|
Generationswechsel beginnt
Neue CDU-Kreisvorsitzende Martina Schweinsburg mit drei jungen Stellvertretern Von Steffen Beikirch Triebes (OTZ). Bundestagsabgeordneter Volkmar Vogel (Saara) hielt gestern Abend im Triebeser „Löwensaal“ seinen 20. und zugleich letzten Rechenschaftsbericht als CDUKreisvorsitzender. Nach zwei Jahrzehnten, davon 16 Jahre im neu gebildeten Landkreis Greiz, stellte er berufsbedingt sein Amt zur Verfügung. Seit 2002 in Berlin, werde die Arbeit dort nicht weniger. Und es sei auf Dauer keinem geholfen, wenn für den Job im Kreisverband nur die halbe Kraft zur Verfügung stehe. „Ich will ein guter Abgeordneter bleiben. Und ein guter Kerl sowieso“, versprach Vogel den 103 Anwesenden (von insgesamt 429 Mitgliedern), die ihm zahlreiche Geschenke machten und mit stehenden Ovationen aus der Verantwortung entließen. Allerdings gehe er nicht von Bord, sondern nur von der Brücke in den Maschinenraum, so Vogel, der weiter als Beisitzer im Kreisvorstand bleiben wird. Seinen Posten an der Spitze übernahm Landrätin Martina Schweinsburg (Auma), die als einzige Kandidatin antrat und 82 Stimmen erhielt. Neue Namen findet man auch bei den Stellvertretern. Agierten hier zuletzt Gerhard Helmert (Triebes) und Horst Krauße (Teichwolframsdorf), so verjüngt sich die Truppe nun deutlich und wächst auch auf drei Vize-Posten an. Der frühere Juso-Kreisvorsitzende Christian Tischner (Greiz) bekam 80 Stimmen, Kreistagsmitglied Ulli Schäfer (Münchenbernsdorf) überragende 97 und der Pölziger CDU-Ortsvorsitzende Tilo Fraatz 96 Stimmen. Den Übergang in die nächste Generation, der sich hier andeutet, will Martina Schweinsburg in den nächsten Jahren geordnet vorbereiten. Seit Januar hat sie alle Ortsverbände aufgesucht, Gespräche geführt. „Wir müssen wieder kampagnenfähig werden und Themen besetzen“, forderte sie. Über Sicherheit, die Schulpolitik, auch die Gemeindestrukturen gelte es in der Öffentlichkeit zu reden, weil dies die Menschen beschäftige. Als bodenständige Partei müsse die CDU vor allem das Thema Heimat besetzen „und nicht irgendwelchen Rattenfängern von rechts oder links“ überlassen. Als wichtigste Aufgabe sah es auch Volkmar Vogel an, die CDU als Volkspartei der Mitte zu erhalten, den Bürgern Angebote in allen Bereichen zu machen - ihnen aufs Maul schauen, aber nicht nach dem Munde reden. |
|||||||||||
|
Meine Woche
Beflügelt Von Katja Grieser Nun ist es amtlich: Das Greizer Gymnasium wird künftig Ulf-Merbold-Gymnasium heißen. Beflügeln soll er die Schüler, der Name des buchstäblichen Greizer Überfliegers. Klar, denn was Sigmund Jähn für Morgenröthe-Rautenkranz ist, ist Ulf Merbold für die Greizer. Ob den Pennälern allerdings von einem Schulnamen leistungsmäßig Flügel wachsen werden, das steht in den Sternen. Völlig losgelöst von der Erde sollten sie aber wohl besser nicht sein. Apropos Flügel. Einen solchen würde der noch junge Förderverein Oberes Schloss gern in den Fürstensälen sehen. Hoch über der Stadt soll der Flügel einen fürstlichen Platz bekommen und dort für musikalische Akzente sorgen. Ebenso fürstlich ist allerdings auch der Preis für ein solches Instrument, weshalb der Verein nun nach einem gebrauchten Flügel sucht. Auf Musikfreunde wird nun gesetzt, die zudem einen klangvollen Beitrag für das Obere Schloss leisten wollen. Vielleicht sollte sich der Verein ja Unterstützung für das Projekt suchen, am besten natürlich musikalische. Das Geraer Goethegymnasium macht es vor und holt sich Hilfe aus dem Vogtland. Wenn die Philharmoniker am Sonntag in der Geraer Johanniskirche loslegen, kommt die Schule ihrem Flügel näher. Denn es ist ein Benefizkonzert, von dem neben dem Geraer auch drei Landkreis- Gymnasien profitieren. Flügel ganz anderer Art haben 166 Greizer am Mittwoch verpasst bekommen. Denn engelsgleich haben sie Wunder vollbracht. 540, um genau zu sein. So viele Graue-Star-Operationen wurden durch ihre Spenden an die Christoffel-Blindenmission möglich. Über 16 000 Euro sind im vergangenen Jahr aus Greiz an die Hilfsorganisation geflossen, auf die Einwohnerzahl berechnet konnte die „Perle des Vogtlandes“ damit sogar Jena und Weimar stehen lassen. Wenn das nicht beflügelt... |
|||||||||||
|
Nachdenkliches zum Wochenende
Mutter Von Andreas Steinert, Kreisjugendwart Als der liebe Gott die Mutter schuf, machte er bereits den sechsten Tag Überstunden. Da erschien ein Engel und sagte: „Herr, ihr bastelt aber lange an dieser Figur.“ Gott antwortete: Hast du die speziellen Wünsche auf der Bestellung gesehen? Sie soll 160 bewegliche Teile und Nerven wie Drahtseile haben. Sie soll einen Rücken haben, auf dem sich alles abladen lässt. Ihr Zuspruch soll alles heilen, von der Beule bis zum Seelenschmerz. Sie soll sechs Paar Hände haben.“ Da schüttelte der Engel den Kopf und sagte: „Sechs Paar Hände - das wird kaum gehen.“ „Die Hände machen mir keine Kopfschmerzen“, sagte der liebe Gott, aber die drei Paar Augen, die eine Mutter haben muss. Ein Augenpaar, das durch geschlossene Türen blickt, während sie fragt: Was macht ihr denn da drüben?, obwohl sie es längst weiß. Ein zweites Paar im Hinterkopf, mit dem sie sieht, was sie nicht sehen soll, aber wissen muss. Und natürlich die zwei Augen hier vorn, mit denen sie ein Kind ansehen kann, das sich unmöglich benimmt und die trotzdem sagen: „Ich verstehe dich und habe dich sehr lieb“, ohne etwas zu sprechen. „O, Herr“, sagte der Engel, „geht schlafen. Macht morgen weiter.“ „Ich kann nicht“, sagte der liebe Gott, „denn ich bin nahe daran, etwas zu schaffen, das mir einigermaßen ähnelt. Ich habe bereits geschafft, dass sie 20 Kinder mit einem Geburtstagskuchen zufrieden stellt. Dass sie einen Sechsjährigen dazu bringt, sich vor dem Essen die Hände zu waschen und einen Dreijährigen überzeugt, dass Knete nicht essbar ist. Und dass sie übermitteln kann, dass Füße zum Gehen und nicht zum Treten von mir gemacht sind.“ Der Engel ging langsam um das Modell der Mutter herum. „Zu weich“, seufzte er. „Aber zäh“, sagte der liebe Gott. Schließlich beugte sich der Engel vor und fuhr mit einem Finger über die Wange des Modells. „Da ist ein Leck“, sagte er. „Ihr versucht, zu viel in das Modell hineinzupacken.“ „Das ist kein Leck“, sagte der liebe Gott, „das ist eine Träne.“ „Wofür ist sie?“ „Sie fließt bei Freude, Trauer, Enttäuschung, Schmerz und Verlassenheit.“ „Ihr seid ein Genie“, sagte der Engel. Der liebe Gott blickte versonnen, „Die Träne“, sagte er, „ist das Überlaufventil.“ |
|||||||||||
|
Sternstunde der Musik
