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Gestählte Göltzschtalbrücke
800-Tonnen-Gerüst ermöglicht Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Bahnstrecke Von Kathrin Schulz Greiz/Reichenbach (OTZ). „So etwas werden wir so schnell nicht wieder sehen“, schwärmt Andreas Ketzel vom gegenwärtig laufenden Gerüstbau am Wahrzeichen des Vogtlandes, der Göltzschtalbrücke. Der Inhaber von Ketzels Mühle, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Ziegelviadukts eine Ausstellung zur Göltzschtalbrücke präsentiert, ist fasziniert vom „größten Gerüst, was an diesem Bauwerk je gestellt“ wurde. 18 000 Quadratmeter Gerüst auf einer Seite, die sich mit einer Stellhöhe von 32 Metern oberhalb des zweiten Bogens über die gesamte Länge von 574 Metern erstrecken - dafür werden im Göltzschtal vierzig 20-Tonner mit Stahlrohr erwartet, wie Mirko Krahn von der Niederlassung Burghausen der Gerüstbau Rohrer Group, dazu sagt. Schwindelfrei müssen die Gerüstbauer hier schon sein. Durch die Brückenbögen pfeift der Wind, auch wenn am Fuße des Bauwerks Windstille herrscht. „Es geht vor allem darum, das Gerüst Gerüst fest anzubringen, nicht zuletzt wegen der Spannweite der Brückenbögen. Die Ankerpunkte dafür hat der Statiker ermitteln müssen“, erläutert Krahn. Zwischen 50 und 70 Meter hoch hievt Lutz Strobel aus Elsterberg mit seinem Kran die schweren Stahlrohre. Auch der routinierte Kranfahrer findet die Baustelle durchaus interessant. Das Gerüst ist für die Elektrifizierung der Bahnstrecke auf der Brückenkrone notwendig. Auskragungen der Brückenkrone sollen den jetzigen schmalen Betonsockel ersetzen und künftig die Masten tragen, da die derzeitige Breite dafür nicht ausreicht. Der Abschnitt über das Göltzschtal gehört zur Elektrifizierung der Strecke Reichenbach - Hof, die mit 112 Millionen Euro von der Deutschen Bahn ab Juli in Angriff genommen werden soll. Bis zum 31. Mai muss das Gerüst an der Mühlenseite der Brücke stehen - viel Arbeit noch für die 16-köpfige Mannschaft, die 2011 das Ganze nochmals auf der anderen Seite praktiziert. |
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Smieskols Mitgift bringt Ausschuss-Sitze Erstarkte Kreistagsfraktion verdrängt FDP Greiz (OTZ/-lz). Doris Smieskol, bisher fraktionslose Kreisrätin, die für Bündnis 90/Die Grünen im Greizer Kreistag sitzt, hat sich im März der Fraktion IWABIZ angeschlossen und verstärkt somit die neue Fraktion IWABIZ- Bündnis 90/Die Grünen auf insgesamt vier Mitglieder. Damit zieht Jens Geißlers Fraktion in der Stärke mit den Liberalen gleich. Allerdings mit fatalen Folgen für die FDP, denn sie verliert ihre Ausschuss-Sitze . Wenn mehrere Fraktionen den gleichen Anspruch auf einen Sitz im Ausschuss haben, weil sie gleich stark sind, entscheidet die Zahl der Wählerstimmen. Und davon hat Doris Smieskol immerhin 4311 Zähler als Mitgift mit in die Fraktion gebracht. Die IWA fuhr seinerzeit 6975 Stimmen ein und die BIZ 3735 - macht untern Strich 15 021 Stimmen, während die Liberalen nur 11 530 Wählerstimmen aufzuweisen haben. Das entstandene veränderte Kräfteverhältnis im Kreistag habe zur Folge, dass in der nächsten Kreistagssitzung in vier Ausschüssen jeweils ein Sitz neu zu besetzen ist von der Fraktion IWA-BIZBündnis 90/Die Grünen, wie Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) den Kreisausschuss informierte. Liberalen-Fraktionschef Jens Zimmer zuckt die Schultern: „Das ist ein demokratisches Prozedere, was man akzeptieren muss. Ich frage mich allerdings, was die Drei-Farben-Fraktion politisch erreichen will. Die FDP jedenfalls bleibt eigenständig und nutzt ihr Antragsrecht im Kreistag.