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Auf textiler Perlensuche
Hunderte Besucher zum Textil- und Schmuckmarkt auf dem Kulturhof in Zickra Von Katja Grieser Zickra (OTZ). „Der Muttertag ist gut fürs Geschäft“, sagt Petra Reichenbach aus Wundersleben bei Sömmerda augenzwinkernd. Sie gehörte zu den 52 Händlern, die am Wochenende beim Textil- und Schmuckmarkt auf dem Kulturhof Zickra ihre Waren anboten. Gestern hatte sie vor allem männliche Kunden, die ihrer Mutter eine Kette als Muttertagsgeschenk kauften. Sehr farbenfroh sind die Perlenketten aus dem „Kreativstudio“ von Petra Reichenbach, die die Perlen für ihren Schmuck extra aus Venedig ordert. Mehr auf textiler Perlensuche war Katrin Fetzer, die aus dem sächsischen Reichenbach zum Markt gekommen war. „Das Andere, das Besondere zieht mich hierher“, verrät Fetzer, die von „Bürsten- und Schlüpfermärkten“, wie sie oftmals in Städten geboten werden, die Nase voll hat. „Kunst und Klamotten - das gefällt mir hier“, sagt sie und schlendert weiter an den Händlerständen vorbei. „Die Zickraer Märkte sind immer total schön, die Stimmung und die Leute - einfach toll“, lobt Karin Müller. Die Leipzigerin bot Naturmode für Erwachsene und Kinder an. Die Kleidung ist u. a. aus Biobaumwolle, Hanf oder Leinen und kommt sehr bunt daher. Besonders gefragt seien die Kindersachen, verrät die Geschäftsfrau. Wer vom Anblick ausgefallener Mode und kreativen Schmucks animiert wurde, konnte beim Zickraer Markt auch selbst aktiv werden. So beim Herstellen von Schmuck aus Bohnen, was vor allem bei den Kindern gefragt war. Unterhalten wurden die Besucher beispielsweise mit Musik vom Duo Bastschuh aus Zeulenroda oder bei den Modenschauen von „Modiva“. Organisator Andreas Wolf ist mit dem diesjährigen Textilund Schmuckmarkt „Von Kopf bis Fuß“ überaus zufrieden. „Viele Besucher, das Wetter passte, die Stimmung war gut und es wurde gut gekauft“, fasst er das Wochenende zusammen. Von all den Märkten, die Wolf mittlerweile organisiert - 24 sind es in Thüringen und Sachsen -, sei der Zickraer immer noch der beste. Und das treffe sowohl auf den Verkauf, als auch auf das Ambiente zu. Letzteres sei der Grund, weshalb es wieder so viele Besucher nach Zickra gezogen hat. Kommentar Zickraer Vision Von Katja Grieser Als Andreas Wolf 1997 begann, Märkte im Kulturhof des beschaulichen Örtchens Zickra zu organisieren, hätte er nicht damit gerechnet, dass er mittlerweile ähnliche Märkte in ganz Mitteldeutschland auf die Beine stellen würde. Kapellendorf, Kromsdorf, Erfurt oder das sächsische Blankenhain - der Zickraer schwärmt aus. Für Blankenhain plant er in diesem Jahr sogar den 1. Mitteldeutschen Käse- und Spezialitätenmarkt. Für die Märkte mietet sich Andreas Wolf Burgen oder Schlösser, denn das entsprechende Ambiente sei wichtig. „Ich hatte damals halt eine Vision“, sagt der Zickraer bescheiden und zugleich froh, dass er mit seinen Märkten inzwischen auch überregional Erfolg hat. Es braucht eben mitunter nicht mehr als eine gute Idee, jede Menge Mut und Durchhaltevermögen. Dafür wird Wolf nun belohnt. Fotografische Eindrücke von Antje-Gesine Marsch -
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Der Himmel erglühte über der Greizer Reha-Werkstatt Vogtlandwerkstätten und Reha-Werkstatt Greiz feierten 2. Lichterfest Text & Bild Peter Reichardt Das Lichterfest der Reha-Werkstatt Greiz der Vogtlandwerkstätten sollte eine Fortsetzung finden, so das Resümee der Besucher und Gäste im vergangenen Jahr 2009. Die Veranstalter haben diesen Wunsch wahrgemacht und mit dem vergangenen Sonnabend ein erneutes Zeichen des Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Menschen in Greiz gesetzt. Um es vorweg zu nehmen, das 2. Lichterfest der Reha-Werkstatt Greiz an der Zeulenrodaer Straße war ein noch größerer Erfolg, als im Vorjahr. Es war schon toll, was die Mitarbeiter dieser Werkstatt, ob behindert oder nichtbehindert, da auf die Beine gestellt hatten, mit welcher Begeisterung sie dabei waren, mit welch Engagement sie sich ihren Aufgaben stellten und diese ausfüllten. Die Greizer und ihre Gäste lohnten es ihnen mit einem überwältigenden Besuch dieses 2. Lichterfestes, wobei es dabei nicht nur darum ging zu zeigen, was man als Behinderter alles leisten kann. Nein, es ging auch darum, miteinander zu feiern, ins Gespräch zu kommen und somit Integration dieser Menschen in das gesellschaftliche Zusammenleben, in die Gesellschaft und durch die Gesellschaft, zu fördern. Ein Unterfangen, das man ohne weiteres als gelungen einschätzen muß. Waren doch neben den vielen Gästen aus Greiz und der Region auch eine ganze Anzahl Bewohner von Behinderteneinrichtungen unter den Festgästen und feierten mit Feuereifer mit. Und was es da alles auf dem 2. Lichterfest der Reha-Werkstatt Greiz zu sehen und zu erleben gab, das war schon was. Holger Neupert, der Leiter dieser Reha-Werkstatt, und seine Mitarbeiter hatten wohlweislich in diesem Jahr den Festplatz vor der Werkstatt vergrößert, um den Andrang der Gäste bewältigen zu können. Die Vogtlandwerkstätten hatten wieder ein liebevolles Sortiment der von ihnen erzeugten Produkte nicht nur zur Schau, sondern auch zum Verkauf gestellt, was von den Besuchern rege genutzt wurde. Das Rad Center Greiz, ebenfalls eine Einrichtung des Hauses, hatte geöffnet und informierte über die neuesten Trends bei den Pedalos. Ja, selbst Tandemräder und Elektrofahrräder konnten angesehen und erprobt werden. Natürlich wollte man damit einen möglichen Kundenkreis für die Leistungen und Produkte der Vogtlandwerkstätten ansprechen, Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen und vorstellen, was in den Vogtlandwerkstätten alles geleistet wird. Und da waren die Mitarbeiter des Bistro 92 nicht weg zu denken, die mit ihren kulinarischen Überraschungen den Gaumen vieler Festgäste kitzelten. Eine nicht zu unterschätzende soziale Aufgabe, die die Einrichtungen der Vogtlandwerkstätten leisten und den behinderten Menschen ein soziales Umfeld liefern. Doch nicht nur für den Gaumen, von Mutzbraten über Spezialitäten vom Grill, leckere Bowlen, natürlich auch das kühle Blonde vom Faß, bis hin zu Eis, Krapfen und anderen süßen Leckereien, galt es zu genießen. Nein, ein Lichterfest ohne Lampions für Kinder, das geht nicht. Also bastelten sich viele der kleinen Besucher einen solchen. Die Hüpfburg des Kreissportbundes Greiz e.V. war für die Kleinen ein weiterer Anziehungspunkt, um sich auszutoben. Die Großen wollten es da etwas gemütlicher, aber doch mit Schmiß. Dem trugen die Reichenbacher Schalmeien Rechnung und unterhielten mit hinreißenden und flotten Melodien die Besucher und Gäste dieses 2. Lichterfestes. Frapierend, was die Percussion, oder, wie der Volksmund sagt, die Radaubude dieser Truppe zeigte. Sie rissen mit ihrem Feuerwerk an Klang- und Schlagfolgen auf Pauke, Trommel und anderen Schlaginstrumenten nicht nur ihre eigenen Musikkameraden an den Schalmeien mit, sondern auch das Publikum, das lautstark applaudierte. Für den guten Ton an diesem Abend sorgte, neben den Reichenbacher Schalmeien, Topmix 24 aus Elsterberg mit heißen Discoklängen. Ja, selbst Musikwünsche wurden erfüllt und heizten damit die Stimmung unter den Gästen weiter an. Apropos anheizen! Die Greizer Faschingsgesellschaft tat dies mit Bravour mit ihrer Kindergruppe, den Teenies und der Garde, wobei die Kinder sich über „Schule satt“ ausließen, die Teenies mit Hipp Hopp zu gefallen wußten und die Garde sich mit Abbamelodien präsentierte. Als dann auch noch Pauline Sturm, das Tanzmariechen der GFG, auf die Bühne wirbelte, da gab es Bravo-Rufe von den Zuschauern. Doch nicht nur die Greizer Faschingsgesellschaft war mit von der Partie. Nein, auch der Duhlendorfer e.V. mit seiner Formation „New Generation“, also die Karnevalisten aus Neustadt/Orla, zeigten auf der Bühne, was sie drauf haben. Ein farbenfrohes und feuriges Zirkusbild und ein Ausflug zum König der Löwen waren ihre Beiträge für das Lichterfest der Reha-Werkstatt Greiz, die mit viel Beifall aufgenommen wurden. Doch ein Lichterfest ohne Feuer, nicht denkbar! Alexandra mit ihrer Limbo-Show brachte da die Stimmung zum Kochen. Viele der Zuschauer stöhnten bei den Gedanken an ihren Rücken auf, als sie sich unter Messern und Flammen bewegte und die Limbostangen mit unglaublicher Gelenkigkeit bewältigte. Und dem setzten dann die Feuerwerker von „hellster fireworks“ mit den Flammen und Sternen am Abendhimmel noch einen drauf. Ihr Feuerwerk war der krönende Abschluß dieses 2. Lichterfestes der Reha-Werkstatt Greiz, das, laut Aussage des Werkstattleiters Holger Neupert, auch 2011 eine erneute Auflage erfahren soll.