Howard Levy und Matthias Grünert eröffnen Greizer Jazzwerk mit furiosem Konzert Von Karsten Schaarschmidt Greiz (OTZ). Eines gleich vorab, es war eines der musikalisch faszinierendsten Konzerte der Reihe „Jazz meets Classic“ und eine wahrhaft klangvolle Sternstunde der Musik. Am Donnerstag eröffneten in der Greizer Stadtkirche St. Marien der US-amerikanische Mundharmonikaspieler Howard Levy und Dresdens Frauenkirchenkantor Matthias Grünert an der Orgel die elfte Auflage des Greizer Jazzwerks - und gut 350 Zuhörer erlebten einen zuvor kaum vorstellbaren Einklang von zwei Instrumenten, die unterschiedlicher kaum sein können: Mundharmonika und Kirchenorgel. Was im ersten Moment die Vorstellungskraft sprengt, funktioniert in der Realität exzellent; zumindest, wenn zwei, sich blind verstehende Virtuosen wie Grammy-Preisträger Levy und Frauenkirchenkantor Grünert sich der Aufgabe stellen. Beide Musiker begegneten sich am Nachmittag zum ersten Mal - und doch schien es, als musizierten sie schon seit langem gemeinsam, so perfekt fügten sich die Töne ihrer Instrumente zu einem Klangbild, so sehr harmonierten beide in ihrem Levy entlockte der Mundharmonika eine Klangvielfalt, die zu keiner Zeit der der Orgel nachstand - und zuweilen meinte man eine Geige oder ein Cello zu hören statt einer Mundharmonika. Der surrende Klang der romantischen Jehmlich- Orgel der Stadtkirche gab akustisch ein Übriges, die beiden differenten Instrumente zu einem Ganzen zu formen. Levy und Grünert begannen ihr Konzert mit Johann Sebastian Bachs Passacaglia in CMoll. Schon bei diesem ersten Stück überraschte das Ebenmaß, mit dem die beiden Musiker das Werk, das seinen Ursprung in einem spanischen Volkstanz hat, interpretierten. Mit enormer Ausdrucksstärke nahmen sich Levy und Grünert aber nicht nur den Werken Bachs an, so auch der romantisch verträumten Flötensonate in E-Moll, bei der Levy auf der Mundharmonika die Flötenstimme übernahm. Nicht minder brillant agierten sie in den Solopassagen des Konzerts. Howard Levy präsentierte sich dabei zudem als herausragender Pianist. Mitunter gleichzeitig Mundharmonika und am Flügel spielend, schenkte er dem Publikum eine jazzige und in ihren musikalischen Inhalt ungeheuer dichte Improvisation, die, gespickt mit musikalischen Zitaten wie George Gershwins „Summertime“ oder den durch Glenn Miller weltberühmt gewordenen Swing-Titel „Chattanooga Choo Choo“, einerseits die Virtuosität Levys auf der Mundharmonika und andererseits die klangliche Vielfalt dieses Instruments offenbarte. Mit einer Sonate des ungarischen Komponisten Frigyes Hidas, die sich Grünert für seinen Solopart gewählt hatte, entfachte er danach ein wahres Feuerwerk von Tönen voller Rasanz und mit enormem Volumen. Aber egal ob Levy und Grünert gemeinsam oder solo musizierten, Gänsehautmomente gab es angesichts der exzellenten, lautmalerischen Güte des Öfteren. Mit minutenlangem Beifall und Ovationen bedankte sich das Publikum bei den Musikern für ein unvergessliches Konzerterlebnis, dem weder die Spannung, noch der ironische Witz fehlte, das getragen wahr von einer beispielhaften Dramaturgie und einer wohl jeden packenden Spielfreude der beiden sympathischen Musiker. www.theaterherbst.de |
|||||||||||
|
Gegenseitig Raum geben
Ehemalige Greizer HNO-Klinik wird eine Wohngemeinschaft für Demenz-Erkrankte Von Susann Grunert Greiz (OTZ). „Dieses Haus hat Geschichte, viele Greizer haben hier ihr Leben begonnen“, sagt Dr. Olaf Geidel über die Villa in der Greizer Poststraße 7. Im letzten Jahr hat der Hals-Nasen-Ohren-Arzt das ehemalige Geburtshaus erworben, das ab 1967 als HNO-Klinik fungierte. Seitdem diese seit 2004 im Gebäude des Greizer Krankenhauses integriert ist, standen die oberen zwei Etagen leer. „Aus der Zeitung erfuhr ich“, erzählt Olaf Geidel, „dass die Diakonie einen Partner für ein Projekt sucht, das sich mit dem Umgang dementer Patienten beschäftigt.“ Konkret handelt es sich dabei um die Einrichtung von Wohngemeinschaften für Demenzkranke, in denen diese eigenverantwortlich leben können. Das Konzept gefiel dem Arzt und die Zusammenarbeit war geboren. „Die Wohngemeinschaften sind eine Alternative zum Pflegeheim“, meint Cornelia Meißner vom Diakonieverein Carolinenfeld. Auf rund 240 Quadratmetern entstehen in der Villa zwei Wohngemeinschaften (WG), in denen je sieben demenzkranke Patienten wohnen können. „Die Erkrankten können hier in ihrer eigenen Welt leben“, erklärt Meißner, „ohne die Zwänge, die ein normaler Familienalltag bereithält“. So würde auch Druck von den Angehörigen genommen. „Das Zusammenleben mit dementen Menschen ist sehr anstrengend, bedenkt man nur den oft im Krankheitsbild auftretenden gestörten Tag-Nacht-Rhythmus“, ergänzt Geidel. Die Familie ist auch in der WG präsent, ausgebildetes Personal der Diakonie garantiert aber eine 24-Stunden-Betreuung, „wir sind aber nur Gast“, betont Meißner. Die Erkrankten können hier in ihrer eigenen Welt leben. Cornelia Meißner, Diakonieverein Carolinenfeld „Tagsüber kümmern sich Alltagsbegleiter um die Dementen“, so Meißner. „Wir richten uns nach dem Tagesablauf der Kranken, doch man kann viel mit ihnen machen“, fährt sie fort. So wird angeregt, Haushaltsarbeiten wie Geschirrabtrocknen oder Wäscheaufhängen beizubehalten. Bevor die ersten Bewohner voraussichtlich Ende des Jahres in die Poststraße einziehen können, sind umfangreiche Umbauarbeiten notwendig. „Momentan entkernen wir die Räume“, erklärt Jens-Holger Schmidt vom ausführenden Ingenieurbüro. Sind alle Baugenehmigungen vorhanden, soll unter anderem ein Fahrstuhl an der Außenseite des Gebäudes installiert werden, Barrierefreiheit muss überall gewährleistet sein. „In den Wohnungen hat dann jeder ein eigenes Zimmer mit Nasszelle, das mit persönlichen Möbeln eingerichtet werden soll“, erklärt Meißner. „Zentrum der WG sollen die Gemeinschaftsräume werden“, sagt Geidel. Eine Küche und ein rollstuhlgerechtes Gemeinschaftsbad mit Sitzbadewanne entstehen dazu. Vorbild für die Greizer Pläne ist dabei eine Weimarer Wohnanlage, der ersten für demenzerkrankte Menschen im Freistaat, die Cornelia Meißner und Olaf Geidel besucht haben. „Es gibt schon viel beim Einrichten zu beachten“, ist Geidel erstaunt. So sollen Muster auf Fußböden vermieden, die Räume sehr hell gestaltet werden. „Das Thema Demenz ist ein unterbelichtetes in dieser Gesellschaft“, bemängelt der Mediziner, „mit unserem Projekt wollen wir die Erkrankten aus der Isolation holen.“ Mehr Informationen beim Diakonieverein unter Tel.: (03661) 27 32. |
|||||||||||
|
Im Einsatz wie die Großen
