12. April 2010 /OTZ

Das Einmaleins der Feuerwehr

Bei Lutz Hampel (7. v. l.) erfuhren nicht nur die Feuerwehrmänner alles über den Umgang mit Feuerlöschern, auch zwei Teichwolframsdorfer Kindergärtnerinnen hörten interessiert zu.
Bei Lutz Hampel (7. v. l.) erfuhren nicht nur die Feuerwehr-
männer alles über den Umgang mit Feuerlöschern, auch zwei
Teichwolframsdorfer Kindergärtnerinnen hörten interessiert zu.
Foto: Marcel Hilbert
Peter Englert, Lehrkraft des DRK Greiz, unterwies die Kameraden im Gemeinschaftshaus in Erster Hilfe.
Peter Englert, Lehrkraft des DRK Greiz, unterwies die Kameraden
im Gemeinschaftshaus in Erster Hilfe.
Foto: Marcel Hilbert

Auffrischung im Mittelpunkt des Ausbildungstages der Teichwolframsdorfer Wehren

Von Marcel Hilbert Großkundorf (OTZ).

„Helfen in Not ist unser Gebot“ - dieser Schriftzug ziert den Mannschaftsbus, mit dem am Sonnabend die rund 40 Kameraden der Ortsteilfeuerwehren von Teichwolframsdorf in Großkundorf anrückten. Damit dieses Motto weiterhin seine Gültigkeit behält, veranstalten die Wehren aus Teichwolframsdorf, Kleinreinsdorf, Großkundorf, Sorge-Settendorf und Waltersdorf einmal im Jahr ihren Ausbildungstag. In diesem Jahr in Großkundorf stand dabei keine Effekthascherei auf dem Programm, sondern vielmehr das kleine Einmaleins für Feuerwehren. Während auf der Freifläche am Ortseingang der korrekte Umgang mit den verschiedenen Typen von Feuerlöschern geschult wurde, erhielten im Geher meinschaftsraum alle Teilnehmer eine Auffrischung in Erster Hilfe. Im Gerätehaus der Großkundorfer Wehr schließlich bekamen Kameraden mit Kettensägenschein noch einige Tipps für das sichere Fällen von Bäumen. Ortsbrandmeister Rainer Jubelt zeigte sich mit der Resonanz der Teilnehmer sehr zufrieden, immerhin war fast die Hälfte der 94 Kameraden aus allen Wehren mit von der Partie. „Großkundorf hat keinen besonderen Schwerpunkt, daher haben wir den Tag für eine allgemeine Erneuerung der Grundkenntnisse genutzt“, sagt Jubelt, „Gerade bei diesen Handgriffen ist es enorm wichtig, dass man sie auch immer wieder in der Praxis trainiert.“ Von langer Hand werden die Ausbildungstage der Teichwolframsdorfer Feuerwehren vorbereitet, die Stationsleiter selbst noch einmal geschult, um in ihren Gebieten auf dem neuesten Stand zu sein. Im Juni müssen die Kameraden zu einem zweiten Trainingstag in einer kombinierten Übung unter Beweis stellen, dass das am Sonnabend Gelernte hängen geblieben ist. Für 2011 steht bereits ein Plan für den zentralen Ausbildungstag: Dann geht es für die Feuerwehrmänner nach Kleinreinsdorf, wo in der Firma Unifrax eine neue Brandmeldeanlage in Betrieb genommen wird.

Kommentar

Brandherd Feuerwehr

Von Katja Grieser

Das Auffrischen des Feuerwehrwissens ist für freiwillige Feuerwehrleute wichtig, sie haben schließlich nicht jeden Tag mit Brandschutz etc. zu tun, in der Regel gehen sie einem anderen Job nach. Und da fängt das Problem der freiwilligen Wehren, von denen es im Kreis 135 gibt, an. Die haben es zunehmend schwerer, ihre Einsatzbereitschaft - vor allem tagsüber - abzudecken. Schrumpfende Einwohnerzahlen bedeuten weniger Mitglieder in den Feuerwehren und die, die diese Aufgabe ehrenamtlich übernehmen, sind am Tag meist auf Arbeit. Und das häufig auswärts oder im Schichtsystem - da sieht es, wenn auch unfreiwillig, mit der Einsatzbereitschaft schlecht aus. Die in diesem Jahr eingeführte Regelung zur Feuerwehrrente mag zwar einen Anreiz bieten, in die freiwilligen Wehren einzutreten, das Grundproblem Einsatzbereitschaft wird damit jedoch kaum gelöst.


12. April 2010 /OTZ

Theater, Schulen und Betriebe im Blick

Der Umgang mit der Feuerwehrtechnik wurde am Sonnabend geübt.
Der Umgang mit der Feuerwehrtechnik wurde am Sonnabend
geübt.
Foto: Matthias Klinner

Rund 50 Einsatzkräfte aller Greizer Feuerwehren bei Ausbildungstag am Sonnabend

Greiz (OTZ/KG).

Zum Ausbildungstag bei der Greizer Stützpunktfeuerwehr frischten am Sonnabend rund 50 Einsatzkräfte der sechs Ortsteilwehren ihr Wissen auf. Wie Wehrleiter Peter Lindner sagte, wurde u. a. über die Schwerpunktobjekte der Stadt informiert. Dazu zählen etwa das Theater, Schulen und bestimmte Betriebe. „Alles, was eine Brandmeldeanlage hat, ist ein Schwerpunktobjekt“, so Lindner. Wichtig für die Kameraden sei, wie die Anlagen zu handhaben sind und wie es in diesen Objekten mit der Wasserzufuhr aussieht. Augenmerk wurde zudem auf die Gefahrguteinsätze gelegt, mit denen die Stadtteilwehren in der Regel weniger zu tun haben. Doch da allein zwei Bundesstraßen durch Greiz führen, könne es schnell geschehen, dass die Feuerwehrleute sich einem Gefahrguteinsatz gegenüber sehen. Aufgefrischt wurde am Sonnabend auch das Wissen über die technische Hilfestellung und das Funken. Die Kameraden übten zudem grundlegende Dinge wie das korrekte Aufstellen von Leitern oder den Umgang mit einer tragbaren Pumpe. „Damit sollte sich jeder Feuerwehrmann auskennen“, betont Peter Lindner. Die Grundlagenvermittlung sei Hauptziel des Ausbildungstages, der in der Regel einmal jährlich durchgeführt wird.


