18. Mai 2010 /OTZ

Von Fahrersitz bis Spezialtasche

Katja Geilert arbeitet seit sieben Jahren als Näherin bei der Firma Tecon Covercraft in Bernsgrün, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Firmenjubiläum feiert. Gefertigt werden hier Spezialtaschen für Musikinstrumente und Wohnmobilzubehör wie Fahrersitzpolsterung, Schonbezüge, Wohnmobiltaschen und Isoliermatten.
Katja Geilert arbeitet seit sieben Jahren als Näherin bei der
Firma Tecon Covercraft in Bernsgrün, die in diesem Jahr ihr
100-jähriges Firmenjubiläum feiert. Gefertigt werden hier
Spezialtaschen für Musikinstrumente und Wohnmobilzubehör
wie Fahrersitzpolsterung, Schonbezüge, Wohnmobiltaschen
und Isoliermatten.
Foto: OTZ/Ute Flamich

Bernsgrüner Firma Tecon Covercraft feiert am 4. Juni 100-jähriges Firmenjubiläum

Von Ute Flamich Bernsgrün (OTZ).

Die Nadeln der Nähmaschinen hüpfen fleißig auf und ab. Hier wird mit Präzision gearbeitet. Es riecht nach Leder, gepaart mit dem Duft vieler anderer Textilien. Egal, wo man hinschaut, überall sind fleißige Arbeiter am Werk. Hier, in den Räumen der Tecon Covercraft GmbH in der Mehltheuerschen Straße 10 in Bernsgrün, werden unter anderem Wohnmobilzubehör, Taschen für
Musikinstrumente,technische und elektronische Geräte und Hauben zur Palettenabdeckung gefertigt. Das war nicht immer der Fall: Im Jahre 1910 hieß die Firma noch „Birkner & Lenk“ und war eine Spitzenfabrik in der Breitestraße in Plauen. Viel hat sich seitdem verändert, viel ist passiert. Was und wie heute bei der Firma Tecon Covercraft produziert wird, wollen die Mitarbeiter den Gästen am Freitag, 4. Juni, von 15 bis 18 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ vorstellen. Der wird anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Firma veranstaltet. Die Besucher können sich freuen auf einen Sektempfang, eine Besichtigungstour der Geschäfts- und Produktionsräume und auf diverse Ausstellungsobjekte wie einen alten Gleitschirm und Zelte. Etwa 200 geladene Gäste werden ab 18.30 Uhr ins Bürgerhaus „Alte Turnhalle“ in Pausa gebeten, um gemeinsam mit den Veranstaltern das Firmenjubiläum zu zelebrieren. Auf die Vielseitigkeit der Firmenprodukte sei man besonders stolz, sagt Heidi Zimmermann, die seit 1999 Produktionsleiterin des Unternehmens ist. Im weitesten Sinne sei Tecon Covercraft ein Automobilzulieferer, der vor allem Inneneinrichtungen für Wohnmobile fertige wie Fahrer- und Beifahrersitze. Etwa ein Viertel des Sortiments sind Spezialtaschen. Die werden nicht nur für Musikinstrumente entwickelt, sondern auch für Kurierund Postdienstleister. Für die Lufthansa seien bereits spezielle Taschen angefertigt worden. „Die Auftragslage ist gut. Erst 2006 konnten wir weiter an- und ausbauen. Für die Zukunft hoffen wir natürlich, dass es uns noch viele Jahre gibt“, sagt Heidi Zimmermann und schmunzelt. Das Unternehmen ist im Jahr 1910 von Ernst Paul Lenk und Paul Birkner in Plauen als Spitzenfabrik gegründet worden. Produziert wurde ausschließlich für den Export, vorwiegend nach England, Frankreich und in geringerem Maße auch nach Spanien. Durch den Ersten Weltkrieg aber gingen die Auslandsmärkte verloren und auch die Mode hatte sich gewandelt, sodass im Inland nur noch eine geringe Nachfrage bestand. Als Übergangslösung wurden Servierschürzen mit Spitzenbesatz und schließlich Schürzen gefertigt. Im Jahr 1920 trennten sich die Wege der Partner. Paul Birkner schied als Teilhaber aus der Firma aus, die fortan als Offene Handelsgesellschaft (OHG) unter dem Namen „E. Paul Lenk & Co“ firmierte. Produziert wurden zunächst Säcke aus Jutegewebe. In den folgenden Jahren kamen Planen aller Art, Markisen und Schirme hinzu. Bis zum Zweiten Weltkrieg


Für die Zukunft hoffen wir, dass es uns noch viele Jahre gibt.

Heidi Zimmermann, Tecon-Produktionsleiterin


florierte das Geschäft - auch mit dem Verkauf von Roll- und Klappläden. Doch im Krieg sind die Betriebsräume am alten Standort so stark beschädigt worden, dass ein Neuanfang in der Plauener Kaiserstraße nötig war. Nach der Zwangs-Verstaatlichung in der DDR im Jahre 1972, einer erneuten Selbstständigkeit als „Tecon Lenk & Co“ 1990, erfolgte 1992 der Umzug nach Bernsgrün. Ein Jahr später wurde die Firma von der Treuhandanstalt gekauft, 2003 umbenannt in Tecon Covercraft. Ohne größere Probleme kam das Unternehmen durch die Wirtschaftskrise.

