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Ein echter Kumpeltyp
Fans von Bürger Lars Dietrich löchern den Künstler mit Fragen Von Katja Grieser Greiz. „Sag’ mal, hast du IK als Nummernschild?“ - Aus Domenica Bretschneider platzt die erste Frage an Bürger Lars Dietrich heraus, da hat sie ihm noch nicht mal Hallo gesagt. Die Altgernsdorferin ist eine der fünf Gewinner des OTZFantreffs, die gestern vor der Lesung im Kinocenter Gelegenheit hatten, mit dem Künstler ganz ungestört zu plaudern. Ausgesprochen viel Zeit hat Domenica Bretschneider, denn sie muss „ihren“ Bürger Lars Dietrich lediglich mit dem elfjährigen Thomas Rothe aus Waldhaus teilen, denn die anderen Gewinner waren leider verhindert. Um die Nummernschildfrage zu klären: „Ich habe BLD als Kennzeichen, das geht in Berlin“, verrät Dietrich der 27-Jährigen, die sich darüber wundert, dass der Künstler wirklich 1,80 Meter groß sein soll. „Klar stimmt das“, beteuert der. Domenica Bretschneider ist jedoch schon am Kramen in einem Stoffbeutel. „Die hatten wir damals schon, die haben sich bewährt“, witzelt Bürger Lars Dietrich. Beinahe feierlich überreicht die Altgernsdorferin ihm eine CD ihrer Band „Logo“, die sie selbst eingesungen hat. Auch Feuerzeug und Schlüsselanhänger schenkt sie dem Künstler. Die Bitte um ein Autogramm schlägt Dietrich ihr natürlich nicht ab. „Ich kann schreiben“, sagt er. Darauf antwortet sie schlagfertig: „Musst es auch nicht auf Englisch machen“, womit sie auf den Titel seines Buches - „Schlecht Englisch kann ich gut“ - anspielt, das er gestern Abend vorstellte. Auch wenn Thomas Rothe zunächst etwas schüchtern wirkt, taut er schnell auf. „Woher kennst du mich denn?“, will Bürger Lars Dietrich wissen. „Aus Nick“, sagt der Elfjährige, der diesen Sender häufig sieht. „Sag mal, bist du morgen noch in Greiz? Meine Eltern haben nämlich in Waldhaus eine Gaststätte...“, versucht der Junge, den Künstler einzuladen. „Oh, das ist ja nett, aber morgen bin ich schon nicht mehr hier“, bedauert Lars Dietrich. Das sei besonders deshalb schade, weil er immer Appetit auf Klöße bekomme, wenn er in der Region ist. Und dann gehen die „Fachgespräche“ los. „Ich spiele Schlagzeug“, verrät Thomas Rothe. „Ich hatte keins, da ging nur Beatbox“, erinnert sich Bürger Lars Dietrich. Comedy macht der junge Waldhäuser ebenfalls, „so mit einer Kumpeline“. „Wenn du rechtzeitig damit anfängst, also mit Comedy und Schlagzeugspielen, und dran bleibst, dann wird das was“, macht Dietrich dem Jungen Mut. Domenica Bretschneider dagegen interessiert jetzt mehr, ob Lars Dietrich so kurz vor dem Auftritt nervös ist. Das Warten macht ihn fertig, antwortet der Künstler und gesteht: „Schiss hab ich nur immer, wenn ich ’ne Sache zum ersten Mal mache“ und bringt als Beispiel „Stars on ice“. „Okay, die Leute haben sich bestimmt gefreut, als ich immer hingefallen bin“, vermutet er. „Das hat dich sympathisch gemacht“, meint Domenica Bretschneider, die nach dem Treffen schwärmt: „Er ist auf dem Boden geblieben, ich konnte mich ganz normal mit ihm unterhalten. Er ist wie ein Kumpel.“ |
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Vortänzer nicht nur in Sachen Breakdance
Bürger Lars Dietrich arbeitet amüsant seine Jugend im Arbeiter- und Bauernstaat auf Von Susann Grunert Greiz (OTZ). Eine DDR-Aufarbeitung der anderen Art erlebten gestern Abend rund 80 Besucher im Greizer Kinocenter UT 99 mit dem gebürtigen Potsdamer Bürger Lars Dietrich und seiner Autobiografie „Schlecht Englisch kann ich gut“. Von Bibliotheks-Leiterin Corina Gutmann unter dem Feixen des Künstlers als einer der letzten Jugendlichen der DDR angekündigt, hatte der sympathische Musiker, Komiker und Tänzer in Greiz von Minute eins an ein Heimspiel. „Wir arbeiten ja jetzt meine Jugend auf“, so das augenzwinkernde Versprechen an das Publikum, das Dietrich gerne dieser irrwitzigen Reise in die Vergangenheit einer Deutschen Demokratischen Jugend folgte. „Schwer hatten es nur die, die mit mir zu tun hatten“, blickt Bürger Lars Dietrich zurück. Im Kindergarten noch ein „artiger, angehender Sozialist“, ist die Schule für den Heranwachsenden vor allem eine Showbühne, um Quatsch und Blödsinn zu verbreiten. Private „Beweisfotos“ hat der Ossi gleich mit im Gepäck. Auch originale, noch selbst gesungene sozialistische Kinder- und Arbeiterkampflieder erklingen zur hörbaren Freude des Greizer Publikums, das die eigenen Textkenntnisse bei dieser Gelegenheit gleich mit aus dem Gedächtnis kramt. Ungehöriges Westfernsehen mit Thomas Gottschalks „Na sowas“ und der Film „Beat Street“ leiten für den damals Zehnjährigen 1983 eine neue Ära ein: Breakdance. Ein Tanzstil, der mit DDR-Musik und für einen Englisch-Phobiker - „schließlich war Englisch nur Wahlfach, also indiskutabel“ - nur schwer auszuüben war. Hatte man nicht gerade einen Dealer, „also einen Rentner“, zur Hand, der einem die heißersehnten, tanzbaren Scheiben bei einem BRD-Ausflug über Grenze schmuggelte, musste die Kopie der Kopie eines Radiomitschnitts zur Ausübung der Kunst genügen. „Michael Jacksons ’Thriller’ war ja damals schneller ausverkauft als Tomaten“ - mehr als