12. April 2010 /OTZ

Publikum blüht auf beim musikalischen Frühling

Gunther Emmerlich
Gunther Emmerlich
Foto: Irmengart Müller-Uri

Gunther Emmerlich begeistert in Greiz

Greiz (OTZ/IMU).

„Eva Lind und Gunther Emmerlich begeistern uns mit ihren Stimmen und ihrer Ausstrahlung immer wieder“, sagte Lore Grotjahn, die mit ihrem Mann am Freitagabend extra aus Bad Hersfeld nach Greiz gekommen war, um die beiden zu erleben. Und nicht nur sie, sondern etwa 300 weitere Gäste ließen sich von Sopranistin Eva Lind, Gunther Emmerlich (Bass) und dem Salonorchester „Johann Strauß“ hinreißen. Wie immer präsentierte Emmerlich galant, mit Charme und Humor Lieder und Arien aus Opern und Operetten und heitere Verse zum Frühling, gemixt mit pikanten Schüttelreimen - die Stimmung wurde immer fröhlicher. Und sein Mutterwitz ist einfach grandios. Die aus der Situation heraus entstehenden Bonmots macht ihm so schnell keiner nach. Und Eva Lind? „Sie heißt, sie ist und sie singt wie der Frühling“ lautete ihre Vorstellung durch Emmerlich. Zu Recht, denn als erfahrene Opernsängerin stand sie an stimmlicher Qualität und Flexibilität ihrem Partner absolut nicht nach. Wie auch Emmerlich, verfügt sie über ein wohltuend warmes Timbre in der Stimme und über eine Technik, die stimmliche und interpretatorische Wandlungen von Mozarts „Komm, lieber Mai“ und Johann Strauß „Draußen im Sievering“ über Melodien aus Musicals wie „My Fair Lady“ bis zu den Filmmusiken von Michael Jary und Peter Kreuder reichte. „Das Bezaubernde an Eva Linds Stimme ist, dass sie im Gegensatz zu anderen Sängerinnen immer wieder glockenrein singt“, schwärmte Lore Grotjahr. Während Lind und Emmerlich bei der Musik von Johann Strauß und Robert Stolz Wiener Melodienseligkeit und Gemütlichkeit mvermittelten, interpretierten sie das Duett Adina-Dulcamara aus Donizettis „Liebestrank“ mit federnder Leichtigkeit in Koloraturen und exzellenter Sprache. Und Emmerlich griff beim Vortrag von „Der Schmetterling ist in die Rose verliebt“ von Jürgen Ecke sogar zur Gitarre und begleitete sich selbst. Die Ausstrahlung beider gewann durch Mimik und Gestik, die sowohl spritzig, spitzbübisch und keck, als auch besinnlich und schwärmerisch sein konnte. Und das Salonorchester begleitete die großteils bearbeiteten Begleitungen stets mit fröhlichem Engagement und Können und unterstützte die heitere Stimmung durch Medleys mit bekannten Melodien. Es gab viel Beifall und zwei Zugaben.


12. April 2010 /OTZ

Die Menschen zusammenbringen

„Der Preisträger“ in Langenwetzendorf

"Der Preisträger", ein Stück von Volker Müller (l.) wird am
18. April in Langenwetzendorf mit Jörg Flessa (Mitte) in
der Hauptrolle aufgeführt.

Von Ute Flamich Langenwetzendorf (OTZ).

Georg Theissen, ein nicht mehr ganz so junger Mann, erzählt aus seinem Leben: „ Ich komm’ vom Dorf. Wenn es wenigstens ein stinknormales Dorf gewesen wäre. Ja, es gibt elektrischen Strom, Autos, die Glotze, aber dort mäht man noch mit der Sense, baut Kohl und Erdbeeren an, hält sich Schafe, pinselt die Fensterläden bunt, stellt Blumen ins Fenster, je bunter, desto besser, steht am Gartenzaun und klönt über Gott und die Welt, und so weiter und so weiter...“ Wer mehr über Theissens Leben erfahren möchte, sollte am Sonntag, 18. April, 14.30 Uhr ins Kulturhaus Langenwetzendorf kommen. Dort wird „Der Preisträger“ zu sehen sein, ein Schauspiel von Volker Müller mit Jörg Flessa als Georg Theissen in der Hauptrolle. „Eigentlich ist es ein Ein-Mann-Stück, das immer wieder von einigen Merkwürdigkeiten unterbrochen wird“, sagt Wilfried Pucher, der die Regie zum Stück führt. Zweimal konnte Georg Theissen seine Lebensgeschichte im vergangenen Jahr bereits erzählen. „Wir wollen das Stück jetzt in Langenwetzendorf zeigen, nicht nur, weil es ein gutes Stück und Kultur sehr wichtig ist, sondern auch, weil wir einen Ort für Begegnungen schaffen wollen“, erklärt Wilfried Pucher. „Wir wollen Leute zusammenbringen, die zwar in einem Dorf oder einer Gemeinde wohnen, aber möglicherweise nie oder selten ein Wort miteinander wechseln“, so Pucher weiter Nach Langenwetzendorf steht die Woche darauf eine Vorführung in Neuensalz auf dem Programm.


