20. Mai 2010 /OTZ

Ausstellung mit Umzug

Schablonen für das Mäander-Band legen vorm Einbringen des Terrazzo im Gartensaal Azubi Jamil Becker sowie die Facharbeiter für Betonstein und Terrazzo, Silvio Meinhardt und Lutz Aichmann (v. l.).
Schablonen für das Mäander-Band legen vorm Einbringen des Ter-
razzo im Gartensaal Azubi Jamil Becker sowie die Facharbeiter
für Betonstein und Terrazzo, Silvio Meinhardt und Lutz Aichmann
(v. l.).
Foto: OTZ/Christian Freund
Eva-Maria von Mariassy (rechts) und Pia Büttner vom Sommerpalais mit Werken von Bernd Zeller aus der Ausstellung „125 Top Thüringer“.
Eva-Maria von Mariassy (rechts) und Pia Büttner vom Sommerpa-
lais mit Werken von Bernd Zeller aus der Ausstellung
„125 Top Thüringer“.
Foto: OTZ/Christian Freund

Zeller-Schau ist letzte in unsanierten und erste in sanierten Räumen im Sommerpalais

Von Katja Grieser Greiz.

Die Ausstellung mit satirischen Porträts von Bernd Zeller, die am Freitag im Sommerpalais eröffnet wird, bleibt Eva-Maria von Mariassy immer im Gedächtnis. Davon ist die Leiterin der Einrichtung überzeugt. Denn das Besondere an der Schau ist, dass sie nach vier Wochen umziehen wird. „Sie ist die letzte in unsanierten und die erste in sanierten Räumen“, sagt sie. Die Zeller-Schau wird morgen um 17 Uhr im Mittelgeschoss eröffnet, in Räumen, die auf den Einzug der Handwerker warten. Einen Monat später werden die 123 Arbeiten zusammen gepackt und in benachbarte Zimmer gebracht, die nach der umfangreichen Sanierung in neuem Glanz erstrahlen. Dort wird die Ausstellung dann bis 15. August zu sehen sein. Eine gute Portion Humor brauchen die Sommerpalaismitarbeiter nicht nur für ihr Satiricum, sondern auch in ihrer täglichen Arbeit. Denn seit Jahren wird an dem Gebäude nun schon gebaut, allerdings lief der Ausstellungsbetrieb während der gesamten Zeit weiter. Natürlich mit Einschränkungen, was die Besucher auch am Freitag zu spüren bekommen werden. Da im Festsaal Restaurationsarbeiten durchgeführt werden, wird die Schau in einem benachbarten, kleineren Raum eröffnet. „Es wird ganz schön eng werden“, prophezeit die Sommerpalais-Chefin, die die Laudatio zur Schau halten wird. Gearbeitet wird derzeit jedoch nicht nur im Mittelgeschoss des Gebäudes, sondern auch im Treppenhaus- und Flurbereich sowie im Gartensaal. Die Fußbodenheizung ist dort bereits verlegt, imposant ist der Blick auf die ausgelegten Schablonen, die für das Einbringen des Terrazzofußbodens notwendig sind. In der nächsten Woche, so von Mariassy, werde mit dem Verlegen des Terrazzo begonnen. In einem Teil des Gangs, in dem der Fußboden erneuert werden musste, sind diese Arbeiten bereits abgeschlossen. In einem weiteren Teil des Gangs wird der vorhandene Terrazzofußboden saniert. Die Vernissage-Besucher werden also den mittlerweile gewohnten Gang entlang einer Baustelle in Kauf nehmen müssen. Dafür können sich Interessierte nach dem Umzug der Ausstellung in die sanierten Räume schon mal ein Bild davon machen, wie beeindruckend die Räume des Sommerpalais sind, wenn die Arbeiten einmal abgeschlossen sind. Spannend wird die Bernd-Zeller-Schau also allemal. Die Ausstellungseröffnung wird musikalisch umrahmt von „Klezmer“ aus Erfurt mit Frank Truckenbrodt (Gitarre) und Johannes Paul Gräßer (Geige). Der Künstler Bernd Zeller wird am Freitag ebenfalls in Greiz sein.

Kommentar

Immer die falsche Zeit

Von Katja Grieser

Sonnabends um 11 Uhr eine Ausstellung zu eröffnen, ist eine denkbar ungünstige Zeit. Das musste sich Sommerpalais- Leiterin Eva-Maria von Mariassy über die Jahre immer wieder anhören. Also hat sie gehandelt und eröffnet die neue Schau nun am Freitag um 17 Uhr. Ein Angebot für die Kritiker und im Hinblick auf Familienfreundlichkeit tatsächlich der bessere Termin. Sollte man meinen. Doch das sehen offenbar einige Sommerpalais- Stammgäste anders. Denn schon wieder hagelt es Kritik, der neue Vernissage- Termin passt eben nicht in jeden Terminkalender. Von Mariassy nimmt es gelassen, will es erst einmal mit dem Freitag als Eröffnungstag versuchen. Es wird jedoch egal sein, an welchem Tag künftig der Startschuss für die Ausstellungen gegeben wird. Irgendjemand wird sich immer an dem Termin stören, es wird nie der „richtige“ sein. Doch man wird sich dran gewöhnen - mit der Zeit.


20. Mai 2010 /OTZ

Krankorbfahren und klassische Musik

Ketzels Mühle lädt zu Pfingsten an die Göltzschtalbrücke ein

Ketzels Mühle zeigt Mühlentechnik vergangener Tage und eine Ausstellung zur Geschichte der Göltzschtalbrücke.
Ketzels Mühle zeigt Mühlentechnik vergangener Tage und
eine Ausstellung zur Geschichte der Göltzschtalbrücke.
Einen tollen Blick auf das eingerüstete Wahrzeichen des Vogtlandes bietet das Krankorbfahren am Pfingstmontag.
Einen tollen Blick auf das eingerüstete Wahrzeichen des
Vogtlandes bietet das Krankorbfahren am Pfingstmontag.

Netzschkau (OTZ).

Die altehrwürdige Göltzschtalbrücke im Stahlkorsett? Viele Interessierte lockt das mächtige Gerüst am Wahrzeichen des Vogtlandes, das für die Streckenelektrifizierung der Bahnstrücke Reichenbach-Hof benötigt wird, ins Göltzschtal. Auch Andreas Ketzel, Inhaber von Ketzels Mühle, ist begeistert vom größten Gerüst, das an der 160-jährigen Brücke je gestellt wurde. Inzwischen ist das 800-Tonnen-Stahlstangen-Gerüst auch so gut wie fertig. Bisher hat zwar das unterkühlte Wetter nicht gerade zu Besucheransturm geführt, aber zu Pfingsten erwarten Ketzels mit gutem Ausflugswetter durchaus regen Betrieb im Gelände. Einige Angebote dafür stehen parat: Täglich von 9 bis 17 Uhr ist die Dauerausstellung zur Mühlentechnik in Ketzels Mühle, aber auch die sehenswerte Schau zur Göltzschtalbrücke, die anlässlich des 150. Jahrestages der Grundsteinlegung eröffnet worden ist, zu sehen. Der Besucher erfährt von der Grundsteinlegung am 31. Mai 1846 über die Einweihung am 15. Juli 1851 viel Wissenswertes über die Göltzschtalbrücke, die einst 6,6 Millionen Goldmark an Baukosten verschlungen haben soll. In dem 78 Meter hohen und 574 Meter langen Bauwerk stecken über 26 Millionen Ziegel. 81 Brückenbogen sorgen für die uberaus beeindruckende Optik, die allein schon immer wieder einen Ausflug wert sind. Für gastronomische Betreuung der Ausflügler sorgt die kleine Gaststätte vor Ort. Am Pfingstsonntag wird eine Tradition fortgesetzt, die vielen Musikfreunden schon ans Herz gewachsen ist. Es erklingt das diesjährige elfte Mühlenkonzert in der Ketzels Mühle an der Göltzschtalbrücke. Ab 17 Uhr sind interessierte Besucher eingeladen dem Quartett 21 der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach zu lauschen. Gespielt werden Werke von Dvorak, Mozart, Puccini und Rachmaninov. Und am Pfingstmontag geht es für Neugierige hoch hinaus: Die Greizer Firma Held bietet an der Göltzschtalbrücke ihre beliebten Krankorbfahrten an, sodass die ganze Familie einen herrlichen Blick aus ungewöhnlicher Perspektive auf das Wahrzeichen des Vogtlandes werfen kann. Darüber hinaus lädt Frau Müller aus Auerbach alle jungen Besucher an ihre beliebte Bastelstraße ein. Andreas Ketzel hofft auf sonniges Pfingstwetter und viele Ausflügler und lädt alle herzlich auf einen Abstecher ins Göltzschtal ein. Im Juli dieses Jahres soll übrigens der feierliche Startschuss für die Baumaßnahmen zur Elektrifizierung der Bahnstrecke Reichenbach-Hof fallen. Mit einem Fest an der Göltzschtalbrücke soll das 112-Millionen-Euro-Vorhaben seinen Auftakt erleben. 2011 wird das Gerüst an der Brücke dann die Seite wechseln müssen.


