsarbeiten durchführen wird. Doch alle Bewohner werden bei den Bauarbeiten einbezogen. Anwalt Gempfer ist ursprünglich gelernter Elektriker, kennt sich also in dem Bereich bestens aus. Architekt Meyer-Ahrens ist handwerklich ebenfalls begabt, hat unter anderem die Holzterrasse selbst gebaut. „Und meine Schwester und ich sind die Anstreicher und Renovierer“, sagt Carmen Reitberger, die übrigens Bauingenieurin ist. Schritt für Schritt geht es an der Steinermühle voran, doch gerade das langsame Schönerwerden macht den Reiz aus. Als Grund, weshalb sich die aus Weida stammenden Schwestern die Mühle unter ihre Fittiche genommen haben, nennt Carmen Reitberger, dass sie sich einfach in die „Hütte“ verliebt haben. Um die Steinermühle in altem Glanz erstrahlen zu lassen, ist aber neben Liebe vor allem eins gefragt: Gelassenheit. „Man darf sich nicht aus der Ruhe bringen lassen“, formuliert es Reitberger. In der idyllischen Umgebung, in der sich die Mühle befindet, dürfte es jedoch kein Problem sein, Entspannung zu finden. Während über den Hof die Hunde Percy und Dusty stromern, stehen auf der angrenzenden Koppel die sechs Pferde der Steinermühlen-Familie. Das viele Grün der Bäume und Wiesen strahlt darüber hinaus Ruhe aus. Und mittendrin die nicht minder idyllische Steinermühle. Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer machen immer mal an der Mühle Halt, wie Carmen Reitberger erzählt. Und so ist sie sicher, auch am Pfingstmontag wieder zahlreiche Neugierige begrüßen zu können. Große Aktionen plant die Familie am Montag zwar nicht, dafür freuen sie sich über Besucher. Doch bevor die Gäste sich umsehen können, gibt es für die Eigentümer noch einiges zu tun. „Am Sonnabend ist erstmal Aufräumaktion angesagt“, sagt Carmen Reitberger schmunzelnd. Vorgenommen haben sich die Mühlenbewohner, dass sie in Zukunft ein wenig offensiver für ihre Steinermühle werben, vielleicht sogar eine Website einrichten lassen wollen. Möglich sei auch, dass sie in dem jetzt in der Sanierung befindlichen Anbau nicht nur Büros, sondern auch Ferienwohnungen unterbringen werden. Was letztlich von den Ideen umgesetzt wird, werde die Zukunft bringen. Gelassenheit ist eben das A und O. |
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Gera will das Einheitsticket Konfrontation mit dem Landkreis Greiz Gera (OTZ/-um-). Die Stadt Gera gehört voraussichtlich mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember dem Verkehrsverbund Mittelthüringen an. Das hat der Stadtrat gegen den Widerstand der CDU beschlossen. Der Geraer Verkehrsbetrieb brauche den Beitritt, um seine Attraktivität zu erhöhen und seine wirtschaftliche Situation zu verbessern, warb Baudezernent Ramon Miller (SPD). Mit dem Einheitsfahrschein können im Tarifgebiet Bus, Zug und Straßenbahn mit einem Fahrschein genutzt werden. Dieses Ticket solle billiger sein als die Summe aller Einzelfahrscheine, die für diese Fahrt erforderlich wären, so Miller. CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jörg Dannenberg warnte davor, die Entscheidungshoheit über die Fahrpreise und über die strategischen Entwicklungsziele des ÖPNV aus der Hand zu geben. Jährlich bis zusätzlich bis zu 107 000 Euro Zuschuss auszugeben, sei angesichts der katastrophalen Finanzlage der Stadt verantwortungslos. Das Einheitsticket sei für Bahn-Vielfahrer teurer, weil der Rabatt der Bahn-Card nicht in voller Höhe akzeptiert wird. „Die größten Verlierer sind Familien mit Kindern“, so Dannenberg. „Die Bahncard ist ein Paradebeispiel für die Gegner des Verkehrsverbundes“, so SPD-Fraktionschef Armin Allgäuer. Angeblich wäre der Verkehrsbetrieb des Landkreises ebenfalls am Verbund interessiert, nur die Politik lehne ab. „Wollen wir uns die rückwärtsgewandte Verkehrspolitik einer Frau Schweinsburg zum Vorbild machen?“, wandte sich rhetorisch Eugen Weber (Grüne) an die Adresse der Greizer Landrätin. Andreas Rieß, Geschäftsführer der Regionalverkehr Gera/Land GmbH, wies gestern energisch die Darstellung Allgäuers zurück, die Busunternehmen des Landkreises wollten dem Verkehrsverbund beitreten. Aufwand und etwaiger Nutzen stünden in keinem Verhältnis. Außerdem wolle der Landkreis die Tarifhoheit nicht aus der Hand geben. |
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Meine Woche
Shuttle bringts
In dieser Woche warfen große Ereignisse ihre Schatten voraus. Das Park- und Schlossfest im Juni wird es nicht leicht haben nach den fulminanten Feierlichkeiten zum Thüringentag im letzten Jahr. Im großen Kreis der Initiatoren saß man deshalb am Donnerstag im Rathaussaal zusammen, um ein Programm auf sieben Bühnen vorzustellen, dass es in sich hat. Und nebenbei bemerkt auch Lust auf Liebenswertes macht. Wer kann sich nicht vorstellen, in dem ganzen Trubel auch mal im Liegestuhl in der Brückenstraße Platz zu nehmen, einen Cocktail zu schlürfen und sich eine kleine Auszeit zu gönnen? Das macht das Programm bei allen Höhepunkten zwischen Klassik und Salsa sehr sympathisch. Ein geführter Parkspaziergang wird an diesem Wochenende übrigens auch angeboten. Alle anderen Veranstaltungen, die es sonst im denkmalgeschützten Landschaftspark gegeben hat, - darüber haben wir berichtet -, werden ihr Publikum im Schloss- oder Schanzengarten sowie in der romantischen Kulisse des Oberen Schlosses erwarten. Ob der Name Parkund Schlossfest dann noch gerechtfertigt ist, wollte eine Kollegin der schreibenden Zunft von Stadtmarketing-Chefin Ines Wartenberg wissen. Und hörte darauf Erstaunliches: Der Name des Stadtfestes orientiere sich ja bekanntlich am Begriff der Park- und Schlossstadt. Zudem, so führte sie aus, finde das Höhlerfest in Gera schließlich auch nicht unter der Erde statt. - Na ja. So viel ich weiß, sind die Geraer Höhler beim Höhlerfest sehr belebt und beliebt, wenngleich selbstverständlich nicht nur in der Unterwelt gefeiert wird. So einfach sollte man sich die Sache auch nicht machen. Eine gute Anregung brachte der Treff im Rathaussaal darüber hinaus: Ein Shuttle zum Oberen Schloss wurde angeregt, um jenen Besuchern, die den Mühen des Schlossberges nicht mehr gewachsen sind, diesen Veranstaltungsort nicht vorzuenthalten. Eine gute Idee: Logistisch angesichts des Festtrubels am Fuße des Schlossberges zwar anspruchsvoll, aber da müsste doch was zu machen sein. Beim jüngsten Greizer Treffen jedenfalls kam der Shuttleverkehr zum Schloss sehr gut an. In diesem Sinne schöne und vor allem sonnige Pfingsten. |
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Beschwipster Igel schläft im Kompost Uschi und Wolfgang Gunold genießen ihren Kleingarten in der Anlage „Sonnenschein“ in Zeulenroda
Gartenliebhaberin Uschi Gunold zeigt ihre Fuchsia, die zu einer artenreichen Gattung in der Familie der Nachtkerzengewächse gehört. Seit dem 8. Oktober 1984 bewirtschaftet sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolfgang ihr
Gartenparadies in der Kleingartenanlage „Sonnenschein“ in der Flur Oelzsch in Zeulenroda.