“ Doris Smieskol ihrerseits legt Wert auf das Antragsrecht, das sie als Einzelkämpferin nicht hatte. „Ich versuche, so viel Grünes wie möglich einzubringen und hoffe, dass ich da gut aufgehoben bin“, erklärt sie. Kommentar Stühlerücken Von Kathrin Schulz Stühlerücken in den Ausschüssen des Kreistages: Die Liberalen müssen ihren Sitz in den jeweiligen Fachausschüssen zugunsten der neu erstarkten Fraktion IWA-BIZBündnis 90/Die Grünen räumen. Dass es politisch in dieser Dreier-Kombination durchaus auch verschiedene Ansichten gibt zwischen der Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit, den Vertretern der Bürgerinitiativen und schließlich den Grünen, das wissen die Akteure schon. Die Chance, aktiv Politik machen zu können, ist ihnen als kleine Fraktion einen Kompromiss wert, wie Jens Geißler betont. Und auch Doris Smieskol hofft, das sich „gerade die Melange als gute Lösung“ erweist. Sie bringt ihr, die sich bisher als Alleinkämpferin gewaltig eingeschränkt sah, Antragsrecht und eröffnet neue Möglichkeiten. |
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Alte Bahre braucht neue Bleibe
Holzgestell mit Samttuch der Kirche Arnsgrün wird dort nicht mehr benötigt Von Ute Flamich Arnsgrün (OTZ). Früher einmal wurden viele Menschen mit ihr zu Grabe getragen. Heute wird sie längst nicht mehr gebraucht: die alte Totenbahre in der Kirche Arnsgrün. Sie fristet ihr Dasein hinter einem dicken grauen Vorhang, gleich am Eingang der Kirche links unter den Treppenstufen. Sie ist überflüssig geworden, nimmt nur Platz weg. Platz, den die Gemeinde für andere Dinge benötigt. Doch wohin mit der Bahre? Eines ist sicher: Verbrannt oder zersägt wird das alte Holzgestell nicht. Immerhin soll es Dr. Karen Schaelow-Weber zufolge, der Kunstsachverständigen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, ein Stück aus dem 18. Jahrhundert sein. „Ganz genau wissen wir es aber noch nicht“, sagt Pfarrerin Christina Lang von der Kirchgemeinde Pöllwitz. Die alte Bahre hat keine Räder, sondern vier Vierkantstützen zum Absetzen. Sechs Männer mussten sie tragen. Früher sind die Toten zu Hause an einem kühlen Ort aufgebahrt worden“, sagt Marianne Richter (71), die Mitglied im Gemeindekirchenrat ist. Die Bahrenträger seien zum Haus des Verstorbenen gegangen, hätten diesen im Sarg in Empfang genommen und ihn anschließend zum Friedhof getragen. Einer, der sich nicht nur an diese Zeiten erinnern kann, sondern die Holzbahre selbst noch viele Male mitgetragen hat, ist der 67-jährige Klaus Frotscher aus Arnsgrün. „Das war oft sehr beschwerlich“, erzählt er. „War der Weg zum Haus des Verstorbenen sehr weit, sind wir nicht zu sechst, sondern zu acht losgegangen. Unterwegs haben wir uns mit dem Tragen abgewechselt.“ Allein die Bahre mit dazugehörigem Tuch wiege etwa 50 Kilogramm, schätzt Klaus Frotscher. Kommt dann noch der Tote im Sarg dazu, wird es richtig schwer. Das Tuch allein, das auf einem Rundbogen über den Sarg gelegt werden kann, wiege etwa fünfzehn Kilogramm. Auf dem Tuch aus schwerem schwarzen Samt zu sehen sind ein großes Kreuz, Palmenwedel und die Zahl 1906. „Das Tuch wird sicher aus diesem Jahr stammen“, meint Pfarrerin Christina Lang. Die Bahre aber sei um Der Gemeinderat wird entscheiden, was mit der Bahre passiert. Pfarrerin Christina Lang einiges älter. Es sei noch gar nicht so viele Jahre her, dass sie noch Verwendung fand. „Ich erinnere mich an den Mann, der im Jahr 1989 verstarb. Er wurde zu Hause in der Garage aufgebahrt und noch mit der Bahre zum Friedhof getragen“, sagt Gemeindekirchenratsmitglied Marianne Richter. Das könne das letzte Mal gewesen sein, dass das Holzgestell in Arnsgrün seine Dienste tat. Ganz sicher ist sich Marianne Richter nicht. Doch das komme in etwa hin, sagt sie. Denn 1992/1993 ist von der Kommune die Leichenhalle gebaut worden. Mit ihr kamen die Leichenwagen, das Alte und Beschwerliche hatte ausgedient. Nun wolle der Gemeindekirchenrat entscheiden, was mit der Totenbahre von Arnsgrün passiert. Pfarrerin Christina Lang zufolge gibt es Überlegungen, die Bahre in ein Museum zu geben, wenn sie dort genommen wird. Möglich wäre etwa das Museum für Sepulkralkultur in Kassel - oder sie in der Pfarrscheune in Pöllwitz unterzubringen. |
