05. Mai 2010 /OTZ

Wieder im „Milieu“ abhängen

Schulleiter Dieter Linke präsentiert den Fördervereinsmitgliedern und weiteren Gästen beim Rundgang durch den Schulklub die Schulchronik.
Schulleiter Dieter Linke präsentiert den Fördervereinsmit-
gliedern und weiteren Gästen beim Rundgang durch den Schulklub
die Schulchronik.
Foto: OTZ/Christian Freund

Schulklub der Lessing-Regelschule wird in dieser Woche neu eröffnet

Von Katja Grieser Greiz.

Olivia Notter ist erleichtert: Die 15-Jährige ist Schülersprecherin der Lessing-Regelschule, in der der Schulklub ab Donnerstag wieder eröffnet. „Der Klub hat echt gefehlt, vor allem in der Mittagspause“, sagt die Schülerin. Nach dem Umzug der Schule ins Gebäude in der Dr.-Scheube- Straße zu Schuljahresbeginn gab es zunächst keinen Klub mehr. „Wir waren sehr traurig, dass wir den Schulklub nicht mehr hatten. Jetzt haben wir aber glücklicherweise eine Lösung gefunden“, freut sich Schulleiter Dieter Linke über die Wiedereröffnung. Den Schulklub mit dem Namen „Milieu“ gibt es seit 1995 an der Lessing-Regelschule. Über ABM oder andere Möglichkeiten des zweiten Arbeitmarktes konnte er immer betrieben werden. Diese Förderung kann nun aber nicht mehr gewährleistet werden. Doch über Schuljugendarbeit war es schließlich doch möglich, den Klub weiter betreiben zu können. „Ich bin froh, dass es so geklappt hat und hoffe, dass die Finanzierung auch künftig so weiter läuft. Es sieht zumindest gut aus“, sagt Elke May, Sachgebietsleiterin Jugendarbeit im Landratsamt, die sich am Montagabend gemeinsam mit Fördervereinsmitgliedern und Lehrern die neuen Klubräume angesehen hat. Durch die Räume wurden sie von Eveline Limmer geführt, die den Schülern bereits als Sekretärin bekannt ist und künftig den Schulklub leiten wird. Im Keller des Schulgebäudes ist der Klub untergebracht, eine Polstergarnitur und eine Küche konnten von den Geldern aus dem Sponsorenlauf der Schule und mit Unterstützung des Möbelhauses Hierold neu angeschafft

Klubleiterin Eveline Limmer in der neuen Küche.
Klubleiterin Eveline Limmer
in der neuen Küche.
Foto: OTZ/Christian Freund

werden. Zwei Computerplätze - die Drucker werden noch folgen -, Musikanlage und Billardtisch sind ebenfalls vorhanden. Eine Tischtennisplatte wird noch aufgebaut. Steffi Drese, die den Lessingschulklub vier Jahre lang leitete und als „Mutti“ des Klubs gilt, war von der Ausstattung mbeeindruckt. „Am meisten freue ich mich, dass die Tische, die wir damals bemalt haben, wieder aufgestellt wurden“, sagt Drese. Sie hatte mit den Schülern damals aus alten Tischen große Schach- und Mensch-ärgere-dich-nicht- Bretter gestaltet. Ein wenig kleiner als der alte ist der neue Klub zwar, doch „das stört nicht“, findet Olivia Notter, die weiß, dass nicht nur die älteren Schüler, sondern auch schon Fünftklässler den Klub zum entspannten Abhängen nutzen. Der Schulklub hat montags von 13.15 bis 18 Uhr, mittwochs von 13.15 bis 16.30 Uhr und donnerstags von 13.15 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Kommentar

Start mit Abschluss

Von Katja Grieser

Mit dem Start in eine neue Schulklubzeit wird in der Lessing-Regelschule zugleich ein Kapitel abgeschlossen, das durch den Standortwechsel der Schule aufgeschlagen wurde. Denn eine der Befürchtungen war, dass mit Einzug ins Gebäude Dr.-Scheube-Straße kein Platz mehr für den Klub sein könnte. Geeignete Räume wurden nun gefunden, das Gleiche gilt für die Finanzierung der Klubleiterstelle. Die Schüler können also aufatmen. Im alten Schulklub haben sich täglich mindestens 30 Jugendliche getroffen, auf eine ähnliche Resonanz hoffen die Verantwortlichen nun auch. Der Klub liegt aber auch den Eltern am Herzen, so etwa Steffi Kummer. Sie ist Mutter eines Schülers und spendet jeden Monat 100 Euro für den Schulklub. Für den Klub zu kämpfen war also genau das Richtige. Wenn jetzt noch das Problem des sich nach der Sanierung wellenden Fußbodens gelöst wäre, könnten sich die Lessingschüler in ihrem neuen Domizil künftig so richtig heimisch fühlen.