Jugendfeuerwehr Mohlsdorf probt zum Berufsfeuerwehrtag für den Ernstfall Greiz (OTZ/gru). Kurz nach 17 Uhr geht gestern bei der Freiwilligen Feuerwehr in Gottesgrün ein Notruf ein: „Einsatz!“ ruft die Leitstelle ihren Kollegen zu, die eiligst zwei Einsatzfahrzeuge besetzen, um zu einem verunglückten Fahrradfahrer zwischen Kahmer und Gottesgrün zu eilen. Doch was hier echt wirkt, ist nur nachgestellt - damit im wahren Notfall alles wie am Schnürchen läuft. „Zum zweiten Mal führen wir einen Berufsfeuerwehrtag durch“, erzählt Jugendfeuerwehrwart Robert Riedel. Im Ernstfall haben die Feuerwehrmänner knapp eine Minute, um einsatzbereit zu sein, gestern ist die Abfahrt aus Gottesgrün ein bisschen holpriger, ein Kollege springt schnell noch einmal aus dem Auto, um die Dienststelle abzuschließen. Bei der Übung sollen die neun Mitglieder der Mohlsdorfer Jugendfeuerwehr Einsatzabläufe routinieren. Dafür haben sie für 24 Stunden Stellung im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Gottesgrün bezogen, denn wenn die Sirene schrillt, muss alles ganz schnell gehen. Beim ersten Einsatz war die Abstimmung am Unfallort noch etwas unkoordiniert, „Menschenleben zählen zuerst“, schärfte Ortsbrandmeister Bernd Peter den jungen Kameraden ein. Gelegenheiten zum Üben gibt es für die Jungen aber noch reichlich, so werden sie während ihrer Dienstzeit noch zu einem Garagenbrand und einem Verkehrsunfall gerufen. |
|||||||||||
|
Geld für Musikmeile und Sommerserenade Kulturausschuss vergibt Fördermittel Greiz (OTZ/KG). 2650 Euro Fördermittel hat der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport des Landkreises in seiner jüngsten Sitzung im Bereich Kultur vergeben. Das Greizer Collegium musicum kann sich über 200 Euro freuen, die für die Sommerserenade zum Park- und Schlossfest am 19. Juni benötigt werden. Denn für das Programm müssen Gesangssolisten und Instrumentalisten zusätzlich engagiert werden, zudem werde weiteres Notenmaterial benötigt. Mit 1000 Euro bekommt diesmal der Kunst- und Kulturverein Bad Köstritz das größte Stück vom Kuchen ab. Der Verein will mit dem Geld die 14. Köstritzer Musikmeile vom 18. bis 20. Juni ausrichten. Zum vierten Mal veranstaltet der Förderverein Bürgerhaus Reußischer Hof Hohenleuben das Felsrockfestival in Reichenfels. Am 5. Juni wird wieder fünf Nachwuchsbands die Gelegenheit geboten, sich vor Publikum zu präsentieren. Für das Rockfestival bekommt der Verein 500 Euro Zuschuss vom Landkreis. Da Ausschussmitglied Dirk Bergner (FDP) Mitglied im Förderverein ist, stimmte er nicht mit ab. Die verbliebenen Kulturausschussmitglieder bewilligten die Fördermittel einstimmig. Die Fotopräsentation 675 Jahre Gräfenbrück des Feuerwehrvereins Steinsdorf wird mit 150 Euro unterstützt. Zwar wollte sich der Verein den gesamten musikalischen Nachmittag, den er am 29. Mai plant, fördern lassen, doch nach Prüfung sei lediglich die Förderung der Fotopräsentation an diesem Tag möglich. Schließlich bewilligte der Ausschuss Fördermittel für die Bläservereinigung Wünschendorf, die eine Trompete und eine Tuba einer Generalreparatur unterziehen lassen wollen. Es handele sich dabei um qualitativ hochwertige Instrumente, so dass eine Neuanschaffung die Instandsetzungskosten um ein Vielfaches übersteigen würden. Die Reparaturen werden vom Landkreis mit 800 Euro unterstützt. |
|||||||||||
|
In die französische Orgelwelt entführen
Oliver Scheffels gibt Seminar in Greiz Greiz (OTZ/KG). Schon als Jugendlicher haben den Greizer Stadtkantor Oliver Scheffels Orgelwerke französischer Komponisten fasziniert. „Seitdem hat mich die Musik nicht mehr losgelassen. Neben Bach ist die französische Romantik mein Schwerpunkt“, erzählt er. Heute kann er seine Begeisterung für diese Musik mit 13 Organisten aus ganz Mitteldeutschland teilen. Denn Scheffels leitet ein Seminar für nebenund ehrenamtliche Organisten, sie sollen von ihm „in die französische Orgelwelt entführt werden“. In Mitteldeutschland seien die Orgelwerke der französischen Romantik nicht so gepflegt worden, so dass es Oliver Scheffels ein Bedürfnis ist, hier Abhilfe zu schaffen. Ein ähnliches Seminar hat er bereits für hauptamtliche Organisten gegeben. Von 9.30 bis 16 Uhr werden sich heute Musiker u. a. aus Gera, Jena oder Altenburg mit verschiedenen Stücken beschäftigen, sechs von ihnen werden auch selbst an der Orgel sitzen. „Danach sprechen wir über technische Fragen und klangliche Realisierung“, erklärt Scheffels. Es gehe ihm vor allem darum, den Organisten Impulse für ihre musikalische Aufgabe zu geben. Einen „Riesenstapel“ Noten hat er deshalb bereits für die Teilnehmer bereit gelegt. Kommt das Seminar gut an, sei eine Wiederholung oder eine Erweiterung denkbar. Zum Abschluss der heutigen Einführung in die französische Romantik wird um 17 Uhr ein Orgelkonzert in der Stadtkirche erklingen. |
|||||||||||
|
Drei neue Bürgermeister im Leubatal zu küren Die Kandidaten für den 6. Juni stehen fest Hohenleuben (OTZ/St.B.). Am Sonntag, dem 6. Juni, werden in der Verwaltungsgemeinschaft Leubatal auf jeden Fall drei neue ehrenamtliche Bürgermeister gekürt. Neben der Stadt Hohenleuben steht auch in den Gemeinden Neugernsdorf und Teichwitz eine Neubesetzung an, da die bisherigen Amtsinhaber nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Hohenleubener haben für die Nachfolge Klaus Köhlers (parteilos) nun die Wahl zwischen Dirk Bergner (FDP/Bürger für Hohenleuben) und Einzelbewerberin Martina Safar (parteilos). In Neugernsdorf tritt Werner Feustel nicht mehr an. Der einzige Wahlvorschlag hier lautet Wilfried Geyer. Der 48-jährige Schlosser wurde vom Feuerwehrverein aufgestellt. In Teichwitz bewirbt sich mit 30 Jahren der jüngste Kandidat um das bisherige Bürgermeisteramt von Erika Schaller. Tobias Voigt, Dachdecker, aufgestellt von der Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr, will es werden. In den anderen sieben Mitgliedsorten der VG möchten es die bisherigen Bürgermeister gern weitermachen. In Hain Olaf Friedrich, 43 Jahre, Krankenpfleger, Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr; in Hohenölsen Einzelbewerber Jürgen Eisner, 59 Jahre, Stahlbauschlosser; in Kühdorf Einzelbewerberin Angelika Kühn von Hintzenstern, 59 Jahre, Keramikerin; in Lunzig Jürgen Oettler, 55 Jahre, Gastwirt, Freie Wählerliste; in Schömberg Einzelbewerber Wolfgang Schumann, 57 Jahre, Landwirt; in Steinsdorf Einzelbewerber Konrad Zorn, 52 Jahre, Opernchorsänger; und in Wildetaube Einzelbewerber Helmut Schaffer, 66 Jahre, Ingenieurpädagoge. |
