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Gegen Verödung der Innenstadt
Interessengemeinschaft Innenstadt Greiz plant Vereinsgründung Von Kathrin Schulz Greiz. Die Interessengemeinschaft Innenstadt Greiz, die sich im Ringen um akzeptable Lösungen sowohl für ein Greizer Verkehrskonzept als auch um eine vernünftige Umleitungsvariante für den bevorstehenden, gut zweijährigen Ausbau der August-Bebel-Straße zusammengefunden hat, steuert in diesen Tagen die Vereinsgründung an. „Wir haben schon einiges erreicht. So ist beispielsweise die ursprünglich im Verkehrskonzept geplante Schranke auf dem von-Westernhagenplatz vom Tisch. Aber wir wollen noch mehr erreichen. Wir sind kein Händlerverein, sondern eine Interessengemeinschaft Greizer Bürger, die Themen für die Stadt und ihre Bewohner aufgreifen und in ihrem Interesse auch diskutieren will“, fasst es Peter ,Kniebel, einer der Initiatoren am Montagabend vor der Versammlung in der „pm-lounge“ zusammen. An Themen, da ist er sicher, werde es nicht mangeln: Nach dem Verkehrskonzept stehe beispielsweise das Einzelhandelskonzept zur Debatte, auch der Ärztenotstand, der hier wie überall im Osten zu erwarten sei, sollte diskutiert werden. Dr. Mathias Stirkat, der gemeinsam mit Peter Kniebel, Torsten Müller und Peter Lorber zum vorläufigen Arbeitsvorstand des noch ungeborenen Kindes in der Greizer Vereinslandschaft gehört,umreißt das Ziel der Innenstadt- Akteure so: „Das Innenstadtkonzept ist aus unserer Sicht verbesserungsbedürftig. Wir wollen eine Verödung der Innenstadt verhindern. Dazu gehört ohne Frage die Erreichbarkeit von Geschäften und Praxen.“ Zu den 13 Befürwortern eines Vereins gehört auch Wilhelm Wüstner: Ein Verein werde dem Vorhaben eher Wir müssen uns Gedanken machen, wie der bevorstehende Ausnahmezustand zu bewältigen ist. Peter Lorber, Geschäftsinhaber gerecht, werde als Ansprech- und Gesprächspartner besser wahrgenommen. Eingangs hatte die Umleitungsvariante zum Ausbau der Bundesstraße 94 im Bereich August-Bebel-Straße nochmals im Blickpunkt gestanden. Lorber erinnerte an den Ausbau der Reichenbacher Straße. Die Bauphase habe die Greizer Geschäftsleute viele Kunden gekostet und viel Mühe, sie wieder herzulocken, weiß der Zoofachhändler aus eigener Erfahrung. Deshalb unterstützt er die Aktivitäten der IG Innenstadt, sich jetzt „Gedanken zu machen, wie man den bevorstehenden Ausnahmezustand bewältigen könnte“. Knackpunkte im Umleitungskonzept sehen die IGler nach wie vor am Knoten Marstallstraße/ Obere Silberstraße, der aus ihrer Sicht unbedingt Entlastung braucht. Auch dass der Busverkehr die Thomasstraße im Gegenverkehr befahren soll, trifft auf wenig Gegenliebe. Sie favorisieren eine Busstrecke aus der Altstadt über die Friedensbrücke. Mit der PRG-Geschäftsführung wolle man dazu Gespräche aufnehmen. Kommentar Auf den Zahn gefühlt Von Kathrin Schulz Es sind gleich zwei heiße Sommer, die die Greizer zu meistern haben, solange an der Hauptverkehrsschlagader der Stadt operiert wird. Dass der Eingriff notwendig ist, steht außer Frage. Wie er aber für alle so schmerzarm wie möglich über die Bühne geht, wird zum Großteil von Toleranz und Kommunikation abhängen. Ein Stück weit wollen auch wir mit unserem ersten OTZ-Treff dazu beitragen, Umleitungslösungen weiter bekannt zu machen, ihnen auf den Zahn zu fühlen, um Knackpunkte aufzuspüren. Denn wie die Debatte in der Interessengemeinschaft Innenstadt zeigte, gibt es durchaus neuralgische Punkte, deren Praxistauglichkeit erst zutage tritt, wenn die Umleitung „scharf“ ist, wie es Tiefbauamtsleiter Detlef Sambale ausdrückt, der in der Anwohnerinformation zugleich versprach, dass die Umleitung erst scharf gemacht werde, wenn sie tatsächlich gebraucht wird. Geschäftsleute sprechen vom Ausnahmezustand, der in den nächsten zwei Jahren zu meistern ist - da können Gespräche eigentlich nur helfen. Und Hand aufs Herz: Die Anwohner wissen schließlich am besten, wie’s läuft. Umleitungskonzept bleibt Thema in der Greizer IG Innenstadt
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OTZ-Treff lädt zur Debatte „Großbaustelle Greiz“ ein