05. Mai 2010 /OTZ

100-Jährige lädt zum Frühlingsfest

Pflanzen, Ponyreiten, Schnitzen und Sägewettbewerb locken Besucher an

Ruth und Gerhard Dietzsch bereiten das Frühlingsfest in der Obergeißendorfer Gärtnerei vor.
Ruth und Gerhard Dietzsch bereiten das Frühlingsfest in
der Obergeißendorfer Gärtnerei vor.
Foto: OTZ/Christian Freund
Gerhard Dietzsch zeigt das Gerät, mit dem bereits 1910 Erdtöpfe geformt wurden.
Gerhard Dietzsch zeigt das Gerät, mit dem bereits 1910
Erdtöpfe geformt wurden.
Foto: OTZ/Christian Freund

Von Christian Freund Obergeißendorf.

Für eine Hundertjährige sieht sie blendend aus - die Anlage der Gärtnerei Dietzsch, die in landschaftlich reizvoller Lage an einem Hang in Obergeißendorf die Besucher zum traditionellen Frühlingsfest am Sonnabend und Sonntag, jeweils ab 11 Uhr, erwartet. Deshalb haben Inhaber Gerhard Dietzsch und Mutter Ruth mit den Vorbereitungen alle Hände voll zu tun, pflanzen für die Festtage zahlreiche Blumen und schaffen Pflanzgut für die Kleingärtner heran. Während sich dann die Hobby- Gärtner über die zahlreichen Pflanzen informieren können, werden die Kinder mit einem Gerät aus dem Jahr 1910 Erdtöpfe zum Pikieren der Pflanzen herstellen oder auf dem Pony reiten können. Unter fachlicher Anleitung können auch von den Erwachsenen Schnitzarbeiten ausgeführt werden, außerdem steht Wettsägen auf dem Programm. Kaffee und Kuchen wird Silvia Dietzsch auf der Terrasse servieren. 1910 wurde der Gartenbaubetrieb von Reinhard Dietzsch gegründet. Er erwarb das Grundstück von seinem Vater, baute auf dem ehemaligen Feld ein Wohnhaus und legte mit dem Gewächshausbau und weiteren notwendigen Bauten den Grundstein für eine moderne Gärtnerei. Ältere Einwohner können sich noch an die Gaststätte samt einem Sommerbad erinnern, das von der Familie Dietzsch errichtet und bis 1942 betrieben wurde. Das war im dörflichen Bereich eine besondere Attraktion, viele Kinder konnten hier das Schwimmen erlernen. Gerhard Dietzsch besitzt noch Unterlagen, die davon zeugen, dass zu dieser Zeit Reinhard Dietzsch allein sieben Anträge für eine Konzessionsgenehmigung stellen musste, bis ihm endlich der Ausschank alkoholfreier Getränke genehmigt wurde. Dafür musste er am 12. Juni 1932 allerdings 30 Reichsmark berappen. Vorher durfte nur Milch angeboten werden, was wohl nicht so recht bei Besuchern angekommen sein dürfte. Ein weiterer Erwerbszweig war das Anlegen von Gärten für die Kunden, so zum Beispiel auf Villengrundstücken in Jocketa, Plauen oder Neumühle. 1965 übernahm Horst Dietzsch den Gartenbaubetrieb, den er bis 2002 mit seiner Frau Ruth führte. Gerhard Dietzsch hat seit 2003 das Sagen im Betrieb, nach wie vor wird er von seiner Mutter unterstützt. „Vieles hat sich in den Jahren verändert. Früher, zu DDR-Zeiten, standen die Leute Schlange auf dem Weg zur Gärtnerei. Heute bieten wir unsere Ware auf den Märkten in Berga und den umliegenden Dörfern an“, erklärt Ruth Dietzsch. Natürlich läuft nach wie vor der Verkauf auch in der Gärtnerei. Nach dem Krieg wurden vor allem Gemüsepflanzen gezogen, später war ein immer breiteres Pflanzensortiment gefragt. Das hat sich bis heute fortgesetzt. Die Pflege von Grünanlagen und Zaunbau sind weitere Geschäftsfelder des Obergeißendorfer Betriebes.