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Nur Hohndorf und Pöllwitz bisher gesichert Zukunft für Oberland-Jugendklubs unklar Pöllwitz (OTZ/G. Wetzel). Die Zukunft einiger Jugendklubs im Vogtländischen Oberland ist unsicher. Am 18. Mai endet in den Jugendbegegnungsstätten Bernsgrün, Cossengrün, Hohndorf und Pöllwitz die im Mai 2009 begonnene Maßnahme „Jugendbetreuung“. Eine nahtlose Weiterführung der Betreuungsmaßnahmen ab 19. Mai für voraussichtlich ein Jahr ist derzeit nur in Hohndorf und Pöllwitz gesichert. Beide Einrichtungen werden in der Kategorie 1 über die Arge Landkreis Greiz zu 100 Prozent gefördert. Für die Betreuung in Hohndorf wird Aneta Gebelein und für Pöllwitz wieder Joachim Schindler verantwortlich sein. Die Regie der Maßnahme liegt in den Händen des gemeinnützigen Vereins Naterger Ostthüringen. Für Bernsgrün und Cossengrün wurden die gestellten Anträge bei der Arge nicht bewilligt. Naterger und die Gemeinde bemühen sich aber gegenwärtig mit Förderanträgen bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) um die Weiterführung der Jugendklubs. Die Öffnung der Begegnungsstätten in Bernsgrün und Cossengrün wäre nach Bewilligung der GfAW und Kofinanzierung über die Arge frühestens ab 19. Juli möglich. Die Kinder und Jugendlichen aus Bernsgrün und Cossengrün können zwischenzeitlich die Einrichtungen in Hohndorf und Pöllwitz mit besuchen, empfiehlt die Gemeindeverwaltung Vogtländisches Oberland. |
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Aus dem fürstlichen Nähkästchen geplaudert Mit dem Reußenpaar auf dem Oberen Schloss Von Susann Grunert Greiz (OTZ). „Willkommen Volk zu Greiz“, begrüßt das Greizer Reußenpaar am Sonnabend rund 20 „Untertanen“, die mit den adligen Häuptern zu einer fürstlichen Führung das Obere Schloss erkunden wollen. Schon beim Erklimmen des Schlossberges hat die Fürstin dabei nette Anekdoten zu erzählen. So war der frühere Schulweg der Kinder vom Schloss zur Goetheschule wegen seiner verborgenen Plätze auch bei Liebespaaren beliebt, „die kannten noch Romantik“, seufzt es. Vorbei an Tor- und Kassenhaus, letzteres das „Finanzamt der damaligen Zeit“, gibt es zur Führung auch Interessantes zur Namensgebung der Zentaeiche zu erfahren. „Heinrich der VI. wurde in der Schlacht von Zenta tödlich verwundet“, erzählt der Reußenfürst. Sein Pferd überlebte den Herren um 30 Jahre, und wurde dann unter der Eiche begraben. „Hier im Kavaliershaus waren zur Freude der Damen junge Adlige auf Studienreise untergebracht“, plaudert die Fürstin. Vorbei am Brunnenraum, der nie einen Brunnen sah, Stelzertor und Schimmelzelle führt das Reußenpaar die Besucher auch in die heiligen Hallen des um 1540 erbauten Schlosses. Hier konnte sich das „einfache Volk“ mit den damaligen Tischsitten vertraut machen: „Mit dem Tischtuch konnte sich der Mund gewischt, aber nicht hinein geschnäuzt werden“, erfährt die schmunzelnde Menge. Als die Tour ins mittelalterliche Gewölbe führt, kehrt bei vielen die Jugend zurück: „Wir haben früher im ’Schlosskeller’ getanzt“, erinnert sich eine Greizerin, „doch man erkennt es heute nicht wieder“, spricht sie die umfangreichen Arbeiten an, die im Zuge der Museumseröffnung laufen. „Es war sehr schön und interessant“, lautet das Resümee, als man mit dem Reußenpaar den Rückweg vom Schloss antritt. |
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Die Linke gedenkt in Greiz Tag der Befreiung xxxxx Greiz (OTZ/M. Hilbert). „Thank you“, „Merci“, „Spasibo“ - rund 25 Personen dankten am frühen Sonnabend auf dem Alten Friedhof in Greiz den Allierten für die Befreiung vom Faschismus. Dazu geladen hatten die Greizer Vertreter der Partei Die Linke. Sie gedachten damit dem 65. Jahrestag der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 und legten an den verschiedenen Kriegsmahnmalen auf dem Friedhof symbolisch rote Nelken und Rosen nieder. „Nie wieder Krieg von Deutschland aus“, mahnten die Redner, wie Reiner Vogel, von den Senioren der Linken, Dr. Michael Gölles, Vorsitzender des Freidenkervereins, und Autor Rudi W. Berger, und prangerten gleichzeitig den Afghanistaneinsatz an. Zudem erinnerten sie in geschichtlichen Exkursen an die Ankunft der allierten Soldaten und gedachten der vielen Opfer, die dieser Krieg in Deutschland und weltweit forderte. |
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Kein bisschen leiser geworden
Rund 120 ehemalige Mitglieder des Kreismusikzuges treffen sich in Greiz Von Susann Grunert Greiz (OTZ). Ihre Instrumente hatten die rund 120 ehemaligen Mitglieder des Kreismusikzuges Greiz zur Wiedersehensfeier am Sonnabend in Greiz zu Hause gelassen. Laut wurde es trotzdem, als sie gemeinsam in Erinnerungen schwelgten. „Der sieht ja noch so aus wie vor 20 Jahren“ oder „Wie heißt sie doch gleich“ waren die bestimmenden Sätze im Stimmengewirr. 1963 von Adolf Jedrzejszak gegründet, zählte der Greizer Kreismusikzug zu Spitzenzeiten Mitte der 70er Jahre über 300 Mitglieder. „Hervorgegangen sind wir aus der Pohlitzer Schalmeienkapelle“, erzählt Lothar Schödel, der einst auf der Trommel spielte und das Treffen organisierte. Den Schalmeien folgten schnell Hörner- und Flötenzug und schließlich ein Blasorchester. Schüler aus Greiz und Pohlitz, Irchwitz oder Aubachtal ließen Marschmusik zu Fackelumzügen und Musikfesten oder politischen Großveranstaltungen wie dem 1. Mai erklingen. „Doch am schönsten waren die Zeltlager in Waren an der Müritz“, fährt Lothar Schödel fort. Mit alten Fotos und einem Film von Hasso Geipel, Leiter des Blasorchesters, im Gepäck ging es auf Zeitreise. Die Zeltlager in Waren gehörten zu den schönsten Zeiten. Lothar Schödel, Organisator des Kreismusikzug-Treffens Geprobt wurde wöchentlich in Schulen, Turnhallen und bis 1980 auch in der Alten Wache in Greiz. „Die Volksbildung hatte die Hand über uns“, erzählt Ekkehard Bohm, letzter Leiter des Kreismusikzuges. So wurden Ausbildung und Instrumente oder die Betriebskosten der Proberäume abgedeckt. Die Ausbilder stammten vom Greizer Sinfonieorchester. Zur Wendezeit löste sich der Zug mit noch 60 Mitgliedern auf. „100 Leute waren mein Ziel, jetzt sind es sogar mehr geworden“, freute sich Lothar Schödel über die gute Resonanz zum Wiedersehenstreffen, zu dem Mitglieder aus ganz Deutschland anreisten, „viele haben sich ja fast 30 Jahre nicht mehr gesehen“, ergänzt er. |