|||||||||||
|
Sparkasse befragt 36 000 Online-Kunden Service, Qualität und Vertrauen untersucht Gera (OTZ). Die Sparkasse Gera-Greiz bereitet eine Online- Kundenbefragung vor. „Wir wollen wissen, wie leistungsfähig wir wirklich sind“, sagt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Reichert. Das könnten nur die Kunden beurteilen. Solche Marktforschungen führe das Geldinstitut regelmäßig durch. Um schnell an Größen wie Kundenzufriedenheit und Qualität zu gelangen und sie maschinell auswerten zu können, wird in diesem Jahr im Rahmen des Online- Bankings befragt. Mehr als 36 000 Sparkassenkunden führen ihre Konten bereits online. Vom 7. Mai bis 7.Juni führt ein Verweis auf der Online-Banking-Website auf eine separate Seite des beauftragten Marktforschungsunternehmens YouGovPsychonomics. Die Anonymität ist im vollen Umfang gewährleistet, weil die Befragung ohne Bezug zum Kunden verwaltet wird. Der Fragebogen wird gleichzeitig von allen Sparkassen in Hessen und Thüringen eingesetzt. Gefragt wird nach dem Service der Geschäftsstellen, der Qualität der Kundenberatung, aber auch nach der Vertrauenswürdigkeit der Sparkasse und ihrem Preis-Leistungsverhältnis. Für Sparkassenchef Reichert seien dies Indikatoren dafür, welchen Stand das Kreditinstitut erreicht habe und wie es sie besser auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen könne. Mitarbeiter sind von der Befragung ausgeschlossen. |
|||||||||||
|
Und der Mittagsschlaf fiel aus
Richtfest für den Anbau der Kindertagesstätte Naitschau Von Ute Flamich Naitschau (OTZ). „Überall wohin man schaut, wird neu gebaut“, sangen gestern elf Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte „Tausendfüßler“ in Naitschau. Doch nur eine Baustelle interessierte die Kinder gestern Mittag wirklich, nämlich die in der Hausnummer Naitschau Nummer 14, ihrer eigenen Kindertagesstätte. Denn dort wird derzeit angebaut. Zu den alten Räumen bekommen die Sprösslinge noch etwa 100 Quadratmeter dazu. Genug Platz, um ausgiebig zu toben, zu spielen, zu lernen und auszuruhen. Von Ausruhen aber war gestern nicht die Rede. Dank des Richtfestes mit dem Langenwetzendorfer Bürgermeister Kai Dittmann (parteilos), Pfarrer Michael Riedel, Zimmerermeister Heinz Lesko und noch einigen anderen Gästen, fiel der Mittagsschlaf für die „Tausendfüßler“ ausnahmsweise einmal aus. So konnten die Knirpse beobachten, wie die etwa drei Meter lange Birke - die die Kinder vorab mit bunten Bändern geschmückt hatten - an den Balken des Daches angebracht wurde, wie Zimmerermeister Heinz Lesko seine Verse sprach, das Glas erhob und es schließlich zu Boden fallen ließ, was dem Hause ja bekanntlich Glück bringen soll, und wie der Bürgermeister mit der Axt einen Nagel ins Gebälk schlug. Pfarrer Riedel hielt eine kleine Ansprache und hofft vor allem, dass sich die Kinder in ihrem Reich wohlfühlen. Die Jungen und Mädchen dankten es mit einem Ständchen, die Erwachsenen prosteten sich mit einem Glas Sekt zu. Erst vor drei Jahren ist in der Kindertagesstätte gebaut worden. Damals wurden eine neue Fußbodenheizung installiert, Innenräume renoviert und der Kleinkindbereich ausgebaut. Mit diesen Maßnahmen durften bisher sechs Kleinkinder ab eineinhalb Jahren in der Kindertagesstätte aufgenommern werden. Mit der Vergrößerung erfolgt die Genehmigung für die Aufnahme von zwölf Kindern ab einem Jahr. Gesamtkosten für das Projekt: 250 000 Euro, davon sind 125 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II. Ein bisschen müssen sich die Kinder noch gedulden, bevor sie - hoffentlich - im August die eigenen Räume wieder beleben können. Derzeit sind sie im Bürgerhaus und in den Räumen der Feuerwehr untergebracht. |
|||||||||||
|
Kanufahrt und Erschaffung der Welt
Bunte Palette erleben die Besucher des Schulfestes der Regelschule Greiz-Pohlitz Greiz (OTZ/Frd.). „Weil es so cool ist, bin ich zum dritten Mal beim Projekt ’Outdoor’ dabei“, erklärt Madeleine Wunderlich aus der Klasse 8 b. Kein Wunder, denn mit einer Kanu-Fahrt auf der Elster bis zur Bretmühle und dem Übernachten in Zelten auf dem Schulhof hat dieses Projekt den Nerv der 43 teilnehmenden Jugendlichen getroffen. Außerdem wurden noch Schnitzarbeiten angefertigt, eine Trommelcombo zeigte gestern ihr musikalisches Talent während der Aufführungen in der Turnhalle der Regelschule Greiz-Pohlitz. Außerdem wurde für den Muttertag von allen ein Geschenk gemalt. Im gesamten Schulhaus waren gestern Nachmittag die zahlreichen Schulfest-Besucher unterwegs, sahen sich die verschiedenen Ausstellungen an, darunter auch zum Thema Rauchen. An dem aus etwa 3700 Zigarettenschachteln gebauten Haus, das 18 102 Euro gekostet hätte, kam wohl niemand vorbei. Gemeinsam mit Streetworkern des Jugendklubs „Römer“, Steffi Drese und Stefan Eisermann, und der AOK haben zehn Schüler der neunten Klasse diese Präsentation und die Quiz-Fragen erstellt. „Das stimmt schon nachdenklich, vor allem, wenn man den Klumpen mit den 250 Gramm Teer sieht, die Menge, die sich nach zwei Jahren Rauchen in der Lunge bildet“, erklärt Denise Erdmann aus der 9 a. Zur langjährigen Fest-Tradition der Schule gehört die Aufführung eines von Schülern gestalteten Theaterstückes, das gestern „Die Erschaffung der Welt“ titelte und mit viel Musik, Tanz und humorvollen Texten das Publikum in zwei Veranstaltungen begeisterte. „Zeit ist Geld“ machte schon damals Gott seinen Engeln klar und so begann nach der Schaffung des Firmaments bereits schon am dritten Tag die Entstehung der Erde. |
|||||||||||
|
Auf Entdeckungstour zur Wasserburg
