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2000 Leute steigen hier täglich ein
PRG schaltet sich in aktuelle Umleitungs-Debatte ein - OTZ-Treff am 28. April 2010 Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ). Die gute Nachricht zuerst: Die zentrale Bus- Haltestelle Puschkinplatz wird auch während der über zweijährigen Umleitungsphase für den Ausbau der August-Bebel- Straße konstant angefahren, wie Geschäftsführer Andreas Rieß im Gespräch mit der OTZ versichert. 400 Mal täglich steuern Busse den Puschkinplatz an. Bis zu 2000 Fahrgäste steigen hier pro Tag ein und aus - ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor auch für den innerstädtischen Handel, meint Rieß. Für die Umleitung sind stadtauswärts Ersatzhaltestellen in der Gerichtsstraße und am Abzweig Aufgang Irchwitz geplant. Stadteinwärts können die Haltestellen Adelheidstraße, Lindenstraße und eine Ersatzhaltestelle in der Marstallstraße genutzt werden. Nur die Haltestellen Rathenauplatz, Bebelstraße und Aufgang Irchwitz in der August-Bebel-Straße können nicht angefahren werden. Eine offizielle Mitteilung zum Umleitungsfahrplan kann es allerdings erst mit Start der Bauarbeiten geben, betont Rieß. Bezüglich der Verkehrsführung der Busse der Personenund Reiseverkehrs-GmbH Greiz während der langen Umleitungsphase vertritt das Unternehmen die Ansicht, dass der Puschkinplatz wie bisher von je 200 Bussen pro Tag von der Friedensbrücke/Schlossbergstraße angefahren wird und über die Thomasstraße die Altstadt wieder verlässt, während die anderen 200 Busse über die Thomasstraße einund die Friedensbrücke wieder ausfahren. „Eine Umfahrung des Puschkinplatzes wollen wir nicht. Es müsste rangiert werden, was die Sicherheit der Passanten dort, darunter sind bekanntlich viele Schüler, infrage stellt“, betont René Petzold, Abteilungsleiter Verkehr der PRG. Die Spitzenstunden liegen zwischen 6 und 8 Uhr sowie zwischen 13 und 16 Uhr. In diesen Zeiten stoppen hier teilweise über 20 Busse pro Stunde und Richtung. „Je nach Bustyp ist die Umfahrung des Puschkinplatzes“ - wie sie von der IG Innenstadt favorisiert wird -„prinzipiell sehr schlecht bis unmöglich“, schätzt Petzold ein. Das Risiko bei Umfahrung des Puschkinplatzes ist uns zu groß. Andreas Rieß, Geschaftsführer Unmittelbar am Kopf der Haltestelleninsel befindet sich mit 18 Metern die breiteste Stelle des Platzes, während allein der Wendekreis des 12- Meter-Standardbusses 21 Meter betrage. Bleibt unterm Strich, dass der Busverkehr in der Thomasstraße auch in der Umleitungszeit im Gegenverkehr laufen soll. „Natürlich wird es Einschränkungen geben, aber aus unserer Sicht ist das die praktikabelste Lösung“, ergänzt Andreas Rieß. Mit einer Diskussion über die Umleitungssituation während des Ausbaus der August- Bebel-Straße wollen wir in den ersten OTZ-Treff am 28. April ab 19 Uhr im Greizer Theaterrestaurant einsteigen. Neben Bürgermeister Gerd Grüner haben alle Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen und nach unserem OTZ-Gespräch auch die PRG zugesagt. Wir freuen uns auf den Abend unter dem Motto „Großbaustelle Greiz“ und laden alle Leser, Anlieger und Greizer herzlich ein. |
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Meine Woche
Klar Schiff Von Kathrin Schulz Ich ahnte es ja, in Sachen Millionen-Loch im städtischen Haushalt konnte der Bürgermeister in der Stadtratssitzung am Mittwochabend doch noch einen Trumpf aus dem Ärmel zaubern. Das Finanzamt half ihm dabei: Eine Steuererstattung federte das Defizit ab und entkrampfte die angespannte Finanzlage - zumindest vorerst. Hätte er auch gleich sagen können. Stattdessen gabs Sturm im Wasserglas und das nicht zu knapp. Etwas Gutes hat die Sache auf jeden Fall: Wer in der Stadtratssitzung war, weiß jetzt genau, wie es um die Finanzen steht. Klar Schiff ist gemacht. Mit der Geburtstagsfeier einer Hundertjährigen gab es in dieser Woche auch Grund zur Freude. Die Goetheschule, die die Marienstraße prägt wie kein anderes Gebäude und zudem Leben in die Altstadtstraße bringt, konnte mit dem Plastinator eine Berühmtheit unter ihren ehemaligen Schülern begrüßen, der mit seinen „Körperwelten“ weltweit von sich reden macht. Dass die Hundertjährige jung und modern ihre Gäste empfängt, darf sie ihrem Schulträger Landkreis danken, der richtig Geld anfasste, damit den Schülern das Lernen hier Spaß macht. Und während die Festveranstaltung in der Aula lief, versammelten sich im Gewölbe des Unteren Schlosses die Parkfreunde, um mit dem Stiftungsdirektor erstmals über den Park zu fachsimpeln. Sichtlich erfreut begrüßte er seinen Fanclub und macht keinen Hehl daraus, die Parkfreunde bei Bedarf „lobbyistisch zu monitionieren“. Seine Anregung, über Eintritt für Touristen nachzudenken, fand allerdings wenig Gegenliebe. Richtig so. Sicher lässt sich über pfiffige Ideen der engagierten Vereinsfreunde mancher Euro auftreiben, um den Park als Kleinod zu bewahren - in diesem Sinne wünsche ich allen ein sonniges Frühlingswochenende. |