eine Erinnerung, die die Zuhörer mit dem Vortragenden teilten. Unbeirrbar ließ sich Bürger Lars Dietrich aber auf dem Weg zum „besten Breakdancer diesseits der Bronx“ nicht stoppen. Eine gute Stunde teilte der heute 37-Jährige seine ostdeutschen Kindheits- und Jugenderinnerungen mit dem Greizer Publikum, ein Ostalgie-Erlebnis, das ohne Staub und Pathos grandios funktionierte. „Eine Freundin hat mich auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht, es war ganz toll“, zeigte sich Gabriele Flechsig im Anschluss der Lesung von Bürger Lars Dietrich begeistert, „dass so einer aus dem Osten kommt, hätte ich nicht gedacht“, zollte sie ihm Respekt. Die Kinobesucher entließen den Absolventen der Dresdner Palucca-Schule natürlich nicht ohne eine Kostprobe seines tänzerischen Könnens. Souverän meisterte Dietrich unter dem Toben der Gäste Ballettund Breakdance-Schritte. Selbst zum Schuhplattlern ließ er sich bewegen. „Die Greizer sind genial“, lauteten seine Abschiedsworte. Er war aber auch ganz und gar nicht schlecht. |
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Die Märkte allein regeln es nicht 3. Arena für Nachhaltigkeit in Zeulenroda Von Steffen Beikirch Zeulenroda (OTZ). Die 3. Arena für Nachhaltigkeit, Zukunftskonferenz für Mittelstand und Familienunternehmen, begann gestern mit mehr als 200 Teilnehmern im Bio-Seehotel. Und zwar mit einer klaren Ansage: So wie bisher kann es in der Wirtschaft auf keinen Fall weitergehen. Genau diese Botschaft vermittelten die drei ersten Vorträge zu neuen Anforderungen an Führungsstrategien, der Verbesserung der Ressourcen- Ausnutzung und der Frage, ob überhaupt noch weiteres Wachstum möglich ist. Für die bisherige Orientierung habe die Gesellschaft bereits einen hohen Preis gezahlt, verdeutlichte Prof. Meinhard Miegel, Vorstand der Stiftung „Denkwerk Zukunft - Stiftung kulturelle Erneuerung“. Etwa 70 Mal so viel wie noch vor 200 Jahren werde heute weltweit erwirtschaftet. Um dies zu erreichen, sind jedoch Unmengen natürlicher Rohstoffe verbraucht und jene Ressourcen, die man wieder regenerieren kann, gleichzeitig völlig überbeansprucht worden. Das soziale Gefüge sei abgenutzt, weil Mensch und Gesellschaft durch diesen Kreislauf permanent überfordert werden. Im Ergebnis steigen nicht nur die Preise für Rohstoffe, sondern auch für Umweltmaßnahmen und Sozialaufwendungen an. Miegels Fazit: „Wir alle zusammen müssen uns Gedanken darüber machen, wie Wachstum in Zukunft aussehen kann.“ Wir alle zusammen müssen uns Gedanken darüber machen, wie Wachstum in Zukunft aussehen kann. Prof. Meinhard Miegel Auf jeden Fall ohne diesen enormen Naturverbrauch, so knüpfte Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker an. Der Umweltpolitiker und Naturwissenschaftler sieht die einzige Perspektive in einer höheren Ressourcenproduktivität. Welche Technologien zukunftsträchtig sind, hatte er bereits in seinem Buch „Faktor 4 - Doppelter Wohlstand, halbierter Verbrauch“ Ende der 90er Jahre beschrieben. Im März erschien nun sein neues Werk, das schon vom „Faktor 5“ spricht. Allerdings warnt er vor dem so genannten „Rebound- Effekt“, nachdem trotz steigender Energieeffizienz der Energieverbrauch weiter wächst. Weil beispielsweise immer neue Stromanwendungen oder technische Geräte entwickelt werden. Wer die Natur also wirklich schützen wolle, müsse deshalb politisch dafür sorgen, „dass die Preise einigermaßen die ökologische Wahrheit sagen“. Denn die Märkte selbst, so von Weizsäcker, bekämen das nicht hin. Der Staat müsse also aktiv eingreifen. Lernen könne man diesen Zusammenhang von der Arbeitsproduktivität, die stets in Verbindung mit den Löhnen (oder umgekehrt) gestiegen sei. Also gelte es die Energiepreise parallel zur Energieproduktivität anzuheben. Die Arena geht heute mit einem fast siebenstündigen Tagesprogramm weiter. Kommentar Klartext in der Arena Von Steffen Beikirch Die große Politik kam nicht gut weg - beim Start der Nachhaltigkeitsarena. Kritik wechselte sich mit dem Wunsch nach stärkerem Eingreifen ab. Einen „Schleuderkurs“ in Berlin konstatierte Moderatorin Andrea Klepsch. Im Dezember das Wachstumsbeschleunigungsgesetz, im Februar der Hinweis der Kanzlerin, dass nachhaltiges Wachstum nötig sei. Erst beschleunigen, dann über die Richtung nachdenken, kommentierte sie. IHK-Präsident Hans Bruno Bauerfeind blieb sich treu: Er nannte Blödsinn, was er für Blödsinn hält - etwa den Gesundheitsfonds. So etwas könne zu Stande kommen, weil Politik wahrscheinlich nie nachhaltig funktioniert, da sie meist nur bis zum nächsten Wahltermin denkt. Für das neue Zukunftsbewusstsein braucht man Menschen, die an richtigen Stellschrauben sitzen. So freute sich Hotelchef Oliver Hasert, dass er Zeilen von Ronald Pofalla aus dem Bundeskanzleramt verlesen konnte. Darin wurde deutlich: Die Bundesregierung weiß, wohin die Reise gehen muss: mehr Wohlstand bei weniger Energie- und Rohstoffverbrauch. Bleibt zu hoffen, dass man in Berlin von den Wegen dorthin erfährt, die in Zeulenroda wieder aufgezeigt werden. |