Von Ute Flamich Zeulenroda-Triebes (OTZ). Es ist kalt. Eine dunkelgraue Wolken-Decke lässt keinen Sonnenstrahl durch. Doch das saftige Grün der Wiesen, Bäume und Büsche und die fast verblühten Frühjahrsblumen zeigen es an: Der Sommer naht, er lässt sich nicht aufhalten. Egal, wie das Wetter ist, ins Grüne, in ihren Garten in der Anlage „Sonnenschein“ in Zeulenroda, zieht es Uschi Gunold so oft es nur geht. Hier kann sie auftanken, den Alltag hinter sich lassen, entspannen, werkeln und ihre grüne und blühende Oase genießen. „Der Garten ist mehr als ein Hobby, er ist mein Leben“, sagt sie und lässt den Blick zufrieden über das etwa 310 Quadratmeter große Areal schweifen. Ihre braunen Augen bleiben auf dem Vogelkasten am Kirschbaum gleich linker Hand des Eingangs ruhen. Denn dort ist mächtig Betrieb. Die Kohlmeiseneltern sind fleißig dabei, den nimmersatten Nachwuchs zu versorgen. Die Jungvögel tschilpen, was das Zeug hält. Was für ein Spektakel, was für ein Flugverkehr! Doch nicht nur Vögel gibt es hier zu beobachten - auch Eichhörnchen, Glühwürmchen, wilde Katzen und Füchse lassen sich ab und zu blicken. „Einmal hatten wir einen Igel zu Besuch. Der labte sich an vergorenen Pflaumen - und hielt anschließend, leicht beschwipst, ein Nickerchen im Kompost“, sagt die 55-Jährige und erzählt, wie sie vor vielen Jahren, gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolfgang, zur Gartenbesitzerin wurde: „Ich wollte schon immer einen Garten“, sagt Uschi Gunold und lacht. „Es war aber gar nicht so leicht, an einen heranzukommen.“ Eines Tages berichteten ihr Bekannte, dass in der Flur Oelzsch eine Gartenanlage entstehen soll. „Wir sind sofort zum Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter gegangen, haben nachgefragt und uns für einen Garten angemeldet.“ Dann hieß es: abwarten. Doch Stillsitzen konnten Uschi und Wolfgang Gunold nicht. Sie wollten sehen, wo sie vielleicht bald Blumen säen, Bäume pflanzen und eine Gartenhütte bauen konnten. „Gemeinsam mit meiner Tante und meinem Onkel sind wir in die Flur gefahren. An einer Stelle, die mir besonders gut gefiel, sagte ich: ’Genau hier, wo ich jetzt stehe, möchte ich meinen Garten haben.’ Und so ist es auch gekommen.“ Am 8. Oktober 1984 erhielten die Gunolds ihren Garten mit der Nummer 29 dort, wo es sich die Gartenliebhaberin wünschte. Von Garten war damals noch nicht zu sprechen. Das Brachland, eine feuchte Wiese, musste melioriert, ein Weg ausgeschachtet, mit Spitzhacke und Spaten der Lehmboden bearbeitet werden. Zäune wurden aufgestellt, das Holzhäuschen mit Terrasse gebaut. Ohne Wasser und Strom haben die Gunolds angefangen. Heute, viele Jahre später, haben sie es gemütlich. Sie schlafen, kochen, backen im Garten, genießen das Leben auf ihrer Terrasse. „Im Herbst ist hier alles voll Wein“, sagt Uschi Gunold und zeigt auf die Reben, an denen die Blätter schon kräftig treiben. „Hier ist meine Kiwipflanze. Die Blätter sehen später aus, als ob sie mit einem Pinsel weiß und rosa bemalt wurden. Einfach wunderschön.“ Besonders Astern und Buschnelken gefallen der 55-Jährigen. „Gleich gefolgt von Dahlien, Zinnien, Lilien, Rosen, Tulpen, Narzissen...“ Kein Wunder also, dass es im Garten Nummer 29 in der Flur Oelzsch von Frühjahr bis Herbst blüht. „Unser Garten bedeutet nicht nur Arbeit. Hier haben wir Gesellschaft, trinken Kaffee mit Nachbarn, Freunden, Bekannten, braten gemeinsam, tauschen uns aus. Nein wirklich, ein Leben ohne unseren Garten kann ich mir gar nicht vorstellen“, sagt Uschi Gunold und schließt das Gartentor hinter sich zu. |
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„Rawenzle“ sind keine Stiefmütterchen
Kleingartenanlage „1920 - Zur Schule“ feiert in diesem Jahr 90-jähriges Jubiläum Von Ute Flamich Langenwetzendorf (OTZ). Der Liebe wegen kam Günther Wagner Ende der 1950er Jahre von Lunzig nach Langenwetzendorf. Helga heißt die Frau seiner Träume, die gemeinsam mit ihrer Mutter Elsa Meißner einen Garten in der Anlage „1920 - Zur Schule“ in Langenwetzendorf bewirtschaftete. An einem Frühlingstag schickte Helga ihren Mann in den Garten, um „Rawenzle“ zu holen. Der tat, wie ihm geheißen. Doch als Günther seine Ernte auf dem heimischen Tisch ausbreitete, staunten Helga und Else nicht schlecht: Anstelle von „Rawenzle“ - auch bekannt als Rapunzel oder Feldsalat - brachte der noch unerfahrene Gärtner ein halbes Beet junger Stiefmütterchen nach Hause. - Eine wahre Begebenheit, niedergeschrieben in der Festschrift zum 90-jährigen Bestehen der Kleingartenanlage „1920 - Zur Schule“. Mit großem Aufwand, viel Mühe und Liebe zum Detail haben Manfred Scholz und Tochter Monique Informationen zusammengetragen und eine Chronik über neun Jahrzehnte Gartenanlage erstellt - pünktlich zum Jubiläumsgartenfest. Das wird veranstaltet vom 23. bis 25. Juli mit einer Ausstellung historischer Geräte, gemütlichem Beisammensein und selbstgebackenem Kuchen. Für Diskomusik ist der 75-Jährige DJ Paul verantwortlich. Freitag wird ab 18 Uhr, samstags und sonntags jeweils ab 15 Uhr gefeiert. Sicher wird dann auch erzählt, dass es Friedrich Paul Arnold (1884-1924) war, der zur Gründungszeit der Anlage das Pachtland für die Kleingärtner zur Verfügung stellte. Vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg dienten die Gärten der Zusatzversorgung. Nach dem Krieg wurde die Familie Arnold enteignet und das Gartenareal zum Bodenreformland erklärt. So gingen die Gärten in das Eigentum der damaligen Pächter über. Im Jahre 1965 bauten die Kleingärtner ein massives Gartenheim aus Ziegelsteinen. Das Gartenheim, so wie es heute ist, bekam später noch einen Anbau, der nun die Küche beherbergt. Doch nicht nur von schönen Zeiten gibt es zu berichten: 1995 gab es einen Brand im Gartenlokal, dessen Ursache bis heute nicht geklärt ist. Infolgedessen habe der Gartenverein in puncto Ausstattung seines Vereinslokals nahezu bei Null anfangen müssen, sagt Marianne Merbold, die seit 1996 Vorstandsvorsitzende der Kleingartenanlage ist und seit 1979 einen Garten in der Anlage besitzt. Wer Interesse an einer Festschrift hat, die zwischen 6 und 10 Euro kosten wird, kann sich bei Manfred Scholz melden unter Telefon: (036625) 20 476. |
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Auf den Spuren eines Klangtüftlers
Großprojekt von Bauhaus-Studenten anlässlich des 100. Geburtstages von Oskar Sala Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ). Es bedarf noch einiger Fantasie, um sich vorzustellen, wie es im September auf dieser kleinen Wiese in der Greizer Neustadt aussehen soll. Hier, gleich zwischen der Interform-Industrieruine, dem Elsterweg und der Oskar-Sala- Straße, soll in diesem Jahr einem der berühmtesten Söhne der Stadt ein akustisches Denkmal gesetzt werden. Unter dem Projektnamen „Oskar Sala 2010 - Musik zum Selberbauen“ organisiert eine Gruppe von Studenten der Bauhaus-Universität Weimar unter der Leitung von Jan M. Sieber zu Ehren des am 18. Juli 1910 in Greiz geborenen Filmmusikers und Komponisten Oskar Sala eine große interaktive Ausstellung. Diese soll von Greiz aus über Weimar und Dessau eine Reise um die Welt antreten. Am Donnerstag präsentierte das Team, das sich aus Architekten, Medienkünstlern, Musikwissenschaftlern und anderen zusammensetzt, das Projekt, auf Einladung der IG „Greizer Neustadt“ hin, im Theater-Restaurant der Öffentlichkeit. So bildet ein mobiler Ausstellungspavillon das Herzstück der Veranstaltung. In diesem recht bizarr anmutenden Bauwerk werden zum einen Exponate und Filme zu sehen sein, die sich mit dem Leben und Wirken des Musikers auseinander setzen. Zum anderen laden ein Filmmusiklabor und verschiedene Klanginstallationen die Besucher ein, selbst musikalisch tätig zu werden. Das Gelände um den Pavillon wird von diversen interaktiven Klangkörpern gesäumt - sodass ein Klangspielplatz entsteht. Außerdem soll es auch einen Nachbau des von Oskar Sala entwickelten Musikinstrumentes, des Trautoniums, zur Veranstaltung zu sehen und natürlich zu hören geben. „Unser Ziel ist es, die Besucher zum aktiven Musizieren und Experimentieren zu bringen, um sie so zum einen an Sala selbst, aber vor allem an dessen experimentelle Arbeitsweise heran zu führen“, erklärt Projektleiter Sieber. Noch bevor im September die eigentliche Ausstellung beginnt, soll es am Geburtstag Oskar Salas, dem 18. Juli, eine Festveranstaltung geben. „Wir wollen an diesem Tag ein Live- Trautonium-Konzert mit dem Berliner Musiker Wolfgang Müller veranstalten“, gibt Sieber einen Ausblick. „Zudem wird der Dokumentarfilm ’Die vergangene Zukunft des Klangs’ über Sala vorgeführt.“ Für diesen Tag, aber auch für die Ausstellung, die am 23. September eröffnet wird, bat Sieber am Ende der Präsentation noch um die tatkräftige Unterstützung des Projektes vor Ort: „Egal, ob es die Unterbringung der Crew oder die Vermittlung von Ansprechpartnern ist, wir sind für jede Hilfe dankbar.“ Was natürlich auch die Finanzierung des 30 000-Euro-Projektes einschließt, wie Jan Sieber abschließend bemerkt.
