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Mittwoch ist Wandertag
Freie Greizer Wandergruppe begeht 1000. Wanderung mit einer Festveranstaltung Von Susann Grunert Greiz (OTZ). Mittwoch ist Wandertag. Seit fast zwei Jahrzehnten ist die Wochenmitte für die Mitglieder der Freien Greizer Wandergruppe für Ausflüge per pedes reserviert. Heute führt die 1000. Wanderung des Vereins nach Cheb. „Das ist in Ostthüringen einmalig, dass die gleiche Gruppe über eine so lange Zeit gemeinsam wandert“, zeigte sich Landeswanderwart Peter Fleischer zur gestrigen Festveranstaltung in der Greizer Parkgaststätte begeistert. Gegründet im August 1991 hat der Verein, später auch in Gemeinschaft mit dem Greizer Wanderverein, fast 19 000 Kilometer geschafft. Durchschnittlich 18 Kilometer werden von 30 Wanderern pro Tour zurück gelegt. „Nicht eine Wanderung ist in all diesen Jahren ausgefallen“, ,berichtet Ulrich Geyer, Abteilungsleiter der Sektion Wandern beim Hainberger SV, nicht ohne Stolz. Geyer blickte zur Jubiläumsfeier auf die Historie des Vereins und verdiente Wanderleiter zurück, „denn ohne diese läuft gar nichts.“ Aus den Händen von Wanderwart und Wanderleiter Peter Fleischer konnte Geyer die Chronik des Vereins entgegennehmen, die von der ersten bis zur tausendsten Wanderung lückenlos in Wort und Bild das Vereinsleben dokumentiert. „Ein Skiläufer braucht eine Loipe, ein Marathonläufer eine Strecke. Der Wanderer braucht nur Körper, Geist und die Natur“, philosophierte Fleischer über das liebste Hobby aller Anwesenden. Dieses kam natürlich auch gestern nicht zu kurz, als sich bei idealem Wanderwetter zahlreiche Mitglieder am Eingang des Greizer Parks trafen, um gemeinsam durch die Anlage zu spazieren. „Die Schönheiten unserer Landschaft lassen sich auch am besten zu Fuß erkunden“, meinte Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) der ebenfalls seine Glückwünsche zur Jubiläumstour übermittelte. „Noch viele Jahre die Heimat bewandern und die Natur bewundern“ - mehr wünschen sich die Greizer Wanderfreunde nicht. Kommentar Soziale Komponente Von Susann Grunert Seit fast 20 Jahren ist die Mittwochswanderung ein Fixpunkt im Alltag vieler Greizer Wanderfreunde. Und längst ist für viele Mitglieder der Freien Greizer Wandergruppe und des Greizer Wandervereins das Wandern mehr als nur Bewegung an frischer Luft in der Natur. Sind doch über das gemeinsame Hobby in den vielen Jahren zahlreiche Freundschaften entstanden. Mit dem Wanderstock lässt sich eben nicht nur prima Körper und Geist fit halten, sondern auch gut über die Dinge des täglichen Lebens plaudern. Dass in fast zwei Jahrzehnten bei Wind und Wetter kein Wanderfreund auf seine Tour verzichten wollte, zeigt auch die soziale Komponente, die jedes Mal mitläuft. Wo wandern Sie am liebsten hin?