Am 28. April startet Leserforum vor Ort Von Kathrin Schulz Greiz. Eigentlich sollte der grundhafte Ausbau der Bundesstraße 94 im Bereich der Greizer August-Bebel-Straße gleich nach Ostern starten. Doch zunächst verzögerte der nicht beschlossene Haushalt des Landes Thüringen und später das Vergabeprocedere - möglicherweise gibt es eine Vergabebeschwerde - des Millionen-Vorhabens den Baubeginn. Fakt ist: Für den eigentlichen Straßenausbau inklusive neuem Kanal für die Gräßlitz stehen den Bauleuten im Gemeinschaftsprojekt des Straßenbauamtes und der Stadt Greiz nur knapp zwei Jahre zur Verfügung, denn nur so lange stehen die Mittel aus dem Konjunkturpaket II des Bundes zur Verfügung. Doch unabhängig vom Bauplan ist den Greizern klar, dass ihnen zwei heiße Jahre ins Haus stehen. Denn die Operation an der Verkehrshauptschlagader der Stadt erfordert eine aufwändige Umleitung und sehr viel Kommunikation, um für alle Betroffenen die Einschränkungen erträglich zu halten. Der Ausbau der Reichenbacher Straße bot schon mal einen Vorgeschmack, allerdings auch Gelegenheit für Erfahrungen. In diesen Tagen werden die Straßen der Umleitungsstrecke, wie die Obere Silberstraße beispielsweise repariert, um der Belastung standzuhalten. Über die Großbaustelle Greiz mit ihren Umleitungsplänen wollen wir zur Premiere des OTZ-Treffs in Greiz am 28. April um 19 Uhr ins Theaterrestaurant zur Diskussion einladen. Wir wollen unseren Lesern die Gelegenheit bieten, ihre Sorgen und Probleme nicht nur in diesem Zusammenhang darzulegen. Jeder Teilnehmer kann zur Sprache bringen, wo ihm der Schuh drückt. Doch mit der Umleitung wollen wir zunächst beginnen. Als Gesprächspartner haben Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) und alle Fraktionschefs des Greizer Stadtrates - Jürgen Frantz (CDU). Harald Jatho (SPD), Holger Steiniger (Die Linke), Jens Geißler (IWA) und Wilhelm Wüstner (FDP) zugesagt. Auch der Sachgebietsleiter der Straßenverkehrsbehörde Holger Taut ist als Gesprächspartner angefragt. Die Moderation übernimmt OTZ-Lokalchefin Kathrin Schulz. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Natürlich können Fragen unserer Leser zum OTZ-Treff auch im Vorfeld in der Lokalredaktion eingereicht werden: Per Post Burgplatz 10. 07973 Greiz, per e-mail unter lrgreiz@ otz.de oder telefonisch unter 03661/875611. |
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Treffpunkt Herrenreuth
Seit 20 Jahren treten die Greizer Rad-Senioren in und außerhalb der Region in die Pedale Von Susann Grunert Greiz (OTZ). Von April bis Oktober ist Bernd Niederstadt dienstags nicht zu Hause zu erreichen. Denn dann sitzt der gebürtige Bad Langensalzaer als Tourleiter der Greizer Rad-Senioren fest im Sattel. Seit mittlerweile zwanzig Jahren trifft sich eine feste Gruppe Senioren und Vorruheständler während der Fahrradsaison an jedem Dienstag traditionell in Herrenreuth, um von dort die nähere und fernere Umgebung des Landkreises auf dem Drahtesel zu erkunden. „Angefangen haben wir mit vier Teilnehmern“, blickt Bernd Niederstadt zurück. Mittlerweile hat die Gruppe einen festen Stamm von rund 30 Radfreunden. Die Ursprünge der Greizer Rad-Senioren liegen skurrilerweise auf dem Eis. „Mit Eröffnung der Eishalle in Greiz-Aubachtal trafen sich dort regelmäßig Senioren, um ihre Runden zu drehen“, erzählt Bernd Niederstadt. Doch waren die Tage der Eissaison zu Frühjahrsbeginn gezählt, fehlte der Truppe für den Rest des Jahres die sportliche Betätigung. „Wandern ist nicht so mein Ding“, meint Bernd Niederstadt, „also fiel die Wahl auf das Radfahren.“ Die Mehrzahl der Rad-Senioren war und ist auch neben dem Radfahren sportlich aktiv, viele wechseln im Winter die Pedale mit Langlaufskiern. Und auch Bernd Niederstadt selbst kann auf eine sportliche Laufbahn zurückblicken. „Ich habe einige Zeit in Gera gewohnt, und dort Rollschnelllauf und Rollhockey betrieben“, erzählt er. Als Ausgleich dazu und zu seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit als Mathelehrer am Greizer Gymnasium stieg Bernd Niederstadt aufs Fahrrad. Bei den Greizer Rad-Senioren gehen Rente und rüstig einher. Der „jüngste“ Radler ist 63, der älteste 76. Und auch die Touren haben keinen Kaffeekränzchencharme. Der kürzeste der für dieses Jahr geplanten 29 Ausflüge zählt 22 Kilometer, Tagestouren umfassen meistens die doppelte Distanz. Werdauer Wald, Wünschendorf, Waltersdorf, Elsterberg, Waldhaus, Kahmer oder Schönfels lauten die Ziele. Seit 2006 radeln die Greizer Rad-Senioren auch einmal im Jahr zur Gemeinschaftstour in fremden Gefilden. Main und