05. Mai 2010 /OTZ

Alter Kohlehandel wird zur Bücherkiste

Buch-Lagerverkauf der Sozialgenossenschaft

Greiz (OTZ/KG).

„Hier sind die Klassiker, da stehen Romane, vier Regale Kinderbücher und ein paar Schallplatten haben wir auch“ - Mario Helm von der Sozialgenossenschaft Greiz kennt sich in dem gestern eröffneten Buch-Lagerverkauf im Gebäude des ehemaligen Kohlehandels in der Zentastraße aus. 10 000 Bücher, überwiegend aus DDR-Zeiten, verwaltet er dort und hofft, dass sich zahlreiche Käufer für diese finden. „Am gefragtesten sind Romane“, weiß Helm, der gemeinsam mit Jana Reber künftig dienstags von 9.30 bis 14.30 Uhr und donnerstags von 14.30 bis 17.30 Uhr auf Kundschaft wartet. „Wenn es gut läuft, dann auch öfter“, so Mario Helm. Das Besondere an dem Lagerverkauf sei, dass die Bücher sehr günstig angeboten werden können. Denn sie werden der Sozialgenossenschaft von Leuten, die für die Bücher keine Verwendung mehr haben, kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Geld, das die Genossenschaft einnimmt, soll den Mitgliedern zugute kommen. Einkaufen kann bei dem Buch-Lagerverkauf jeder, Bedürftigkeit müsse nicht nachgewiesen werden. Gute Erfahrungen habe die Sozialgenossenschaft bereits mit dem Buchbasar auf dem Puschkinplatz gemacht. Der ist allerdings kleiner als der jetzt eröffnete Lagerverkauf, so dass Mario Helm nun mit einem noch größeren Interesse rechnet. „Aber es muss sich erst rumsprechen“, sagt er. Wer sich über den Buchbasar, der von dienstags bis freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr stattfindet, oder den Lagerverkauf informieren möchte, kann sich unter Tel.: (03661) 68 61 66 beziehungsweise unter Tel.: (0177) 7 52 25 70 melden.


05. Mai 2010 /OTZ

Diagnose akuter Hausarztmangel

Wolfgang Seifert, Reinhard Sell, Thüringens Gesundheitsministerin Heike Taubert, Dr. Klaus Berg, Dr. Peter Gottschalk und Diplommediziner Burghardt Stephan diskutierten über den Hausärztemangel.
Wolfgang Seifert, Reinhard Sell, Thüringens Gesundheitsmi-
nisterin Heike Taubert, Dr. Klaus Berg, Dr. Peter Gottschalk
und Diplommediziner Burghardt Stephan diskutierten über
den Hausärztemangel.
Foto: OTZ/Christian Freund

SPD-Ortsverein sucht mit Ministerunterstützung nach Rezepten gegen übervolle Praxen

Von Kathrin Schulz Greiz.

