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148 Tonnen Kies fürs Dach
Dachdämmung der Vogtlandhalle muss auf 1800 Quadratmetern fixiert werden Von Christian Freund Greiz. Auf rund 1800 Quadratmetern Dachfläche der Greizer Vogtlandhalle verteilen die Arbeiter gegenwärtig jeweils sieben Zentimeter Kies, die als Auflast bzw. Beschwerung für das Umkehrdach - ein Dach ohne Gefälle - gebraucht werden. Insgesamt 148 Tonnen Kies, die die Dachdämmung fixieren. Ausgenommen sind davon die Bereiche der Bühnenebene und das Saaldach. Der dafür benötigte Kies wird von einem Fahrzeug aus über Schläuche aufs Dach gepumpt und hier gleichmäßig verteilt. Während im Mittel- und Obergeschoss die Maler am Wirken sind, wird im Ballettsaal die Akustikdecke abgehängt. Im Obergeschoss haben die Handwerker mit dem Einbau der Türen zu tun, in den anderen Stockwerken sind diese Arbeiten bereits erledigt. Auch die Installationsarbeiten sind im zweiten Obergeschoss so gut wie abgeschlossen, momentan wird die Fußbodenheizung im Seitenfoyer des Erdgeschosses eingebaut, so dass hier der Estrich eingebracht werden kann. Bereits betriebsbereit ist der Hubtisch für die Anlieferungszone. Hier werden künftig die Lkw andocken, um zum Beispiel Requisiten für die Bühne abladen zu können. „Das schlechte Wetter bereitete den Bauleuten in den vergangenen Wochen einiges Kopfzerbrechen, trotzdem ist es gelungen, die wenigen schönen Tage zu nutzen, um zum Beispiel den Bühnenturm über dem Dachbereich sowie die Technikebene zu verputzen. Man will es nicht glauben, aber trockenes Wetter wird auch benötigt für den Bau des Holzbodens im gesamten Saalbereich, denn das hier einzubauende Holz muss trocken sein. „Darauf kommt später ein Teppichboden“, erklärt Bauleiterin Sabine Wessels. Außerdem wird die fertige Fläche dringend gebraucht, um für den weiteren Innenausbau einrüsten zu können. Bei genauerem Hinsehen kann man bereits die ersten waagerecht angebrachten Teile sehen, die zur Holzvertäfelung gehören, auch die ersten Sitzpodien sind bereits zu erkennen. Nicht zu übersehen sind aktuell die Baggerarbeiten im Außenbereich im Goethepark. Momentan werden Vorbereitungen für den Bau der Zufahrt vom Eingangsbereich Poststraße bis zur Vogtlandhalle getroffen. Kommentar Genaue Beobachter Von Kathrin Schulz Die Vogtlandhalle bekommt mehr und mehr Innenleben. Auch die Außenanlagen im einstigen Goethepark werden in diesen Tagen ins Visier genommen. Einige der künftigen Nutzer - der Intendant der Vogtland Philharmoniker beispielsweise oder auch der Greizer Neustadtverein - sehen sich die Baufortschritte am Projekt Nummer 1 regelmäßig an. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln zwar, denn die Künstler nehmen die Ausstattung des Hauses mit Sicherheit anders zur Kenntnis als die künftigen Zuschauer, aber gleichermaßen interessiert und natürlich auch neugierig auf den Eröffnungstermin. Denn die Tatsache, dass eine Veranstaltung nun zum letzten Mal im alten Theaterhaus stattfindet, wird oft und gern strapaziert. Inwieweit sie stimmt, wird sich zeigen. Klar ist, dass jetzt alle an einem Strang ziehen sollten, um das Projekt Vogtlandhalle zu einem Erfolgsmodell für Greiz zu machen. Eine Pleite können sich weder die Freizeit- und Dienstleistungs- GmbH noch die Stadt leisten, mauch wenn das jüngste Millionen- Loch im Haushalt mal eben mit einer Steuererstattung gestopft werden konnte. |
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Den Weg vom Korn zum Mehl verfolgen
Sterner-Mühle zum Mühlentag zu besichtigen Von Susann Grunert Neumühle (OTZ). Wird bei einer Vielzahl der zum Mühlentag am Pfingstmontag geöffneten Mühlen die Technik nur zu Schauzwecken vorgeführt, mahlt die Sterner- Mühle in Neumühle noch heute Getreide. „1350 wurde die Mühle erstmals urkundlich erwähnt“, erzählt Reinhard Sterner. Der aus Schlesien stammende Müllermeister übergab nach 33 Jahren die Geschäfte im letzten Jahr an Sohn Alfred. Zum Mühlentag können die Besucher nun nach 15 Jahren Pause wieder das Innenleben der Wassermühle erkunden. Angetrieben von Kaplan-Turbine und Wasserrad kann die Sterner-Mühle rund zwölf Tonnen Mehl in 24 Stunden produzieren. Das ebenfalls auf dem Gelände befindliche Sägewerk kann ebenso besichtigt werden. „Als wir das letzte Mal beim Mühlentag dabei waren, hatten wir zwischen 800 und 1000 Besucher“, erinnert sich Reinhard Sterner. Auf so gute Resonanz hofft die Müllerfamilie, die in der achten Generation diesem Handwerk nachgeht, natürlich auch am Pfingstmontag. Stündlich von 10 bis 16 Uhr können die Gäste der Sterner-Mühle zum Mühlentag an Führungen von Alfred und Reinhard Sterner teilnehmen. „Das Besondere ist, dass wir die Rundgänge bei laufender Produktion durchführen“, betont Sterner. Da überall offene Riemen laufen, weist Sterner darauf hin, die nötige Umsicht zum Mühlenrundgang