Kommentar

Gute Kalkulation

Von Ute Flamich

Das laute Jammern mancher Unternehmen während der Finanz- und Wirtschaftskrise ist leiser geworden. Auch Konjunkturforscher sagen für dieses Jahr einen Aufschwung voraus. Doch für viele Unternehmen fängt die Krise jetzt erst richtig an: In Betrieben, in denen die Beschäftigten bislang noch in Kurzarbeit sind, drohen Entlassungen. Manche Firmen können gar nicht so schnell ihre Kosten und Kapazitäten verringern, wie es nötig wäre. Solche Horror-Szenarien gibt es bei der vogtländischen Firma Tecon Covercraft glücklicherweise nicht. Seit 100 Jahren besteht die Firma - die Wirtschaftskrise hat man bisher gut und ohne Entlassungen überstanden. Man expandiert, baut aus, ist ständig um ein Weiterbestehen der Firma bestrebt. Sicher sind es nicht nur Glück, genügend Bares und die „richtigen“ Produkte, die zum Erfolgsrezept des Unternehmens gehören. Gute Kalkulation, motivierte, kompetente Mitarbeiter und Führungskräfte können einiges bewirken, um ein Unternehmen gut am Leben zu halten.


18. Mai 2010 /OTZ

Mit Muskelkraft die Bahnstrecke beleben

Ausschließlich mit Muskelkraft wird die Draisine betrieben, ein Spaß-Garant für die Fahrgäste ist eine „Reise“ damit auf jeden Fall.
Ausschließlich mit Muskelkraft wird die Draisine
betrieben, ein Spaß-Garant für die Fahrgäste ist
eine „Reise“ damit auf jeden Fall.
Archivfoto: OTZ/Steffen Beikirch

Draisinefahrten am Wochenende zwischen Teichwolframsdorf und Werdau

Von Katja Grieser Teichwolframsdorf.

1999 fuhr auf der Strecke zwischen Werdau-West und Teichwolframsdorf der letzte Zug, ein Jahr später wurde die Strecke stillgelegt. Für den Eisenbahnförderverein EFWO „Friedrich List“ Zwickau ein unerträglicher Zustand. Dessen Mitglieder machen sich seit 2007 an der Waldeisenbahnstrecke zu schaffen und können mittlerweile einige Erfolge verbuchen. Nachdem sie vor drei Jahren eine Handhebel-Draisine zwischen Teichwolframsdorf und Langenbernsdorf pendeln lassen konnten, ist die Strecke nun bedeutend länger. So ist es jetzt erstmals seit Stilllegung des Eisenbahnbetriebes möglich, durchgängig von Werdau-West über Langenbernsdorf nach Teichwolframsdorf zu fahren. Abenteuerlustige Bahnfans können zu Pfingsten - 22. bis 24. Mai - die Strecke per Draisine testen. „Das war ein gewaltiger Kraftakt“, betont André Ackermann vom Eisenbahnförderverein. Vier bis fünf Vereinsmitglieder mussten in den letzten Monaten dafür sorgen, dass die Strecke tatsächlich frei ist. Das hieß unter anderem Baumpflege und mühevolles Einsammeln von Gegenständen, die auf den Schienen lagen. „Es hat sogar jemand einen Strohballen ins Gleisbett geworfen und angezündet“, erzählt Ackermann, womit die Vereinsmitglieder alles zu kämpfen haben. Mit jeder Menge Enthusiasmus hat es der Verein jedoch geschafft und kann die Draisinefahrten anbieten, die sich in der Vergangenheit immer großer Resonanz erfreut haben. Dass die Draisine zwischen Teichwolframsdorf und Werdau- West rollt, ist André Ackermann besonders wichtig. Mit dieser Aktion will der Verein nicht nur zeigen, dass sich an der Werdauer Waldeisenbahn etwas tut, sondern auch Druck ausüben. Denn der Verein wartet auf eine Betriebsgenehmigung für die noch immer gewidmete Bahnstrecke. Wenn diese erst einmal da wäre, könnten auch motorisierte Fahrzeuge wie etwa der Schienentrabi zum Einsatz kommen. Dann könnten andere Vereine die Strecke mit ihren Fahrzeugen nutzen, so die Vorstellung. „Wenn es nach uns gehen würde, dann hätten wir dieses Angebot anderen Vereinen schon im letzten Jahr gemacht“, ist Ackermann ein wenig ärgerlich, dass in Sachen Betriebsgenehmigung alles nur schleppend vorwärts geht. Mit den Draisinefahrten will der Verein auf die Strecke aufmerksam machen und beweisen, dass sie keineswegs zum alten Eisen gehört, sondern es durchaus noch eine Nutzung für sie gibt. Wer sich am langen Pfingstwochenende mit der Draisine von Teichwolframsdorf bis Werdau-West kutschieren lassen möchte, sollte sich vorher jedoch unter Tel.: (0173) 4 33 97 78 anmelden. „Kräftige Männer“, verspricht André Ackermann, „dürfen sogar mit anpacken.“


18. Mai 2010 /OTZ

Familiengeschichten auf der Spur

Museumsführer Volkmar Boch zeigt Aufnahmen von Sorge in der Bergaer Schau.
Museumsführer Volkmar Boch zeigt Aufnahmen von
Sorge in der Bergaer Schau.
Foto: OTZ/Freund

Wismut-Schau im Heimatmuseum Berga

Von Susann Grunert Berga (OTZ).