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Durch Sanierung ein Drittel der Kosten sparen Kompetenzzentrum Energie in Triebes Zeulenroda-Triebes (OTZ/flam). „Die Sonne macht’s möglich, die Physik planbar und rechenbar, die Politik rentabel“, sagte am Mittwochabend Stephan Pönicke von der Firma Elektro-Pönicke GmbH in Bezug auf die Gewinnung von Strom durch Photovoltaik. Zu dieser Unternehmerveranstaltung im Triebeser Gewerbegebiet hatte das „Thüringisch-Vogtländische Kompetenzzentrum Energie“ geladen. Etwa 20 Gäste waren gekommen, um sich Vorträge anzuhören, zu diskutieren, nachzufragen. So sprach Ron Seidel von der Buschbeck Solartechnik GmbH über das Heizen mit der Sonne. Am Beispiel eines 120 Quadratmeter großen Hauses erläuterteer, worauf es zu achten gilt undwelche Einsparungen möglich sind. Ein Beispiel für den Einsatz von erneuerbaren Energien im öffentlichen Bereich stellte Armin Steudel vom Ingenieurbüro Tempelwald vor. Dabei ging es um die energetische Sanierung der Kindertagesstätte „Zwergenland“ Langenwetzendorf. Die Kita für 78 Kinder auf 580 Quadratmetern wurde mit zwei Wärmepumpen ausgestattet, kleinkindgerecht gestaltet, gedämmt, Sanitäranlagen wurden erneuert und vieles mehr. „Dadurch kann jetzt ein Drittel der ursprünglichen Energiekosten eingespart werden“, sagte Armin Steudel. Weniger zahlen müssen Interessierte bald auch für Photovoltaik-Anlagen. „Die werden immer rentabler. Das ist auch auf den Preisverfall auf dem Modul-Markt zurückzuführen“, sagte Gastgeber Stephan Pönicke. Der Verfall liege zwischen 20 und 30 Prozent. |
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Pkw-Maut-Debatte bringt Motorsportfreunde auf 180 Clubchef: Einführung wäre ein Skandal Greiz (OTZ/KG). Die erneut entbrannte Diskussion um die Einführung einer Pkw-Maut bringt die Greizer Motorsportfreunde auf 180: „Wir sind hundertprozentig dagegen“, so Gerhard Brinckmeyer, Vorsitzender des Motorsportclubs MC Greiz im ADAC. Für ihn wäre die Einführung einer Pkw-Maut in Deutschland ein Skandal. Eine solche Aktion sei nicht geeignet, um Geld in die leeren Kassen zu spülen, meint Brinckmeyer. Autofahrer seien in Deutschland ohnehin schon arg gebeutelt, spielt der Clubchef auf die enorm hohen Spritpreise an. „Wer davon profitiert, ist doch auch der Staat, der die Steuern auf Benzin und Diesel kassiert“, schimpft Gerhard Brinckmeyer. Die bis zu vier Euro Pkw-Maut pro 100 Kilometer, die nun im Gespräch sind, seien schlichtweg eine Frechheit.„Es ist einfach Wahnsinn, was hier in Deutschland passiert“, findet Brinckmeyer. |
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Greizer Altstadt neu entdeckt Greiz (OTZ/Frd.). Mit Stadtkarten machten sich die Schüler der Klasse 3a der Mohlsdorfer Grundschule gestern auf die Socken, um die vorgegebenen Ziele der Stadtrallye eigenständig zu finden und ihre Entdeckungen rund um das Greizer Zentrum fein säuberlich zu notieren. Dabei standen die Schlösser und die Stadtkirche ebenso auf dem Programm wie ein Streifzug durch das Rathaus. In der „Schatzkammer“, dem Archiv, entdeckten sie dabei die ersten Ausgaben der Ostthüringer Zeitung und erfuhren Interessantes aus dem Leben Greizer Persönlichkeiten. Auf dem Markt fertigten die Kinder Skizzen und in der Stadtkirche konnte der Sarg des Helden von Zenta bestaunt werden. Alle erfüllten ihre Aufgaben mit Bravour, als Lohn erhielt jeder Schüler ein Buch. |
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Mehr rechtsextreme Straftaten Drei-Mädel-Haus ist ständiges Thema Gera (OTZ/am). Die Fälle politisch motivierter Kriminalität sind zurückgegangen. Das stellte Geras Polizeidirektor André Röder in der gestern vorgelegten Kriminalstatistik der Polizeidirektion Gera für das Jahr 2009 fest. 313 Fälle wurden im Vorjahr in Gera, im Altenburger Land und im Landkreis Greiz erfasst, fünf weniger als im Jahr 2008. Als überproportional hoch schätzte Röder den Anteil rechtsextremer Straftaten ein. Ihre Zahl ist von 213 Fällen im Jahr 2008 auf 219 Fälle im Vorjahr angestiegen. So genannte Propagandadelikte und Volksverhetzungen waren die Schwerpunkte. Zugenommen hatten auch die Sachbeschädigungen und die Verstöße gegen das Versammlungsgesetz in der rechtsextremen Szene. Laut Statistik wurden zudem drei politisch motivierte Gewalttaten verübt. Röder sieht in dieser Entwicklung einen Zusammenhang mit den Wahlen 2009 und mit der NPD-Veranstaltung im Juli vorigen Jahres in Gera, zu der 4000 Anhänger der rechten Szene aus ganz Deutschland gekommen waren. Allein zu diesem Anlass wurden 64 Straftaten wie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz registriert. Der Polizeidirektor appellierte an die Zivilcourage der Bürger, dem am 10. Juli neuerlich in Gera bevorstehenden NPD-Treffen friedlich entgegen zu treten. André Röder setzt auf die Kooperation zwischen Polizei und den Bürgerbündnis gegen Rechts in Gera. Ein latenter Schwerpunkt rechtextremer Straftaten sei außerdem Greiz. „Das Drei-Mädel-Haus bei Greiz ist ein ständiges Thema“, sagte Röder. Die Zahl linksextremistischer Straftaten ist von 98 Fällen im Jahr 2008 auf 27 Fälle im Vorjahr gesunken. |
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Erfolge für AG „Kittel“ und Co.