mitzubringen. Dann können die Besucher einen interessanten Blick hinter die Kulissen des modernen Mahlbetriebs werfen. „Die Arbeit ist nicht mehr so körperlich schwer wie früher, als wir 75- Kilo-Säcke gewuchtet haben“, erzählt Reinhard Sterner. Doch das Prinzip vom Getreidemahlen ist seit Jahrhunderten das Gleiche. Gelagert in riesigen Silos, führt der Weg des Korns zunächst über Reinigungsmaschinen, wo die Kleie vom Mehlkörper getrennt wird. Zwischen zwei Walzen wird das Getreide schließlich gemahlen, anschließend gesiebt. Verschiedene Bäckereien, die von Sterners mit Mehl beliefert werden, bieten zum Mühlentag ihre Backwaren in einer Kaffeestube an. Auch frisches Brot aus einem transportablen Backofen kann am Pfingstmontag verkostet werden, dazu brennt der Rost. |
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Kulturaustausch am Kochtopf
Internationaler Kochabend im Greizer Café OK Von Susann Grunert Greiz (OTZ). Es zischt und brodelt am Mittwochabend in der Küche des Greizer Café OK. Als sich die ersten Gäste in den gemütlichen Räumen am Kirchplatz einfinden, hat Adib die Herdplatten schon vorgewärmt. Der Iraker ist an diesem internationalen Kochabend, dem zweiten von insgesamt sechs im Café OK, die Hauptperson. „Es gibt Fleisch mit Brühe und Zwiebeln, Kartoffeln und Salat“, erzählt er. Dazu wird echter Schwarzer Tee serviert. Das Gericht trägt zwar keinen Namen, sei aber typisch für seine Heimat. „Zu Hause im Irak kochen eigentlich nur die Frauen“, erzählt Adib, doch in Greiz nimmt er selbst den Kochlöffel in die Hand. Mit Hani, Rifaat und Abuba sind auch seine Küchenhelfer allesamt männlich. Die Idee zu diesem Kulturaustausch am Kochtopf stammt von Stefanie Weber. Die Studentin der sozialen Arbeit absolviert derzeit ein Praxissemester beim Flüchtlingsrat in Erfurt, „dort kam mir die Idee für die Kochabende“, erzählt sie. „Das Thema Asylbewerber ist in Greiz nicht so populär, beim gemeinsamen Kochen und Essen ist es leichter, miteinander in Kontakt zu kommen, sich kennenzulernen“, beschreibt Weber ihre Intentionen hinter dem Projekt. Zur mit rund 25 Gästen gut besuchten Premiere letzte Woche wurde aserbaidschanisch gekocht. „Unser Ziel ist es, jede Woche eine andere Nationalität kochen zu lassen“, wünscht sich Stefanie Weber. Dafür sind Asylbewerber, die seit vielen Jahren in Greiz leben, und interessierte Greizer Bürger eingeladen. Unser Ziel ist, jede Woche eine andere Nationalität kochen zu lassen. Stefanie Weber, Organisatorin Für die nächsten Termine sind noch Plätze am Herd frei. Von Adibs Kochkünsten wollte sich auch die Greizerin Susann Glaser überzeugen, die die Neugier ins Café OK getrieben hat. „Ich bin selbst gelernte Köchin, koche zu Hause aber meist deutsche Küche. Ich bin einfach gespannt, was in anderen Ländern so auf den Tisch kommt“, erzählt sie. |
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Mit tropfendem Hahn und Freudentanz gepunktet Erfolg für Greizer Flötistinnen bei Wettbewerb Von Katja Grieser Sondershausen/Greiz. Am Lagerfeuer, Nach der Jagd, Freudentanz oder Tropfender Wasserhahn - klingt zwar nicht musikalisch, ist es aber. Denn so heißen einige der Stücke, die Katharina Jäger und Alexandra Rohleder am Sonnabend in Sondershausen zum Besten gaben. Die beiden Flötistinnen, die an der Greizer Musikschule „Bernhard Stavenhagen“ Unterricht nehmen, gehörten zu den Teilnehmern des Carl- Schroeder-Wettbewerbs, und zwar zu recht erfolgreichen. Die elfjährige Alexandra Rohleder hat in ihrer Altersgruppe 24,9 Punkte von 25 möglichen erreichen können. Das hat ihr das Prädikat „Hervorragend“ eingebracht. „Aufgeregt war ich beim Spielen aber nicht“, sagt die Nachwuchsflötistin über ihren Auftritt. Stolz ist sie natürlich trotzdem, ebenso wie ihre Lehrerin Gretel Töpfer, die Alexandra Rohleder beim bundesweit ausgetragenen Wettbewerb begleitet hat. Für die Elfjährige ist es eine besondere Ehre, dass sie nun im September beim Preisträgerkonzert in Sondershausen ihr musikalisches Können noch einmal vor großem Publikum präsentieren kann. Seit über sechs Jahren spielt das Mädchen nun schon Blockflöte und freut sich besonders, dass sich die vielen Übungsstunden jetzt ausgezahlt haben. Seit nunmehr dreieinhalb Jahren nimmt Katharina Jäger Blockflötenunterricht, auch sie ist Schülerin von Gretel Töpfer. Für die Achtjährige war es der erste Wettbewerb, bei dem sie sich den kritischen Ohren der Jury stellte. „Ich war ein bisschen aufgeregt“, gesteht Katharina Jäger. Ihre Premiere hat sie aber gut gemeistert, kann sich über insgesamt 21,5 Punkte und ein „Sehr gut“ in ihrer Altersgruppe freuen. |
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Piraten, Party, Liegestühle
