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Deutlich mehr Verkehrsunfälle
Besonders Zahl der Fahrradunfälle ist im Bereich der Polizeiinspektion Greiz gestiegen Von Kathrin Schulz Greiz (OTZ). Mit 1703 Verkehrsunfällen im Bereich der Polizeiinspektion Greiz hat es im vorigen Jahr deutlich häufiger gekracht als noch 2008. Allerdings steht einem Plus von 39 Unfällen auf dem rund 400-Kilometer-Straßennetz der Region ein Rückgang der Verkehrsunfälle mit Personenschaden von 219 im Jahr 2008 auf 210 im Jahr 2009 gegenüber. Im Januar 2009 verloren eine Fußgängerin bei Teichwitz, die auf der B 92 von einem Pkw erfasst wurde, und im Juli ein Kraftfahrer, der am Ortseingang Zeulenroda mit einem Laster kollidierte, ihr Leben auf den Straßen des Landkreises. Im Jahr zuvor hatte es drei Verkehrstote mehr gegeben. Auch die Zahl der Schwerverletzten ging von 73 auf 51 wurden immer noch 264 Männer, Frauen und Kinder bei Verkehrsunfällen in der Region im Jahr 2009 verletzt. „Jeder achte Unfall ist ein Unfall mit Personenschaden“, stellte Polizeioberkommissar Holger Kunow, Leiter des Verkehrsdienstes, gestern während der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik 2009 in der Greizer Polizeiinspektion fest. 335 Mal verunglückten Männer und Frauen am Steuer ihres Fahrzeugs ohne Beteiligung eines weiteren Autos, 50 Verletzte hat es dabei gegeben. Den Löwenanteil der Verkehrsunfälle im Jahr 2009 allerdings machen die Bagatellunfälle aus, die mit 1371 in der polizeilichen Statistik erscheinen. Neben Verletzungen und persönlichem Leid listen Kunow und Kollegen auch enormen Sachschaden von rund 4,2 Millionen Euro auf. An den drei häufigsten Unfallursachen hat sich auch im vorigen Jahr nichts geändert: Zu schnell, zu wenig Sicherheitsabstand und Vorfahrtsfehler. Überraschend hoch, auch für Holger Kunow und sein Team, erweist sich die Zahl der Fahrradunfälle mit 43 Beteiligten, die fünf Schwerverletzte und 21 Leichtverletzte forderten. „Auf die Fahrradfahrer wollen wir das Hauptaugenmerk in diesem Jahr legen“, versichert der Leiter des Verkehrsdienstes. Dass auch Rentner unter den Alkoholsündern am Steuer seien, betont er bei der Betrachtung der Unfälle unter Promille, die 2009 mit 48 Unfällen und 27 Verletzten erheblich zurückgegangen seien (65 Alkohol-Unfälle im Jahr 2008). Ein leidiges Thema sind die Unfallfluchten, bei deren Aufklärung im Jahr 2009 nicht mal die 50-Prozent-Marke geknackt werden konnte. Von 360 Unfallfluchten konnten 174 aufgeklärt werden. „Die meisten sind die Parkplatz-Rempler, die einfach wegfahren“, erklärt Kunow. Problemfall für die Unfallkommission unter Federführung der Unteren Straßenverkehrsbehörde ist der Bereich Silberloch B92/94, an dem zehn Unfälle, darunter acht Auffahrunfälle aus Richtung Zeulenroda, passierten. Hier werde auch über bauliche Veränderungen nachgedacht, hieß es gestern. Kurios: Mit elf Parkplatzund Laternenunfällen dürfte der Greizer Westernhagenplatz die Hitliste der Bagatellunfälle anführen. Kommentar Crash-Freitag Von Kathrin Schulz Wer sich an einem Freitag zwischen 15 und 17 Uhr im Landkreis Greiz ans Steuer setzt, lebt - rein statistisch gesehen - am gefährlichsten. Die Wahrscheinlichkeit, am Tag vor dem Wochenende auf dem 402 Kilometer langen Straßennetz, das die Polizeiinspektion Greiz betreut, in einen Unfall verwickelt zu werden, ist am höchsten. Die Verkehrsunfallstatistik 2009 belegt das. 323 Unfälle passierten an einem Freitag; 280 waren es montags; 256 Mal krachte es am Donnerstag, während Sonntagsfahrer laut Statistik weniger gefährlich leben. 150 Verkehrsunfälle hatten die Polizisten an einem Sonntag aufzunehmen. Der August hatte mit 165 Unfällen das höchste Crash-Potenzial, der März verlief mit 116 friedlich. Aufpassen ist immer das Gebot der Stunde, da kann die Statistik, die übrigens leider keine Unfallzahlen mehr städteweise ausgibt, sagen, was sie will. |
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Mike Schramm führt die Polizeiinspektion Greiz Michael Vetterlein künftig Stellvertreter Greiz (OTZ/-lz). Polizeioberkommissar Mike Schramm übernimmt zum 1. April 2010 die Führung der Polizeiinspektion Greiz. Der 32-Jährige ist bereits seit Jahresbeginn als Vertreter des Dienststellenleiters hier tätig. Schramm ist seit 1995 Polizeibeamter. Er bereitet sich seit 2007 auf den Aufstieg in den höheren Polizeivollzugsdienst vor und war in den zurückliegenden Jahren in verschiedenen Funktionen eingesetzt. Zu den Stationen seiner bisherigen beruflichen Laufbahn gehören Bereitschaftspolizei, Polizeiinspektion Zentrale Dienste in Jena, Studium an der Verwaltungsfachhochschule in Meiningen. Mike Schramm leitete die Verkehrspolizeiinspektion Gera und fungierte als Führungsassistent des Polizeidirektors im Stab der Polizeidirektion für die Vorbereitung der polizeilichen Maßnahmen während des Thüringentages in Greiz. Polizeihauptkommissar Michael Vetterlein, der die Dienststelle führte seitdem sein Vorgänger im Amt, Polizeioberkommissar Thomas Lenk, sein Studium an der Polizeihochschule aufgenommen hat, wird als Vertreter von Mike Schramm fungieren, wie Polizeidirektor André Röder schriftlich zum personellen Wechsel in der Polizeiinspektion Greiz informiert. Mike Schramm ist verheiratet und hat zwei Kinder. |