12. April 2010 /OTZ

Mit „ Kess „ eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt

DRK Kreisverband Greiz e.V. hatte zum Seniorenfrühlingsfest in den Gasthof „Drei Schwanen„ Wildetaube geladen

Text & Bild Peter Reichardt

Ein voll besetzter Saal im Gasthof „Drei Schwanen„, Wildetaube, fröhliche Stimmung sowie viel Spaß und dazu noch eine ganze Menge gute Gespräche - das Frühlingsfest der DRK-Senioren am vergangenen Sonnabend war wieder ein voller Erfolg. Seit über 15 Jahren veranstaltete der DRK-Kreisverband des Landkreises Greiz e.V. diese Seniorennachmittage, organisiert damit den älteren Mitbürgern einige frohe Stunden in geselliger Runde und trägt damit bei, der Vereinsamung älterer Menschen entgegen zu wirken. Doch Deutsches Rotes Kreuz wird landläufig mit Sanitäter oder Blutspende in Verbindung gebracht. Dass dem nicht so ist, machte Dr. Anton Pohlmann, der Vorstandsvorsitzende des Kreisverbandes Greiz, in seinen Begrüßungsworten an die Teilnehmer und Gäste dieses Seniorenfrühlingsfestes deutlich. Kann der DRK-Kreisverband Greiz e.V., der rund 3800 Mitglieder in sich vereint, doch auf eine recht umfangreiche, aber auch erfolgreiche und kontinuierliche Arbeit in den letzten Jahren verweisen. Beredter Ausdruck dafür die Rettungswache in Zeulenroda, aber auch die Kindergärten in Trägerschaft des DRK. Ein umfangreicher Pflegedienst in Ronneburg und Zeulenroda wird mit 75 Pflegekräften im Einsatz bewältigt, wobei es gelungen ist, in letzter Zeit die Pflege beatmeter Patienten und die Verhindertenpflege ( beides in Brückla ) neu zu installieren. Auch bei der Tagesbetreuung Demenzkranker konnten weitere Fortschritte erzielt werden, ist es doch gelungen, diese Einrichtung in neuen Räumen in Zeulenroda unterzubringen. Auch der Fahrdienst wurde mit einem neuen Fahrzeug versehen und hat damit am Standort Zeulenroda eine Erweiterung erfahren. Viele Mitarbeiter des DRK Kreisverband Greiz e.V. sind bei den Blutspendeterminen unermüdlich im Einsatz, denen der ganze Dank aller gilt. Sind sie es doch, die mit ihrer Arbeit die medizinische Versorgung der Krankenhäuser mit Blutkonserven, aber auch im Katastrophenfall maßgeblich unterstützen. Auch im Katastrophenschutz leistet der DRK-Kreisverband Greiz e.V. eine nicht unerhebliche Arbeit, ist doch bei ihm der Sanitätszug für den Katastrophenfall angesiedelt und konnte erst in letzter Zeit mit der Verlegung nach Berga neue und bessere Räumlichkeiten beziehen. Und nicht zuletzt sei auch die Seniorenarbeit des DRK-Kreisverband Greiz e.V. erwähnt, der im Landkreis Greiz acht ständige Begegnungsstätten unterhält sowie durch seine Verbandsarbeit vielfältige Aktivitäten für und mit den Senioren des Landkreises Greiz organisiert und durchführt. Auch ein Beitrag, um das Zusammenleben, das Miteinander älterer Menschen zu befördern und gegen deren Vereinsamung anzugehen. Ein ganz wichtiger Beitrag im gesellschaftlichen Zusammenleben, so Dr. Pohlmann, der bitte von allen wohlwollend begleitet, aber auch genau so kritisch hinterfragt werden möge zum Wohle der älteren Mitbürger. Katrin Krüger, die Sachgebietsleiterin Verbandsarbeit im DRK Kreisverbad Greiz e.V., lud alle anwesenden Seniorinnen und Senioren für die dieses Jahr vorgesehenen betreuten DRK-Seniorenreisen ein. Dabei will man im Juni eine Woche das Kaisergebirge, Südbayern, den Chiemsee und das Zillertal erkunden. Ende Juli bis Anfang August 2010 ist Altmünster am Traunsee und das Salzkammergut Ziel einer weiteren betreuten Reise und Anfang Dezember will man an gleicher Stelle einige Tage in der vorweihnachtlichen Zeit verbringen und neue Eindrücke schöpfen. Aber auch Tagesfahrten im Mai zum Trusetaler Wasserfall und den Inselsberg sowie im Herbst mit einer Fahrt ins Blaue sollen die alten Leutchen erfreuen und ihnen neue Eindrücke vermitteln. Interessenten sollten sich deshalb unter 03661 / 671116 melden. Eine nette Kaffeetafel und Musik von den Merkendorfer Musikanten brachten dann die richtige Stimmung für den Nachmittag, und als das Jugend- und Kinderballett „Kess“ vom Freizeitzentrum Zeulenroda e.V. mit einem tollen Programm aufwartete, da waren die Seniorinnen und Senioren hellauf begeistert. Zu erleben war eine große Vielfalt tänzerischen Ausdrucksvermögens, vom klassischen Tanz, über Modern- und Jazzdance, Hip-Hop, Folklore und Showdance, und das über eine Stunde lang. Lang anhaltender Beifall und eine kleine Aufmerksamkeit für die jungen Tänzerinnen und Tänzer belohnte sie für ihre Mühe. Doch nicht nur die jungen Leute tanzten auf dem Parkett des Gasthofsaales „Drei Schwanen„. Nein, auch die Teilnehmer des DRK-Seniorenfrühlingsfestes legten eine flotte Sohle aufs Parkett, tanzten unter dem Frühlingsstrauß, der von der Decke des Saales hing, und genossen die gemütlichen Stunden dieses Festes in vollen Zügen. Ein Frühlingsfest des DRK-Kreisverband Greiz e.V., das für viele der Seniorinnen und Senioren des Greizer DRK eine bleibende Erinnerung sein wird.

Fotografische Eindrücke von Peter Reichardt -
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12. April 2010 /OTZ

Großes Tauffest in Greiz geplant

Stadtkantor Oliver Scheffels (2. von rechts) informierte zum Kirchenältestentag zusammen mit Andreas Schöpe (rechts) Besucher über den rund 80 Mann starken Greizer Kantatenchor und dessen Projekte.
Stadtkantor Oliver Scheffels (2. von rechts) informierte zum
Kirchenältestentag zusammen mit Andreas Schöpe (rechts) Be-
sucher über den rund 80 Mann starken Greizer Kantatenchor
und dessen Projekte.
Foto: OTZ/Susann Grunert

Kirchenältestentag in Reinsdorf und Irchwitz stellt etablierte und zukünftige Projekte vor

Von Susann Grunert Greiz-Irchwitz (OTZ).

