20. April 2010 /OTZ

Mit Elektrokraft den Berg hinauf

Bernd Bauer, Inhaber der Firma Rad-Bauer, demonstriert, wie Anstiege - hier im Stadtgebiet von Greiz - dank kombinierter Muskel- und Elektrokraft mit dem Pedelec bewältigt werden können. Der Landkreis will das Thema Elektrofahrrad im nächsten Jahr mit 10 bis 15 Verleihstationen in Angriff nehmen.
Bernd Bauer, Inhaber der Firma Rad-Bauer, demonstriert, wie
Anstiege - hier im Stadtgebiet von Greiz - dank kombinierter
Muskel- und Elektrokraft mit dem Pedelec bewältigt werden
können. Der Landkreis will das Thema Elektrofahrrad im
nächsten Jahr mit 10 bis 15 Verleihstationen
in Angriff nehmen.
Foto: OTZ/Christian Freund

Mit Elektrofahrrädern soll der Radtourismus im Vogtland angekurbelt werden

Von Susann Grunert Greiz (OTZ).

Für wen das Glück dieser Erde auf dem Sattel eines Fahrrades liegt, der kann den Landkreis Greiz auf rund 280 Kilometern reizvoll radelnd erkunden. „Der Radtourismus nimmt immer größere Räume ein“, ist Mario Walther, Leiter des Regionalmanagement Greiz, überzeugt und hat auch gleich die passenden Zahlen parat: „74 Millionen Euro wurden letztes Jahr allein in Tagesreisen mit dem Rad investiert, diese Quelle gibt es anzuzapfen.“ Zum Leidwesen Walthers werden die Radwege im Thüringer Vogtland aber noch zu wenig frequentiert, „da spielt die Topographie mit zahlreichen Anstiegen sicher eine Rolle“, so Walther weiter. Mit der Anschaffung von Elektrofahrrädern, so genannten „Pedelecs“, soll sich das ändern. „Die Pedelecs machen das bergige Land flacher“, drückte es Walther zu einer Informations-Veranstaltung im Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland aus, an der kürzlich Vertreter von Kommunen und Gemeinden, Tourismus- Verbänden und Hotels teilnahmen. Die Idee besteht darin, über den Landkreis verteilt ein Mobilitätsnetz zu installieren, an denen Pedelecs verliehen und deren Akkus getauscht werden können. Dafür gilt es nun, Partner zu finden. Im Saale- Orla-Kreis läuft seit dem Sommer 2009 ein solches Pe-delec-Modellprojekt. Das Landratsamt und der Tourismusverbund Rennsteig-Saaleland konnten dafür zwölf Leistungsträger wie Hotels oder Radfachgeschäfte gewinnen. „Wir haben momentan 33 Räder im Einsatz“, informierte Jenny Gäbler vom Tourismusverbund. Die Ergebnisse seien aber noch nicht zufriedenstellend. „Die Verleihraten sind niedrig“, bilanzierte Gäbler. Es habe sich aber bewährt, den Verleih in Pauschalprodukte zu integrieren, etwa fünf Tage Hotelübernachtung inklusive drei Tage Pedelec-Nutzung anzubieten. „Wir gehen voll auf das Thema drauf“, meinte Michael Hecht, Geschäftsführer vom Tourismusverband Vogtland. Die sächsischen Nachbarn starten

Ein Akku reicht je nach Gelände bis zu 70 km.
Ein Akku reicht je nach
Gelände bis zu 70 km.
Foto: OTZ/Christian Freund

ab dem 24. April mit 18 Verleihstationen. „Man wird keinen Renn- oder Tourenradfahrer vom Gebrauch eines Pedelecs überzeugen können“, führte Herbert Ottenschläger von der Firma movelo aus, die das Pedelec-Verleihsystem im sächsischen Vogtland aufgebaut hat. Die Zielgruppe seien Menschen, die sich nicht anstrengen wollen oder dürfen und so genannte „Genussradfahrer“, die weniger die sportliche Ambition als vielmehr die Freude an der Natur aufs Rad treibt. Der Bergaer Bürgermeister Stephan Büttner (Freie Wähler) sieht im Pedelec-Konzept durchaus Potenzial: „Schon unter demographischen Aspekten bietet sich hier eine touristische Chance, die man nutzen sollte.“ Mit 10 bis 15 Verleihstationen soll das Thema Pedelec im Landkreis Greiz im nächsten Jahr in Angriff genommenwerden.

Kommentar

Das kleine Einmaleins

Von Susann Grunert

„Pedelec“ nennt sich das Trendobjekt der Radbranche. Wem also künftig die Kraft oder die Lust für die steilen Vogtland-Anstiege fehlt, der soll im Rad mit Schubunterstützung seinen Spaß finden. Ob sich dieser Trend für den hiesigen Tourismus als Treffer oder Tiefschlag erweist, bleibt abzuwarten. Im Saale-Orla-Kreis sind die Pedelecs noch kein Renner. Das mag zum einen daran liegen, dass den Elektrorädern oft das Image eines „Altherrenrades“ anhaftet. Doch wohl viel stärker wiegt die Tatsache, dass das Modellprojekt von den Initiatoren zu wenig beworben wurde. „Wir hätten eher mit der Öffentlichkeitsarbeit beginnen müssen“, räumt Jenny Gäbler vom Tourismusverbund Rennsteig-Saale ein. So ist die Pedelec-Ausleihe seit Sommer 2009 möglich, aber kaum einer weiß wo. Auch die Internetseite ist noch im Aufbau. Will es der Landkreis Greiz also besser machen, sollte er das Einmaleins der Öffentlichkeitsarbeit beherrschen.

Stichwort Pedelec
.. Pedelec steht für Pedal Electric Cycle.
.. Es wird mit Elektromotor und Muskelkraft betrieben.
.. Im Gegensatz zum E-Bike, das auch ohne Treten angetrieben werden kann, gibt der Pedelec-Motor ohne Treten oder Kurbelbewegung keine Leistung ab.
.. Das Pedelec ist führerscheinfrei, wenn der Motor nur bis maximal 25 km/h leistet.


20. April 2010 /OTZ

Spreewald statt Dominikanische Republik

Mussten ihren Flug in die Dominikanische Republik stornieren: Christine und Frank Hertel. Dank der Beratung im Reisebüro am Stadtbrunnen in Zeulenroda durch Heidi Krahmer konnte das Paar auch schon wieder lächeln.
Mussten ihren Flug in die Dominikanische Republik stornieren:
Christine und Frank Hertel. Dank der Beratung im Reisebüro am
Stadtbrunnen in Zeulenroda durch Heidi Krahmer konnte das Paar
auch schon wieder lächeln.
Foto: OTZ/Ute Flamich

Zahlreiche Reisende in der Region mussten Flüge umbuchen oder stornieren

Von Heidi Henze und Ute Flamich Greiz/Zeulenroda-Triebes (OTZ).

Christine und Frank Hertel mussten umbuchen. Das Paar wollte für 14 Tage die Sonne der Dominikanischen Republik genießen. Doch kein Flugzeug hat sie dorthin gebracht, denn der Flugverkehr über halb Europa ruht. Die deutschen Flughäfen sind geschlossen. Seit vergangenem Freitag sitzen die Hertels auf gepackten Koffern. „Wir können es nicht ändern und müssen jetzt das Beste daraus machen“, sagt Frank Hertel, der nun seinen Jahresurlaub nicht in dem sonnigen Inselstaat, sondern im deutschen Spreewald verbringen wird. Eine Naturgewalt ist es, die den Menschen in seine Schranken weist, ein kleiner isländischer Vulkan namens Eyjafjalla. Bereits am 20. März brach der Vulkan wieder aus. Seit Freitag Abend aber legten seine schwarzen Aschewolken den kompletten Luftverkehr in Deutschland lahm. Aschepartikel auf 5000 bis 8000 Meter Höhe, die beim Durchfliegen wie ein Sandstrahl wirken, können nicht nur die Cockpit-Fenster zerkratzen, sondern auch den Triebwerken zusetzen. Die Sicherheit geht vor und die Flugzeuge blieben auch gestern noch bis vorerst 20 Uhr am Boden. Urlauber haben das Nachaber trotzdem ein Einsehen. „Wir können es nicht ändern“, sagt Bärbel Pelz, die gemeinsam mit einer Freundin zum Kurzurlaub in die Türkei fliegen wollte. Die Frauen haben umgebucht - im Oktober soll es in den türkischen Urlaubsort Side gehen. „Wir hatten bis Montag Mittag sechs Stornierungen“, sagt Heidi Krahmer vom Reisebüro am Stadtbrunnen in Zeulenroda. Die Kunden seien alle verständnisvoll gewesen. Im Reisebüro Ludwig in Greiz und in ihren Filialen in Langenwolschendorf und Elsterberg glühen die Telefone. Christine Ludwig hat seit Sonntag eine Schicht nach der anderen in ihrem Greizer Reisebüro geschoben, „damit die Kunden zu jeder Zeit einen persönlichen Ansprechpartner haben.“ Das ist der Greizerin besonders wichtig. Das Reisebüro hat Kunden im Nah- und Fernbe- reich unterwegs. „Es ist eine Ausnahmesituation, da ist die Organisation besonders wichtig“, ergänzt die Chefin. Ähnlich ist das Fazit in fast allen Reisebüros der Region: Sicherheit geht vor. „Die Kunden haben dafür Verständnis“, sagt auch Tino Luding aus dem gleichnamigen Reisebüro in Zeulenroda. Im Zölle-Reisebüro meldeten sich Kunden, die am Donnerstag nach Ägypten fliegen wollten. Der Ratschlag von Silvia Napiontek vom Reisebüro: „Koffer packen und dann finden wir eine Lösung“. Von der Zeulenrodaer Firma Bauerfeind sitzen zwei Mitarbeiter in der Tochtergesellschaft in Atlanta fest. „Da heisst es warten“, so Christian Grimm, Corporate Communication. Er versichert gleichzeitig, dass Mitarbeiter ihren Urlaub unkompliziert verschieben können, wenn sie schon auf Grund des momentanen Flugverbotes ihren Urlaub nicht antreten können. Für Bahnreisende lief das Wochenende deutlich entspannter ab. „Es sind kaum Veränderungen in der Anzahl der Fahrgäste zu verzeichnen“, erklärt Änne Kliem, Sprecherin der Deutschen Bahn.