Mosel wurden so schon erkundet. „2007 waren wir in Bayern unterwegs“, erzählt der Tourleiter, „da haben wir uns aufgrund der schlechten Beschilderung mehrmals verfahren, und so unfreiwillig unsere längste Radtour mit über 90 Kilometern zurückgelegt“, ergänzt er lachend. Das ist zum diesjährigen Ausflug an die Fränkische Seenplatte ausgeschlossen: „Die Strecken kenne ich“, meint Niederstadt. Im siebten Jahr schon fährt das Ehepaar Götze aus Elsterberg mit. „Meine liebste Strecke ist die zur Koberbachtalsperre“, erzählt Frau Götze. Der Wunsch, fit zu bleiben, raus zu kommen und die Zeit mit Gleichgesinnten zu verbringen, führt die Sachsen jeden Dienstag wieder mit ihren Rädern zum Treffpunkt nach Herrenreuth. |
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Adé, imkerliche Idylle
Milben, Monokultur, Futtermangel und giftige Stoffe schaden empfindlichen Bienen Von Ute Flamich Merkendorf (OTZ). Imkerei ist bei jungen Leuten immer beliebter. - Das zumindest hat der Landesverband Thüringer Imker mit Sitz in Weimar festgestellt. So sind es in diesem Jahr bisher 50 Imker mehr als 2009, sagt Frank Reichardt, Vorsitzender des Landesverbandes. Das habe zur Folge, dass es auch mehr Bienenvölker gibt. Waren es 2009 thüringenweit etwa 14 200, sind es jetzt zirka 15 300, so Reichardt. Diesen Trend kann Thomas Teubner, Tiergesundheitskontrolleur beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt in Zeulenroda, nicht bestätigen. Im Gegenteil: „Die Altersstruktur der Imker - mit meist 70 Jahren und älter - und die flächendeckende Absicherung mit Bienenbeständen im Landkreis Greiz bereitet uns Sorgen.“ Waren im Landkreis 2009 149 Imker und 1175 Bienenvölker gemeldet, sind es jetzt 137 mit Bienenbestand gemeldete Züchter und 1105 Bienenvölker. „Und die Imker werden wahrscheinlich von Jahr zu Jahr weniger. Die Bienenzucht ist sehr aufwändig. Dafür haben viele junge Leute keine Zeit oder kein Interesse.“ „Die Zeiten der imkerlichen Idylle sind nahezu vorbei“, sagt Imker Werner Tischendorf aus Merkendorf. Zu viele Faktoren wie Futtermangel, Schadstoffe, die aus Asien eingeschleppte Varroa-Milbe und die Monokultur schaden den sehr empfindlichen Bienen. Tatsächlich sei es so, dass Imker in der Stadt teilweise mehr Honig haben als Bienenzüchter auf dem Land. „In den Städten blüht es viele Monate im Jahr in Park- und Gartenanlagen, die Straßenbäume nicht zu vergessen“, sagt Tischendorf. „Hier bei uns auf dem Land wird die Landwirtschaft immer intensiver betrieben. Die Folge ist, dass immer mehr Blühflächen verschwinden.“ Auch der kranke Wald macht Imkern zu schaffen. „In unserer Region sterben die Fichten“, erklärt Tischendorf. „Die Bäume sind sehr anfällig gegen den Klimawandel und die sehr warmen und trockenen Sommer. Ich bin froh, dass wir noch das Gebiet rund um die Talsperre haben. Dort finden die Bienen noch Blütenstaub.“ Seine Bienen hegt und pflegt Werner Tischendorf seit nunmehr 40 Jahren. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder sei es gewesen, der im Alter von 14 Jahren die ersten Bienen mit nach Hause brachte, so der gebürtige Langenwetzendorfer, der seit 1970 in Merkendorf lebt. „Seit dieser Zeit habe ich auch Bienen.“ Autodidaktisch brachte er sich alles bei. „Wenn ich heute zurückblicke, war ich am Anfang ein richtiger Stümper“, sagt der Imker, der zunächst zwei, dann sechs, zehn und um die Wendezeit 20 Bienenvölker hatte. „Heute sind es bis zu 25.“ In seinem Garten hat Tischendorf einige kleine und große Herbergen für seine Bienen. Hervor sticht ein Bienenhaus in dem bis zu zehn Völker Platz finden. „Ich spiele nicht nur mit den Bienen, ich möchte auch viel und hochwertigen Honig ernten“, sagt Werner Tischendorf, der großer Honigliebhaber ist. Der kalte lange Winter konnte seinen Bienen nicht viel anhaben. „Wenn es nicht unter 10 000 Bienen und diese gesund sind und genügend Futter haben, dann macht der kalte Winter nichts“, meint der 62-Jährige. Während thüringenweit etwa 30 Prozent der Bienen gestorben sind, sind es im Landkreis Greiz zwischen zehn und 15 Prozent. „Mit dieser Verlustrate liegen wir im Durchschnitt der vergangenen Jahre“, sagt Tiergesundheitskontrolleur Thomas Teubner. Darunter seien Imker, die bis zu 100 Prozent Verlust hatten. Ein Grund dafür könne unwirksames Behandeln auf die Varroa-Milbe sein. |