Weniger Straftaten und höhere Aufklärungsquote in Polizeidirektion Gera im Jahr 2009 Von Angelika Munteanu Gera. Die Zahl der Straftaten ist im Bereich der Polizeidirektion (PD) Gera deutlich gesunken. Wurden im Jahr 2008 in der Stadt Gera und in den Landkreisen Greiz und Altenburger Land 22 026 Fälle polizeilich erfasst, waren es im Vorjahr noch 21 228. Im Gegenzug konnte die Quote der aufgeklärten Fälle von 67,1 Prozent im Jahr 2008 auf 68,8 Prozent gesteigert werden. „Für Straftäter wird es immer schwieriger, nicht ermittelt zu werden“, sagte Polizeidirektor André Röder gestern, als er die Kriminalstatistik für 2009 vorstellte. Auszuschließen seien Straftaten jedoch nicht. So hatten sich im Vorjahr Einbruchsund Diebstahlserien im Großraum Gera gehäuft. Darunter fiel auch die so genannte Schleckerserie, bei der Täter aus Sachsen in Einkaufsmärkte im Altenburger Land, in Ronneburg und Weida ausgeraubt hatten. Die Zahl gestohlener kompletter Autos habe im Vorjahr einen neuen Höchststand seit 1997 erreicht. Um solchen Taten zu begegnen, habe die Polizeidirektion Arbeitsgruppen eingerichtet und die Zusammenarbeit mit benachbarten Polizeibehörden und mit der Bundespolizei intensiviert, erläuterte Röder. Eine Arbeitsgruppe „Kittel“ ermittelte eine Tätergruppe und einen Einzeltäter, die Friseure, Arztpraxen und Kitas in Gera heimgesucht hatten. Gemeinsam mit der Polizeidirektion Jena seien länderübergreifend agierende polnische und tschechische Tätergruppen gefasst worden, die Autos in Parkhäusern und Tiefgaragen in beiden Städten aufgebrochen hatten. Deutlich gesunken sei die Straßenkriminalität. Die Zahl der Straftaten auf Straßen, Wegen und Plätzen sank von 3061 Fällen im Jahr 2008 auf 2752 Fälle im Vorjahr. Den Rückgang führt Röder darauf zurück, dass seine Polizeidirektion eine „höchstmögliche uniformierte Außenpräsenz“ zeigt. Ein Beispiel seien die Fahrradstreifen im Geraer Hofwiesenpark, ein weiteres die Kontaktbereichsbeamten in den beiden Landkreisen im PD-Gebiet. Es sei zum Teil auch gelungen, politisch motivierte Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit schon im Vorfeld zu bekämpfen. Vor der größten Veranstaltung in Ostthüringen 2009, dem Thüringentag in Greiz, sei es gelungen eine Tätergruppe zu ermitteln, der in 17 Fällen politisch motivierte Schmierereien in Greiz nachzuweisen waren. Statistisch gestiegen ist die Zahl der Drogendelikte. Das führt Röder darauf zurück, dass durch verstärkte Kontrollen mehr Fälle ermittelt werden konnten. Gering ist die Zahl der Gewaltverbrechen. Der mutmaßliche Mörder einer 24-jährigen Frau in Gera ist ermittelt. Die beiden Albaner, die einen Türsteher umbringen wollten, sind verurteilt. Der schwere Raub 2009 in Altenburg ist aufgeklärt. Vergewaltigungen seien ausschließlich Beziehungstaten gewesen. Gesunken ist der Anteil von Kindern und Jugendlichen an Straftaten. Er sei aber immer noch überproportional hoch, setzt Röder auf verstärkte Prävention. |
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Rallye-Start in der Stadtkirche
Mohlsdorfer Grundschüler erforschen die Greizer Innenstadt Von Christian Freund Greiz. „Perla“ hieß das Lösungwort, das die Schüler der dritten Klasse der Grundschule Mohlsdorf aus einzelnen Buchstaben im Greizer „Bücherwurm“ zusammen setzten. Die Buchhandlung, in der jeder Schüler aus den Händen von Barbara Jugel ein Buch aus Anlass des bevorstehenden Welttages des Buches geschenkt bekam, war die Endstation einer Schüler-Rallye, die in der Greizer Stadtkirche mit der Vorstellung der Orgel durch den Kirchenmusiker Steffen Lorenz begann. Von der Idee, die Stadt zu erforschen und zu erleben, waren die Kinder begeistert, notierten sich alles Wichtige zur Stadtkirche, fertigten Puzzles, suchten im Rahmen vorgegebener Forschungsaufträge mit Hilfe einer Stadtkarte die Ziele wie das Rathaus, das Obere Schloss, die Tourist-Information oder das Geburtshaus von Bernhard Stavenhagen auf, skizzierten den Marktplatz und besuchten das Schreibwarengeschäft Tischendorf. Da alle Kinder ihre Aufgabe erfüllten, gab es zur Belohnung für jeden zwei Smileys, die sie dann mit Begeisterung zeigten. |
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Blumen für die Opfer von „Schwalbe V“
Bergaer gedenken der über 300 Toten des Außenlagers von Buchenwald Berga (OTZ/M. Hilbert). Wie am Wochenende in Buchenwald gedachte gestern eine kleine Delegation auch in Berga der Opfer des Naziregimes und der Todesmärsche vor 65 Jahren. Die Gruppe, allen voran Bergas Bürgermeister Stephan Büttner (Freie Wähler), legte Blumen am Gedenkstein auf dem Brandplatz nieder. „Nie wieder Faschismus“ - auf diesen einfachen Nenner brachten es Büttner, Wolfgang Willms vom Bund der Antifaschisten Gera und die Bergaer Stadträte Kurt Serwotke (SPD), Bernd Grimm (Die Linke) und Steffen Jung (Die Linke) in einem anschließenden Gespräch. „Man muss sich gegen jede Form des undemokratischen Handelns erheben“, so Willms, der auch bei den Gestoff denkfeierlichkeiten in Buchenwald zugegen war. Das Bergaer Außenlager von Buchenwald, das von den Nazis