Zum Kirchenältestentag, der gestern in Reinsdorf und Irchwitz stattfand, konnten Besucher interessante Einblicke in etablierte und zukünftige Kirchen-Projekte gewinnen. So stellte der Greizer Stadtkantor Oliver Scheffels zusammen mit Andreas Schöpe vom Förderverein Greizer Kantatenchor die erfolgreiche Arbeit des, laut Scheffels, Flaggschiffs der Kirchenmusik in der Residenzstadt vor. Der Kantor erinnerte an seine verdienten Vorgänger wie Richard Jung, Siegfried Schadwill oder Matthias Grünert und blickte auf die erfolgreiche Umsetzung monumentaler Chorwerke, wie der kürzlich erstmals in Greiz aufgeführten Matthäus-Passion oder Haydns „Schöpfung“ zurück, die 2007 zur Geraer Bundesgartenschau gezeigt wurde. „Der Kantatenchor muss sich in Sachen Qualität nicht verstecken“, stellte Schöpfe fest. Die Gestaltung von Francis Poulenc „Gloria“ hat sich der rund 80 Mitglieder umfassende Chor für dieses Jahr vorgenommen. Die Hässlichkeit habe Pfarrer Andreas Hausfeld laut eigener Aussage zu der schönen Idee eines Tauffestes in Greiz animiert. Denn beim Besuch des niedersächsischen Klosters Loccum hat ihn eine unansehnliche große Schale neugierig gemacht. Hinter der Schale verbarg sich ein Taufbecken, das zum Kindertauffest der Kirchgemeinde zum Einsatz kam, um so 50 bis 60 Kinder auf einmal zu taufen. „Auch in Greiz gibt es rund 200 Kinder von Kirchengliedern im Alter von ein bis zwölf Jahren, die nicht getauft sind“, erzählte Hausfeld. Mit einem Greizer Taufevent, angelehnt an das Loccumer Kindertauffest, sollen


Der Kantatenchor muss sich in Sachen Qualität nicht verstecken.

Andreas Schöpe, Vorsitzender Förderverein Kantatenchor


diese zur Taufe eingeladen werden. „Mit interessierten Familien wird ein Taufvorbereitungstreffen durchgeführt“, erklärte der Pfarrer. Zu diesem könnte ein Rundgang zu möglichen Tauforten - in und außerhalb der Kirche - erfolgen oder der Ablauf des Gottesdienstes besprochen werden. „In Greiz würde sich die Stadtkirche für ein solches Taufevent anbieten. Zusammen mit Museum und Musikschule könnte daraus sogar ein Familienfest werden“, sind Hausfelds Ideen. Ein Datum müsse freilich noch gefunden werden. Durch die derzeitige Sanierung der Stadtkirche ist an die Durchführung eines Tauffestes wohl ohnehin erst im nächsten Jahr zu denken.


12. April 2010 /OTZ

Literarisches, Künstlerisches und Skurriles

Dagmar Nieswandt beim Toskana-Vortrag.
Dagmar Nieswandt
beim Toskana-Vortrag.
Foto: Müller-Uri

Interessante und amüsante Toskana-Betrachtungen am Sonnabend in Greiz

Von Irmengart Müller-Uri Greiz (OTZ).

Sie ist eine bei Touristen beliebte Landschaft Italiens: die Toskana. Und sie bietet mehr als Weinberge, Pinien und felsige Küsten, sie beherbergt auch viele Kunstschätze. All diese Eigenheiten prägen die Einwohner, die von Besuchern aus aller Welt heimgesucht werden. Dagmar Nieswandt und ihr Gatte, Stadtkantor Oliver Scheffels, stellten Sonnabend im Bonhoeffer-Haus den Landstrich mit literarischen Betrachtungen und Liedern des Jazz-Komponisten Paolo Conte vor. Nach einer forschen musikalischen Einleitung am Flügel ließ Dagmar Nieswandt zunächst die italienische Journalistin Franca Magnani zu Worte kommen. In ihrem flüssigen, gewandten Stil beschreibt Magnani Bilder einer Reise entlang der Küste von Livorno nach Süden. Nach Musik von Conte las Nieswandt einen Bericht über das Osterfest in Italien, in dessen Zentrum der Segen des Papstes „Urbi et Orbi“ steht. Im Gegensatz zu unseren Sitten gibt es in Italien zu Ostern zwar Eier, aber keinen Osterhasen. Nach weiteren Liedern von Conte, auf dem Flügel von Oliver Scheffels gespielt, las Dagmar Nieswandt einen witzigen Bericht von Curzio Malaparte mit dem Titel „Maledetti Toscani“ über die Eigenarten der Florentiner. Sie verstehen es nicht nur, sich elegant kühne und flotte Hüte aufzusetzen, sie benehmen sich auch gelegentlich „daneben“ und entschuldigen sich mit den Worten „So macht man’s in Florenz“. Und ein Florentiner soll zu Lebzeiten sein Skelett verkauft haben, um von den Zinsen leben zu können, eine skurrile Sache. Nach weiteren Jazz-Klängen las Nieswandt eine heiter-karikierende Erzählung Ludwig Thomas über eine Familie, die mit unterschiedlichen Erwartungen und Gewohnheiten die Kunstschätze in den Uffizien betrachtet und sich dabei von einem Baedeker leiten lässt. Und schließlich ging es in das Reich der Märchen: „Pinocchios Abenteuer“ von Carlo Collodi standen auszugsweise zur Debatte. Pinocchio besitzt in Italien einen hohen Stellenwert, er stammt aus der Toskana. Der Name Pinocchio steht im Zusammenhang mit Pinienkernen, die ein wesentlicher Bestandteil der italienischen Küche sind. Collodis Buch wurde als Erziehungsbuch konzipiert, aus der hölzernen Puppe wird nach einer schwierigen Entwicklungszeit ein lebendiger junger Mann. Und schließlich kamen noch Charles Dickens und Gianni Rodari mit ihrem Besuch von Pisa zu Wort. Inmitten von Beschreibungen der Schönheiten dieser Stadt steht vor allem der schiefe Turm im Blickpunkt. Und es wurde noch utopisch: Eine Gruppe von Touristen aus dem Weltraum will ihn im Original mitnehmen, weil eine Signora Bollboll ihn in einem Wettbewerb gewann. Es war ein interessanter und zugleich amüsanter Nachmittag, den sich zahlreiche Besucher nicht entgehen ließen.