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Im März 90 Arbeitslose weniger als im Februar Arbeitslosenquote beträgt 13,3 Prozent Greiz (OTZ). Die Arbeitslosigkeit hat sich in der Geschäftsstelle Greiz der Arbeitsagentur Gera von Februar auf März um 90 auf 2583 Personen verringert. Das waren 312 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im März 13,3 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 14,8 Prozent. Dabei meldeten sich 482 Personen arbeitslos, 76 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten569 Personen ihre Arbeitslosigkeit (plus 15). Der Stellenbestand ist im März um 41 Stellen auf 188 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 66 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 118 neue Stellen, 35 mehr als vor einem Jahr. In der Arge des Landkreises Greiz stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vergleich zum Vormonat Februar. So zählte die Arge im März 5798 Bedarfsgemeinschaften mit 10 056 Leistungsempfängern. Im Februar waren es 5707 Bedarfsgemeinschaften mit 9862 Empfängern von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II). Dagegen gesunken ist die Zahl der Arbeitslosen - von 6910 im Vormonat auf aktuell 6623. Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich bei der Agentur für Arbeit Gera 812 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren 22,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 1141 Meldungen von Arbeitgebern für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 8,3 Prozent. Ende März waren 585 Bewerber noch unversorgt und 817 Berufsausbildungsstellen unbesetzt. Im Vergleich zum Februar gab es weniger unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen (minus 21,4 Prozent), die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen dagegen war größer (plus 6,0 Prozent). Eine abschließende Beurteilung der aktuellen Lage am Ausbildungsstellenmarkt ist derzeit noch nicht möglich. Bis zum Ausbildungsbeginn im Sommer wird noch viel Bewegung am Ausbildungsmarkt erwartet. Die Zahlen belegen aber sehr eindeutig den sich umkehrenden Trend. Bis vor zwei, drei Jahren konnte das Angebot an Ausbildungsplätzen den Bedarf nicht decken. Inzwischen, bedingt durch den demografischen Wandel und eine stärkere Nachfrage aus der Wirtschaft, hat sich die Situation gewandelt.
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Leinen los für Plauen und Pöhl
Fahrgastschifffahrt auf der Talsperre Pöhl startet am Karfreitag Von Susann Grunert Pöhl (OTZ). „Vor allem schönes Wetter sollte am Karfreitag herrschen“, wünscht sich Jörg Kunzfeld. Der Schiffsführer ist derzeit beim Großreinemachen auf den Schiffen „Plauen“ und „Pöhl“, die ab morgen wieder auf der Talsperre Pöhl kreuzen. „Bis vor kurzem hatten wir noch Packeis auf der Talsperre“, berichtet Jörg Kunzfeld. Am Freitag letzter Woche wurde dann aber zunächst das MS Pöhl, am Montag darauf dann auch die Plauen zu Wasser gelassen. „Die Schiffe stehen im Winter im Freien, da muss man ordentlich Korrosionsschutz betreiben“, so der Experte. Die gute Pflege der beiden Boote machte sich aber bezahlt, stand doch in diesem Jahr die „Landrevision“ an, eine Art TÜV für Schiffe, die gewerblich genutzt werden. Pöhl und Plauen bestanden die Überprüfung, die alle vier Jahre durchgeführt wird, tadellos. Dabei startet das MS Plauen in diesem Jahr bereits in seine 30. Saison. „Am 3. April 1980 hat die Plauen ihren Dienst aufgenommen, die Pöhl ist sogar noch zwei Jahre älter“, erzählt Jörg Kunzfeld. Bevor es allerdings soweit ist, steht die Saisonvorbereitung auf dem Plan. Maschinensysteme und Sicherheitsvorkehrungen werden überprüft, „ähnlich, wie man es beim Auto auch macht“, meint der Schiffsführer. Im vorderen Bereich der Plauen wurde der Fußboden erneuert. Mindestens 300 bis 400 Touren fahren die zwei Schiffe pro Saison, schätzt Jörg Kunzfeld. Dabei pendeln sie zwischen Schlosshalbinsel und Sperrmauer, Gansgrün und Sperrmauer oder Vorsperre Neuensalz und Sperrmauer. Aufgrund des Neubaus der Brücke bei Thossfeld geschieht das jedoch dieses Jahr bei einem niedrigeren Wasserpegel, „doch damit müssen wir auskommen“, zeigt sich Kunzfeld optimistisch. Der Veranstaltungskalender der Fahrgastschifffahrt ist gut gefüllt. Schon am Ostersonntag steht ein Saisonhöhepunkt mit dem Osterbrunch an, bei dem man neben dem Blick auf das Wasser auch ein leckeres Bufett genießen kann. Gut drei
Wochen später wird ein Schiff zum „Krimi-Dampfer“, wenn die Vogtländischen Krimitage mit einer Lesung Station machen. Ein Höhepunkt für Kinder stellt die Piratenfahrt Anfang Juli dar, die mit Schatzsuche,
Piratenquiz, Flaschenpost und Piratenprüfung das Herz jedes kleinen Seeräubers höher schlagen lässt.