20. Mai 2010 /OTZ

Fuchsbandwurm birgt Gefahr für Menschen

Obst und Gemüse vor Verzehr waschen

Greiz (OTZ).

Da in den letzten Jahren der Bestand an Füchsen vor allem in unmittelbarer Nachbarschaft zum Menschen stark angewachsen ist, wächst in der Bevölkerung die Besorgnis, sich mit den kleinen Fuchsbandwurm anzustecken. Im Landkreis Greiz wurden 2009 45 Füchse untersucht, davon waren elf Füchse mit dem Bandwurm befallen. Das entspricht einer Befallsrate von 24,4 Prozent, im Jahr 2008 waren es 41,5 Prozent. Der kleine Fuchsbandwurm ist ein Parasit, der für den Menschen lebensgefährlich sein kann. Der reife Wurm lebt im Darm des Fuchses - selten auch bei Hund und Katze. Die Eier gelangen mit dem Kot der Tiere ins Freie. Sie werden mit der Nahrung durch Zwischenwirte wie Nagetiere oder andere Kleinsäuger aufgenommen und entwickeln sich in ihnen zu Bandwurmfinnen. Werden diese infizierten Nagetiere von Füchsen, Hunden und Katzen gefressen, wird aus der Finne in diesen Tieren ein Bandwurm. Der Mensch infiziert sich durch den Verzehr von rohen, bodennahen Früchten und Gemüse oder durch den Kontakt mit dem Fell oder dem Kot von infizierten Füchsen, Hunden oder Katzen. Da der Mensch kein natürlicher Zwischenwirt ist, führt nicht jede Aufnahme von Bandwurmeiern automatisch zur Infektion. Das Risiko ist relativ gering, nur zehn Prozent der Infizierten erkranken tatsächlich. Wer sich vor der Aufnahme von Bandwurmeiern schützen will, sollte Salat, Früchte und Gemüse aus der Natur vor dem Verzehr gründlich waschen. Gekochtes Gemüse, eingemachtes Obst, Marmelade sind unbedenklich, da eine Erhitzung auf über 60 Grad Celsius zur Abtötung der Eier genügt. Durch Einfrieren oder Behandlung mit üblichen Desinfektionsmitteln werden die Bandwurmeier jedoch nicht inaktiviert. Hunde oder Katzen können eine Infektionsquelle darstellen, wenn sie im Freiland Mäuse fressen. Solche Tiere sollten regelmäßig gegen Bandwurmbefall behandelt werden. Beim Menschen kann die Zeit bis zum Auftreten erster Anzeichen von mehreren Monaten bis zu vielen Jahren umfassen.Treten Symptome auf, so sind es Beschwerden, wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Druckgefühl und Schmerzen im Bauchraum. Ohne Behandlung würde das Einwachsen des Parasiten in das Lebergewebe zum Tod führen. Eine operative Entfernung verspricht nur im Frühstadium nachhaltigen Erfolg. Es stehen Medikamente zur Verfügung, die bei langfristiger Anwendung ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern.

Für Fragen zur Problematik stehen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, Tel.: (03661) 87 65 10 und des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, Tel.: (036628) 4 71 08 zur Verfügung.


20. Mai 2010 /OTZ

Bühnentauglicher Fallada gesucht

Anke Hartmanns „Gänsemagd“ verwandelt das Obere Schloss zum Park- und Stadtfest in ein Theaterschloss

Anke Hartmann und ihre Theatertruppe, hier Prinz (Kevin Popp)
und Prinzessin ( Tina Weidhaas) proben auf der Schlosshofbühne
„Die Gänsemagd“.
Fotos: OTZ/Kathrin Schulz

Von Kathrin Schulz Greiz.

„Sag ihr mal, dass sie eine Gans ist. Sei empört und beleidigt!“ Anke Hartmanns Anweisungen an Laura und Elric, die am Sonnabend bei gänsehautverdächtigen 5 Grad auf der Hofbühne des Oberen Schlosses das Gänsepaar Laurine und Laurentius geben, sind einprägsam und genau. Die Regisseurin zeigt ihren Darstellern gleich selbst, was sie meint. „Da muss mehr kommen, das will ich noch sehen“- ein Satz, der während der knapp zweistündigen Probe auf dem Schlosshof an diesem Nachmittag noch des Öfteren fällt. Zwei Wochen noch, dann müssen die Rollen textbuchfrei sitzen, setzt die Regisseurin aus Leidenschaft ihrer Truppe das nächste Ziel. Der Countdown für die „Gänsemagd“ läuft: Die erste Aufführung auf der Bühne des Oberen Schlosses, mit der die Schlosshofspiele aus den 50-ziger Jahren wiederbelebt werden sollen, ist im Programm des diesjährigen Park- und Schlossfestes verankert und gehört zu den Konzeptsäulen für die kurzzeitige Verwandlung des Wahrzeichens der Stadt in ein Theaterschloss. Am 19. Juni, um 10 Uhr geht der Vorhang auf. Mitte März begann die neunköpfige Schauspieler-Truppe im Theater der Stadt zu proben. Sowohl der Förderverein des Theaters als auch der neu gegründete Förderverein Oberes Schloss unterstützen das Projekt zur Wiederbelebung der Schlosshoffestspiele - eine gute Variante, frischen Wind in alte Gemäuer zu bringen. Im April begannen die Proben im Schlosshof, bei Regen auch im Marstall. „Über die Hälfte steht fest. Die Szenen sind zum Feinschliff bereit“, erklärt Anke Hartmann, während sie Rebecca Ringel, die die Magd und falsche Prinzessin spielt, erklärt, wie sie Tina Weidhaas in der Rolle der Prinzessin Valentine am besten drangsaliert: „Zieh sie am Zopf. Das ist schön brutal.“ „Die Gänsemagd ist ideal für diese wunderbare Kulisse“, schwärmt Anke Hartmann, die das Textbuch für die Aufführung des Märchenklassikers schrieb. „Der Fallada passt einfach aufs Schloss“, ist sie sicher. Und weiß mit Schauspieler-Routinier Wilfried Pucher, der die Rolle des Königs übernahm, einen Meister an ihrer Seite. Das reduzierte Bühnenbild auf der Natursteinbühne des Schlosshofes ist eine Herausforderung an die Darsteller, durch gutes Spiel in die Bilder einzutauchen, erläutert die Regisseurin weiter. Um einige Szenen kreisen noch ihre Gedanken: Die kleine „Gänseherde“, die noch aus Grundschülern für das Stück zusammengestellt werden soll, wird das Spiel mit Kürtchens Hut gestalten. Aber wie? Und das treue Pferd der Prinzessin, Fallada, ist für die Schlosshof-Aufführung noch nicht engagiert. Dafür sucht Anke Hartmann noch ein liebes, geduldiges Tier. Wer kann helfen? Zu einer ersten Kostümprobe hatte Sabine Petri am Sonnabend einen kleinen Fundus dabei. Als Mittelalterfan hatte sich die Greizerin zunächst selbst Kostüme für Feste und Märkte genäht. Im vorigen Jahr stand sie Anke Hartmann mit den Kostümen zum Weihnachtsmärchen „Der Froschkönig“ zur Seite. „Zwei Drittel der Kostüme dafür hat Sabine Petri genäht“, freut sich die Regisseurin über die ideenreiche Mitstreiterin, deren erste Arbeiten bereits erahnen lassen, dass auch die Gänsemagd gut eingekleidet auf der Bühne erscheinen wird. Gemeinsam mit Sonja Riedel und Sylvia Zeiner von der Requisite, die gegenwärtig noch auf das Pferd warten, um den modellierten Pferdekopf mit der richtigen Farbgebung zu versehen, werden Regisseurin und Kostümbildnerin übrigens auch den Hofstaat im Märchen mit verkörpern. Um die Aufführung auch finanziell unter Dach und Fach zu bringen, werden noch Sponsoren gesucht, deren Namen sich - wenn gewünscht - übrigens stilsicher auf mittelalterlichen Fahnen in der Kulisse wiederfinden lassen.