Park- und Schlossfest als bunt gemixter Cocktail von Klassik bis Hiphop Von Kathrin Schulz Greiz. „Die Klassik-Nacht im Oberen Schloss - das ist mein Wunsch seit vielen Jahren“, freut sich GMD Stephan Fraas, Intendant der Vogtland Philharmonie auf die italienische Opernnacht, die für die 15. Auflage dieses Klassikers im Programm des Park- und Schlossfestes steht. „Mit Melodien von Verdi, Puccini, Rossini denken wir den Nerv des Publikums in diesem wunderschönen Ambiente zu treffen“, sagt Fraas. Allerdings ist die Platzkapazität im Oberen Schlosshof begrenzt. Deshalb rät Ines Wartenberg, Geschäftsführerin Stadtmarketing, sich im laufenden Vorverkauf schnell zu entscheiden. Die Schlechtwettervariante im Theater - die letzte Klassik-Nacht im alten Haus, ist sich Fraas angesichts des Baufortschritts sicher - ist bekanntlich auch auf gut 500 Karten begrenzt. Die italienische Opernnacht bildet mit dem anschließenden Feuerwerk am Sonntagabend den Abschluss eines Festes, das auf inzwischen sieben Bühnen, mit hundert Händlern und Präsentationsständen und 60 Bildern im Festumzug vom 18. bis 20. Juni gefeiert wird. Am Vorabend des Festes geht es um „Größenwahn und Lampenfieber. Der Schauspieler Armin Rohde verrät seinem Publikum im Oberem Schloss beim XXI. Literaturabend „die Wahrheit über Schauspieler“. Auch der Frage, warum ein Schauspieler immer wieder an der Rampe stehen will, obwohl er die Hose gestrichen voll hat, wird an diesem 17. Juni nachgegangen, schmunzelt Bibliothekschefin Corina Gutmann. Ab Freitag steppt auch auf dem Westernhagenplatz der Bär, wie die Marco und Enrico Nagel von „El Cabana“ bekräftigen: Ab 13.30 Uhr ist Fußball-Weltmeisterschaft auf Großbildleinwand angesagt, später gibt es Spaß beim Bullriding, auf der Hüpfburg und zur Party mit DJ vor der Altstadtgalerie. Neu im Programm ist das Strandfeeling in der Brückenstraße, für Mit dem Schanzengarten wollen wir eine neue Spielstätte für Greiz erschließen. Eckhard Kießling das die pm-lounge mit Liegestühlen, Cocktails und DJ-Musik aus verschiedenen Epochen sorgen wird. „Das wird eine schöne Party“, verspricht Patrick Kießling. Für die Jüngsten bereitet die Arbeitsgruppe Ferien- und Freizeitgestaltung eine zünftige Piratenparty vor, die am Sonnabend im Schlossgarten steigt. Mit Seemannsknoten, selbst gebastelten Augenklappen und Geschmeide kann man hier beim Piraten-Rap und der japanischen Kampfkunst „Wushu“ seinen Spaß haben. Nachdem sich der Pulverdampf verzogen hat, sind die HipHop-Freunde mit der Tacheles- Combo und weiteren Bands am Zug. Auf dem Markt geht es darum „sicher unterwegs“ zu sein. Neben dem Überschlagsimulator der Verkehrswacht ist das Beratungsmobil der Polizei vor Ort. Auch Fahrradcodierung wird angeboten, lädt Polizeiinspektions-Leiter Mike Schramm die Greizer ein. Wie wärs mit einem Salsa- Crash-Kurs? Auf dem Markt können am Sonnabend zunächst die Kinder, später die Erwachsenen zu den Klängen von Timbalatin Salsa tanzen bis in die Nacht. Das musikalische Spektrum erweitern die beliebten „El dorados“ in der Baderei sowie der Schlossfolk mit seinem individuellem Programm im Unteren Schloss. Mit der Märchenaufführung „Die Gänsemagd“ - Sonnabend um 10, 14 und 18 Uhr im Oberen Schloss und der Sommerserenade im Schanzengarten (Sonnabend, 17 Uhr) mit dem Collegium musicum gibt es weitere Farben in der Palette des Festes. „Mit dem Schanzengarten wollen wir eine neue Spielstätte für Greiz erschließen. Von Barock bis Operette bereiten wir ein anspruchsvoll- heiteres Programm vor“, betont Eckhard Kießling. Zwischen Literaturabend, Festumzug und Feuerwerk weist das Programmheft zum Park- und Schlossfest, das ab Mittwoch erhältlich ist, eine Vielzahl von Angeboten aus. Die Goetheschule ziert den Festtaler 2010. |
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Ritter-Hüpfburg und Luftballon-Schwerter
Erstmals organisieren alle Greizer Jugendclubs ein gemeinsames Kinderfest Greiz (OTZ/M. Hilbert). Zu einer Reise ins Mittelalter laden am 1. Juni ab 14 Uhr die Jugendclubs Greiz, Gommla, Irchwitz, Pohlitz und Mohlsdorf zusammen mit dem Sozialraumteam Südost alle Kinder aus nah und fern ein. Dann nämlich findet im Club 2000 in der Greizer Zentastraße das große Ritterfest statt. „Wir organisieren erstmals mit allen Jugendclubs im Sozialraum eine gemeinsame Kinder-Veranstaltung“, formuliert Bereichsjugendpflegerin Stephanie Schrader einen lang gehegten Wunsch, „Einen besseren Termin als den Kindertag hätten wir uns dafür kaum aussuchen können.“ In einer Arbeitsgruppe aller Einrichtungen sei die Wahl schnell auf das Mittelalter-Motto gefallen. „Hierzu hatten alle sofort gute Einfälle“, sagt Club-2000-Leiterin Ulrike Klein. So wird es neben einer Ritterhüpfburg, Bogenschießen, einem Holzpferderennen und Luftballon Schwertern auch kleine Wettkämpfe mit Spielen geben, die schon im Mittelalter gespielt wurden, wie zum Beispiel das „Walnussschnipsen“. Auch Vertreter der benachbarten Greizer Polizei bieten vor Ort wieder die Codierung von Fahrrädern an, oder, wie Schrader es ausdrückt, „Brandzeichen für die Stahlrosse“. Dabei sein wird auch der Verein „Bunte Lade“ aus Greiz, mit dem im Club 2000 gebastelt werden kann. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn viele Kinder in Kostümen kommen“, meint Ulrike Klein. Die könnten sich bei dem kostenlosen Ritterfest dann auch gleich die passende Schminke abholen. |