20. April 2010 /OTZ

Spielwand für die kleinen Patienten wieder fit

AkzoNobel-Mitarbeiter zeigen Herz für Kinder

Von Christian Freund Greiz.

Mit Begeisterung nahm gestern der kleine Tom die Spielwand im Zentrum für Kinderund Jugendmedizin der Kreiskrankenhaus Greiz GmbH in Beschlag, hatte dabei - so schien es - fast vergessen, weshalb er in Behandlung ist. Bereits zur Einweihung dieses Zentrums im Jahr 2006 hatten Mitarbeiter der Schlosserei des Greizer Standortes von AkzoNobel im Rahmen des konzerninternen weltweiten Community-Programms diese Spielwand übergeben können. Sie wurde in den zurückliegenden Jahren intensiv von den Kindern im Spielzimmer genutzt und machte zuletzt einen bemitleidenswerten Eindruck. Das veranlasste Schlossermeister Christian Pechtl mit seiner „Mannschaft“, die Schäden zu reparieren und gleichzeitig das Gesamtdesign zu verbessern. „Meine Jungs und ich waren sofort mit Eifer dabei“, freut er sich. „Besonders wichtig war uns die sichere Gestaltung zum Schutz der Kinder“ ergänzte Schlosser Christian Möckel. Beide übergaben gestern die modernisierte Spielwand für das Spielzimmer der Kinderklinik. Gleichzeitig war ein Mitarbeiter des TÜV vor Ort, der die Konstruktion genau unter die Lupe nahm. Fast zwei Tage haben die Akzo-Nobel-Mitarbeiter gebraucht, um das Spielgerät auf den neuesten Stand zu bringen. So mussten zum Beispiel in mühevoller Arbeit die Schmuckelemente auf den Schiebeteilen zusätzlich mit Schrauben gesichert werden. Entworfen wurde die Spielwand ursprünglich von der Industrie-Designerin Dana Däweritz. Geschäftsführer Klaus H. Kuhlage äußerte sich stolz über das soziale Engagement seiner Mitarbeiter und freut sich über die Möglichkeit, die finanzielle Unterstützung für solche Aktivitäten bereitstellen zu können.


20. April 2010 /OTZ

Heike Taubert bleibt Kreisvorsitzende der SPD

Vorstandswahl in der „Schönen Aussicht“

Berga (Kern).

Die Kreisvorsitzende der SPD, Heike Taubert, ist am Sonnabend in der Bergaer Gaststätte „Schöne Aussicht“ auf der Vorstandswahl des Kreisverbandes der Sozialdemokraten einstimmig im Amt bestätigt worden. Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit wird nun für weitere zwei Jahre die Geschicke des SPD-Kreisverbandes Greiz leiten. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde ihr bisheriger Stellvertreter, Mike Stieber (Zeulenroda), der künftig durch den neuen stellvertretenden Vorsitzenden, Veit Kern (Greiz), begleitet wird. Die fünf Beisitzer Harald Seidel, Michael Hendel, Wolfgang Seifert, Ines Watzek (alle Greiz) und Sigrid Siegmund (Weida) ergänzen den Vorstand. Thomas Liehr (Ronneburg) wird weiterhin als Schatzmeister fungieren. Auf der Tagesordnung stand zudem auch die Diskussion aktueller Themen wie etwa das SPDModell der Thüringer Gemeinschaftsschule, die demnächst in einigen Kommunen in die Aufbauphase startet. Im Mittelpunkt hierbei steht das längere gemeinsame Lernen. Diskutiert wurden auch die dringend erforderlichen Änderungen im Bereich der Kinder- und Familienpolitik, wie die Einstellung weiterer 2000 Erzieherinnen in den Thüringer Kindertagesstätten - Ziele, für die sich auch das noch bis Juni laufende Volksbegehren „Für eine bessere Familienpolitik“ einsetzt.


20. April 2010 /OTZ

Exkursion auf dem Dienstplan

Matthias Ludwig, stellvertretender Wehrführer der Greizer Stützpunktfeuerwehr (rechts), erklärt der Jugendfeuerwehr aus Reinsdorf, hier mit Jugendfeuerwehrwart Matthias Singer, die Ausrüstung des Standortes in der Greizer Weberstraße. Auch viele Schulklassen informieren sich vor Ort über die Arbeit der Feuerwehr.
Matthias Ludwig, stellvertretender Wehrführer der Greizer
Stützpunktfeuerwehr (rechts), erklärt der Jugendfeuerwehr aus
Reinsdorf, hier mit Jugendfeuerwehrwart Matthias Singer, die
Ausrüstung des Standortes in der Greizer Weberstraße. Auch
viele Schulklassen informieren sich vor Ort über die Arbeit
der Feuerwehr.
Foto: OTZ/Christian Freund

Reinsdorfer Floriansjünger lernen Ausrüstung der Greizer Stützpunktfeuerwehr kennen

Von Kathrin Schulz Greiz/Reinsdorf (OTZ).

Strahlrohre, Kübelspritzen, Schaumzumischpumpe, Spreizer und Sprungpolster - aufmerksam hören die 8- bis 14- jährigen Mitglieder der Reinsdorfer Jugendfeuerwehr zu, wenn ihnen Matthias Ludwig, stellvertretender Wehrführer der Greizer Stützpunktfeuerwehr und Joachim Würker, Wehrführer der Reinsdorfer Feuerwehr die Ausrüstung am Standort in der Greizer Weberstraße erklären. Natürlich hat es ihnen die große Drehleiter der Greizer, die sich bis auf 30 Meter ausfahren lässt, besonders angetan. Aber auch der stationäre Wasserwerfer oder der 2000-Liter-Tank im Löschfahrzeug, der die Zeit zum Aufbau der Wasserversorgung überbrücken kann, bleiben nicht ohne Eindruck auf die Feuerwehrneulinge, die seit August 2009 in der Jugendfeuerwehr ihre Ausbildung absolvieren. „Wir wollen bei den Jugendlichen das Interesse am Dienst in der Feuerwehr wecken“, erklärt gestern Jugendfeuerwehrwart Matthias Singer. Zurzeit ist das neunköpfige Team dabei, Knoten und Stiche zu erlernen. Exkursionen, wie die gestrige nach Greiz, stehen selbstverständlich auch auf dem Dienstplan, meint Singer. Der achtjährige Franz-Josef war gestern erstmals zum Schnuppern dabei. Und er ist sich ziemlich sicher, dass er bei der Reinsdorfer Jugendfeuerwehr weiter mitmacht. Das einzige Mädchen in der Mannschaft, die zehnjährige Natalie, findet die Feuerwehrausbildung inmitten der Jungsriege „anstrengend, aber lustig.“ Fast ihre gesamte Familie ist bei der Feuerwehr.


Wir legen großen Wert auf Freundschaft und Kameradschaft unter den Jugendlichen.

Matthias Singer, Jugendwart


Deshalb und auch weil es einfach interessant ist, hat auch sie sich gern der Reinsdorfer Jugendwehr angeschlossen. Zweimal monatlich, jeweils am Montag von 16.30 bis 18 Uhr steht für die Floriansjünger die Ausbildung der Jugendfeuerwehr auf dem Dienstplan. Und während gestern auf dem Hof der Greizer Stützpunktfeuerwehr noch zwei Chemikalienschutzanzüge an der Luft trockneten, sahen die Reinsdorfer zu, wie Matthias Ludwig die große Drehleiter ausfuhr. Übrigens: Wenn hier mal der Strom versagt, kann es per Handbetrieb bis zu vier Stunden dauern, eh die Rettungsleiter wieder unten ist.


20. April 2010 /OTZ

Der erste Mohlsdorfer Buchbasar lädt seit gestern zum Schmökern ein.
Der erste Mohlsdorfer Buchbasar
lädt seit gestern zum
Schmökern ein.

Mehr als 1000 Bücher aden zum Stöbern ein

Buch-Flohmarkt im Mohlsdorfer Jugendclub

Mohlsdorf (OTZ/M. Hilbert).