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Ansturm auf Gitarre- und Keyboard-Kurse
Nach den Schnupperkursen ist am 31. Mai Anmeldeschluss für künftige Musikschüler Von Katja Grieser Greiz. Gitarre - egal, ob elektrisch oder akustisch - und Keyboard sind die Instrumente, die derzeit bei den Teilnehmern der Schnupperkurse der Greizer Musikschule am meisten gefragt sind. Zirka 60 Kinder und Jugendliche haben in dieser Woche die Gelegenheit genutzt und sich an ihren Lieblingsinstrumenten ausprobiert. In der kommenden Woche werden die Schnupperkurse fortgesetzt. „Auch wenn wir die meisten Anmeldungen für Gitarre und Keyboard hatten, sind auch für alle anderen Instrumente, die wir in diesem Jahr angeboten haben, zahlreiche Interessenten da“, freut sich Musikschulchef Ingo Hufenbach über die gute Resonanz auf das Schnupperangebot. Die jungen Musikfreunde können sich je zwei Stunden lang in einem Fach versuchen, bekommen ein Gefühl für das ausgewählte Instrument und merken bei den Spieltests, welches ihnen am meisten liegt. Wenn am nächsten Freitag die Schnupperkurse an der Musikschule zu Ende gehen, bleibt den Interessierten nur noch wenig Zeit für die Anmeldung zum Unterricht im kommenden Schuljahr. „Erstmals ist es diesmal so, dass am 31. Mai bereits Anmeldeschluss ist“, so Hufenbach. In den vergangenen Jahren zogen sich die Einschreibemodalitäten oftmals bis in die Sommerferien hinein. Zu der Zeit an Lehrer oder Eltern heran zu kommen, ist erfahrungsgemäß schwierig, so dass es mit vielen Umständen verbunden gewesen sei, richtig zu planen. Das soll in diesem Jahr vermieden werden. So ist es Ziel, mit Ferienbeginn alle Verträge bereits unter Dach und Fach zu haben. |
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Nachdenkliches zum Wochenende
Blick auf das Leben Von Pastorin Beate Stutter, Tschirma „Da kann die Pastorin noch was lernen.“ - So hat er nicht gedacht, als er mich bat, seine Trauerfeier zu halten. Ich habe zugesagt, auch wenn mir klar war, dass es nicht einfach wird, jemanden, der einem nahe steht, beizusetzen. Im Nachhinein muss ich sagen: Ich bin reich beschenkt worden. Immer, wenn wir miteinander geredet haben, hat er gesagt: „Sag auf jeden Fall, dass ich ein schönes Leben hatte.“ Er hat sein Leben geliebt und gelebt. Er hat sich vorbereitet auf seinen Abschied. Ja, ich bin beschenkt worden - mit wertvollen Gesprächen, Blicken und Gesten. Mit einer Umarmung zum Abschied. Mit einem Blick über den Horizont hinaus, der auch mich gehalten und getröstet hat. Ein Kirchgänger war er nicht, mit der Institution Kirche hatte er seine Schwierigkeiten. Aber er war ein zutiefst gläubiger Mensch. Einen Text hat er mir mitgegeben, der mir wichtig geworden ist: „Der Tod ist nichts, ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen. Ich bin ich, ihr seid ihr. Das, was ich für euch war, bin ich immer noch. Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt. Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt. Gebraucht keine andere Redeweise, seid nicht feierlich oder traurig. Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben. Betet, lacht, denkt an mich, betet für mich, damit mein Name ausgesprochen wird, so wie es immer war, ohne irgendeine besondere Betonung, ohne die Spur eines Schattens. Das Leben bedeutet das, was es immer war. Der Faden ist nicht durchschnitten. Weshalb soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein, nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin? Ich bin nicht weit weg, nur auf der anderen Seite des Weges.“ Solch einen Blick auf Sterben und Leben, das wünsche ich uns. Einen Blick, der in die Ferne sieht und doch genießt, was uns heute geschenkt ist. Einen Blick, mit dem man seinen Weg gehen kann und doch die Schönheit des Lebens nicht aus den Augen verliert. |
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Thüringer Bauzug setzt Waldwege in Greiz instand
1500 Tonnen Schotter und drei Wochen Arbeit Von Susann Grunert Waldhaus (OTZ). Ungewohnter Motorenlärm durchbricht gestern Morgen die sonst so erholsame Stille im Langenfichtenweg im Greizer Wald bei Waldhaus. „Turnusmäßig werden alle drei Jahre die Waldwege instandgesetzt“, erklärt Jens Frotscher, Revierförster von Waldhaus. Das geschieht mithilfe des Wegebauzuges des Thüringenforst, der in ganz Thüringen unterwegs ist, und seit einer Woche die Wege des Greizer Waldes bearbeitet. „Mit einem Motorgrader wird der zuvor aufgebrachte Schotter verdichtet und profiliert“, erklärt Maschinenführer Christian Ulbricht. So werden auch Schlaglöcher auf den Wegen ausgebessert. „Zudem muss der Weg so bearbeitet werden, dass er ’rund’ liegt, das heißt, dass Regenwasser ablaufen kann“, erklärt Jens Frotscher. Das derzeit schlechte Wetter ist für die Wegearbeiten dabei nicht ideal. „Der Druck, der durch den Motorgrader ausgeübt wird, drückt das Wasser im Boden mit nach oben“, sagt Frotscher. Je nach Untergrund schafft das Fahrzeug pro Tag zwei bis vier Kilometer Waldstrecke. Aufgrund der Breite des Motorgraders müssen die Waldwege für die Zeit der Instandsetzungsarbeiten gesperrt werden. „Nicht immer haben die Waldbesucher Verständnis dafür“, bedauert Jens Frotscher. Doch die Pflege der Waldwege, die in erster Linie zur Holzabfuhr dienen, kommt auch Spaziergängern und Radlern zugute, die auf ebenen Wegen sicher ihren Ausflug genießen können. „Am Dienstag nach Pfingsten beginnen die Arbeiten in der Bildhausstraße Richtung Weidmannsruh“, informiert Frotscher. Für zirka eine Woche wird der beliebte Wander- und Radweg dann nicht zu benutzen sein. „In Bildhaus bringen wir - praktisch als Entgegenkommen unsererseits an die Radler - zusätzlich zum groben Schotter ein feines Abdeckmaterial, eine Absiebung, auf den Weg auf“, erklärt der Revierförster. Das erleichtert das Fahren auf der Strecke, die zum Radweg Euregio Egrensis gehört. In den insgesamt drei Wochen dauernden Wegearbeiten werden rund 1500 Tonnen Schotter beziehungsweise Frostschutzmaterial aufgebracht. „Bei den Kosten bewegen wir uns in Höhe von mehreren zehntausend Euro aus Eigenmitteln“, erklärt Jens Frotscher abschließend. |
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Land will Arboretum nicht retten