den Namen „Schwalbe V“ erhielt, wurde im Herbst 1944 errichtet, um in einer Höhlenanlage Flugzeugtreibstoff zu produzieren. In der kurzen Zeit seines Bestehens bis zum April 1945 kamen hier über 300 Häftlinge ums Leben, zuletzt in einem der berüchtigten „Todesmärsche“, der vom Bergaer Lager aus in Richtung Böhmen gestartet wurde. „Jeder Tote ist einer zu viel“, meint Büttner im Anschluss an die Kranzniederlegung und erinnert sich an einen Überlebenden dieses Marsches, der vor zwei Jahren Berga besuchte. „Er ist so herzlich und interessiert begrüßt worden, dass er die Stadt mit Freudentränen wieder verließ“, so der Bürgermeister. „Es ist gut zu wissen, dass er nach den schrecklichen Erfahrungen, die er hier machen musste, zuletzt ein gutes Berga in Erinnerung behält“, unterstreicht Büttner. |
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Vom Liebesbann in die Verbannung
Martin Stiebert liest „Erotisches Punkt 12“ Von Katja Grieser Greiz. Zu beneiden sind die Greizer Abiturienten, die in ihrer letzten Deutschstunde nicht die Schulbank drücken mussten, sondern sich „Erotisches Punkt 12“ anhören konnten. Sprechsteller Martin Stiebert nahm die Gymnasiasten gestern Mittag im Kinocenter mit auf eine Reise durch die erotische Literatur. Stiebert wirkte dem Äußeren nach zwar nich gerade so, als würde er sich vom niedergeschriebenen Liebestaumel mitreißen lassen - Anzug, Krawatte, Weste -, doch durch seine nuancierte Art zu sprechen, seine Mimik und Gestik vermochte er es, die liebestrunkenen Worte plastisch werden zu lassen. Von glänzender Vollkommenheit, strahlendem Wesen und Fingern wie Lotosblüten war da bereits im ältesten überlieferten Liebesgedicht die Rede. Das stammt aus dem 14. Jahrhundert vor Christus und wurde auf Papyrus in Ägypten gefunden. „In alten Texten“, erklärte der Jenaer, „reden sich die Liebenden mit Bruder und Schwester an. Das ist ein besonderer Zärtlichkeitsbeweis.“ Die Gymnasiasten erfuhren zudem, dass es verschiedene Arten von Liebesgedichten gibt. Da ist etwa das Tageslied, mit Wehmut wird darin der Abschied am Morgen nach einer leidenschaftlichen Nacht zelebriert. Es gibt auch das Beschreibungslied, bei dem „teils Körperteil für Körperteil“ der oder die Angebetete geschildert wird. Wobei die Aussage, dass ihre Zähne einer Herde geschorener Schafe gleichen, wohl heutzutage doch eher Stirnrunzeln als Leidenschaft hervorrufen dürfte. Tragischer ist die Türklage, wenn der Liebeskranke nicht erhört wird und ihm als Ansprechpartner nur die Tür bleibt. Liebeselegien zuhauf gibt es von Ovid. Der römische Dichter hat darüber hinaus etliche ebenso nützliche wie detaillierte Abhandlungen über die Liebeskunst geschrieben. Neben dem Tipp für Frauen, dass sie sich nicht nur auf ihren schönen Körper verlassen sollen, hat er auch kamasutrisch anmutende Ratschläge parat. Mit solch „leichtlebiger Dichtung“ schaffte er sich jedoch vor 2000 Jahren nicht nur Freunde. Ovid wurde wegen seiner Liebesworte sogar verbannt, was ihn verständlicherweise sehr betrübte. Wem die bisher von Martin Stiebert rezitierten Liebesworte zu schwülstig waren, für den hatte der Sprechsteller Derberes parat. Wenn auch nicht so blumig, so haben Liebesgedichte nichts an ihrer Popularität verloren. Besungen werden nach wie vor diverse Körperteile, wenn auch bedeutend kritischer. Witzig waren die tierisch-anrüchigen Reime, die bei den Jugendlichen bestens ankamen. „Das war auf alle Fälle mal was Anderes. Ich war überrascht, wie gut er das gelesen hat“, sagt die 19-jährige Carolin Bauch aus Teichwolframsdorf nach der von der Bibliothek organisierten Lesung. |
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Zum Jubiläum Trends für die Kleinen präsentiert 40 Jahre AWG-Modecenter in Greiz Greiz (OTZ/gru). Pink, Khaki, Rosa und viel Glitzer - das sind die Farben, die im Frühjahr kleine Mädchenherzen höher schlagen lassen. Die jungen Herren liegen hingegen mit Skater-, Jeansund Bikeroutfit goldrichtig. Diese Erkenntnisse konnten gestern die Besucher des AWG-Modecenters in der Greizer August-Bebel-Straße gewinnen, das sich anlässlich des 40-jährigen Jubiläums als Erlebnismeile präsentierte. „Wir haben heute einen Kuchenbasar aufgestellt, alles selbst gebacken vom Team, dessen Erlös dem Kindergarten Kunterbunt in Irchwitz zugute kommt“, erzählt Regina Molder, Geschäftsleiterin des AWG-Modecenters. Obwohl das Center die 40 schon im vergangenen Jahr vollmachte, lud man die rund 8600 Kunden zu dem VIPTag ein, der mit Kindermodenschau, Sektempfang, einer Veranstaltung des Mode- und Showteams und flotter Musik vom DJ keine Langeweile aufkommen ließ. Für die „Germanys Next Topmodels von 2020“ war zur Kindermodenschau extra der rote Teppich ausgerollt worden. So fühlten sich Luisa, Melissa, Lea, Lisa, Angelina, Bruno, Lucy und Melissa unter dem Applaus der Zuschauer wie echte kleine Mannequins, als sie die aktuellen Modetrends wie Longshirt, Cargohose, Treggings und - auf gar keinen Fall zu vergessen - Wüstentuch präsentierten. |