Da die Räumlichkeiten des Mohlsdorfer Jugendclubs laut Eva Stegers „viel zu oft leer stehen“, hat sich die Leiterin der Mohlsdorfer Bibliothek für die Woche des Lesens etwas besonderes einfallen lassen. Um die Räume auch tagsüber mit Leben zu füllen, sind in dieser Woche alle Buchliebhaber zum ersten Bücher- Trödelmarkt eingeladen. Ob Kinderbücher, Groschenromane, Krimis, Sachbücher oder regionale Literatur - in dem großen Angebot aus über 1000 Büchern gibt es kaum etwas, was es nicht gibt. Neben privaten Anbietern sind auch der Arbeitslosenselbsthilfe und der Greizer Buchverlag König beim Flohmarkt mit von der Partie. Frank Knüpp ist einer der privaten Verkäufer. Mit Blick auf den großen Bücherberg an seinem Stand meint er: „Das ist nicht einmal die Hälfte meiner Bücher. Ich habe unlängst in kürzester Zeit vier Buchsammlungen übernommen.“ Eine Bestandsliste habe er nicht, „wer wissen will, was es gibt, muss herkommen und stöbern.“ Damit die Gäste des Jugendclubs auch ein wenig in der Einrichtung verweilen, werden neben einer Leseecke auch Speisen und Getränke angeboten und mit den Händlern stehen kompetente Gesprächspartner für die eine oder andere Fachsimpelei zur Verfügung. „Bisher hält sich das Interesse zwar noch in Grenzen, aber wir sind für die Woche recht zuversichtlich“, meint Bibliothekschefin Stegers. Sollte der Zuspruch sich aber als zufriedenstellend erweisen, so ist sie sich sicher, dass der Trödelmarkt keine Eintagsfliege bleibt: „Ein bis zweimal im Jahr kann ich mir so eine Aktion durchaus vorstellen.“ Für diese Erstauflage ist ihr ausgegebenes Ziel jedoch noch sehr bescheiden: „Ich hoffe, dass wir uns von den Erlösen aus dem Buchbasar einen günstigen Drucker für die Bibliothek leisten können.“ Für alle die, noch nicht vollends überzeugt sind, ob sich ein Besuch des Bücher- Flohmarktes lohnt, hält Eva Stegers noch ein weiteres Argument bereit: Zur Eröffnung am Montag stellte Ortschronist Gerd Richter seine umfassende Chronik für die Gemeinde Mohlsdorf mit ihren Ortsteilen vor. Diese ist seit dieser Woche ausschließlich am PC der kleinen Dorfbibliothek einsehbar. „Wer sich für die Geschichte von Mohlsdorf von der Erstbesiedlung bis heute interessiert, kann gerne seinen Ausflug zum Buchbasar nutzen, um darin zu schmökern“, so Stegers. Gelegenheit dazu gibt es noch bis Donnerstag. Bis dahin ist der Bücher-Trödelmarkt täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am Freitag schließlich wird die Lesewoche mit dem Tag des Buches beschlossen und der Mohlsdorfer Jugendclub lädt anlässlich dieses Tages zum Kinderfest ein.


20. April 2010 /OTZ

Apfelbaum heißt Habermann

Schauspielerin Eva Habermann ist Gast der Greizer Reihe „Prominente im Gespräch“

Gespräch: Ilona Berger

Eva Habermann ist der nächste Gast der Reihe „Prominente im Gespräch“ in Greiz. Die Hamburger Schauspielerin liest am 22. April aus dem Märchen von Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“
Viele Schauspieler wählen dieses Werk für Lesungen. Was hat Sie bewogen?
Ich kenne keine Geschichte, die so phantasievoll für das Kind im Erwachsenen geschrieben ist, wie diese. „Der kleine Prinz“ trifft auf seiner Reise Menschen, denen man auch heute noch begegnen kann. Zudem eignet sich das Märchen sehr gut zum Vorlesen, weil ich verschiedene Rollen spielen kann.
Warum begleitet Sie eine Klavierspielerin?
Beim „kleinen Prinzen“ kann der Zuhörer zwischendurch ein bisschen träumen und den Bildern im Kopf nachgehen. Das geht am besten mit Musik.
Der Autor war ein rastloser Mensch. Sind Sie es auch?
Ja, weil ich viel und gern unterwegs bin. Da ich momentan glücklich im Herzen bin, kann ich Ruhe besser genießen. Saint-Exupéry lebte als Flieger gefährlich.
Welche bedrohlichen Drehs liegen hinter Ihnen?
Beim Drehen der Action-Filme „Der Clown“ und „Die wilden Engel“ gab es bedenkliche Situationen, so der Fünf-Meter Sprung mit einem Auto über eine Rampe. Dann hing ich an einem Hubschrauber und bin während der Autobahnfahrt auf der Ladefläche eines LKWs herumgeklettert. Da ich eher ein vorsichtiger Mensch bin mache ich Stunts nur, wenn es die Rollen unbedingt verlangen.
Nach dem französischen Autor wurde der Asteroid 2578 benannt und ihm eine 50-Francs- Note gewidmet. Welche Ehrungen wurden Ihnen zu teil?
Vor einer Woche habe ich im Alten Land bei Hamburg eine Apfelpatenschaft geschenkt bekommen. Und dieser Baum der Sorte Elstar trägt meinen Namen.
Der Grund für das Geschenk?
Ich habe für die Sendung im WDR „Wunderschön“ einen Bericht über das Alte Land, Deutschlands größtes Obstanbaugebiet, gedreht. Der Landstrich ist ein idyllisches und grünes Fleckchen Erde.
Eva Habermann liebt die Natur?
Sehr. Ich bin gern draußen, liebe Surfen, Reiten und Wandern. Viel frische Luft werden Sie bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg haben.
Worauf freuen Sie sich als Salondame Kitty LaBelle?
Ich kann spielen, reiten, tanzen und singen. Gesangsunterricht nehme ich noch bei Jane Comerford, Sängerin von Texas Lightning . Und natürlich freue ich mich auf den direkten Kontakt zum Publikum. Der ist auch bei einer Lesung gegeben.
Wie lange werden Sie in Greiz bleiben?
Eine Nacht. Ich bin sehr gespannt auf diese Stadt, sie scheint idyllisch zu sein.

Termin: 22. April, 19 Uhr, Weißer
Saal des Unteren Schlosses Greiz,
Eintritt ist frei.


20. April 2010 /OTZ

Fehlentscheidung kostet Sieg

Im letzten Augenblick kann der Rositzer Keeper diesen Greizer Torschuss klären.
Im letzten Augenblick kann der Rositzer Keeper diesen
Greizer Torschuss klären.
Foto: Lutz Zürnstein

Fußball, Männer, Bezirksliga Staffel 4: SG Greiz geht am Wochenende leer aus
SV Rositz -SG 1. FC/Chemie Greiz 1:0 (0:0)

Rositz (OTZ/F. Brettfeld).

Die Männer vom Tempelwald, wegen der Verletztenmisere noch immer ersatzgeschwächt, hatten ihre erste Möglichkeit im Spiel gegen Rositz nach sieben Minuten, als Jens Gäbelein aus 18 Metern abzog und der Rositzer Torwart nur zur Ecke klären konnte. Rositz wurde stärker und Torwart Jens Paulitz musste mehrfach all sein Können aufbieten, damit seine Mannschaft nicht in Rückstand geriet. So in der 15. Minute, als er einen strammen Schuss aus 16 Metern sicher hielt. Die Gastgeber hatten die besseren Chancen, aber in Paulitz ein unüberwindbares Hindernis im Greizer Kasten. So in der 30. Minute, als Thomas Czajka gleich drei Greizer austanzte, über Links in den Strafraum eindran und aus kurzer Distanz abzog. Kurz darauf war es wiederum Czajka, der allein aufs Greizer Tor stürmte und in Paulitz seinen Bezwinger fand (33.). Vor der Pause noch eine Glanztat vom Greizer Torwart, als er einen Konter entschärfen konnte (42.). Pellmanns Schuss auf der Gegenseite stellte keine Gefahr für den Rositzer Keeper dar (45.). Nach Wiederanpfiff passierte bis zur 57. Minute nichts Aufregendes. Dann folgte der beste Angriff der Greizer: Denny Dreßler im Zusammenspiel mit David Himmer im Mittelfeld. Dieser passte hervorragend in den Lauf von Philipp Gneupel. Statt jedoch in aussichtsreicher Position selbst zu vollenden, legte er quer zu Heiko Eichhorn, dessen Kopfball ins Aus ging (58.). In der 61. Minute verhinderte wieder Jens Paulitz mit einer Klasseparade die Gastgeberführung. Machtlos war er dann aber in der 65. Minute. Nach einer fehlerhaften Freistoßentscheidung des Schiedsrichters legte sich André Kahnt den Ball zurecht und zirkelte ihn ins linke obere Eck zur nunmehr verdienten 1:0-Führung - ein Traumtor. Die Greizer Gäste, nicht zuletzt wegen einiger Fehlentscheidungen des Schieris und der schweren Partie von Freitag, fanden nicht ins Spiel zurück. Dem „Besten Mann“ auf dem Platz, Jens Paulitz, war es zu verdanken, dass es zu keiner höheren Niederlage kam.

Greiz: Paulitz, Nitschke (63. Körner), Speicher, Schimmel, Pellmann, Mätzke (46. D. Himmer), Gäbelein, Gneupel, M. Himmer, Dreßler, Eichhorn.


20. April 2010 /OTZ

Greiz verliert durch 15 schwache Minuten

Viel Chancen wurden vom Greizer Torwart Paulitz vereitelt.
Viel Chancen wurden vom Greizer Torwart Paulitz vereitelt.
Foto: Lutz Zürnstein

Fußball, Männer, Bezirksliga Staffel 4: Altenburger Reserve gewinnt auf dem Tempelwald
SG 1.FC/Chemie Greiz - SV Motor Altenburg II 2:3 (1:1)

Greiz (OTZ/Frank Brettfeld).