Umfrage: Grunert/Freund |
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Auf der Bühne zu stehen, ist fast wie eine Droge
Interview mit Bürger Lars Dietrich Greiz. Er ist Musiker, Moderator, Comedian, Schauspieler und arbeitet viel mit Kindern: Bürger Lars Dietrich. Ein Buch hat er auch geschrieben. In „Schlecht Englisch kann ich gut - Eine freie deutsche Jugend“ erzählt der am 2. Februar 1973 in Potsdam Geborene über seine Kindheit und Jugend in der DDR, quasi zwischen Broiler und Breakdance. Am Donnerstag, 15. April, um 19 Uhr stellt er das Buch im Kinocenter UT 99 in Greiz vor. Gespräch: Katja Grieser Mit Bürger Lars Dietrich entspannt plaudern Jetzt bewerben für OTZ-Fantreff Greiz (OTZ/KG). Bürger Lars Dietrich live erleben können Interessierte am 15. April im Greizer Kinocenter UT 99. Wem das jedoch nicht reicht, für den haben wir genau das Richtige: den OTZ-Fantreff. Wir bieten fünf Fans des Multitalents die Gelegenheit, in Ruhe mit ihrem Star zu plaudern und ihm direkt Fragen zu stellen. Wenn Bürger Lars Dietrich am 15. April in Greiz ist, wird er sich für den Fantreff extra Zeit nehmen. Wer ihn also hautnah erleben
will, sollte mit seiner Bewerbung nicht zögern. |
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Ein Blumenfan mit Fotoblick
Wettbewerbsgewinnerin Johanna Noll aus Lunzig nimmt floralen Preis entgegen Von Katja Grieser Greiz. „Es war nicht meine Absicht zu gewinnen. Ich erfreue mich an den Blumen in meinem Garten und da dachte ich, auch anderen gefallen sie“, sagt Johanna Noll aus Lunzig bescheiden. Mit ihrem Bild von Winterlingen, die sich durch den Schnee kämpfen, hat sie den OTZ-Fotowettbewerb „Haben Sie den Frühling schon entdeckt?“ gewonnen. Gestern nahm sie Gratulationen von OTZ-Lokalchefin Kathrin Schulz und Jan Käsmann von der Greizer Vogtlandblumen GmbH entgegen. Letzterer überreichte der Blumenliebhaberin als Preis einen bunten Frühlingsgruß. „Das Foto ist sehr gut gemacht und die Winterlinge, die dem Schnee trotzen, haben uns am besten gefallen“, begründet Kathrin Schulz, weshalb dieses Motiv als Siegerbild ausgewählt wurde. Johanna Noll ist in ihrem Garten häufig mit der Digitalkamera unterwegs, hat allein im vorigen Jahr über 300 alpine blühende Pflanzen fotografiert. Denn ihr Garten ist kein gewöhnlicher, sondern ein Gebirgspflanzengarten, den ihr verstorbener Mann Lienhard im Jahr 1993 angelegt hat. „Mittlerweile sind in unserem Garten über 100 verschiedene Laubgehölze, über 90 Nadelgehölze und ungefähr 400 alpine Pflanzen zu finden“, erzählt Johanna Noll. Nicht einmal sie selbst kann alle Pflanzen genau benennen. „Manchmal stehe ich mit dem Buch daneben und vergleiche“, gesteht die Lunzigerin. Noch immer bekommt sie Besuch von Leuten, die sich ihren Garten ansehen wollen. Wenn jemand wirklich Interesse hat, gibt Johanna Noll natürlich gern Auskunft über die Pflanzen, obwohl sie dafür eigentlich „kaum Zeit“ hat, denn der Garten will schließlich gepflegt sein, betont sie. „Als ich den Aufruf in der OTZ las, dachte ich, dass ich so viele schöne Dinge in meinem Garten habe, die ich zeigen könnte“, sagt Johanna Noll. Von Alpenveilchen über Märzenbecher bis hin zu fünf verschiedenen Arten von Schneeglöckchen - der Frühling hat in ihrem Garten viele Gesichter. Da sie auch ein Wetterbuch führt, weiß sie, dass der Frühling dieses Jahr rund drei Wochen später kam als 2009, dafür umso schneller. Lange konnte man sich an den Frühblühern nämlich nicht erfreuen. Das bestätigt auch Jan Käsmann, der Johanna Noll häufiger in seinem Gartencenter begrüßen kann. „Ich brauche eine rote Zaubernuss“, nutzt die Lunzigerin die Gelegenheit, um eine Bestellung bei Käsmann aufzugeben. Ihr Garten und die Pflanzen gehen der Seniorin eben nicht aus dem Kopf. |