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Weltbekannter Plastinator in Goetheschule
Festwoche anlässlich 100 Jahre Goetheschule - Tag der offenen Tür am Freitag Von Christian Freund Greiz. Dr. Gunther von Hagens „Körperwelten“ in der Goetheschule - eigentlich undenkbar. Und doch ist es Realität. Der weltbekannte und ebenso umstrittene Plastinator hat aus Anlass der 100-Jahrfeier seiner ehemaligen Schule einige Exponate nach Greiz geschickt, die von Lehrerin Arlett Böhnisch, die für die Organisation verantwortlich zeichnet, und ihren Helfern bereits in die Vitrinen gestellt wurden. „Wir haben streng darauf geachtet,dass alle Ausstellungsstücke kindgerecht und wissenschaftlich aufgearbeitet sind“, unterstrich Schulleiterin Carola Sturm. Dazu gehören zum Beispiel ein Graupapagei, ein Rentier-Baby, menschliche Gelenke, eine Lunge, daneben zum Vergleich eine Raucherlunge, die ihre pädagogische Wirkung nicht verfehlen wird. Auch eine Tafel mit dem Lebenslauf samt Bildern und Zeugnissen des Plastinators können die Besucher zum Tag der offenen Tür am Freitag bewundern. Unterstützung erhielt die Schule dafür auch vom Landratsamt. Begonnen wird am Freitag 10 Uhr mit einem Eröffnungsprogramm in der Aula. Von 10 Uhr bis 17 Uhr erwartet die Gäste ein breites Angebot an vielfältigen Stationen. Die Theatergruppen, der Chor und die Band des Förderzentrums bieten viele interessante Vorführungen. Wenn alles klappt, wird Gunther von Hagens morgen zu den 120 geladenen Gästen der Festveranstaltung gehören, die allerdings nicht öffentlich ist. Ringer-Weltmeister Uwe Neupert sowie die Europameisterin im Schwimmen Barbara Hofmeister- Stubbe haben ebenfalls ihr Kommen zugesagt. |
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Greizer A-Junioren von Kahla überrollt Fußball, Nachwuchs, Landesklasse Kahla (OTZ/M. Gottschalk). Nach der guten Leistung gegen Apolda waren die Fußball-AJunioren des 1. FC Greiz nicht wieder zu erkennen. In Kahla hatte Greiz bei der SG SV 1910 wohl keinen guten Tag erwischt. Einige Spieler nahmen die von Schiedsrichter Kursawe aus Serba geleitete Begegnung etwas auf die leichte Schulter und ignorierten die Warnung des Trainers. Hatten doch die Spieler vom Saalesteg den Eisenbergern am Spieltag zuvor mit einen 5:5 einen Punkt abgetrotzt. Bereits in der dritten Minute musste Tim Petzold im Greizer Tor hinter sich greifen, als Lukas Schreiber für Kahla zur 1:0-Führung einschoss (3.). Sieben Minuten später parierte Petzold mit Glanzparade einen weiteren Fernschuss. Die Greizer Hintermannschaft war wohl gedanklich noch gar nicht auf dem Platz, denn der einzige, der hier reagierte, war der Torhüter. So langsam zog aber etwas Ruhe und Ordnung in die Greizer Reihen ein. Ab der 15. Minute hatten sie etwas mehr vom Spiel. In der 20. hatte Greiz mit einem Lattenknaller durch Leuchtmann sogar die Chance zur Resultatsverbesserung. Wer aber glaubte, das Eis sei gebrochen, wurde eines Besseren bzw. Schlechteren belehrt. Denn Kahla baute durch einen geschickten Konter von Vogel die Führung zum 2:0 aus (31.). Acht Minuten später fiel dann sogar das 3:0 für Kahla durch Preiß (39.). Von Greiz war in dieser Phase nicht viel zu sehen. In der Halbzeitpause gab es einige Umstellungen. Lorz kam für Felau, und Schneider ging mit nach vorn. Die eine oder andere Chance bot sich dadurch, aber in der 51. Minute schlug es zum vierten und in der 70. Minute zum fünften Mal im Greizer Kasten ein. Zwei Minuten später ging Franke mit einer Zerrung in der linken Wade vom Platz. Da nur ein Wechselspieler