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Gelockertes Fahrverbot am Sonntag „ein Witz“ Kein zusätzlicher Bedarf in und um Gera Von Angelika Munteanu Gera/Greiz. Mit Brummi-Karawanen aus Gera und aus dem Landkreis Greiz zu und von Flughäfen wird morgen kaum zu rechnen sein - trotz der angekündigten Lockerung des Sonntagsfahrverbotes, nachdem das Flugverbot in Deutschland und anderen europäischen Ländern wieder aufgehoben ist. „Was die Regierung zur Lockerung des Sonntagsfahrverbotes gesagt hat, ist ein Witz“, sagte gestern auf Nachfrage unserer Zeitung Klaus-Peter Becker, Vorsitzender des Verkehrsausschusses an der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen. Wenn die vorübergehende Lockerung konsequent gemeint wäre, dann dürften für diese Zeit auch keine Gebühren für Transportfahrten am Sonntag erhoben werden. Die aber bleiben bestehen, in der Höhe abhängig von der jeweiligen Unteren Verkehrsbehörde. Klaus-Peter Becker habe zudem auch „bisher nie Probleme gehabt, eine Genehmigung für Fahrten an Sonntagen zu bekommen“. So seine Erfahrung als Geschäftsführer der Spedition Balter und Zimmermann in Korbußen, die im Linienverkehr auch an Wochenenden auf Deutschlands Straßen unterwegs ist, „und das nicht nur mit Lebensmitteln, sondern auch mit Stückgut-Transporten“. Becker jedenfalls bezweifelt, dass mit der Aktion ein Nachholebedarf beim Luftverkehr kompensiert werden kann. Die Auftragslage für die Spedition sei bereits seit März hoch, ein Auftragszuwachs wegen der „Vulkankrise“ könne er nicht extra ausmachen. Das deckt sich mit den Erfahrungen der Unteren Verkehrsbehörden in Gera und im Landkreis Greiz. In Greiz habe es nicht einen zusätzlichen Antrag für einen Sonntags-Lkw-Transport gegeben, sagte Wirtschaftsförderer Steffen Täubert. Im Landkreis gebe es auch kaum Unternehmen, die ihre Produkte im gewerblichen Luftverkehr verschicken. Im Landkreis wären für eine Sonntagsgenehmigung 21,60 Euro, für jeden weiteren Lkw 13,40 Euro zu berappen. |
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Nachdenkliches zum Wochenende
Jubelt Von Pfarrerin Antje Gerlach, Schönbach Morgen ist der dritte Sonntag in der Osterzeit. Er trägt den lateinischen Namen: Jubilate, was auf Deutsch bedeutet: Jubelt! - Warum sollten wir jubeln? „Weil Jesus auferstanden ist“, sagen wir Christen. „Jesus hat dem Tod die Macht genommen“… Aber was bedeutet das heute noch für uns Menschen? Wenn jemand an Jesus Christus glaubt, also damit rechnet, dass sein Leben, Sterben und Auferstehen sich auf das eigene Leben auswirkt, dann verändert das den ganzen Menschen. Paulus sagt im 2. Brief an die Gemeinde in Korinth: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur“ - also ein neues Geschöpf. So ein neuer Mensch kann man werden, wenn man Jesus als Herrn in sein Leben hineinreden lässt. Ein Mensch, der keine Angst mehr haben muss, nicht vor Menschen, Naturkatastrophen, nicht vor Krankheit und Tod. Doch ist diese „Neuschöpfung“ von außen oft nicht sofort zu merken. Langsam wächst sich der neue Mensch durch und manch alte, schlechte Gewohnheit verschwindet. Freude bricht durch, bringt neuen Schwung mit und eine vielleicht ungewohnte Achtsamkeit. So wie jetzt nach langem Winter, wenn wir so schöne sonnige Tage erleben. Es kommt ein anderes Lebensgefühl auf. Wir nehmen Dinge, Pflanzen, Düfte und Klänge wahr, vielleicht als ob wir sie erstmals erleben. Aber Vorsicht, wie im April gibt es Regentage - Rückschläge, Enttäuschungen. In der Bibel steht: Der Tod ist Strafe für die Sünde, Jesus hat für alle die Strafe bezahlt. Also der Tod bleibt nicht das Letzte, das ist Grund zum Jubeln aus lauter Freude. Darum feiern wir Ostern und laden alle ein. Ostern ist nicht vorbei, aber ich seh’ kaum noch ein Oster- Ei, Zeichen neuen Lebens an Büschen und Bäumen. Alle weggeräumt?! Ostern geht bis Himmelfahrt. Solang könnte der Osterschmuck uns an das Wunder von Ostern erinnern. |
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Parkgärtner in Aussicht
Voraussichtlich bis Herbst noch Parkpflege nach freier Vergabe Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ). „Ich weiß, dass der Pflegezustand des Greizer Parkes nicht optimal ist. So sieht ein Park aus, dessen Pflege auf freier Vergabe beruht“, stellt Helmut-Eberhard Paulus, Direktor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, am Donnerstag im Bürgergespräch mit dem Freundeskreis Greizer Park fest. Es sei dringend angeraten, in der Parkpflege wieder zum Regiebetrieb zurückzukehren, so Paulus, der, sobald die Gelder freigegeben sind, sechs Stellen für Parkgärtner in Greiz ausschreiben kann. Bis sie besetzt werden, so ahnt er, könne es leicht Herbst werden. Solange müsse man noch mit freier Vergabe wirtschaften. Eine Botschaft, die die Parkfreunde im Gewölbe des Unteren Schlosses begrüßen. Schon lange machen sie sich Sorgen darüber, dass der Landschaftspark die ihm angemessene Pflege braucht. Der Stiftungsdirektor freut sich über das bürgerschaftliche Engagement für das national bedeutsame Denkmal: Er sieht den Freundeskreis als Fanklub, sich selbst als Platzwart und die Bürger der Stadt als diejenigen, die das Spiel im Park bestreiten. Seine Anregung, darüber nachzudenken, ob auswärtige Parkbesucher sich mit einem Obolus für das saisonal bespielte Blumentheater bedanken sollten - über