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Wir wollen Sensibilität schärfen 150 Patienten ließen sich zum Gefäßtag im Greizer Krankenhaus die Hauptschlagader untersuchen Antje-Gesine Marsch „Da bin ich aber froh; die Untersuchung ergab keinen Befund“, atmete Dorothea Möbus auf. Die Zeulenrodaerin war eine von gut 150 Patienten, die sich am Sonnabend auf den Weg zum Screening-Untersuchungstag ins Greizer Krankenhaus gemacht hatten. „Nachdem der Besucherandrang im Herbst letzten Jahres zum Thema „Bauchaortenaneurysma“ so groß war und wir sogar Interessierte wegschicken mussten, haben wir uns entschlossen, diese Möglichkeit der Untersuchung erneut anzubieten“, fasste der Chefarzt der Klinik für Allgemeine, Gefäß- und Viszerale Chirurgie der Kreiskrankenhaus Greiz GmbH, Dr. med. Jürgen Heyne, zusammen. Ihm zur Seite standen an zwei weiteren Screening-Geräten die Chefärztin des Röntgendiagnostischen Zentrums, Dr. med. Christiane Marx, sowie die Leitende Oberärztin Dr. med. Sabine Bachmann. Wie wichtig solch eine Ultraschalluntersuchung ist, erklärte Chefarzt Heyne: „Das Bauchaortenaneurysma ist deshalb so gefährlich, weil es nahezu schmerzlos ist und der Patient lange Zeit nichts merkt. Die Aussackung der Hauptschlagader erzeugt fast keine Beschwerden.“ Dabei steige das Risiko mit zunehmenden Alter; hoher Blutdruck und Rauchen würden es noch erhöhen. Die kurze, schmerzlose Ultraschalluntersuchung sei die sicherste und zudem einfachste Möglichkeit, diese Erkrankung auszuschließen, so Chefärztin Marx. Dabei wunderte sich die Medizinerin, dass es vor allem Frauen aller Altersgruppen waren, die sich diesem Check unterzogen; Männer seien da wohl ängstlicher. (Männer sind Schisshasen sagte sie…) Bei zwei der am Sonnabend Untersuchten gab es einen Befund, wie Chefarzt Heyne feststellte. Die Bilder würden nun dem Hausarzt zugestellt, damit dieser weitere Maßnahmen einleiten könne – nämlich im Krankenhaus eine genaue Diagnose erstellen zu lassen. Die Patienten hätten zwar überrascht, aber dankbar reagiert, wobei Chefarzt Heyne auch erklärte, dass diese Krankheit nicht von einem Tag zum anderen ausbricht, so dass nicht Panik angezeigt sei, sondern bedachtes Handeln. „Wir haben hier im Hause ein sehr gut funktionierendes Gefäßzentrum, um die Patienten dann umfassend zu behandeln“, wie Oberärztin Bachmann unterstrich. Dass das Interesse und der Andrang zum Gefäßtag so groß waren, freute die Mediziner: „Wir haben damit unser Ziel erreicht: die Sensibilität für diese Erkrankung zu schärfen.“
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Musikalisches Geschenk zum Muttertag Frühlingskonzert der Kreismusikschule Greiz (OTZ/M. Hilbert). Gleich zwei Anlässe boten sich den jungen Musikanten der Kreismusikschule „Bernhard Stavenhagen“ Greiz für ihr Konzert gestern im Weißen Saal des Unteren Schlosses. Zum einen wurde mit verschiedenen traditionellen Frühlingsmelodien selbiger herauf beschworen. Zum anderen bereiteten die Kinder ihren Müttern so ein musikalisches Geschenk zum Muttertag. Eröffnet wurde die musikalische „Matinee zum Muttertag“ mit zwei Liedern der Kindergesangsgruppe. Nach der Begrüßung durch Musikschulleiter Ingo Hufenbach, in der er auch auf das gemeinsame Familienfest von Musikschule, Museum und Kirche am 13. Juni hinwies, waren die Jung-Instrumentalisten an der Reihe. Quer durch die Musikgeschichte spielten sich die Blockflötisten, Geiger, Pianisten, Gitarristen, Zither- und Akkordeonspieler, mal mit Begleitung, mal im Ensemble, mal ganz allein. So spielten sie vom Volkslied über das klassische Stück bis hin zum modernen Blues Song abwechslungsreiche Klänge. Nicht nur einmal entlockten dabei die erstaunlichen Fähigkeiten der teils noch sehr jungen Musikschüler den Besuchern im vollbesetzten Weißen Saal ein spontanes „Bravo“. Mit dem Abschiedslied des Gitarrenensembles, das von der Zither begleitet wurde, endete das rund einstündige Frühlingskonzert, das wieder eine sehr gute Werbung für die Greizer Musikschule darstellte. Bevor die Gäste jedoch in den Sonntag entlassen wurden, gab es für alle Muttis noch eine Rose zum Muttertag. |
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Dem Campus Flügel verliehen Hunderte bei Konzert von Vogtland Philharmonie in Gera Von Katja Schmidtke Gera (OTZ). Die Stars des gestrigen Abends kommen - wie es sich für Hauptdarsteller gebührt - nicht pünktlich. Doch als der Konzertchor des Geraer Goethegymnasiums durch das Kirchenschiff der Geraer Johanniskirche nach vorn zur Bühne schreitet, brandet heftiger Applaus auf. Philharmonie-Dirigent Stefan Fraas überlässt Chorleiter Christian Frank den Taktstock. Voll besetzt ist die Kirche im Geraer Zentrum. Vom Schüler über die junge Familie bis zum Seniorenpärchen - alle sind gekommen, um das Konzert des Chores mit der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach zu hören. Unter dem Motto „Wir verleihen dem Campus Flügel“ hatte der Rotary Club Gera zu dieser Benefizveranstaltung eingeladen. Präsident Uwe Müller sagte, die Jugendförderung sei eine der vier Rotary-Säulen. So kommt die Hälfte des Konzerterlöses dem Goetheygmnasium zugute. Damit soll ein Konzertflügel finanziert werden. Er soll der Schule übergeben werden, sobald der neue Campus Realität geworden ist. Die zweite Hälfte des Erlöses geht an das Osterlandgymnasium, das Dörffelgymnasium Weida und das Gymnasium Greiz. Wie viel Geld zusammen gekommen ist, konnte Rotary- Präsident Müller gestern noch nicht sagen. Fest steht aber: „Das Konzert war ein voller Erfolg“. Für Gänsehaut-Stimmung hat besonders die Interpretation „Cloudburst“ von Eric Whitacre gesorgt, in der sich Stimmen, Glöckchen, Fingerschnipsen und Klatschen wahrlich zu einem Gewitter vereinten. Naturgewalten waren auch das Thema im Rahmenprogramm. Weil sie sich nach dem Tsunami 2004 für den Wiederaufbau einer Schule in Sri Lanka engagierten, wurden Jürgen Weerth, deutscher Botschafter a.D., und Dieter Althaus, Ministerpräsident a.D., mit der höchsten Rotary-Auszeichnung geehrt. Weerth dankte im Namen der Kinder von Sri Lanka für die Hilfe aus Gera. „Worte wie Schulreform gibt es in Sri Lanka nicht. Die Schule ist ein Ort des Wollens“, sagte er. Ob bewusst oder unbewusst, Jürgen Weerth jedenfalls schlug damit einen Bogen zum Goethegymnasium und den engagierten Schülern, die einen neuen Campus nicht nur gewollt, sondern auch dafür gekämpft haben. |
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Ein Zentrum innovativer Ideen