mitgereist war, mussten die Kicker vom Tempelwald die Begegnung mit zehn Mann beenden. Die SG SV 1910 Kahla schaltete nun zwei Gänge zurück, was den Greizern Möglichkeiten eröffnete. Sowohl Schneider und Lorz als auch Köhler, der frei vor dem Tor stand, konnten diese zunächst nicht nutzen. Doch dann war es Patrick Thiel, der wie aus dem Nichts in der 78. und in 85. Minute vor dem Gehäuse der Gastgeber auftauchte und zweimal einschoss. Vorbereiter waren hier Schneider und Köhler. In der 88. Minute mussten die Greizer Kicker jedoch auch noch das 6:2 einstecken. Alle Greizer befanden sich in der Hälfte von Kahla, und somit boten sich die Räume für die Gastgeber. Alles Aufbäumen am Ende half den Greizern diesmal nichts, 6:2 war der Endstand. Für Greiz spielten: Tim Petzold, Robert Lauckner, Dustin Simon, Florian Högner, David Franke, Patrick Thiel, Felix Felau, (46. Andy Lorz), Tim Leuchtmann. |
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Überzeugender Greizer Erfolg in Plauen Fußball, Alte Herren Plauen (OTZ/Roland Hilbert). Auf dem Kunstrasenplatz im Stadiongelände des VFC Plauen entwickelte sich eine gutklassige Begegnung. Die Gäste verlegten sich auf Konter, die geschickt vorgetragen wurden. So schoss Reichardt zunächst knapp über das Tor (8.), bevor er den Führungstreffer markierte (15.). Nach einer Eingabe war Pohle zur Stelle und traf zur Greizer 2:0-Führung (21.). Der Gastgeber antwortete mit wütenden Angriffen, aber die Greizer Abwehr ließ wenig Gefahr aufkommen. Auf der Gegenseite weiterhin gefährliche Konter in die oftmals entblößte Deckung der Gastgeber. Kießling traf mit herrlichem Schuss zum Greizer 3:0 (28.). Dann war Krakau zum 4:0 erfolgreich (33.), und wenig später erhöhte Grünler mit Solo sogar auf 5:0 (35.). Mit diesem überraschenden Zwischenstand ging es in die Pause. Nach der Pause bestimmte Plauen das Spielgeschehen, und die Greizer hatten Mühe, Gegentreffer zu vermeiden. Nachdem Grünler noch eine Großchance der Gäste vergab, gelang Plauen im Gegenzug der Ehrentreffer zum 1:5 (48.). Der Gastgeber stürmte weiter und traf zum 2:5 (60.). Am Ende wurde es ein unerwartet klarer Greizer Sieg. Greizer SV: Damm - Hilbert - Pohle, Kattler, Oettert - Mainka, Krakau, Kreidemeier (ab 65. Minute Männel), Kießling - Grünler, Reichardt. |
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Beim 18. Bummi – Sportfest in Greiz leuchteten die Augen der Kinder Jugendamt Greiz und Kreissportjugend Greiz organisierten erneuten Erfolg für diesen traditionsreichen Wettkampf Text & Bild Peter Reichardt Goethe ließ Faust im Osterspaziergang sagen:„Solch ein Gewimmel möchte ich sehn...“. Man fühlte sich am vergangenen Sonnabend in der Greizer Sportschule „Kurt Rödel" daran erinnert, als 25 Kindermannschaften der Vorschulkinder aus 13 Kindergärten der Region Greiz ihr diesjähriges Bummi – Sportfest, es fand nunmehr schon zum achtzehnten Mal in Folge statt, feierten. Ein Gewibel und Gewabel in der großen Sporthalle, waren doch neben den Kindern und Erziehern, auch viele Eltern, Großeltern und Geschwister der jungen Wettkämpferinnen und Wettkämpfer mit auf den Greizer Hainberg gekommen und feuerten die kleinen Sportler an. Und nicht nur die, sondern auch Herr Ulrich Zschegner, 2. Beigeordneter des Greizer Bürgermeisters, der den Greizer Bürgermeister vertrat, Herr Christian Häckert, Bürgermeister Mohlsdorf, Herr Uwe Jahn, Vorsitzender des Kreissportbund Greiz und Frau Corinna Fink, Vorsitzende der Kreissportjugend Greiz, ließen es sich nicht nehmen, allen Siegern und Platzierten die Urkunden und Medaillen dieses Bummi – Sportfestes zu überreichen. Doch erst einmal mußte es ja losgehen, und da hatte sich das Bummi – Team unter Leitung der ehrenamtlichen Geschäftsführerin der Kreissportjugend Greiz, Frau Helgard