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Berga soll eigene A 4-Abfahrt bekommen Autobahnanschluss für Infrastruktur wichtig Berga (OTZ). Das Schlossprojekt, mit dem das Denkmal gesichert werden und das in der Zukunft auch Touristen anziehen sollte, ist zwar gescheitert, wie OTZ in der Ausgabe am Sonnabend berichtete, doch Berga und das Elstertal haben vor allem touristisch noch viele Trümpfe in petto, die richtig ausgespielt, ebenfalls hohes Potenzial für die künftige Entwicklung beinhalten. In diesen Tagen ist ein wichtiger Schritt für die Anbindung der kleinen Elsterstadt an das Autobahnnetz gelungen: Das Straßenbauamt Gera bestätigte, dass Berga eine eigene Autobahnabfahrt von der A 4 erhalten werde. Damit werden sich zwar voraussichtlich die Bauarbeiten zwischen Schmölln und Ronneburg um unbestimmte Zeit verlängern, aber für die Kleinstadt in der einstigen Wismut-Region ist der schnelle Anschluss an benachbarte Mittel- und Oberzentren in Thüringen und darüber hinaus äußerst wichtig. Die Schilder an der Autobahn sind bereits montiert, siehe unser Foto. Bergas Bürgermeister Stephan Büttner (Freie Wähler) begrüßt die Entscheidung sehr. Seit Jahren kämpft er um den Anschluss und versucht verstärkt, Touristen in die idyllisch gelegene Elsterstadt zu locken. Zudem ist eine bessere Verkehrsanbindung für die Infrastruktur der Kleinstadt äußerst wichtig, wie auch der Stadtrat erkannte. Wenn der Anschluss an die A 4 steht, davon gehen auch die Stadträte aus, wird es einfacher sein, über die Wirtschaftsförderung Firmen und Supermärkte zur Ansiedlung zu gewinnen. |
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Mit einem Paar Kingtauben fing alles an 16-Jährige züchtet Rassegeflügel Von Natalie Pohle Greiz (OTZ). Die Jungzüchterin Sandra Lützkendorf trat 2005 in den Geflügelverein Wildetaube ein. Seitdem wurde sie zweimal Kreismeister und dreimal Vereinsmeister. Durch ihre Eltern erfuhr sie früh, was es heißt, eine Zucht zu betreiben. Ihr Vater erklärt: „Es ist eine generationsübergreifende Freizeitgestaltung. Sandra war schon mit fünf Jahren bei Vereinssitzungen dabei.“ Sandra Lützkendorf wurde 2004 auf die weiße Kingtaube aufmerksam. „Im Dezember 2004 schenkte mir mein Freund ein Paar Kingtauben und gab den entscheidenden Anstoß“, erklärt Lützkendorf. „Ich besitze sieben Paar weiße und vier Paar dominant rote Kingtauben sowie zwei Zuchtstämme Wyandotten. Ein Zuchtstamm besteht aus einem Hahn und vier Hühnern“, weiß die Jungzüchterin. „Es ist ein Hobby, das nicht jeder hat. Es ist sehr interessant. Ich lerne immer etwas Neues dazu. Allerdings ist es ein teures Hobby. Das Standgeld bei Ausstellungen gleicht sich manchmal durch das Preisgeld aus. Aber es ist selten, dass man etwas unterm Strich herausbekommt,“ erzählt die 16-Jährige. Sie liebt die Arbeit mit den Tieren, weil sie vielseitig ist: „Ich füttere die Tiere, bereite sie auf Ausstellungen vor, miste aus, kümmere mich um die Buchführung, den Zuchtnachweis und tausche mich mit anderen Züchtern aus. Dabei erhalte ich große Unterstützung von meinen Eltern, meinem Freund Stephan Ulrich und Mathias Häckel.“ Sandra Lützkendorf besucht mit ihren Eltern Taubenmärkte, um ihre Tiere anzubieten und neue Tauben zu kaufen. Auf Kreisbeziehungsweise Lokalschauen in der Ausstellungssaison lernt sie neue Züchter kennen. Es werden meist zehn Tiere zur Schau mitgenommen. In ihren fünf Jahren als Züchterin erreichte sie dreimal die Bestnote V (Vorzüglich) für den Taubenstandard. Sie berichtet: „In meinem Verein sind drei Jungzüchter. Es gibt einmal im Monat eine Vereinsversammlung, viermal im Jahr ein Jugendzüchtertreffen und einmal im Jahr ein Landesjugendtreffen von ganz Thüringen. Bei den Treffen erhalte ich Tipps für einen guten Umgang mit den Tieren.“ Übrigens: Zu Ostern werden bei den Lützkendorfs natürlich die Eier der eigenen Hühnern gegessen. Bereits in zwei Jahren gehört Sandra Lützkendorf dann zur Seniorenabteilung der Züchter. In der Zukunft möchte sie weiter züchten: „Ich möchte das mein ganzes Leben machen. Dieses Jahr kommen zu meiner Zucht weiße Lockengänse dazu. Sie sind sehr selten.“ |