Mai-Exkursion des VAVH Hohenleuben Hohenleuben (OTZ/J. Thiele). Diesmal ging die traditionelle Exkursion des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins nach Schkölen und Camburg an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Erstes Ziel war die Wasserburg im kleinen Städtchen Schkölen im Saale-Holzland-Kreis. Das Anwesen liegt mitten im Ort. Über eine richtige Zugbrücke ging es ins Innere der Burganlage. Bis 1977 war der größte Teil verschüttet, nur ein paar herausschauende Mauerteile erinnerten an eine Burg. Engagierte Bürger und Jugendliche eines Lagers für Arbeit und Erholung begannen dann mit Ausgrabungen und beseitigten den Schutt der Jahrhunderte. Eine kurze Busfahrt führte zur „Trojaburg“ im Ortsteil Graitschen auf der Höhe. Basierend auf einer Kultstätte aus der Bronzezeit, wurde im Dreißigjährigen Krieg auf dem „Schwedenhieb“ ein Rasenlabyrinth angelegt. Dieses Labyrinth ist das Vorbild für das Reichenfelser Labyrinth. Dritte Station war Camburg, Ortsteil der 2008 gegründeten Stadt Dornburg-Camburg. Besucht wurden das Heimatmuseum und die Burg Camburg. Die Burg wurde 1166 erstmals erwähnt. Durch Konflikte zwischen dem Markgrafen von Meißen und dem Landgrafen von Thüringen wurde die Burg 1191 abgebrannt, kurz darauf wieder aufgebaut, 1290 und 1451 wurde die Burg, weil sie zum Raubritternest wurde, geschleift bzw. zerstört. Übrig blieb der 37 Meter hohe romanische Bergfried. Erst 1935/36 wurde wieder ein Gebäude auf dem Gelände gebaut. Am Fuße der Burg fällt noch eine mittelalterliche Hausbrücke auf, ähnlich wie in Wünschendorf und Döhlen. Ein Abstecher führte noch in das frisch sanierte, im Jahr 1889 im Neorenaissance-Stil erbaute Rathaus. Das Heimatmuseum von Camburg zeigt Objekte der Urund Frühgeschichte und des örtlichen Handwerkes. Sahnestück der Schau ist die preußische Kriegskasse von 1806. Sie wurde auf der Flucht vor den Truppen Napoleons in einem Teich versenkt. Später wurde sie von den Preußen gehoben, der leere „Kasten“ in Camburg zurückgelassen. |
|||||||||||
|
Oskar Salas Erben
Wie DDR-Ingenieure auf den Spuren des Greizer Musikpioniers forschten - Von Dr. Tatjana Mehner Städtische Parkanlagen sind ihr beliebtes Ziel. Sie ziehen immer kleiner werdende Kreise über Papierkörben und öffentlichen Grillplätzen, schlagen auch einmal ein weißes Hündchen in die Flucht. In morgendlicher Stille, bei Nebel oder Sturm kann ein Krähenschwarm schon etwas Bedrohliches entwickeln. Sie lärmen. Wer dächte da nicht an Alfred Hitchcock und seinen legendären Film „Die Vögel“? Und doch ist der Thrill jener Vögel, die im Jahre 1963 erstmals ihre Attacke auf die Menschheit flogen, ein anderer. Daran hat ein gebürtiger Greizer beträchtlichen Anteil: Oskar Sala. Der Pionier der elektronischen Musik wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Ihm und seinem Instrument, dem Mixturtrautonium ist es zu danken, dass die Stimmen der Vögel bei Hitchcock so fremd und bedrohlich klingen - vergleichbar mit keinem bekannten Geräusch aus Natur oder Mechanik. 100 Jahre sind eine lange Zeit - und der technische Fortschritt des 20. Jahrhunderts hat das musikalische Bewusstsein für Halbwertzeiten gewaltig verändert. Das gilt nicht nur für die Tonträgerindustrie, die sich immerhin von Schellack über diverse Tonbänder, Vinyl, CD und Co. zu fast völlig ungegenständlichen digitalen Support-Formen hin reformierte, sondern auch für die Klangerzeuger selbst. Geprägt ist die Entwicklung immer von der Suche nach neuen einzigartigen Klängen, eben Sounds, die so noch nie da waren, und mit denen sich das Repertoire musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten erweitern lässt. Und undenkbar ist diese Geschichte ohne unbeirrbare Idealisten - Techniker wie Musiker -, ohne
musikalische Don Quichottes, die schon fast gewohnheitsmäßig gegen Windmühlenflügel anrennen. Was Oskar Sala betrifft, so muss man gestehen, dass die Musikgeschichtsschreibung ihr Urteil über den mutmaßlichen Sonderling schnell getroffen hatte. War doch sein Mixturtrautonium mit dessen Vorläufer, dem von Friedrich Trautwein entwickelten Trautonium, in der deutschen Musikkultur der Vorkriegszeit verankert - technisch, aber auch ästhetisch. Wie viele andere - elektrische oder später elektronische - Instrumente, die in den Jahren der Weimarer Republik geschaffen wurden, handelte es sich mehr oder minder um ein so genanntes Spielinstrument, also eine Klangmaschine, auf der ein Interpret ein Werk aufführt. Der Zweite Weltkrieg stoppte die Weiterentwicklung der meisten derartigen Geräte und der mit ihnen verbundenen künstlerischen Konzepte. Nach dem Krieg war die technische Entwicklung - nicht zuletzt dank der Funk- und Radiotechnik - soweit fortgeschritten, dass es längst einfachere Möglichkeiten gab, neue und zum Teil fremdartige Klänge zu generieren. Ohne dass ein teures Gerät herbeigeschafft werden musste, dessen Bedienung nicht nur monate-, wenn nicht jahrelanger Einweisung bedurft hätte, sondern das obendrein die Ausmaße eines angehenden Kleiderschrankes hatte. Oskar Sala blieb sich treu, und so finden sich die bekannteren Erben Salas eben in der Film- und
Popmusik. Als Sala seine Musik zu den „Vögeln“ schuf - unstrittig der Höhepunkt seines persönlichen Ruhmes - waren in der ernsthafteren elektroakustischen Szene die Positionen längst anderweitig gut verteilt. In Köln waren Musiker wie Herbert Eimert oder Karlheinz Stockhausen seit zehn Jahren einer im Studio mithilfe von Generatoren und Co. synthetisierten Musik verpflichtet, in Paris schuf seit 15 Jahren die Gruppe um Pierre Schaeffer abstrakte Klänge aus „konkretem“, per Mikrofon eingefangenem Klangmaterial. Die Liste von Studios und Forschungslabors ließe sich fortsetzen, aber kaum jemand interessierte sich mehr für die teure Entwicklung eines zeitgemäßen elektronischen Konzert- oder wenigstens Spielinstruments. Einmal abgesehen von der US-amerikanischen Firma Moog, die bei der Entwicklung ihres Synthesizers aber eher auf moderne Produktions- als auf tradierte Präsentationsformen abzielte; - und außer der DDR. Wie bitte: „electronic music made in GDR“? Ausgeschlossen! In der Tat mutet die Vorstellung seltsam an, setzt man sie in Beziehung zu gängigen Bildern vom sozialistisch-realistischen Musikverständnis der 50er bis frühen 80er Jahre und seinem Verhältnis zu elektronischen Klängen. Die wurden nur zu gern verteufelt, spiegelte sich in ihnen doch die „menschenverachtende Haltung des Imperialismus“. Dennoch gab es elektronische Musik - mehr oder weniger offensichtlich - die gesamten vierzig Jahre der Existenz des Staates über. Gerade in einem relativ abgeschotteten Labor beim Rundfunktechnischen Zentralamt der Deutschen Post in Berlin-Adlershof schufen Tontechniker, Ingenieure, Musiker - Vorkämpfer in Sachen Klang - ein elektronisches Musikinstrument, ein Spielinstrument, das vorübergehend von sich reden machte, und dessen Ansatz sich auf Sala und sein Mixturtrautonium beruft. Heute sind es vor allem Insider der Rundfunkmusikszene und Retro-Freaks, die um die Existenz des Subharchords wissen. Darüber, wie es dazu kam, dass gerade in der DDR das erste im weiteren Sinne elektronische Studio des Ostblocks gegründet wurde, und warum der Versuch institutionalisierter technologischer Klangforschung so schnell für gescheitert erklärt wurde, lässt sich ebenso spekulieren wie darüber, wieso so wenige allgemeine Geschichten elektronischer Musik oder Darstellungen der Musikkultur der DDR von den umfassenden