Die Familiengeschichten, die sich hinter den verschwundenen Dörfern des Wismut-Tagebaus im Bergaer Raum verbergen, erzählt eine neue Ausstellung im Heimatmuseum „Spittel“ in Berga. „21 Häuser fielen allein in Sorge dem Uranbergbau zum Opfer“, erzählt Museumsführer Volkmar Boch. Auf einem Lageplan sind alle 21 Gebäude verzeichnet, vom Familienleben darin zeugen zahlreiche private Fotografien. Viele Hochzeitsfeiern und Tauffeste hat der Gasthof in Sorge-Settendorf gesehen. Auf einem anderen Bild reckt ein Mädchen stolz ihre Zuckertüte in die Höhe, noch ein paar Schritte weiter werden Milchkannen durchs Dorf geschleppt - Dorfalltag, der von einer Zeit erzählt, die nur noch in wenigen Gedächtnissen lebendig ist. „Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen, umso wichtiger, dass an ihre Schicksale erinnert wird“, betont Volkmar Boch. Wer Zeit und Muße mit ins „Spittel“ bringt, kann zwischen den zahlreichen Lebensläufen auch Kurioses entdecken. So erfährt der Besucher, dass Franz Stecher aus Sorge zum Umzug seinen damals zehnjährigen Walnussbaum mitnahm, der heute in der Zahderlehde Nr. 6 noch reichlich Früchte trägt. „Die Geschichte der Kirche von Sorge, die von der Wismut verschont blieb, ist auch besonders“, verrät Volkmar Boch. So soll ein sowjetischer Offizier, als er das Gelände für den Bergbau absteckte, am Friedhof von Sorge eine Mutter am Grab ihrer zwei Töchter getroffen haben. Um der Frau das einzige Andenken an ihre kurz nacheinander verstorbenen Kinder nicht zu nehmen, soll das Gotteshaus verschont geblieben sein. Neben Sorge werden auch die Nachbardörfer Culmitzsch und Katzendorf vorgestellt. „In Katzendorf ist kein Haus stehengeblieben“, weiß Volkmar Boch. Das einstige Rittergut existiert nur noch auf Fotografien, im letzten Jahr ist mit Anita Bergelt auch die letzte gebürtige Katzendorferin verstorben. „An Culmitzsch kann man sich hier in der Region vielleicht noch eher erinnern“, vermutet Volkmar Boch. Mit Culmitzsch verschwand auch das idyllische Wasserschloss, das Ende der 60- er Jahre gesprengt wurde. Luftbilder - aufgenommen im Abstand von 30 Jahren - verdeutlichen zudem eindrucksvoll die Größenordnungen des Wismut-Bergbaus im Bergaer Raum. Die Ausstellung, die mit Johannes Weiser ein ehemaliger Sorge-Bewohner gestaltet hat, wird bis zum Jahresende zu sehen sein.
Das Heimatmuseum ist von Montag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr geöffnet.


18. Mai 2010 /OTZ

Containerbau wird abgerissen

Von der ehemaligen Station 5 im Greizer Krankenhaus ist nicht mehr viel zu sehen. Im Dezember 1994 waren die dafür benötigten Container mit Schwerlasttransportern angeliefert worden.
Von der ehemaligen Station 5 im Greizer Krankenhaus ist nicht
mehr viel zu sehen. Im Dezember 1994 waren die dafür benötig-
ten Container mit Schwerlasttransportern angeliefert worden.
Foto: OTZ/Christian Freund

Einstige Station 5 im Krankenhausgelände macht Platz für etwa 40 Mitarbeiter-Parkplätze

Von Kathrin Schulz Greiz.

Der Abriss der einstigen Station 5 des Kreiskrankenhauses wird gegenwärtig durch die Mitarbeiter der Firma Transport und Tiefbau Weida realisiert. In gut 14 Tagen soll der Bau, der 1994 ohnehin als Provisorium für die Zeit der aufwändigen Sanierungsarbeiten im Krankenhauskomplex gedacht war, vergessen sein. Mit Fertigstellung des neuen Bettenhauses im Gelände an der Wichmannstraße konnten die 38 Betten, die „im Container“ vorgehalten worden sind, in zeitgemäßerem Umfeld angeboten werden. Das Provisorium ist seither ungenutzt. Der Freiraum, der durch den Abriss entsteht, wird wiederum eine Zwischenlösung aufnehmen: Die Parksituation am Kreiskrankenhaus, mit der schon seit langem Patienten und Besucher zu kämpfen haben, soll etwas entspannt werden. Voraussichtlich Mitte/Ende Juni kann der Platz, wo einst der Container stand, etwa 40 Parkstellplätze für Mitarbeiter anbieten, so dass der öffentliche Parkraum entsprechend entlastet werden kann. Die notwendigen 20 000 Euro dafür investiert das Krankenhaus aus Eigenmitteln. Der geplante Bau des Parkdecks auf dem Platz des einstigen Schwesternwohnheimes musste aus Kostengründen verschoben werden. Der Abriss des alten Gebäudes und der Bau des Parkdecks für 120 Fahrzeuge wird auf eine runde Million Euro Baukosten geschätzt. Ein Vorhaben, das ohne Aussicht auf Fördermittel nicht in Angriff genommen

werden kann, wie kürzlich am Rande des Besuchs der Thüringer Gesundheitsministerin Heike Taubert (SPD) in Greiz zur Sprache kam. Während der Abriss des Containerbaus läuft, wird im Roten Haus umgebaut: Zum Jahresende ist die Eröffnung einer Psychiatrischen Tagesklinik des Fachklinikums Stadtroda mit 15 Plätzen geplant. Sie wird ihr Domizil im Roten Haus der Kreiskrankenhaus Greiz GmbH erhalten, entsprechende Verträge mit dem Fachklinikum Stadtroda sind unterzeichnet. Eine Psychiatrische Institutsambulanz des Stadtrodaer Fachklinikums praktiziert bereits in der Greizer Brückenstraße.


18. Mai 2010 /OTZ

Wilhelmine auf dem Vormarsch

Wilhelmine mit Jochen Schulz aus Pöllwitz.
Wilhelmine mit Jochen Schulz aus Pöllwitz.

Stute von Jochen Schulz zur Elite-Zuchtschau

Von Heidi Henze Pöllwitz/Weißendorf (OTZ).