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Bereit für 24 Stunden-Betrieb
Wasserspiele des Wünschendorfer Märchenwaldes im Kamnitzgrund aufgebaut Von Katja Schmidtke Wünschendorf. Manchmal wünscht sich Bernd Gruschwitz einen Aus-Knopf. Einen Schalter, den er umlegen kann, damit die Wasserspiele des Wünschendorfer Märchenwaldes eine Auszeit haben. „Doch das geht natürlich nicht", sagt der Leiter des Wünschendorfer Bauhofs. Seit Dienstag laufen sie wieder, die 17 Wasserspiele im Talgrund zwischen Hüttchenberg und Geyerstein, angetrieben vom Karrnützbach. Es wird ein halbes Jahr vergehen, bis Rotkäppchen, der Flößer oder die Hexe zur Ruhe kommen. Bis Ende Oktober dauert die Saison, die 83. ist es mittlerweile. Am Dienstag haben Gruschwitz und sechs Helfer — vom Bauhof-Mitarbeiter bis zum Freiwilligen — die Spiele im Tal aufgebaut. Seit sieben Uhr morgens waren die Männer unterwegs, mit drei beladenen Autos tuckerte der Märchen- Konvoi durch das Dorf und den Waldweg entlang. In einer ersten Tour wurden alle Spiele auf ihre Fundamente gesetzt. Das ist Schwerstarbeit: der Bauernhof wiegt etwa drei Zentner, die Wege im Grund sind noch feucht. Im zweiten Durchgang wurden dann die Wasserräder eingebaut und die Spiele somit angeschlossen. Über hölzerne Rinnen und Plastikrohre wird das Wasser zum Antrieb geleitet. Auch diese Leitungen haben die Männer kontrolliert. Gerade in den Plastikrohren, die die Flößer-Figur und das Sandmann- Spiel mit Wasser beliefern, setzen sich gern Tannenzapfen und Laub fest. Bei den Holzrinnen hingegen müssen oft Bleche in den Übergang von einer zur anderen Rinne gelegt werden. „Der Bach führt schon viel Wasser", sagt Bernd Gruschwitz. Jetzt laufen die Spiele ununterbrochen 24 Stunden am Tag bis in den Oktober hinein. Bernd Gruschwitz, Bauhofsletter Wünschendorf Das bereitet beim Anschließen Probleme. Doch wie bei den Figuren gibt es auch beim Wasser keinen Schalter, scherzt der Bauhof-Chef. Seine Männer haben sich längst darauf eingestellt. Ein gut eingespieltes Team sei es, man werde von Jahr zu Jahr schneller. Und so bereitete es auch kein großes Kopfzerbrechen, dass an einem Antrieb des Bauernhofs ein kleines Blech zerbrochen ist, als man die Platte auf den Stein setzte. Bis Freitag wird noch Gelegenheit für Kontrollen und kleine Reparaturen sein. Am Karfreitag öffnet dann der Märchenwald — wie immer bei freiem Eintritt. |
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Vom Knüppeldamm an den Hainbuchen
Sonntagsgespräch über Gräfenbrück Von Dr. Frank Reinhold Hohenleuben. Das Märzgespräch des Hohenleubener Altertumsvereins drehte sich um das kleine Dorf Gräfenbrück. Werner Prüfer, inzwischen im 86. Lebensjahr, hat mit Interesse und Sachkenntnis auch aus einstiger beruflicher Sicht als Bauer in jahrelanger Forschung zusammen getragen, was über den erstmals 1335 in der Person des Urkundenzeugen Bruno von Grevenbrucke, eines Dienstmanns der Vögte, erwähnten Ort überliefert ist. Vorgetragen von seinem Sohn Dr. Bernd Prüfer und technisch anschaulich aufbereitet, beeindruckte das Ergebnis die rund 30 im Museum Reichen- fels versammelten Heimatfreunde sehr. Zu Beginn der Veranstaltung gedachten die Anwesenden des kürzlich verstorbenen früheren Zeulenrodaer Stadtarchivars und Vereinsmitglieds Roland Lange (1935 — 2010) mit einer Schweigeminute. Werner Prüfer möchte den Ortsnamen Gräfenbrück von einem Lehnwort „Gräfe" gleich Hainbuche ableiten. Das ist umstritten. Tatsächlich heißt die Hainbuche im Altsorbischen „grab", also sehr ähnlich, und diese Bäume kommen auch häufig im Gelände vor. Beziehungen