Groß, in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Greiz und der Stadtverwaltung Greiz einiges an sportlichen Staffeln einfallen lassen. Mit der Hockwende über die Bank springen, durch die Hürde kriechen, geschickt die Sprossen des Greifswalder Gerätes übersteigen, mit Kraft sich in der Bauchlage über die Turnbank ziehen, mit Geschick und Gefühl den Medizinball über die Bank rollen, zwei Tennisbälle in den Bauch des Bummi werfen und dann auch noch im Schlängellauf mit der ganzen Mannschaft schnell um die Hindernisse laufen - das verlangte schon Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft und Balancegefühl von den zukünftigen Schul-anfängern. Doch die waren mit voller Begeisterung dabei und zeigten mit Eifer und Elan was sie so alles sportlich drauf hatten, so daß manch einer der Elternteile ganz erstaunt war sowie manche der Erzieherinnen und Erzieher aus den Kindergärten völlig aus dem Häuschen gerieten. Vier Staffelwettbewerbe für jede Mannschaft, das machte natürlich auch Durst bei den Kleinen. Deshalb einen herzlichen Dank an den Mohlsdorfer Bürgermeister, Herr Christian Häckert, der freundlicher Weise die Getränke für die Kinder zur Verfügung stellte. Ein großer Wettkampf und ein toller sportlicher Vormittag in der Sporthalle der Greizer Sportschule „Kurt Rödel“ , der keinen Verlierer, sondern nur Gewinner sah. Die großen Augen der Kinder und die stolz geschwellte Brust der Wettkämpferinnen und Wettkämpfer, auf der die Bummi – Medaille hing, zeugten ganz deutlich davon. Und eine Urkunde dazu - das wird sicher noch lange in den Köpfen der Kinder nachwirken, ihnen zeigen, zu welchen Leistungen man mit Teamgeist fähig ist. Natürlich gab es auch Sieger beim diesjährigen Bummi – Sportfest in Greiz, hatte doch der Greizer Bürgermeister, Herr Gerd Grüner, erneut einen Bummi für die Siegermannschaft zur Verfügung gestellt und die Kreissportjugend Greiz dieses Jahr erstmalig einen entsprechenden Wanderpokal gestiftet. Dazu kamen für die drei erstplazierten Mannschaften noch Eintrittskarten für das Greizer Hallenbad, um sich dort im Wasser auch richtig austoben zu können, oder die ersten Schwimmversuche zu unternehmen. Auf Platz 3 dieses Bummi – Sportfest kam von der Kintertagesstätte „Regenbogen„ aus Mohlsdorf die Mannschaft I unter Leitung der Erzieherin Frau Leske in einer Gesamtzeit von 4:51,0 Min. und 10 Zusatzpunkten. Vor ihnen auf Platz 2 setzten sich die Kinder der Mannschaft III der Kindertagesstätte „Freundschaft„ Greiz unter Leitung der Erzieherin Frau Steudel mit einer Gesamtzeit von 4:30,9 Min. und 7 Zusatzpunkten. Und Sieger, damit Gewinner des diesjährigen Bummi des Greizer Bürgermeisters, wurde die Mannschaft I der Kindertagesstätte „Kunterbunt„ aus Greiz-Irchwitz unter Leitung der Erzieherinnen Frau Teubner und Frau Piehler in einer Gesamtzeit von 4:24,0 Min. und 12 Zusatzpunkten. Damit ging auch der neugestiftete Wanderpokal der Kreissportjugend Greiz auf die Irchwitzer Höhe. Ein Bummi – Sportfest 2010, das durch seine Fröhlichkeit und Begeisterung aller genau so ausstrahlte, wie durch Integration von Kindern ausländischer Mitbürger und auffälliger Kinder. Ein Bummi – Sportfest, das durch das Rahmenprogramm der DAK Kreisgeschäftsstelle Greiz, der Bastelstraße der Kreissportjugend und das Spielmobil des Kreissportbund Greiz den Kindern weitere Möglichkeitender sportlichen und kreativen Betätigung boten. War doch die Hüpfburg immer dicht umlagert, genau so wie der Gleichgewichtstest und der Ergoliner der DAK. Ein Dank an alle Kampfrichter und Helfer für ihren Einsatz, unter denen erfreulich auch einige der neuen Thüringer Jugendleitercardinhaber, hier sei an den vor kurzem erfolgreich in Greiz durchgeführten Lehrgang erinnert, waren. Den Kindern weiterhin viel Spaß und einen erfolgreichen Schulbeginn in diesem Jahr.