Eintritt für Touristen also - blieb zunächst undiskutiert im Raum stehen. Das Ziel der Stiftung, die Gartenplanung von 1872 aufzugreifen und zu vervollständigen, stieß auf mehr Interesse. Gartenreferent Dietger Hagner erläuterte, dass nach Abschluss der Sommerpalais-Sanierung ab 2012 die alte Hofgärtnerei und das Parkgewächshaus neu belebt werden und die Wiederanlage der Teppichbeete und des Blumengartens östlich des Palais geplant sei. Um gut sichtbare Piktogramme zum Verhalten im Park bat Parkführerin Almut Kaul. Manchmal, wenn sie auf die Verbote hinweise, erhalte sie Antworten, für die man schon ein dickes Fell haben müsse. Mit Arbeitsbeginn der neuen Stammmannschaft, die in der Hofgärtnerei ihren Sitz haben werde, dürfte sich da einiges zum Besseren wenden, vermutet ein Parkfreund. Kutschfahrten für Hochzeiter werde es wegen der empfindlichen Oberflächen der Parkwege nicht mehr geben, begründete Hagner auf Ulrich Zschegners Nachfrage. Deshalb sei ja auch das Radfahren hier nicht erlaubt. Der Vorsitzende des Neuen Reußischen Sängerkreises insistierte weiter: Obwohl man mit dem eintrittsfreien Morgensingen 36 Jahre keinen Schaden verursacht habe, soll man jetzt Gebühren zahlen. Hier hätte er mehr Entgegenkommen erwartet. 2010 werde man das Morgensingen trotzdem anbieten, aber leisten könne sich der Verein das nicht lange. Paulus vermutete die Ursache der Gebührenpflicht darin, dass die Zuschauerbänke im Pleasure Ground stehen und erhöhterPflegeaufwand entstehe. |
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Vom bewegten zum stehenden Bild
Nach 20 Jahren Videothek eröffnet Bernd Fischer nun ein Fotostudio in der Thomasstraße Greiz (OTZ/M. Hilbert). 20 Jahre lang führte Bernd Fischer eine Videothek. Nun hat ihn seine eigentliche Leidenschaft, die Fotografie, gänzlich wieder. Der Greizer eröffnete gestern in der Thomasstraße sein neues Ladengeschäft. „Alles begann mit meinem Projekt ’Facecatcher’“, erklärt Fischer, „Mit meinem Bus fahre ich zu Veranstaltungen, fotografiere dort und kann die Bilder sofort aushändigen.“ Sesshaft werden wollte er eigentlich nicht, doch brauchte er eine feste Anlaufstelle. Nun ist daraus ein Geschäft geworden, in dem alte Fotos digitalisiert und restauriert werden. Wie das aussieht, zeigt er an einer Fotostrecke im Schaufenster: „Wer zum Beispiel alte Postkarten hat, kann diese bei mir von Flecken befreien und digital nachbessern lassen.“ Zudem bietet er den Druck der Bilder in allen Größen und auf allen möglichen Materialien. „Im Prinzip mache ich hier alles, was mit Fotografie zu tun hat“, schließt er. In dem Studio können zudem in regelmäßigen Abständen wechselnde Fotografien von ihm auf Leinwand besichtigt werden. |
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Für das Kind im Erwachsenen
Schauspielerin Eva Habermann liest in Greiz vor 100 Gästen aus „Der kleine Prinz“ Von Karsten Schaarschmidt Greiz. Es war eine literarisch-musikalische Sternstunde, die die gut 100 Zuhörer im Weißen Saal des Unteren Schlosses Greiz am Donnerstag erleben konnten. Die Film- und Fernsehschauspielerin Eva Habermann las im Rahmen der Reihe „Prominente im Gespräch“ aus Antoine de Saint- Exupèrys Meisterwerk „Der kleine Prinz“, musikalisch traumhaft am Flügel begleitet von Sarah Stamboltsyan. „Zwei interessante, kluge und schöne Frauen“ versprach Initiator Harald Seidel den Gästen - und behielt Recht. Trotz verpasstem Zug erreichte Eva Habermann pünktlich die Elsterstadt. In weinrotem, langem Abendkleid mit funkelnder Strassbrosche betrat sie den Raum, ihre blonden Haare trug sie offen, allerdings so, dass die zu Brosche und Ring passenden Ohrringe sichtbar blieben. Das bereit gestellte Mikrofon schob sie zur Seite. Sie habe am Tag zuvor zum Test das Buch ihrer etwas schwer hörenden Mutter vorgelesen, die sich immer dann zu Wort gemeldet hätte, wenn sie zu leise geworden sei. Das Greizer Publikum musste dies nicht. Mit kräftiger Stimme drang die 1976 geborene, in Hamburg und München lebende Schauspielerin bis in die letzten Reihen vor. Spätestens jetzt wurde klar, hier agiert kein Glamourgirl, sondern eine gestandene Mimin mit großem Können und Ausstrahlung. „Der kleine Prinz“ sei ein „Buch für das Kind im Erwachsensen“, sagte sie zu Beginn. Die märchenartige Fabel vom Piloten, der mit seinem Flugzeug in der Wüste abgestürzt ist, und dem kleinen Prinzen, der auf seiner Reise über verschiedene Planeten auf die Erde kam und nun zurück zu seiner geliebten Rose will, hat seit ihrem Erscheinen 1943 nichts an Strahlkraft, Emotionalität und menschlicher Wärme verloren. Und die Schlüsselsätze „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ und „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast“ besitzen unverändert Gültigkeit. Eva Habermann trug den Text betont, aber ohne jegliche Affektiertheit vor, sie gab den Figuren Charakter und wusste, den Szenen brillant Stimmung und Atmosphäre zu schenken. Wie sie Saint-Exupèrys Geschichte interpretierte - das ist die hohe Schule der Schauspielkunst. Während sie las, blieb sie nicht immer am Tisch sitzen, sie wechselte den Platz, ging lesend durch den Raum und nahm der Lesung damit die Starre. Zwischen den Textpassagen spielte Sarah Stamboltsyan am Flügel träumerische Stücke von Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Schmidauer und Manfred Schmitz und verlieh so virtuos den Worten Raum zum Wirken. Das Greizer Publikum lernte Eva Habermann aber nicht nur als großartige Darstellerin kennen, sondern ebenso als sympathische, aufgeschlossene Frau, die die Nähe zu ihren Fans sucht. Bereitwillig und mit großer Geduld ließ sie sich solo oder mit den Gästen fotografieren, gab Autogramme und beantwortete Fragen, ohne jemals das Gefühl zu vermitteln, ein unnahbarer Star zu sein. |