zu einem Grafen, woraus der Name erklärbar wäre, bestanden nicht, was Namensforscher vor ein Rätsel stellt. Brücke muss nicht unbedingt im heutigen Sinn zu verstehen sein, sondern kann auch den Knüppeldamm über sumpfige Stellen meinen, wovon es mehrere in der Ortslage gibt. Der aus dem Altsorbischen ableitbare Flurname Plötze wird auf „blota" gleich Sumpf zurückgeführt; er ist der einzige nichtdeutsche Name im Ortsbereich. Die Entstehung des Dorfs liegt sicher früher als 1335, nämlich zum Zeitpunkt des Baus der Osterburg oder kurz danach. Ausgangspunkt des Ortes, so der Referent, sei der Schafhof oder zehn gleich große Bauernstellen. Der Schafhof befand sich bis 1558 unter direkter Regie des Amtes Weida. Er existierte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, war jedoch verpachtet (seit 1618 gemeinsam mit dem Vorwerk). Das Vorwerk, als dessen erste Besitzer die Herren von Schlieben erscheinen, war später kursächsisches Kammergut, dann Staatsgut. 1946 wurden die 99 Hektar im Zug der Bodenreform aufgeteilt. 1903 hatte man das Schnitterhaus angebaut, 1913 errichtete man ein Windrad zur Wasserförderung. Seit 1963 elektrisch betrieben, versorgte man solcherart das Dorf, das erst 1973 an die Fernwasserversor- gung angeschlossen wurde. Die Wohnhäuser weisen noch heute meist Fachwerk auf, Nebengebäude wurden ursprünglich aus Lehm errichtet. Der Wohntrakt befindet sich östlich der Scheunen; die herrschende westliche Windrichtung verhindert so im Brandfall den Funkenflug. Das erste vollständig aus Stein bestehende Haus entstand 1903 nach einem Brand. Es gehörte der Familie Bratfisch, die als ältestes ortsansässiges Geschlecht (seit 1562) nachweisbar ist. 1904 stellte Gräfenbrück den Antrag auf einen eigenen Friedhof. Die Toten wurden bis dahin in Steinsdorf begraben. Der Ort weist selbst weder Kirche noch Schule auf. Als bedauerlich wurde hervorgehoben, dass Gräfenbrück unter Abwanderung der Jugend leidet. Waren 1911 20 Prozent der Einwohner im Kindesalter, sind es heute nur acht Prozent. Das Dorfjubiläum soll am 29. Mai feierlich begangen werden. Eine von Werner Prüfer erarbeitete Zeittafel zur Gräfenbrücker Chronik, die weitere Fakten und Zusammenhänge enthält, kann für einen Euro im Museum Reichenfels erworben werden. |
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Robust und vielseitig
Die Geschichte der „Kohlebahnen im Zeitz-Weißenfelser Revier" Berga (OTZ/FB). Braunkohle ist noch, beziehungsweise wieder, ganz aktuell. Das Bergbauunternehmen MIBRAG will in Profen ein neues Kraftwerk errichten. Das Heizwerk in thüringischen Mumsdorf wird wohl 2012 außer Betrieb gehen. Hier wurde bereits 2005 die vormalige Brikettfabrik „Phönix" abgerissen, so wie schon Jahre vorher die Thüringer Fabrik Zechau, die als Industriemuseum nur ein kurzes Leben hatte. Um solche Zeugen zu besichtigen, muss man schon nach Brandenburg fahren. Große Besucherresonanz hat aber auch das Kraftwerk Lippendorf bei Böhlen, mittlerweile seit zehn Jahren in Betrieb, befeuert mit heimischer Braunkohle. Das Interesse am noch aktiven Braunkohlebergbau und seiner Geschichte ist groß. Das hat der Verlag Barteld in Berga/Elster nach der Präsentation seines neuen Buchtitels „Kohlebahnen im ZeitzWeißenfelser Revier" erfahren können. Das Buch lässt die Entwicklung des Reviers konzentriert nacherleben, führt zu den historischen und aktuellen Standorten. Dabei sind die Schmalspur- und Normalspurbahnen - in Abraum und Kohle, zwischen den Gruben, Fabriken und Kraftwerken - das verbindende Medium. Was heute gerne als Innovation bezeichnet wird, das zeigte der Braunkohlebergbau im Revier bereits vor 80 Jahren mit Pionierleistungen beim Aufschließen von Großtagebauen. Die damals modernste Gerätetechnik lässt immer noch erstaunen: geniale Baggerkonstruktionen, Weltneuheiten im Lokomotivbau. Kaum noch vorstellhar ist der schwere