Die Darsteller

.. Prinzessin Tina Weidhaas
.. Prinz Kevin Popp
.. Magd Magda Rebecca Ringel
.. der Hofstaat
.. Gans Laurine Laura Riedel
.. Gans Laurentius Sascha Weidhaas
.. König Wilfried Pucher
.. eine kleine Gänseherde
.. Königinmutter Petra Walther
.. Kürtchen Till Hartmann
.. Knecht Elric Popp
.. das Pferd Fallada


20. Mai 2010 /OTZ

Historische Park-Bilder gefragt

Peter Orth, Mario Walther, Christian Stark, Pia Büttner und Helmut Wiegel (von links) beim Rundgang durch den Greizer Park während der jüngsten Vorstandssitzung des Freundeskreises Greizer Park.
Peter Orth, Mario Walther, Christian Stark, Pia Büttner und
Helmut Wiegel (von links) beim Rundgang durch den Greizer Park
während der jüngsten Vorstandssitzung des Freundeskreises
Greizer Park.
Foto: Hans Georg Proeckl

Freundeskreis des Greizer Parkes will historisches Wissen um Park erweitern

Greiz (OTZ).

Der Freundeskreis Greizer Park ist auf Mithilfe der Greizer angewiesen. Denn bedauerlicher Weise gibt es aus der Frühzeit des Parkes kaum Bilder, Zeichnungen, Aquarelle oder Ähnliches. Der Vorstand des Freundeskreises bittet alle Greizer und Parkfreunde, in ihren privaten Sammlungen nach solchen Bildern zu fahnden. Auf diese Weise soll das historische Wissen um den Park erweitert werden. Der Freundeskreis plant, von den Bildern Kopien anzufertigen und die Originale dem Eigentümer zurück zu geben. In der vergangenen Woche traf sich der Vorstand zu seiner turnusmäßigen Sitzung. Dieses Treffen fand im Greizer Park statt. Die Mitglieder des Vorstandes wollten sich einen Überblick über die Entstehung des Parkes sowie über aktuelle Probleme verschaffen. Mit dabei waren Pia Büttner, Schlossverwalterin im Sommerpalais, sowie Helmut Wiegel, beauftragter Landschaftsarchitekt für den Greizer Park. Wiegel stellte die einzelnen Entwicklungsschritte vom Barockgarten bis zum heutigen Landschaftspark anhand von Plänen und Skizzen dar. Vom Sommerpalais über das Pinetum (Sammlung exotischer Gehölze) bis zum Ufer des Parksees sowie zum neu gestalteten Parkeingang führte der Weg. Aber auch die derzeitige Pflegesituation wurde besprochen. Man war sich einig, dass die Pflege nicht ausreicht und die angekündigten eigenen „Parkgärtner“ schnellstens zum Einsatz kommen müssen. Leider wird das erst im zweiten Halbjahr soweit sein. Weiterhin nahm das Thema Ordnung und Sicherheit einen breiten Raum bei der Begehung ein. Selbst während der Parkführung stießen Unbekannte Absperrungen um und beseitigten Warnschilder. Hier waren sich alle einig, dass auch das Engagement der Bürger gefragt ist, denn wer lässt sich, ohne einzugreifen, seine gute Stube zerstören.

Mit dem Verein kann per E-Mail parkfreunde-greiz@web.de oder per Post über das Postfach PF 1161, 07961 Greiz Kontakt aufgenommen werden.


20. Mai 2010 /OTZ

Leserbriefe

Freundetag der Kinderhilfe

Kürzlich fand in Kahmer im Vereinsraum der Kinderhilfe Westafrika der gut besuchte zweite Freundetag statt. Vorsitzender Torsten Krauße gab einen Rückblick über die geleistete Arbeit in 2009. Danach berichtete Thomas Walter über die im Februar stattgefundene Reise von drei Vereinsmitgliedern nach Ghana und Burkina Faso. In Ghana sind nun seit einem halben Jahr die ersten zwei Freiwilligen im Einsatz. Michael und Martina Vogel berichteten von Ihrer Arbeit in einer Schule als IT-Lehrer und als Helfer bei Kursen für Frauen im Busch. Auch in Burkina Faso geht die Arbeit voran. Die während des Besuches installierte Tröpfchenbewässerungsanlage wird dem Ausbildungszentrum eine Hilfe zur Selbsthilfe und den Mädchen ein neues Unterrichtsfach - Gartenbau - bieten. Als Höhepunkt des Freundetages wurde der vor kurzem entstandene Film über die Arbeit der Kinderhilfe gezeigt der am 19. Juni gekürzt auch auf ZDF-Info zu sehen sein wird.

Torsten Krauße, Kahmer


Für den Ernstfall geprobt

Mit einem positiven Resümee konnte der zweite Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Mohlsdorf abgeschlossen werden. Elf Einsätze absolvierten die Jugendlichen während der 24-stündigen Aktion. Neben einem Mülltonnenbrand, drei Fehleinsätzen und der nächtlichen Suche nach einer vermissten Person mussten ein Verkehrsunfall mit auslaufender Flüssigkeit und ein Brand von Gartenabfällen abgearbeitet werden. Den letzten Einsatz, einen Flächenbrand, wickelten die Floriansjünger vor den Augen Ihrer Eltern und dem Ortsbrandmeister Bernd Peter ab. Dank gilt allen, die an der Organisation dieses großen Projektes beteiligt gewesen sind.