Mit ihren dunklen Augen, dem erhobenen Kopf und den gespitzten Ohren strahlt Wilhelmine ein beachtliches Selbstbewusstsein aus. Die dreijährige Stute gibt ihrem Besitzer, Jochen Schulz, wahrlich das Recht, auf sie stolz zu sein. Immerhin hat die am 1. Mai 2007 in Pöllwitz geborene Stute einen zweiten Platz zur Zuchtschau in Bucha belegt und wird nun an der Elite- Stutenzuchtschau im Juli in Gera teilnehmen. Doch bereits jetzt zählt Wilhelmine zu den besten 15 Pferdedamen in Thüringen. Die Pöllwitzerin ist Staatsprämien-Anwärterin mit Exterieur - eine der höchsten Auszeichnungen, die für ein Tier vergeben wird. Um dieses Prädikat künftig tragen zu können, ging sie am gestrigen Morgen auf große Fahrt. In der Bretmühle wird die Stute nun einem Leistungstest unterzogen. Die Stute wird aufs Springreiten getestet und als Abschluss des vierwöchigen Lehrgangs gibt es eine Prüfung. Wenn sie diese ebenso gut bewältigt, dann wird man wohl den Namen Wilhelmine künftig unter den besten Dressurreitern finden. Bis es soweit ist, steht die Geburt eines Fohlen ins Haus. Wilhelmine ist tragend seit fünf Wochen - ein weiterer Grund, warum der Betreiber eines landwirtschaftlichen Lohnunternehmens stolz auf seine Stute ist. Immerhin ist der Stuten-Vater ein Trakehner- Hengst, der 2002 Bundeschampion war. Die Mutter, ein Abkömmling vom Hengst Weltmeyer, eine Dressur-Legende. Für Jochen Schulz ist es Hobby. Trotzdem träumt er, „dass einmal eine Stute von ihm ganz vorne mit läuft“, sagte der Pöllwitzer Hobbyzüchter. Bereits mit zehn Jahren begann er in Zeulenroda zu reiten, holte Siege und Medaillen zu DDR-und Bezirksmeisterschaften und ließ sich anstecken vom Pferde-Virus. Seit 1990 widmet er sich der Zucht von Pferden, die in der Reitanlage von Thomas Pönicke in Weißendorf bestens umsorgt werden.


18. Mai 2010 /OTZ

Eulenklause in Zadelsdorf lädt zur Einkehr ein

Inhaber hoffen auf Tourismusaufschwung

Von Heidi Henze Zadelsdorf (OTZ).

Nach Jahren der Abstinenz können sich nun wieder alle Wandersleute und Spaziergänger entlang der Talsperre Zeulenroda auf eine Ruhepause in der „Eulenklause“ in Zadelsdorf freuen. Jörg Leopold und Wieland Hoffmann eröffneten gemeinsam die Gaststätte und hoffen dabei auf die Freigabe des Zeulenrodaer Meeres als Badegewässer. „Das gibt für die Region einen Aufschwung im Tourismus“, ist sich Wieland Hoffmann aus Jena sicher und hofft, dass auch Zadelsdorf zu neuen Ehren kommen wird. Auch wenn es erst im Jahr 2011 soweit sein soll, so wollen sie schon mal die kommende Saison als „Probephase“ testen und täglich zur Einkehr einladen. „Zusätzlich wollen wir auch für die Jugend etwas auf die Beine stellen“, gibt sich Hoffmann optimistisch.


18. Mai 2010 /OTZ

Leserbriefe/Leserdank

Gelungener Auftakt

Ein gelungener Auftakt für das große Waldprojekt der Gommlaer Waldwichtel war die geführte Waldwanderung mit Revierförsterin Ruder. Wir erfuhren von ihr viel Wissenswertes und Interessantes über unseren Wald, seine Pflanzen und Tiere. Wir staunten, welch großen Schaden die kleinen Borkenkäfer anrichten können. Eine besondere Überraschung steckte in Frau Ruders Rucksack - ein Frischling, der wie andere Tierpräparate zur Anschauung dient und welchen wir sogar streicheln durften. Wir danken Frau Ruder für den tollen Vormittag im Wald und freuen uns schon auf das nächste Mal.

K. Nicol und die Kinder der Kita „Gommlaer Waldwichtel“


Dank an Helfer

Zum Tag der offenen Tür in der Staatlichen Grundschule „Bertolt Brecht“ in Greiz-Obergrochlitz:

Gleich zu Beginn zeigten die Kinder der integrativen Musikgruppe und des Chores, was sie gemeinsam gelernt haben. Auch die 1. Klasse und die Keyboardkinder waren vor ihrem Auftritt schon ganz aufgeregt. Alle kleinen Künstler gaben sich die größte Mühe. In der Zwischenzeit hatten die Muttis und Vatis der 4. Klasse ein Bufett aufgebaut. Kaffee, Kuchen und Schnittchen luden zum Verweilen und Plaudern ein. In den Klassenzimmern konnten in zwei Ausstellungen die Arbeitsergebnisse der Schüler angeschaut werden. Ein Raum war für Bastel- und Malfreunde reserviert. Auch in der Turnhalle war was los. Ein Vati betreute Kinder, die an der Kletterwand Mut und Kraft beweisen wollten. Beim Hockey konnten die Kinder mit Geschick den Puck ins Tor bringen. Der Tag war wieder ein gelungenes Fest. Ich möchte allen recht herzlich danken, die uns bei Vorbereitung und Durchführung des Tages unterstützten. Sabine Noack, Schulleiterin


Zum Auftakt ihres großen Waldprojektes nahmen die Gommlaer Waldwichtel an einer geführten Waldwanderung teil.
Zum Auftakt ihres großen Waldprojektes nahmen die
Gommlaer Waldwichtel an einer geführten Waldwanderung
teil.
Foto: K. Nicol
Die stolzen Gewinner beim Rezitatorenwettbewerb aus Klasse 4, von links: Franziska Reiher, Nathalie Milke, Verena Malz und Antonia Etscher.
Die stolzen Gewinner beim Rezitatorenwettbewerb aus
Klasse 4, von links: Franziska Reiher, Nathalie Milke,
Verena Malz und Antonia Etscher.
Foto: Kathrin Scherf

Mit Begeisterung

Am Rezitatorenwettstreit an der Grundschule Irchwitz nahmen die 40 besten jungen Rezitatoren der Schule, die zuvor innerhalb der Klassen ermittelt worden waren, teil. Vor einer Jury aus Lehrern und einigen Eltern trugen sie mit viel Begeisterung und Können ihre Gedichte vor. Anschließend wurden die jeweils besten jeder Klassenstufe mit Urkunden sowie kleinen Bücherpreisen ausgezeichnet und die Gewinner trugen ihr Gedicht nochmals den zur Siegerehrung zahlreich erschienenen Eltern vor. Das Rezitieren ihrer selbst gewählten Gedichte hat allen jungen Teilnehmern viel Spaß gemacht und sie zeigten großartige Leistungen.