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Aus Betroffenen Beteiligte machen
Hartz-IV – und kein Ende? - Fastengespräch im Greizer Bonhoefferhaus Text & Bild Antje-Gesine Marsch Seitdem der Deutsche Bundestag im Juli 2004 die sogenannte Hartz-IV-Reform beschloss, erhitzen sich darüber die Gemüter. Der Kern, nämlich die Zusammenlegung von Arbeitslosen-und Sozialhilfe, sollte im Grunde die Arbeitsmarktpolitik verbessern und die Arbeitslosenzahlen bis 2010 halbieren. Doch welche Ergebnisse liegen nunmehr vor? Am Montagabend lud Superintendent Andreas Görbert zum Fastengespräch ins Greizer Bonhoefferhaus ein und begrüßte dazu kompetente Gesprächspartner: Thüringens Sozialministerin Heike Taubert, den Geschäftsführer der ARGE des Landkreises Greiz, Dr. Horst Gerber, Kirchenkreissozialarbeiterin Gabriele Lieberwirth und den leitenden Mitarbeiter des „Café o. k.“, Heinzjörg Nährig, um gemeinsam mit Betroffenen und Interessierten über die Thematik „Hartz IV - und kein Ende“ zu diskutieren. Wohl selten sei ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts so mit Spannung erwartet worden, das nunmehr festlegt, dass die Regelsätze für Hartz-IV-Empfänger neu berechnet werden müssen und den Gesetzgeber verpflichtet, bis Ende des Jahres eine Neureglung zu schaffen, wie Andreas Görbert anfangs betonte. Das sogenannte Arbeitslosengeld II werde auch weiterhin Streitpunkt bleiben, wie Heike Taubert einschätzte: „Ich rechne mit leichten Veränderungen, gerade im Bereich Sachleistungen; aber die große Revolution wird es sicher nicht geben.“
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TSG ohne Chance gegen Tabellenführer
Handball, Verbandsliga, Gemischte E-Jugend: Jüngstes Reudnitzer Team zahlt Lehrgeld Greiz (OTZ/Kanis). Nach der schwachen Auswärtsleistung in Jena wollten die jüngsten Reudnitzer Handballer, die gemischte E-Jugend, im Heimspiel gegen den unangefochtenen Tabellenführer der Verbandsliga zeigen, dass sie das Handballspielen nicht verlernt haben. Schon in den Anfangsminuten der Begegnung zeigte sich, dass die Gäste aus dem Altenburger Land den Gastgebern spielerisch, läuferisch und individuell überlegen waren. Die Reudnitzer gerieten vom Anpfiff an in Rückstand. Die Gäste hatten die bessere Raumaufteilung und nutzten die sich bietenden Lücken in der TSG-Abwehr konsequent aus. Die Gastgeber ,versuchten, die spielerische Unterlegenheit durch ihren Kampfgeist auszugleichen. Bis zum Pausenpfiff war die Partie eigentlich schon entschieden, doch die TSG kämpfte bis zum Abpfiff um eine Resultatsverbesserung. Die Niederlage fiel zwar deutlich aus, aber zumindest zeigten die Reudnitzer das, was sie zurzeit können. Nun gilt es in den verbleibenden Partien gegen Stadtroda und Jena, den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. TSG mit: Moritz Drischel; Claire Ehlich (5); Tom Bobek (5); Florian Hofmeister (3); Felix Hofmeister; Emelie Glück; Sophie Möhring; Leon Hupfer; Annabell Kobe; Yannick Beierlein (7) |
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31. März 2010 /OTZ Zeulenroda-Triebes Zeulenrodaer Zentrum noch zwei Wochen bearbeitet