Bemühungen Notiz genommen haben. Gerhard Steinke, Tonmeister und Leiter des 1956 gegründeten „Labors für akustisch-musikalische Grenzgebiete“, erinnert sich, wie man zunächst im Anschluss an Oskar Sala versuchte, dessen Idee eines Quartett-Trautoniums umzusetzen, und wie sich hieraus das Konzept des Subharchords entwickelte. Es bezieht sich auf die die Musiktheorie seit Jahrhunderten beschäftigende Vorstellung, dass analog zur Reihe der Obertöne - dem Tonspektrum, das mitschwingt, wenn ein bestimmter Ton angeschlagen wird - auch eine Skala der Untertöne existieren müsse. Hierauf bauen die Mixturverhältnisse des Klangerzeugers auf, der vor allem der Praktikabilität halber mit einer Klaviertastatur versehen wurde. Schon 1961 stellte man das erste Labor- und Versuchsmuster vor. Im Kontakt mit vielen namhaften Musikern auf dem Gebiet der elektroakustischen Musik arbeitete man in Berlin an einem fortgeschrittenen Filtersystem. Schließlich wurden u.a. Geräte nach Prag, Bratislava, aber auch Oslo verkauft. Aus vielerlei Gründen verlor die Politik Anfang der 70er Jahre das Interesse an der Weiterentwicklung des Subharchords. Man ließ die Arbeit des Labors allmählich einschlafen. Von einem Gerät einmal abgesehen, das im Dresdner DEFA-Studio für Animationsfilme stand und das für unzählige Trickfilmmusiken eingesetzt wurde, fristeten die verbliebenen Geräte ein Schattendasein, verrotteten mehr oder weniger. Zwischen seiner Entwicklung und der Schließung des Labors jedoch entstand eine Vielzahl von Filmmusiken, aber auch autonomer musikalischer Werke, bei denen das Subharchord zum Einsatz kam - sowohl zur Produktion von Zuspielbändern als auch im Sinne eines Konzertinstrumentes. Siegfried Matthus' „Galilei“ ist wohl das bis heute bekannteste unter den Werken. Immer wieder entstanden auch Gelegenheitskompositionen - wie 1964 eine Werbemusik für Jenapharm. Als dann - mit einsetzendem politischen Tauwetter - die Akademie der Künste der DDR ein elektronisches Studio einrichten durfte, besann sich der Komponist und Studiogründer Georg Katzer auf das Subharchord und holte ein ausgedientes Gerät aus dem Postmuseum. Katzer, der einen Kompositionsauftrag für das Instrument wegen der Laborschließung nicht mehr ausführen konnte, realisierte nun ein Werk unter Verwendung der vielbeachteten Filtertechnik. Die politische Wende fiel zusammen mit einer immer stärker werdenden Retro-Bewegung in der elektroakustischen Szene. Eine Chance für das Subharchord, das es dennoch immer schwerer haben wird als Trautonium, Theremin oder Ondes Martenot, nicht nur, weil es in derart geringer Stückzahl existiert und die Wenigen, die es aus Erfahrung zu restaurieren wissen, stetig schwinden, sondern weil der Grad seiner Unbekanntheit derart hoch ist. Dennoch gerade in den letzten Jahren rückt das Gerät, rührigen Ingenieuren wie Gerhard Steinke sei Dank, immer stärker ins öffentliche Bewusstsein. Der aus Chemnitz stammende Installationskünstler Carsten Nicolai machte es zum Gegenstand einer Klanginstallation in der Berliner Akademie der Künste, ein rekonstruiertes Gerät fand Eingang in die Musikabteilung des Technischen Museums in Wien. Manches ist in Bewegung. Und bedenkt man, wie viele Menschen in Ostthüringen vermutlich unbewusst mit Trickfilmmusik aus dem Subharchord groß geworden sind, dann sind wir schließlich alle irgendwo Salas Erben. |
|||||||||||
|
Durchwachsene Kurtschauer Ergebnisse Faustball: Rückblick auf die Saison der sieben Wettkampf-Mannschaften Kurtschau (OTZ/Sebastian Lange). Mit insgesamt sieben Faustball-Mannschaften startete die SG in die vergangene Spielzeit. Die Jüngsten der Altersklasse 14 konnten nach einer durchwachsenen Saison den fünften Platz erreichen. Nur knapp verpasste das Team um Trainer André Hempel die Endrunde. Die von Jens Labuhn trainierte AK 18 konnte dagegen überzeugen und sicherte sich den hervorragenden ersten Platz und somit den einzigen Landesmeistertitel für die SG Kurtschau. Übungsleiter Marcus Köhler mit seiner Damen-Mannschaft hatte in der Saison die Endrunde nur knapp verpasst, da nur drei Ballgewinne gefehlt hatten, um an der Landesmeisterschaft teilzunehmen. Somit reichte es in der Abschlusstabelle nur für den fünften Platz. Bei den Männermannschaften waren die Ergebnisse durchwachsen. Während sich die Männer der Altersklasse 35 den dritten Platz erspielten, lief es bei den 45ern nicht optimal. Nur auf Grund des schlechteren Ballverhältnisses landeten sie in der Vorrunde auf dem dritten Platz, doch die Kurtschauer machten das Beste daraus. Im Spiel um Platz fünf konnten sie Nordhausen deutlich bezwingen. Bei den Spielen der Verbandsliga erreichte Kurtschau nach der Vorrunde Platz zwei hinter dem Dauerrivalen Bachfeld. Für Kurtschaus zweite Mannschaft verlief die Saison nicht optimal. So war der Gang in die Relegationsspiele ein notwendiges Übel. Doch diese verlief besser und die Klasse wurde gehalten. Neben den Saisonspielen behaupteten sich die Faustballer auch bei einigen Turnier. Die AK 50 in Mölkau und die Männermannschaft in Auma erkämpften dritte Plätze, das Turnier in Greiz gewann die Kurtschauer Erste. Den ersten Heimspieltag bestreitet heute, 10 Uhr die Jugend 14 auf dem Sportplatz in Kurtschau. Einen Tag später steht die erste Männermannschaft, ebenfalls in Kurtschau, auf dem Feld. In Gommla findet der zweite Spieltag der Bezirksliga Nord/Ost statt. |
|||||||||||
|
Gute Leistungen trotz Kälte
Leichtathletik: Abbruch des Zweikampfes nach der ersten Disziplin Von Ralf Peter Zeulenroda (OTZ). Die Greizer Leichtathleten setzten ihre Vorbereitung auf die Kreis- Jugendspiele und die Thüringer Landes-Meisterschaften am Dienstag mit der Teilnahme an einem Zweikampf im Zeulenrodaer Waldstadion fort. So war es jedenfalls geplant, aber wie fast jedes Jahr machte der Wettergott den Athleten einen dicken Strich durch die Rechnung. Zunehmende Kälte und Nässe führten nach der ersten Disziplin zum Abbruch der Veranstaltung, so dass nach den Sprints die Hürdenläufe ins Wasser fielen. Dennoch zeigten die zumeist jungen Sportler ihren guten Trainingszustand, und es gab einige Bestleistungen. Lilian Molder, Monique Steinke, Niclas Goller und Lucas Oettert glänzten bei den Schülern mit guten Zeiten. Bei den Jugendlichen und Senioren erzielten Alisa Henkel und Mirko Molder die besten Ergebnisse. Ergebnisse, 50 Meter, W8: 1. Lilian Molder 9,49 Sekunden, 3. Lilli Oettert 10,11 s; W9: 5. Lea Herrmann 9,78 s; W10: 2. Monique Steinke 8,66 s, 4. Luisa Gruner 9,23 s, 5. Cassandra Schulz 9,58 s; M10: 2. Hannes Schneider 8,92 s; M11: 1. Niclas Goller 8,18 s, 2. Paul Elschner 8,27 s; 75 m, W12: 2. Clara Henkel 12,46 s; W13: 5. Vanessa Apitz 11,55 s, 6. Vanessa Geist 11,60 s, 7. Sarah Himmer 11,71 s; M12: 75 m: 1. Lucas Oettert 10,31 s; 100 m: W14: 3. Laura Bechmann 14,93 s, 4. Luisa Kärsten 15,17 s; WJB: 2. Alisa Henkel 13,94 s; WJA: 1. Nathalie Bauroth 14,96 s; M35: 100 Meter: 2. Mirko Molder 13,46 Sekunden. |