Bio-Seehotel Zeulenroda als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet Von Denise Kirchner Zeulenroda. In der Doppelstadt Zeulenroda-Triebes gibt es seit gestern den zweiten „Ausgewählten Ort im Land der Ideen“. Nach der Dreieinigkeitskirche, die durch die Restaurierung nun auch kulturell genutzt werden kann, erhielt gestern das Bio-Seehotel eine Auszeichnung im Rahmen der bundesweiten Standortinitiative „Deutschland - Land der Ideen“, die mit der Deutschen Bank realisiert wird. Das naturnahe Wohlfühl-Tagungshotel erhielt die Ehrung in der Kategorie Sport und Tourismus. „Das nachhaltige Geschäftsmodell ist beispielhaft für Deutschland“, sagte Dr. Tanja Zschach von der Deutschen Bank. „Neben der klimaneutralen Ausrichtung aller Aufenthalte, Übernachtungen und Tagungen bis hin zum Strom, der aus Wasserkraft gewonnen wird, bietet das Hotel eine Vielzahl innovativer Ideen. Das ist ökologisch sinnvoller Tourismus ’Made in Thüringen’.“ Gelegen an der Trinkwasser-Talsperre, wurde das frühere FDGB-Heim von Hans B. Bauerfeind erworben und ab Juli 1999 umgebaut. Im September 2001 eröffnete es als Hotel der Vier-Sterne-Superior-Kategorie. Direktor Oliver Hasert fühlte sich gestern sehr geehrt. „Vor vier Jahren haben wir uns auf den Weg gemacht, ein nachhaltiges Geschäftskonzept zu entwickeln - Bio war der Beginn auf diesem Weg.“ Längst bringt sich das Hotel auch aktiv in die Entwicklung des Umfeldes ein, so in die„Bioenergieregion Thüringer Vogtland“ oder im Projekt Schule/Wirtschaft. |
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Hohe Schule der Virtuosität
Greizer Jazzwerk präsentiert Klangspektrum von traditionell bis avantgardistisch Von Karsten Schaarschmidt Greiz. Superlative sind gefährlich, doch beim diesjährigen Jazzwerk kommt man nicht umhin, sie zu benutzen. Was mit dem Auftaktkonzert bereits furios begann, setzte sich Freitag und Sonnabend im Haus Friedensbrücke auf höchstem musikalischen Niveau fort. Die jeweils knapp 200 Zuhörer riss es zu Zwischenapplaus und wahren Beifallsstürmen hin. Musikalisch gesehen, durchstreift die diesjährige Auflage des Jazz-Festivals beinahe das komplette Spektrum des Jazz. Traditionelles im Stile des Bop steht ebenso im Programm, wie avantgardistisch-abstrakte Musik oder druckvoller Genremix aus Jazz, Funk und Blues. Den Freitagabend eröffnete die USPianistin Connie Crothers mit ihrem Quartett. Im Stile Lennie Tristanos errichtete sie mit ihren Kompositionen Klangkonstruktionen, die voller Spannung und gleichsam geprägt von Gespür für filigrane Strukturen waren. Im Besonderen im Dialog mit ihrem Musikerkollegen, Richard Tabnik am Altsaxofon, und im Allgemeinen mit Ken Filiano am Kontrabass und Klaus Kugel am Schlagzeug erforschten sie neue Tonwelten, umkreisten sich, um wieder zu einem Ganzen zu kommen, das das eine Mal eine feinfühlige, das andere Mal eine kraftvolle Atmosphäre klanglicher Schönheit erzeugte. Vielleicht war es die Steigerung des Außergewöhnlichen, was das Publikum danach zu hören bekam. Auf jeden Fall war das Konzert des Bassklarinettisten Michael Riessler, des US-Mundharmonikaspielers Howard Levy und des französischen Akkordeonisten Jean-Louis Matinier das Zusammentreffen von musikalischer Artistik, Virtuosität und Spielfreude. Geprägt von schwierigsten Harmonien und dem Willen, aus Jazz, Folklore, Blues, südamerikanischer Rhythmik und avantgardistischer Musik Neues zu schaffen, zauberte das Trio eine von melancholisch-balladesk bis kraftvoll-fröhlich reichende Klangwelt. Was Matinier seinem Akkordeon an Tönen entlockte, war dabei ebenso unglaublich, wie die Rhythmuseinlage, die Riessler über die Klappen seiner Bassklarinette inszenierte oder das Klangspektrum, das Levy seiner Mundharmonika abrang. Mit klarem Bekenntnis zur Tradition des Jazz der 1950-er und 1960-er Jahre übernahm am Sonnabend das holländische Quartett „Talking Cows“ die Bühne. Klug arrangierte Titel und intelligente Improvisationen prägten die spannungsvolle und von überraschenden Wendungen geartete Musik der Niederländer. Ihnen folgten „Blowing Front“, die mit reichlich Show einen wahren musikalischen Orkan aus Jazz, Funk, Blues und Latin entfachten. Vor allem die Bläserabteilung mit dem US-Amerikaner Roby Edwards am Tenorsaxofon sowie dem Kanadier Mike Segal und dem Kubaner Regis Molina an den Altsaxofonen sorgten für enormen Druck. Dass trotz des Spektakels die Individualität aller Bandmitglieder und ihre unterschiedlichen Spielweisen nicht verloren gingen, ist einer der Pluspunkte der Formation, die das Greizer Publikum regelrecht von den Stühlen riss. Richtig wild wurde es nach den Konzerten, denn zum Tagesausklang vereinten sich „Blowing Front“ und „Talking Cows“ zu Jam-Session, in die u. a. Sigi „Lee“ Nachreiner an der Trompete und Matthias Schöppe an den Congas einstiegen. Ein Tagesausklang, der nochmals das musikalische Können aller Beteiligten unter Beweis stellte und den Abend endgültig krönte. |
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Mit kleinen Kunststücken gepunktet Frühlingsfest der Greizer Hundefreunde Von Silke Groß Greiz (OTZ). Bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein feierten die Greizer Hundefreunde e. V. am Sonnabend auf dem Gelände um das Vereinsheim in Greiz-Sachswitz das dritte Frühlingsfest. Zahlreiche Tierfreunde und Hundebesitzer kamen, um die Vielfalt der Hunderassen, ihre spezifischen Fähigkeiten und Neigungen in den Vorführungen zu bestaunen. Anerkennenden Applaus gab es da im Parcours der Schutzhunde im Polizeidienst, für deren Gehorsam, Geschicklichkeit und Ausdauer. In der Hunde-Talentshow gab es mit Sindy Jannsen und ihrem Yorkshire-Terrier „Luna“ leider nur einen Bewerber. Der gerade mal ein Jahr alte Hund begeisterte mit dem Beherrschen der Kommandos „Sitz“, „Platz“, „Fuß“ , „Steh“ und „Bring“ sowie kleinen Kunststückchen wie das Springen durch Reifen und um „Leckerlis“ bitten. Selbst die für Hunde untypische Fortbewegung des Kriechens meisterte das Hündchen spielerisch. Von den Zuschauern wurden aus der Staffel von sieben Mischlingen die drei sympathischsten Vierbeiner gekürt. Auch hier hatten die Kleinsten die Nase vorn und holten sich die von Sponsoren gestifteten Preise. Neben den sportlichen Programmteilen gehörte für viele langjährig Hundesportler der Erfahrungsaustausch und die Freude über das Wiedersehen selbstverständlich dazu. So verweilte man bis in den späten Abend. Da gab es dann noch die Hundmodenschau zu bestaunen und im Festzelt wurde das Tanzbein geschwungen. Wer die Frage „Wie viele Meerschweinchen benötigt man, um ein Spanferkel auszuwiegen“ beantworten konnte, gewann das bunt gefleckte muntere Schweinchen, welches für die jüngsten Besucher genauso interessant war wie Schäferhund, Labrador, Jagdhund und Co. |