Rein statistisch gesehen ist das Problem eigentlich gar keins: Die ärztliche Versorgungsquote in der Region liegt bei 100 Prozent. Die Wahrheit dahinter aber ist: „Viel weniger können wir wirklich nicht vertragen“, wie Burghardt Stephan, Facharzt in eigener Niederlassung, weiß. Angesichts zunehmender Überalterung der Patienten wie auch der Ärzte sowie stets wachsender medizinischer Möglichkeiten sei die Ermittlung des Versorgungsgrades dringend zu hinterfragen, stellt der Diplommediziner in der Diskussionsrunde am Montagabend im Weißen Saal fest. Der Ortsverein Greiz der SPD, der das Thema Hausärztemangel auf die Tagesordnung gesetzt hatte, suchte mit kompetenter Unterstützung durch Gesundheitsministerin Heike Taubert (SPD) und einem Ärzteteam aus Greiz nach Rezepten gegen den Mangel an Hausund Landärzten in der Region. „Trotz wesentlich besserem Arzt-Patienten-Verhältnis - durchschnittlich kommen auf einen Arzt 290 Patienten, 1985 waren es noch 391 Patienten pro Mediziner - sind die Praxen hier übervoll, weil die Ärzteschaft unterschiedlich verteilt ist, andere Regionen und Wirtschaftsbereiche attraktiver sind“, stellt die Thüringer Gesundheitsministerin fest. Auch Reinhard Sell, bis 2007 selbst Allgemeinmediziner, bestätigt, dass es nicht so einfach ist, in der Region einen neuen Hausarzt zu finden. Sell moderierte den Abend im Weißen Saal. Erste Therapiemaßnahmen gegen den Hausarztmangel nennt Taubert: Der Gesundheitsfonds, davon ist sie überzeugt, bringe gewisse Stabilität im ambulanten Bereich, zumal seitens der Kassenärztlichen Vereinigung viel nachgebessert worden sei. Der seit gut anderthalb Jahren existierende Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Uni Jena sei wichtig für den Hausarztnachwuchs, schaffe zudem ein Netzwerk, das niedergelassene Ärzte mit Auszubildenden in Kontakt bringe. Nicht zu vergessen ist darüber hinaus, dass der Hausarzt auch Betriebswirt sein müsse. Die neue Stiftung in Thüringen wolle Stipendien für Hausarzt- Weiterbildungen an den Einsatzort in unterversorgten Gebieten binden. Die Stiftung könne zudem bei der Gründung der Praxis helfen, meint Taubert. Sie hält es für wichtig, dass die Krankenhäuser sich für ambulante Leistungen öffnen. Hier hakt Dr. Klaus Berg, Ärztlicher Direktor des Kreiskrankenhauses Greiz, nach: Er erachte es vor allem


Wer einen Arzt auf dem flachen Lande haben will, wird ihn auch gut bezahlen müssen.

Dr. Klaus Berg, Ärztlicher Direktor Kreiskrankenhaus Greiz


als notwendig, die Krankenhausnotaufnahme für die ambulante Versorgung zu öffnen und seitens der Politik die Gründung Medizinischer Versorgungszentren keinesfalls einzuschränken. Auf Reinhard Sells Frage zur Resonanz auf die ausgeschriebenen Hausärzteausbildung, die auch an der Greizer Klinik angeboten werden soll, antwortet er klar: „Die Nachfrage ist gleich Null. Sobald ein Bewerber da ist, wird er auch ausgebildet.“ Der Ärztliche Direktor nutzt die Gelegenheit aber auch, um eine Lanze für das deutsche Gesundheitswesen zu brechen. „Es ist eines der weltbesten“, unterstreicht Berg, nicht ohne gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass die Krankheitshäufigkeit der älteren Bevölkerung ansteigt. Im vergangenen Jahr sind in der Klinik 12 000 ambulante Patienten behandelt worden, vor zehn Jahren waren es noch weniger als die Hälfte. Berg zitiert eine Umfrage unter Absolventen. Demnach würden 20 Prozent der jungen Mediziner im ländlichen Raum arbeiten, während sich 65 Prozent gut vorstellen könnten, ins Ausland zu gehen, nicht zuletzt, weil dort die Bezahlung gut 30 Prozent höher ausfällt. „3000 deutsche Ärzte gehen jährlich ins Ausland. Im Krankenhaus können wir diese Lücken noch aus dem osteuropäischen Raum decken, was im ambulanten Bereich schlecht möglich ist“, räumt der Mediziner ein. „Über die Hälfte der Ärzte in Greiz sind über 50, sie brechen uns in zehn Jahren weg aus der Versorgung“, erinnert Facharzt Burghardt Stephan. Er ist überzeugt, dass die regionalen Bedingungen hier besser verkauft werden könnten; es sich allerdings trotz Einkommensverbesserungen lohnen müsse, als Landarzt zu arbeiten. „Am Ende“, da pflichtet ihm Ministerin Taubert bei, „werden wir das übers Geld regeln müssen.“ Die Hausarztversorgung sei ein Thema, das alle angeht, hatte SPD-Ortsvereins-Chef Wolfgang Seifert eingangs betont. Deshalb habe man sich mit der CDU, die das Thema zwei Wochen vorher diskutiert hatte, auf eine nächste gemeinsame Debatte geeinigt.