In der Nachholepartie empfing das Greizer Team die spielstarke Landesligareserve von Motor Altenburg. Vor dem Anpfiff wurde Aike Poetschlag vom 1. FC Greiz für sein ehrenamtliches Engagement vom Kreisfachausschuss Greiz geehrt. Gegen den derzeitigen Tabellenzweiten entwickelte sich von Beginn an ein gutklassiges Bezirksligaspiel. Die Greizer hatten auch die erste Torchanche in der 2. Minute. David Himmer konnte sich im Dribbling durchsetzen und den Gästekeeper Steiniger mit Flachschuss aus 18 Metern prüfen. In der 13. Minute der erste Auftritt vom schnellen Gentsch. Er umspielte zwei Greizer und konnte nur mit letzten Einsatz im Strafraum auf Kosten einer Ecke gebremst werden, die jedoch von Jens Paulitz gekonnt abgefangen wurde. Ab der 20. Minute beruhigte sich das Spiel, ohne zu verflachen. Mario Himmer und Rico Pellmann auf Greizer Seite und Gäste-Kapitän Maik Rott gefielen mit starken Aktionen im Mittelfeld. Die Greizer Abwehr, von Martin Speicher gut organisiert, hatte immer wieder brenzlige Situationen zu lösen. Das umjubelte Führungstor gelang den Greizern nach einer Ecke von Himmer. Philipp Gneupel konnte diese mit schönen Kopfball zum nicht unverdienten 1:0 einnicken (40.). Doch die Gäste konnten bereits in der 43.Minute zum 1:1-Ausgleich zurückschlagen. Ein Freistoß wurde unglücklich von Erik Nitschke abgefälscht und landete im eigenen Tor. Nach dem Seitenwechsel kamen für die Greizer unerklärliche 15 Minuten, in denen eklatante Zweikampfschwächen zu zwei Gegentoren führten. Erst vollendete Enders mit schönen Schuss aus fast 20 Metern zum 1:2 (51.). Dann zogen die Altenburger ihr schnelles Konterspiel auf und wurden in der 56. mit dem 1:3 belohnt. Hentschel konnte mit Flachschuss aus acht Metern abschließen. Die Greizer schienen geschockt und kamen nur langsam zurück ins Spiel. Als Denny Dreßler in der 76. Minuite einen langen Pass erlaufen konnte und den Ball am gegnerischen Torwart vorbeilegte, konnte ihn Steiniger wie im Hinspiel nur durch Foul im Strafraum bremsen. Folgerichtig musste Schieri Liebig auf Rot für den Torwart und Strafstoss entscheiden. Heiko Eichhorn verwandelte gekonnt zum 2:3-Anschluss. Angepeitscht von den Fans, mobilisierte die Heimelf die letzten Reserven, ohne aber zum Ausgleich zu kommen. Fazit: Ohne Biss in der Zweikampfführung und Defensivarbeit auch von den Offensivkräften kann man gegen spielstarke Mannschaften wie Altenburg nicht bestehen.

Greiz: Paulitz, Speicher, Nitschke, Schimmel, Pellmann, Gneupel (56. Körner), D. Himmer (63. Mätzke), M. Himmer, Gäbelein, Eichhorn, Dreßler.


20. April 2010 /OTZ

Greizer Radsportler Thiel wird 18. in Cottbus

Fabian Thiel
Fabian Thiel
Foto: Otto

Radsport, Cottbuser Etappenfahrt

Cottbus (OZTZ/Margit Otto).

Vor kurzem fand die Internationale Cottbuser Etappenfahrt für Junioren statt. Am Start waren 21 Teams mit 126 Sportlern, darunter die Nationalmannschaften aus Tschechien und Polen. Vom 1. RSV 1886 Greiz war Fabian Thiel im Trikot des Thüringer-Energie-Juniorteams am Start. Die 1. Etappe war ein Straßenrennen über 77,2 Kilometer, dabei galt es, vier Runden zu je knapp 20 Kilometer zu absolvieren. Beflügelt durch seine Erfolge der letzten Woche, fuhr Fabian ein sehr offensives Rennen, drei Mal gelang es ihm, sich vom Feld zu lösen. Doch er wurde immer wieder eingeholt. Für den Zielsprint fehlte dann die Kraft, so dass Fabian mit dem Hauptfeld über die Ziellinie rollte. Am nächsten Vormittag wurde ein 12,7 km langes Einzelzeitfahren ausgetragen. Zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison konnte Fabian Thiel einen guten 18. Platz belegen. Kevin Predatsch vom Thüringer-Energie-Juniorteam gewann das Zeitfahren und eroberte das Gelbe Trikot. Am Nachmittag fand bei widrigen Wetterbedingungen die dritte Etappe statt. Das Rundstreckenrennen führte über 40 Runden à 1,5 km. Um das Feld auseinander zu reißen und somit das Gelbe Trikot zu sichern, beorderte der Kapitän der Thüringer, Fabian Thiel, alle sechs Fahrer an die Spitze des Feldes. Nach dieser tollen Teamleistung blieb das Gelbe Trikot in eigenen Reihen. Die Schlussetappe am nächsten Morgen führte über 136,5 km. Das Hauptziel bestand darin, das Führungstrikot mit nach Thüringen zunehmen. Letzten Endes konnte Fabian mit seinen Mannschaftskollegen dieses Ziel erreichen. Kevin Predatsch gewann die Rundfahrt und Fabian Thiel erfuhr sich einen sehr guten 18. Platz. Diese Etappenfahrt zeigte, dass es wieder aufwärts geht und lässt Thiel optimistisch an seine Ziele für die Saison angehen.


20. April 2010 /Dr. Sigmund Jähn

Die Tunguskakatastrophe aus der Sicht eines Kosmonauten

Sigmund Jähn während einer Veranstaltung im Greizer Theater zum Thüringentag 2009.
Sigmund Jähn während einer Veranstaltung im Greizer Theater
zum Thüringentag 2009.
Foto: Wolfgang Trommer

Ich danke Herrn Dr. Sigmund Jähn herzlich dafür, diese interessante Ausarbeitung hier veröffentlichen zu dürfen. Im Frühherbst wird der Wissenschaftler und erste Deutsche im Weltall nach Greiz kommen, um zur Thematik "Tunguska" zu referieren. Antje-Gesine Marsch

Um von Anfang an keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Auf die Bitte des verehrten Herrn Prof. Polzer hin war ich einverstanden, meine Sicht auf jene fernen Ereignisse in der sibirischen Taiga darzustellen. Das will ich gern tun. Es handelt sich also bei meinen Ausführungen nicht etwa um die Sicht der Kosmonauten; nicht um die Betrachtungsweise einer relativ jungen Berufsgruppe, die gemeinsam etwas von Raumschiffen und Schwerelosigkeit versteht und das Tunguska-Problem unter einem bestimmten Blickwinkel betrachtet. Es handelt sich in meinem Vortrag um meine ganz persönliche Sicht, die sich wahrscheinlich genauso von der Betrachtungsweise anderer Raumfahrer unterscheidet, wie sich auch die hundert Varianten der Fachwissenschaftler - Astronomen, Meteoritenforscher, Geologen, Biologen - zum Tunguskaphänomen von 1908 ganz oder zum Teil voneinander unterscheiden.
Deshalb wiH ich mich auch gar nicht allzusehr mit den Theorien der Experten auseinandersetzen, die seit Jahrzehnten mit scheinbar wachsender Freude dem Tunguska-Problem auf der Spur sind. (Und wohl insgeheim hoffen, dass diese Geschichte immer rätselhaft bleiben möge!) Worum ich sie beneide, ist, dass diese enthusiastischen Leute von Zeit zu Zeit die Gelegenheit haben, diese für Zentraleuropäer sagenhaft abgelegene und für Menschen, die sich den Sinn für die Schönheit urspünglicher Natur erhalten haben, fast unbewohnte, märchenhafte Taiga sozusagen von Berufs wegen hin und wieder zu wissenschaftlichen Zwecken aufzusuchen.
Das jedenfalls verbindet mich mit den Tunguska-Spezialisten. Natürlich bin ich über die unendlichen Wälder zwischen Jennisej und Lena geflogen und hatte von ihnen eine Vorstellung. Mein inniges Verhältnis zur sibirischen Taiga beruht aber darauf, dass ich 1994 die Möglichkeit hatte, an einer ökologischen Expedition nach Ewenkien teilzunehmen. Allerdings sind wir mit zwei Flößen etwas nördlicher, (tausend Kilometer sind in jenen Regionen keine Entfernung) nämlich im Flussgebiet der Niederen Tunguska unterwegs gewesen, während das eigentliche "Tunguska-Problem" bekanntlich im Flussgebiet der Podkamenoj Tunguski, der Steinigen Tunguska, zu finden ist. Im Zusammenhang mit dieser Expedition von 1994 und den Freunden, die ich dabei gewonnen habe, bekam ich dann eine Einladung zur Teilnahme an der Tunguska-Jubiläumskonferenz vom Juni-Juli 1998 nach Krasnojarsk, die ich glücklicherweise vom Sternenstädtchen bei Moskau aus wahrnehmen konnte. Auf meine Erfahungen mit dieser Konferenz werde ich mich im wesentlichen auch beziehen. Meine Vorstellungen über das Ereignis von 1908 bis zu diesem Zeitpunkt beruhten auf den Veröffentlichungen in der populärwissenschaftlichen Presse in Deutschland. Einleuchtend schien (und scheint mir eigentlich noch heute) die Version eines Stein- und Eiskometen, der entweder in den dichten Schichten der Atmosphäre zur Explosion kam oder doch auf die Erde aufschlug. Seit Krasnojarsk bin ich aber auch unter die Zweifler geraten. Vielleicht war es doch ein Meteorit? Oder ein Kugelblitz? Oder ein tektonisches Beben? Auf keinen Fall aber ein Raumschiff vom Mars! Sicher ist, dass ich den 100 bereits existierenden Versionen heute nicht die hundertundsoundsovielte hinzufügen will.
Seitdem ich in den Konferenzpausen von Professor Nikolai Wladimirowitsch Wassiljew und seinen Mitstreitern in die Diskussion über das berühmte Ereignis meinbezogen wurde, versuche ich allerdings, aus dem Wunderhorn der Deutungsversionen die schönste herauszufinden und mich ihr anzuschliessen. Aber selbst das ist nicht so einfach. Sicher scheint offenbar für viele (nicht für alle!) nur zu sein, dass in den Morgenstunden des 30. Juni 1908 aus den Weiten des Weltraums kommend, ein "kosmisches Objekt" in die Atmosphäre der Erde eindrang und in den fernen, kaum bewohnten Regionen der Taiga fast nur, und glücklicherweise nur, gewaltige Zerstörungen des Waldmassives hervorrief.
Der Umfang der offenen Fragen und der sich oftmals einer plausiblen wissenschaftlichen Deutung widersprechenden, sonderbaren Erscheinungsbilder liegt auf der Hand. Diesem Faktor haben es die "Tunguska-Anhänger" offenbar zu verdanken, dass sie sich seit Jahrzehnten mit wachsendem Erfolg immer neuen Theorien zuwenden können und eine von allen anerkannte Lösung des Problems nicht in Sicht ist.
Für mich zählen zu solchen, in den Diskussionen um Meteorit, Komet, nukleare Explosion in der Atmosphäre, fremdes Raumschiff vom Mars oder nicht vom Mars, sich einander widersprechenden Erscheinungsbildern, unter anderem die folgenden:

  • dass bisher keine Meteoritensplitter gefunden wurden;
  • dass in der Nähe des Epizentrum ein rätselhaftef grosser Stein (John's Stein) gefunden wurde, der von manchen mit dem Ereignis in Zusammenhang gebracht wird:
  • dass das Nichtvorhandensein von Kratern nicht schlüssig erklärt werden kann;
  • dass der Wald nicht völlig abrasiert wurde, sondern im "Zentmm des Ereignisses" sogar Äste an den Bäumen verblieben;
  • dass Zeugen von der "zylindrischen Form" einer sich auf die Erde zubewegenden Leuchterscheinung berichtet haben (oder auch von einer Scheibe);
  • dass der Himmel an mehreren Tagen nach dem Fall leuchtete, sichtbar in weiten Teilen Sibiriens und Europas, oder wenigstens heller war als gewöhnlich. Es gibt Aussagen über die Beobachtung von Silberwolken am Himmel;
  • dass seismische Beobachtungsstationen das Ereignis eindeutig verzeichneten, was gegen eine Explosion in der Atmosphäre, aber dafür spricht, dass der Himmelskörper die Erdoberfläche erreicht hat;
  • dass eine Druckwelle auftrat, die durchaus mit der einer atomaren Explosion in der Atmosphäre vergleichbar zu sein scheint;
  • dass die in der Nähe des "Zentrums des Ereignisses" stehengebliebenen Bäume ein ungewöhnlich schnelles Wachstum aufweisen. Die Rede ist von genetischen Veränderungen der Pflanzenwelt. Diese Erscheinung wird, wie zu hören ist, in den Gebieten, wo vor Jahrzehnten Kernwaffenversuche unternommen wurden, ebenfalls festgestellt;
  • dass es ein Areal geben soll, das eine sonderbare, auf die Psyche der Besucher gerichtete, bedrückende Wirkung habe. Es wird auch über Schwefelgeruch berichtet;
  • dass die Richtung der umgelegten Stämme auf eine Änderung der Anflugrichtung, sogar auf eine Teilung des Flugkörpers hinweist,
  • dass der Flugkörper beim Absturz eine Art von Steuermanövern gemacht haben soll.

Das Schöne an der Sache ist, dass die genannten Erscheinungen nicht in alle Versionen gleichzeitig passen. Zum Beispiel: Das Bild der im Epizentrum stehengebliebenen Bäume passt nicht zu einer Kernexplosion in der Atmosphäre. Die Theorie einer Wasserdampfexplosion am Boden hingegen erklärt dieses Bild.
Ich bin nicht so anmaßend, hier eine Diskussion über solche und andere, oft sich einander ausschliessende, Erscheinungen zu beginnen. Das haben ganze Generationen ernsthafter Wissenschaftler, Laienforscher und auch hoffnungsvolle Phantasten seit Jahrzehnten getan. Allerdings erlaube ich mir, zwei (auch nicht unbekannte) Beobachtungen niederzuschreiben, die ich in meiner Tätigkeit als Flugzeugführer und Inspekteur bei der Untersuchung von Flugunfällen bestätigt gefunden habe:
Die erste möchte ich auf die Suche von materiellen Teilen in versumpften Gebieten beziehen. Ich erinnere mich an den Absturz eines unserer Jagdflugzeuge in ein immerhin begehbares Sumpfgelände. Der Flug und das Aufschlagen des Flugzeuges waren beobachtet worden. Wir hatten die Absturzstelle im Prinzip also nicht zu suchen. Als wir sie mehrere Stunden nach dem Unfall betraten, war so gut wie nichts zu sehen. Es gab fast keine Narbe in der Pflanzenbedeckung, geschweige denn einen Trichter. Das Bergen der Teile, selbst mit Spezialtechnik, erwies sich als unmöglich. Der gebaggerte Trichter rutschte unmerklich, aber sicher, nach. Ich kann mir die Lage von Leonid Kulik vorstellen, der zwanzig Jahre nach dem "Fall eines Meteoriten" in einem zum Teil versumpften Gebiet mit einigen Kilometern Ausdehnung in der Taiga nach Meteoritensplittern suchte. In diesem Zusammenhang gefällt mir eine der aufgestellten Tunguskathesen, wonach sich der ursprünglich gebildete Trichter mit Wasser gefüllt haben könnte und sich am Fallort erst dann ein Sumpf mit ca. 3-5 km Durchmesser bildete. Der erste richtige "Untersucher" kam ja an die Tunguska erst nach 20 Jahren!
Meine zweite Bemerkung bezieht sich auf die Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen. Befragt man zehn Zeugen nach ihren Beobachtungen beim Absturz eines Flugzeuges, finden sich garantiert welche darunter, die einen Brand beobachtet haben; obwohl das Flugzeug, nach späteren objektiven Erkenntnissen, gar nicht gebrannt haben kann. Nicht umsonst sagt man in Untersucherkreisen: "Er lügt wie ein Augenzeuge". Auf der anderen Seite weiß ich wohl, dass man sich selbst davor hüten muss, Zeugenaussagen von Anfang an subjektiv zu werten, sonst schliesst man unter Umständen eine wichtige Beobachtung von vornherein aus. Auf das Tunguska-Ereignis bezogen, beruht ein Teil der Zeugenaussagen offenbar auf zwanzig Jahre alten Erinnerungen, die zudem noch mit anderen Beobachtern diskutiert und unabsichtlich abgestimmt werden konnten. Ich denke in diesem Zusammenhang an Zeugenaussagen, die Felix Siegel in seinem Buch "Das Tunguska-Phänomen" anführt. Er sagt: "1966, als ich die Flugbahn des Tunguska-Körpers in der Atmosphäre und die Aussagen von Augenzeugen studierte, kam ich zu der Erkenntnis, dass es unmöglich ist, die Aussagen über die südliche und östliche Flugbahn (also die entsprechenden Bebobachtungen darüber, denen er vertraut - S.J.) in Übereinstimmung zu bringen sowie eine von ihnen auszuschliessen." Oder weiter: "Die Geschwindigkeit des Tunguska-Körpers beim Zusammentreffen mit der Erde, wenn es ein Komet oder Meteorit war, konnte nicht weniger als 1 I ,2 km/s betragen, jedoch fiel sie im Raum von Iljinsk nach der Aussage von N.N. Potjuchinski bis auf 1 km/s ab." (Wie hat man denn 1908 eine mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit in Bodennähe gemessen? Ja, sie konnte gar nicht erreicht werden. Der aerodynamisch günstig gestaltete, fallende, Landeapparat eines "richtigen" Raumschiffes wird schon in der Tropopause durch den Luftwiderstand auf Unterschallgeschwindigkeit abgebremst!) Im weiteren werden diese und ähnliche Beobachtungen über Manöver im Gleitiiug als ein ernsthaftes Argument der Möglichkeit für eine künstliche Natur des Tunguska-Phänomens, also für ein fremdes Raumschiff, gedeutet. Auf diesen Aspekt möchte ich gern später noch einmal zurückkommen.
Im übrigen muss ich eingestehen, dass ich selbst, während der Konferenz und in den Diskussionen in Krasnojarsk, ganz unterschiedliche Versionen einleuchtend fand - wenn sie nur überzeugend vorgetragen und beweiskräftig begründet wurden. Die Zweifel kamen meist erst in den, dem Vortrag folgenden Diskussionen, wo es um das Für und Wider der "objektiv" festgestellten Begleitumstände ging. Ich berufe mich auf Herrn Prof. Wassilijew, wenn ich sage, dass sich die Vielzahl der existierenden Tunguskavarianten in drei Gruppen zusammenfassen lässt. Und zwar:

  1. Ein Zusammenstoß der Erde mit einem kleinen Himmelskörper des Sonnensystems; einem Asteroiden (Meteoritentheorie) oder Kometen.
  2. Ein Klumpen kosmischen, wahrscheinlich von der Sonne abgerissenen Plasmas, also eine Art "kosmischer Kugelblitz".
  3. Die "Technogene Variante", also das irgendwie verunglückte Raumschiff.