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Zwischen guten und bösen Deutschen
Matthias Bega las in Greizer "Bücherwurm" aus der Autobiographie von Katja Bayerwaltes Text & Bild Antje-Gesine Marsch "Ich mag Menschen und nehme zunächst einmal an, dass sie gute Menschen sind. Und wenn sie böse Menschen sind, müssen sie mir das erst mal beweisen!" Das Zitat stammt von Katja Bayerwaltes, aus deren Autobiografie Matthias Bega am Donnerstagabend in der Greizer Buchhandlung "Bücherwurm" las. Bekannt wurde die 1914 in Gelsenkirchen Geborene auch als "Mutter von Bonn". Geboren im 1. Weltkrieg kam spätestens während des 2. Weltkrieges der Zwang, sich für oder gegen die eigene Regierung zu entscheiden. "Ich habe dem Burgfrieden eh' nicht getraut", wie sie in ihren Erinnerungen bekennt. So wurde sie 1938 in einem studentischen Schauprozess in Heidelberg angeklagt, weil sie sich weigerte, einen Vorsitz im Nationalsozialistischen Studentenbund zu übernehmen. Katja, die ein Dolmetscherstudium absolvierte, heiratete 1940, zog nach Bonn und arbeitete als Buchhalterin und Exportkorrespondentin. Im Jahr 1943 gewährte sie der jüdischen Familie Jakoby Unterschlupf in ihrem Haus. 1945 wurde Katja Bayerwaltes persönliche Referentin des Kommandanten der Britischen Militärregierung; danach arbeitete sie als Handelsreferentin für die Kanadische Botschaft. Nach ihrer Pensionierung avancierte sie 1979 zur persönlichen Referentin des Jamaikanischen Botschafters. Bekannt wurde die Wahl-Bonnerin vor allem durch ihre direkte und offene Art, auf Menschen zuzugehen. Spätestens an dieser Stelle schließt sich auch der Kreis zur Gegenwart. Matthias Bega, seines Zeichens Sänger und Schauspieler, hatte "in Bonn zu tun", wie er sagte. Die Suche nach einer Unterkunft für vier Wochen führte ihn in das Haus der Katja Bayerwaltes. Von Anfang an sei man sich sympathisch gewesen; habe die Freundschaft noch am gleichen Abend mit Jamaika-Rum und dicken Zigarren besiegelt. So kam man auch auf die Autobiografie der heute 96-Jährigen zu sprechen, die allerdings ausschließlich in den Bonner Geschichtsblättern, Band 51/52, aus den Jahren 2001/2002 veröffentlicht wurde. "Sehr schade", wie einige der anwesenden Zuhörer befanden, die sehr gern darin gelesen hätten. Wie Bega sagte, sei es erklärtes Ziel der immer noch geistig aktiven alten Dame, den Nachgeborenen Mut zu machen. Mut zur Wahrheit und vor allem zu sich selbst. Ein interessanter Leseabend mit einem schauspielerisch perfekt agierenden Protagonisten, der abschließend noch einige Anekdoten zum Besten gab.
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Keine Angst vorm Feuerwehrmann
Brandschutzerziehung in der Waltersdorfer Kindertagesstätte „Gänseblümchen“ Von Kathrin Schulz Waltersdorf (OTZ). Laut schallt der Klang der Trimolo-Fanfare durch die AWO-Kindertagesstätte „Gänseblümchen“ in Waltersdorf - kein Zweifel: Die Feuerwehr ist da. Aufmerksam lauschten gestern Vormittag die Drei- bis Sechsjährigen, als ihnen Manfred Werner, Bodo Scheffel und Heiko Weide von der Waltersdorfer Feuerwehr erklärten, dass man früher viel Puste für die Fanfare brauchte, um die Kameraden zum Einsatz zusammen zu rufen. Wie selbst ein Kind einen Notruf absetzen kann, welche Nummer gewählt und welche Angaben im Notfall gemacht werden müssen, erklären die Männer geduldig. Vieles davon haben zumindest die Älteren schon mal gehört. „Es ist wichtig, dass die Kinder erste Schritte lernen, wie mit einer Gefahrensituation umgegangen werden muss und wie der Notruf abzusetzen ist“, erklärt Wehrführer Bodo Scheffel. Durch die Brandschutzerziehung, das bestätigt auch Erzieherin Cornelia Rühr, sollen die Kinder auch ihre Angst vor der Feuerwehr verlieren, sollen wissen, dass der Brandbekämpfer in der Feuerwehrmontur ein Freund ist, der helfen kann. Als Bodo Scheffel und Heiko Weide die Ausrüstung für den Ernstfall demonstrieren und auch die Jüngsten eine Spielzeug-Atemmaske überstreifen sollen, ist Vincent voll Eifer dabei. Der fast Fünfjährige will unbedingt Feuerwehrmann werden. Klar, dass er Feuer und Flamme ist beim Besuch der Feuerwehrmänner aus dem Ort. Auch die Waltersdorfer und nun auch die Teichwolframsdorfer Schulanfänger kennen die Freiwilligen von der Feuerwehr, denn sie bringen schon traditionell die Zuckertüten. Und natürlich steht auch mal ein Besuch im benachbarten Feuerwehrhaus auf dem Kita-Plan. Manfred Werner, der den Jungen und Mädchen noch eine Löscheimerkette aus früherer Zeit demonstrierte, dankt Mike Pfligner und einer Autolackiererei aus Mohlsdorf herzlich für die Unterstützung. |