Kathrin Scherf, Greiz

Erlebnisreich

Am 21. April hatte die Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs einen erlebnisreichen Tag. Die Mitglieder fuhren mit einem Bus des PRG nach Bad Lobenstein. Dort wartete in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität ein interessanter Vortrag von der „Lobensteiner Kräuterhexe“ über Salben, Salze, Tee, Essenzen und noch vieles mehr auf uns. Frau Harnisch hat diesen Vortrag speziell auf unsere Erkrankung zugeschnitten. Vielen Dank dafür. Danach konnte Jeder seinen Tag bis zur Heimfahrt frei gestalten. Danke möchte ich den Sponsoren sagen, die uns diesen Tag ermöglichten. Herrn Bergner, der Busfahrer, der uns wieder gut nach Hause gebracht hat, ebenfalls unseren herzlichsten Dank. Dieser Tag hat unserer Seele gut getan.

Barbara Ebert, Greiz


Die Redaktion behält sich das Recht vor, Zuschriften sinnentsprechend zu kürzen oder auszugsweise abzudrucken. Leserbriefe sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Briefe per E-Mail an die Lokalredaktion Greiz bitte an lrgreiz@ otz.de.


18. Mai 2010 /OTZ

Zeulenrodaer Städtisches Museum: Vielseitig, lehrreich und urgemütlich

Im Städtischen Museum Zeulenroda gab es gestern eine Museums-Entdeckungstour mit den jüngsten Besuchern.
Im Städtischen Museum Zeulenroda gab es gestern eine Museums-
Entdeckungstour mit den jüngsten Besuchern.

Zum gestrigen Internationalen Museumstag hat auch das Zeulenrodaer Städtische Museum eingeladen. Und zahlreiche Interessenten kamen.

Heidi Henze / 17.05.10 / OTZ

Am gestrigen Sonntag, dem Internationalen Museumstag, waren die jungen Besucher die Hauptakteure im Zeulenrodaer Städtischen Museum. Sie gingen zusammen mit Praktikantin Kathrin Reiß auf Entdeckungstour durch das große museale Haus mit den vielen Ausstellungsräumen. So zählte die Geburtstunde der Stadt ebenso zu den Anlaufpunkten der Museumstour wie eine uralte Bauernstube mit Spinnrad und Himmelbett, eine Schulstube oder ein Kramladen, dessen Inventar einst originalgetreu aus der Kirchstraße/Ecke Schuhgasse in das Museumshaus getragen worden war. Das Biedermeierzimmer oder Wohnzimmermöbel von 1894 oder 1920 fehlten ebenso nicht wie das Luxuszimmer im Jugendstil von 1905. Schließlich war Zeulenroda bekannt für die hier ansässige Möbel- und Strickwirker-Industrie. Handwerk dominierte in der Stadt, so die kesse junge Museumsführerin, die gleich noch so manche kleine Geschichte zu den Details parat hatte. So auch, dass die Stadt eine Kirchentruhe hatte. Das war noch einleuchtend, auch für die zehn- und zwölfjährigen Teilnehmer. Dass die Truhe viele Jahre verschüttet war und mit ihr die Schätze der Stadt, das war ganz schön aufregend. Den Mädchen und Jungen, es waren gut 60 Besucher an diesem Nachmittag, jedenfalls gefiel die Schatzsuche im Museum. Ganz nebenbei haben alle etwas gelernt. Selbst für Sabine Löwe oder Stella Kreuzer war es ein richtig interessant, auch wenn die beiden schon mehrmals mit ihrer Schulklasse dem Museum einen Besuch abgestattet haben. Jüngster unter ihnen war der fünfjährige Pascal. Der Kleine freute sich dann auf die Märchenstunde "Hans im Glück", während im Atrium Papier geschöpft wurde oder in der Schau "Klöppeln im neuen Handwerk" eine fachliche Plauderei im Gang war. Sigrid Schneider, selbst begeisterte Klöpplerin aus Gera, hatte viel Stoff und kam mit den Klöppelfrauen Ingrid Zipfel und Birgitt Zimmermann aus Langenwetzendorf ins Gespräch.


18. Mai 2010 /OTZ

Greizer Zweite jetzt an der Spitze

Auch im dritten Spiel in Folge unterlag der bisherige Spitzenreiter VSG Cossengrün (in Weiß), hier Stefan Donath im Zweikampf, und musste sich vorerst von den Aufstiegsplätzen verabschieden.
Auch im dritten Spiel in Folge unterlag der bisherige Spitzen-
reiter VSG Cossengrün (in Weiß), hier Stefan Donath im Zwei-
kampf, und musste sich vorerst von den Aufstiegsplätzen
verabschieden.
Foto: Jürgen Stefaniak
Die Hainberger (In Gelb-Rot) unterlagen daheim dem Greizer SV klar mit 1:5 Toren.
Die Hainberger (In Gelb-Rot) unterlagen daheim dem Greizer
SV klar mit 1:5 Toren.
Foto: Silvia Böhm-Lämmer

Fußball, Männer, 1. Kreisklasse: Bisheriger Tabellenführer Cossengrün patzt erneut

(OTZ/Volker Georgius).