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Broschüre für ältere Greiz-Besucher geplant Seniorenbeirat zum Bürgermeister-Gespräch Greiz (OTZ/Herrmann). Die billigste Investition bleibt das persönliche Gespräch - in diesem Sinne empfing letzte Woche der Greizer Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) zwei Vertreter des Seniorenbeirates Greiz im Rathaus der Stadt. Beide Seiten waren sich einig, dass die Stadt Greiz mit ihrer besonders schönen Umgebung eine anziehende Wirkung auf ältere Menschen ausübt. Die Sehenswürdigkeiten der einstigen Residenzstadt können Besucher in zahlreichen Broschüren kennen lernen. Es ist geplant, eine Broschüre zu erarbeiten, die besonders auf die Zielgruppe der älteren Generation ausgerichtet ist, und dank eines handlichen Formats gut in Hand- oder Jackentasche verstaubar ist. Von Seiten des Greizer Seniorenbeirates wurden auch die Naherholungsziele Elstertal und Waldhaus lobend hervorgehoben. Dass das Wandern nicht nur zur Gesundheitspflege dient, sondern auch viel Freude und Spaß machen kann, ist besonders auch der älteren Generation in Greiz bekannt. In der Stadt gibt es in diesem Bereich schon mehrere Interessengruppen, ebenso wie für das Schwimmen, Fahrradfahren und vieles andere mehr. Der Seniorenbeirat hat die Hoffnung, dass sich durch die Vogtlandhalle Greiz auch die kulturellen Möglichkeiten für alle Generationen in der Stadt verbessern werden. |
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Einmal Weltall und zurück
Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz ist einen Besuch wert Von Antje-Gesine Marsch Morgenröthe-Rautenkranz (OTZ). Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es im Inneren einer Raumkapsel aussieht, wie man sich im Trainingsmodul des Basisblocks der Raumstation MIR fühlt oder wie sich ein Kosmonaut im Weltraum rasiert, der ist in der Deutschen Raumfahrtausstellung im vogtländischen Morgenröthe-Rautenkranz genau richtig aufgehoben. Den Nutzen der Weltraumforschung für die Menschheit der Öffentlichkeit nahe zu bringen, ist dabei Grundziel des seit 2007 bestehenden Ausstellungskomplexes. „Wir sind stolz darauf, so eine gigantische Ausstellung zu haben“, wie es eine Einheimische formulierte. Schließlich sei Morgenröthe- Rautenkranz der Geburtsort des ersten deutschen Kosmonauten, Sigmund Jähn, der es sich seinerzeit auch nicht nehmen ließ, den Grundstein des futuristisch anmutenden Gebäudekomplexes zu legen und vor drei Jahren auch bei der feierlichen Eröffnung der Schau anwesend zu sein. Ihm wurde ehrenhalber sogar ein ganzer Raum gewidmet, der neben etlichen biografischen Fakten auch persönliche Dinge wie etwa einen Original-Raumfahrtanzug und verschiedene Forschungsgeräte offeriert. Ein Teil der Ausstellung ist der unbemannten, ein anderer der bemannten sowjetischen und amerikanischen Raumfahrt gewidmet. Auch einen geschichtlichen Abriss über Erkenntnisse der Astronomie seit Kopernikus bis hin zu ersten Flug- und Raketenexperimenten stehen auf dem Programm, das durch einen Besuch des Raumfahrt-Kinos noch aufgewertet werden kann. Für die Liebhaber der Fernseh- und Kino-Kultserie „Star Trek“ gibt es noch bis zum 3. Oktober dieses Jahres etwas ganz Besonderes zu bestaunen: neben einmaligen Exponaten aus der erfolgreichen Serie kann man vieles über die Crew und deren futuristische Weltraumabenteuer erfahren. Der 24. April wird ganz dieser speziellen Thematik gewidmet sein. Die Ausstellung im von Greiz nur 40 Kilometer entfernten Morgenröthe-Rautenkranz kann täglich von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. |
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Startschuss für die Jugendspiele
Kreisjugendspiele: 23 Sportarten stehen ab Sonnabend auf dem Wettkampfplan Von Peter Reichardt Weida (OTZ). „Schneller, höher, weiter“ - so lautet das olympische Motto im Sport. Und das nicht nur auf der Ebene internationaler Wettkämpfe, sondern auch im sportlichen Geschehen des Landkreises Greiz. Diesem stehen in den nächsten Tagen und Wochen mit den Kreisjugendspielen 2010 viele sportliche Höhepunkte ins Haus. Von morgen bis zum 4. Juni treffen sich Kinder und Jugendliche an 23 Wettkampfstätten in zehn Austragungsorten zum größten sportlichen Wettbewerb des Landkreises. Am Sonnabend findet ab 9 Uhr in der Sporthalle des Dörffel-Gymnasiums in Weida die Auftaktveranstaltung der Kreisjugendspiele statt. 2009 waren es die Schwimmer im Greizer Hallenbad, die den Startschuss für die Kreisjugendspiele 2009 gaben, dieses Jahr sind es die Taekwondo-Kämpfer, die diese Aufgabe übernehmen. Die Auftaktveranstaltung soll die sportliche Motivation in die nächsten Wochen tragen, die mit einigen Höhepunkten aufwarten. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika wirft ihre Schatten voraus. Deshalb auch werden über 20 Mannschaften aus den Grundschulen des Landkreises ihre Mini-Weltmeisterschaft am 3. Juni auf dem Greizer Tempelwald ausspielen. Manch einer der jungen Triathleten - sie starten am 21. Mai am Greizer Sommerbad - liebäugelt für die Zukunft eventuell mit dem Iron- Man auf Hawaii. Die Leichtathleten - sie treffen sich am 20. und 27. Mai im Zeulenrodaer Waldstadion -, vom Angeln über die Ballsportarten, das Ringen und Reiten, bis hin zum Schwimmen und Sportschießen, ja selbst zum Schach reicht die Palette der Wettkämpfe. Und dabei steht nicht nur der Leistungsgedanke im Vordergrund, sondern das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an sportliche Betätigung und den Wettkampf. Deshalb auch werden in einigen Sportarten Wertungen nach aktiven und nichtaktiven Sportlern geführt. Und natürlich wird jede Siegermannschaft in den verschiedensten Sportdisziplinen mit dem Wanderpokal der Landrätin geehrt, ganz zu schweigen von Urkunden und Medaillen. Im vergangenen Jahr waren immerhin 2200 Teilnehmer in 23 Sportarten von der Partie, zudem die vielen ehrenamtlichen Helfer, Schiedsrichter, Übungsleiter und Sportlehrer. Auch in diesem Jahr rechnet man mit einer ähnlichen Beteiligung. Wie heißt es in der Grußadresse der Landrätin, Martina Schweinsburg (CDU): „Wir wünschen den Kindern und Jugendlichen für die Kreisjugendspiele 2010 faire Wettkämpfe, erlebnisreiche Tage viel Freude und Erfolg.“ Ein Wunsch, dem man sich nur anschließen und durch einen regen Besuch der Wettkämpfe unterstützen kann. |
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Zweiter Platz für Vanessa Wolfram
Radsport, Kriterium in Leipzig: Gelungener Saisonauftakt für Greizer Jugend Von Margit Otto Leipzig (OTZ). Mit einem Kriterium Am neuen Zentralstadion in Leipzig starteten die Nachwuchsradsportler des 1. RSV 1886 Greiz in die neue Wettkampfsaison. Auch wenn es noch einigen Trainingsrückstand auf der Straße durch den lang anhaltenden Winter aufzuholen gilt, konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Sehr erfreulich waren die Platzierungen der Schülerinnen U13, die gemeinsam mit den Schülern der U11 den Wettkampf über drei Runden, was 5,4 Kilometern entspricht, bestritten. Vanessa Wolfram und Yaren Meister fuhren bei sehr kühlen Temperaturen ein starkes Rennen, besonders Vanessa Wolfram drückte stets aufs Tempo und konnte am Ende den ausgezeichneten zweiten Platz belegen. Dicht dahinter folgte Yaren Meister auf Rang acht. In der U 13 männlich und alter Jahrgang U13 weiblich über sechs Runden (10,8 km) kam Fabian Käßmann auf den 19. Platz, und Franziska Klatt wurde 26. in einem großen Starterfeld mit den Jungen. Die Jugend U17 männlich mit den Greizer Startern Anton Kleiner, Jonathan Dinkler und Tony Kollascheck hatte 15 Runden, also 27 km, zurückzulegen. In einem großen Starterfeld gab es schon am Anfang des Rennens einen Massensturz, in den Anton Kleiner und Jonathan Dinkler verwickelt waren. Mit großem Kampfgeist und trotz Sturzverletzung fuhren beide das Rennen tapfer zu Ende. Tony Kollascheck zeigte ein gutes Rennen in der Spitzengruppe und wurde Zwölfter. Alle drei Sportler vertreten am Sonntag den Freistaat Thüringen beim Bundessichtungsrennen in Günzach (Allgäu). |
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Niederlage gegen starke Ziegelheimer Handball, Gemischte D-Jugend,Verbandsliga Reudnitz (OTZ/G. Bölke). Die Reudnitzer Mannschaft begann engagiert und wollte die knappe Niederlage im Hinspiel gegen die Ziegelheimer wettmachen. Doch bereits nach wenigen Spielminuten lagen die Gastgeber mit 1:5 Toren im Rückstand. Sie hatten einfach kein Rezept gegen die schnellen Gegenstöße der Gäste, die in Passgenauigkeit, Raumaufteilung und Schnelligkeit überlegen waren. So schien das Spiel bereits zur Halbzeit beim Stand von 3:9 entschieden zu sein. Im zweiten Spielabschnitt keimte noch einmal Hoffnung auf, als Reudnitz, jetzt besser eingestellt auf den Gegner, drei Treffer in Folge zum 6:10 erzielte. Aber die Ziegelheimer kämpften ebenso verbissen und bauten den Vorsprung wieder aus. Dem TSGTeam verbleiben jetzt noch vier Spiele, davon drei Heimspiele, um eventuell die Position in der Tabelle (5. Platz) zu verbessern. Reudnitz mit: C. Ehlich, H. Ehlich 8, S. Keßler 5, D. Auerbach, C. Hartig, C. Müller, A. Golle, M. Ressel, St. Hübner, T. Dalmatov 2. |
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Schulnetzplanung in Zeulenroda einstimmig bestätigt Der Schulnetzplan für die allgemeinbildenden Schulen in Trägerschaft der Stadt Zeulenroda-Triebes wurde gestern Abend einmütig vom Stadtrat gebilligt. Damit ist die Bestandssicherung der drei Grund- und drei Regelschulen bis 2016 beschlossen. Steffen Beikirch / 15.04.10 / OTZ Zeulenroda. Die im Vorfeld geäußerte Kritik von Klaus Wolf, Leiter der Regelschule Friedrich Solle Zeulenroda, an den nur geringen Investitionskosten für sein Schulhaus spielte keinerlei Rolle. Zwar versuchte die Läwitzer Ortssprecherin Corina Peipp nochmal darauf einzugehen. Allerdings war da der Beschluss längst gefasst. Am Vorabend, so Peipp, habe es noch eine Elternsprechersitzung in der Solle-Schule gegeben, wo es auch um jene Finanzen ging. Bürgermeister Frank Steinwachs (CDU) bedauerte, er könne den Tagesordnungspunkt jetzt nicht nochmal aufrufen. Schlug aber vor, Anmerkungen bei Bedarf schriftlich einzureichen, damit sie an den Nichttechnischen Ausschuss gegeben werden können. Dieses Gremium