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Oberfränkisches Gastspiel
Klaus Machalett zeigt Bilder von Dieter Backert in Elsterberg Elsterberg (OTZ/Stefaniak). Bilder des Oberfranken Dieter Backert sind derzeit im Elsterberger Seniorenheim „Franz Rohleder“ zu besichtigen. Es ist die siebte Ausstellung, die der ehemalige Arzt Dr. Klaus Machalett dort präsentiert. 19 Bilder, mit Aquarellfarben gemalt, sind zu sehen. Meist Landschaften, aber auch Ansichten der Orte Küps oder Kronach. Aber auch überregional bekannte Gebäude, wie Kloster Banz, Vierzehnheiligen oder die Feste Rosenberg, stellte Backert aus seiner Sicht dar. Dieter Backert ist in Küps bei Lichtenfels zuhause. Der 70- Jährige ist durch einen Unfall seit über 60 Jahren gehörlos und war beruflich als Keramnach Maler in seiner Heimatstadt tätig. Der Hohndorfer Machalett, der zusammen mit seinem Schulkameraden Jochen Kaul aus Hohndorf die Bilder aufhing, hat Backert zur bayerischen Landesgartenschau 2001 in Kronach kennengelernt. Regelmäßig erstand Machalett danach Bilder des Oberfranken, die er jetzt den Heimbewohnern und den Besuchern zugänglich macht. Mit den Bildern des Elsterbergers Günter Schreyer begann Machalett seine kleine Ausstellungsreihe im Seniorenheim „Franz Rohleder“ im Januar 2008. Dieser folgten Präsentationen der Arbeiten von Alfred Prüfer (Elsterberg), Dr. Machaletts Lehrer Friedrich Degenkolb (Hohndorf), von Otto Weiß (Coschütz), sowie von den Elsterbergern Kurt Opitz und Bernd Hieke. Nach Backert, dessen Bilder bis zum 19. Mai im Seniorenheim zu sehen sind, folgen Arbeiten von Peter Zaumseil (Elsterberg) an dieser Stelle. |
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Nachwuchs für die Mattenfüchse
Ringen, Schulmeisterschaften der Lessing-Grundschule Greiz (OTZ/Rudi Stöhr). Wie bei den alljährlichen Kreisjugendspielen wurde es am gestrigen Vormittag laut in der Jahnturnhalle. Für Stimmung sorgten Schüler und Schülerinnen der Staatlichen Grundschule „Gotthold Ephraim Lessing“ bei ihren diesjährigen Schulmeisterschaften im Ringen. Gestern gingen neun Mädchen und neunzehn Jungen auf die Matten. Die Grundschule gehört zu denen, in welchen der RSV Rotation eine AG Ringen im Rahmen der Kooperationsvereinbarung Schule-Sportverein unterhält. Zwischen acht und zwölf Schüler nehmen wöchentlich daran teil. Weitere existieren an den Grundschulen Mohlsdorf, Irchwitz, Obergrochlitz und der Goethe-Grundschule. An der Lessingschule gibt es diese AG seit 2000. Aus ihr gingen erfolgreiche ,Nachwuchsringer hervor, welche Medaillen bei Landes-, Mitteldeutschen- und Deutschen Meisterschaften gewannen. Die diesjährigen Schulmeisterschaften wurden im Vorfeld durch Simone Krieger, Lehrerin und Sekretärin, bestens vorbereitet. Seitens des RSV Rotation sorgten Andreas Mattern, Klaus Kießling und Andreas Callsen für einen reibungslosen Ablauf. Als Mattenleiter fungierte erneut Siegfried Lippke. Über 100 Mitschüler sorgten für die Stimmung in der Halle, Lehrerinnen und einige Vatis inbegriffen. Schulleiterin Marlies Langebach äußerte sich dazu: „Wir sind glücklich darüber, dass diese Meisterschaften durchgeführt werden. Sie zählen stets zu den sportlichen Höhepunkten. Auch darüber, dass Herr Mattern das wöchentliche Training an der Schule durchführt.“ Zu Beginn stand das obligatorische Wiegen an, die Mädchen gingen in sieben Gewichtsklassen auf die Matte, die Jungen in zehn. Vor dem ersten Kampf zeigten Mitglieder der AG neben obligatorischem Warmmachen Griffe und Wurfdemonstrationen. Die Kämpfe selbst zeichneten sich durch Kampfwillen, Unbeholfenheit, geballte Siegerfäuste, Tränen bei den Verlierern sowie deren Trösten durch Mitschüler und Lehrerinnen aus. Ein Schild mit der Aufschrift „Klasse 2a - ihr seid Spitze“ gehörte ebenfalls dazu. Die Gewinner zeigten sich bei der Siegerehrung, welche die Schulleiterin zusammen mit Siegfried Lippke vornahm, stolz wie Oskar. Sicherlich nicht alltäglich, dass der Thüringer Landestrainer Winfried Wundersee die Schulmeisterschaften verfolgte. Aus der Wettkampfplanung des RSV Rotation hatte er davon erfahren und meinte: „Derartige Meisterschaften bauen bestehende Vorbehalte gegen die Sportart Ringen bei Kindern, Eltern und Erwachsenen allgemein ab. Sie helfen, den Sport näher zubringen. Derartige Meisterschaften gibt es auch in Zella-Mehlis, Suhl, Waltershausen und Mühlberg“. Diesjährige Schulmeister:
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Mädchen der Regelschule Greiz-Pohlitz siegten in Ostthüringen Regionalfinale Ostthüringen bei Jugend trainiert für Olympia im Basketball der WK IV in der Sporthalle der Regelschule Greiz-Pohlitz Text & Bild Peter Reichardt Jugend trainiert für Olympia - diese bundesweite Sportbewegung hat sich im Schulsport aller Altersklassen fest etabliert. Sie wird in den unterschiedlichsten Sportarten ausgetragen und findet ihre Spitze in den bundesweiten Ausscheiden. So auch im Basketball, dessen Regionalfinale der Jahrgänge 1997 bis 2000 sowohl bei den Mädchen, als auch den Jungen für Ostthüringen am vergangenen Dienstag in der Sporthalle der Regelschule Greiz-Pohlitz über die Bühne respektive das Hallenparkett gingen. Erfreulich, daß sich sowohl die Mädchen der Regelschule Greiz-Pohlitz unter Anleitung ihrer Sportlehrerin Frau Gabi Giegling, als auch die Jungen dieser Greizer Schule unter Leitung von Sportlehrer Wolfgang Bunge für dieses Regionalfinale Ostthüringen qualifiziert hatten und sich mit Schulmannschaften aus Gymnasien von Altenburg bis Jena auseinander setzen mußten. Dabei hatten die Greizer Mädchen der Regelschule Greiz-Pohlitz ein ganz spannendes Turnier vor sich, da sie sich mit den Mannschaften des Friedrichgymnasium Altenburg, dem Angergymnasium Jena und dem Zabelgymnasium Gera auseinander setzen mußten und eine klare Favoritenrolle einer Mannschaft in dieser Staffel nicht abzulesen war. Dazu kam, daß die Greizer Mädchen, durch das Los gezwungen, gleich drei Spiele hintereinander bestreiten mußten und somit viel Kraft von ihnen gefordert wurde. Doch das gingen die Mädchen der Regelschule Greiz-Pohlitz mit viel Enthusiasmus an, lieferten packende Spielszenen auf dem Hallenparkett und konnten in der Schlußrechnung der geworfenen Körbe, drei Mannschaften hatten je zwei Siege im Turnier verbuchen können, das besser Verhältnis von 46:17 auf ihrer Seite. Den Grundstein für diesen Erfolg legten die Greizer Mädchen bereits im Spiel gegen die Mannschaft des Zabelgymnasium Gera. Mit viel Zug zum gegnerischen Korb, aber auch Durchsetzungs-vermögen unter diesem gewannen sie mit 14:0 dieses Duell. Auch die Mädchen vom Angergymnasium Jena, die eigentlich als die heimlichen Favoriten gehandelt wurden, waren als Gegner beherrschbar und mit 24:3 Körben besiegt. Doch beide Spiele hintereinander hatten Kraft gefordert, was sich im Spiel gegen das Friedrichgymnasium Altenburg auswirken sollte. Wenn sich auch die Mädchen der Regelschule Greiz-Pohlitz mächtig wehrten und immer wieder den Angriff suchten, so schlich sich doch einige Unkonzentriertheit in das Spielgeschehen ein, so daß die Altenburger Mädchen das Spiel mit 14:8 Körben zu ihren Gunsten entschieden. Das bedeutete für die Greizer Mädchen um den Turniersieg bangen und das große Zittern bis zur Schlußrechnung. Für die Mädchen des Altenburger Friedrichgymnasium war der 16:8 Sieg gegen die Mannschaft des Angergymnasium Jena ein weiterer Baustein in ihrer Erfolgsgeschichte. Doch im Schlußspiel dieses Turniers zwischen dem Friedrichgymnasium Altenburg und dem Zabelgymnasium Gera waren auch die Kräfte der Altenburger Mädchen aufgebraucht, so daß sie sich mit 8:10 den Geraer Mädchen geschlagen geben mußten. Damit zwei Siege und eine Niederlage auf der Altenburger Seite und ebenfalls das große Zittern. Ein furioser Sieg der Mädchen des Zabelgymnasium Gera über die Mädchen des Angergymnasium Jena mit 24:0 Körben trieb die Spannung in diesem Turnier auf die Spitze, da nunmehr drei Mannschaften nach Punkten gleichauf lagen und die erzielten Körbe den Ausschlag geben mußten. Und da hatten die Mädchen der Regelschule Greiz-Pohlitz die besseren Karten. Sie erkämpften sich damit den Sieg im Regionalfinale Ostthüringen der WK IV im Basketball. Die Plazierungen:
Ein toller Erfolg für die Mädchen von der Pohlitzer Höhe, die in ihren Spielzügen und dem gezeigten Teamgeist gute Ansätze für weitere Erfolge in der Zukunft zeigten. Im Mädchenteam der WK IV der Regelschule Greiz-Pohlitz spielten : Vanessa Geist, Vanessa Apitz, Sarah Himmer, Isabelle Hartleib, Franziska Matthes, Anna Theurich, Stephanie Fränkel, Lisa Funke, Saskia Petzold. Bei den Jungen der WK IV konnten die Schüler der Regelschule Greiz-Pohlitz allerdings nicht so auftrumpfen, wie die Mädchen. Wenn sie sich auch gegen das Pestalozzigymnasium Stadroda mit einem 22:4 Sieg einen tollen Auftakt in diesem Turnier erkämpften, so war schon im Spiel gegen die Jungen des Zabelgymnasium Gera, sie waren kompakter und größer gebaut sowie schneller in ihren Spielzügen, die Luft raus. Eine 4:15 Niederlage war nicht abwendbar. Auch gegen das Angergymnasium Jena war nichts zu holen, so daß erneut eine 5:14 Niederlage unabwendbar war. Ganz heiß wurde es dann im Spiel zwischen der Regelschule Greiz-Pohlitz und den Friedrichgymnasium Altenburg. Wenn auch die Altenburger Jungen zuerst in Führung gingen, so holten die Greizer Jungen doch auf und konnten lange das Spielgeschehen Unentschieden halten. Erst kurz vor dem Schlußpfiff gelang den Altenburger Jungen der alles entscheidende Wurf zum 12:10 und damit der Spielsieg in dieser Auseinandersetzung. Erst im Schlußspiel dieses Turniers zwischen dem Zabelgymnasium Gera und dem Angergymnasium Jena wurde der Sieger des Regionalfinales Ostthüringen der Jungen der WK IV in einem spannenden Spiel ermittelt, wobei die Geraer Jungen das Match mit 8:2 Körben für sich entschieden. Die Plazierungen :
Trotzdem, verloren haben die Jungen der Regelschule Greiz-Pohlitz nicht. Nein, sie haben Erfahrungen gewonnen und mit dem entsprechenden Trainingseifer ist sicher im nächsten Jahr noch mehr von ihnen zu erwarten. Und bis in das Regionalfinale Ostthüringen vorstoßen, daß will doch auch erst einmal etwas heißen ! Ein Dank an die Schiedsrichter und Helfer für ihren Einsatz und insbesondere Frau Gabi Giegling für die geleistete Unterstützung.