Robert Riedel, Mohlsdorf


Windkraft nicht weiter fördern

Zum Artikel „Machnig macht Wind“, OTZ vom 22. April:

Als Kreisgeschäftsführerin des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft möchte ich aus der Sicht der örtlichen Wirtschaft die Einstellung der Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) zur Windenergie unterstützen. Seit vielen Jahren bemüht sich der Kreisverband, alle Möglichkeiten der Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort über den Einsatz alternativer Energien zu befördern. Die Bauern nutzen Biogasanlagen und Photovoltaik. Seit etwa zwei Jahren existiert das Thüringisch-Vogtländische Kompetenzzentrum Energie, eine Initiative des Regionalmanagements der Region Greiz mit dem BVMW-Kreisverband und Pahren Agrar, um die Kräfte zu bündeln. Dem stehen die Windradaktivitäten mit ihrem unerwünschten Effekt für die Landschaft entgegen. Sie bringen der Wirtschaft der Region nichts, im Gegenteil, die Steuerung der Energiebilanzen werden komplizierter und teurer, die Belastung der Stromverbraucher nimmt zu. Wir appellieren daher daran, den Ausbau der Windkraft nicht weiter voranzutreiben und stattdessen die Verbreitung alternativer Energien zu unterstützen.

Kerstin Kramer, Sirbis


Die Redaktion behält sich das Recht vor, Zuschriften sinnentsprechend zu kürzen oder auszugsweise abzudrucken. Leserbriefe sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Briefe per E-Mail an die Lokalredaktion Greiz bitte an greiz@otz.de.


20. Mai 2010 /OTZ

Junges Greiz

Schule aus - und jetzt?

Am Computer herausfinden, wie die eigene Zukunft aussehen soll, klingt verlockend. Aber was bringen die Internet-Angebote, die versprechen, einem die Entscheidung über das Studienfach abzunehmen oder zumindest zu erleichtern?
Am Computer herausfinden, wie die eigene Zukunft aussehen soll,
klingt verlockend. Aber was bringen die Internet-Angebote, die
versprechen, einem die Entscheidung über das Studienfach ab-
zunehmen oder zumindest zu erleichtern?
Foto: Tobias Schubert

Junges Greiz probiert „self-assessment“-Tests im Internet - Helfen sie bei der Studienwahl?

Von Tobias Schubert Greiz.

Das Abitur ist vorbei, der Schulabschluss da, aber was nun? Studieren vielleicht, aber was? Gerade in den letzten Jahren hat die Zahl derer, die nach einigen oder vielen Semestern die Studienrichtung - teils um 180 Grad - wechselten, stark zugenommen. Abhilfe versprechen Tests im Internet, die durch die Beantwortung von Fragen Stärken und Schwächen der Bewerber herausfinden und so eine Studienempfehlung geben wollen. Doch was taugen diese Tests? Wir haben uns einige angesehen. Der erste Haken an allen so genannten „self assessment“- Tests kommt gleich zu Beginn. Bisher gibt es kaum fächerübergreifende. Und die, die es gibt, sind eigentlich unnötig - zum Beispiel der der Uni Saarland. Dieser erstellt anhand der Bewertung persönlicher Vorlieben und Abneigungen ein Benutzerprofil, macht sich aber eigentlich selbst überflüssig. Wenn man etwa angibt, dass einen geschichtliche Zusammenhänge „sehr interessieren“, so wird einem die spätere Einschätzung, dass man vielleicht etwas in Richtung Sozial- oder Geschichtswissenschaften studieren sollte, kaum überraschen. Die einzige Alternative ist, dass man sich zumindest in groben Zügen bereits klar ist, in welche Richtung das zukünftige Studium gehen soll. Oder man probiert alle verschiedenen Studiengebiete durch, wofür man aber eine Menge Zeit mitbringen sollte. Da es einen solchen Test für Thüringen nicht gibt, kann man den an sich sehr guten des Bundes norddeutscher Universitäten nutzen. Doch die obige Warnung sollte unbedingt ernst genommen werden. Allein der Unterbereich „Textverständnis“ des Gebiets „Sprach- und Geisteswissenschaften“ braucht knapp 30 Minuten, wenn man ihn ernsthaft durchführt. Man arbeitet sich durch stetig abstraktere Texte, welche vom Layout immer komplizierter werden - Absätze fallen weg, Sätze werden länger - um danach anhand von Beispielen die Frage zu beantworten, ob sich eine bestimmte Aussage aus dem Text erschließen lässt. Nimmt man dann noch den flimmernden Computerbildschirm hinzu, so sind schon jetzt Kopfschmerzen vorprogrammiert und es ist trotzdem erst eine von sieben Abteilungen geschafft - es folgen unter anderem noch Lückentexte und überaus harte Gedächtnisaufgaben. Ganz zu schweigen von den anderen fünf Studienrichtungen. Zwar kann man zwischen den einzelnen Abschnitten pausieren, auf 90 bis 120 Minuten konzentrierte Arbeit pro Test sollte man sich aber dennoch einstellen. Wie also soll man die „selfassessments“ im Gesamten bewerten? Taugen sie etwas für die Studienwahl? Wenn man keine Ahnung hat, was man studieren will oder wo die eigenen Stärken liegen, dann bringen auch diese Tests nichts. Denn: Einer, der anhand praktischer Anwendungsaufgaben eine Empfehlung aus dem gesamten Studienfachangebot abgibt, ist bisher nicht vorhanden. Will man aber wissen, ob ein ausgewähltes oder begonnenes Studium den eigenen Fähigkeiten entspricht oder wo man noch nachbessern könnte, so ist gerade der Test der norddeutschen Unis hilfreich, weil hier neben der Überprüfung der Fähigkeiten auch ein Vergleich mit anderen Probanden hinzukommt. Abgenommen wird einem die Entscheidung nicht.

Den Test der norddeutschen Unis gibt es (nach Anmeldung) unter www.selfassessment. uni-nordverbund.de

Zum Denken nicht geeignet: Iron Man 2

Nach dem Überraschungserfolg von „Iron Man“ im Sommer 2008 ließen die Arbeiten an der Fortsetzung nicht lange auf sich warten. Darin wird die Luft für Lebemann, Milliardär und geläuterten Waffenhändler Tony Stark (Robert Downey Jr.) nach seinem typisch amerikanischen, mit viel Fähnchen und Glitterregen inszenierten Coming Out als Iron Man dünn. Bösewicht Ivan Vanko (Mickey Rourke) will seinen Vater rächen, den Papa Stark einst nach Sibirien abschieben ließ. Verteidigungsministerium und Presse wollen hinter die Technologie von Tonys metallener Superwaffe. Zu allem Übel vergiftet deren Herzstück - der energieliefernde Palladium- Kern - das Blut seines Erfinders systematisch. Hat Regisseur Jon Favreau in Teil eins den Drehbuchschreibern noch den Hauch einer Existenz gewährt, passt die Handlung von Teil zwei auf den Abriss einer Kinokarte. Die coole Entspanntheit seines Vorgängers kann aber auch Iron Man 2 aufweisen, dazu wird wieder in Millionen-Dimensionen effektreich geflogen und gekämpft. Die Darsteller-Riege hätte auch ohne Rourke und Scarlett Johansson, die im engen Lederanzug in erster Linie lasziv die Lippen zu schürzen hat, funktioniert. Zwar ist der Charme von Iron Man nicht mehr so taufrisch wie vor zwei Jahren, doch mit dem Prädikat „Zum Denken nicht geeignet“ hat der geneigte Actionfan trotzdem viel Spaß.

Susann Grunert (27), Gera
Zu sehen in Greiz und Zeulenroda.

Studienplatz in der Tasche, jedoch keine Kohle

Julia Horn schaut nach Wohnungsangeboten an der „Infotheke“ des Studentenwerks auf dem Ernst-Abbe-Campus in Jena. Schwierig kann sich die Wohnungssuche gestalten, wenn man nicht das nötige Kleingeld in der Tasche hat.
Julia Horn schaut nach Wohnungsangeboten an der „Infotheke“
des Studentenwerks auf dem Ernst-Abbe-Campus in Jena.
Schwierig kann sich die Wohnungssuche gestalten, wenn man nicht
das nötige Kleingeld in der Tasche hat.
Archivfoto: OTZ/Lutz Prager

Wie junge Leute an Geld für ihre Ausbildung kommen - Bafög und andere Förderquellen

Von Katja Grieser Greiz.