Ich wage es, eine Gruppe zu ergänzen, weil sie in die drei vorhergehenden nicht einzuordnen ist:

4. also eine tektonische Variante. Hier wird das Tunguska-Ereignis als Resultat der Selbstorganisation des geologischen Raumes der Erde gesehen.

Die Einschränkung in Gruppen ist zumindest ein Lichtstrahl im Dschungel der Versionen. Ich kann nicht umhin, einige davon vorzutragen, die mich während der Konferenz stark beeindruckt und zum Nachdenken angeregt haben.

1. Eine Meteoritenversion (Autor Jaroslaw Slawjanow)

Am Morgen des 30. Juni fiel in die von Nebel bedeckte Taiga, in ein von Flüssen und Sümpfen durchzogenes Gebiet, ein verhältnismässig kleiner Stein-Meteorit. Einen kurzen Zeitraum vor dem Kontakt mit der Erdoberfiäche hatte der "Körper" des Meteoriten seine kritische Temperatur erreicht und verwandelte sich in eine glühende Wolke mit Resten des geschmolzenen Kerns. Beim Kontakt mit dem Kondensat des dichten Nebels, der an diesem Morgen über der Taiga lag, und des hohen Wassergehaltes des versumpften Epizentrums schuf die hocherhitzte Gashülle um den Kern augenblicklich einen gewaltigen natürlichen Dampfkessel, der explodieren musste. Die Wasserdampfexplosion und die Explosion der Gashülle vereinigten sich zu einer gewaltigen Geräuschkulisse. Die Reste des geschmolzenen Kerns prallten mit einer Art von Federwirkung von der gewaltigen Dampfsäule ab und setzten ihr Werk - auseinanderspritzend - in einer geänderten Richtung fort. Dabei fielen die kleineren Teile, den Gesetzen der Flugbahnmechanik folgend, in geringerem Abstand vom Epizentrum der Explosion auf den Boden, grössere in einer Entfernung von einigen hundert Kilometern in Flugbahnrichtung. Die Gashülle jedoch und die Staubpartikel wurden durch die Wucht der Explosion in höhere Schichten der Atmosphäre geschleudert, wo sie von den globalen Luftmassenbewegungen erfasst und auf weite Entfernungen davongetragen wurden. Das Leuchten einer ionisierten Gaswolke und staubartiger Teile wurde am Himmel Norwegens und anderer Länder Skandinaviens registriert. Was die Flugbahn des in tausend Teile auseinanderberstenden Kerns entlang der veränderten, zweiten Flugbahn betrifft, so gibt es Zeugenaussagen, wonach im Gebiet Partisanski zum fraglichen Zeitpunkt erbsengrosse Steinchen vom Himmel fielen.
Slavjanow erklärt das beobachtete beschleunigte Wachstum bei Bäumen im Epizentrum folgendermassen:
Das Kondensat der explosiven Dampfsäule fiel nach dem Abklingen der Explosion im Bereich des Epizentrums als heisser Regen nieder und hat im Umkreis den Dauerfrostboden weit tiefer aufgetaut als das sonst in der Sommerperiode der Fall ist. Es ist eine Art Oase mit günstigeren Wachstumsbedingungen entstanden.

2. Eine Kometenversion (Autor G. Bybin)

Der Tunguskakörper ist ein "ausgetrockneter" Komet. Im Ergebnis physkalischer und chemischer Prozesse bewahrt er den inneren Eiskern vor der weiteren intensiven Sublimation. Er hat aufgehört, einen Schweif von Meteoritenteilchen hinter sich herzuziehen und wird ohne Hilfsmittel nicht beobachtet. Damit unterscheidet er sich äusserlich nicht von einem Asteroiden. Das erklärt zunächst sein unerwartetes Erscheinen in Erdnähe.
Ein ausgetrockneter Komet ist potentioneller Träger explosiver chemischer Energie, die in den Kristallen gashydriert gespeichert ist. (Methan, Ammoniak, Kohlenoxid und andere gefrorene Gase). Bei Temperaturerhöhung entsteht aus einem bestimmten Eisvolumen mehr als das 150-fache an Gasvolumen.
Damit lässt sich erklären und folgern:

  • Der unter der steinigen Kometenoberfläche angesammelte Ruß hat ein ausserordentlich hohes Reflexionsvermögen. Das ist die Ursache für den blendenden Feuerball, die mächtige Staubschleife und die ungewöhnlich hellen Dämmerungen über Westsibirien und Europa.
  • Das Herausspritzen von Brocken aus der Steinschicht und die explosive Erhöhung des Druckes unter der Oberfläche.
  • Das Ausströmen verdichteten Gases aus den sich bildenden Öffnungen; vergleichbar mit der Wirkung von reaktiven Steuerdüsen. Gleichzeitig werden Steine, Ruß und Staub ausstoßen.
  • Der Zerfall in die Objekte, die unter dem Einfluss der austretenden Gase, (der "Steuerdüsen") scheinbar selbständig "manöverieren".
  • Die weiche Landung des Objektes auf dem Sumpf. (Das könnte die dünne Stelle der Hypothese sein! S.J.) Die Zerlegung des hydrierten Eises. Ein schneller Prozess der Sublimation. Die Bildung einer Rauchsäule explosiven Gemisches. Die explosive Verbrennung des Methans unter Abgabe einer gewaltigen Wärmemenge. Die eigenartige Brandverwundung der Bäume. Das Diffundieren des Ammoniaks in den Taigaboden. Die vertikale, vom Erdboden aus nach oben gerichtete Explosion.
  • Ammoniak ist ein effektives, stickstoffhaltiges Düngemittel und seine Komponenten - Harnstoff, Salpetersäure - können zu Mutationen führen. Im Ergebnis kam es zu stärkerem Wachstum der Bäume und zu Mutationen
  • bei Pflanzen und Tieren.

3. Das Tunguska-Ereignis als Resultat geologischer Vorgänge. Die Rede ist von der "Selbstorganisation des geologischen Raumes". (E. Kasankowa - Institut für Erdöl- und Erdgas der Russischen Akademie der Wissenschaften)

Als Selbstorganisation des geologischen Raumes der Erde werden hier die sprunghaften Prozesse verstanden, die ein offenes, sich nicht im Gleichgewicht befindliches System, das in seiner Entwicklung einen kritischen Zustand erreicht hat, in einen neuen Zustand überführen. Bekanntlich ist die Erde nach heute gültigen Auffassungen ein Himmelskörper mit eigenem Schwerefeld, der an den komplizierten Flugbahnbewegungen im Raum im Einflussfeld anderer Himmelskörper teilnimmt. Die Erde dreht sich von West nach Ost mit einer bestimmten Winkelgeschwindigkeit. Unter Bedingungen, wo die geradlinige Bewegung der Massen mit der Drehbewegung nicht übereinstimmt, kommt es zur gegenseitigen Beeinflussung der festen, flüssigen und gasförmigen Massen der Erde. Diese Vorgänge führen zur Entstehung von, nach Grössenordnung und Massstab unterschiedlichen, zeitlich-räumlichen Strukturen, was man sich als Aufeinanderschieben von verschiedenen Segmenten vorstellen kann. Diese Prozesse sind adäquat den Rangiervorgängen geologischer Strukturen auf Blöcke und entsprechen deren gewaltigen Druck- und Deformationszuständen.
Im weiteren wird eine Systemanalyse des gegenwärtigen geodynamischen Zustandes der Kalugaer Ringstruktur vorgenommen. Die vortragende Geologin kommt zur Schlussfolgerung, dass das Spannungsfeld der Kalugaer Ringstruktur als Modell für eine mögliche Interpretation des Tunguska-Ereignisses aus der Sicht der modernen Geodynamik genutzt werden kann.
Ich will zugeben, dass diese Sicht auf das Ereignis etwas aus dem Rahmen fiel. Einige Zuhörer anderer Fraktionen brachten offen ihren Unmut zum Ausdruck. Mich hat der Vortrag wegen seines hohen wissenschaftlichen Gehaltes, und weil er etwas in mein Fachgebiet fällt, zum Nachdenken angeregt. Überdies: Die Tunguska-Haupthypothesen sind bereits mutiert - Eisenmeteoriten der 20er Jahre, den Kulik suchte, zum Steinmeteoriten 30er bis zum "kleinen Kometen", dem Kugelblitz und so weiter. Die Autoren, die in den letzten Jahren zu der Schlussfolgerung kommen, dass man der Tunguska mit einer tektonischen Erscheinung zu tun gehabt haben könnte, kann man aus der Familie wohl so einfach nicht ausschließen.