soll nun auch noch eine Anregung diskutieren, die von Diana Skibbe (Linke) vorgetragen und von Mike Stieber (SPD) unterstützt wurde: die Öffnung der Schulbezirke. Damit Eltern für ihre Kinder aus der Vielfalt der Angebote wirklich wählen können und nicht nur bitten und dann auf das Wohl und Wehe hoffen, meinte Diana Skibbe . Mike Stieber sagte, damit könne der Wettbewerb unter den Schulen verstärkt werden, was zu innovativen Konzepten führen kann. Im Saale-Orla-Kreis habe dies bereits befruchtende Wirkung gezeigt. Diana Skibbe übte zudem Kritik an der Verfahrensweise. So hätten am 16. März zur Diskussion im Nichttechnischen Ausschuss die Stellungnahmen der Schulkonferenzen noch nicht vorgelegen. Im Hauptausschuss am 22. März sei dann eine Einsichtnahme beantragt und inzwischen auch ermöglicht worden. Sie hätte sich dennoch gewünscht, dass die Statements an Stadträte ausgegeben werden. |
| 16. April 2010 /OTZ |
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Karikatur des Tages
Haltestellen wegen Sperrung geändert Greiz (OTZ). Aufgrund der Sperrung der Schmidtstraße für Busse vom 19. April bis voraussichtlich 22. April können die Bushaltestellen Heinrichshöhe stadteinwärts und Schmidtstraße nicht bedient werden. Die PRG bittet die Fahrgäste, ersatzweise die Haltestellen Pohlitzer Straße oder Adelheidstraße zu nutzen. Fahrverbot und drei Flensburg-Punkte Greiz (OTZ). Die Verkehrspolizei führte am Mittwoch im Landkreis Greiz und in Greiz Geschwindigkeitskontrollen durch. Die zulässige Geschwindigkeit überschritten 121 Fahrer, von denen 93 jeweils ein Verwarngeld bezahlen müssen und 18 jeweils ein Bußgeld und Punkte in Flensburg erhalten. Am schnellsten war ein Audi, der bei erlaubten 70 km/h mit 114 km/h fuhr. Ihn erwartet nun ein Bußgeld von 160 Euro, drei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Angebot des MVZ erweitert Reichenbach/Plauen (OTZ). Die bestmögliche Gesundheitsvorsorge für die Bevölkerung zu bieten und die Qualität stetig zu steigern, das ist das Ziel des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Reichenbach I. Deshalb erweitert das MVZ sein Leistungsangebot um einen Urologischen Fachbereich in Plauen. Am 1. April wurde die Praxis für Urologie von Dr. Hans-Jürgen Schuster in das Medizinische Versorgungszentrum Reichenbach I integriert. Dr. Dirk Hennig, Facharzt für Urologie und viele Jahre an der Paracelsus-Klinik Reichenbach tätig, wird die Praxis in bewährter Weise gemeinsam mit Dr. med. Hans-Jürgen Schuster fortführen. Die Praxis befindet sich in der Neundorfer Straße 14 in Plauen. Infos: Tel.: (03741) 22 44 82 Musik in Kirchenräumen erlebbar machen 28 Konzerte zur Reichenbacher Kirchenmusik Reichenbach (OTZ). In den Stadtkirchen Reichenbachs und Mylau sowie Neumark werden Besucher zu 28 Konzerten und musikalischen Veranstaltungen unterschiedlichster Couleur eingeladen. Das Repertoire reicht von Orgelmusik bis zur Chorsinfonik, von Barock bis zum Jazz. Einem breiten Publikum soll so Musik in ihren unterschiedlichsten Formen in den wunderschönen Kirchenräumen erlebbar gemacht werden, z. B. mit einem Orgelmärchen, nicht nur für Kinder, aber auch mit der zum vierten Mal stattfindenden Orgelnacht, die sich in diesem Jahr über beide Stadtkirchen erstrecken wird. Renommierte Ensembles und Künstler wie der Dresdner Knabenchor, Classic Brass, Gerhard Schöne und Prof. Martin Strohhäcker, Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger werden ebenso zu hören sein wie junge Talente, zum Beispiel das Jugendsinfonieorchester des Zwickauer Konservatoriums. Auch die Ensembles der Kirchgemeinden, wie die Trinitatis-Kantorei, Jugendchor und Posaunenchöre werden sich an den einzelnen Veranstaltungen beteiligen. Die Vogtland-Philharmonie Greiz/Reichenbach wird zur Orgelnacht musizieren sowie im Weihnachtskonzert in dem Antonio Vivaldis „Gloria“ erklingen wird. Informationen erhalten Interessierte bei Kirchenmusiker Andreas Kamprad unter Tel. (03765) 55 53 37. Vogelscheuchen gesucht Ausstellung mit Prämierung zum Reitfest in Gospersgrün am 12. Juni geplant Gospersgrün (OTZ). Anlässlich des Reitfestes plant der Agrarhof in Gospersgrün eine Vogelscheuchen-Ausstellung und sucht dafür noch Erbauer „schaurig-schöner Vogelscheuchen“. In den letzten Jahrzehnten sind Vogelscheuchen immer seltener geworden. Entdeckt man mal eine, dann wird diese viel bestaunt. Auf den Bauernhöfen einst beliebt, schützten sie Saatbeete, Kirschbäume, Erdbeeren oder Fischteiche vor Vögeln. Eine geplante Ausstellung mit Prämierung sollen die vom Aussterben bedrohten Vogelscheuchen zu neuem Leben erwecken. Entsprechend gesucht werden Vereine, Schulen, Kindergärten oder Privatpersonen, die ihren gestalterischen Ideenreichtum präsentieren möchten. Exemplare in Personengröße können bis zum 3. Juni im Agrarhof Gospersgrün abgegeben werden. Die Ausstellung findet zeitgleich mit dem Bauernmarkt und Reitfest am 12. Juni im Seminarraum des Pferdeparadieses in der Schulstraße 2 statt. Informationen auch unter Tel.: (037600) 77 00. |
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