12. April 2010 /OTZ

Kirchenreformer und Widerstandskämpfer

Stadtkantor Oliver Scheffels begleitete den Gedenkgottesdienst musikalisch.
Stadtkantor Oliver Scheffels begleitete den Gedenkgottesdienst
musikalisch.
Foto: OTZ/Christian Freund

Kirchengemeinde Greiz gedenkt Dietrich Bonhoeffer

Von Katja Grieser Greiz.

Das Gemeindehaus der Kirchengemeinde Greiz trägt den Namen Dietrich Bonhoeffers, jenes Theologen, der die Kirche reformieren wollte und dessen Widerstand gegen Hitler ihm den Tod brachte. Am 9. April 1945 wurde Bonhoeffer im KZ Flossenbürg hingerichtet. Am Freitagabend, dem 65. Todestag Bonhoeffers, wurde seiner in der Greizer Stadtkirche St. Marien mit einem Gottesdienst gedacht. Superintendent Andreas Görbert, die Pfarrer Andreas Hausfeld und Hermann Rose sowie weitere Gemeindeglieder gestalteten den Gottesdienst. Dietrich Bonhoeffers Ansichten über die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten kamen in den Zitaten zum Ausdruck, einige Bilder zeigten den Theologen, der ökumenische Kontakte auch zu Schwarzen unterhielt und sich damit nicht nur Freunde machte. Obwohl Bonhoeffer sah, dass ein Krieg drohte, kehrte er aus den USA zurück nach Deutschland. Aus „christlicher Verantwortung“ heraus habe er sich an einer Verschwörung gegen Hitler beteiligt. Wohlwissend, dass es auch Kirchenvertreter gab, die hinter Hitler standen oder zumindest stumm waren, als sie hätten schreien müssen. Hitler bekehren zu wollen, fand Bonhoeffer, sei eine lächerliche Verkennung der Realität. Aussagen, die ihn aus heutiger Sicht zum Helden machen, ihm damals jedoch Gefängnisund KZ-Aufenthalt und letztlich den Tod brachten. Sein Werk, seine Worte in Erinnerung zu behalten und seine Überzeugung, dass Kirche nur Kirche ist, wenn sie für andere da ist, zu leben, das sei im Sinne Dietrich Bonhoeffers, wie Pfarrer Hausfeld betonte.
Mit Bonhoeffers Lied „Von guten Mächten“ endete der Gedenkgottesdienst.


12. April 2010 /OTZ

Zwischen Rost und Chrom

Der Oldtimerteilemarkt in Neumühle lockte zahlreiche Neugierige.
Der Oldtimerteilemarkt in Neumühle lockte
zahlreiche Neugierige.
Foto: Rudi Stöhr

Zwölfter Oldtimer-Teilemarkt in Neumühle gut besucht

Neumühle (OTZ/Stöhr).

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Resonanz die Oldtimer- Teilemärkte der Motorsportclubs erfahren. Nicht anders war es am Sonnabend bei dem Teilemarkt des Historischen Rennsport- Clubs Greiz-Neumühle im ADAC; es war dessen zwölfter. Lohnenswert ist die Sache für die Händler allein, weil einen Tag später in Plauen der Teilemarkt des 1. Schleizer Oldtimer-Clubs stattfindet und beide Motorsport-Clubs kooperierten dabei bestens. Zirka zehn Händler reisten schon am Freitag an, etwa 70 waren es insgesamt. Wie in den Vorjahren kamen sie aus zahlreichen Bundesländern. Trotz der niedrigen Temperaturen war die Besucherresonanz zufriedenstellend, die ersten kamen schon zur Eröffnung um 6 Uhr. Es ist immer wieder erstaunlich, was alles gebraucht wird. Nicht einmal der Rost ist dabei ein Hindernis. Auf dem Platz neben dem Gemeindeamt und den anschließenden Wiesen herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Gefachsimpelt wurde auch, die Händler gaben gern Auskünfte. Mit der Resonanz an Händlern und Besuchern war man im Club zufrieden, wie der zuständige Sportfreund Karl Suhr betonte. Die Angebotspalette war breit gefächert, jede Menge Kleinteile, Bereifung, Beleuchtung, Tanks, Fahrräder, Mopeds, Motorräder, Fachliteratur, aber auch „Fremdkörper“ wie ein Trittroller waren zu finden. „Vor fünf Jahren war ich schon einmal in Neumühle, mir gefällt die Atmosphäre hier. Und auch mit der Käuferresonanz bin ich zufrieden“, sagte der aus Weimar stammende Jan Hegenbart. Der Historische Rennsport- Club dankt allen, die zum Gelingen des Oldtimer-Teilemarktes beitrugen.


Insgesamt 70 Händler boten zum Oldtimer-Teilemarkt ihre Ware an.


12. April 2010 /OTZ

Traumhaus für Vögel oder Hotel für Bienen

Kinder begeistert von Bauaktion bei Löffler

Greiz (OTZ/Groß).