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Wir gehen auch zu unseren Mitgliedern
Der 55-jährige Geraer ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er gründete in St. Petersburg seine „Deutsche Schule für Coaching und Meditation“ und ist Lehrprofessor an der dortigen Architektur- und Bau-Uni. Dr. Werner Regen über den Mieterschutzbund Dr. Regen, seit der ersten Stunde des Mieterschutzbundes Gera heute vor 20 Jahren sind Sie dessen Präsident. Warum sind Sie es geworden...?
Das Thema hat mich interessiert. Ich war damals selbst Mieter. Es war mir klar, dass der
Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft nicht ohne Spannungen abgeht. Fragen: Sylvia Eigenrauch |
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Mit Linksparkern und Trennlinie
Zwei CDU-Stadträte hätten sich neulich beinahe an der Stadthalle getroffen. Was nicht weiter tragisch gewesen wäre. Nur saßen die Beiden am Steuer ihrer Autos und bewegten sich frontal aufeinander zu. Steffen Beikirch / 21.05.10 / OTZ Zeulenroda. Das einschneidende Erlebnis trug sich auf der Straße Am Puschkinpark (bisher Puschkinstraße) zu. Die Fahrzeugführer: Dr. Bernd Grünler und Michael Glock. Dies jedenfalls berichtete Grünler, CDU-Fraktionschef, am Mittwochabend im Stadtrat. Es war der Grund für seine "straßenverkehrsrechtliche Anfrage". Der Zeulenrodaer schlug vor, dringend eine Fahrbahnmarkierung zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Ludwig-Jahn-Straße aufzubringen. Sie soll deutlich machen, dass auf diesem Stück kein Richtungsverkehr gilt, wie er auf dem Rest der Straße üblich ist. Auch gestern Vormittag waren binnen weniger Minuten einige brenzlige Situationen zu beobachten. Wenn beispielsweise Pkw vom Luxemburg-Platz rechts in Richtung Jahn-Straße abbogen, von unten aber Gegenverkehr kam, der sich bereits links eingeordnet hatte, wie es nun mal in einer Einbahnstraße auf dem Weg zu einer Ampelkreuzung üblich ist. Genau dieser Gefahr könnte die Fahrbahnmarkierung vorbeugen. Und damit die Fahrzeuge aus Richtung Kleinwolschendorfer Straße schon mal auf die rechte Seite gelotst werden, schlug Bernd Grünler weiterhin vor, die Parkmöglichkeiten entlang des Puschkinparkes vom rechten an den linken Fahrbahnrand zu verlegen. Die Stadtverwaltung sagte spontan die Prüfung beider Vorschläge zu. "Das kann man umsetzen", meinte Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU). Frank Höhn (Linke) empfahl, auch noch ein Verkehrsschild "Achtung, Gegenverkehr!" anzubringen. Ordnungsamtsleiter Dietmar Reich warf in der Sitzung ein, dass einige Anregungen ohnehin schon so vorgesehen seien. So ist auf dem Rosa-Luxemburg-Platz selbst eine eindeutigere Verkehrsführung angedacht. Denn auch bei der Ausfahrt von dem Platz auf die Straße muss man nun neuerdings rechts bleiben und kann sich nicht mehr wie früher gleich links einordnen. Für nötige Markierungen und mehr Sicherheit beim Abbiegen in Richtung Jahn-Straße soll auf dieser Seite auch die Parkordnung geändert werden. Nicht mehr quer zur Fahrtrichtung, sondern parallel zur Bordsteinkante wird künftig vor der Firma City Druck geparkt. Wodurch man vermutlich ein bis zwei Stellflächen verliert, die man Am Puschkinpark aber eventuell wieder herausholen kann. Nach Informationen von gestern sollen die genannten Ideen bereits ab Dienstag realisiert werden. Weitere offizielle Anträge zum Verkehrskonzept Innenstadt wurden vom Stadtrat in den Technischen Ausschuss verwiesen. So die beiden Vorschläge der FDP (Probephase mit Richtungsverkehr in der Friedrich-Ebert-Straße und Hohe Straße sowie Abspecken der Ausbaupläne für den Luxemburg-Platz). Gleiches für die zwei Anträge der SPD. Die Sozialdemokraten wollen die Ausfahrt vom Parkdeck City-Center in Richtung Schleizer Straße/Untere Neustadt wieder öffnen. Und sie plädieren für rasche Fortschritte beim innerstädtischen Radwegenetz. Die bisherigen Aktivitäten hier bezeichnen sie als unbefriedigend. Als ersten Schritt will die SPD in der verlängerten Greizer Straße einen Radweg-Lückenschluss zwischen Dr.-Stemler-Straße und Stadtwaage. Die vorgeschlagene Route verläuft direkt vorm ehemaligen Betriebsgelände der Firma Römpler, später Elastic Mieder, das heute Unternehmer Hans B. Bauerfeind gehört. In eine ähnliche Richtung argumentierte auch Michael Glock, der namens der CDU-Fraktion beantragte, Abschnitte im Radwegenetz, die nicht viel Geld kosten, schnell umzusetzen. Damit werde der Autoverkehr entlastet, die Attraktivität der Stadt und die Verkehrssicherheit vor allem von Schülern erhöht. |