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Über den Kampf an drei Fronten 22 Interessierte bei Gründertreffen im TITV Von Katja Grieser Greiz. René Mathiak hat die besten Voraussetzungen, um einen Job zu bekommen: Der Hohndorfer ist jung und hat ein abgeschlossenes BWL-Studium in der Tasche. Doch seit vergangenem Jahr ist der Betriebswirt vergeblich auf der Suche nach Arbeit. „Die Wirtschaftskrise halt“, sagt Mathiak schulterzuckend. Inzwischen ist er am Überlegen, ob er sich selbstständig machen sollte. Im kaufmännischen Bereich sollte es sein, genaue Vorstellungen hat der Hohndorfer jedoch noch nicht. Deshalb hat er sich - wie weitere 21 Interessierte auch - für das gestern im Textilforschungsinstitut (TITV) Greiz stattgefundene Gründerseminar eingeschrieben. Organisiert vom Landkreis Greiz, erhielten die eventuell künftigen Unternehmer Tipps unter anderem zur Finanzierung, zu Gründungsmodalitäten, aber auch zu Risiken. Dazu waren Vertreter von Industrie- und Handelskammer, Arbeitsagentur und Arge, der Sparkasse Gera-Greiz, der Thüringer Aufbaubank sowie der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung vor Ort. Ratschläge gab es darüber hinaus von Dirk Rönnecke, Unternehmer und Gründertrainer. „Sie müssen immer daran denken, dass sie an drei Fronten kämpfen“, erklärte Rönnecke den Teilnehmern des Treffens. Die erste Front sei der Existenzgründer selbst. Denn häufig haben Leute, trotz guter Geschäftsidee, anfangs das Gefühl, nicht gebraucht zu werden, weiß Dirk Rönnecke aus Erfahrung. Diesen Punkt gelte es zu überwinden, sonst komme man über die Gründungsphase nicht hinaus. Zweite Front sei die Familie, ohne die der Existenzgründer aufgeschmissen sei. Denn die Familie müsse mitziehen, aber auch akzeptieren, dass sie in der Regel unter der neuen Situation zu leiden habe. Und nicht zuletzt sei es der Kunde, der die dritte Front aufmacht. Denn für Jungunternehmer gelte es heraus zu finden, wer und wo diejenigen sind, die Geld für die Leistung oder Ware ausgeben, die er anbietet. Auch wenn die Gründertreffteilnehmer interessiert zuhörten, als über Gründungsschritte, Fördermittel, Tragfähigkeit der Geschäftsidee usw. berichtet wurde, schienen doch die meisten auf die persönlichen Gespräche im Anschluss an den offiziellen Teil zu warten. So auch René Mathiak: „Von den Einzelgesprächen erhoffe ich mir wirklich was“, sagt der Hohndorfer. |
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Junges Greiz Zwischenrufe strengstens erwünscht Die Greizer Laien-Schauspielgruppe „theaRter“ adaptiert das Kult-Musical „Rocky Horror Show“
Seit Montag laufen im Greizer Theater die finalen Proben für das Stück „The Rocky Horror Picture Show“ des Vereins „theaRter“. In den Hauptrollen finden
sich unter anderem (vorn, von links) Tobias Hopfer (Rocky Horror), Sophia Thomas (Janet) und Matthias Pohle (Frank’n’Furter). Von Marcel Hilbert Greiz (OTZ). „Slut“, „Asshole“, „Blondie“ - Zwischenrufe dieser Art sind doch eher unüblich und unangebracht bei den meisten normalen Theaterdarbietungen. Doch normal wird das, was sich am Freitagabend auf der Bühne des Greizer Theaters abspielen soll, sowieso nicht. Zur Premiere der „Rocky Horror Picture Show“ des Greizer Schauspielvereins „theaRter“ sind spontane Reaktionen des Publikums nicht nur geduldet, sondern sogar erwünscht. Einer, der sich ein aktives Publikum zur Aufführung am Freitag wünscht, ist Stephan Marek. Der 28-jährige Greizer inszeniert dieses bisher größte Projekt des recht jungen Vereins, 30 Mitwirkende werden auf der Bühne zu zählen sein, darunter Darsteller und Livemusiker. „Vergessen dürfen wir aber nicht die vielen Helfer hinter dem Vorhang“, erklärt Marek. Die Koordination dieser vielen Beteiligten sei eine der größten Herausforderungen gewesen, meint der Regisseur. Mit 30 Mitwirkenden ist es unsere bisher größte Inszenierung. Stephan Harpeng, Vorsitzender „theaRter“ Schwierig war laut Marek aber auch die Tatsache, dass gerade der Film einen viel zu hohen Bekanntheitsgrad hat. Bei den Liedern, denen anderes Notenmaterial zugrunde liegt als im Film, war es schwer, alle auf einen Nenner zu bringen.