Neubeginn nach Krieg und Demontage mit dem folgenden Auf- und Ausbau der ebenso stolzen wie widersprüchlichen Braunkohleindustrie in der DDR. Die Eisenbahner „in der Kohle" sind ebenso robust und vielseitig wie ihre Fahrzeug- und Gerätetechnik. Episoden aus dem Lokführer-Alltag würzen den historischen Exkurs. Berichtet wird von der großen Umspuraktion. Und natürlich werden die Gruben- und Werkbahn-Lokomotiven bis hin zur aktiven, schon legendären EL 2 vorgestellt. Der Band zeigt den Werdegang des Reviers: von den Anfängen in Tiefbauen und kleinen Schwelereien über das Riebeck'sche Imperium und die BKW-Kombinatsbetriebe bis hin zur MIBRAG. Einzigartige Bilddokumente bieten Einblicke in die Arbeits- und Technikwelt vieler Jahrzehnte. Ganzs eiten-Lüftbildaufnahmen von 1953 mit den damaligen Gruben, Werken und Dörfern zeigen den gewaltigen Umbruch in der Region. Roland Schumann: „Kohlebahnen im Zeitz-Weißenfelser Revier". 139 Schwarz-Weiß- u. 123 FarbAbb., Verlag Barteld Berga/Elster. 144 S., 24,90 Euro www.barteld-verlag.de |
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Zehn Medaillen bei Saisonfinale
Eisschnelllauf - Nachwuchs, 4. Sparkassen-Pokal: Vier Siegerpokale für Mylauer Starter Von Katrin Müller Crimmitschau (OTZ). Sehnsüchtig erwartet wurde der letzte Eiswettkampf der Saison 2009/10 von den 19 Eisflitzern der Altersklassen 7 bis 11, die teilweise immer noch um den Ausgang Pokalwettkampfes zittern mussten. Aus den vier Wettkämpfen, die über die ganze Saison verteilt stattgefunden hatten, gingen die zwei besten Ergebnisse in die Pokalwertung ein, und so gingen bei der Siegerehrung insgesamt zehn Pokale an den TSV Vorwärts Mylau. Pokalsieger in ihren Altersklassen wurden Lennart Schmidt (9), Philipp Gerbert (10), Linda Reinhold (10) und Michael Roth (11). Zweite Plätze gingen an Alicia Barndt (11), Manuel Zähringer (7, in AK 8), und Clemens Herrmann (9). Susette Gerbert (8), Maximilian Mothes (10) und Lisa Mulack (11) kamen auf den Bronzeplatz. Obwohl der letzte Wettkampf für Lisa nicht optimal lief, konnte sie bei der Pokalvergabe von ihren vorangegangenen guten Wettkämpfen profitieren. Den Sprung aufs Treppchen verpassten ganz knapp Jacob Seifert (7, in AK 8), Jessy Seifert (10), beide nach hoffnungsträchtigen Gewandtheitszeiten, und Selina-Shirin Spörl, die für diesen Wettkampftag sogar auf Platz drei kam. Nico Wilfert (10) und Felix Joram (11) belegten Platz fünf. Justin Horlbeck (9) kam auf Platz sechs. Platz sieben ging an Karl-Oswald Jakob, Platz acht an Mireen Ziesche gefolgt von Sophie-Marie Brütting. Niklas Pürzel und Jan Wilfert belegten die Plätze 10 und 11, Luisa Holub und Sarah Ziesche kamen auf Rang 12 und 13. Auch die Tageswertungen konnten sich noch einmal sehen lassen, denn fast alle Sportler liefen nochmals persönliche Bestzeiten. Beim letzten Wettkampf in dieser Saison waren alle Trainer und Übungsleiter, sowie die Abteilungs-Leiterin Birgit Heidemüller mit dabei und freuten sich gemeinsam mit ihren Sportlern über den gelungenen Saisonabschluss. Die Trainingspause bis Mitte April ist also wohlverdient. Am 15. April beginnt dann wieder dienstags und donnerstags von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr das Training an der Rollbahn in Mylau. Wer mit dem Verein in die neue Saison starten will, ist jederzeit beim Training willkommen. Ergebnisse: Susette Gerbert (8) Ges. 3.: 100 m 16,68 (5.); Gewandth. B 1 26,93 (6.); Lennart Schmidt (9) Ges. 1.: 100 m 13,63 (1.); Gewandth. B 1 22,36 (1.); Linda Reinhold (10) Ges. 1.: 200 m 25,23 (1.); Gewandth. BÜ 37,34 (3.); Philipp Gerbert (10) Ges. 1.: 200 m 24,51 (1.); Gewandth. BÜ 34,70 (1.); Alicia Barndt (11) Ges. 2.: 200 m 24,26 (2.); Gewandth. BÜ 36,08 (2.); Lisa Mulack (11) Ges. 3.: 200 m 30,62 (5.); Gew. BÜ 37,48 (3.); |