Mit der Frühlingssonne kehrten auch die Bauarbeiter in Zeulenrodas Innenstadt zurück. Seit rund einer Woche werden restliche Pflasterflächen abgearbeitet. Steffen Beikirch / 31.03.10 / OTZ Etwa 350 Quadratmeter rund um die neue Baumgruppe am Zeulenrodaer Tuchmarkt und weitere 150 Quadratmeter am Durchgang zum Dr.-Gebler-Platz seien noch fertigzustellen, schätzt Bauleiter Thomas Krause von der VSTR GmbH Rodewisch. Außerdem fehlen noch etwa zwei Kilometer Dehnungsfugen, die man jetzt vergießen wird. An Häuserkanten oder zwischen Pflaster- und Bordsteinen beispielsweise hatte man vor dem Winter eine so genannte Rollschnur als Platzhalter eingebracht. Denn der obere Teil der Dehnungsfugen konnte bei den bereits zu niedrigen Temperaturen nicht mehr erstellt werden. Da darf kein Nachtfrost sein, begründet Krause. Jetzt ist es so weit: Die graue Rollschnur kommt raus und der nicht gerade billige Marbos-Fugenmörtel rein. Er ist flexibel und sorgt dafür, dass bei Temperaturschwankungen nichts bricht. Die Gefahr besteht bei der hier angewendeten vollgebundenen Bauweise auf Betonuntergrund. Deshalb seien die Pflasterflächen in Felder eingeteilt, die arbeiten können. Sonst krachts irgendwann, erklärt Thomas Krause. Rund um die Bäume und Spielgeräte am Tuchmarkt pflastert die Plauener Landschaftsbaufirma Kohrs derzeit mit großer Besetzung. Sie hat bereits weite Teile der Muschelkalkflächen als einer der Nachauftragnehmer der Firma VSTR verlegt. Beispielsweise die Kirchstraße und die Aumaische Straße sowie Fußwege rund um den Markt. Den Durchgang vom Tuchmarkt zum Gebler-Platz pflastert VSTR dagegen selbst. Dustin Heumos und Marco Löffler haben sich auch gestern mächtig reingekniet. Bis zur ersten Hauskante vom Tuchmarkt aus kommend legen sie neue Steine ins Mörtelbett. Dahinter findet dann das alte Großpflaster Wiederverwendung bis der Platz eines Tages mal ganz neu gestaltet werden soll. Wie lange die derzeitigen Arbeiten noch dauern? Spätestens Ende April werde man fertig sein. Vielleicht auch eher, orientiert Bauleiter Krause bei gutem Verlauf auf die Monatsmitte. Von der Stadtverwaltung als Bauherr war gestern keine Auskunft zu den Arbeiten zu bekommen. |
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| 31. März 2010 /OTZ | ||||
Kurz notiert: |
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Karikatur des Tages
Generalprobe für Ostern
Der Osterhase schaute gestern Vormittag in der Kindertagesstätte „Juri Gagarin“ vorbei und versteckte allerhand Süßes. Die Kinder der Regenbogen-Gruppe nutzten diese „Generalprobe“ für den Ostersonntag und fanden fast auf Anhieb alle Osternester. Zuvor schauten sich alle Kinder das Märchen vom kranken Osterhasen an. Göltzsch-Tour
Nach und nach kommen die 20 Boote mit Sportlern aus mehreren Bundesländern am Greizer Elsterufer an. Die Kanuten sind am Sonntagvormittag in Lengenfeld auf der Göltzsch gestartet. Ein gemeinsames Picknick gab's unter der Göltzschtalbrücke. Zum dritten Mal hat Karl-Heinz Petereit diese Göltzsch-Tour organisiert, unterstützt vom Kanu-Freizeitverein. Irchwitzer Hortkinder besichtigen Druckerei Tischendorf in Greiz