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Geld zum Bauen für die Kleinen in Zeulenroda
Stiftung Senfkorn, Kirche und Förderverein geben 21 000 Euro für die Kita Unterm Regenbogen in Zeulenroda. Das denkmalgeschützte Gebäude kann damit weiter auf Vordermann gebracht werden. Gewerkelt wird schon seit Jahren. Geld zum Bauen für Kinder ist immer gut angelegtes Geld Heidi Henze / 20.05.10 / OTZ Zeulenroda. Gleich einen großen Haufen Geld hatten Stefan Groß, Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM) und Marita Leyh, stellvertretende Vorsitzende der Stiftung Senfkorn, im Gepäck, als sie am gestrigen Morgen (19.5.) in die Zeulenrodaer evangelisch-lutherische Kindertagesstätte "Unterm Regenbogen" kamen. Die Stiftung wurde 2002 von der Thüringer Landeskirche gegründet. Sie unterstützt evangelische Kindergärten mit den Zinserträgen des Stiftungskapitals. Dieses beträgt derzeit 4,1 Millionen Euro. Davon gibts 7000 Euro für die evangelisch-lutherische Kindereinrichtung in Zeulenroda. Sie wollen das denkmalgeschützte Kindergarten-Domizil weiter auf Vordermann bringen. Seit Jahren wird hier kontinuierlich gewerkelt. An Wünschen jedenfalls mangelt es weder Erzieherinnen noch Kindern. Und da es eben nicht bloß Träumereien sind, hielt man in Eisenach im Stiftungsrat das Projekt für förderfähig. Es geht um die Diele, in dem denkmalgeschützen Gebäude. Eigentlich ist dieser Raum zweckentfremdet, denn in der Vergangenheit wurde hier alles deponiert, was sonst keinen Platz mehr fand. Selbst der Morgenkreis, die wöchentliche Andacht, das gemeinsame Singen und vieles mehr der 35 Mädchen und Jungen konzentrieren sich auf den kleinen Raum im Eingangsbereich. Zudem ist dieser ziemlich dunkel, da zwar ein schönes altes Fenster im Raum ist, dessen Glas aber das gesamte Licht von außen schluckt. "Kurzum: wir wollen und müssen für unsere Kinder einiges in die Umgestaltung investieren", erzählt die engagierte Erzieherin Katrin Lehninger. Seit vielen Jahren hat man die Ideen zusammengetragen, stetig kamen neue hinzu. Nun wurden sie gebündelt. So soll außerdem ein Raum des Zusammenseins mit einer kleinen Bühne, ein Informationsportal und vieles mehr entstehen. Eine Zwischendecke soll zusätzlich Stauraum bieten, Musikinstrumente könnten einen Platz finden und eine variable Dia-Wand bietet Raum für Bilder. Der Förderverein gibt ebenfalls 7000 Euro und der Träger, die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde, ist auch mit 7000 Euro dabei. Sobald die Ausschreibung erfolgt ist, solls losgehen. |
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Gymnasiasten siegreich
Fußball, Kreis-Jugendspiele, Jungen: Weida siegt bei den Kleinen, Greiz bei den Großen Von Peter Reichardt Greiz (OTZ). Wie Joachim Löws Männer stürmen und Tore schießen, das hatten sich die Jungen der Gymnasien und Regelschulen im Landkreis Greiz am Dienstag auf dem Greizer Tempelwald vorgenommen. Im Rahmen der Kreis- Jugendspiele im Fußball zeigten sie dabei in den Altersklassen 5./6. Klasse sowie 7./8. Klasse schöne Spielzüge sowie gelungene Kombinationen. Bei den Mannschaften der Altersklasse 7/8 waren es die Kicker der Regelschule Langenwetzendorf, der Lessingschule Greiz und des Greizer Gymnasiums, die in einer Hin und Rückrunde um Punkte und Tore kämpften. Dabei mussten sich die Greizer Gymnasiasten nur einmal den Regelschülern der Greizer Lessingschule beugen, gewannen drei von vier Begegnungen und sicherten sich mit 9 Punkten und 11:1 Toren die Goldmedaille. Auf Platz zwei folgten die Lessingschüler, Platz drei ging an Langenwetzendorf. In der Altersklasse 5/6 gingen die Teams des Gymnasiums Greiz, der Regelschule Im Ländereck Seelingstädt, der Lessingschule Greiz und des Georg-Samuel-Dörffel-Gymnasiums Weida in das Medaillenrennen. Sowohl das Greizer als auch das Weidaer Gymnasium ging siegreich aus allen Partien hervor, so dass erst im direkten Vergleich beider Teams der Sieger dieses Turnieres ermittelt werden konnte. Und da hatten die Weidaer den Erfolg auf ihrer Seite, denn sie setzten sich mit 1:0 gegen die Greizer durch. Damit hatten sie 9 Punkte und 5:0 Tore auf ihrem Konto und so den Sieg in ihrer Altersklasse in der Tasche. Platz zwei erkämpften sich die jungen Kicker des Greizer Gymnasiums, gefolgt von der Mannschaft der Regelschule Im Ländereck Seelingstädt und der Lessingschule Greiz. Der Schulsportkoordinator des Schulamtes Gera/Schmölln Wolfgang Bunge zeichnete die Sieger und Platzierten aus. Insgesamt war es ein spannender Fußballnachmittag auf dem Greizer Tempelwaldsportplatz, der doch einiges Talent bei den Kindern der beteiligten Schulmannschaften aufblitzen ließ. Schade nur, dass von den Regelschulen und Gymnasien im Landkreis nur fünf Schulen bei den Kreis-Jugendspielen 2010 vertreten waren. Fotografische Eindrücke von Peter Reichardt -