4. Die kosmogene Version - das explodierte Raumschiff

Um es gleich vorweg zu sagen: Meine größten Zweifel und Vorbehalte habe ich persönlich mit einer solchen Hypothese.
Die Anreicherung der Tunguskaversionen um die eines, in einer nuklearen Explosion in der Erdatmosphäre, verunglückten Raumschiffes geht auf den Verfasser wissenschaftlich-phantastischer Romane A. Kasanzew zurück.
Ich will natürlich niemand zu nahe treten - aber mit den Ausserirdischen hat man selbstverständlich den geringsten wissenschaftlichen Erklärungsbedarf. Einer fremden Zivilisation kann man alles zuordnen ohne es mit langweiliger Physik beweisen zu müssen. Das Leuchten des Himmels, Manöver im Landeanflug, kein Krater beim Aufschlag, die eigenartige Konfiguration der Waldzertörung, plötzlich auftretende weisse Schwänze bei Zobeln: soll heissen Mutationen in Flora und Fauna - die Ausserirdischen mit ihren eigenen kosmischen Gesetzmässigkeiten machen es mbglich! Wenn dazu noch Schwefelgeruch und Wirkungen auf die Psyche des armen Erdenbewohners einwirken, sollte man sich am besten mit wissenschaftlichen Erklärungsversuchen gar nicht erst versündigen.
Aus den Materialien der diesjährigen Krasnojarsker Konferenz habe ich zu einer "Technogenen Version" wenig gefunden, was mir überzeugend erschien. Ich will aber nicht voreingenommen sein und wenigstens die Auffassungen eines Autors zum Teil widergeben. So führt Herr V. Avinski aus dem Zentrum für nichttraditionelle Forschungen "Alpha", Samara, unter anderem aus:
"Noch niemand hat bisher die Annahmen von Kasanzew über die Explosion eines Raumschiffes oder die Idee von F. Siegel über die Explosion einer experimentellen Sonde - also von Raumflugkörpern, die mit irgend einem unerklärlichen Ziel kamen - mit gewichtigen Argumenten widerlegen können." Oder auch: "Wir können davon ausgehen, dass die Tunguska-Explosion durch unbekannte, vernunftbegabte Kräfte mit dem Ziel vorgenommen wurde, die Konfiguration des Planeten zu korrigieren. Erreicht werden sollte die Verkleinerung von Strukturen im Ozean um die Britischen Inseln und Europa sowie Japan. Mit anderen Worten; die Tunguska-Explosion verhinderte eine neue globale Überschwemmung."
Im Beitrag von Herrn Avinski finden sich in diesem Zusammenhang auch die UFO's und die von Ausserirdischen niedergetrampelten Ringe in britischen Getreidefeldern. Argumente aus dem Bereich der Physik habe ich hingegen nicht gefunden. Was die Aufforderung des Vortragenden betrifft, den bevorzugten Raumschifiversionen erst einmal mit gewichtigen Argumenten zu begegnen, so ist diese schlechthin unerfüllbar. Weil man nämlich den imaginären Eindringlingen aus dem All Möglichkeiten und technische Fähigkeiten zubilligt, die ausserhalb der Gesetzmässigkeiten der Bahnmechanik der Himmelskörper und anderer Erkenntnisse, z.B. der absoluten Grösse der Lichtgeschwindigkeit liegen. Auf Albert Einstein möchte ich aber noch einmal zurückkommen.
Ausserdem tut der genannte Autor, Herr Avinski, Felix Siegel unrecht: Siegel hat zwar geschrieben, dass eine Visite aus dem Weltraum nicht 100%ig ausgeschlossen werden kann. Aber er hat sich später den Erkenntnissen der praktischen Raumfahrt nicht verschlossen, indem er in seinem Buch "Das Tunguska-Phänomen" zu folgender Schlussfolgerung gelangt: "Natürlich brachten uns die Weltraumflüge verblüffende Informationen von Venus und Mars. So bitter es auch klingt, aber die Chancen, im Sonnensystem vernunftbegabte Brüder anzutreffen, sind gleich Null." Dem kann ich mich nur anschliessen.
Wenn es also schon ein Raumschiff gewesen sein sollte, dann könnte es nur aus einer Gegend gekommen sein, die mindestens 4,2 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt ist. Das ist etwa die Entfernung bis zur nächsten Sonne, einem Stern im Sternbild Centaurus, von der wir allerdings nicht wissen, ob es dort auch ein Planetensystem gibt. Die Entfernungen sind es, die mich immer wieder auf die Lichtgeschwindigkeit zurückführen.
Aus meiner Sicht kann man die phantastischen Versionen um ein Tunguska-Raumschiff als Verursacher der Katastrophe von 1908 primär unter zwei diametral entgegengesetzten Herangehensweisen beurteilen:

  • Man setzt voraus, dass andere Zivilisationen prinzipiell anderen Nuturgesetzen unterliegen als wir, bzw. mit Möglichkeiten operieren können, von denen wir nichts oder noch nichts verstehen. Dann wird die Sache einfach. Dann lassen sich die Argumente der Anhänger dieser Theorie, wie etwa die folgenden auch nicht entkräften:
  • "Für die Ausserirdischen ist die Lichtgeschwindigkeit keine Grenze. Man muss nicht etwa Lichtjahre fliegen, um das Sonnensystem aus anderen Galaxien zu erreichen."
  • "Wenn wir auf dem Mars kein Leben entdecken, kann es trotzdem welches geben. Vielleicht in einer anderen Ebene! Das Raumschiff könnte also durchaus vom Mars oder von einem anderen Planeten an die Tunguska gekommen sein!"
  • "Es gibt einen weiteren grossen Planeten in unserem Sonnensystem - wir können ihn nur nicht beobachten, weil er immer auf der anderen Seite der Sonne ist. Warum sollte ein Raumschiff nicht von dorther gekommen sein?"

Der Phantasie ist in dieser Richtung keine Grenze gesetzt. Doch wird mit Phantasie allein oder mit Glaubensbekenntnissen das Problem nicht zu lösen sein.

2. Der andere Standpunkt:

Ich gehe davon aus, dass Flugbahnbewegungen, Geschwindigkeiten, Flugzeiten eines hypothetischen Raumschiffes den gleichen objektiven Gesetzen der Himmelsmechanik unterliegen wie Sterne, Planeten, Kometen, Asteroiden und inzwischen auch, von Menschen gebaute irdische Raumschiffe. Dies vorausgesetzt muss man mit der Version vom Raumschiff von 1908 ebenso umgehen können wie mit der Kometen- oder Meteoritenvariante. Nämlich mit mathematisch-physikalischen Methoden. Experten unter den Meteoritenforschern sagen, die Meteoritenvariante geht leider wegen der Energiebilanz nicht auf. Das ist für mich überzeugend. Aus welchem Grund sollten denn für ein fremdes Raumschiff Energiebilanzen, Verhalten in der Erdatmosphäre und beim Aufschlag sowie andere Parameter nicht genauso stimmen müssen? Ein Flugzeug zum Beispiel, soll es denn in der Erdatmosphäre fliegen, muss unter Berücksichtigung der in diesem Medium herrschenden Bedingungen konstruiert sein, sonst fällt es vom Himmel. Eine bestimmte Masse eines Flugkörpers erfordert nach den Gesetzen der Aerodynamik eine entsprechende, minimal zulässige Fluggeschwindigkeit. Die dürften auch Ausserirdische nicht ungestraft unterschreiten. Der Flug mit 3-facher Schallgeschwindigkeit setzt eine bestimmte Formgebung des Flugkörpers voraus usw.
Diese und ähnliche Überlegungen stärken meine Zweifel bezüglich der Raumschiff-Version. Denn wenn es im Weltraum nach allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten zugeht, dann müsste die Besatzung schon ein paar Kerndaten über den weit abgelegenen Planeten, den wir Erde nennen, im Bordcomputer gespeichert haben. Sonst müssten wir ja sagen: "Da sind sie nun, wer weiss, 10 Lichtjahre in der Gegend umhergeflogen, um dann in einer simplen Erdbahn zu scheitern?" (Freilich gibt es auch schon eine Version, wonach sie einfach nur durchgestartet sind. Vielleicht weil gerade noch Frühnebel über der Taiga lag) ..
Gestatten sie mir noch ein paar Sätze zu den allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten, über die ich dauernd zu reden versuche:
Ich denke an den Ausbruch einer Supernova, der für die Astronomen und Astrophysiker am 23. Februar 1983 zu einem herausragenden Ereignis wurde. An jenem Tag leuchtete ein "neuer Stern" in der Grossen Magellanschen Wolke auf, etwa 170 000 Lichtjahre entfernt. Das sichtbare Feuerwerk eines Sterns, der vor 170 000 Lichtjahren explodierte, war nur eine der erwarteten Erscheinungen. Die Astrophysiker wollten auch den Nachweis erbringen, dass einige Neutrinos aus dem zusammenbrechenden Kern des Sterns eben an diesem 23. Februar die Erde durchschlagen müssten. Das wäre der Beweis für die Richtigkeit der Theorie über das Altern und andere Gesetzmässigkeiten der Sternentwicklung. Es wurden tatsächlich einige Neutrinos beobachtet. Die Theorie hatte sich als objektiv richtig erwiesen!
Einstein hat bekanntlich mit der Schaffung seiner speziellen Relativitätstheorie eine Art Revolution in der Physik ausgelöst. Aber er hat keineswegs mit den Erkenntnissen gebrochen, die Galilei, Newton und andere vor ihm fanden. Für alle Zeiten bewegt sich ein Gegenstand. den ich (auf der Erde, auf dem Mond, auf dem Mars) aus der Hand fallen lasse in Übereinstimmung mit den Naturgesetzen, die Newton herausfand und formulierte. Nur in Science-Fiction Romanen können die physikalischen Gesetze so verdreht werden, dass der Ball unter Schwerkrafteinwirkung nach oben fällt.
Vielleicht kam Einstein m seinen kühnen Schlussfolgerungen hinsichtlich der Relativität von Entfernung und Zeit weil er sich entschlossen hatte, bestehende Gesetze nicht einfach für falsch zu erklären, sondern sie auf eine höhere Ebene zu heben.
Die wichtigste Erkenntnis der speziellen Relativitätstheorie von Einstein - und jetzt denke ich wieder unmittelbar an das hypothetische Tunguska-Raumschiff - ist, dass die Lichtgeschwindigkeit grundsätzlich konstant ist. Die Lichtgeschwindigkeit ist eine obere Grenze für alle Geschwindigkeiten - nichts Körperhaftes kann sich schneller beweaen. (Die sogenannten Tunneleffekte in der Quantenmechanik scheinen freilich zu beinhalten, dass Teilchen im Prinzip schneller sein können als Licht, allerdings nur für unmessbar kurze Zeiträume. Solange man solche Geschwindigkeiten nicht messen kann, gibt es auch keine wirksame Verletzung der speziellen Relativitätstheorie)
Es gibt ein schönes Gedankenexperiment, dass die Tragweite der Einsteinschen Erkenntnis anschaulich sichtbar macht: In einem Eisenbahnzug wirft ein Kind einen Ball in Fahrtrichtung. Es ist klar, dass sich die absolute Geschwindigkeit des Balles zu der des Zuges addiert. Misst man nun die absolute Geschwindigkeit von Zug und Ball erhält man - sagen wir 40 m/s + 2 m/s = 42 m/s. Nun soll das Kind aber in dem gleichen Zug einen Laserstrahl nach vom richten! In diesem Fall verlangt die spezielle Relativitätstheorie, dass die gemessene Geschwindigkeit der errechneten Lichtgeschwindigkeit entspricht; und nicht etwa der Lichtgeschwindigkeit plus der Geschwindigkeit des Zuges!
Die Lichtgeschwindigkeit ist für jeden, der sie misst, die gleiche. Daraus ergeben sich die Paradoxien, die unserer Alltagserfahrung widersprechen, aber, bereits durch Messungen erhärtete, Tatsachen darstellen: Bewegte Uhren gehen langsamer, bewegte Teilchen erscheinen schwerer.
Ich kann mich schwer trennen von meiner Vermutung, dass sich auch Raumschiffe von anderen Sternensystemen den Gesetzmässigkeiten des Kosmos unterzuordnen haben. Wenn unter diesen Voraussetzungen jemand die Erde angeflogen haben sollte, dürfte er nicht so primitiv gescheitert sein. Andererseits wird auch die Physik des nächsten Jahrhunderts noch viele neue Erkenntnisse bringen. Ob sie aber die technogene Version des Tunguskaphänomens bestätigen wird, wage ich zu bezweifeln.
90 Jahre sind seit dem rätselhaften Ereignis vergangen. Es gibt keine Zeugen mehr und der Wald wächst schon lange wieder. Wird das Rätsel von damals überhaupt jemals mit 100%iger Sicherheit gelöst werden? Ich bin im Verlaufe der Krasnojarsker Konferenz zu der für mich selbst unerwarteten Auffassung gelangt, dass die Aufklärung des Phänomens von 1908 eigentlich weniger wünschenswert ist als sein Weiterleben. Aus verschiedenen Gründen. Ich hatte schon gesagt, dass ich den Fachleuten und interessierten Laien noch viele Konferenzen (und Museen) wünsche. Vielleicht könnten so die Teilnehmer der Jubiläumskonferenz zum 100. (oder auch erst zum 110.Jahrestag) des "Tunguska-Meteoriten" an die Regierungen der Welt einen Vorschlag machen, der etwa von folgendem Szenarium ausgehen könnte:

    In den Millionen Jahren der Erdgeschichte gab es viele Einschläge von Himmelsköpern auf die Erde mit wahrscheinlich katastophalen Folgen für die damaligen Lebensformen.

  • Der letzte grössere Einschlag von 1908 lag in einem fast unbewohnten Gebiet der sibirischen Taiga.
  • Man sagt, aller 200 bis 300 Jahre muss man mit einem solchen Treffer rechnen.
  • Heute wohnen Millionen Menschen auf einem Areal, das dem Tunguskaereignis adäquat ist.
  • Es gab Pläne, im Weltraum Waffen zu stationieren, um von dort aus Kriege auf der Erde zu führen.
  • Wäre es nicht eine Aufgabe der Menschheit, in gemeinsamen Anstrengungen eine Art SVI, eine dem Erha1t des Lebens auf der Erde dienende Strategische Verteidigungsinitiative entwickeln, um, weitab von unserem Heimatplaneten, kleinere Himmelkörper, die uns auf ihren Bahnen gefährlich werden könnten, zu vernichten oder in andere Bahnen zu lenken?
  • Die internationale Raumfahrtforschung und Industrie könnten in Jahrzehnten die dazu notwendigen Technologien und andere Voraussetzungen schaffen.
  • Die gegenwärtige gemeinsame Nutzung der Internationalen Raumstation sollte dazu als ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung genutzt werden.

In diesem Sinne wäre das Phänomen, das Ereignis, der Komet, der kosmische Kugelblitz, das Erdbeben, der Tunguskameteorit, von mir aus auch das imaginäre Raumschiff oder einfach das Rätsel von 1908 auch eine Hoffnung in die Zukunft.

Dr.rer.nat. Sigmund Jähn
141 160 Zwezdny Gorodok
Russ. Föderation


20. April 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Karikatur des Tages

Wer weiß?
Wer weiß?
Zeichnung: OTZ/Bruns


Greizer Gymnasiasten musizieren im Theater

Zum Frühlingskonzert laden heute, 18 Uhr, die Schüler des Staatlichen Gymnasiums Greiz bei freiem Eintritt in den Großen Saal des Greizer Theaters ein.
Archivfoto: OTZ/Katja Grieser

Zum Frühlingskonzert laden heute, 18 Uhr, die Schüler des Staatlichen Gymnasiums Greiz bei freiem Eintritt in den Großen Saal des Greizer Theaters ein.


KTM-Fahrer ohne Fahrerlaubnis unterwegs

Greiz (OTZ).

Ein 27-jähriger Greizer befuhr am Sonntag, gegen 18.55 Uhr mit einem Motorrad KTM den Ökonomenweg in Richtung Coschütz. Dabei fuhr er so knapp an einem 5-jährigen Kind vorbei, dass es beinahe zu einem Unfall gekommen wäre. Glücklicherweise kam das Kind mit dem Schrecken davon. Die Eltern des Kindes konnten den Crossfahrer wenig später ausfindig machen. Er gab an, eine kurze Probefahrt gemacht zu haben. Eine Überprüfung ergab jedoch, dass das Motorrad nicht für den öffentlichen Verkehr zugelassen und der Fahrer nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis ist. Die Greizer Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung, Fahrens ohne Führerschein, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Abgabenordnungein.


Finanzen der Stadt morgen auf der Tagesordnung

Stadtrat soll auch Kita-Essengeld absegnen

Greiz (OTZ).

Der von 13 Mitgliedern des Greizer Stadtrates eingereichten Forderung nach einer Sondersitzung, um die finanzielle Situation der Stadt Greiz offen zu legen, notwendige Haushaltseinsparungen zu beraten und einen Nachtragshaushalt zu verabschieden, kommt der Bürgermeister mit der Einreihung des Themas in die turnusmäßige Stadtratssitzung am Mittwoch, dem 21. April, um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses nach. Mitglieder der Fraktionen IWA, FDP und Die Linke hatten diesen Antrag gestellt, weil sie davon ausgehen, dass die Einnahmeverluste der Stadt weit höher als den Stadträten bis dahin bekannt seitens des Innenministeriums mit 1,1 Millionen Euro beziffert worden sind. Vorher steht noch die Änderung der Verpflegungsgebühr in einigen Greizer Kindertagesstätten auf der Tagesordnung. Durch Anbieterwechsel beim Essen für die Jüngsten könnten hier zwischen 17 und 25 Cent pro Tag mehr fällig werden. Die Dr.-Otto-Nuschke-Straße steht im Mittelpunkt des Stadtteilkonzeptes, mit dem am Mittwoch das Greizer Stadtentwicklungskonzept für 2003 fortgeschrieben werden soll. Mit den schriftlichen Anfragen an den Bürgermeister wird der öffentliche Teil der Tagesordnung abgeschlossen. Interessierte Greizer sind herzlich eingeladen, die Tagung des Stadtrates zu verfolgen.


Neue Erdenbürger in Greiz geboren

Foto: Antje-Gesine Marsch

Zwei große Brüder freuen sich über zwei kleine Brüder, die im Greizer Krankenhaus das Licht der Welt erblickten: der 7-jährige Robin Steinbrücker (l.) aus Neumühle hält stolz seinen Thorben im Arm (geb. am 19.4.2010, 7.43 Uhr, 3735 g, 52 cm); Enrico Grot (6) aus Zeulenroda präsentiert seinen Erik, geb. ebenfalls am 19.4.2010, 7.06 Uhr, 4410g, 57 cm).


Folgeprämie für Erstaufforstungen Greiz

(OTZ).

Alle Bezugsberechtigten einer Folgeprämie für die Erstaufforstungen im Bereich des Thüringer Forstamtes Weida werden gebeten, sich wegen der Antragstellung 2010 kurzfristig bei den jeweils zuständigen Revierleitern zu melden. Die aktuellen Antragsunterlagen liegen in den Revierdienststellen vor. Die Sprechzeiten der Revierleiter sind jeweils am Dienstag Nachmittag; außer für das Revier Teichwolframsdorf, dessen Revierleiter Herr Nosofsky hat donnerstags Sprechzeit . Die Antragstellung für 2010 sollte bis 30. Juni 2010 erfolgt sein, Vorlage im Forstamt Weida.


Heimatveranstaltung

"Im Vogtland zu Hause"


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