“ Seit Montag kann der Verein auf der Bühne im Theater proben. Hier werden die vielen Elemente, die zunächst nur in Teilproben trainiert wurden, wie ein Puzzle bis Freitag zusammengesetzt. So übten die Musiker im Proberaum der Band „Wellenbrecher“, die Darsteller und Tänzer im Club 2000 des Stadtjugendrings und die Hauptdarsteller zu den Einzelproben bei Marek zu Hause. Das fertig zusammengesetzte Bild soll dann vor allem eines werden: unterhaltsam. Wie beim Original wird auch in der Greizer Inszenierung nicht mit Musik, Gesang, Tanz, Humor und Anzüglichkeiten gegeizt. Gerade letzteres macht schließlich auch den Kult um das Musical aus - und eben die zur Tradition gewordene Interaktion mit den Zuschauern. Diese erhalten im Greizer Theater noch vor Beginn eine Überraschungstüte mit Minirequisiten. „Darin ist zum Beispiel ein Feuerzeug. Wenn dann das Lied ’There’s a light’ anklingt, sollen 500 Feuerzeuge den Saal Das Stück wird frisch, obwohl es bereits fast 40 Jahre alt ist. Stephan Marek, Regisseur der „Rocky Horror Picture Show“ erleuchten“, hofft Stephan Marek. Damit auch keiner der Gäste seinen Einsatz verpasst, werden links und rechts der Bühne zwei große Monitore mit Anweisungen prangen. Am Ende der Aufführung werden dann einige der Lieder nochmals
wiederholt und das Publikum ist angehalten, die Bühne zu entern und mitzutanzen. So verspricht der Abend eine bunte
Mischung an verrückten Ideen, spritzigen Dialogen und Konzertatmosphäre, oder, um es in Stephan Mareks Worten
zu sagen: „Unsere Show soll laut, schrill, dekadent, bunt und frisch werden.“ Wer für die Premiere der
„Rocky Horror Picture Show“ am Freitag um 20 Uhr im Greizer Theater noch eine Karte ergattern möchte, sollte sich beeilen. Hier sind nur noch wenige Plätze frei. Eine zweite Chance bietet sich dann noch einmal am Freitag, 23. April, im Reichenbacher Neuberinhaus. Schrill, bunt und laut Von Katja Grieser Schrill, bunt und laut - besser könnte diese Woche kaum beschrieben werden. Diese Attributetreffen zunächst einmal auf die Abiturienten zu. Dass die sich von der Schule lautstark verabschieden, ist logisch. Doch die
Greizer belassen es nicht bei einem Tag, sondern erweitern das Abschiedszeremoniell auf eine ganze Woche. Mit schrillen Klamotten von Glamour über Kickeroutfits bis zur mehr oder weniger sexy Nachtwäsche, dazu laute
Musik in den Pausen - die Zwölftklässler lassen es ordentlich krachen. Extravagant hingegen lässt es der „theaRter“-Verein angehen. Exzentrisch, skurril, einfach abgedreht kommt ihre „Rocky Horror Picture Show“ daher, die sie am Freitag im Greizer Theater präsentieren werden. Eine schrille Mischung aus Musical, Gruselparodie,
Travestie-Show und Science-Fiction-Persiflage versprechen die Macher des Spektakels. Man darf gespannt sein.
Gerockt wurde am Sonnabend im Neuberinhaus in Reichenbach, als sich fünf Bands dem Publikum stellten. Vollends
überzeugen konnte die Studentenband „Pub’n’Steel“ aus Leipzig, die ihre Wurzeln in Wildetaube und Hohenleuben hat, an diesem Abend. Auf die vier Musiker wartet nun ein noch größeres Event, denn „Preisgeld“ ist der Auftritt bei „Rock für ein buntes Vogtland“ am 12. Juni an der Göltzschtalbrücke. Erotisches Punkt 12 mit dem Sprechsteller Martin Stiebert gibt es am Donnerstag, 15. April, um 12 Uhr im Kinocenter UT 99. Stiebert führt, für Abiturienten eine Deutschstunde, in das weite Feld der erotischen Literatur ein. 36-Grad-Party im Zapfwerk Wenn Parties im Zapfwerk sind, bin ich eigentlich immer dort, weil in Greiz sonst nichts los ist. Als wir etwa 23 Uhr ankamen, war es noch recht leer, aber bis 0.30 Uhr hatte sich der Laden gut gefüllt. Von der Musik her war es eigentlich wie immer, im Keller lief Electro, was nicht so mein Fall ist, und oben Black Music. Zu solchen Feiern trifft man immer viele Bekannte. Schade ist nur, dass es meistens die selben Leute sind und nicht mehr Gäste von außerhalb gezogen werden. Robin Heydrich (23), Auszubildender, Greiz
School’s out: Party in der Wilden Taube Das Schwitzen auf der Schulbank hat für die über 70 Zwölftklässler endlich ein Ende: Auf der Zielgeraden lassen es die vier Abschlussklassen in dieser Woche richtig krachen. Allerdings nicht beim Lernen, sondern beim Partymachen. Themenwoche ist angesagt. Am Montag tauchten sie alle in Fußballerkluft auf, passend zur WM in diesem Jahr. Keineswegs partymüde schlüpften sie gestern in Pyjamas. Heute sind Hollywood und Glamour an der Reihe, am Donnerstag heißt es: Heute machen wir Blau. Also werden alle blauen Klamotten aus dem Schrank gekramt. Am Freitag, zum letzten Schultag, ist dann natürlich alles erlaubt, was gefällt. Hauptsache, laut und schrill muss es
sein. Wer mit den Abiturienten feiern will, der ist am Freitagabend ab 20 Uhr im Gasthof Wilde Taube in Wildetaube genau richtig. Da steigt dann die große Abschiedsfete, bei der gute Laune und jede Menge Spaß garantiert sind.