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Unnötige Greizer Niederlage in Neustadt Fußball, A-Junioren, Landesklasse Neustadt (OTZ/Matthias Gottschalk). Nach der unnötigen Heimniederlage gegen Weida verlor Greiz auch das Spiel gegen Neustadt. Schon drei Minuten nach Anpfiff durch Schiedsrichter Sven Köhler aus Tanna klingelte es im Kasten der Gastgeber. Kögler vereitelte kurz nach Anstoß einen Neustädter Angriff und wurde von einem Neustädter Spieler regelwidrig behindert. Schiedsrichter Köhler ahndete die Aktion mit Freistoß. Der von Kögler selbst getretene Ball landete beim freistehenden Leuchtmann, der das Leder zum 1:0 ins lange Eck schob (3.). Bis zur Hälfte der ersten Halbzeit gab es einen offenen Schlagabtausch beider Mannschaften. Ab der 25. Minute wurde Neustadt Spielzug um Spielzug stärker und hatte in der 30. Minute eine große Möglichkeit, in Führung zu gehen. Christian Schneider im Greizer Gehäuse rettete mit einer Großtat. Durch unnötige Ballverluste im Angriff wurde der Gegner weiter aufgebaut. So kamen die Gastgeber in der 44. Minute nach einer Ecke zum 1:1- Ausgleich durch Speidler. Mit dem Anpfiff zur zweiten Spielhälfte gingen die Orlastädter mit 2:1 in Führung, Thuy brachte kurz nach dem Anstoß einen Abpraller unter Kontrolle und schoss nach einem Alleingang zur Führung für Neustadt ein (46.). In der 61. Minute erhöhte Neustadt auf 3:1. Der Gastgeber kam in der 71. zu einem Strafstoß, den der Greizer Moritz Schütze verursacht hatte. Hohl verwandelte zum 4:1. In der 85. Minute gab es Strafstoß für Greiz, Leuchtmann war im Strafraum unsanft von den Beinen geholt worden. Franke legte sich den Ball zurecht und verkürzte auf 4:2. Aber, wie so oft, kam das Aufbäumen etwas zu spät. Für Greiz spielten: Christian Schneider, Benny Gottschalk, Andy Lorz, Eric Nitschke, Moritz Schütze, Andreas Kögler, Tim Leuchtmann, David Franke, Patrick Thiel, David Schulz, Sören Leuschner. |
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Lucas Oettert holt Mehrkampf-Titel Leichtathletik, Landes-Meisterschaften Erfurt (OTZ/Ralf Peter). Der Wettergott hat derzeit einfach kein Erbarmen mit den Sportlern, die außerhalb der schützenden Hallen um gute Leistungen und Medaillen kämpfen. So hatten auch die Nachwuchsleichtathleten am vergangenen Sonnabend bei den Thüringer Meisterschaften im Mehrkampf in Erfurt mit nicht gerade leistungsfördernden Temperaturen um sechs Grad und Nieselregen zu kämpfen. In Anbetracht der tollen Ergebnisse in allen Altersklassen sind bei besseren Bedingungen weitere Rekorde und Kadernormen zu erwarten. Von den Schülern des LV Einheit Greiz konnte einmal mehr Lucas Oettert überzeugen. In den Disziplinen Weitsprung, Hürdenlauf, Ballwurf, 75-Meter- Sprint und 1000-Meter-Lauf erbrachte er Bestleistungen. So sprang er 4,64 Meter, absolvierte den Hürdenlauf in einer Zeit von 11,01 Sekunden und erzielte im Ballwurf eine Weite von 34,50 Metern. Danach stürmte er in den Läufen über 75 und 1000 Meter mit 10,29 Sekunden bzw. 3:13,95 Minuten mit den schnellsten Zeiten aller Teilnehmer zum Landesmeister- Titel der AK 12. Zudem erfüllte er mit seinen 2184 Punkten in der Mehrkampf- Wertung die EKadernorm. Nach ebenfalls fünf Bestwerten, wobei die Ergebnisse mit dem Schlagball und über 800 Meter herausragen, erkämpfte Vanessa Apitz im leistungsstarken Feld der 13-jährigen Mädchen mit 2317 Punkten (11,50 Sekunden - 11,15 s - 4,10 Meter - 48,00 m - 2:42,44 Minuten) den guten neunten Platz. Vanessa Geist kam auf 2146 Punkte (11,47 s - 11,67 s - 3,79 m - 46,50 m - 3:03,80 min) und damit auf Gesamtrang 21. Am Ende der Mehrkampf-Veranstaltung ging es noch um die Thüringer Landesmeistertitel im 10 000-Meter- Lauf. Der Greizer Raimund Krauße wurde hier seiner Favoritenrolle gerecht und gewann nach 43:02,16 Minuten überlegen die Altersklasse M70. |
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21. Mai 2010 /Vogtland-Anzeiger Fast vergessenes Erbe bewahren
xBauhaus-Studenten rufen Oskar-Sala-Jahr aus – Auch mobile Ausstellung geplant
Wer kennt nicht die angsterregenden Schreie der Vögel in Alfred Hitchcocks gleichnamigen Film? Doch den meisten ist sicher nicht bekannt, dass in dem als Klassiker des Horrorfilms gezeigten Streifen keine einzige natürliche Vogelstimme zu hören ist. Die Schreie, Klänge und Effekte wurden mittels des Trautoniums erzeugt, das der gebürtige Greizer Oskar Sala (1910-2002) erfand und ihn zu einem Pionier der Musikgeschichte avancieren ließ. Anlässlich des 100. Geburtstages des Sohnes der Elsterstadt starteten vier Studenten der Weimarer Bauhausuniversität ein Projekt, das sich mit Leben und Schaffen des großen Greizer Komponisten und Physikers beschäftigt und riefen das „Oskar-Sala-Jahr“ aus. Am Donnerstagabend stellten sie das Konzept im Greizer Theaterrestaurant