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Niklas Krause erkämpft Bronze
Flossenschwimmen, 20. Deutsche Kinder-Meisterschaften Chemnitz (OTZ/Andreas Ludwig). Die 20. Ausgabe der Deutschen Kinder-Meisterschaften im Finswimming (ehemals Flossenschwimmen) fanden in diesem Jahr in der Schwimmhalle des Sportforums Chemnitz statt. 139 Kinder aus 29 Tauchclubs der Republik waren für die eintägige Veranstaltung gemeldet. Dem Anlass entsprechend wurden die Meisterschaften vom ausrichtenden Chemnitzer Tauchverein würdig eröffnet und mit viel Engagement ausgetragen. Die Hochspannung und der gezeigte Einsatz unter den teilnehmenden Kindern und den zahlreich mitgereisten Eltern und Betreuern während der gesamten Wettkämpfe waren der gerechte Dank für die Mühen. Für den TC Chemie Greiz gingen acht Sportler, jeweils vier Mädchen und Jungen, in die Auseinandersetzungen um die begehrten Medaillen. In fünf Einzeldisziplinen über 50 bis 400 Meter und zwei Staffeln wurden die Meister in den Jahrgängen 2002 und jünger bis 1999 gesucht. Den Auftakt der Meisterschaften bildete traditionell die längste Einzelstrecke für die Kinder-Jahrgänge. Auf den 400 Metern starteten Jessica Böhm (Jahrgang 99) bei den Mädchen sowie das Trio Niklas Krause, Anton Frauenfelder und Titus Kupka (alle Jahrgang 2000) bei den Jungen. Niklas Krause erreichte mit dem vierten Platz die beste Greizer Platzierung. Auf der anschließenden Sprintstrecke über 50 Meter war es erneut Niklas Krause, der als bester Greizer aus dem Wasser stieg. Hatte es auf der langen Strecke noch nicht geklappt, so wurde seine sehr gute Leistung hier mit der Bronzemedaille belohnt. Diese sollte jedoch das einzige Edelmetall für den Greizer Nachwuchs in diesem Jahr bleiben. Auch auf den Strecken über 100 und 200 Meter blieben die Erwartungen trotz des Einsatzes und Kampfgeistes unerfüllt. Eine im Programm der Kinder- Meisterschaften neue Disziplin bestritten die jüngsten Greizer Elin Kukutsch und Tobias Büttner. Mit den für die Kinder typischen Duo-Flossen (an jedem Fuß eine Flosse) schwammen die Teilnehmer die für die Mono-Flosse charakteristische Delphinbewegung und ermittelten dabei über eine Distanz von 50 Metern erstmals die Deutschen Kindermeister. Elin Kukutsch belegte bei dieser Premiere den vierten Platz, während Tobias Büttner auf Rang neun landete. Die beiden Staffel-Wettbewerbe bestritten alle Greizer Sportler. Das Quartett der Jungen mit Titus Kupka, Tobias Büttner, Anton Frauenfelder und Niklas Krause erreichte sowohl über de 4x100 als auch die 4x50 Meter jeweils den fünften Platz. Auf den gleichen Rang schwammen die Mädchen Lea Büttner, Elin Kukutsch, Julie Sue Dietsch und Jessica Böhm auf der langen Strecke. Die gleiche Besetzung kam über 4x50 Meter als Achte ins Ziel. |
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Landeszupforchester gibt atemberaubendes Konzert in Zeulenroda