Kleine Anfrage der Grünen an die Landesregierung beantwortet Gera/Greiz (OTZ). Das Arboretum Liebschwitz hat offenbar keine Zukunft. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage an die Landesregierung hervor, die Anja Siegesmund, Vorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, gestellt hatte. „Der Freistaat hält den Erhalt des Bestandes zwar für erstrebenswert, fühlt sich aber nicht verantwortlich“, so die Politikerin. Laut Landesregierung stehe der Landkreis Greiz in der Pflicht, über die weitere Verwendung des Geländes zu entscheiden. Möglichkeiten eines eigenen Engagements sieht das Land demnach nicht. Dabei habe das Areal der Berufsschule Liebschwitz als Gesamtobjekt aus Sicht der Bündnisgrünen etwas Besonderes. Aber sowohl Sporthalle als auch Küche, die Objekt gehören und nach wie vor funktionstüchtig sind, hätten allein keine Überlebenschance. „Es geht uns auch nicht nur um die Immobilie, sondern auch die Sportvereine“, betont Siegesmund. Sie befürchtet, dass sich beispielsweise der Fußball- und der Tischtennisverein auflösen, weil seit Jahren gewachsene Strukturen zerstört wurden. Die Stadt Gera, die die Turnhalle des Landkreises nicht übernehmen will, hat für den Liebschwitzer Verein zwischenzeitlich Ersatzlösungen gefunden. Die Berufsschule Liebschwitz, die dem Landkreis Greiz gehört, schließt bekanntlich zum Schuljahresende. Sie gehört nicht mehr zum Berufsschulnetz, auf das sich die Landräte und Oberbürgermeister geeinigt hatten. Die Lehrlingsausbildung wird künftig an einer anderen Geraer Berufsschule sowie in Hermsdorf und Altenburg erfolgen. |
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Napoleon war ein Thüringer
Bernd-Zeller-Schau „125 Top Thüringer“ im Greizer Sommerpalais eröffnet Von Susann Grunert Greiz (OTZ). Vor Bernd Zellers spitzem Stift und Pinsel wird sogar Napoleon zum Thüringer - diese Erkenntnis erlangten die Besucher der gestrigen Vernissage zur Zeller- Schau „125 Top Thüringer“ im Greizer Sommerpalais. „Ich hatte schon immer eine Schwäche für ihn“, verriet Leiterin Eva-Maria von Mariassy in ihrer Laudatio über den 1966 in Gera „erstmals urkundlich erwähnten“ Künstler. Am Freitagabend war von Mariassy schon wieder zum Scherzen aufgelegt. Am Freitagmorgen gefährdete eine instabile Stützkonstruktion der Treppe zum Mittelgeschoss die Veranstaltung und die gute Laune der Chefin. Doch Architekt und Handwerker konnten rechtzeitig den Weg der Gäste in die Ausstellungsräume sicherstellen. Vermissen wird Eva-Maria von Mariassy das Arbeiten inmitten einer Baustelle also sicher nicht, wenn in vier Wochen die sanierten Räume im Sommerpalais bezogen werden können, „ein historischer Augenblick“, wie sie betont. Zugereiste, Durchgereiste, Hiergeborene und Hiergebliebene, mehr oder weniger waschechte Thüringer hat Bernd Zeller in satirischen Porträts festgehalten. Bernd, das Brot hängt neben Bernhard Vogel, Dramatiker Gustav Freytag lugt hinter dem Bernd Zeller ist ein gefürchteter Künstler, heilig ist ihm nichts. Eva-Maria von Mariassy, Leiterin des Sommerpalais, während ihrer Laudatio Bühnenvorhang hervor, Gunda Niemann-Stirnemann schwebt über das Eis. Laudatorin von Mariassy sieht im Blick des Zeichners etwas Lauerndes und Fahndendes. „Er ist ein anerkannter und gefürchteter Künstler, heilig ist ihm nichts“, beschreibt sie ihn. „Er hat nicht nur Eingabe, sondern auch Talent“, bescheinigt Vernissage-Besucher Georg Czerwenka. „Die Blätter sind ganz gut“, urteilt der Künstler selbst über seine Werke, die er dem Satiricum als Schenkung zur Verfügung stellt. Augenzwinkernd versprach er zudem, alles dafür zu tun, den Wert seiner Bilder durch so provozierendes Auftreten wie möglich ständig zu erhöhen. Zu sehen bis 15. August, dienstags bis sonntags, 10 bis 17 Uhr. |
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AWO kauft Wema-Fläche selbst
Gut ein halbes Jahr nach der ersten Ankündigung hat sich an dem Grundstück nichts geändert. Der Eigentümer der früheren Werkzeugmaschinenfabrik Triebes heißt nach wie vor Helmut Transier und lässt in den maroden Industriehallen noch die ein oder andere Thermalölheizungsanlage bauen. Steffen Beikirch / 22.05.10 / OTZ Triebes. Vom Betreuten Wohnen in der Triebeser Bahnhofstraße keine Spur. In knapp zwei Wochen aber trifft sich Transier zu Verkaufsverhandlungen. Nicht mit der Stadt Zeulenroda-Triebes, sondern mit dem Gemeindeverband der Arbeiterwohlfahrt Zeulenroda, der die 7000-Quadratmeter-Brache jetzt selbst erwerben will. Dass weder die Kommune noch ihr sonstiger Partner für solche Fälle, die LEG Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, aktiv werden, soll sich bereits im Spätherbst geklärt haben. "Seitdem kämpfen wir um die Formalitäten", sagt der ehrenamtliche AWO-Geschäftsführer Herbert Müller. Die Dinge gestalten sich schwieriger als erwartet. Aber aufgegeben wird das Projekt deshalb nicht. "Wir kämpfen drum", bekräftigt Müller. Im Sommer, hofft er, sollte sich alles zum Guten gewendet haben, damit in diesem Jahr wenigstens die Bodenplatte gegossen und 2011 Einzug gefeiert werden kann. Schon die Finanzierung ist kompliziert. Ein KfW-Eigenmitteldarlehen der Bank für Sozialwirtschaft ist ausgehandelt, ein Zuschuss des Deutschen Hilfswerks beantragt. Ebenso ein zinsloses Darlehen beim Landesverwaltungsamt und eine Förderung des Sozialministeriums, das aber derzeit selbst mit einem abgespeckten Budget zu kämpfen hat. "Wir haben viele positive Signale von allen Seiten", bleibt Architekt Ulrich Herrmann dennoch optimistisch. Dafür sorgen auch die zahlreichen Nachfragen potenzieller Bewohner. Die Probleme begannen damit, dass die Stadt nicht kaufen durfte, weil sie selbst nicht die Folgeinvestitionen übernimmt und auch keine Arbeitsplätze schafft. Auch ein Projekt unter LEG-Regie sei aus diesem Grund vom Umweltministerium abgelehnt worden. Von ihm erwartet man aber die Kostenübernahme für die Altlastenbeseitigung. Ein wichtiger Bestandteil der Vorarbeit auf dem Industriegelände zwischen Bahnhofstraße und Hainacker, auf dem sich früher die Lithopone-Farbenfabrik und später die Werkzeugmaschinenfabrik (Wema) befand. Bereits Mitte der 90er Jahre wurde dem heutigen Eigentümer Helmut Transier diese Altlastenfreistellung beschieden. Verknüpft jedoch mit der Forderung nach einer bestimmten Investitionssumme und der Schaffung neuer Arbeitsplätze. Ende dieses Jahres läuft dieser Bescheid aus, womit bis zu 500 000 Euro Fördermittel verloren wären. Deshalb bemüht sich jetzt die Arbeiterwohlfahrt darum, diese Altlastenfreistellung als Grundstückskäufer übertragen zu bekommen. Die damit verbundene Auflage bis 2013 acht Arbeitsplätze und eine Investition von 4,3 Millionen Euro halten AWO-Chef Müller und Architekt Herrmann für machbar. Dass die AWO dies per Unterschrift verbindlich zusagt, aber nicht. So ergeht ihr Appell an die Behörden, doch bitte die AWO-Referenzen der jüngeren Vergangenheit mit in die Betrachtung aufzunehmen. Im Aumaer Pflegezentrum "Zum alten Kraftwerk" habe man 40 Arbeitsplätze geschaffen. Umgeplant hat man für die Triebeser Brache längst. "Wir müssen mehr investieren", sagt Müller. Deshalb ist neben dem Betreuten Wohnen mit 25 Quartieren jetzt noch eine Tagesstätte als separater Bau vorgesehen. Den Bedarf dafür gibt es auch davon ist man bei der AWO überzeugt. |
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kess-Mädchen von Zeulenroda nach Sliven