einem interessierten Publikum vor. Jan Sieber, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Interface-Design, der das Projekt leitet, führte anhand einiger Klangbeispiele in die Thematik ein. So wurden schon vor Jahrzehnten Fernsehwerbungen – bspw. für „blendax“ – oder experimentelle Filme – etwa zum Thema „Wasser“ mit Trautonium-Klängen untermalt. In einem Berliner Bungalow hatte Sala in den 30er Jahren zusammen mit Friedrich Trautwein das monströse Instrument entwickelt, das heute als Vorgänger des Synthesizers gilt. Sala wurde zum bedeutendsten Interpreten des Trautoniums, das allerdings durch seine Schwere nicht mobil war. Ein transportables „Volkstrautonium“ zu bauen, erwies sich in den 30er Jahren als Verkaufsflop. Von etwa 200 Geräten gibt es heute noch zehn, wie die Studenten in ihren Recherchen herausfanden. Das fast vergessene Erbe Salas zu bewahren und an seine fortschrittliche Musik zu erinnern, haben sich die vier jungen Leute fest vorgenommen. So wird auch ein Ausstellungspavillon auf Reisen gehen, der „Leben und Werk Salas erfahrbar macht“, wie Studentin Katja Knecht ausführte. So sollen „interaktive Möglichkeiten der elektronischen Musik“ angewandt, Installationen vorbereitet und zudem ein Rahmenprogramm vorbereitet werden. Workshops, Vorträge, ein Klangspielplatz und Führungen werden zudem an diese Art der Tonerzeugung heranführen, wie die Studenten betonen. „Wir versuchen auch, selbst ein Trautonium zu bauen“, wie sie ankündigen. Starten wird die Wanderausstellung im September natürlich in der Geburtsstadt Greiz, in der seit 2005 bereits eine Straße an den berühmten Greizer erinnert.
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21. Mai 2010 /Vogtland-Anzeiger Literatur, Liegestühle und Latino-Rhythmen
Vom 18. bis 20. Juni findet das Greizer Park-und Schlossfest statt – Auch sächsische Vereine dabei Text Antje-Gesine Marsch & Bild Wolfgang Mecir Das Park-und Schlossfest der Stadt Greiz wird auch weiterhin so heißen, wobei der Greizer Park erstmals in der Tradition der beliebten Stadtveranstaltung keine Rolle mehr spielen wird. Auflagen und Bestimmungen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zwangen die Organisatoren, nach Ersatzlösungen zu suchen. Das traditionelle Morgensingen des Neuen Reußischen Sängerkreises, das Serenadenkonzert des Greizer Collegium musicum vor der Rotunde und die Klassik-Nacht der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach vor dem Sommerpalais werden fortan an anderen Orten stattfinden. Die Choristen singen im Schlossgarten im Zentrum der Stadt; die Kammermusiker werden auf dem Schanzengarten des Oberen Schlosses musizieren. Ganz entspannt sieht es GMD Stefan Fraas: „Es war schon immer mein Wunsch, vor dieser herrlichen Kulisse im Schlosshof zu spielen.“ Ganz italienisch kommen die Philharmoniker in diesem Jahr daher. Unter dem Motto „Italienische Operngala“ erklingen bedeutende Werke bekannter Komponisten, unterstützt durch die Solisten Christa Maria Dalby und Chool Seo Mun. Neben Klassischem ist natürlich auch für die jüngere Generation bestens gesorgt. Eine Unmenge Programm, etwa ein Kinderfest zum Thema „Piraten“, Hip Hop im Schlossgarten, Schloss-Folk im Unteren Schloss oder die Aufführung der „Gänsemagd“ innerhalb der Greizer Schlosshofspiele werden auf sieben Bühnen sicher für Interesse sorgen. Literarisch wird der bekannte Schauspieler Armin Rohde bereits am Donnerstagabend um 20 Uhr in den Schlosshof Oberes Schloss für Spannung und Spaß sorgen und aus seinem jüngst erschienen Buch „Größenwahn und Lampenfieber“ lesen. Mit Palmen, Sand und Liegestühlen wartet die pm-lounge im Zentrum der Stadt auf; Sekt- und Cocktailbar lassen karibisches Flair in die Elsterstadt einziehen. Lateinamerikanischen Salsa-Klänge und ein passender Workshop nebst Salsa-Party werden am Samstagabend nicht nur die Tanzenthusiasten auf die Marktbühne im Zentrum locken. Liebhaber von Mittelaltermärkten kommen am Wochenende genauso auf ihre Kosten wie die von „Jump & Flying“, dem großen Trampolinspringen im Schlossgarten. Auch sächsische Vereine bringen sich in das Festtagstreiben ein, bspw. der Rock’n Roll Club Lengenfeld e.V. mit flotten Tanzdarbietungen. Da viele Veranstaltungen in diesem Jahr auf dem Oberen Schloss stattfinden, das nur zu Fuß erklommen werden kann, wurde die Frage nach einem Shuttle-Bus laut. Gerade ältere Bürger würden dies gern in Anspruch nehmen, so die einhellige Meinung der befragten Greizer. Man werde schnell darüber nachdenken, so Stadtmarketingchefin Ines Wartenberg; allerdings sei dies durch eingeschränkte Wendemöglichkeiten eine große logistische Herausforderung. Service: Programmhefte zum Park-und Schlossfest sind ab Mittwoch, den 26. Mai, zu einem Preis von 1 Euro erhältlich. Die Hefte enthalten eine historische Postkarte sowie einen Wertbon von 0,50 Euro.