Christian Tischendorf, Inhaber der Druckerei Tischendorf, erklärte gestern den Irchwitzer Hortkindern die Heidelberger Druckmaschine CD74. Die Grundschüler sahen bei ihrer Besichtigung auch eine alte Druckmaschine, Bildbearbeitung am Computer, einen Digitaldruck sowie einen Druckplattenbelichter. Den Ferienkindern hat die Besichtigung gefallen. Sommerpalais über Ostern offen Greiz (OTZ). Das Sommerpalais im Greizer Park lädt an allen Tagen über das Osterfest, also auch am Ostermontag, jeweils von 10 bis 16 Uhr zum Besuch ein. Gezeigt wird die kleine Ausstellung „Graphische Drucktechniken“, die mit seltenen und überaus sehenswerten Exponaten aus dem eigenen Bestand der Staatlichen Bücherund Kupferstichsammlung aufwartet. Tradition des Chorgesanges wird fortgesetzt Karfreitagssingen im Gasparinentempel Greiz (OTZ/war). Die großen Traditionen des Chorgesanges in Greiz sind lebendig. Die Woche vor Ostern stellt auch die Sänger des Greizer Cäcilienchors alljährlich vor große Herausforderungen. Traditionell haben sie mit ihrer musikalisch-literarischen Deutung des Kreuzweges am Palmsonntag auf die Bedeutung des Skulpturen- Zyklus der Bildhauerin Elly-Viola Nahmmacher in der Herz-Jesu-Kirche hingewiesen. Neben der liturgischen Mitgestaltung dieser besonderen Woche im Kirchenjahr, hat es sich der Chor mit dem Karfreitagssingen im Gasparinentempel zur Aufgabe gemacht, eine 1863 von Kantor Wilhelm Urban begonnene Tradition fortzuführen. Nun wird der Chor am Karfreitag, 8 Uhr, bereits zum 14. Mal Lieder, die diesem Tag angemessen sind, von der Höhe herab singen. Immer wieder waren die Sänger in den letzten Jahren überrascht, wie viel Frühaufsteher sich, unabhängig vom Wetter, auf den Weg gemacht haben. Sie sind auch in diesem Jahr eingeladen. Am Ende der Morgenstunde wird wie in den vergangenen Jahren von Pfarrer Dietmar Brosig der Segen über die Stadt Greiz gesprochen werden. Mit Therapie und Tricks gegen Pollen-Allergie Tipps von Chefarzt Dr. Jochen Meyer Gera (OTZ). Heuschnupfen trübt bei mehr als 10 Millionen Deutschen die Vorfreude auf den Frühling. Im ausgehenden Winter und Frühjahr können die Pollen der Hasel, Erle und Birke allergische Reaktionen hervorrufen, im Sommer sind es Gräser, Roggen und Kräuter. Weil Pollen sehr weit fliegen, können Betroffene sie kaum meiden, sagt Priv.-Doz. Dr. Jochen Meyer, Chefarzt der Klinik für Hautkrankheiten und Allergologie am SRH Wald-Klinikum Gera. Um die Beschwerden zu mindern, sei es wichtig, herauszufinden, wogegen der Patient genau allergisch ist. Dafür gibt es nach Meyer drei gängige Methoden: Der Arzt macht einen Hauttest mit Pollenextrakten, einen Bluttest, um körpereigene Antikörper nachzuweisen oder einen Provokationstest, bei dem verdächtige Pollen auf die Nasenschleimhaut aufgesprüht werden. „Die Symptome sind durch Medikamente wie Tabletten oder Nasentropfen gut zu behandeln. Für Kinder sind Tropfen besser geeignet. Inhalationen und Saunabesuche unterstützen die Heilung“, sagt Dr. Meyer. Wenn das nicht ausreicht, muss der Patient mit einer Immuntherapie behandelt werden. „Je früher diese Therapie angewandt wird, desto besser“, so Meyer. Denn im schlimmsten Fall drohe dem Patienten Asthma. Betroffene können auch durch Tricks die allergischen Reaktionen reduzieren: In Städten ist der Pollenflug in den Abendstunden am höchsten, lüften sollte man darum tagsüber. Dr. Meyer rät außerdem, die Freizeitkleidung in der Pollenflugsaison nicht im Schlafzimmer aufzubewahren und die Haare vor dem Schlafen zu waschen. Bei Autofahrten empfiehlt er geschlossene Fenster und Luftfilter. Die Zahl der Betroffenen ist mittlerweile so groß, dass es neben den Wetternachrichten eine Pollenflugvorhersage gibt. |
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