Gestern morgen um 3.30 Uhr gings los, die kess-Mädels nahmen das Abenteuer Bulgarien in Angriff. Heidi Henze / 21.05.10 / OTZ Zeulenroda. Vom 21. bis 26. Mai werden 21 Mädchen und Jungs sowie Betreuer am internationalen Kinder-Folkloretanzfestival "Freundschaft ohne Grenzen" in Sliven teilnehmen, wo auch tänzerische Traditionen noch einen ungleich höheren Stellenwert haben als in Deutschland. Zusammen mit Tanzgruppen aus Moldavien, Finnland Russland, Georgien, Litauen, Rumänien und der Türkei wollen auch die Zeulenrodaer ihr Können präsentieren. Mehr als 500 Kinder aus Ländern Europas und Asiens nehmen an den Festtagen teil. In der Gastgeberstadt werden Tanzaktivitäten nur von einem professionellen Gesangs- und Tanzensemble entwickelt. Da es bei vielen teilnehmenden Tanzensembles eine Freizeitbeschäftigung ist, hoffen nun natürlich die Organisatoren eine Verbindung stricken zu können zwischen der Bewahrung der kulturellen Identität und der Einbeziehung der Kinder in die Tanzkunst. Ramona Schneider, Leiterin des Zeulenrodaer Kinder- und Jugendballetts "kess" weiß, dass während der Woche in Bulgarien viele Aktivitäten geplant sind: Die Zeulenrodaer werden auf Dorffesten, auf Straßen und Plätzen der Stadt tanzen. Sie wollen Deutschland, dessen einzige Vertreter sie sind, und natürlich ihre Stadt Zeulenroda-Triebes würdig vertreten. Die kess-Leiterin hofft zudem auch, Gelegenheit zu haben, mit anderen Tanzgruppen ins Gespräch zu kommen und vielleicht gar den einen oder anderen neuen Tanz zu entdecken. Zum Karpfenpfeiferfest der Zeulenrodaer Gewerbetreibenden konnten sich die Tänzerinnen über einen Scheck über 1000 Euro freuen. Das Geld hat ein ganzer Pool Gewerbetreibender gesammelt. |
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Einkaufsbummel inklusive
Park- und Schlossfest lädt vom 18. bis 20. Juni 2010 nach Greiz ein
Greiz. Einkaufsbummel inklusive heißt es am Stadtfestwochenende im Juni. Die Geschäfte in der Greizer Innenstadt wollen am Sonnabend, dem 19. Juni, bis 18 Uhr und am Sonntag, dem 20. Juni von 14 bis 18 Uhr zu einem Bummel ganz in Familie einladen. Neben zahlreichen Bühnen und unterhaltsamen Attraktionen, wie beispielsweise auch einem Cocktail im Liegestuhl, für den die pmlounge an besagtem Wochenende sorgt, wird es also Gelegenheit geben, das vielfältige Angebot des Greizer Handels unter die Lupe zu nehmen. Unser Tipp: Bitte die Tourist- Information im Unteren Schloss nicht vergessen. Erinnerungs- Souvenirs an den Thüringentag, Greiz-Souvenirs, Bücher, Info- Flyer - das Angebot dort ist ebenfalls vielfältig und nicht nur für Touristen interessant. Von 10 bis 18 Uhr ist die Greiz-Info für ihre Besucher da, am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Der Veranstaltungsmix auf den Bühnen ist vielfältig und sollte für jedes Alter etwas bieten. Das Programmheft mit allen Informationen und konkreten Veranstaltungsdaten zwischen dem Literaturabend mit Schauspieler Armin Rhode und der Klassiknacht mit dem italienischen Opernabend auf dem Oberen Schloss sowie dem großen Abschlussfeuerwerk ist ab 26. Mai 2010 in der Tourist-Information, beim Stadtmarketing und in vielen Greizer Einzelhandelsgeschäften für einen Euro zu haben. Die historische Postkarte, die das Programmheft nun schon traditionell enthält, stammt erneut aus der Sammlung von Volkmar Schneider und zeigt anlässlich des 100. Geburtstages der Greizer Goetheschule in diesem Jahr die damalige Marienschule um 1910. „Es ist die Eröffnungspostkarte der Schule in der Marienstraße“, erklärt Volkmar Schneider. Im Rahmen eines großen Schulbauprogrammes entstanden Ende des 19. Jahrhunderts /Anfang des 20. Jahrhunderts fünf Bürgerschulen in Greiz, um den gestiegenen Schülerzahlen von 1761 im Jahre 1873 auf 3933 im Jahre 1906 Rechnung zu tragen. Die neue städtische Bürgerschule in der Marienstraße entstand nach den Entwürfen des Plauener Architekten Max Mayer und wurde 1910 als letzte Schule des Programms eingeweiht. Übrigens wird auch der Festtaler Nummer 13 für das diesjährige Park- und Schlossfest in diesem Jahr von der Fassade der Goetheschule geziert. Angeprägt wird er im Stand der Münzprägeanstalt Simm auf dem Kirchplatz neben dem Röhrenbrunnen. Den Festtaler gibt es in Silber, Feinzinn, Messing und Kupfer. |
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In idyllischer Lage zur Rast einkehren
Lehrlinge des Forstamtes Weida bauen Wanderhütte am Schlötenteich Von Susann Grunert Waldhaus. Für Wanderer, Radler oder andere Ausflügler, die die Lust an der Natur bei Wind und Wetter an die frische Luft treibt, hat das Forstamt Weida eine neue Wanderhütte am Schlötenteich gebaut. „Drei Jahre haben die Auszubildenden des Forstamtes Weida - derzeit sieben Lehrlinge verteilt auf drei Lehrjahre - an der Hütte gebaut“, erzählt Jens Frotscher, Förster im Revier Waldhaus. Das Thüringer Forstamt Weida umfasst die Landkreise Altenburg und den größten Teil des Landkreises Greiz sowie das Stadtgebiet von Gera. Die Gesamt-Waldfläche ist in insgesamt 16 Reviere unterteilt. „Der Bau der Wanderhütte war für die Auszubildenden ein gutes Lehrstück“, findet Jens Frotscher. Seit einer Woche lädt die urige Raststätte mit Bänken und Tischen nun zur Einkehr ein. Gleichzeitig finden Spaziergänger und Radfahrer bei schlechtem Wetter ein Dach über dem Kopf. Einen grandiosen Ausblick auf die idyllische Natur des Schlötengrundes und Schlötenteichs bekommen die Wanderfreunde gratis dazu. Ein gelbes Hinweisschild kennzeichnet das Gebiet als „geschützten Landschaftsbestandteil“, eine Bezeichnung aus dem Naturschutz. Auch die Einteilung als Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet und Vogelschutzgebiet spiegelt die reiche Natur im Schlötengrund wider. Im Teich tummeln sich unter anderem Krebse und Teichmuscheln. „Die Forstverwaltung bemüht sich ständig, den Greizer Wald für den Tourismus der Region aufzuwerten“, betont Revierförster Jens Frotscher. So seien neben der Wanderhütte auch andere Unterstell- und Sitzmöglichkeiten im Wald entstanden. Zudem werden gegenwärtig die Waldwege verdichtet, damit sich Einheimische und Touristen sicher durch den Greizer Wald bewegen können. Schlötengrund und Schlötenteich erinnern übrigens an die Schlötenmühle, die bis 2004 in unmittelbarer Nähe zum Schlötenteich stand. „In den 20er Jahren kamen die Leute zur Sommerfrische in die Mühle“, erzählt Jens Frotscher. „Bis zur Wende befand sich neben dem alten Mühlengebäude ein Ferienheim des Chemiewerkes Bad Köstritz“, fährt er fort. Als die Gebäude jedoch immer mehr verfielen, entschloss man sich schließlich vor gut sechs Jahren zum Abriss. Wissenswert Ein geschützter Landschaftsbestandteil (gLB) ist in Deutschland ein nach § 29 Bundesnaturschutzgesetz rechtsverbindlich festgesetzter Teil von Natur und Landschaft, deren besonderer Schutz zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts, zur Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts- oder Landschaftsbildes, zur Abwehr schädlicher Einwirkungen oder wegen ihrer Bedeutung als Lebensstätten bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten erforderlich ist. Der Schutz kann sich in bestimmten Gebieten auf den gesamten Bestand an Alleen, Baumreihen, Bäumen, Hecken oder anderen Landschaftsbestandteilen erstrecken. Die Beseitigung des geschützten Landschaftsbestandteils sowie alle Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung führen können, sind nach Maßgabe näherer Bestimmungen verboten. |