TSG 1861 Hohenleuben - TSV 1880 Rüdersdorf 1:2 (0:2)

Hohenleuben Durch diesen wichtigen

Auswärtssieg ist Rüdersdorf nun auf einem Aufstiegsplatz und hat Cossengrün in der Tabelle überholt. Zwei Tore in der ersten Halbzeit waren die Vorentscheidung zugunsten der Gäste. Hohenleuben kam zwar zum Anschluss, aber nicht mehr zum Ausgleich. SR: Pufe (Münchenbernsdorf). Tore: 0:1 Bottner (9.); 0:2 Matthias Beuchel (28./Handelfmeter); 1:2 Göhlert (49.).

SG Blau-Weiß 90 Steinsdorf - 1. FC/Chemie Greiz II 1:2 (0:0)

Steinsdorf. Mit dem Sieg in Steinsdorf hat die Greizer Zweite die Tabellenspitze übernommen. Die Chancen auf den Aufstieg steigen. Der Gastgeber bot seine bisher beste Saisonleistung und hielt 85 Minuten lang das torlose Unentschieden. Zwei Greizer Treffer innerhalb von drei Minuten entschieden dann die Partie. Der Steinsdorfer Anschlusstreffer in der 90. Minute per Elfmeter kam zu spät, um noch zu punkten. SR: Roland (Bad Köstritz). Tore: 0:1 Marcel Schimmel (86.); 0:2 Leis (88.); 1:2 Pogoda (90./Elfmeter).

Hainberger SV - Greizer SV 1:5 (1:3)

Greiz. Die eiskalte Chancenverwertung von Torjäger Alexter); ander Hamann war der Garant für den am Ende klaren Auswärtssieg des Greizer SV. Die Hainberger ließen in der ersten Halbzeit gute Tormöglichkeiten ungenutzt. SR: Kulpe (Seelingstädt). Tore: 0:1 Scharr (5.); 1:1 Funke (32./Elfmeter); 1:2, 1:3, 1:4 Hamann (39., 43., 71.); 1:5 Pfeifer (90.).

VSG 1960 Cossengrün - Blau-Weiß 90 Greiz 1:2 (1:1)

Cossengrün. Mit der dritten Niederlage in Folge läuft Cossengrün Gefahr, den Aufstiegsplatz in der Endphase der Saison zu verlieren. Sowohl die SG Greiz II als auch Rüdersdorf zogen in der Tabelle vorbei. Der Gastgeber ging in Führung, versäumte es aber, diese auszubauen. Nach dem Ausgleich geriet Cossengrün von der Rolle und hielt dem Druck nicht stand. Gneupel mit seinem zweiten Tor entschied die Begegnung für die Blau-Weißen, die sich nun selbst noch Aufstiegshoffnungen machen können. SR: Möller (Niederpöllnitz). Tore: 1:0 Döring (19.); 1:1, 1:2 Gneupel (31., 69.).

FC Thüringen Weida II - Kraftsdorfer SV 03 II 6:2 (3:1)

Weida. Die wesentlich jüngeren Weidaer waren am Ende der verdiente Sieger. Für Weida erzielten A-Junior Eduard Heier sowie Kapitän Marcus Funk je zwei Tore. Für Kraftsdorf war Daniel Fietzke zweimal erfolgreich. Weida hatte durch Wustrau noch einen Schuss an die Latte und durch Hamann einen Pfostentreffer zu verzeichnen. SR: Grüner (Cossengrün). Tore: 1:0 Hamann (11.); 2:0 Heier (26.); 3:0 Funk (29.); 3:1 Fietzke (30./Foulelfmeter); 4:1 Funk (57.); 4:2 Fietzke (63.); 5:2 Heier (82.); 6:2 Klering (83.).

SG Wünschendorf/Falka II - FSV Ronneburg II 1:3 (1:2)

Wünschendorf. Ein überragender Torwart Grüner verhinderte in der Anfangsphase die Ronneburger Führung. Dann gelang dem Gastgeber das 1:0, doch Ronneburg drehte die Partie mit Doppelschlag. Wünschendorf war nach der Pause zwar bemüht, konnte sich aber keine Chancen erarbeiten. Am Ende ein verdienter Sieg der Gäste in einem fairen Spiel. SR: Krause (Kraftsdorf). Tore: 1:0 Jörg Schumann (29.); 1:1 Bäumler (37.); 1:2 Puhl (39.); 1:3 D. Härtel (90.).

Hohenölsener SV - FSV Berga II 3:2 (2:1)

Hohenölsen. Hohenölsen gibt im Kampf um den Klassenerhalt nicht auf. Zunächst ging Berga mit Elfmeter in Führung. Danach bestimmte der Gastgeber das Geschehen, spielte aber die Angriffe nicht gut aus. Trotzdem gelang es, das Spiel bis zur Pause zu drehen. Kurz nach Wiederbeginn erzielte Schramm mit dem zweiten Tor das 3:1. Berga blieb gefährlich. Die Kräfte beim Gastgeber schwanden, und der Gast kam zum Anschluss. Mit Kampfgeist und Moral holte Hohenölsen drei wichtige Punkte SR: Schuster (Kraftsdorf). Tore: 0:1 Thiel (10./Elfmeter); 1:1 Seiler (30.); 2:1, 3:1 Schramm (41., 53.); 3:2 Pöhler (65.).


18. Mai 2010 /OTZ

Tom Ertel schwimmt auf Platz fünf

Flossenschwimmen, Deutsche Junioren-Meisterschaft: Greizer mit guten Ergebnissen

Tom Ertel beim Start der 100-Meter-Flossenschwimm-Strecke, auf der er als Neunter seines Jahrgangs anschlug.
Tom Ertel beim Start der 100-Meter-Flossenschwimm-Strecke,
auf der er als Neunter seines Jahrgangs anschlug.
Foto: Andreas Ludwig
Neben Ertel (links) schaffte auch Tobias Knöchel die Norm für die Deutschen Meisterschaften. Mit Betreuerin Marion Böttcher reisten die Greizer Taucher nach Riesa.
Neben Ertel (links) schaffte auch Tobias Knöchel die Norm
für die Deutschen Meisterschaften. Mit Betreuerin Marion
Böttcher reisten die Greizer Taucher nach Riesa.
Foto: Andreas Ludwig

Von Andreas Ludwig Riesa (OTZ).