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Pflegeheim Triebes feiert zehnten Geburtstag
Ehrengäste, Wegbegleiter und Freunde sie alle sind gestern ins Wohn- und Pflegeheim Am Wiesensteig der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gekommen, um zu gratulieren und gemeinsam zu feiern den zehnten Geburtstag der Einrichtung. Ute Flamich / 23.04.10 / OTZ Triebes. Zum 1. Januar 2000 zogen die ersten Bewohner in die Räume, die Platz für 36 psychisch kranke Menschen bieten. Am Anfang hatten wir eine Idee, sagte Einrichtungsleiterin Gabriele Quast. Wir wollten Menschen mit psychischen Erkrankungen ein Zuhause bieten. Das Wohnheim war als geschützter Raum geplant, in dem die Bewohner sich entwickeln und in ein möglichst selbstständiges Leben zurückkehren können. Seitdem sind viele diesen Weg erfolgreich gegangen, sagte Gabriele Quast und dankte ihren Mitarbeitern, denn ohne sie wäre vieles nicht möglich gewesen. Der Dank wurde sofort zurückgegeben, denn Gabriele Quast lebe für das Pflegeheim und stehe auch nachts Gewehr bei Fuß. In der Festveranstaltung mit Musik, Geschenkvergaben, der Vorführung eines Films über die Chronik des Wohn- und Pflegeheims war auch die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages eingebettet zwischen dem Heim und der Regelschule Georg Kresse in Triebes. Ich freue mich sehr, dass die Unterzeichnung in so einem schönen festlichen Rahmen stattfindet, sagte Heinz Klügel, 1. Beigeordneter der Landrätin Martina Schweinsburg (CDU), deren Grüße er übermittelte. Schweinsburg sei es auch gewesen, die vor mehr als vier Jahren die Idee umsetzte, Kooperationen zwischen praktischen Betrieben und Schulen abzuschließen, damit die Schüler nicht nur Theoretisches vermittelt bekommen. Die Regelschule Georg Kresse gehört zu den 13 Regelschulen und zwei Gymnasien des Landkreises, die Kooperationen mit 45 verschiedenen Unternehmen abgeschlossen haben. Nachdem die Schule seit Ende des Jahres 2007 Kooperationen mit verschiedenen Wirtschafts- und einem Landwirtschaftsunternehmen praktiziert, besteht nun auch eine Zusammenarbeit im sozialen Bereich. Schon bald wird das Wohn- und Pfegeheim Am Wiesensteig wieder viele Gäste empfangen zum Tag der Begegnungen am Samstag, 8. Mai. |
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Halbmarathon für Rennsteiglauf im Elstertal trainiert
Peter Peickert und Steve Maleck starten am 8. Mai beim 38. GutsMuths-Rennsteiglauf über 21,1 Kilometer von Oberhof nach Schmiedefeld. Sie tragen dort die Startnummern 10 216 (Peikert) und 13 073 (Maleck). Jürgen Stefaniak / 24.04.10 / OTZ Barthmühle/Schleiz. Der 41-jährige Peikert trainiert die Leichtathleten beim SC Syrau und ist der Sportlehrer von Steve Maleck. Der 19- jährige Maleck ist geistig behindert und besucht die Private Förderschule für geistig Behinderte mit Mehrfachbehinderung in Schleiz. Mit Trainingsläufen im Elstertal bereiten sich beide Läufer auf die Halbmarathon-Distanz in drei Wochen vor. Das Gelände hier im Elstertal ist ähnlich dem, was uns am Rennsteig erwartet, erklärt Peter Peikert, der selbst schon fünfmal beim Rennsteig-Lauf dabei war und eigentlich vom Ringen kommt. Da stand er im klassischen Stil früher bei Chemie Pausa auf der Matte und war später beim Nachfolger dem heutigen Zweitbundesligisten KSV Pausa Trainer der Männermannschaft. 15,6 Kilometer in einer Stunde und 35 Minuten liefen die beiden am Mittwoch von Cossengrün bei Elsterberg über Trieb ins Elstertal. Dann überquerten sie auf der Elstertalbrücke den Fluss und liefen weiter hinab ins Steinicht. Der 12 Prozent Steigung aufweisende Berg an der Rentzschmühle nach Cossengrün war schließlich der Scharfrichter. Den haben wir beide gut gemeistert, zeigte sich am Abend Peikert zufrieden. Denn auch Maleck hat den Berg bequem geschafft. Der junge Läufer Maleck steht gut im Training. Bisher bin ich aber nur zehn Kilometer am Stück gelaufen, erzählt er. Dreimal die Woche läuft er in Schleiz oder in Seubtendorf, wo er wochentags im Wohnheim lebt. Das wird er auch weiterhin tun, erwartet ihn doch in Oberhof ein anspruchsvoller Kurs. Der wird an der Therme in Oberhof bei 820 Höhenmetern gestartet. Von dort geht es auf den ersten sieben Kilometern bis auf eine Höhe von 973 m über Normalnull und dann hinab ins Ziel nach Schmiedefeld auf 711 ü NN. 6 000 Starter nehmen die Halbmarathondistanz in drei Wochen in Angriff. Wir wollen finishen und geben uns dazu keine Zeit vor, sprach Peter Peikert über das Vorhaben Halbmarathon Rennsteiglauf am zweiten Maisonnabend. Mit dabei am Rennsteig sind dann aber mehr als die beiden Läufer und die drei Zuschauer Erzieherin Christine Degel, Felix Lautenschläger und Andy Wenzel, die beim Training im Elstertal dabei waren. Denn da gehen 20 Starter aus der Schleizer privaten Förderschule für geistig Behinderte mit Mehrfachbehinderung bei der Wanderung über 15 Kilometer an den Start. |