Bauherren und Modernisierer können es kaum erwarten, in Haus, Hof und Garten wieder aktiv zu sein. Anregungen dazu bot der Baustoff-Fachhandel Löffler am Sonnabend zum Frühlingsfest. In Verbindung mit einer Haus- und Lieferantenmesse bot sich den Besuchern die Möglichkeit, die neuen bautechnischen Werkstoffe auszuprobieren. Besonderes Interesse galt dem Schaugarten mit Mauervariationen, dem Pavillon, den Terrassen, Treppen und Wasserläufen. Zum Verweilen lud das Festzelt mit der Bewirtung ein. Für die musikalische Unterhaltung sorgten DJ Tom und Zippy. Zum Toben für die Jüngsten stand die Hüpfburg bereit, gab es Zuckerwatte und Popcorn. Spaß bereitete das Maskenschminken und die Aktion „Kinder bauen ihr Traumhaus“. Nach einer erstellten Skizze wurden mit der Bandsäge die massiven Bauteile vom Keller bis zum Dach aus Porenbetonplatten gesägt. Beate Ullrich half beim Zusammenfügen und bei der farblichen Gestaltung der Häuschen, die als Vogelhaus oder Bienenhotel lustig bunte Blickfänge im Vorgarten sein werden. Mit der Resonanz zeigte sich das Team des Bauzentrums Löffler zufrieden.


12. April 2010 /OTZ

Revanche misslungen

Nicht nur hier waren die Gäste aus Rositz scheinbar in Überzahl. Die SG Daßlitz/Langenwetzendorf ließ beste Chancen, wie einen Elfmeter, ungenutzt und unterlag 0:2.
Nicht nur hier waren die Gäste aus Rositz scheinbar in Über-
zahl. Die SG Daßlitz/Langenwetzendorf ließ beste Chancen, wie
einen Elfmeter, ungenutzt und unterlag 0:2.
Foto: Marcel Hilbert

Fußball, Männer, Bezirksliga-Staffel 4: SG verliert auch das Rückspiel gegen Rositz
SG Daßlitz/Langenwetzendorf - SV Rositz 0:2 (0:1)

Langenwetzendorf (OTZ/ Schädlich).

Mit der zweiten Niederlage der SG gegen den SV Rositz in dieser Saison endete am Sonnabendnachmittag das Aufeinandertreffen beider Mannschaften. Die Gäste aus Rositz hatten die erste Möglichkeit der Partie, als Patrick Funke zum Abschluss kam, doch David Pfennig konnte per Faustabwehr klären (9.). Dann reagierte Gästekeeper Ron Baudach bei einem Schuss von Andy Neiß nach Freistoß von Marcel Vollrath glänzend (13.). Die Gäste präsentieren sich wie erwartet zweikampfstark und die SG-Defensive hatte Mühe, dem Druck standzuhalten. Die Hausherren hatten Glück, dass beim Tackling von Marcus Bauch der Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Sven Poschart ausblieb.Als die Gastgeber dann den Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern konnten, gelang es einem Gästespieler, den Ball nach innen zu flanken, wo Routinier Thomas Czajka völlig frei von der Mitte der SG-Hälfte in den Strafraum einlaufen konnte und zur Führung für seine Mannschaft vollstreckte Nach dem Seitenwechsel blieb auf Seiten der SG vieles Stückwerk, mit fortschreitender Spieldauer verzweifelten die Verantwortlichen zunehmend. Lediglich Andy Neiß und Ramón Czerwenka hatten Möglichkeiten den Ausgleich zu markieren, doch beiden gelang es nicht, Ron Baudach zu überwinden. Als Neiß von seinem Bewacher am Bein getroffen wurde und zu Boden ging, entschied der Unparteiische auf Strafstoß, was bei den Verantwortlichen der Gäste zu großem Unmut führte. Doch symptomatisch für das Spiel der SG Daßlitz/Langenwetzendorf an diesem Nachmittag gelang es Torsten Wirth auch per Elfmeter nicht, den Ball vom Punkt aus im Tor des SV Rositz unterzubringen (80.). Die SG warf nun alles nach vorn und bot den Gästen Raum für Konter, was diese zur einem weiteren Treffer nutzen konnten. Der eingewechselte Rick Berger war es, der den Ball ins leere Tor schob (87.). Dies war die endgültige Entscheidung in diesem Spiel, die Moral der SG-Spieler war gebrochen. Die Gastgeber unterlagen verdient, da sie nicht in der Lage waren, spielerisch Akzente zu setzen und oftmals die entscheidenden Zweikämpfe verloren. Rositz präsentierte sich nach dem Führungstreffer abgeklärter und viel bissiger. Mit dieser Niederlage hat sich die SG Daßlitz/Langenwetzendorf aus dem Verfolgerfeld um Rang drei verabschiedet und muss aufpassen, in der Tabelle nicht weiter abzurutschen.

Daßlitz/Langenwetzendorf: David Pfennig, Wirth, Bauch, Mende, Gärtig (33. Michael), Vollrath, Czerwenka, Hofmeister, Seyfarth (66. Daniel Pfennig), D. Neiß, A. Neiß.


12. April 2010 /Antje-Gesine Marsch

Einmal Weltall und zurück

Wer die Ausstellung verlässt, muss durch das
Wer die Ausstellung verlässt, muss durch das "Weltall" gehen.

Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz ist einen Besuch wert

Text & Bild Antje-Gesine Marsch

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es im Inneren einer Raumkapsel aussieht, wie man sich im Trainingsmodul des Basisblocks der Raumstation MIR fühlt oder wie sich ein Kosmonaut im Weltraum rasiert, der ist in der Deutschen Raumfahrtausstellung im vogtländischen Morgenröthe-Rautenkranz genau richtig aufgehoben. Den Nutzen der Weltraumforschung für die Menschheit der Öffentlichkeit nahezubringen, ist dabei Grundziel des seit 2007 bestehenden Ausstellungskomplexes. „Wir sind stolz darauf, so eine gigantische Ausstellung zu haben“, wie es eine Einheimische formulierte. Schließlich sei Morgenröthe-Rautenkranz der Geburtsort des ersten deutschen Kosmonauten, Sigmund Jähn, der es sich seinerzeit auch nicht nehmen ließ, den Grundstein des futuristisch anmutenden Gebäudekomplexes zu legen und vor drei Jahren auch bei der feierlichen Eröffnung präsent zu sein. Ihm wurde ehrenhalber ein ganzer Raum gewidmet, der neben biografischen Fakten auch persönliche Dinge, wie einen Original-Raumfahrtanzug und verschiedenen Forschungsgeräte offeriert. Ein Teil der Ausstellung ist dem unbemannten, ein anderer der bemannten sowjetischen und amerikanischen Raumfahrt gewidmet. Auch einen geschichtlichen Abriss über Erkenntnisse der Astronomie seit Kopernikus bis hin zu ersten Flug- und Raketenexperimenten stehen auf dem Programm, das durch einen Besuch des Raumfahrt-Kinos noch aufgewertet werden kann. Für die Liebhaber der Kultserie „Star Trek“ gibt es noch bis 3. Oktober 2010 etwas ganz besonderes zu bestaunen: neben einmaligen Exponaten aus der erfolgreichen Serie kann man vieles über die Crew und deren futuristische Weltraumabenteuer erfahren. Der 24. April wird ganz dieser speziellen Thematik gewidmet sein.
Die Ausstellung im von Greiz nur 40 Kilometer entfernten Morgenröthe-Rautenkranz kann täglich von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden.


12. April 2010 /OTZ

FC Motor Zeulenroda unterstreicht Auswärtsstärke

Fußball Männer, Thüringenliga: Zeulenroda dreht 0:3-Rückstand und holt einen Punkt BSV Eintracht Sondershausen - FC Motor Zeulenroda 4:4 (3:2)

Meitner / 12.04.10 / OTZ

BSV Eintracht Sondershausen FC Motor Zeulenroda 4:4 (3:2) Ein tolles Fußballspektakel erlebten die 200 Zuschauer im Stadion am Göldner. Acht Tore in einem Spiel erlebt man nicht alle Tage. Die Gastgeber verspielten zweimal einen klaren Vorsprung gegen einen nie aufsteckenden FC Motor, der damit in der Rückrunde auswärts ungeschlagen bleibt. Eintracht brannte in der ersten halben Stunde ein wahres Feuerwerk ab. Die Einheimischen setzten Zeulenroda sofort unter Druck. Glück hatten die Gäste, als Sören Kraft aus 22 Metern mit einem fulminanten Knaller den Pfosten traf (8.). In der elften Minute stand es 1:0. Marcel Wattrodts präzise Linksflanke köpfte Schenke unhaltbar für Kutzner ein. Danach eine kleine Verschnaufpause im Sturmlauf der Platzbesitzer. Die dauerte bis zur 26. Minute, da fiel das 2:0. Schenke legte gekonnt für Kraft auf, und der traf mit einem satten Scharfschuss. Eine Traumkombination über die Stationen Daniel Rasch und Wattrodt krönte Schenke mit einem Direktschuss gegen den chancenlosen Kutzner zum 3:0 (28.). Überraschend, dass die Eintracht nun nicht versuchte, einen total verunsicherten Gegner mit einem vierten Tor endgültig in die Knie zu zwingen. Plötzlich war wieder Leben im Spiel des FC Motor. Manuel Sengewalds Freistoßeingabe ging direkt ins BSV-Gehäuse, nur noch 1:3 aus Zeulenrodaer Sicht (39.). Die Gäste schafften vor der Pause sogar noch den Anschlusstreffer. Nach einem von Sengewald getretenen Eckstoß staubte Denny Milde aus Nahdistanz zum 2:3 ab (41.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten die Gäste die ersten Achtungszeichen. Tino Pohls Schuss wurde von der Sondershausener Abwehr abgeblockt (46.). Seine Klasse stellte kurz darauf Eintracht-Torjäger Sebastian Caspar unter Beweis. Er brachte mit einem gefühlvollen Heber seine Mannschaft wieder auf die vermeintliche Siegesstraße. Betroffene Mienen auf Seiten des Tabellenführers, als Mildes Volleyschuss genau im linken Eck des Menzel-Tores zum 4:3 einschlug (62.). Den schönsten Angriff der Zeulenrodaer über die Stationen Pohl, Sven Seebauer, Denny Milde nutzte dann Amberg zum 4:4 (64.). Motors Schlussmann Kutzner bot trotz der vier Gegentore eine solide Leistung. Er konnte sich bei Tormöglichkeiten vom eingewechselten Peter Thurnbacher (68. und 71.) auszeichnen und rettete mit einer Klasseparade gegen Caspar (86.) den eminent wichtigen Punkt für Motor. Der stark spielende Ronny Scholz verpasste eine Flanke von Pohl und den Gästesiegestreffer nur um Haaresbreite (87.). Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Heiko Langhammer, der diese Begegnung voll im Griff hatte, schlichen die Gastgeber ziemlich enttäuscht vom Platz, während die Gäste aus Zeulenroda das 4:4 feierten.


12. April 2010 /Vogtland-Anzeiger

Ärger bei Reichenbacher Kleingärtnern

Reichenbach – Wenn in diesen frühlingshaften Tagen Kleingärtner kaum noch ihre Füße still halten können, gibt es aber auch Artgenossen die der Gilde keine Ehre machen.