Das Wettkampfjahr der Flossenschwimmer nähert sich dem Ende, und so stehen die wichtigsten Wettkämpfe mit den Meisterschaften auf dem Programm. Nach den Kindern waren es die Jugendlichen und Junioren, die ihre Deutschen Meisterschaften austrugen. Die dreitägige Veranstaltung mit insgesamt zehn Einzeldisziplinen und zwei Staffelwettbewerben fand in der Sportstadt Riesa statt. Für den Tauchclub (TC) Chemie Greiz gingen zwei Jungen des Jahrgangs 1997 (Kategorie D) an den Start. Mit ihren Leistungen im Vorfeld hatten sich Tom Ertel und Tobias Knöchel die Norm dafür gesichert. Am Wettkampfort fanden sie zudem ausgezeichnete Bedingungen vor und genossen die hervorragende Betreuung durch den Plauener Trainer Frank Hannisch. Schon im ersten Wettbewerb mit Greizer Beteiligung, dem 400-Meter-Streckentauchen mit Druckluft-Tauchgerät, setzte Tom Ertel die Tipps um und verbesserte seine persönliche Bestzeit erheblich. Mit dieser Leistung kam er auf den achtbaren fünften Rang in der Kategorie D. Im Jahrgang belegte er damit den undankbaren vierten Platz. Ähnlich gute Leistungen zeigten die beiden Nachwuchssportler des TC Chemie Greiz auch in den folgenden Disziplinen, in denen sie starteten. Jeweils mit persönlichen Bestzeiten kamen sie ins Ziel. Tom Ertel absolvierte insgesamt fünf Strecken, davon drei an der Wasseroberfläche (50 m FS, 100 m FS und 200 m FS) mit den Plätzen acht, neun und zwölf in der Kategorie. Auf den beiden Unterwasserstrecken (100 und 400 Meter) mit Druckluft- Tauchgerät stieg er als Fünfter und Achter in der Kategorie D aus dem Wasser. Tobias Knöchel schwamm die beiden kurzen Überwasserstrecken 50 und 100 m FS. Dabei reichten die Leistungen für achtbare vierzehnte Plätze in der starken Kategorie D. Zudem konnte auch Knöchel seine eigenen bisher geschwommenen Zeiten verbessern. Auch wenn die Platzierungen auf dem Treppchen für die beiden Greizer Flossenschwimmer ausblieben, können sie mit den erzielten Ergebnissen sehr zufrieden sein. Die wertvollen Tipps und Hinweise, die sie in Riesa bekamen, werden fester Bestandteil des kommenden Trainingsbetriebes werden.


18. Mai 2010 /OTZ

Keine Nachwuchssorgen bei den Schwimmern

145 junge Schwimmer bei Kreisjugendspielen

Greiz (OTZ/Sabine Penzel).

Bei den Kreisjugendspielen des Kreises Greiz, die am vergangenen Sonnabend stattfanden, schwamm Carolin Mehlhorn, Jahrgang 1991, bei ihrer letzten Teilnahme an diesem Wettkampf den einzigen Kreis-Altersklassenrekord. Sie unterbot ihren eigenen bisherigen Rekord über 100 Meter Lagen um 61 Hundertstel Sekunden. Ab nächstem Jahr schwimmt sie bei den Masters. Insgesamt waren 145 aktive, aber auch nichtaktive Schwimmer des gastgebenden 1. Schwimmklub Greiz, des TSV Zeulenroda und des Förderzentrums Friedrich Fröbel Greiz im Einsatz. Sie absolvierten zusammen 437 Einzelstarts. Die Jahrgänge 2000 bis 2004 hatten je 25 Meter Schmetterling, Rücken, Brust, Freistil und 100 Meter Lagen zur Auswahl. Für die Älteren bis Jahrgang 1991 standen alle 50- Meter-Strecken und 100 Meter Rücken, Brust, Freistil und Lagen auf dem Programm. Nur vier Tage nach Erwerb des Seepferdchen- Schwimmabzeichens bestritten Sunny Hanke und Tom John Steiniger ihre ersten Wettkämpfe. Beide sind Jahrgang 2005 und waren die jüngsten Teilnehmer. Die 25 Meter Brust entschied Sunny für sich. Alle Ergebnisse sind auf der Internetseite des 1. SK Greiz nachzulesen.
www.schwimmen-greiz.de


18. Mai 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Gero Fehlhauer stellt neuen Bildband in Reichenbach vor

Nach „Reichenbach im Vogtland“ und „110 Jahre Bahnbetriebswerk Reichenbach“ legt Schriftsteller und Maler Gero Fehlhauer - hier bei einer Vernissage in Greiz - nun die Fortsetzung „Reichenbach. Bilder aus der DDR“ vor. Fotos sowie Privat- und Firmensammlungen zeigen das Leben in Reichenbach zwischen 1949 und 1989. Vorgestellt wird der Bildband am Donnerstag, 17.30 Uhr, in der Vogtländischen Buchhandlung in Reichenbach.
Archivfoto: OTZ/Christian Freund

Nach „Reichenbach im Vogtland“ und „110 Jahre Bahnbetriebswerk Reichenbach“ legt Schriftsteller und Maler Gero Fehlhauer - hier bei einer Vernissage in Greiz - nun die Fortsetzung „Reichenbach. Bilder aus der DDR“ vor. Fotos sowie Privat- und Firmensammlungen zeigen das Leben in Reichenbach zwischen 1949 und 1989. Vorgestellt wird der Bildband am Donnerstag, 17.30 Uhr, in der Vogtländischen Buchhandlung in Reichenbach.