Wenn außer dem Studien- und Ausbildungsplatz nicht viel mehr in der Tasche ist, heißt es für junge Leute: Die Suche nach Geldquellen beginnt. Übersichtlich sind da die Möglichkeiten für Studenten. Geläufig ist das Bafög, also die Zuschüsse nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz. Entsprechende Anträge sind beim zuständigen Amt für Ausbildung bzw. beim Studentenwerk der besuchten Hochschule zu stellen. Per Mausklick lässt sich der Ansprechpartner leicht heraus finden. Kleiner Tipp: Der Antrag sollte rechtzeitig gestellt werden, denn Bafög wird frühestens vom Beginn des Antragsmonats gezahlt, nicht rückwirkend. Etwas mehr Spielraum haben die Berufsakademie-Studenten, die in der Regel einen Vertrag mit einer Firma haben. Und von der bekommen die jungen Leute normalerweise auch Geld. Das Studium an staatlichen Berufsakademien wie der in Gera ist kostenfrei. Mehr sprudelt für Studenten aus Förderquellen nicht heraus. Sie können jetzt nur noch Eltern oder Großeltern anzapfen, sich einen Nebenjob suchen oder versuchen, ein Stipendium zu ergattern. Für Auszubildende sieht es da rosiger aus. Die Bundesagentur für Arbeit zahlt beispielsweise für eine Erstausbildung eine Berufsausbildungsbeihilfe. Voraussetzung ist, dass der Jugendliche außerhalb der elterlichen Wohnung wohnt, beispielsweise weil der Ausbildungsbetrieb in einer anderen Stadt ist. Allerdings wird hier auch darauf geschaut, wie viel die Eltern verdienen und das Lehrlingsgeld wird darüber hinaus gegengerechnet. Es gibt aber auch ausbildungsbegleitende Hilfen. Diese können sowohl vom Jugendlichen, als auch vom Ausbildungsbetrieb beantragt werden. Die Hilfen sollen junge Leute unterstützen, die Probleme in der Berufsschule oder im sozialen Umfeld haben. Dazu zählt, wer Nachhilfe oder eine besondere sozialpädagogische Begleitung benötigt, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Die Förderung wird am Einzelfall ausgerichtet und kann vom ersten bis zum letzten Tag der Ausbildung gewährt werden. Für Bewerber, die Probleme haben, einen Ausbildungsplatz zu finden und selbst bei der „Nachvermittlung“ durch die Arbeitsagentur ohne Lehrstelle dastehen, gibt es einen Strohhalm. Damit die jungen Leute ins Berufsleben reinschnuppern können, gibt es ein Programm, bei dem sowohl das jeweilige Unternehmen als auch der Jugendliche gefördert wird. Firmen soll es so leichter gemacht werden, einen möglichen künftigen Azubi in der Praxis kennen zu lernen. Der Jugendliche bekommt als kleine Ausbildungsvergütung immerhin 212 Euro monatlich.
www.arbeitsagentur.de

Vom Flüggewerden

Von Katja Grieser

Die meisten Jugendlichen können es kaum erwarten, endlich erwachsen zu sein. Es ist ja auch klasse, wenn man nicht mehr Mami oder Papi betteln muss, wenn man einen Kumpel oder die Freundin in einer anderen Stadt besuchen will. Man setzt sich einfach ins Auto und düst allein los. Doch leider hat das Flüggewerden auch seine, sagen wir mal, anstrengenden Seiten. Wer in der Erwachsenenwelt ernst genommen werden will, muss damit rechnen, dass das auch wirklich passiert. Und dann kommen unweigerlich die Fragen: Womit willst Du Dein Geld verdienen? Hast Du Dich schon um eine Ausbildungsstelle gekümmert? Wie bezahle ich als Student die Wohnung? Klar ist es anstrengend, wenn man sich mit solchen Problemen herumschlagen muss. Zum Glück muss man da aber nicht allein durch. Familie und Freunde können helfen, doch auch von „offizieller Seite“ wie der Arbeitsagentur kann man Unterstützung erwarten. Auch das Internet kann die eine oder andere Hilfe bieten. Gilt es nur noch herauszufinden, welche Variante einem am meisten liegt. Dabei kann einem wiederum keiner helfen. Und genau das ist das Schöne am Erwachsenwerden - sich in allen Bereichen auszuprobieren, kann viel Spaß machen.
Mail: greiz@otz.de

Bücher als Leidenschaft
Bianca Kötter (20), derzeit im Sommerpalais
Ich mache gerade mein Freiwilliges Kulturelles Jahr im Sommerpalais und habe jetzt einen Ausbildungsplatz in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig bekommen. Mit Büchern zu arbeiten, ist mein Traum. Es gab noch 144 weitere Bewerber und sie haben mich genommen. Darauf bin ich auf jeden Fall stolz. Nach dem Bewerbungsgespräch habe ich zwar gedacht: „Oh Gott, was habe ich nur gesagt.“ Ich war sehr aufgeregt. Nun werde ich Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek. Klasse.

Was sagst Du zu Greiz?
Elias Amler (12), Schüler
Ich, als gebürtiger Greizer, interessiere mich vor allem für die Geschichte der Stadt. So habe ich schon Führungen auf dem Oberen Schloss mitgemacht. Aber auch das Untere Schloss oder die Fürstenlinien sind spannend. Dann gefällt mir natürlich die Musikschule „Bernhard Stavenhagen“. Schon bevor ich in die Schule kam, lernte ich dort Trompete zu spielen. Greiz ist halt nicht so sehr groß. Doch mit Trompetenunterricht und Bläsergruppe, in der ich auch spiele, bleibt neben Schule und Hausaufgaben sowieso nicht so viel Zeit für andere Sachen.


20. Mai 2010 /OTZ

Leicht dezimierte Top Thüringer

Bianca Kötter, die im Greizer Sommerpalais ihr Freiwilliges Kulturelles Jahr absolviert, präsentiert Bernd Zellers „Richard Wagner mit Walküre“.
Bianca Kötter, die im Greizer Sommerpalais ihr Freiwilliges
Kulturelles Jahr absolviert, präsentiert Bernd Zellers
„Richard Wagner mit Walküre“.
Foto: OTZ/Christian Freund

Karikaturist Bernd Zeller zeigt ab Freitag im Greizer Sommerpalais satirische Porträts

Von OTZ-Redakteurin Katja Grieser Greiz.

Auch wenn die Ausstellung mit satirischen Porträts von Bernd Zeller, die am Freitag im Sommerpalais Greiz eröffnet wird, „125 Top Thüringer“ heißt, wird der Betrachter über Nummer 123 nicht hinaus kommen. Ein Bild hat der Künstler selbst zerrissen, nachdem ihm bekannt geworden ist, dass der von ihm gezeichnete Fußballer Kumbela seine Frau geschlagen hat. Das Bild einer namenlosen Schülerin hat Zeller jener geschenkt, so dass das Sommerpalais nur die Kopie hat. Und die, so Leiterin Eva-Maria von Mariassy, wird nicht gezeigt. Es sind also nur 123 Top Thüringer von den 125 im dazu gehörigen Buch übrig geblieben. Wobei Thüringer ein sehr dehnbarer Begriff zu sein scheint. Denn unter anderem findet sich auch Napoleon unter den satirischen Porträts. Aber es sind auch zahlreiche waschechte Thüringer wie Gunther Emmerlich, Otto Dix, Dieter Althaus, Carl Zeiss, Wolfgang Tiefensee oder Ute Freudenberg dabei, die Bernd Zeller leicht überzeichnet darstellt. Zeller-Fans dürfte dabei jedoch die dem Künstler zugeschriebene Bissigkeit etwas fehlen. Unterhaltsam sind die Porträts trotzdem, auch wenn die Motive ein wenig wahllos ausgesucht erscheinen. Die Arbeiten gehören inzwischen dem Sommerpalais, denn nachdem der Jenaer die Porträts im Landtag in Erfurt gezeigt hat, schenkte er sie dem Greizer Satiricum. Die Schau ist bis 15. August in Greiz zu sehen.