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Kranzniederlegung zum Tag der Befreiung von der Nazi-Diktatur
Anlässlich des 8. Mai 1945 gedachten am Sonnabend auf Zeulenrodas Rosa-Luxemburg-Platz Heinz Elter, Vorsitzender der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft in Thüringen und Sven Weber, Ortsvorsitzender der Partei Die Linke in Zeulenroda-Triebes, des Tages der Befreiung vor 65 Jahren. Denise Kirchner / 10.05.10 / OTZ-Zeulenroda. Wahrlich symbolträchtig und für immer erinnerungswürdig ist der 8. Mai für Deutschland und die ganze Welt. Denn an diesem Tag des Jahres 1945 - also vor genau 65 Jahren - endete nach fünf Jahren, acht Monaten und acht Tagen der verheerende Zweite Weltkrieg. Am Samstag gedachte dazu auch auf Zeulenrodas Rosa-Luxemburg-Platz eine überschaubare Gruppe der Kriegsopfer. Zwei Kränze mit roten Schleifen wurden von Heinz Elter, Vorsitzender der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft in Thüringen, sowie von Sven Weber, Ortsvorsitzender der Partei Die Linke in Zeulenroda-Triebes, am Mahnmal des Zweiten Weltkrieges niedergelegt. Einige Sympathisanten sowie Vertreter der Bürgerinitiative Zeulenroda legten dazu noch einzelne Blumen nieder. "Wir begehen und feiern heute den Tag der Befreiung. Er wird und soll immer ein Tag der Erinnerung an die vielen Opfer sein", mahnte Heinz Pfeiffer in seiner kleinen Ansprache. Er wurde damals selbst mit 16 Jahren eingezogen und befand sich zum Kriegsende in amerikanischer Gefangenschaft am Rhein. Pfeiffer plädierte dafür, dass der Tag der Befreiung ein gesetzlicher Feiertag sein möge, damit Geschehenes nie in Vergessenheit gerät. Hierbei verwies er auf Afghanistan: "Die BRD muss am Hindukusch Sicherheit und Freiheit walten lassen. Völker seid wachsam. Ein neuer Krieg würde die Menschheit zerstören." Sven Weber bat im Anschluss noch um einen Moment des Verweilens und hoffte, dass in den nächsten Jahren auch andere demokratisch-politische Organisationen an dem Gedenken teilnehmen. |
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Roter Teppich wie in Cannes
Großer Bahnhof gestern Mittag in Zeulenroda-West. Dixieland-Klänge hallen durchs Wohngebiet, die Giengener Straße ist zugeparkt. Gäste über Gäste durchschreiten einen weißen Pavillon, um auf dem roten Teppich vor der VIP-Wand fotografiert zu werden. Steffen Beikirch / 08.05.10 / OTZ-Zeulenroda. Nein, Zeulenroda hat keine neuen Filmfestspiele bekommen. Die Lacos Computerservice GmbH feierte einfach ihr 20-jähriges Bestehen. "Das hat gut getan, hier runter", strahlte der Wöhlsdorfer Ervema-Chef Wolfram Köber. Wie alle anderen Gäste, mehrheitlich Kunden des Unternehmens, schritt er vorbei an den "Golden Dixies" aus Gera. "Ihr seid ja sowas gewöhnt. Aber unsereiner", flachste Köber, als er den beiden Firmengründern Bernd Damme und Holger Hübschmann von Herzen gratulierte. So, wie rund hundert weitere Besucher auch. Mit Witz und Charme blickten Damme und Hübschmann auf die Firmengeschichte zurück, nachdem sie auch Kunden und Partner aus Ost und West hatten zu Wort kommen lassen. Beide kennen sich schon 40 Jahre, begannen 1970 in Leipzig Landwirtschaft zu studieren. Als gelernte Rinderzüchter übernahmen sie 1978 einen Schweinebetrieb, die ZGE Läuferproduktion Läwitz. Die vielleicht erste LPG-Unternehmung, die einen Computer besaß. Zur Wende sprachen die beiden Zeulenrodaer ganz frech bei Land-Data in Kulmbach vor, fanden tatsächlich Gehör und Zugang zur Branche. Im März 1990 dann die Vorbereitungen für den eigenen Neustart: Mit einer Infoveranstaltung für landwirtschaftliche Unternehmen lockten die zwei Freunde 450 Leute an der Startschuss für die Selbstständigkeit. Die Firmengründung vom 1. 4. 1990 war alles andere als ein Aprilscherz, auch wenn es den beiden noch häufiger so vorkam. Ihre Gewerbeanmeldung trug die Nummer 12 in Zeulenroda samt Stempel mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Die ersten Räume mietete man in der Friedrich-Ebert-Straße. Am 17. November 1991, zur Ladeneröffnung in der Greizer Straße, war die Schlange der Computerbegeisterten hundert Meter lang. Als das Geschäft mit Hard- und Software immer umkämpfter wurde und die Margen sanken, kehrten Damme und Hübschmann zu ihren landwirtschaftlichen Wurzeln zurück, kombinierten sie mit ihren Programmierkenntnissen. Mehrfach schafften sie es, mit Innovationen aus der Talsohle herauszukommen. Zum Beispiel mit dem frühzeitigen Einsatz der mobilen Palm-Computer. Die PDAs gelten noch heute als Nonplusultra für landwirtschaftlichen Anwendungen. 1999 sprang Lacos auf die Internet-Euphorie auf und etablierte das Portal ZeuNet für die ganze Region. Der Stadtrat habe das dann aber an die Schwaben vergeben, erinnerte Hübschmann. Als Glücksfall werteten die Chefs nicht nur die Zusammenarbeit mit der Firma Hamburger Software (HS), sondern ab 2002 auch mit der Nordzucker AG und ab 2006 mit der Firma Müller Elektronik. Sie alle trugen dazu bei, dass Lacos "in eine andere Liga hochgepeitscht" wurde. Neben betriebswirtschaftlichen Anwendungen bestimmen mittlerweile satellitengestützte GPS-Agrarlogistik-Lösungen das Kerngeschäft, wie die Navigationssoftware "FieldNav", die 2007 auf der Agritechnica in Hannover eine DLG-Silbermedaille erhielt. Die Bereiche Softwareentwicklung und Dienstleistungen sollen im 22-Mann-Unternehmen weiter etabliert werden, sagten Bernd Damme und Holger Hübschmann (beide 58 Jahre), die Dammes Sohn Thomas (35) gestern offiziell mit in die Geschäftsleitung beriefen. "Ich bin stolz auf Ihr Unternehmen in unserer Stadt", würdigte auch Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU), diesmal als "Fast-Nachbar", die Firma, die eine Altbrache übernommen habe und sich auch gesellschaftlich engagiere. |
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Haarige Angelegenheiten bei Ten Sing Zeulenroda