05. Mai 2010 /OTZ

Schnappschüsse

Leserfotos halten besondere Augenblicke fest

Kinder genießen ihr Eis zur Eröffnung des Parks der Generationen in Reichenbach. Zahlreiche Besucher zog es auf das ehemalige Landesgartenschaugelände in der sächsischen Nachbarstadt, das nun zu einem Park mit Spielgelegenheiten für die Kleinen geworden ist.

Von Katja Grieser Greiz.

Kinder genießen ihr Eis zur Eröffnung des Parks der Generationen in Reichenbach. Zahlreiche Besucher zog es auf das ehemalige Landesgartenschaugelände in der sächsischen Nachbarstadt, das nun zu einem Park mit Spielgelegenheiten für die Kleinen geworden ist.
Foto: Silke Groß

Schnappschüsse unserer Leser, die die Redaktion in den letzten Tagen erreichten, halten besondere, mitunter auch alltägliche Augenblicke fest. In Gottesgrün beispielsweise gab es zudem einen Lampionumzug, von dem uns Gerd Richter ein Foto schickte. Die Sonnenuhr, die ursprünglich auf dem Schulgelände in Elsterberg ihren Platz hatte, wurde jetzt im Stadtzentrum aufgebaut. Diesen Schnappschuss schickte uns Rudi Dick. Er war ebenfalls dabei, als die Behelfs-Fußgängerbrücke über der Weißen Elster einschwebte. Sie wurde notwendig, weil die August-Bebel-Brücke, die über die Elster führt, gegenwärtig abgerissen und anschließend neu gebaut werden soll. Auch die Nachbarn verstehen zu feiern, wie die Reichenbacher am Sonnabend zur Eröffnung des Parks der Generationen eindrucksvoll bewiesen. Für die Fans des FC Bayern München war ebenfalls Party angesagt, denn der Verein sicherte sich vorzeitig den Deutschen Meistertitel. Die Meisterschale gibt es zwar erst am Sonnabend, doch einige Greizer Bayern-Fans konnten mit dem Feiern nicht warten. Mit einem sechs Meter langen Cadillac Coupe, Baujahr 1970, 325 PS, kurvten sie durch die Greizer Innenstadt. Fuhrunternehmer Günter Degenhardt freute sich mit seinen Insassen und viele Greizer staunten nicht schlecht über die ungewöhnliche Fanaktion.


05. Mai 2010 /OTZ

Greizer Frauen sind Vogtlandmeister

Greiz (Grün) sorgte für viel Gefahr im Gästestrafraum.
Greiz (Grün) sorgte für viel Gefahr im Gästestrafraum.
Foto: Silvia Böhm-Lämmer

Fußball - Frauen, Vogtlandklasse: Sieg am vorletzten Spieltag sichert Tabellenspitze
SV Chemie Greiz - VfB Großfriesen 5:0 (5:0)

Greiz (OTZ/Elle).

An diesem regnerischen Sonntagnachmittag ging es für die Greizerinnen bei ihrem Spiel gegen die Gäste aus Großfriesen um alles. Im vorletzten Spiel der Saison mussten die Greizer Frauen gewinnen, um endgültig die Meisterschaft zu erreichen. Die Gäste kamen nicht mit voller Besetzung. und so begannen die Greizer das Spiel wie erwartet druckvoll und spielfreudig. Gleich in der 1. Minute die Führung der Gastgeber durch Elle nach Flanke von Jüptner. Großfriesen kämpfte trotz Unterzahl, aber gefährlich wurden die Gäste nie. Greiz spielte schönen Kombinationsfußball nach vorn. Nach einen Antritt von Schleif spielte diese kurz vor dem Tor auf Jüptner, die den Ball einfach einschiebt. Nachdem bei den so schon dezimierten Gästen nach einer Viertelstunde eine weitere Spielerin die Partie vorzeitig verlassen musste, war jede Gegenwehr gebrochen. Greiz warf noch einmal alles nach vorn und wurde prompt mit dem 3:0 durch Jüptner belohnt. Nur zwei Minuten später schob Reinhold zum 4:0 ein, nachdem sie die verblieben Gästeabwehr ausgespielt hatte. Jüptner war es, die nach einer weiteren Minute den 5:0-Endstand für Greiz herstellte. Nach 21. Minuten wurde das Spiel dann frühzeitig beendet, da Großfriesen mit nur noch drei Feldspielerinnen auf dem Platz stand. Es war ein ungewöhnliches Spiel mit einem guten Ende für Greiz. Mit nun uneinholbaren fünf Punkten Vorsprung auf den zweiten Leubnitz und nur noch einem Spiel können die Greizer nun als Meister der Vogtlandklasse in die Partie gegen Limbach am 30. Mai gehen.