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| 21. Mai 2010 /OTZ | |||||||||||||||||||||||||
Kurz notiert: |
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Neue Erdenbürger
Drei Generationen auf einer Couch: Oma Gerline Pfeffer (2.v.l.) und Enkeltochter Staizie (5) halten die Zwillingsmädchen Laila und Fabienne auf dem Arm. Zu Hause wartet bereits die einjährige Amy-Jolien auf ihre kleinen Schwestern, die am 17. Mai, um 15.26 Uhr und 15.27 uhr, geboren wurden. Laila wog 2620 g, bei einer Länge von 48 cm; Fabienne war einen Zentimeter größer und wog 2760 g. Über ihr munteres Mädchenquartett freuen sich die Eltern Denise und Uwe Böhm aus Gommla. Auch die achtjährige Laura (2.v.r.) ist glücklich über ihr Brüderchen Clemes, der am 17. Mai mit einer Länge von 57 cm und einem Gewicht von 3945 g im Greizer Krankenhaus geboren wurde. Vati Patrick Groß (r.) und Mutti Susann aus Zeulenroda freuen sich ebenfalls über den am 17. Mai geborenen Familiezuwachs. Die kleine Matilda (l.) wird von Mutti Kristin Singer aus Reudnitz im Arm gehalten. Die Kleine wurde am 19. Mai, um 5.09 Uhr, mit einem Gewicht von 3310 g und einer Länge von 49 cm geboren. Auch Vati Marcus Peinelt zeigt sich stolz. Musikalischer Weckruf am Pfingstsonntag
Am Pfingstsonntag, 23. Mai, wird das Pfingstblasen auf der Schanze des Oberen Schlosses durchgeführt. Ab 8 Uhr bringt der Greizer Posaunenchor unter Leitung von Oliver Scheffels einen musikalischen Weckruf für Frühaufsteher mit Liedern und Chorälen als Gruß an die Bewohner und als Huldigung des Festes zu Gehör. AM PFINGSTMONTAG
AM PFINGSTMONTAG hat das Mausoleum in Waldhaus von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Gäste können sich die Schau zur Geschichte der letzten Greizer Reußen und zur Restauration des Gebäudes ansehen. Karikatur des Tages
Junge Liberale vermissen Grillflächen Greiz (OTZ). Der Kreisverband Greiz-Gera der Jungen Liberalen (Julis) kritisiert zu Beginn der Grillsaison das Fehlen geeigneter Grillflächen in der Region. So sei es in Greiz nicht möglich, ohne Balkon oder Garten in entspannter Atmosphäre zu grillen. Den Grillplatz im Krümmetal gebe es nicht mehr. In anderen Kommunen des Landkreises sehe es nicht besser aus. Nur entlang der Wanderwege finde sich eine Zahl reizvoller Flächen, die zum Feuermachen geeignet sind. „Es geht nicht darum, die Stadtkassen zu plündern und für viel Geld Grill-Equipment zur Verfügung zu stellen. Das ist in Zeiten von Einweg- und Campinggrills nicht notwendig“, so der Juli- Kreisvorsitzende Jan Bettermann. „Neben ausreichend Möglichkeiten zur Müllentsorgung brauchen die Plätze lediglich einen gewissen landschaftlichen Reiz, um möglichst viele Menschen beim gemeinschaftlichen Grillen zu vereinen.“ Vier Pferde auf nächtlicher Tour Greiz (OTZ). Ein Pferd und drei Ponys liefen am Donnerstag kurz nach Mitternacht in der Untergrochlitzer Straße in Greiz frei umher. Der Pferdebesitzer war bis dato unbekannt. Die vier Pferde wurden mit Unterstützung einer Mitarbeiterin des Veterinäramtes und eines Pferdebesitzers aus Greiz gegen 2 Uhr vorläufig auf dem Reitplatz in Greiz-Untergrochlitz untergebracht. Im Laufe des Donnerstags konnte der Besitzer ermittelt und die Pferde an ihn zurück gegeben werden.
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