Karikatur des Tages

Zeichnung: OTZ/Bruns
Zeichnung: OTZ/Bruns


Neue Erdenbürger

Das 9. Kind von Silke und Matthias Schmidt komplettiert das Familienglück der Netzschkauer Großfamilie. Matthia wurde am 14. Mai entbunden. Sie wog 3860 g bei einer Größe von 53 cm. Die Geschwister der Kleinen sind 3, 4, 6, 8, 10, 14, 16 und 18 Jahre alt.
Foto: Antje-Gesine Marsch

Das 9. Kind von Silke und Matthias Schmidt komplettiert das Familienglück der Netzschkauer Großfamilie. Matthia wurde am 14. Mai entbunden. Sie wog 3860 g bei einer Größe von 53 cm. Die Geschwister der Kleinen sind 3, 4, 6, 8, 10, 14, 16 und 18 Jahre alt.


Sommerpalais wegen Umbau zu

Greiz (OTZ).

Das Greizer Sommerpalais bleibt von Dienstag, 18. Mai, bis einschließlich Donnerstag, 20. Mai, geschlossen. Während dieser Zeit bauen die Mitarbeiter die nächste Ausstellung im Palais auf. Am Freitag, 21. Mai, wird dann um 17 Uhr zur Vernissage der neuen Schau „125 Top Thüringer“ mit Cartoon- Porträts von Bernd Zeller eingeladen.


Zum Gedenken an Jürgen Fuchs und Günter Ullmann

Prominente im Gespräch in Reichenbach

Greiz (OTZ).

Das Vogtland hat Persönlichkeiten hervorgebracht, deren Leben und Werk Bedeutung erlangte. Dazu zählen zwei Dichter: der Reichenbacher Jürgen Fuchs und der Greizer Günter Ullmann. Dass beide an einem 9. Mai, Fuchs 1999 und Ullmann 2009, starben, ist ein Grund mehr, ihrer nicht getrennt, sondern gemeinsam zu gedenken. Eine literarisch-musikalische Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Prominente im Gespräch“ am kommenden Freitag um 19 Uhr im Reichenbacher Ratssaal stellt sich dieser Aufgabe. Unter dem Motto „Von Winter zu Winter wollte ich blühen“ liest Schauspieler Wilfried Pucher Texte von Jürgen Fuchs, Günter Ullmann und Volker Müller. Die Farben der Musik vertritt die Greizer Jazzformation „media nox“. Vor Beginn der Veranstaltung sprechen der Reichenbacher Oberbürgermeister Dieter Kießling und die gebürtige Reichenbachererin, Thüringens Ministerin für Soziales und Gesundheit, Heike Taubert. Harald Seidel, Gründungsmitglied von „media nox“ und Initiator der Prominentenreihe, hatte die Idee für diesen Abend. „Ich wollte mit dieser Veranstaltung bewusst nach Reichenbach gehen und darf sagen, dass sich eine wunderbare Zusammenarbeit ergeben hat“, so Seidel. Nach dem Programm stehen alle Mitwirkenden als Gesprächspartner zur Verfügung.


Über einen Pionier der Elektromusik

Projekt über Oscar Sala wird vorgestellt

Greiz (OTZ).

Am 18. Juli 1910 wurde in Greiz Oscar Sala geboren. Sala war Spieler und Entwickler des Trautoniums, einem Vorgänger des Synthesizers. Der Inhaber mehrerer Patente und als Musikpionier des 20. Jahrhunderts bekannte Sala wurde vor allen Dingen durch seine Produktionen für den Film berühmt. Die bekannteste Produktion ist wohl Alfred Hitchcocks „Die Vögel“. Die angsterregenden Vogelschreie entstanden nicht in Hollywood, sondern in einem Berliner Hinterhof an Salas Trautonium. Dass Sala eine Pionierrolle der elektronischen Musik erfüllte, zeigt auch ein Projekt der Bauhaus-Universität Weimar, an der Professur für „Interface- Design“. Jan Popp (FDP), Stadtrat und Mitglied im Neustadtverein, der bei der Vorstellung dieses Projektes im jüngsten Kulturausschuss das Vorhaben kennenlernte, war der Meinung, dass dieses Projekt auch der Greizer Bevölkerung vorgestellt werden sollte. Kurzerhand hat er sich mit den Studenten der Bauhaus-Universität Weimar in Verbindung gesetzt und angefragt, ob diese ihr Projekt noch einmal in Greiz der Öffentlichkeit vorstellen würden. Diese sind von der Idee begeistert und man hat sich dazu entschlossen, am Donnerstag, 20. Mai, um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im Theaterrestaurant durchzuführen, zu der der Verein Greizer Neustadt alle Interessierten einlädt. Die Studenten werden ihr Oscar-Sala-Projekt anlässlich seines 100. Geburtstages mit einer Beamerpräsentation vorstellen.


Historischen Traktor entwendet

Greiz (OTZ).

Ein Traktor wurde in der Greiz Waldhausstraße von einem Grundstück entwendet. Das historische Fahrzeug, Baujahr zirka 1940, Farbe Rot- Weiß und ein amerikanisches Modell, stand in einem offenen Unterstand. Der Traktor wurde letztmalig am 15. Mai, 13 Uhr, gesehen. Am 16. Mai, 9.30 Uhr, war er verschwunden. Ein am Eingangstor zum Grundstück befindliches Vorhängeschloss wurde durch die Täter entfernt. Zum Wert des Traktors liegen keine Angaben vor.


Feuerwehr löscht Autobrand

Teichwolframsdorf (OTZ).

Ein VW Passat brannte am Montag gegen 9.55 Uhr in Teichwolframsdorf. Die 56-jährige Fahrerin war auf der Hauptstraße unterwegs, als sie Qualm aus dem Motorraum bemerkte. Sie konnte das Auto anhalten und unverletzt verlassen. Der Brand wurde von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Teichwolframsdorf und Kleinwolschendorf gelöscht. Es entstand Schaden von mehreren tausend Euro.


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