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Nur noch eine Dekade zur „100“
Der 1. FC Greiz feiert sein 90-jähriges Bestehen und beschenkt sich mit dem OTFB-Pokal Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ). Während bei den Fußballclubs in Triebes und Zeulenroda 2010 die Sektkorken zum 100-jährigen Bestehen knallen, hat der 1. FC Greiz hierzu noch genau eine Dekade vor sich. Auf den Tag genau zum Finalspiel im OTFB-Pokal am 12. Mai feierte der Greizer Traditionsverein seinen 90. Geburtstag - und beschenkte sich mit dem Titelgewinn an diesem Tag selbst. Eigentlich war für diesen Tag anlässlich des Jubiläums ein Spiel gegen den Oberligisten FSV Zwickau geplant, doch die Terminpläne beider Vereine machten einen Strich durch die Rechnung. Vereinspräsident Frank Brettfeld verspricht jedoch, dass es dahingehend noch eine Aktion geben wird. Gegründet wurde der Verein am 12. Mai 1920 unter dem Namen „Turnerschaft 1. FC Greiz“. Seit dem letzten großen Jubiläum, dem 75. Geburtstag im Jahr 1995, zu dem auch eine umfangreiche Festschrift erschien, hat sich einiges auf dem Greizer Tempelwald getan. Die auffälligste Veränderung ist der große Kunstrasenplatz, der 2007 für insgesamt 600 000 Euro an der Stelle des alten Hartplatzes errichtet wurde. Seit 2004 ist der Tempelwald- Sportplatz zudem DFB-Stützpunkt und konnte in den vergangenen Jahren auch einige Talente zu Vereinen wie Carl Zeiss Jena vermitteln. Zu den weiteren Wandlungen am Vereinsheim wie dem Umbau der Umkleideräume gesellten sich Änderungen in der Struktur. So spielt der 1. FC Greiz seit August 2003 im Männerbereich in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Chemie Greiz. Ganz ohne SG kommt der 1. FC Greiz im Nachwuchs aus, worauf Frank Brettfeld besonders stolz ist. Momentan sind zwei F- und EJuniorenteams, sowie je eine D-, C-, B- und A-Jugend-Mannschaft aktiv in den Ligen auf Kreis- und Landesebene vertreten, zudem eine Bambini- Gruppe und eine Altherrenmannschaft. Im Männerbereich sind zwei Teams aktiv. Während die Erste mit dem in dieser Spielzeit engagierten Trainer Dietmar Sengewald vor dem Abschluss einer durchwachsenen Saison in der Bezirksliga steht, wahrt die Zweite, derzeit an der Tabellenspitze der 1. Kreisklasse, alle Chancen für einen Aufstieg in die Kreisliga. „Uns freut die Entwicklung der Zweiten“, meint der Präsident, „aber in erster Linie ist das Team eine Ausbildungsmannschaft. Erfolgsdruck sehen wir eher bei der 1. Mannschaft, auch um unsere vielen Talente halten zu können.“ Damit formuliert Brettfeld auch das Hauptziel in der näheren Zukunft des 1. FC Greiz. „Jetzt kommen die gut ausgebildeten Jahrgänge, das ist ein echter Lichtblick.“ Um auch weiter eine gute Jugendförderung zu betreiben, seien, so Brettfeld, weiterhin neben den jungen Fußballern auch Übungsleiter und Trainer auf dem Tempelwald willkommen. Und wenn nach Motor Zeulenroda und dem Triebeser SV in diesem Jahr der 1. FC Greiz 2020 seinen Hundertsten begeht, dann soll in großem Rahmen gefeiert werden. Frank Brettfeld jedenfalls wünscht sich: „Zur 100-Jahrfeier wollen wir als Landesligist gegen einen Bundesligisten spielen.“ |
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Spannende Duelle am Schießstand Schießsport, Kreis-Jugendspiele Langenwetzendorf (OTZ/Ehlert). Am Sonnabend fanden die Kreis-Jugendspiele im Sportschießen statt. Ab 9 Uhr stand das Vereinsheim der Langenwetzendorfer Schützen für alle Teilnehmer und Interessenten offen. In zwei Disziplinen konnten Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren ihr Können unter Beweis stellen. Auch wenn nicht jeder Schuss gleich ein Treffer war, freuten sich doch alle über die Medaillen und Urkunden, die es als Belohnung gab. Insgesamt wurden mit dem Luftgewehr fünf 1. Plätze, drei 2. Ränge und ein 3. Platz erzielt. Mit der Luftpistole wurden vier erste Plätze und ein 2. Rang erreicht. In der Gesamtwertung für den Wanderpokal gewann in diesem Jahr der Langenwetzendorfer Schützenverein. Titelverteidiger Greizer SV 1990 sicherte sich den zweiten Platz. Bei allen Teilnehmern und Helfern bedankte sich der Vorstand des Langenwetzendorfer Schützenvereins. „Wir hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr die Kreis-Jugendspiele in Langenwetzendorf ausrichten dürfen und würden uns natürlich über eine Titelverteidigung freuen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dirk Walther. |
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Apitz und Elschner mit Bestwerten Leichtathletik, Zeulenrodaer Zweikampf Zeulenroda (OTZ/Ralf Peter). Immer noch empfindlich kalt, aber wenigstens trocken war es bei einem Zweikampf am vergangenen Dienstag im Waldstadion Zeulenroda. Für die jungen Leichtathleten diente dieser Vorbereitungswettkampf der Verbesserung der Fähigkeiten im Hürdenlauf und Weitsprung. Von den Greizer Athleten erzielten Vanessa Apitz als dritte der W13 mit 949 Punkten (10,97 s - 4,18 m) und Paul Elschner als erster der M11 mit 784 Punkten (11,30 s - 3,93 m) Bestwerte und die wertvollsten Leistungen. Bei den Jüngsten, die anstatt der Hürden einen 50-Meter-Sprint zu absolvieren hatten waren Lilian Molder (560 P. / 9,28 s - 2,93 m) und Elena Talovic (513 P. / 9,49 s - 2,73 m) auf den Plätzen eins und drei der W8 sowie Lea Herrmann (630 P. / 8,81 s - 3,12 m) mit Rang drei in der W9 die erfolgreichsten Punktesammler. Ergebnisse: M8: 1. Aron Wuthnow 436 P. (9,59 s - 2,74 m); W8: 1. Lilian Molder 560 P. (9,28 s - 2,93 m), 3. Elena Talovic 513 P. (9,49 s - 2,73 m, 4. Lilli Oettert 480 P. (9,90 s - 2,73 m); W9: 3. Lea Herrmann 630 P. (8,81 s - 3,12 m); W10: 2. Monique Steinke 722 P: (13,12 s - 3,41 m), 5. Luisa Gruner 610 P. (14,12 s - 2,93 m); W11: 5. Annabell Schulze 839 P. (11,92 s - 3,80 m); M11: 1. Paul Elschner 784 P. (11,30 s - 3,93 m), 2. Niclas Goller 742 P. (11,78 s - 3,90 m); W12: 1. Clara Henkel 678 P. (14,17 s - 3,46 m); W13: 3. Vanessa Apitz 949 P. (10,97 s - 4,18 m), 5. Sarah Himmer 797 P. (13,07 s - 3,99 m); W14: 2. Laura Bechmann 859 P. (15,46 s - 4,16 m), 5. Luisa Kärsten 803 P. (15,68 s - 3,77 m); WJB: 1. Alisa Henkel 908 P. (14,13 s - 4,07 m); WJA: 1. Nathalie Bauroth 628 P. (14,93 s - 3,30 m); M35: 1. Mirko Molder 824 P. (13,47 s - 5,26 m). Die Wettkämpfe zu den Kreisjugendspielen in der Leichathletik der Grundschulen sowie der Volkssport-Triathlon wurden wegen der unsicheren Witterungslage abgesagt. |
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Dynamo Dresden in Pausa zu Gast