20. Mai 2010 /OTZ

Loch von 400000 Euro klafft im Nachtragshaushalt von Zeulenroda-Triebes

Idyllisches Zeulenroda-Triebes - Doch ein Riesenloch klafft im Stadtsäckel. 400000 Euro brauchts noch im Nachtragshaushalt - Thema im Stadtrat.
Idyllisches Zeulenroda-Triebes - Doch ein Riesenloch klafft im
Stadtsäckel. 400000 Euro brauchts noch im Nachtragshaushalt
- Thema im Stadtrat.

Der Stadtrat in Zeuleroda-Triebes hat Sorgen. Ein Riesenloch klafft im Nachtragshaushalt. Einnahmeverluste bei Schlüsselzuweisungen zwingen zu neuem Nachdenken. Auch die freiwilligen Leistungen müssen auf den Prüfstand. Es ist Sparen angesagt - und das könnte wirklich schmerzen.

Steffen Beikirch / 20.05.10 / OTZ

Zeulenroda-Triebes. Weder eine Beschlussvorlage noch den üblichen Packen Papier bekam der Stadtrat gestern Abend in Sachen Nachtragshaushalt vorgelegt. Die Verwaltung konnte nur einen "Erarbeitungsstand" bieten. Kernaussage: Es klafft noch eine Deckungslücke von rund 400 000 Euro. Die finanzielle Lage ist offenbar so kompliziert, dass ein Etat-Ausgleich noch nicht möglich war. Es fällt immer schwerer, die bestehenden Löcher zu stopfen, begründete Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU). Kurz darauf wurde er deutlicher: "Wir sind an einem Punkt, wo wir wirklich Fundamente angreifen müssen." Da die Einnahmeseite ausgereizt ist, können nur weitere Sparmaßnahmen helfen. Die Verwaltung habe bereits ein riesiges Paket an Ausgabenkürzungen verkraften müssen, betonte Steinwachs. Trotzdem fehlen allein im Verwaltungshaushalt rund 366 000 Euro. In den nächsten drei Wochen sollen nochmal alle Kostenstellen auf Potenziale durchforstet werden. Was dennoch kaum reichen dürfte. So wurde gestern ein Antrag der CDU-Fraktion einstimmig angenommen. Er sieht vor, alle freiwilligen Leistungen und die Fördermittelzahlungen an Vereine und Verbände "einer kritischen Bewertung und Einordnung zu unterziehen". Dazu soll die Stadtverwaltung bis Monatsende auflisten, wer aktuell wie viel Zuschuss bekommt und wo langfristige Verträge eingegangen worden sind. Anhand dieser Tabelle wollen die Fraktionschefs dann voraussichtlich Mitte Juni Sparvorschläge mit dem Bürgermeister erarbeiten. Am meisten schmerzen die Einnahmeverluste bei den Schlüsselzuweisungen vom Land. Hier kommen fast 830 000 Euro weniger als im ursprünglichen Haushaltsansatz erwartet. Im Gegenzug verschaffen die Steuereinnahmen etwas Linderung. 118 800 Euro mehr Einkommenssteuer, 51 000 Euro mehr Gewerbesteuer und 25 000 Euro mehr Grundsteuer B sind dennoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch die Personalausgaben haben sich noch nicht so entwickelt, wie man es sich wünschte, räumte der Bürgermeister ein. Er begründete dies damit, dass man erst den 30. Juni als Stichtag für die geänderten Arbeitsverträge anvisiert habe. Im Folgejahr und bis Ende 2012 würden dann die Einsparungen in der gewünschten Höhe greifen. Im Vermögenshaushalt konstatierte Steinwachs ebenfalls gravierende Einschnitte. So habe man inzwischen eine definitive Absage für die Förderung der Friedrich-Ebert-Straße erhalten. Das Ausbauvorhaben kalkuliert mit fast 650 000 Euro ist deshalb für 2010 gestrichen.
Die Vorlage des 1. Nachtragshaushaltes ist nun im Stadtrat am 23. Juni geplant.


20. Mai 2010 /OTZ

Dynamo Dresden zum Fußball-Jubiläum in Pausa zu Gast

Eduard Geyer, letzter Trainer der DDR-Fußball-Nationalmannschaft und einst bei Dynamo Dresden aktiv.
Eduard Geyer, letzter Trainer der DDR-Fußball-Nationalmann-
schaft und einst bei Dynamo Dresden aktiv.

Die SG Dynamo Dresden kommt am Sonntag, dem 20. Juni ins Vogtland. Genauer die Traditionsmannschaft ist an diesem Tag zum Jubiläum 100 Jahre Fußball in Pausa zu Gast.

Jürgen Stefaniak / 20.05.10 / OTZ

Pausa. Sie wird mit einem Spiel gegen die Alt-Herrenmannschaft des VfB Pausa den sanierten Sportplatz einweihen. 15.30 Uhr erfolgt der Ehren-Anstoß, den Trainer Eduard Geyer und Pausas Bürgermeister Jonny Ansorge ausführen. "Wer im einzelnen im Dresdner Kader stehen wird, ist derzeit noch ungewiss," erklärte Frank Olzscha, einer der vier Personen im Vorbereitungskomitee. In der Teamliste der Dynamo-Traditionsmannschaft stehen bekannte ehemaliger Oberliga- und Nationalspieler wie Claus Boden, Hans-Jürgen Dörner, Matthias Döschner, Frank Ganzera, Torsten Gütschow, Reinhard Häfner, Gert Weber, Hartmut Schade, Ulf Kirsten, Frank Lippmann, Ralf Minge oder der aktuelle Dynamo-Trainer Matthias Mauksch. Gespielt werden soll zweimal 40 Minuten. Als Schiedsrichter wird der EX-FIFA-Referee Adolf Prokop (Erfurt) agieren. Er wird an den Linien vom Plauener Holger Korschelt und Günter Hoyer aus Zeulenroda unterstützt. Vorerst siebzehn Namen enthält das Pausaer AH-Team. Hier soll Jürgen Voigt das Tor hüten. Weiterhin nannte Mannschaftsleiter Uli Flöter Namen wie Joachim Höfer, Dieter Lippert, Jens Reinhold, Jens Glintschert oder Paul Georgi, die für die Gastgeber auflaufen könnten. "Wir haben zudem ein unterhaltsames Programm rund um das Spiel aufgestellt", erklärte der Ebersgrüner Reiner Metz, der zum Vorbereitungsteam gehört. In der Halbzeitpause wird es Sieben- und Elfmeterschießen geben. Dazu gibt es eine Verlosung von drei Preisen. Dabei sind zwei Karten für ein Heimspiel des FC Bayern München, ein Wochenende für zwei Personen in Dresden sowie zwei Karten für das Testspiel FC Erzgebirge Aue gegen Schalke 04 im Sommer in Gera zu gewinnen.