"Eine haarige Angelegenheit" lautet der Titel des 14. Programms von Ten Sing Zeulenroda, das in der Stadthalle seine Premiere feierte. Ein selbstgeschriebenes Theaterstück mit vielen kleinen Gags, und immer einem tieferen Sinn, bildet das Gerüst eines jeden Programms. Kristin Kulow / 10.05.10 / OTZ-Zeulenroda. Große Aufregung herrscht unter den Waldbewohnern: Kurz nachdem die Blume ihrer Haarpracht beraubt wurde, fehlen sämtlichen anderen Geschöpfen auch ihre Haare. Ein Streit entbrennt, wer ihnen das angetan haben könnte - jeder beschuldigt jeden. Dabei vergessen sie ihren gemeinsamen Traum, den Wald zu verlassen und ins sagenhaft schöne Luraburabu zu gehen. Einzig die Fee hält sich aus allem heraus. Welche Rolle spielt sie in der ganzen Geschichte eigentlich? "Eine haarige Angelegenheit" lautet der Titel des mittlerweile 14. Programms von Ten Sing Zeulenroda, das am Freitagabend in der Stadthalle seine Premiere feierte. Ein selbstgeschriebenes Theaterstück mit vielen kleinen, auch ab und an unbeabsichtigten Gags, und immer einem tieferen Sinn, bildet das Gerüst eines jeden Programms. Hinzu kommt jede Menge Musik: Chor und Band studieren gemeinsam Lieder ein, die die Ten Singer vorher gewählt haben, Solisten melden sich dafür. Dabei ist es ganz gleich, ob die Lieder aus den aktuellen Charts stammen, Evergreens oder in welche Musikrichtung auch immer eingeordnet sind. "Lass mich nie mehr los" von den Sportfreunden Stiller, und "Funhouse" von Pink waren neben "Africa" von Toto zu hören. Abgerundet wird das Programm von den Darbietungen einzelner Workshops. Bei der POI-Jonglage im Schwarzlicht konnte das Publikum die Gedanken schweifen lassen und staunen, wie beeindruckend diese Art des Bändertanzes aussieht. Die Ten Singer aus dem Workshop "Stomp" hatte sich diesmal etwas Außergewöhnliches einfallen lassen: Anstelle von Besen, Eimern und Müllbehältern rissen sie mit Rhythmen mit, die sie allein durch Tierstimmen-Imitation machten. Ten Sing bedeutet nicht Perfektion, sondern in erster Linie Spaß am Musizieren und Auftreten. Da ist es auch leicht zu verzeihen, dass die eine oder andere Umbaupause etwas mehr Zeit in Anspruch nahm. Einzig unnötig erscheint eine Pause mitten im Programm, die Unruhe ins Publikum bringt. Die rund 400 Zuschauer waren begeistert von dem, was die Jugendlichen einmal mehr auf die Beine stellten. Lautstarke Unterstützung erhielten die Zeulenrodaer von den Ten Singern aus Gera - diese Gruppe hatten die Zeulenrodaer übrigens 2002 selbst ins Leben gerufen. Und spätestens beim Abschlusslied "Like a Prayer" von Madonna hielt es fast keinen mehr auf den Sitzen - es wurde mitgeklatscht und mitgesungen. Und mit zwei Zugaben verabschiedeten sich die rund 30 Jugendlichen von ihrem Premierenpublikum. Wer die Premiere verpasst hat, das Programm aber unbedingt sehen möchte, hat zu einer Ten Sing-Tour Ende Juni Gelegenheit dazu. Und wer zwischen 13 und 19 Jahren alt ist und mitmachen möchte, kann montags, 17 Uhr, im Pfarrhaus, Kirchstraße 17, bei der Chorprobe vorbeischauen. |
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Trotz Regen Spaß beim Karpfenpfeiferfest
Mit 40 Schuss in den Himmel eröffneten die Schützen das 19. Zeulenrodaer Karpfenpfeiferfest - bei richtig schönem Volksfestwetter. Dann kam der Regen, verwandelte die Festmeile in eine Schirmkolonne, konnte der guten Stimmung jedoch nichts anhaben. Steffen Beikirch / 10.05.10 / OTZ-Zeulenroda. Hätten die "Kess"-Mädels mal bloß die Nummer mit den Schirmen weggelassen. Vielleicht wäre der Karpfenpfeifer-Festsonntag gestern trocken geblieben. Petrus muss trotzdem ein Tänzer sein, denn für das Ballett und seine zahlreichen Fans lief alles zur vollsten Zufriedenheit. Der Auftritt der Lokalmatadoren wurde erwartungsgemäß zum Höhepunkt an der Hauptbühne in der Greizer Straße. Als die Truppe von Ramona Schneider fertig war und auch noch einen 1000-Euro-Spendenscheck von der Interessengemeinschaft "Zeulenroda erleben!" übernommen hatte, öffnete der Himmel dann seine Schleusen. Vorne auf der Bühne III an der Speichergasse konnten die sympathischen Tänzer des RocknRoll-Clubs aus Lengenfeld gerade noch ihre Petticoats und Lackschuhe von der Bühne schwingen. Dann verwandelte sich die Festmeile in eine Schirmkolonne. Händler packten eilends Folie über ihre Waren. Jeder noch so kleine Unterstand diente den Passanten ohne Regen-Ausrüstung als rettender Unterschlupf. Dass Innenstadthändler dieser Tage hart im Nehmen sind, zeigte sich, als sie trotzdem ihre Modenschau durchzogen. "Manchmal stimmt der Wetterbericht halt doch", sagte ein Zeulenrodaer im Vorübergehen. Dabei hatte sich noch am Vormittag Hauptorganisator Henri Groß damit gerühmt, dass es in den drei Jahren, in denen er jetzt mit in die Speichen greift, immer tadellos und trocken gewesen sei. Für den Start ab 10 Uhr stimmte das ja auch. Fast frühsommerlich warm war es, als die Schützen zur Eröffnung ihre 40 Schuss in den Himmel jagten. Kesse Sprüche sorgten derweil drüben am Stadtbrunnen für beste Frühschoppenlaune. "Wir spielen bei allen Anlässen - auch bei Hochzeiten und Scheidungen", rief der Anführer der Aumaer Schalmeien-Oldies zwischendurch in die Menge. Kein Geringerer übrigens als Ulrich Enders, Vater von Olympia-Bronzemedaillengewinner René Enders. Die gut gelaunten Musiker lockten schon rund 100 Leute an. An der Scheunengasse gab es unterdessen die diesjährige Attraktion. Michael Held aus Greiz brachte seinen 100-Tonnen-Autodrehkran in Stellung. Zum ersten Mal beim Fest in Zeulenroda dabei, konnte man mit dessen stabilem 15-Mann-Krankorb 55 Meter in die Höhe reisen und somit bequemer und besser den Ausblick genießen, als es am Nachmittag auch vom Turm der Dreieinigkeitskirche ging. "Da könnt ihr genau sehen, wer seine Dächer schon gemacht hat und wer nicht", witzelte Held und bot für besonders Ängstliche auch "Kabelbinder für die Hose" an. Der kleinen Leonie (4) aus Zeulenroda machte die Fahrt in den Himmel aber ebenso wenig aus, wie dem Silberfelder Patrick Teuscher, der seine Wöhlsdorfer Freundin Jenny Heuschkel im Arm hielt. Hatte man nach dem Sonntagsbraten noch das Gefühl, dass es diesmal bei der Festvielfalt im Umkreis wohl doch etwas geruhsamer zugehen würde, so schoben sich nach 14 Uhr dann doch wieder die Massen durch die Greizer Straße. Bis der Regen gegen 15.30 Uhr die Spreu vom Weizen trennte. Das 19. Karpfenpfeiferfest wusste trotzdem zu gefallen und machte wieder ordentlich was her. |
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Hohndorfer Kantersieg