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Niederlage beim Tabellenführer SG Einheit Rudolstadt - 1. FC Greiz 1:0 (0:0) Rudolstadt (OTZ/Gottschalk). Am Sonntag kam es zum Spitzenduell zwischen Tabellenführer Rudolstadt und dem Zweiten der A-Junioren Landesklasse, dem 1. FC Greiz. Greiz mit arger Personalnot, musste mit elf Mann auskommen. In der 23. Minute hatten die Gäste Gelegenheit, in Führung zu gehen. Kögler verhinderte einen Rudolstädter Angriff, legte das Leder auf Felau ab, dessen Schuss aber am rechten Pfosten vorbeistrich. In der 40. Spielminute kamen die Gastgeber gefährlich vors Greizer Tor, die Abwehrkette mit Köhler, Simon, Lauckner und Schneider funktionierte aber gut. Nach Wiederanpfiff erhöhten die Gastgeber den Druck. In der 60. Minute gab es Freistoß für die Gastgeber, Entfernung zum Tor ca. 18 Meter: Kühn läuft für Rudolstadt an und schlenzt mit dem linken Innenspann den Ball an der Greizer Mauer. Der Ball setzt vor der Torlinie auf und schlägt unhaltbar im Kasten ein. 0:1 hieß es am Ende. Am Einsatzwillen und der Leistungsbereitschaft lag es nicht allein, die Chancenverwertung war ausschlaggebend. Bei besserer Trainingsbeteiligung kann man solche Defizite abstellen. Greiz: Tim Petzold, Dustin Simon, Tino Köhler, Christian Schneider, Robert Lauckner, Tim Leuchtmann, David Franke, Moritz Schütze, Andreas Kögler, Felix Felau, Patrick Thiel. |
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01. April 2010 /Vogtland-Anzeiger Ab Dezember wieder Halt in Reichenbach Reichenbach – Interregio-Züge halten nach Auskunft der Bahn ab Dezember wieder in Reichenbach. Weil die Neigetechnik versagt und deshalb abgeschaltet werden musste, sind die Züge seit Monaten zwischen Dresden und Nürnberg langsamer unterwegs. Um die Fahrzeiten aber trotzdem nicht zu sehr in die Länge zu ziehen, hatte die Bahn einige angeblich nicht so stark reflektierte Haltepunkte wie den in Reichenbach kurzerhand gestrichen. Sehr zum Verdruss der Neuberinstädter und ihrer Nachbarn. Ihn hätten zahlreiche Briefe Betroffener auch aus Thüringen erreicht, erklärte OB Dieter Kießling dem Reichebacher Stadtrat am Montagabend, die den Haltepunkt Reichenbach sehr vermissen. Er seinerseits habe schon mehrmals an die Bahn geschrieben und sich beklagt, so Kießling, zumal die Züge angeblich in Dresden länger gehalten haben als üblich. Nun die erfreuliche Nachricht, dass der Haltepunkt Reichenbach ab Dezember wieder eingerichtet wird, auch wenn der OB sich dies bereits für Mitte des Jahres gewünscht hätte. |
| 01. April 2010 /OTZ |
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
Aufs bevorstehende Fest einstimmen
Lisa und Lukas Steudel bewundern den Osterschmuck, den die Moschwitzer Frauen unter Anleitung von Janett Heydrich angefertigt und für das bevorstehende Fest zur Freude der Bewohner und Besucher aufgestellt haben. Zusatzbus zum Osterspaziergang Greiz (OTZ). Zum Osterspaziergang des MDR fährt am Ostersonntag, dem 4. April, um 8.30 Uhr ein zusätzlicher PRGBus ab Greiz, Bahnhof, mit Halt an allen Unterwegshaltestellen über Langenwetzendorf - Triebes nach Zeulenroda. Die Rückfahrt erfolgt an diesem Tag um 17.30 Uhr ab Zeulenroda, Ost. Weitere Informationen dazu im Internet unter www.prggreiz.de. Schon wieder Leergutdiebstahl Greiz (OTZ). In der Zeit vom Montag zum Dienstag entwendeten Unbekannte aus einem umfriedeten Firmengelände in der Feldschlösschenstraße zum wiederholten Male sieben Leergutkästen. Der Schaden beträgt rund 31 Euro. Es werden Zeugen gesucht, die Hinweise zur Tat oder den Tätern geben können. Die Mitarbeiter der Polizeiinspektion Greiz nehmen sie unter Tel. (03661) 62 10 entgegen. Zukunftslösung für Liebschwitz gesucht Beratung am 12. April geplant Gera-Liebschwitz (OTZ). Für den Fortbestand des Arboretums, die Nutzung der Turnhalle für den SV 1861 Liebschwitz sowie die Sicherung des Unternehmens Elstermenü mit seinen Arbeitsplätzen will sich die SPD-Stadtratsfraktion