Greiz: N. Knoll, S. Stark, S. Elle, I. Steinbrich, K. Adler, K. Reinhold, L. Jüptner, J. Schleif, F. Dietzel, K. Menz.


05. Mai 2010 /OTZ

TSV-Ehrenurkunde für Bauch und Zöhke

Versammlung der Greizer Schwimmer

Greiz (OTZ/Penzel).

Zahlreiche Vereinsangehörige folgten kürzlich der Einladung zur Mitgliederversammlung des 1. Schwimmklubs Greiz. Höhepunkt der Veranstaltung war die Auszeichnung von Dr. Peter Bauch und Kerstin Zöhke mit der Ehrenurkunde des Thüringer Schwimmverbandes (TSV) für ihre zahllosen Erfolge im Mastersbereich. Holger Steiniger, der als Schatzmeister des Thüringer Schwimmverbandes Gast der Mitgliederversammlung war, führte die Ehrung durch. Mit ihren vielen Triumphen haben beide den Greizer Schwimmsport maßgeblich im Bundesgebiet bekannt gemacht. Zudem werden sie wegen ihrer vorbildlichen Trainingseinstellung vom Schwimmnachwuchs geachtet. Der Vorsitzende des Vereins, Dr. Uwe Möhring, gab zuvor einen umfassenden Rückblick auf die Ereignisse des vergangenen Jahres. Dazu gehörten nicht nur die Aufzählung und Würdigung der sportlichen Erfolge, sondern auch die Erinnerung an außersportliche Aktivitäten aus allen Altersgruppen des Vereins. In diesem Zusammenhang dankte der 1. Vorsitzende den vielen fleißigen Helfern, allen voran dem haupt- und ehrenamtlichen Trainern und Übungsleitern. Nach den weiteren Berichten, in denen unter anderem die wirtschaftliche Arbeit des Vereins gelobt wurde, entlasteten die Mitglieder den Vorstand für das Jahr 2009.


05. Mai 2010 /Vogtland-Anzeiger

Sternwarte ist im Besitz einmaliger Aufnahmen

Rodewisch – Eine spektakuläre Detailansicht des 7500 Lichtjahre entfernten Carinanebels, einer der größten Stern-Entstehungsregionen der Milchstraße, befindet sich seit gestern im Besitz der Sternwarte Rodewisch.

Im Beisein von Schülern des naturwissenschaftlichen Neigungskurses des Glauchauer Gymnasiums, die gestern ihren Projekttag an der Sternwarte verbrachten, enthüllte der Leiter der Einrichtung Jochen Engelmann das zwei mal ein Meter große Poster, das nun die Bilderwand im Foyer des Sternwartengebäudes bereichert. Übergeben wurde das Bild anlässlich des 20. Jubiläums des Hubble Space Teleskops, welches seit dem 24. April 1990 im Auftrag von NASA und der Europäischen Weltraumbehörde, ESA unentwegt Bilder aus den Fernen des Alls an die Erde sendet. „Lediglich 100 verschiedene astronomische Einrichtungen Europas erhielten solch ein Bild“, bringt Engelmann seine Freude über die neue Errungenschaft zum Ausdruck. Das Weltraumteleskop Hubble liefere seit zwei Jahrzehnten fantastische Aufnahmen aus den Tiefen des Weltalls. „Hubble hat uns Aufnahmen von entlegenen Galaxien, Sternentstehungen und Sternexplosionen gebracht. Über 100 000 Runden hat das Teleskop um die Erde gedreht, dabei 30 000 Objekte ins Visier genommen und 600 000 Fotos geschossen“, schwärmt Engelmann, der das Teleskop als bahnbrechend für die Weltraumforschung bezeichnet. Seit 1972 habe die NASA an der Entwicklung des Superteleskops in der Größe eines Schulbusses gearbeitet. Die Europäische Weltraumbehörde war seit 1977 an der Entwicklung beteiligt. „Die Einzigartigkeit des Weltraumfernrohrs, das den Namen des amerikanischen Astronomen Edwin Hubble trägt, besteht in der Verschmelzung von Infrarotstrahlen, ultravioletten Strahlen und unserer Wahrnehmung durch das Auge, so dass bisher Unsichtbares sichtbar wird“, erklärt Engelmann die Funktion des Teleskops. Davon zeigten sich auch die beiden Achtklässler Phillip Jenrich und Sascha Tawfik beeindruckt. Wenn auch bei den beiden die Astronomie im naturwissenschaftlichen Bereich nicht ganz vorn ansteht, bringe man schon die notwendige Achtung vor solchen Leistungen auf, meint Phillip.
pdk