Fußball, Männer, Kreisliga: Untergrochlitz daheim nur mit einem Unentschieden Auma (OTZ/Georgius). SV Blau-Weiß Auma - B-W Niederpöllnitz II 2:4 (1:3) Ein wichtiger Auswärtssieg der Niederpöllnitzer im Kampf um Platz zwei. Zunächst ging Auma in Führung. Durch einen lupenreinen Hattrick drehte Jens Mauldorf das Spiel bis zur Pause. Vor dem Ausgleich hatten die Aumaer den Ball wegen Verletzung ins Seitenaus geschlagen, bekamen ihn aber nicht zurück. Der Gastgeber drängte nach der Pause auf eine Resultatsverbesserung, aber mit Mauldorfs viertem Treffer war die Partie für die Gäste gelaufen. Torfolge: 1:0 Reifenstahl (14.); 1:1, 1:2, 1:3 Mauldorf (29., 32., 36.); 1:4 Mauldorf (78.); 2:4 Piegholdt (88.). SR: Krumbholz (Thalbürgel). SV 60 Untergrochlitz - SV Münchenbernsdorf 1:1 (1:1) Untergrochlitz. Eine leistungsgerechte Punkteteilung in Untergrochlitz in einer mäßigen Partie. Münchenbernsdorf musste bereits in der Anfangsphase eine Gelb-Rote Karte verkraften, konnte aber noch vor der Pause die Untergrochlitzer Führung egalisieren. Torfolge: 1:0 Schürer (20.); 1:1 Böhme (36.). Geld-Rote Karte: Daniel Prager (Münchenbernsdorf) 4. Minute. SR: Höfer (Hohndorf). Hohndorfer SV - TSV 1861 Pölzig 5:1 (2:1) Hohndorf. Der Gastgeber scheiterte zunächst an der gut organisierten Pölziger Abwehr. Beim 1:0 verletzte sich der Pölziger Torwart, und der Gast musste in Unterzahl weiterspielen. Der Doppelschlag kurz nach Wiederbeginn brachte die Entscheidung für Hohndorf. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff kam beim Gastgeber der 18 Monate verletzte Daniel Müller ins Spiel und bedankte sich mit dem 5:1. Tore: 1:0 Meinhardt (14.); 2:0 Hampel (27.); 2:1 Glatter (33.); 3:1 Pipig (49.); 4:1 Wolfram (51.); 5:1 Müller (86.). Langenwolschend. Kickers - SSV 1938 Großenstein 0:4 (0:1) Langenwolschendorf. In der ersten Halbzeit konnten die Langenwolschendorfer noch gut dagegenhalten, aber nach der Pause machte Großenstein mit drei weiteren Treffern den Auswärtssieg klar. Der Gastgeber muss nun in der 1. Kreisklasse einen neuen Anlauf nehmen. Torfolge: 0:1 Müller (32.); 0:2 Herzog (50.); 0:3 Müller (62.); 0:4 Pitschel (67.). SR: Hartmut Schüler (Auma). SV Elstertal Bad Köstritz - SV Pöllwitz 1:3 (0:2) Bad Köstritz. Die Köstritzer blieben im gesamten Spiel unter ihren Möglichkeiten und hatten den erstaunlich starken Pöllwitzern nur wenig entgegenzusetzen. Eric Distelmeier brachte die Gäste per Doppelschlag in Führung, sah aber später die Rote Karte. Einzige Ausbeute des Gastgebers war Bondes schönes Freistoßtor. Torfolge: 0:1, 0:2 Distelmeier (16., 21.); 0:3 Heinze (48.); 1:3 Bonde (63.). Rote Karte: Eric Distelmeier (Pöllwitz) wegen groben Foulspiels. SR: Ratzer (Braunichswalde). SG Wünschendorf/Falka - SG Braunichswalde 4:1 (1:0) Wünschendorf. Bei seinem Comeback nach sieben Wochen erzielte Martin Schreiter die ersten drei Wünschendorfer Tore. Winefeld verkürzte für Braunichswalde, aber Einwechsler Daniel Grimm stellte den alten Abstand wieder her. Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0 Martin Schreiter (41., 54., 71.); 3:1 Winefeld (76.); Grimm (86.). SR: Pufe (Münchenbernsdorf). |
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SG-Remis gegen den Aufstiegskandidaten Fußball, Männer, Bezirksliga, Staffel Daßlitz (OTZ/Christian Schädlich). Im vorletzten Heimspiel der Saison traf die SG Daßlitz/ Langenwetzendorf auf den SV Elstertal Silbitz/Crossen, einen weiteren Aufstiegsanwärter. Die Hausherren starteten mit einem frühen Treffer durch Sebastian Michael in die Partie. Nach einem Eckball von Torsten Wirth konnte er völlig freistehend den Ball im Tor unterbringen. Die Silbitzer Abwehr schien in dieser Situation überhaupt nicht im Bilde zu sein (3.). Im Gegenzug scheiterte Marcus Fischer an SG-Torwart Christian Walzel. Als sich Andy Neiß auf der linke Außenbahn durchsetzen konnte und nach innen passte, tauchte dort Ramón Czerwenka in zentraler Position auf und versenkte den Ball zum 2:0 (14.). Die Zweikämpfe bewegten sich nun an der Grenze des Erlaubten, oftmals auch darüber hinweg. Dem Schiedsrichter gelang es über die gesamte Spieldauer nicht, die Aggressivität aus dem Spiel zu nehmen. Wie aus dem Nichts gelang Andy Neiß mit einem Heber der dritte Treffer für die SG, der jedoch wegen angeblichem Stürmerfoul nicht gegeben wurde (29.). Die nächste Möglichkeit der SG folgte durch Marcus Bauch, der nach einem Eckball von Torsten Wirth im Strafraum zum Kopfball kam. Diesen konnte Christoph Haase parieren, der Nachschuss von Sebastian Michael wurde von einem Feldspieler geblockt. So blieb es zur Pause bei der 2:0-Führung der SG. Nach dem Seitenwechsel war es der eingewechselte Davit Eckey, der nach einem langen Pass den Ball per Kopf über den SG-Torhüter hinweg hob und das 2:1 erzielte (49.). Die Gäste waren wieder dran, doch die SG blieb am Drücker. Nach einem Einwurf war Czerwenka mit dem Kopf zur Stelle und zwang Gäste-Torwart Haase zu einer Glanzparade. Mit einem Reflex kratzte der Schlussmann der Silbitzer den Ball aus dem unteren Eck und lenkte ihn um den Pfosten. Auf der Gegenseite gab es Freistoß für den SV Elstertal. Libero Jens Prüfer legte sich den Ball zurecht. Noch während der Schiedsrichter die Mauer stellte, führte er aus und jagte den Ball an der Mauer vorbei ins lange Eck des Tores zum Ausgleich (63.). Dann wäre Andy Neiß allein vor dem Torhüter der Silbitzer durch gewesen, doch Libero Jens Prüfer rettete für seine Mannschaft mit der Hand vor dem Strafraum. Glück für die Gäste, dass der Spieler nur die gelbe Karte erhielt. In den Schlussminuten setzte sich der eingewechselte Norman Bley durch und passte auf Christian Peschke. Dieser verpasste den Ball und damit den möglichen Siegtreffer knapp (88.). Am Ende trennen sich beide Teams wie im Hinspiel 2:2. Was die SG an diesem Tag spielerisch bot, war das Beste, was man seit langem von ihr gesehen hat, nur wurde dies am Ende nicht mit drei Punkten belohnt. Daßlitz/Langenwetzendorf: Walzel, Mende, Bauch, Vollrath, Peschke, Wirth, Czerwenka, D. Neiß, Seyfarth, Michael (ab 77. Bley), A. Neiß |
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10. Mai 2010 /Vogtland-Anzeiger Es ist angepaddelt auf der Pöhl Voigtsgrün – Die Freiluftsaison für den 1. Vogtländischen Drachenbootclub Pöhl hat begonnen. Trotz Nieselregens ließen sich die Vereinsmitglieder am Samstag nicht vom jährlichen „Anpaddeln“ auf der Talsperre Pöhl abhalten.