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24. April 2010 /Vogtland-Anzeiger Übernahmepoker: Vogtlandbahn vor Zerreißprobe Arriva-Verkauf könnte zur Abtrennung von der Regentalbahn führen Von Werner Rost Neumark – In eine völlig ungewisse Zukunft blicken in diesen Tagen die Beschäftigten der Vogtlandbahn angesichts zweier entscheidender Weichenstellungen: Als wäre die laufende Ausschreibung des Vogtland-Netzes mit jährlich über drei Millionen Zugkilometern nicht schon Nagelprobe genug, wird ausgerechnet in dieser Wettbewerbsphase der Mutterkonzern Arriva von der Deutschen Bahn (DB) geschluckt. Zwar wird die DB aus kartellrechtlichen Gründen hierzulande alle Arriva-Verkehrsbetriebe verkaufen müssen, doch wie dieser Verkauf abgewickelt wird, bleibt vorerst offen. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten: den Verkauf aller deutschen Arriva-Betriebe in einem Paket oder „filetiert“ – also jeden Verkehrsbetrieb an einen anderen Investor. Letzteres dürfte nach Einschätzung vieler Branchen-Kenner die von der DB bevorzugte Variante sein, um sich keinen großen Konkurrenten aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. Ein Bahnkenner der Region, der namentlich nicht genannt werden möchte, hält es für möglich, dass die Vogtlandbahn und die Regentalbahn, die bislang gemeinsam unter dem Dach der „Länderbahn“ geführt werden, in verschiedene Hände gelangen könnten. Dabei spielen die laufenden Ausschreibungen eine entscheidende Rolle: Als wichtigster Teil auf der Haben-Seite der Vogtlandbahn (VBG) zählt das Werk in Neumark, das der größte Wettbewerbsvorteil ist, denn fast alle VBG-Triebwagen kommen wegen ihres Alters für den künftigen Einsatz auf dem Vogtland-Netz nicht in Frage. Ende kommender Woche endet die Abgabefrist der Ausschreibung des vogtländischen ÖPNV-Zweckverbandes für den Regionalverkehr im Vertragszeitraum von Ende 2012 bis Ende 2027. Sollte die VBG diese Ausschreibung verlieren, gilt es als wahrscheinlich, dass der Gewinner das Werk in Neumark kaufen und unter neuer Regie weiterführen wird. Bei den jüngsten Ausschreibungen auf bayerischer Seite hat die VBG den Regionalverkehr zwischen Hof und Marktredwitz ab Dezember 2012 an die Privatbahn Agilis verloren, die bereits ab Juni 2011 das Dieselnetz Oberfranken und damit alle Zugleistungen ohne Neigetechnik von der DB übernehmen wird. Agilis gehört zu 100 Prozent zur Benex GmbH und die wiederum zu 51 Prozent der Hamburger Hochbahn. Die Benex GmbH hat sich für Marktredwitz als oberfränkischen Werks-Standort entschieden und liebäugelt nun auch mit dem ostbayerischen Dieselnetz, auf dem bislang zwischen Eger, Marktredwitz und Regensburg VBG-Züge und im Oberpfälzer und Bayerischen Wald die Regentalbahn-Triebwagen unterwegs sind. Dieses Netz schreibt der Freistaat Bayern heuer für die Betriebsaufnahme ab Dezember 2013 aus.Vor dem Hintergrund dieser Ausschreibungen bleiben den VBG-Mitarbeitern als vorerst einzig sichere Arbeitsleistung die Alex-Züge zwischen Hof, München, Oberstdorf, Nürnberg und Prag. Sollte es zu einer Trennung zwischen VBG und Regentalbahn kommen, ist fraglich, ob die Alex-Züge weiter unter Regie der VBG oder künftig vom bisherigen bayerischen Schwester-Unternehmen gefahren werden – zumal das Werk für die Zugwartung in Schwandorf steht. |
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| 24. April 2010 /OTZ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Karikatur des Tages
Kind verletzt sich bei Unfall in Teichwolframsdorf Teichwolframsdorf (OTZ). Bei einem Verkehrsunfall am Donnerstag in Teichwolframsdorf wurde ein 9-jähriges Kind leicht verletzt. Eine 40-jährige Honda-Fahrerin war gegen 14.50 Uhr auf der Landstraße in Richtung Teichwolframsdorf unterwegs. Aus bisher ungeklärter Ursache kam sie plötzlich nach rechts von Fahrbahn ab und geriet auf die unbefestigte Bankette. Die Frau riss das Lenkrad herum, kam dabei auf die Gegenfahrbahn und landete nach einer Drehung im Straßengraben auf dem anschließenden Feld. Ihr Kind wurde dabei leicht verletzt, sie selbst erlitt eine leichte Verletzung am Arm. Beide wurden ambulant behandelt. Am Honda entstand Sachschaden in Höhe von rund 2500 Euro. Im Seehotel neue Verkaufsdirektorin Zeulenroda (OTZ). Diana Jäger ist die neue Verkaufs- und Marketingdirektorin des Bio-Seehotels Zeulenroda. Als Vertriebschefin will sie die touristischen Potenziale des Vogtlandes mit Komfort und Service des Hauses verknüpfen, um auswärtige Gäste nach Zeulenroda zu holen und das Hotel in der Region weiter zu verwurzeln. Die 38-Jährige hat die Hotellerie von der Pike auf gelernt. Ihre Ausbildung absolvierte sie im Interhotel Gera. Später arbeitete sie als stellvertretende Hoteldirektorin in Gera und führte ein Hotel in Eisenach. Ehrenamtlich engagiert sie sich im Vorstand des Geraer Fremdenverkehrsvereines. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe im Bio-Seehotel“, erklärte Jäger. Heimatveranstaltung "Im Vogtland zu Hause"
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