|||||||||||
|
Drei erste Plätze beim Judo-Pokal in Auma Julien Jung bester Techniker Auma (OTZ/Ina Kupka). Am Wochenende fand der alljährliche Judo-Sparkassenpokal in Auma statt. Dieser wurde am Sonnabend in den Altersklassen U10 und U14 sowie am Sonntag in der AK U8, U12 und U17 ausgetragen. Immerhin ungefähr 130 Teilnehmer aus 29 Vereinen stellten sich pro Tag ihren Gegnern. Sie reisten unter anderem aus Halle, Leipzig, Erfurt und Meiningen an. Vom Greizer Judoclub gingen am Sonnabend unter anderen Julien Jung (bis 37 kg) und Tina Grätz (bis 44 kg) an den Start. Beide konnten mit der Goldmedaille in der Altersklasse U14 nach Hause fahren. Julien Jung setzte sich gegen vier weitere Kämpfer durch und zeigte sehr gute Judotechniken. Am Ende gab es für ihn sogar noch den begehrten Sonder-Pokal für den besten Techniker des Turnieres. Auch Hannes Fuchs kam besser zum Zuge und konnte bei seinen Gegnern punkten. So erkämpfte er sich verdient Bronze in der Altersklasse U10 bis 26 kg. Am Sonntag starteten Pascal Dölling (U8), Vincent Weiß, Markus Schurz und Tina Gipser (alle U12). Hier steuerte Pascal Dölling eine weitere Goldmedaille zu dem guten Greizer Ergebnis zu. Auch er gewann seine Turnier-Kämpfe vorzeitig auf Ippon und zeigte schöne Judotechniken. Die einzige Silbermedaille erkämpfte sich bei den Mädchen Tina Gipser, die ebenfalls zwei Kämpfe klar vorzeitig gewinnen konnte. Ergebnisse, 1. Platz: Pascal Dölling (U8 bis 28kg), Julien Jung (U14 bis 37kg), Tina Grätz (U14 bis 44kg). 2. Platz: Tina Gipser (U12 bis 30kg). 3. Platz: Hannes Fuchs (U10 bis 31kg), Markus Schurz, Vincent Weiß (U12 bis 35+36kg), Elisabeth Haag (U10 bis 26kg). |
|||||||||||
|
Wartenberg und Oettert holen Silber
Leichathletik, Jenaer Duathlon Jena (OTZ/Ralf Peter). Der 22. Jenaer Duathlon, ausgetragen auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld, wurde im Gegensatz zum Vorjahr von unangenehmen kühlfeuchten Witterungsbedingungen begleitet. Für die über 300 Teilnehmer hieß es also gut warmhalten. Unbeeindruckt davon wurden wieder tolle Leistungen gezeigt, und die Ausdauersportler des RC Schloßbike Greiz standen da nicht nach. Unter den 120 Nachwuchsathleten waren erneut drei Schüler des Greizer Leichtathletikvereins dabei, die sich mit einem vielseitigem Training vorbereitet hatten. Lucas Oettert wurde im Duathlon, der die drei Teilstrecken Lauf-Rad-Lauf beinhaltet, über 2-10-0,8 km nach 30:34 Minuten Zweiter der AK 12-13. Bei den Mädchen belegten Vanessa Geist (34:10 min) und Sarah Himmer (35:59 min) die Plätze acht bzw. 16. Die 79 Teilnehmer in der Hauptklasse und die 22 Teams hatten die Distanz von 10-40-5 km zu bewältigen. Der Sieger Thomas Peto (1:46:49) vom Gastgeberverein sowie weitere vier Männer blieben unter 1:50 Stunden, und auch bei den Frauen wurde durch Astrid Karnikowski aus Erlangen (2:07:59) ein gutes Resultate erzielt.Nach 1:55:02 Stunden und gewohnt stabilen Leistungen beim Lauf und auf dem Rad überquerte Erik Wartenberg als Zehnter und bester Greizer die Ziellinie. Damit erkämpfte er Platz zwei in der AK 45. Eric Krohn überzeugte mit einer starken Radleistung und beendete das Rennen nach 1:57:08 als 17. und Siebenter der AK 20. Bei den Teams belegten Andreas Kairies/Olaf Lorenz in 2:00:45 Rang elf bei den Männern und Angela Müller/Steffen Schindler mit 2:11:43 den zweiten Platz im Mix-Wettbewerb. Ergebnisse: 2-10-0,8 km: Lucas Oettert 30:34 min / 2. M12-13, Vanessa Geist 34:10 min / 8. W12-13, Sarah Himmer 35:59 min / 16. W12-13; 10-40-5 km: Erik Wartenberg 1:55:02 h (37:19-59:03-18:40) / 2. M45, Eric Krohn 1:57:08 h (40:21-56:14-20:33) / 7. M20; Team: Kairies / Lorenz 2:00:45 h (40:53 -1:00:01 - 19:51) / 11. M, Müller / Schindler 2:11:43 (48:01 -59:51 -23:51) / 2. Mix. |
|||||||||||
|
Landkreis-Weltmeister gesucht
Bisher 23 Grundschulen des Landkreises Greiz starten zur Fußball-Mini-WM Von Peter Reichardt Greiz (OTZ). „Ein Hauch von Südafrika“ - was die Großen können, können die Kleinen im Landkreis Greiz auch. Am 3. Juni findet die Fußball-Mini-WM für Grundschüler im Landkreis statt. Veranstaltet wird das Turnier vom Kreissportbund Greiz (KSB), dem Schulamt Gera/Schmölln und dem 1. FC Greiz. Am Dienstag erfolgte die Auslosung zu diesem großen Ereignis für die kleinen Kicker. Insgesamt 24 Mannschaften aus Grundschulen von Bad Köstritz, Kraftsdorf, Münchenbernsdorf, Weida, Zeulenroda, Greiz und Cossengrün haben für diese Mini-Weltmeisterschaft gemeldet, die wenige Tage vor Eröffnung der Weltmeisterschaft in Südafrika, auf dem Greizer Tempelwald angepfiffen wird. Ein Hauch von Südafrika lag schon über dieser Auslosung. Mit Otto Schlutter war einer der bekanntesten ehemaligen Greizer Fußballer von der Partie und loste die Grundschulmannschaften den Nationen zu. Wie Dieter Köbke, Vorsitzender des Kreisfußballauschusses Greiz, der diese Veranstaltung im Rahmen der Kreis-Jugendspiele besonders begrüßte. Auch KSB-Chef Uwe Jahn ließ es sich nicht nehmen, an der Zulosung mitzuwirken. Zudem nahmen der Schulsport- Koordinator des Schulamtes Wolfgang Bunge und Mini-WM-Turnierleiter Andreas Damm an der Verlosung teil. Doch welche Schulmannschaft läuft nun für welche Nation auf dem Greizer Tempelwald auf? Ein tolles Spektakel steht damit für die kleinen Kicker auf dem Programm, das sicher schon jetzt viel Aufregung bei ihnen erzeugt. Natürlich werden die Mannschaften unter den Fahnen und Nationenschildern, die ihnen zugelost wurden, bei der Eröffnung der Mini-Weltmeisterschaft auf dem Tempelwald auflaufen und um Tore und Punkte kämpfen. Denkt man an den Juni des Jahres 2008, in dem es bereits eine Mini-Europameisterschaft gab, so kann der Erfolg von damals sicher wiederholt und weiter ausgebaut werden. Für die kickenden Kinder wird es sicher ein Höhepunkt vor den anschließenden Sommerferien. Und der sollte den Kindern durch einen regen Zuschauerzuspruch bei dieser Mini-Weltmeisterschaft weiter aufgewertet werden. Ergebnis der Auslosung
|
|||||||||||
| 08. Mai 2010 /OTZ | |||||||||||
Kurz notiert: |
|||||||||||
|
Karikatur des Tages