Zwölf der derzeit 26 Vereinsmitglieder um den Präsidenten Ralf Hähnel brachten vorerst einige Geduld mit dem Wettergott auf. In der Hoffnung, das feuchte Nass von oben werde vergehen, wurde der Start um die Dauer eines Kaffeetrinkens nach hinten verlegt. Zeit, ein paar organisatorische Dinge abzusprechen. So wurde unter anderem das Training ab dem 7. Mai auf jeweils montags und freitags ab 19 Uhr festgelegt. Der Himmel blieb grau und die Drachenbootfans besannen sich darauf, schließlich Outdoor-Sportler zu sein. Und die lassen sich nicht von ein paar Regentropfen abhalten. Also wurde im zweiten Versuch eines der Drachenboote aus der Bootshalle der Voigtsgrüner Bungalowanlage zur Bucht bugsiert und erstmals in dieser Saison zu Wasser gelassen. Ein feuchtes Vergnügen, welches allerdings kaum Zuschauer anzog.
Der Verein wurde im Herbst 1999 mit vorerst acht Mitgliedern gegründet. Mittlerweile gehören die Drachenboote wie das Wasser zum Vogtlandmeer. Eine gestandene Mannschaft macht nicht nur bei volkssportlichen sondern auch bei überregionalen Wettkämpfen von sich reden. Es werden auch Drachenbootfahrten für Gäste angeboten. In diesem Jahr richten sich die Vorbereitungen auf zwei sportliche Höhepunkte.
Zum einen ist das die 3. Drachenboot-Regatta auf dem Hofer Untreusee am 24. Und 25. Juli. Zum anderen bereiten die Pöhler Wassersportler die Drachenbootregatta vom 20. bis 22. August vor. Dieser 2. Elstercup findet am Wehr an der Plauener Uferstraße statt und verspricht ein großes Highlight zu werden. Neben den Qualifikationsläufen für Freizeitteams, Firmen, Vereine oder Organisationen wird es wieder einen Schülercup für Mittelschulen, Gymnasien und berufsbildende Schulen geben. Wer das Paddel gerne mal in die Hand nehmen möchte, sollte sein Team mit zwölf bis 16 Paddlern und einem Trommler bei Ralf Hähnel unter Tel. 0171/1875024 oder per E-Mail Haehnel.Ralf@web.de anmelden. Im Rahmenprogramm wird es neben einem Kinderspielbereich ein Badewannenrennen und ein Feuerwerk geben. |
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10. Mai 2010 /Vogtland-Anzeiger Wildkatzen wieder im Vogtland Krebes/Oberlauterbach – Die Wildkatze ist wieder da im Vogtland – Jahrzehnte nach ihrer Ausrottung. Allerdings ist nicht klar, ob sie ständig hier lebt oder das Vogtland nur als Durchgangsstation benutzt.
Das sagt Karin Hohl, die Regionalkoordinatorin für das Projekt, die Tiere länderübergreifend wieder anzusiedeln, das seit sechs Jahren läuft.
Nach Frau Hohls Angaben wurde im Herbst eine Wildkatze im Burgsteingebiet nachgewiesen – mittels eines Lockstocks. „Das ist ein kleiner Pfahl mit einer klebrigen Masse, der einen für Wildkatzen betörenden Duft aussendet. Die Katzen reiben sich an dem Pfahl und die Haare, die kleben bleiben, werden genetisch untersucht.“ Auch im Thüringer Vogtland seien Wildkatzen nachgewiesen worden, sagt Frau Hohl. Wildkatzen meiden Menschen und bevorzugen tiefe Wälder wie im Oberen Vogtland. Um diese Lebensräume zu erreichen, brauche es „Wanderkorridore“, die den Wildkatzen Deckung böten: Büsche und Diabaskuppen, wie im Burgsteinland oder an den Steilhängen der Elster.
Einen solchen Wanderkorridor vermutet Frau Hohl in Thüringen beginnend über Mühltroff, Reuth, Weischlitz und Bösenbrunn bis in die Schönecker Gegend. Dort könnte sich der Korridor gabeln: ins Fichtelgebirge und ins Tschechische. „Wir versuchen, der Wildkatze diese Lebensräume zu erhalten. Das kommt ja auch anderen Arten zugute, im Burgsteinland zum Beispiel dem Schwarzstorch und Greifvögeln wie dem Uhu“, sagt Frau Hohl, die Diplom-Forstwirtin ist und einerseits im Umweltamt des Landratsamtes arbeitet und andererseits als Leiterin des Umweltzentrums Oberlauterbach eingesetzt ist.; außerdemist sie Rgionalkoordinatorin für Großraubsäuger.
Hilfe der Vogtländer und der Jäger sei nötig, damit die Wildkatze eine Zukunft hat in der Region, sagt Frau Hohl. Die Eigentümer der Wälder müssten einverstanden sein mit dem Aufstellen der Lockstöcke. Und Wanderer sollten tote, in der Natur gefundene wildfarbene Katzen melden – v 03745/7510520. „So wie Ende März, als ein Pausaer am Schwarzen Teich eine Katze fand. Das Tier wird untersucht. Wir warten auf Ergebnisse, ob es eine Wildkatze war.“ Frau Hohl wünscht sich eine Öffentlichkeit, die stolz ist auf die vogtländische Natur – und auf die Wildkatzen. „Das ist doch ein Zeichen, dass die Umwelt intakt ist.“ |
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| 10. Mai 2010 /OTZ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
Tischner ohne Parteiwechsel Triebes (OTZ/St.B.). Christian Tischner, stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU, hat nicht die Partei gewechselt. In unserem Beitrag vom Sonnabend über den Kreisparteitag in Triebes („Generationswechsel beginnt“) bezeichneten wir den Greizer aus Versehen als früheren Juso- Kreisvorsitzenden. Richtig ist, dass er statt den Jungsozialisten der SPD die Junge Union der CDU geführt hat. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen. Motorradfahrer schwer verletzt Kahmer (OTZ). Ein Motorrad und ein Pkw Passat waren am Sonnabend gegen 11 Uhr auf der B 94 am Abzweig Kahmer in einen Verkehrsunfall verwickelt. Der Passat-Fahrer beachtete beim Abbiegen den entgegenkommenden Kradfahrer nicht, der in Richtung Greiz unterwegs war. Beim Zusammenstoß wurde der Motorradfahrer schwer verletzt und musste mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus Zwickau gebracht werden. Der Pkw-Fahrer wurde leicht verletzt. An den Fahrzeugen entstand erheblicher Schaden. Vereinsjubiläum gefördert Triebeser Sportverein erhält 400 Euro Greiz (OTZ/KG). Der Triebeser Sportverein erhält vom Landkreis Greiz 400 Euro für die Festveranstaltung und die sportlichen Aktivitäten anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Fußball in Triebes“, das der Verein in diesem Jahr feiert. Der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für die Förderung ausgesprochen. Endspurt beim Gründerpreis Greizer Schüler liegen gut im Rennen Greiz (OTZ). Knapp acht Wochen nach dem Start trafen sich die Spielgruppen des Gründerpreises für Schüler für die vorletzte Aufgabe des Planspieles in der Sparkasse Gera-Greiz: Ihr Vorhaben vor echten Unternehmen zu präsentieren. Die von der Sparkasse betreuten Spielgruppen liegen nach sieben Aufgaben mit 1530 Punkten aussichtsreich. Die integrative Senioren- und Behindertenbetreuung „Evergreen“ von Greizer Schülern bietet Einzelbetreuung oder Zusammenführung von Gruppen zur Freizeitgestaltung an. Das Unternehmen „menergie“ will einen Energiedrink entwickeln. Das Team MIB verfolgt die Idee, einen Internet-Baukasten für ein individuelles Mountain- oder City-Bike anzubieten. Das Unternehmen „Stifte mit Geschmack“ ist auf der Suche nach einem konzentrationsfördernden Lolli-Aufsatz für Schreibgeräte, während das Mädchen-Team „Cambiarsi“ Umkleidekabinen in Modeboutiquen umgestaltet. |
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