Einerseits beklagen viele Kleingartenvereine Leerstand und anderseits möchten neue Gartenfreunde nachrücken – und können es aber nicht. So wie in der Kleingartenanlage „Am Bürgergarten“ in der Schlachthofstraße in Reichenbach. Seit 2000 müht sich der Vorstand des Kleingartenvereins zusammen mit dem Regionalverband der Kleingärtner Göltzschtal, eine Parzelle ordnungsgemäß zu räumen. Vom Pächter bei Nacht und Nebel verlassen, gammeln nun ein verwahrloster Bauwagen, zwei Wellblechschuppen und Unmengen von Unrat vor sich hin. Nadelbäume, die in den Himmel wachsen und Obstbäume die wegen mangelnder Pflege Pilzkrankheiten aufweisen, komplettieren das unrühmliche Sammelsurium, in der seit 1993 vom besagten Pächter bewirtschafteten Scholle. Mittlerweile wurde Pächter M. ausfindig gemacht und mehrmals zur Rede gestellt. Sogar Termine vereinbart, bei denen Helfer des Gartenvereins bereitstanden, um mit anzupacken. Wer nicht erschien, war der Pächter. So zog sich die Hinhaltetaktik in die Länge. Mal waren es Geldsorgen, ein andermal Krankheiten und Arbeitslosigkeit, die ihn angeblich von der Beräumung abhielten, erinnern sich Vereinsvorsitzende Elke Hartmann und die Geschäftsführerin des Regionalverbandes Monika Kapper. Mittlerweile landet der Fall auch vor Gericht. Die Klage lautet auf Räumung und Herausgabe des Kleingartens, so Kapper. Es koste beiden Seiten nur unnötiges Geld, denn Räumungsklagen gibt es innerhalb des Regionalverbandes mittlerweile einige. Auch wenn die Richter in der Regel der Räumung folgen und Gerichtsvollzieher anschließend diese durchführen, gelte die Räumung nur den beweglichen Gegenständen. Auf dem weitaus größeren Rest´– nämlich den Schuppen und Lauben, bleibe der Verband sitzen, so Monika Kapper.
pdk


12. April 2010 /Vogtland-Anzeiger

Ein Elsterberger bei den "Eispiraten"

Elsterberg – Dem Elsterberger Rene Rudorisch dürfte kürzlich ein Stein vom Herzen gefallen sein – als „seine“ Spieler von den „Eispiraten“ Crimmitschau den Klassenerhalt in der 2. Eishockey-Bundesliga perfekt gemacht hatten. Der Grund für die Erleichterung von Rudorisch ist dabei ganz einfach – er ist seit 2008 Geschäftsführer bei dem Team aus Westsachsen.

Lange Zeit galt seine sportliche Liebe dem Fußball – bis 2007 jagte er dem runden Leder hinterher. In diesem Jahr hatte er bereits das Abitur in der Tasche, hatte bei der Bundeswehr Panzer gefahren und in Leipzig Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Sportmanagement studiert. Erst als Angestellter, dann als Prokurist und seit 2008 als Geschäftsführer ist Rene Rudorisch bei den Crimmitschauer Eishockeypielern – dem Aushängezeichen der Stadt – tätig. Zu den „Eispiraten“ kam er während eines Praktikums. Dort lernte der 31- Jährige auch seine Freundin Christina Bernhardt kennen. Die Plauenerin ist sein „Rückhalt im oft stressigen Alltag“. Sie studiert derzeit in Leipzig Lehramt Mathematik/Deutsch (Mittelschule) und war schon bei den Cheerleadern des Crimmitschauer Clubs aktiv. „Ich habe schon immer für und mit dem Sport gelebt“, erzählte Rudorisch, der somit sein Hobby jetzt auch zu seinem Beruf gemacht hat. Durch seinen Vater Joachim, einst Mittelfeldspieler bei Chemie und Einheit Elsterberg, kam er zum Fußball. Da durchlief er alle Nachwuchsabteilungen von Einheit Elsterberg. Rudorisch spielte in der Bezirksliga und war bei einem Pokalfinalsieg als Mannschaftskapitän der A-Jugend dabei. Ein Ausflug während der Schulzeit zum Triathlon und der Abschluss der Fußballlaufbahn mit einem Spiel gegen Energie Cottbus steht ebenfalls in seinem Lebenslauf. Schon seit Juni 2007 ist Rudorisch für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb der Eispiraten, einer GmbH, zuständig. Derzeit verfügt der Club, bei dem 21 Spieler sowie noch sechs Mitarbeiter (Trainer, Übungsleiter, Mitarbeiter in der Sportsbar und im Büro) sowie acht Pauschalkräfte tätig sind, über einen Etat von 1,6 Millionen Euro. Sportlich kämpfte das Team in der abgelaufenen erneut um den Klassenerhalt – und das wiederum erfolgreich. „Unser Ziel ist es, uns in den kommenden drei Jahren fest zu etablieren. Dazu gehört natürlich die weitere finanzielle Stabilisierung des Vereins“, spricht Rene Rudorisch abschließend über seine Hauptaufgabe.
j. st.


12. April 2010 /OTZ

Kurz notiert:

Pub’n’Steel siegt beim Wettbewerb

Reichenbach (OTZ/Hilbert).

„Pub’n’Steel“ heißt die Eröffnungsband des diesjährigen „Rock für ein buntes Vogtland“- Festivals am 12. Juni vor der Göltzschtalbrücke. Das Leipziger Quartett mit Bandmitgliedern aus Wildetaube und Hohenleuben setzte sich zum Nachwuchs-Bandwettbewerb am Sonnabend in Reichenbach vor der Greizer Gruppe „Wellenbrecher“ und „Orange Pastelle“ aus Netzschkau durch.


Karikatur des Tages

Zeichnung: OTZ/Bruns
Zeichnung: OTZ/Bruns


Heiße Asche verursacht Brand in Caselwitz

Greiz (OTZ).

Gestern gegen 6.40 Uhr rückte die Feuerwehr Greiz zu einem Brand in Caselwitz aus. Gleichzeitig kamen ein Rettungswagen und die Polizei zum Einsatz. Beim Eintreffen waren bereits die Kameraden der Feuerwehr Caselwitz im Einsatz, die den Brand unter Kontrolle gebracht hatten und kurz darauf komplett löschen konnten. Vor Ort stellte sich heraus, dass sich eine Restmülltonne im Außenbereich eines Wohn- und Geschäftshauses entzündet hatte. Es geriet eine weitere Restmülltonne sowie zwei Recyclingtonnen in Brand. Zudem verbrannte der hölzerne Mülltonnen-Sichtschutz. Zur Ursache sagte die Eigentümerin, dass sie am Vorabend heiße Asche in die Restmülltonne geschüttet hatte.


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