20. Mai 2010 /OTZ

Reußengeschichte in Greiz: Mit Napoleon Schonung des Reußenlandes ausgehandelt

Greizer Sommerpalais, die Residenz der Reußen. Um das Fürstenhaus im 19. Jahrhunderts geht es beim Altertumsforschenden Verein Hohenleuben
Greizer Sommerpalais, die Residenz der Reußen. Um das Fürsten-
haus im 19. Jahrhunderts geht es beim Altertumsforschenden
Verein Hohenleuben

Die Greizer Reußen im 19. Jahrhundert sind Thema eines Vortrags von Sven Klein im Altertumsforschenden Verein. Interessantes detail mit weitreichenden Folgen für das Greizer Land waren die Verhandlungen des Fürstenhauses mit Napoleon.

Frank Reinhold / 19.05.10 / OTZ

Hohenleuben. Dem Fürstlichen Haus Reuß Greiz im 19. Jahrhundert war das jüngste Sonntagsgespräch des Hohenleubener Altertumsvereins gewidmet. Sven Klein, ausgewiesen nicht zuletzt durch Monographien zu einzelnen Angehörigen dieses Geschlechts, ließ die politische Umbruchszeit vom Feudalismus zur bürgerlichen Gesellschaft erlebbar werden. Seine Übersicht begann mit Heinrich XI. (1722 - 1800), der als erster Fürst seit 1778 eine neue Ära einleitete. Er ließ umfangreiche Umbauten am Oberen Schloss vornehmen und das Sommerpalais errichten. Heinrich XI. hatte elf Kinder. Die Regentschaft übernahm der in österreichischen Diensten stehende Heinrich XIII. (gestorben 1817), von Kaiser Franz II. zum Generalzeugmeister ernannt. Durch sein diplomatisches Geschick bei Verhandlungen mit Napoleon konnte er für sein Land Schonung und Milderung von Plünderungen erreichen. Obwohl ihm angeboten wurde, in französische Dienste zu treten, bewahrte er als Privatmann Treue zum österreichischen Kaiserhaus. Diese Haltung führte dazu, dass sein Land 1815 auf dem Wiener Kongress eigenständig blieb. Er ließ, teils gegen heftigen Widerstand Greizer Bürger, den Obergreizer Lustgarten zum Park im englischen Stil umbauen. In den Beginn seiner Regierungszeit fällt der verheerende Brand von 1802, in dessen Folge das Untere Schloss errichtet wurde. Sein Bruder Heinrich XIV. (verstorben 1799) war österreichischer Gesandter in Berlin; seine Witwe wurde zur Frau von Eubenberg erhoben und war mit Goethe befreundet. Heinrich XV., ein weiterer Bruder, war etwa Generaladjutant von Kaiser Joseph II., Feldzeugmeister und zuletzt Feldmarschall, kämpfte mit den Habsburgern gegen Napoleon und wurde als Gouverneur von Venedig eingesetzt. Nach dem Tod von Heinrich XIII. übernahm dessen ältester Sohn Heinrich XIX. (1790 - 1836) die Regierungsgeschäfte. In seine Zeit fällt der Zeulenrodaer Stadtbrand von 1818. Er ließ das Gebäude der Hauptwache errichten und die Stadtkirche fertig stellen. Prägend war seine Gattin Gasparine, eine geborene Fürstin von Rohan Rochefort (1799 - 1871), die als Katholikin vor allem durch ihre Wohltätigkeit, so als Schirmherrin des Frauenvereins, Spuren hinterließ. Der frühe Tod Heinrich XIII. und die Tatsache, dass er keinen Sohn hatte, brachte dessen Bruder Heinrich XX. (1794 - 1859) an die Macht. Er war in österreichischen Diensten im Königreich Neapel tätig gewesen und förderte den Ausbau des reußischen Militärwesens. An seine erste Frau Sophie, die 1838 nach nur vierjähriger Ehe kinderlos verstarb, erinnert das Weiße Kreuz auf dem Hirschstein. Die zweite Frau, Caroline von Hessen-Homburg, übernahm 1859 die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn. Mit ihr verbunden sind die Kupferstichsammlung und die Gründung von Carolinenfeld. Ihre Treue zu Österreich brachte Greiz 1866 die Besetzung durch preußische Landwehr; die dem Fürstentum auferlegte Strafe von 10 000 Talern zugunsten des preußischen Invalidenfonds beglich sie zur Hälfte aus ihrem Privatvermögen. Ihr Mann hatte u.a. den Beitritt zur deutschen Münzkonvention (1839), die Aufhebung der Patrimonialgerichtsbarkeit (1841) und der Frondienste (1853) sowie ein Grundsteuergesetz (1857) bewirkt und den Bau der Gasanstalt in die Wege geleitet. Die von ihm 1848 initiierte Verfassung trat erst mit dem Regierungsantritt seines Sohnes Heinrich XXII., der zugleich der letzte regierende Fürst der Älteren Linie war, in Kraft. Unter dessen Regentschaft trat Greiz ins Industriezeitalter ein. Der Greizer Park, der Neubau mehrerer Kirchen und Schulen, die Gründung des Heinrichstifts in Zeulenroda als Kleinkinderbewahranstalt, die Errichtung des Jagdschlosses Ida Waldhaus und des Landkrankenhauses sind Beispiele seines Wirkens. Seine konservative Politik ist ihm zu Lebzeiten zum Vorwurf gemacht worden. Er hatte es aber auch geschafft, dass Reuß Älterer Linie als einziger deutscher Kleinstaat schuldenfrei blieb.


20. Mai 2010 /OTZ

Nachwuchs im Tiergehege Zeulenroda

Mutter Hängebauchschwein hat mit ihren Kindern alle ´Hände`voll zu tun.
Mutter Hängebauchschwein hat mit ihren Kindern alle ´Hände`
voll zu tun.

Es ist nicht nur ein schönes, sondern auch ein interessantes Fleckchen Erde das Zeulenrodaer Tiergehege.

Heidi Henze / 19.05.10 / OTZ

Zeulenroda. Überall gibt es etwas zu sehen, Neues zu entdecken und in vielen Gehegen warten die jüngsten Bewohner darauf, bestaunt zu werden oder gar im Streichelzoo die wohlverdienten Kuschel-Einheiten zu bekommen. Warum also nicht das Pfingstwochenende nutzen, um einen ausgedehnten Spaziergang durch das etwa zehn Hektar große Waldstück zu unternehmen. Am Eingang begrüßt eine Gruppe freundlich schauender Pinguine die Besucher. Wer sich an der kleinen Teichoase etwas Zeit nimmt, der entdeckt auf der Insel eine brütende Wildente und vielleicht späht auch die eine oder andere Schildkröte aus dem Wasser. Auf den Waldwegen, ob zum Denkmal oder zu den Gehegen, überall begegnen einem lustige Holzgesellen. Neben der Feuerstelle am Denkmal tanzt derweilen schon mal Rumpelstilzchen mit der Hexe um die Wette. In Schautafeln, gestaltet vom Förderverein des Tiergeheges, erfährt man jede Menge über heimische Vogelarten und andere Tiere. Während schon Hängebauchschwein "Wilhelmine" und seine Ferkel-Bande sowie Känguru und Emu auf die Besucher warten, sind die Kleinen noch mal schnell zur Klettertour eingeladen. Der Streichelzoo ist stets geöffnet und viele Zicklein freuen sich über eine Streicheleinheit. An den Gehegen von Lama, Tahren, Sikahirschen und Damwild sowie den Volieren von Waschbären und Uhu kann man bequem vorbei schlendern. Dabei sollte man genau hinschauen, denn bei vielen Tieren hat sich in den vergangenen Wochen bereits Nachwuchs eingestellt. Beim Rotwild fünf Kühe mit Hirsch Heinrich II erwartet das Team des Tiergeheges in den nächsten Tagen auch noch Junge. Und wer weiß, vielleicht ist auch ein kleiner Pfingstochse dabei? Die kleinen Besucher sind jeweils am Sonntag und Montag ab 14 Uhr eingeladen, sich auf dem Rücken von Esel Pele durch das Areal tragen zu lassen. Es ist nicht nur ein schönes, sondern auch ein interessantes Fleckchen Erde das Zeulenrodaer Tiergehege.