VfB Pausa empfängt zum 100. Fußball-Jubiläum des Ortes die Dresdner Traditionself Pausa (OTZ/Stefaniak). Die SG Dynamo Dresden kommt am Sonntag, dem 20. Juni ins Vogtland. Genauer die Traditionsmannschaft ist an diesem Tag zum Jubiläum 100 Jahre Fußball in Pausa zu Gast. Sie wird mit einem Spiel gegen die Alt-Herrenmannschaft des VfB Pausa den sanierten Sportplatz einweihen. 15.30 Uhr erfolgt der Ehren-Anstoß, den Trainer Eduard Geyer und Pausas Bürgermeister Jonny Ansorge ausführen. „Wer im einzelnen im Dresdner Kader stehen wird, ist derzeit noch ungewiss,“ erklärte Frank Olzscha, einer der vier Personen im Vorbereitungskomitee. In der Teamliste der Dynamo-Traditionsmannschaft stehen bekannte ehemaliger Oberliga- und Nationalspieler wie Claus Boden, Hans-Jürgen Dörner, Matthias Döschner, Frank Ganzera, Torsten Gütschow, Reinhard Häfner, Gert Weber, Hartmut Schade, Ulf Kirsten, Frank Lippmann, Ralf Minge oder der aktuelle Dynamo-Trainer Matthias Mauksch. Gespielt werden soll zweimal 40 Minuten. Als Schiedsrichter wird der EX-FIFA-Referee Adolf Prokop (Erfurt) agieren. Er wird an den Linien vom Plauener Holger Korschelt und Günter Hoyer aus Zeulenroda unterstützt. Vorerst siebzehn Namen enthält das Pausaer AH-Team. Hier soll Jürgen Voigt das Tor hüten. Weiterhin nannte Mannschaftsleiter Uli Flöter Namen wie Joachim Höfer, Dieter Lippert, Jens Reinhold, Jens Glintschert oder Paul Georgi, die für die Gastgeber auflaufen könnten. „Wir haben zudem ein unterhaltsames Programm rund um das Spiel aufgestellt“, erklärte der Ebersgrüner Reiner Metz, der zum Vorbereitungsteam gehört. In der Halbzeitpause wird es Sieben- und Elfmeterschießen geben. Dazu gibt es eine Verlosung von drei Preisen. Dabei sind zwei Karten für ein Heimspiel des FC Bayern München, ein Wochenende für zwei Personen in Dresden sowie zwei Karten für das Testspiel FC Erzgebirge Aue gegen Schalke 04 im Sommer in Gera zu gewinnen. |
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Historische Renntechnik beim Ziegenrücker Bergrennen
Am ersten Juli-Wochenende können Zuschauer zwischen Ziegenrück und Liebschütz erstmalig historische Rennwagen und Motorräder bei Gleichmäßigkeitsfahrten erleben. Redaktion / 23.05.10 / OTZ Ziegenrück. Die Organisation und Austragung des 1. Ziegenrücker Bergrennens liegt in den Händen von Martin Ortlepp, Markus Hoffmann und Christian Schmidt, drei erfahrenen und engagierten Sportfreunden mit Unterstützung des größten Motorsportclubs Ostthüringen, dem MSC Pößneck beim DMV. Durch die Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben, der Begeisterung von Fahrern und Zuschauern an der Strecke bei historischen Bergrennen und mit dem Wissen, dass es in Thüringen nur weniger derartiger Breitensportveranstaltungen gibt, gelangte das Organisationsteam zu dem Entschluss, preisgünstigen Motorsport mit historischen Fahrzeugen für jedermann lizenzfrei anzubieten. Mit einem Lauf zum ADMV-Classic-Cup war eine Serie schnell gefunden. Diese Serie für Rennfahrzeuge der vergangenen Jahrzehnte umfasst in diesem Jahr vier Bergrennen. Drei Mal werden die Fahrer in Sachsen und in diesem Jahr erstmals auch in Thüringen unterwegs sein, wobei das Ziegenrücker Bergrennen den dritten Lauf der Meisterschaft darstellt. Der Unterschied zu anderen Bergrennen besteht vor allem darin, dass die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten verboten ist, sondern die Fahrer bei der Gleichmäßigkeitsfahrt die Aufgabe haben, bei drei Durchgängen ihr Fahrzeug in nahezu identischer Zeit ins Ziel zu bringen. Somit wird der Augen- und Ohrenschmaus für alle Liebhaber an der Strecke sichergestellt. Am Sonnabend und Sonntag werden die Wertungsläufe auf der anspruchsvollen, rund 3,6 Kilometer langen Naturrennstrecke stattfinden. An der Saale-Promenade vor dem Hotel Am Schlossberg in Ziegenrück wird sich der Vorstart befinden, an dem die Fahrzeuge gesammelt und dann gemeinsam zum Start an der Papierfabrik überführt werden. Dort beginnt die selektive Streckenführung auf glattem Asphalt bis zur Ziellinie am Ortseingang von Liebschütz. Besonders die Zuschauer stehen im Fokus des Veranstaltungsteams: Um einen Höhepunkt für die Region, besonders für Familien, auf die Beine zu stellen, erhalten Kinder bis 14 Jahre freien Eintritt, Erwachsene zahlen 4 Euro. Im Preis inbegriffen ist die Fahrt mit dem Shuttlebus vom Parkplatz in Liebschütz nach Ziegenrück zum Start des Rennens und wieder zurück. Auch der Eintritt zu den beiden Abendveranstaltungen am Freitag und Sonnabend mit Rockkonzert im Festzelt ist frei. Inbegriffen ist auch der Besuch des Fahrerlagers, in dem für Verpflegung gesorgt ist und die Stellplätze der historischen Vier- und Zweiräder zu Benzingesprächen einladen. Ziegenrücker und Liebschützer Einwohner erhalten gegen Vorlage ihres Personalausweises freien Eintritt zur Rennstrecke als kleine Entschädigung für die Einschränkungen auf Grund der Straßensperrung vor Ort. Die Veranstalter rechnen mit etwa 200 Teilnehmern. Internationale Startmeldungen aus der Schweiz und den Niederlanden liegen derzeit schon vor. Allein dies ist ein Beweis für die Aufwertung der Region durch derartige Großveranstaltungen. Aus diesem Grund bedanken sich die Initiatoren schon jetzt für die breite Unterstützung durch die Unternehmen der Region, insbesondere bei den genehmigenden Gemeinden und Behörden, die sie bereits Monate vor dem Rennen erfahren haben. Denn die Vorbereitungen laufen schon seit Monaten auf Hochtouren und gehen nun wenige Wochen vor dem Start in die heiße Phase. Alle weiteren Informationen für Anwohner, Zuschauer oder Rennfahrer sind auf der Internetseite der Veranstaltung zu finden: |
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Sven Hädicke und der Zeulenrodaer Fußball
Erfolgreich als Anheizer und Teamleiter so lässt sich Sven Hädickes Laufbahn im Zeulenrodaer Fußball beschreiben. Klaus Meitner / 22.05.10 / OTZ Zeulenroda. Hädicke, der am 28. Dezember 1967 geboren wurde, begann 1974 bei der BSG Motor Zeulenroda mit dem Fußballsport, hörte jedoch damit schon nach wenigen Jahren wieder auf. Er blieb aber weiterhin Fußballfan. Hädicke verfolgte später den sportlichen Weg seines jüngeren Bruders Björn sehr genau. Björn gehörte einige Zeit zum Kader der 1. Männermannschaft und absolvierte auch 15 Begegnungen für das Oberligateam des FV Zeulenroda. 1990 wurde in Zeulenroda der Fußball-Fanclub "Die Löwen" gegründet, ab Mitte der 1990er Jahre war Hädicke deren "Chefdomteur". In dieser Zeit nahm der FC "Die Löwen" zweimal am vom Deutschen Fußball Bund organisierten Fanclub-Turnier in Berlin teil. Diese Veranstaltung wurde jeweils am Vortag des DFB-Pokalendspiels in der deutschen Hauptstadt ausgetragen. Ein Turnier gewannen die Zeulenrodaer. Im Finale besiegten sie einen Fanclub der Frankfurter Eintracht. Besonders gut verstanden sich die "Löwen" mit den Anhängern vom FC Erzgebirge Aue, die auch bei den von Sven organisierten Freizeit-Fußball-Turnieren stets zugegen waren. 