Nächster Hilfstransport nach Brest am 4. Juni Greiz (OTZ). Der nächste Hilfstransport von Greiz nach Brest in Weißrussland und Umgebung startet am 4. Juni. Das Lager in Greiz ist bereits mit Möbeln gefüllt. Dringend werden dennoch folgende Dinge gesucht: Gasherde, Elektroherde, Waschmaschinen, Computer für Lern- und Studienzwecke, Heizkörper, Fenster, Waschbecken und Fahrräder. Die Annahme dieser Sachspenden gewährleistet der Verein zur Unterstützung sozial benachteiligter Bürger in der Greizer Oßwaldstraße 31 immer montags bis donnerstags von 6.30 bis 15 Uhr und freitags 6.30 bis 12 Uhr. Familienpakete werden gern persönlich entgegen genommen, dann bitte an den Sonnabenden, 22. und 29. Mai, von 9 bis 12 Uhr. Probleme wird auch diesmal die finanzielle Absicherung des Transportes bereiten. Deshalb wird darum gebeten, den Hilfstransport zu unterstützen. Auch die kleinste Spende hilft. 43 500 Euro für Kreissportbund bewilligt Greiz (OTZ/KG). Der Kreissportbund (KSB) Greiz wird in diesem Jahr vom Landkreis mit 43 500 Euro gefördert. Das hat der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. 28 150 Euro wird der Kreissportbund dabei wiederum für die Förderung von Projekten der Vereine einsetzen, wie KSB-Vorsitzender Uwe Jahn sagte. Für Vereinsberatung und als Zuschuss für die Verwaltungskosten des KSB sollen 13 850 Euro verwendet werden. Die restlichen 1500 Euro sind für Kleinprojekte des Kreissportbundes wie Sport- und Freizeitwochen, Rudi-Geiger-Turnier oder Familiade eingeplant. Landesmeisterschaft der Spielleute gefördert Triebeser Fanfarenzug erhält Zuschuss Greiz (OTZ/KG). Einem Zuschuss für den 1. Triebeser Fanfarenzug hat der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Die Triebeser bekommen nun vom Landkreis Greiz 800 Euro Fördermittel. Damit will der Verein die 15. Thüringer Landesmeisterschaften der Spielleute am 12. Juni in Triebes ausrichten. Diese Sportveranstaltung von überregionaler Bedeutung wird vom Landkreis nun auch finanziell unterstützt. Tierische Urlaubshilfe bis zum 15. September Aktion des Greizer Tierschutzvereins Greiz (OTZ). Damit Tierfreunde nicht auf ihren Urlaub verzichten müssen, startet ab sofort unter dem Motto „Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier“ wieder die kostenfreie Urlaubshilfe-Aktion. Der Tierschutzverein Greiz und Umgebung führt Tierbesitzer zusammen, die im gegenseitigen Tausch ihre Tiere versorgen wollen. Eine wichtige Voraussetzung neben der Gewissenhaftigkeit und Sachkenntnis des Tierhalters ist dabei die ordnungsgemäße Schutzimpfung und die Haftpflichtversicherung der Tiere. Den Service bietet der Tierschutzverein nicht nur seinen Mitgliedern, sondern allen Tierfreunden an. Gesucht werden auch Tierfreunde, die selbst kein Tier in Pflege geben wollen, aber gern bereit sind, während der Urlaubszeit ein Tier in Obhut zu nehmen. Die Aktion beginnt ab sofort und dauert bis zum 15. September. Interessenten können sich von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr in der Geschäftsstelle des Tierschutzvereins Greiz und Umgebung unter Tel.: (0 36 61) 64 43 melden. Dort liegt auch eine kostenlose Checkliste zum Thema „Tier und Urlaub“ bereit. Der Deutsche Tierschutzbund hat zusätzlich von Anfang Mai bis Mitte September ein Urlaubs- Beratungstelefon eingerichtet. Kontakt unter der Telefonnummer: (02 28) 6 04 96 27. Vollsperrung der B 175 Durchfahrt nach Weida nicht mehr möglich Frießnitz (OTZ). Der nächste Bauabschnitt auf der B 175 in Frießnitz erstreckt sich ab Montag von der Einmündung Neundorfer Straße Richtung Weida bis vor die Einmündung Grochwitz. Der Bereich ist voll gesperrt. Der Verkehr aus Grochwitz kommend kann nur in Richtung Weida fahren. Der Verkehr aus Richtung Neundorf kann in Frießnitz nur nach links abbiegen, Richtung Großebersdorf. Eine Durchfahrt Richtung Weida ist nicht möglich. Autofahrer aus Richtung Weida können nur bis Ortseingang Frießnitz fahren, eine Durchfahrt Richtung Niederpöllnitz oder Großebersdorf ist nicht möglich. Die Umleitung von Großebersdorf kommend führt über die B 2 nach Gera und dort über die B 92 nach Weida. Die Gegenrichtung von Weida Richtung Großebersdorf verläuft umgekehrt. Gefahr der Geflügelpest nicht gebannt Meldepflicht der Halter gilt weiter Greiz (OTZ). Die Fälle von Geflügelpest in Europa sind zurückgegangen. Anfang November 2009 gab es in Thüringen einen Nachweis von niedrig pathogenem Geflügelpestvirus bei Enten im Landkreis Nordhausen. Im Landkreis Greiz wurden im Jahr 2009 16 Wildvögel auf AI-Virus H5 N1 mit negativem Ergebnis untersucht. Insgesamt wird das Risiko für Einschleppung und Verbreitung von hoch pathogenem AIVirus H5N1 in Hausgeflügelbestände in der Bundesrepublik Deutschland vom Friedrich- Löffler-Institut derzeit so bewertet, dass lediglich von der illegalen Einfuhr von Geflügel oder Geflügelprodukten eine deutliche Gefahr für deutsche Tierbestände ausgeht. Jedoch ist auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch mit dem Eintrag von Influenza-Viren in regionale Geflügelhaltungen zu rechnen. Das Veterinär-und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Greiz weist deshalb darauf hin, dass jeder Halter von Geflügel verpflichtet ist, seinen Bestand beim Landwirtschaftsamt anzumelden und Verendungen im Bestand dem Tierarzt oder dem Veterinäramt mitzuteilen. Darüber hinaus hat der Halter jedes verendete Stück Geflügel im Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz auf aviäres Influenzavirus H5N1 untersuchen zu lassen, wenn Enten und Gänse in Freilandhaltung zusammen mit Hühnergeflügel gehalten werden. Reine Entenund Gänsebestände in Freilandhaltung sind mittels Analoder Rachentupferproben stichprobenweise vierteljährlich zu untersuchen. Für Hühnergeflügel, also Puten, Fasanen und Hühner, gilt nach wie vor die Pflicht der Impfung gegen die atypische Geflügelpest (Newcastle Disease). Fragen beantworten die Mitarbeiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes unter Tel.: (036628) 4 71 08. Liebeserklärung an die Mütter
Eine Liebeserklärung an alle Muttis überbrachten die Kindergartenkinder „Am Froschteich“ Hohndorf in ihrem Muttertagsprogramm am Mittwoch. „Von Kopf bis Fuß“ im Kulturhof Zickra
Handgemachte Mode in feinstem Design und raffinierte Schmuckgestaltung ziehen an diesem Wochenende wieder auf den Zickraer Hügel, wo heute und morgen zum 10. Textil- und Schmuckmarkt „Von Kopf bis Fuß“ eingeladen wird. Ein Höhepunkt des Marktes ist die Modenschau von Modiva, an beiden Tagen um 15 Uhr. |
| | zurück | | Seitenanfang | | Impressum | |