"Das ist das meistbesuchte Konzert der letzten Monate", begrüßt Daniela Heise die Gäste. "Tanzbilder" lautete der Titel des Gastspieles des Landeszupforchesters (LZO) Thüringen. Es lockte am Sonntagnachmittag rund 200 Musikfreunde in die Dreieinigkeitskirche Zeulenroda. Denise Kirchner / 20.04.10 / OTZ Zeulenroda. Und die erlebten ein abwechslungsreiches, gut einstündiges Konzert der 19 Musiker unter Leitung der Dirigentin und Gitarrenpädagogin aus Nordhausen. Wer bei Zupfmusik denkt, klassische Klänge dudeln da vor sich hin, der irrt. Gänsehaut kroch einem über den Rücken bei der Suite aus der Filmmusik zu Der Pate. Ausgleichende, ruhige Mandolinenklänge im Einklang mit Mandola, Gitarren und der Bassgitarre verbanden Klassik mit Mambo, Blues und Jazz und die Sinne konnten schweifen. Die Lichtstimmung unterstützte das wahrhaft sizilianische Flair. Durchs Fenster durchflutete die warme Frühlingssonne die Kirche. Mindestens drei- bis viermal jährlich proben wir an den Wochenenden und gehen dann auf Konzertreise, erklärte die Dirigentin zwischen den Stücken. Das Ensemble besteht aus 30 Mitgliedern aus Nordhausen, Jena, Rudolstadt, dem Eichsfeld, Gera und Zeulenroda. Darunter Musikschullehrer, Musikstudenten aber auch interessierte Laien, die ein gemeinsames Hobby verbindet. Mit einer Karte für den Thüringer Herbstkurs wurde die Zeulenrodaerin Angela Lindner beschenkt. Sie spielt im Ensemble die 2. Mandoline und brachte das LZO nach Zeulenroda. Wir haben noch nie in Ostthüringen gespielt und dass die Nachfrage groß ist, sieht man daran, dass so viele kamen, so Angela Lindner. Der Herbstkurs findet vom 10. bis 17. Oktober in Rudolstadt statt und bietet Kurse für Zupfmusiker und Kulturinteressierte an. Wenn man nicht wüsste, dass das hier eine herrliche Kirche ist, könnte man auch denken, dass sei ein schöner Konzertsaal, war sich der Birkigter Eckart Krüger sicher. Zusammen mit seiner Familie reiste er mit dem LZO mit, um seine Tochter im Konzert zu sehen. Auch der fünfjährige Rico Richter aus Zeulenroda fand die Musik klasse. Gebannt hörte er während des ganzen Konzerts auf dem Schoß seiner Mama den Klängen zu und unterstützte die Zugabe mit seinem Applaus. Das Landeszupforchester Thüringen sucht weiter Interessenten, die noch mitspielen möchten. |
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| 21. April 2010 /OTZ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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124 Schüler rappen zu Goethe und Schiller
Rapper „Doppel-U“ machte gestern mit „Rap macht Schule“ in der Greizer Goetheschule Station. Anlässlich der 100-Jahr-Feier der Schule rappte er mit 124 Schülern der Goethe- und Lessinggrundschule sowie des Förderzentrums das Goethe-Gedicht „Gefunden“ und Schillers „An die Freude“. Mit letzterem will Doppel-U zu „Mega Rock in die Ferien“ am 23. Juni auf dem Erfurter Messegelände mit dem Publikum einen Weltrekord aufstellen. Zu dem vom VfB Greiz durchgeführten Qualifikationsturnier
zur Vorrangliste Ostthüringen traten nur Mitglieder des eigenen Vereins an. Mit einer souveränen Leistung dominierte Frank Reinhold (2.v.l.) das Turnier und wird den Kreis Greiz in der nächst höheren Runde vertreten. Den ersten Ersatzplatz sicherte sich Peter Krause (links) im direkten Duell mit Felix Meißner (Mitte) vor Hans-Jürgen Hoyer (rechts) und Hartmut Pruschik. Karikatur des Tages
DIE GRÖSSTE ZIEGELBRÜCKE