An diesem Abend werden nicht nur die über 70 Zwölftklässler nach Wildetaube pilgern, sondern willkommen ist auch der, der gerade nicht seinen Abschluss macht. Ein DJ, organisiert von den Zwölftklässlern aus Greiz, wird
für Partystimmung sorgen. Wichtig ist jedoch eines: Wer an diesem Abend in der Wilden Taube mitfeiern möchte, sollte
auf alle Fälle älter als 16 Jahre sein. Mit Spielfreude und „kleiner Big Band“ zum Sieg
„Pub’n’Steel“ aus Leipzig zieht zum Bandwettbewerb alle Register - und löst Fahrkarte für „Rock für ein buntes Vogtland“ Von Marcel Hilbert Reichenbach (OTZ). Es ist bereits früher Sonntag, als Daniel Kertscher die Bühne betritt. „Jetzt wird es spannend“,
meint er zum Publikum, das sich vor der Bühne im Foyer des Reichenbacher Neuberinhauses versammelt hat. Fast alle
der insgesamt 230 Gäste des Bandwettbewerbs zu „Rock für ein buntes Vogtland“ warten nun gespannt auf die Bekanntgabe der Siegerband. Doch wie üblich beginnt Kertscher, einer der Organisatoren des Abends, mit den hinteren Rängen: „Wir haben zwei vierte Plätze: Smaekma und Void.“ Beide Bands hatten die schwierige Aufgabe, zu Beginn
der Veranstaltung vor einem sich nach und nach füllenden Saal zu spielen. Den Auftakt machten „Smaekma“ aus Plauen.
Das Trio rockte gleich gut los und gab die Marschrichtung des Abends vor: „Spaß haben und eine Party feiern.“ Das merkte man den Punkrockern in jeder der 20 Minuten Auftrittszeit an. Ihnen folgte die Chemnitzer Band „Void“. Die
Musiker walzten mit ihrem schweren Grunge-Heavy-Metal- Mix das wachsende Publikum nieder. „Kommen wir zu Platz drei.“ Die Leute hängen an Daniel Kertschers Lippen, als er die nächste Platzierung verliest: „Diesen belegen: Orange Pastelle.“ Der Auftritt des Trios aus Netzschkau war einer der musikalischen Glanzpunkte des Abends. Einfühlsame und dennoch progressive Gitarrenklänge, gepaart mit einer gut aufgelegten Rhythmussektion, sorgten für ein intensives und atmosphärisches Hörerlebnis, das von den Zuhörern mit viel Beifall bedacht wurde. Moderator Kertscher wirft noch einmal einen Blick auf seinen Zettel. Nach einer obligatorischen Spannungspause setzt er an: „Über den zweiten Platz, die Aufnahme einer Demo- CD im Tonstudio können sich freuen: Wellenbrecher.
Das heißt, Pub’n’Steel gewinnen den ’Rock für ein buntes Vogtland’-Bandcontest.“ Beide Gruppen gaben bei ihren
Auftritten alles, um die Stimmen des Publikums zu gewinnen. „Wellenbrecher“ aus Greiz hatten hierfür ein einfaches
Rezept: „Die besten Songs in die 20 Minuten packen.“ Die Rechnung ging auf und vor der Bühne wurde zu dem deutschsprachigen Hardrock mitgesungen, getanzt und gefeiert. Am Ende konnten sich dennoch knapp, aber verdient die
Leipziger Punkrocker von „Pub’n’Steel“ durchsetzen. Mit der Unterstützung einer „kleinen Big Band“, ein Saxofonist
und ein Posaunist, und Spielfreude, die der Band durchweg anzumerken war, holten sie den Großteil der Zuschauerstimmen. 20 Minuten waren eigentlich zu wenig für diese Band. Aber durch den Sieg beim Bandwettbewerb gibt es ja bereits am 12. Juni ein Wiedersehen mit „Pub’n’Steel“. Sie werden dann das „Rock für ein buntes Vogtland“-Festival eröffnen. |
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Stadtderby mit knappem Sieg für die Gäste
Fußball, Alte Herren: Grünler erzielt kurz vor Schluss den Siegtreffer für den Greizer SV Greiz (OTZ/MS). „Eigentlich ein typisches 0:0-Spiel“ - So war der einvernehmliche Tenor der Spieler und Zuschauer beim Saisonauftakt der Stadtrivalen auf dem Tempelwaldsportplatz. Zunächst agierten beide Teams recht zerfahren und mit hohen Fehlpassquoten, so dass zwingende Tormöglichkeiten ausblieben. Die Gäste standen kompakt und hatten mit Svend Grünler nur eine richtige Spitze aufgeboten. In der 12. Minute setzte der GSV ein erstes Achtungszeichen. Eine hohe Eingabe Richtung rechten Pfosten von Krieglsteins Gehäuse verpasste Mainka knapp. Wenig später die Antwort der Spielgemeinschaft mit einem Distanzschuss von Schirr, der aber Torwart Krakau nicht zum Allerletzten zwingt. Auch der Fernschuss von Mohr in der 24. Minute verfehlte das ersehnte Ziel. Lichterloh brannte es in Minute 28 im SG-Strafraum: Grünler hatte sich gut gegen die Abwehr der Spielgemeinschaft behauptet und marschierte allein auf Krieglstein zu, der im letzten Moment mit Fußabwehr klären konnte. Die letzte Chance für die Spielgemeinschaft vor dem Halbzeitpfiff bot sich T. Knarr mit straffem Distanzschuss. Unmittelbar nach dem Wechsel zog Schirr