1998 wurde unter Leitung von Hädicke das zweite Karpfenpfeiferturnier des FV Zeulenroda für Nachwuchsmannschaften mit großem Erfolg durchgeführt. Es folgten fünf Jahre als Mannschaftsleiter bei der SG Naitschau, die damals unter Trainer Jürgen Arold den Kreisligaaufstieg schaffte und den Kreispokal holte. Sohn Tim wurde 2003 Mitglied des FC Motor und Sven kehrte nach Zeulenroda zurück. Von 2004 bis 2009 fungierte er dann als Teambetreuer der zweiten Männermannschaft, hatte unter anderem auch Anteil am Kreisligaaufstieg. Zu Beginn der Saison 2009/10 übernahm Hädicke nach dem Ausscheiden von Mannschaftsleiter Dieter Fleißner dieses Amt bei der 1. Männerelf. Interessante und lehrreiche drei Tage erlebten 38 Mädchen und Jungen 2009 beim 1. Fußballcamp des FC Motor unter Regie von Hädicke. Wenn es seine eng bemessene Zeit zulässt, dann fährt er mit Sohn Tim sehr gerne zu den Spielen der Auer "Veilchen". Tolle Unterstützung bei seinen sportlichen Aktivitäten erfährt Sven Hädicke von Ehefrau Manuela. |
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22. Mai 2010 /Vogtland-Anzeiger Naturpark soll in Reichenbach entstehen Reichenbach – Ein 1000 Quadratmeter großer Naturpark soll innerhalb eines Jahres auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau in Reichenbach entstehen. Initiator der Idee sind der Förderverein Vogtlandpark und vornehmlich dessen Vorsitzender Eberhard Irrgang. Seine Idee war es, Besuchern in großen Volieren prägende Naturerlebnisse zu verschaffen und sie dadurch zum richtigen Umgang mit unserer Umwelt zu erziehen. Für Eberhard Irrgang geht mit der Errichtung des Naturparkes ein Lebenstraum in Erfüllung. Schon seit der Kindheit zieht es den heute 70-Jährigen immer wieder hinaus in die Natur. Dort hat er nach eigenem Bekunden sehr viele schöne Beobachtungen der Tier- und Pflanzenwelt gemacht. Und so kam ihm vor mehr als zehn Jahren der Gedanke, derartige Erlebnisse auch anderen Menschen zu ermöglichen. Die Idee ist gereift und sollte eigentlich schon zur Gartenschau verwirklicht werden.
Das hat nicht geklappt, doch jetzt hat der Reichenbacher Stadtrat dem Projekt zugestimmt. Demnach wird die Stadt dem Förderverein Vogtlandpark die Fläche im Raumbachtal zwischen Gas- und Wetterstation kostenlos zur Verfügung stellen. Außerdem wird zur Errichtung der Volierenkonstruktion ein Zuschuss von 10000 Euro bereitgestellt. In den Volieren wollen die Initiatoren typische vogtländische Lebensräume in Biotopform schaffen und einheimische Kleinsäuger, Vögel, Fische, Lurche und Reptilien einsetzen. Geplant sind Feuchtbiotop mit Eisvogel, Wasseramsel, Berg- und Bachstelze sowie Zaunkönig, Warmbiotop mit Buchfink, Stieglitz, Dompfaff, Echsen und Schlangen, Feldrand mit Grünfink, Zeisig, Goldammer und Rebhuhn sowie Waldrand mit Meisen, Wiedehopf und Auerhahn. Mensch und Tier sind innerhalb der Volieren nicht voneinander getrennt. Auf diese Weise können die Besucher die Tiere genauso beobachten wie in der Natur. Die Volieren werden nicht beheizt und auch nicht beleuchtet.
Die Genehmigung zur Betreibung solcher Volieren erteilt das Veterinäramt. Die fachliche Betreuung der Vögel übernimmt der Verband der Waldvogelpfleger und Vogelschützer. Die Tiere stammen nach Irrgangs Auskunft aus Aufzuchtanlagen und sind daher an Menschen gewöhnt. Geplant ist auf längere Sicht auch, Tiere aus dem Naturpark auszuwildern. Eberhard Irrgang denkt dabei vor allem an Rebhühner.
Eröffnet werden soll der Naturpark am 1. Mai 2011. Bis dahin gibt es viel Arbeit für den Betreiber. In den nächsten Wochen werden die Volieren gebaut. Im Spätsommer/Herbst beginnt dann die Pflanzzeit und ab März kommenden Jahres werden die Tiere eingesetzt. Um den Naturpark finanziell auf sichere Füße zu stellen, kostet der Eintritt vier Euro. Kinder zahlen einen Euro. Von den Einnahmen müssen Betriebskosten, Futter und Mitarbeiter bezahlt werden. Wobei es keine Festeinstellungen geben wird, wie Eberhard Irrgang erklärt, sondern Helfer aus dem Billiglohnsektor. Auch er selbst will bei der Betreibung des Naturparkes kräftig mithelfen. |
| 22. Mai 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
Zu Pfingsten die Keramikwerkstatt in Waldhaus besuchen
Praktikantin Eva-Maria Kurth entnimmt aus dem Brennofen Keramik, die sie mit Töpfermeister Ralf Naundorf kreiert hat. Die Töpferei in Waldhaus bei Greiz kann während der Pfingstfeiertage ganztägig besichtigt werden. Anschluss weit nach 2024 für Wittchendorf Viele Nachfragen zu Abwasser-Konzept Greiz (OTZ/-lz). Viele Nachfragen habe es in der zurück liegenden Woche bezüglich des am Sonnabend in dieser Zeitung vorgestellten Abwasserbeseitigungskonzeptes des Zweckverbandes Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Weiße Elster (Taweg) gegeben, wie Geschäftsleiterin Ines Watzek gestern bestätigte. Viele Grundstückseigner nutzten die Möglichkeit, die Unterlagen in der Geschäftsstelle in der Goldenen Aue in Greiz einzusehen, und sich konkret über die geplante Abwasserbeseitigung in ihrem Bereich bzw. für ihr Grundstück zu informieren. In Wittchendorf, das ergänzte Watzek, soll es bis auf die dort ansässige Firma Tarus, die eine biologische Kleinkläranlage betreibt und daher als dezentraler Standort behandelt wird, in der Ortslage jedoch Anschlüsse an die zentrale Abwasserentsorgung geben. Allerdings steht dieser Anschluss der Wittchendorfer voraussichtlich weit nach 2024 ins Haus. Das Vorhaben ist in der Phase des Endausbaus mit vorgesehen. 250 Anträge auf DSL Mohlsdorf lädt zu Symposium ein Mohlsdorf (OTZ/-lz). Die Verbesserung der DSL-Versorgung in der Einheitsgemeinde Mohlsdorf steht im Mittelpunkt eines Symposiums, das am Mittwoch, 2. Juni, um 18 Uhr in der Turnhalle Reudnitz stattfindet. „Seit drei Jahren bemühen wir uns um eine Verbesserung der Situation, der schnelle Internet-Zugang ist zu einem knallharten Wirtschaftsfaktor geworden“, erklärt Bürgermeister Christian Häckert. 250 Anträge auf DSL habe die Bedarfsermittlung ergeben. Jetzt soll geklärt werden, wie es weitergeht. Gesprächspartner der Telekom, des Thüringer Wirtschaftsministeriums und des Landratsamtes haben zugesagt. Freizeitpark Plohn bekommt FKF-Award Plohn – Deutschlands wildeste Holzachterbahn „El Toro“ im Freizeitpark Plohn begeistert nicht nur die Besucher, sondern auch die Kritiker. „El Toro“ wird am Sonntag mit dem FKF-Award ausgezeichnet, mit dem jährlich die drei besten Neuheiten in der Freizeit- und Kirmesbranche prämiert werden.
Das gesamte Pfingstwochenende lockt der Freizeitpark Plohn wieder mit über 70 Attraktionen und jeder Menge Spaß und Abenteuer. Dabei gibt es auch wieder eine neue Attraktion zu erleben. Das „Crazy House“ – der neue verrückte Klettergarten lädt ab Pfingsten zum Klettern und Kraxeln ein. Geöffnet ist der Park täglich von 10 bis 17 Uhr.
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