der Welt, die Göltzschtalbrücke im Vogtland, wird für Arbeiten zur Elektrifizierung der Bahnstrecke eingerüstet. Während zum Bau von 1846 bis 1851 rund 23 000 Baumstämme fürs Einrüsten benötigt wurden, wird heute eine moderne, rund 800 Tonnen schwere Gerüstkonstruktionen gestellt. Radfahrer nach Zusammenstoß im Krankenhaus Langenwetzendorf (OTZ). Zwei Radfahrer wurden am vergangenen Sonntag gegen 15 Uhr auf der Greizer Straße in einen Unfall verwickelt. Ein 15-Jähriger fuhr mit seinem Rad den Leitenberg in Langenwetzendorf in Richtung Greizer Straße. Dabei missachtete er an dieser Einmündung die Vorfahrt eines 56-jährigen Radfahrers, der von der Greizer Straße in Richtung Hauptstraße fuhr. Bei diesem Zusammenstoß wurden sowohl der 15-Jährige als auch der 56-jährige Radfahrer schwer verletzt. Sie mussten zur weiteren Behandlung in das Kreiskrankenhaus nach Greiz gebracht werden. Die Polizei beziffert den zudem entstandenen Sachschaden auf 100 Euro. Rentnerin schwer verletzt 84-Jährige in Greiz von einem Auto erfasst Greiz (OTZ). Eine Fußgängerin kam bei einem Unfall am Montagmittag, gegen 12.55 Uhr, in der Thomasstraße, Höhe Fischhalle, zu Schaden. Die 84-jährige Frau wollte gerade die Straße überqueren, als eine 48-jährige Passat-Fahrerin sie beim Vorbeifahren mit dem Außenspiegel erfasste. Dabei wurde die Fußgängerin schwer verletzt und zur Behandlung in das Kreiskrankenhaus Greiz gebracht. Bei dem Unfall entstand zudem ein Sachschaden in Höhe von rund 700 Euro. Sommerpalais bleibt geschlossen Greiz (OTZ). Wegen mehrerer Krankheitsfälle muss die Bibliothek und die verlängerte Ausstellung „Grafische Drucktechniken“ im Sommerpalais Greiz ab sofort bis zum Freitag, 23. April, geschlossen bleiben. Am Wochenende, 24. und 25. April, ist die Ausstellung dann wieder von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Marienstraße am Samstag gesperrt Greiz (OTZ). Die Greizer Marienstraße muss am Sonnabend, 24. April, in der Zeit von 7 bis 16 Uhr für den Verkehr gesperrt werden. Eine Durchfahrt in Richtung Stadtzentrum ist also nicht möglich. Am Gebäude Marienstraße 6 soll die Medientrennung erfolgen. Diese Arbeiten können aufgrund der Lage einiger Leitungen im Straßenbereich nur unter einer Vollsperrung realisiert werden. Die Restarbeiten werden dann bis zum Mittwoch, 28. April, unter halbseitiger Sperrung abgeschlossen. Betroffene Anlieger und Gewerbetreibende werden um Verständnis gebeten. Hündin Sally wird in Greiz vermisst Greiz (OTZ). Vergangene Woche wurde die schwarz-weiße, mittelgroße Mischlingshündin Sally aus dem Tierheim in Greiz-Sachswitz in ein neues Zuhause nach Greiz vermittelt. Auf unerklärliche Weise verschwand sie jedoch vergangenen Donnerstag vom Grundstück ihrer neuen Besitzer und wird seitdem vermisst. Sally ist etwas scheu, aber ganz lieb. Wer die rauhaarige Hündin sieht, wird gebeten, sich mit dem Tierheim unter Tel.: (03661) 64 43 in Verbindung zu setzen. Sportbad am Freitag gesperrt Zeulenroda-Triebes (OTZ). Das Sportbad der Badewelt Waikiki in Zeulenroda ist auf Grund eines Sport-Wettkampfes am Freitag, dem 30. April von 9 bis 11 Uhr für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen. Für alle Badefreunde sind aber Tropen- und Saunabad auch während der Veranstaltung ganztägig geöffnet. Das Team der Badewelt bedankt sich für das Verständnis seiner Gäste. Heimatveranstaltung "Im Vogtland zu Hause"
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