aus 20 Metern trocken ab. Der Schuss ging nur knapp über das Gästetor. Der Greizer SV blieb in dieser Spielphase stets über Konter gefährlich, beraubte sich jedoch wegen unkonzentriertem Abschluss der Möglichkeit zur Führung. In der 65. Minute trat Schirr einen Eckball auf Marco Vogel. Dessen direkter Abschluss wurde dann von Krakau pariert. Neun Minuten vor Spielende dann die Entscheidung im Derby. Ein Einwurf der Spielgemeinschaft in der eigenen Hälfte konnte nicht unter Kontrolle gebracht werden. Diese Chance ließ sich Torjäger Grünler nicht entgehen und vollendete zum 1:0 (71.). Trotz großer Bemühungen in der verbleibenden Spielzeit gelang der Ausgleich nicht mehr, obwohl noch Möglichkeiten durch Vogel und Kühnert zu verzeichnen waren. SG Greiz: Krieglstein, Bähringer, Jung (65. M. Schlegel), Knarr (41. Ellrich), A. Beyse, Vogel, Deußing, Schirr, Bauch (A. Schlegel), Kasenow (57. Schröck), Mohr (41. Kühnert), Greizer SV: Krakau, Hilbert, Kießling, Müller, Kattler, Mainka, Wolf, Brand, Pohle, Öttert, Grünler. |
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Frühjahrsputz im Greizer Freibad Vorbereitungen für Saisoneröffnung im Mai Greiz (OTZ/Böhm-Lämmer). Seit einigen Tagen schon sind die Mitarbeiter des Greizer Bäderkomplexes damit beschäftigt, die Becken und die restliche Außenanlage „aufzupeppen“. Das große Becken wird zurzeit abgelassen und Azubi Ricky Buksch beschäftigt sich damit, das Becken mit dem Hochdruckreiniger von Algen, Laub und anderem Unrat zu befreien. Allein das Ablassen und Reinigen dauert eine gute Woche. Danach werden die Linien im Becken nachgezogen und am Edelstahl die schadhaften Stellen beseitigt und alles neu aufpoliert, so dass zur Eröffnung im Mai wieder alles in Ordnung ist. Die große Wasserrutsche wurde bereits in der letzten Woche vom TÜV abgenommen. Auch der neue Rasentraktor hatte schon seinen ersten Einsatz und die Liegewiese bekam den ersten Frühjahrsschnitt. |
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Zeulenrodaer SPD sieht den Stadtrat missachtet
Bei den von Volker Emde (CDU) initiierten Arbeitsgesprächen zur Zukunft der Talsperre Zeulenroda fühlt sich die SPD-Fraktion des Stadtrates schlicht vergessen. Nach der Auftaktveranstaltung vom 31. März kritisiert Mike Stieber jetzt das Vorgehen der Stadtverwaltung als Missachtung des Stadtrates. Steffen Beikirch / 14.04.10 / OTZ Zeulenroda. Er spricht dabei auch im Namen der Fraktionschefs von FDP und Die Linke. Während Horst Gerber (FDP) dies bestätigt, würde Frank Höhn (Linke) nicht so weit gehen, das Wort Missachtung in den Mund zu nehmen. Dazu kenne ich zu wenig Hintergründe, sagt er. Zu der Diskussion im Rathaus mit Landkreis, Doppelstadt, Fernwasserversorgung, Landwirtschafts- und Wirtschaftsministerium, Landesverwaltungsamt, IHK, Landwirten sowie den Bürgermeistern von Zadelsdorf und Silberfeld war festgestellt worden, dass sich die Anrainergemeinden zu einer Planungsgemeinschaft zusammenfinden wollen, um konkrete Schritte und Baurecht in die Wege zu leiten. Von den Absichten hätten die Stadträte aus der Zeitung erfahren müssen, kritisiert Stieber. Auch Horst Gerber und Frank Höhn haben darüber erst in der OTZ gelesen. Nachdem der Stadtrat sich mit der touristischen Entwicklung der Talsperre beschäftigt, ist es zumindest sehr ungeschickt, denselben außen vor zu lassen, urteilt der FDP-Fraktionschef. Vertrauensvolle Zusammenarbeit kenne er anders. Für Gerber gilt nach wie vor die Beschlusslage des Stadtrates, dass erst eine Untersuchung des Regionalmanagements vorliegen soll, welche die in der Haushaltsdebatte gestellten Fragen sachlich und nachvollziehbar beantwortet. Vorher gibt es von der FDP auch keine Zustimmung zur Freigabe von Geldern. Die Haushaltssperre, die der Stadtrat auf die touristische Entwicklung gelegt hat, könne auch nur der Stadtrat wieder aufheben, meint Frank Höhn. Er kann sich aber nicht vorstellen, dass der Bürgermeister hier einen Alleingang machen will. Mike Stieber begrüßt solche Initiativen, wie die zur Gesprächsrunde im Rathaus, grundsätzlich. Nur sollte zur geplanten zweiten Zusammenkunft neben einem Vertreter der Gemeinde Weißendorf auch ein Vertreter jeder Stadtratsfraktion eingeladen werden. Schließlich seien es die Stadträte, die für die touristische Erschließung der Region die finanziellen Mittel mit zur Verfügung stellen. So erhalte beispielsweise das Waikiki eine sehr hohe Summe aus dem Stadt-Haushalt. Mehr sei in der aktuellen Situation einfach nicht zu finanzieren. Oder soll weiter an anderer Stelle gespart werden, um zum Beispiel prächtige Strandbäder zu errichten? Augenmaß statt nichtfinanzierbarer Visionen möge die weiteren Beratungen dieser Initiativgruppe bestimmen. Vertreter des Stadtrats sollten dabei als Stimme der Vernunft unbedingt vertreten sein, fordert Stieber. |