05. Mai 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Bauchaorten-Screening zum Gefäßtag

Anlässlich des BAA-Screening-Tages wird im Greizer Krankenhaus am Sonnabend, 8. Mai, zwischen 9 und 12 Uhr wieder ein Gefäßtag durchgeführt. Zu diesem Aktionstag wird auch ein Bauchaorten-Screening angeboten. Die schmerzlose Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes - hier Chefärztin Dr. Sabine Bachmann bei einem Screening zum vergangenen Gefäßtag - ist die sicherste Möglichkeit, eine Erkrankung auszuschließen.
Foto: Krankenhaus

Anlässlich des BAA-Screening-Tages wird im Greizer Krankenhaus am Sonnabend, 8. Mai, zwischen 9 und 12 Uhr wieder ein Gefäßtag durchgeführt. Zu diesem Aktionstag wird auch ein Bauchaorten-Screening angeboten. Die schmerzlose Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes - hier Chefärztin Dr. Sabine Bachmann bei einem Screening zum vergangenen Gefäßtag - ist die sicherste Möglichkeit, eine Erkrankung auszuschließen.


Karikatur des Tages

Zeichnung: OTZ/Bruns
Zeichnung: OTZ/Bruns


Dienststellen in Greiz geschlossen

Greiz (OTZ).

Die Dienststellen der Stadtverwaltung Greiz bleiben bis auf wenige Ausnahmen am Freitag, 14. Mai, geschlossen. In dringenden Angelegenheiten werden die Bürger um rechtzeitige Terminvereinbarung mit dem für ihr Anliegen zuständigen Amt gebeten. www.greiz.de


Behinderungen durch Bauarbeiten

Greiz (OTZ).

Die Stadt Greiz beginnt am Donnerstag, 6. Mai, um 7 Uhr mit Instandsetzungsund Umbaumaßnahmen am Knoten Gerichtsstraße/Papiermühlenweg/ Irchwitzer Straße. Die Umleitungsstrecken sind entsprechend beschildert. Es wird um Verständnis gebeten, wenn teilweise Verkehrsbehinderungen auftreten.


Tino Focke (3. von links) ist nicht länger Trainer

Tino Focke (3. von links) ist nicht länger Trainer der Landesliga-Vertretung des FC Motor Zeulenroda. Er zog damit die Konsequenz aus den desolaten Leistungen des Teams auswärts in Altenburg (3:0) und zuletzt daheim gegen Leinefelde (1:5). Vereins-Präsident Gerd Wolf erklärte, dass es zu diesem Thema am Donnerstagabend eine Mannschaftssitzung des FC Motor Zeulenroda geben wird.
Archivfoto: OTZ/Beikirch

Tino Focke (3. von links) ist nicht länger Trainer der Landesliga-Vertretung des FC Motor Zeulenroda. Er zog damit die Konsequenz aus den desolaten Leistungen des Teams auswärts in Altenburg (3:0) und zuletzt daheim gegen Leinefelde (1:5). Vereins-Präsident Gerd Wolf erklärte, dass es zu diesem Thema am Donnerstagabend eine Mannschaftssitzung des FC Motor Zeulenroda geben wird.


Heimatveranstaltung

"Im Vogtland zu Hause"



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