einsetzen. Am 12. April möchten die Sozialdemokraten nach zukunftsträchtigen Lösungswegen suchen; alle Betroffenen seien zu einer gemeinsamen Beratung eingeladen. Nachdem sich Landräte und Oberbürgermeister auf das neue Berufsschulnetz geeinigt hatten, war die Schließung der Berufsschule Liebschwitz vorgezeichnet. Der Kreistagsbeschluss in Weida - die Schule ist eine Exklave des Landkreises Greiz - war dann nur Formsache, nachdem die in Liebschwitz unterrichteten Berufsfelder auf andere Schulen in Gera, Altenburg, Hermsdorf bereits aufgeteilt waren. Nicht tatenlos hinnehmen will die Geraer SPD-Stadtratsfraktion die Situation. „Wir können nicht einfach zusehen, wie engagierte Einwohner der Stadt mit der Schließung der Schule ausgebremst und alleingelassen werden“, so Fraktionschef Armin Allgäuer. Für die SPD-Stadträte ist klar: „Es geht nicht nur um eine Gehölzsammlung. Vergessen werden wir nicht den SV 1861 Liebschwitz und das Unternehmen Elstermenü. Es geht um Lebensqualität, Bürgerengagement, um den Stadtteil Gera-Liebschwitz und auch um Arbeitsplätze.“ Mit Lampe und Hellebarde Nachtwächtertouren zu Ostern Greiz. Der Greizer Nachtwächter geht am Sonnabend, 3. April, um 20 Uhr mit Lampe und Hellebarde bewaffnet auf seine nächtliche Runde durchs Obere Schloss, um nachzusehen, ob in der alten Reußenresidenz alles seine Ordnung hat. Zwischen romantischen und nur spärlich beleuchteten alten Schlossmauern nimmt er seine Gäste mit auf eine Zeitreise bis ins Mittelalter. Sie erfahren dabei, was ein Schuhmacher mit der Schlossturmuhr zu tun hatte oder wo vermutlich der Schlossschatz vergraben liegt. Mit etwas Glück schaut auch der Mond auf einen alten Eichenbaum, unter welchem ein altes Lied erklingt. Das Ganze ist gewürzt mit Heiterkeit und einer Mundartgeschichte, die notfalls auch ins Hochdeutsche übersetzt wird. Wer ihn begleiten möchte, der sei einige Minuten vor dem Glockenschlag auf dem Greizer Schlossberg. Treffpunkt ist vor dem Torhaus des Oberen Schlosses. Am Ostersonntag, 4. April, startet um 14.30 Uhr eine Stadtführung durch die 800-jährige Residenzstadt Greiz. Gezeigt und erklärt werden die Innenstadt mit Schlossgarten und Kirchplatz, das Treppenhaus des Unteren Schlosses, die Hauptwache, das Jugendstilensemble, der Marktplatz mit Marktbrunnen, die Stadt- und Schlosskirche St. Marien mit Innenbesichtigung und kleinem Orgelspiel, der Prunksarg von Graf Heinrich VI. sowie der Schanzengarten mit Panoramablick. Alle Informationen gibt es auf www.greiz-tourist.de und www.greizernachtwaechter.de. Änderung bei der Beihilfe für Landwirte Ab diesem Jahr gelten neue Regeln Greiz (OTZ). Alle Landwirte, die in Thüringen eine Direktzahlung beantragen wollen, müssen ab 2010 eine beihilfefähige Fläche von mindestens einem Hektar landwirtschaftlicher Fläche bewirtschaften und mit dem Sammelantrag zum 17. Mai mindestens einen ganzen Zahlungsanspruch zur Aktivierung mit Fläche beantragen. Gleiches gilt für die gekoppelten Direktzahlungen wie z. B. Eiweißpflanzen. Landwirte als Inhaber von nur einem Bruchteil eines normalen ganzen Zahlungsanspruches sollten deshalb Bruchteile zum Auffüllen auf einen ganzen Zahlungsanspruch mit dazugehöriger Fläche pachten bzw. durch Kauf dauerhaft erwerben. Die befristete bzw. dauerhafte Übertragung soll in der zentralen InVeKoS-Datenbank (ZID) spätestens bis zum letzten Tag der Einreichung des Sammelantrages vollzogen sein. Andernfalls können im Jahr 2010 die zuständigen Landwirtschaftsämter keine Betriebsprämie bzw. gekoppelte Zahlungen bewilligen. Landwirte als Inhaber von besonderen Zahlungsansprüchen, die nicht mit Fläche, sondern durch Halten von Rindern, Schafen oder Ziegen als landwirtschaftliche Tätigkeit aktiviert werden, sind von der Mindestbetriebsgröße nicht betroffen. Hier gilt die 100-Euro-Grenze. |
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