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Räuberische Erpressung in Weißendorf aufgeklärt Auf dem Heimweg wurde am 19. März ein Weißendorfer überfallen. Jetzt konnte die Polizei den Überfall aufklären. Steffen Beikirch / 13.04.10 / OTZ Weißendorf. Aus ermittlungstaktischen Gründen ging die Polizei erst jetzt mit einer Straftat vom 19. März an die Öffentlichkeit. Zugetragen hat sie sich an jenem Freitag gegen 22.45 Uhr in Weißendorf. Nun ist sie erfolgreich aufgeklärt, hieß es gestern. Ein 48-jähriger Weißendorfer hatte zu dieser späten Stunde die Gaststätte Turnerheim verlassen, um sich auf den Heimweg zu begeben. Auf dem Abschnitt bis zur Linde begegnete er zwei unbekannten Männern, die nicht aus dem Ort stammten und offensichtlich alkoholisiert waren. Einer davon ein 20-Jähriger aus dem Saale-Orla-Kreis verlangte Geld. Als der Weißendorfer dies verweigerte, wurde er von dem Unbekannten geschlagen und zu Boden gebracht. Der Geschädigte konnte sich aber bald wieder losreißen und flüchtete zurück ins Turnerheim, von wo aus er die Polizei verständigen ließ. Die Beamten leiteten sofort eine Fahndung ein, berichtete gestern die Polizeidirektion. Zunächst jedoch habe man den Täter und seinen 24-jährigen Begleiter aus Zeulenroda-Triebes, der nicht aktiv am Geschehen beteiligt war, nicht feststellen können. Ermittlungen in Weißendorf ergaben schließlich Hinweise auf einen der bis dahin unbekannten Männer, sagte gestern Otto Nöller, Leiter des Ermittlungsdienstes der Greizer Polizei. Dadurch konnte man nun auch noch den Täter ausfindig machen. Der 20-jährige Beschuldigte wurde vorige Woche vernommen und räumte die Handlungen ein, gab aber an, sich wegen seiner Trunkenheit an Details nicht erinnern zu können. Gegen ihn wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter räuberischer Erpressung eingeleitet eine Straftat, auf die Freiheitsstrafe steht. |
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14. April 2010 /Vogtland-Anzeiger Mylauer Kirche rüstet ab Mylau – Die Turmspitze der Mylauer Kirche erstrahlt in neuem Glanz. Das Gerüst ist bis herunter zum Hauptturm gefallen und Turmspitze samt Messingkugel und Turmkreuz sind wieder weithin sichtbar. Nach und nach werden sich die Bauarbeiter in den nächsten Wochen bei der Turmsanierung nach unten arbeiten. Zunächst stehen noch Dachklempner- und Steinmetz-Arbteiten an.
Insgesamt sind die Mylauer bei der Sanierung ihrer 120 Jahre alten Kirche etwas in Verzug geraten. Das liegt laut Auskunft von Günter Kempe, dem Bauverantwortlichen der Kirchgemeinde, an unvorhersehbaren Schäden an Turm und Fassade und natürlich auch am langen Winter. Erst am 19. März konnten die Arbeiten wieder aufgenommen werden.
Vor allem die reichen Verzierungen an der Kirchenfassade sind doch mehr in Mitleidenschaft gezogen, als es Fachleute vor Beginn der Arbeiten angenommen hatten. „Viele der Schäden“, sagt Günter Kempe, „konnten wir mit dem Feldstecher halt doch nicht erkennen. Das Ausmaß wurde erst beim näheren Betrachten sichtbar, als das Gerüst stand.“ Und so mussten zahlreiche Klinker in Sonderanfertigung nachgebaut werden.
Das hat Zeit gekostet und auch die Kosten in die Höhe getrieben. Waren ursprünglich rund 220 000 Euro für die Turmsanierung eingeplant, gehen die Bauherren mittlerweile von 300 000 Euro aus. Aber der Sanierungsträger hat laut Kempe den Mehrkosten zugestimmt und weiterhin übernehmen Bund und Land je vierzig Prozent sowie Stadt und Kirchgemeinde je zehn Prozent der Baukosten. „Wenn wir vor Ort festgestellte Schäden jetzt nicht auch beseitigen würden, wäre das an der falschen Stelle gespart“, ist sich Kempe sicher. Schließlich habe man festgestellt, dass manches Kirchenteil in den vergangenen 120 Jahren „bedrohlich aus den Fugen geraten“ sei und dass es höchste Zeit war, diese Sanierung jetzt in Angriff zu nehmen. Kempe: „Das mussten mittlerweile wohl auch die Kritiker einsehen. Wir können froh sein, dass bisher niemand durch herunterstürzende Teile zu Schaden gekommen ist.“ |
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| 14. April 2010 /OTZ | ||||
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