20. Mai 2010 /OTZ

Pferdesport und Reiterspaß

Pferdesport pur zum Tag der Vereine in Mohlsdorf.
Pferdesport pur zum Tag der Vereine in Mohlsdorf.
Foto: Peter Reichardt

RFV Mohlsdorf veranstaltet zweiten Tag der Vereine

Von Peter Reichardt Mohlsdorf.

Der Wettergott war den Teilnehmern des zweiten Tag der Vereine vom RFV Mohlsdorf am Wochenende nicht wohl gesinnt. So fanden die Wettkämpfe im Gespannfahren und Dressurreiten am Sonnabend mit Regen von oben und aufgeweichtem Gelände von unten unter erschwerten Bedingungen statt. Bei der Eignungsprüfung für Fahrpferde im Einspänner konnte sich Marlen Fallack mit Britta vom RFV Mohlsdorf durchsetzen. Auch mit Blume war sie nicht zu schlagen und erkämpfte Platz zwei, gefolgt von Hubert Jäschke, ebenfalls Mohlsdorf, der mit Elron auf Platz drei kam. Mit elegantem Ritt sicherte sich Jane Zuleger vom RFV Lauenhain auf Cira die Wertung in der Dressurprüfung Klasse A Das Dressurfahren der Nachwuchsfahrer im Einspänner gewann Anett Schubert vom RFV Mohlsdorf, Florian Deckert vom RFV Naumburg siegte bei den Männern. Bei der Dressurprüfung der Einspänner der Klasse A war Hausherr Hubert Jäschke am sichersten auf dem Parcours, Michael Sprigade vom Ludwigshofer RFV erfuhr hier den Sieg bei den Zweispännern. Im Hindernisfahren, dem Manövrieren der Kutsche samt aufgelegtem Ball durch Kegeltore bei hoher Geschwindigkeit, trugen sich die Nachwuchsfahrer im Einspänner Pia Zenkel vom RFV Höchstadt/Aisch und Florian Deckert vom RFV Naumburg in die Siegliste ein. Silke Zenkel (RFV Höchstadt/Aisch) triumphierte in der Klasse A, während bei den Zweispännern Michael Sprigade vom Ludwigshofer RFV einmal mehr nicht zu schlagen war. Die Dressurreitprüfung für den Nachwuchs der Klasse E gewann die Mohlsdorferin Monique Becker auf Eliza. Um den Wanderpokal für die beste Geländereitstaffel und den Pokal um die Goldene Badewanne, einem Hindernisreiten für Gespanne, wurde am Sonntag gekämpft. Gerhard Dietzsch vom RFV Greiz eröffnete den Reigen mit seinen Shetlandponys, die er zweispännig vor der Kutsche vorführte. Die Einspännerquadrille des RFV Mohlsdorf zeigte ein Zusammenspiel von sechs Gespannen. Dann ließ der Wilde Westen grüßen, als die Linedancers zeigten, wie in Dawson City getanzt wird. Rasant wurde es, als Gespann und Trabant den Hindernisparcours zu überwinden hatten. Sieger wurde Jana Schaller mit Luigi an den Zügeln und Achmed Sewina im Trabant, beide vom RFV Mohlsdorf. Auch beim Besenpolo zwischen Mohlsdorf und Gospersgrün, bei dem die Reiter einen Gymnastikball mit dem Besen über das Spielfeld jagten, triumpierten die Hausherren. Den heißen Ritt um den Wanderpokal der Geländereitstaffel gewannen die Titelverteidiger aus Gospersgrün, die am schnellsten die anspruchsvolle Geländestrecke mit Wasserhindernis und Steilabfall absolvierten. Mit eingespannter Badewanne samt räkelndem Nix wurde das Rennen um die Goldene Badewanne eröffnet. Sieger des Zeitfahrens wurde Steve Grabowski vom RFV Mohlsdorf vor Hubert und Robert Jäschke. Viel Beifall erhielt auch der jüngste Teilnehmer des Vergleichs, Jan Heise, vom Gospersgrüner Pferdeparadies, der mit seinem Shetlandpony Rosel die Hindernisstrecke fehlerlos bewältigte.


20. Mai 2010 /OTZ

Brigitte Löffler kegelt sich in die Damen-A-Endrunde

Kegeln: Landeseinzelmeisterschaft, Vorrunde

Zeulenroda (OTZ/H. Löffler).

Nach ihrem hervorragenden dritten Platz im Vorjahr hat die Greizer Kegel-Kreismeisterin Brigitte Löffler vom TSV 1890 Waltersdorf erneut die Endrunde der Landeseinzelmeisterschaften in der Altersklasse Damen-A erreicht. Bei der am Wochenende ausgetragenen Vorrunde genügten ihr als Qualifikation ein zehnter Platz mit 423 Kegel. Den Wettbewerb, der auf der Vier-Bahnen-Anlage in Zeulenroda stattfand und wieder über die bisher üblichen 100 Wurf ausgetragen wurde, gewann Karin Funk vom SV Blau-Weiß Auma mit starken 464 Kegel. Zudem waren auch Ilona Görner vom FSV Mohlsdorf mit 424 (Platz acht) und Gisela Gruner mit 421 Holz (ThSV Wünschendorf/12.) aus dem Landkreis erfolgreich. Die Endrunde, zu der die Titelverteidigerin Eva Staude aus Wünschendorf gesetzt ist, findet am 29. Mai in Stadtroda statt. Die dort ermittelten zwölf Besten spielen tags darauf im Finale dann Titel, Platzierungen und die Qualifikation für die Deutschen Einzelmeisterschaften aus. Die Mitglieder des TSV 1890 Waltersdorf drücken Brigitte Löffler und den befreundeten Keglerinnen zum Finale die Daumen.


20. Mai 2010 /OTZ

Vierzig Athleten beim Stauseelauf

Leichathletik: Sachswitzer Stauseelauf

Greiz-Sachswitz (OTZ/Olaf Schimmel).

Bei gutem Laufwetter beteiligten sich am Wochenende 40 Läufer am diesjährigen Sachswitzer Stauseelauf. Wie immer standen die Strecken von 4,5 und 7,5 Kilometern zur Auswahl. Viele waren gekommen, um sich Punkte in der Greizer Rangliste zu ergattern, andere, um sich auf der landschaftlich reizvollen Strecke ohne Druck ein wenig zu bewegen. Auf der kürzeren 4,5-Kilometer- Distanz gewann der frischgebackene Thüringer Meister im Mehrkampf, Lucas Oettert, mit ausgezeichneten 16:40 Minuten vor Maximilian Kahnt (17:16 min) und Vanessa Apitz (17:43 min, alle LV Einheit). Mit dem erwarteten souveränen Erfolg von Philipp Heisch (LAC Erdgas Chemnitz) in 28:16 Minuten endete der Lauf auf der langen Strecke. Er siegte vor dem Zweitplatzierten Sven Thiele (RC Schloßbike), der die Strecke in 29:44 Minuten, und Torsten Geist (LV Einheit Greiz), der mit 31:36 Minuten auf Rang drei lief. Bei den Frauen setzte sich Corinna Fink (36:28 min, LV Einheit Greiz) knapp vor Katrin Bauer (36:42 min) und Angela Müller (36:45 min, beide RC Schloßbike) durch.


20. Mai 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Vergebliche Mühe
Vergebliche Mühe
Zeichnung: OTZ/Bruns


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